AT120552B - Verfahren zum Adsorbieren von tief siedenden Gasen. - Google Patents
Verfahren zum Adsorbieren von tief siedenden Gasen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Adsorbieren von tief siedenden Gasen. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Adsorbieren von tief siedenden Verlustgasen mittels Gele bei der Bereitung von Pressgasen aus ihrem flüssigen Aggregatzustand, wobei das Gel mit Hilfe der bei der Nutzvergasung frei werdenden Kältemengen auf den Siedepunkt des zu adsorbierenden Gases oder auf einen in dessen Nähe liegenden Temperaturgrad abgekühlt wird. Durch Erwärmung des abgekühlten Gelbehälters werden die Verlustgase bei gleichbleibendem oder auch bei wesentlich höherem Drucke in andere Behälter oder zum unmittelbaren Verbrauchsort geleitet. Bekannt ist in der Kältetechnik die Verwendung von Holzkohle zur Adsorption von Gasen, bei- spielsweise der Luft, die im Vakuumraum der Transportgefässe für flüssige Gase zurückgeblieben sind. Holzkohle indes ist ein brennbarer Stoff, der leicht oxydiert und so Anlass zu Gefahrzuständen gibt. Ausserdem ist die Adsorptionsfähigkeit der Kohle gegenüber derjenigen der aktiven Kie'el äuregelc äusserst gering. Auch wurde festgestellt, dass die Adsorptionsfähigkeit der Gele bei abnehmender Tem- peratur, von 0 C an gerechnet, erheblich wächst. Ausserdem ist Kiesel-äuregel unverbrennbar und kann bei Anwendung hoher Temperaturen aus- geglüht werden. Vor allen Dingen ist es aber mit einer die Verbrennung sehr befördernden Substanz, z. B. Sauerstoffgas, in direkte oder indirekte Berührung gebracht, vollkommen indifferent und ungefährlich und schaltet die bei der Verwendung von Holzkohle od. dgl. vorkommenden Explosionen vollständig aus. Die Versuche ergaben ferner, dass beispielsweise Kieselsäuregel bei einer Temperatur von-183 C, der Siedetemperatur des Sauerstoffes, ein um über 50% höheres Adsorptionsvermogen als die gleiche Menge Holzkohle aufweist. Will man Pressgase durch Verdampfung verflüssigter Gase in Druckbehältern bereiten und ver- wenden, so werden bekanntlich bei der Vergasung erhebliche Kältemengen frei, die man direkt oder indirekt auf Gele, die in Druckbehältern untergebracht sind, übertragen kann. Es lassen sich dann in der Betriebspause, wenn Pressgase nicht mehr benötigt werden, die unbedingt durch die natürliche Ver- gasung entstehenden kleinen Gasmengen unter Wirkung der vorher durchgeführten starken Abkühlung des Gels in diesem festhalten, derart, dass durch die unvermeidliche Vergasung der Flüssigkeit im Auf- bewahrungsgefäss eine wesentliche Druckerhöhung nicht eintritt. Bei etwa wieder eintretender Verbrauchs- periode ist man in der Lage, durch Erwärmung des abgekühlten Gelbbehälters diese Verlustgase bei gleichbleibendem oder auch b i wesentlich höherem Drucke in andere Behälter überzuführen oder direkt zu verbrauchen. Das Gel übernimmt dann förmlich die Wirkung einer Pumpe ohne bewegliche Teile, wie Kolben und Ventile. Derartige Prozesse mit Holzkohle oder ähnlichen Adsorptionsmitteln durchzuführen, verbietet sich wegen der damit verbundenen überaus grossen Explosionsgefahr, die in Gegenwart von Luft oder Sauerstoff zu erwarten ist. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Adsorbieren von tief siedenden Gasen mittels Gele bei der Bereitung von Press- gasen aus ihrem flüssigen Aggregatzustand, dadurch gekennzeichnet, dass das in den Betriebspausen ungewollt aus der Flüssigkeit verdampfende Gas in Berührung mit in Druckbehältern aufgespeichertem Gel gebracht wird, das vorher auf den Siedepunkt des zu adsorbierenden Gases oder auf einen in dessen Nähe liegenden Temperaturgrad abgekühlt wurde und aus dem hernach in einer wieder eintretenden Ver- brauchsperiode durch Erwärmung die Verlustgase bei gleichbleibendem oder auch bei wesentlich höherem Drucke ausgetrieben werden. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
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