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Kondensator aus gewickelten Einheiten.
Elektrische Kondensatoren, die für grosse Leistungen gebaut sind, werden zweckmässig in ein flüssiges Dielektrikum (01) eingetaucht, damit die, wenn auch geringe Wärme nach aussen abgeführt werden kann. Es ist nun aber bei solchen Kondensatoren, die ständig im flüssigen Dielektrikum untergebracht sind, möglich, dass mit der Zeit Feuchtigkeit, d. h. Wasser hineingelangt. Wenn nun Wasser in das eigentliche Kondensatorelement hineindringen kann, ist dieses sehr gefährdet, denn die Verluste wachsen an und es wird ein Durchschlag unvermeidlich sein.
Bei Kondensatoren, die aus gewickelten Kondensator lqmonten bestehen, sind die meist rund
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gemäss die gewickelten, frei voneinander abstehenden Kondensatoreinheiten in einem flüssigen Dielektrikum nicht stehend, sondern waagrecht liegend angeordnet, derart, dass ins Dielektrikum eintretende Feuchtigkeit an der Umfangsfläche der Kondensatoreinheiten herabgleiten und zu Boden sinken kann. Wohl sind jene Übelstände bei stehenden oder liegenden, unter Pressung zusammengefügten Packkondensatoren in Paraffinmasse nicht so sehr zu befürchten, dafür aber ist dort die Auswechslung einzelner Elemente der Packung bei Schadhaftigwerden schwer oder gar unmöglich.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 1 ist eine schaubildliche Darstellung desselben ; der eigentliche Kondensator ist aus einem zur Aufnahme eines Olbades dienenden Behälter herausgehoben. Fig. 2 zeigt eine Einzelheit in grösserem Massstab. Fig. 3 stellt die elektrische Verbindung der Kondensatoreinheiten in Dreieckschaltung dar.
Die Kondensatoreinheiten a, in an sich bekannter Weise durch Aufwickeln von Metallfolien unter Zwischenlage ölgetränkter Papierstreifen auf einem Hohlkern hergestellt, sind hier waagrecht liegend angeordnet und werden von dem aus Isoliermaterial bestehenden Deckel b eines zur Aufnahme eines Ölbades dienenden Behälters c getragen. Sie liegen gruppenweise zwischen je zwei senkrechten metallenen Trägerstangen d, auf welche sie mittels der Endhülsen e ihrer Hohlkerne voneinander frei abstehend aufgeschoben sind. Ihre gegenseitige Lage auf den Stangen d wird durch geeignete Abstandshülsen g gesichert. Die Stangen d dienen nicht nur zum Tragen der Kondensatoreinheiten, sondern auch zur Zufuhr der elektrischen Stromes über an den Enden der Kondensatoreinheiten angeordnete Stromansehlussstreifen h (sogenannte Fahnen).
Die Stangen d sind auf der Unterseite des Deckels b durch Verbindungsdrähte in Dreieckschaltung (Fig. 3) mit den Anschlussklemmen i verbunden. Der abhebbare Deckel b, von dem die Stangen d herabhängen, gestattet ein Herausziehen aller Kondensatoreinheiten auf einmal aus dem isolierenden Olbad des Behälters e.
Bei der beschriebenen waagrechten Lagerung der Kondensatoreinheiten a gleitet die ins Ölbad eindringende Feuchtigkeit an der Umfangsfläche der Einheiten hernieder und sinkt im Behälter zu Boden, der zum Ablassen des Wassers mit einem Samniel-und Abzapfraum versehen sein kann. Auf alle Fälle kann das Wasser nicht in das Innere der Kondensatoreinheiten eindringen, denn, selbst wenn Wasser an den äussersten Metallbelag herangelangen sollte, wird es an diesem Metallbelag aufgehalten. An den senkrecht gestellten Stirnflächen der Kondensatorelemente kann das Wasser ebenfalls nicht eintreten.
Zu diesem letzteren Punkte ist noch beizufügen, dass bei der vorliegenden Kondensatorbauart an beiden Stirn
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flächen der Elemente nur Metallfolien vorstehen, aber kein saugfähiges Papier, das von Schicht zu Schicht wechselseitig hinter den Endkanten der Metallfolien zurücksteht. Da die Erwärmung des Elementes gegenüber der Temperatur des Ölbades nur wenig höher ist (vielleicht 2 bis 3 ), so bleibt das Öl, das im Element eingeschlossen ist, stationär. Es wird also keine Ölzirkulation durch das Element selbst stattfinden. Auch an den Stirnflächen der Kondensatoreinheiten wird das Öl durch Adhäsion an den Metallfolien festgehalten. Es ist also völlig ausgeschlossen, dass Feuchtigkeit, wenn sie im Dielektrikum vorhanden ist, in das Element eindringen und es zur Zerstörung bringen kann.
Die Lagerung der Kondensatoreinheiten am Ölbaddeckel ist natürlich nur beispielsweise angegeben.
Der Vielfachkondensator könnte auch mittels der Trag-und Stromzufuhrstangen in den Ölbadbehälter eingestellt sein. Die Zahl der Kondensatoreinheiten ist nicht beschränkt ; immerhin ist die beschriebene Bauart für kleinere Kondensatoren vorzüglich geeignet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kondensator aus gewickelten Einheiten, dadurch gekennzeichnet, dass die gewickelten, frei voneinander abstehenden Kondensatoreinheiten (a) in einem flüssigen Dielektrikum nicht stehend, sondern waagrecht liegend angeordnet sind, derart, dass ins Dielektrikum eintretende Feuchtigkeit an der Umfangsfläche der Kondensatoreinheiten (a) herabgleiten und zu Boden sinken kann.