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Drehrohrofen.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Drehrohrofen mit selbsttätig entsprechend der Winkelgeschwindigkeit des Ofens regelbarer Beschickung und besteht daiin, dass der Antrieb des die Beschickung vornehmenden Verteilers vom Ofenmantelgetriebe aus erfolgt. Gemäss der Erfindung ist innerhalb des zur Wiedergewinnung der freiwerdenden Reaktionswärme mit Wasserkühlung versehenen Ofens ein Rekuperationskessel, der an einem der feststehenden Kopfenden des Ofens und an einer feststehenden Einsatzwand befestigt ist, eingesetzt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform eines Drehrohrofens gemäss der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 denselben im Längsschnitt, Fig. 2 im Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 1 und Fig. 3 im Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 1.
Der Ofen zerfällt in mehrere hintereinander liegende Zonen Ir, ]=, 111 und 0, Q, in welchen die verschiedenen, sieh zwischen etwa 150 und 1400 C abwickelnden Reaktionen stattfinden, die z. B. bei Aufbereitung von Blende vorerst in der Trocknung des Erzes, dann aus endothermischen und exothermischen Reaktionen und schliesslich im Abziehen des Bleies, Abscheiden des Eisens bestehen.
Die Arbeitsweise des Ofens ist folgende : Das Erz mit den Mischsubstanzel1 wird in den Trichter 1 aufgegeben, geht durch die Brehvorrichtung 2 und gelangt durch das Rohr. 3 in den Verteiler 4, der mittels eines Zahngetriebes 5, der Achse 6 und des Zahnrades 7 in Gang versetzt wird. Das Zahnrad 7 kämmt mit einem Zahnkranz 8 des Zylindermantels des Ofens. Die Beschickung erfolgt synehronisch und selbsttätig. Das Rohr 9 führt das Material in einen zweiten Verteiler 10, aus welchem dasselbe durch das geneigte Rohr 11 durch die Öffnung 12 in dir erste Zone 1" des Ofens eingeführt wird. An der feststehenden Stirnwand A des Ofens sitzen Träger 1 : 3. 14 auf. Die Stirnwand A ruht auf einem Fundament 15 auf.
Schraubenmuttern dienen zum Festziehen zweier durch den Ofen hindurchgehender feststehender Rohre 17. Zwischen der Stirnwand A und den si : h drehenden Ofenmantel ist ein Abdichtungsring 18 angeordnet, um den Austritt der Gase und Dämpfe zu verhindern. 19 ist eine Metallscheibe, welche mit dem zylindrischen Ofenmantel 20 den drehbaren Ofenkörper bildet. Der Ofenmantel ist mit einem feuerfesten und wärmeschützenden Futter 21 ausgekleidet. In der ersten Zone p des Ofens mündet ein Roh ! 22 mit Sammelglocke zum Auffangen der beim Trocknen des Erzes sieh entwickelnden Wasserdämpfe.
Ein Kranz 2. 3 sitzt auf sich frei ausdehnenden Ringen 24 auf. Der Ofen läuft über Rollen 25, die den Druck aufnehmen und die auf Träger 26 aufmontiert sind. Die erste Zone 7''ist von der zweiten Iz durch eine Zwischenwand 27 getrennt. Das Erz bewegt sich in der Richtung des Pfeiles K. Zur Drehung des Ofens dient ein auf dem Ofenmantel aufgesetzter Zahnkranz 28, in welchen ein Zahnrad 29 eingreift, das in Lagern, welche durch die Achslinien. 30 angedeutet sind, ruht und durch die Riemenscheibe 31, die auf derselben Welle aufsitzt, angetrieben wird. Die Drehung des Ofenmantels erfolgt unter Vermittlung der Zahnräder 32, 3. 3 und 29 (Fig. 3).
Das in dem oberen Teil des Ofens festgelagerte Rohr 17 dient zur Aufgabe der gepulverten Kohle auf den Boden der zweiten Zone Iz. Zu diesem Zwecke enthält es eine endlose S : hne : ke-35. die bis an eine zweite Trennungswand 27 der dritten Zone reicht. Die Kohle fällt bei 36 in die Übergangsstelle 37 und vermischt sich mit dem vorrückenden Erzmaterial vor seinem Eintritt in die dritte Zone 19.
Die Kohle wird durch den Trichter 88 aufgegeben. Die Vorsehubschnecke 35 erhält ihren Antrieb durch eine endlose Schraube. 39, welche innerhalb des Rohres 17 liegt. Das danebenliegende zweite, feststehende Rohr 17 enthält ein Rohr 40 für die Luft und ein Pyrometer 41. Die Luft tritt durch die Öffnung 42. In der dritten Zone lu sind in der Wandung des Ofens elektrische Widerstände 43, 44, 45 usw. angebracht, welche den Ofen beheizen. Diese Widerstände erhalten den elektrischen Strom
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durch eine Anzahl von Kupferringen 46, welche auf Trägern 47, die auf dem Aussenmantel des Ofens aufgesetzt sind, aufruhen. Bürsten 48, 49, 50 (Fig. 2) werden durch Kabel 51, 52, 53 und 54 gespeist.
Der Kontakt zwischen den Ringen 46 und den Widerständen 43, 44, 4/j wird durch die Verbindung 5. 5 hergestellt.
Durch den feststehenden Abschlussboden des oberen Teiles des Ofens A'geht das Saugrohr 56, welches das Kohlenoxyd nach aussen abführt. Eine Rutsche 57, welche an dem Abschlussboden befestigt ist führt das aus dem Ofen austretende Material in den zweiten darunter angeordneten Of enteil 0. Bein Übertritt über den beweglichen Rost 58 fliesst das Blei in den Sack 59 und wird aus diesem durch das Rohr 60 abgezogen. Das Erz, welches durch den Rost zurückgehalten wird. tritt in das erweiterte Rohr 61. welches durch eine umlaufende Wasserkühlung 62, 63 gekühlt wird. An das Ende des Verbindungrohres 61 des oberen Ofens mit dem unteren ist ein Abscheider 64 für das Eisenoxyd eingesetzt. Derselbe wird ständig durch einen mit Zu-und Ableitungsrohren 66 und 67 versehenen Kühler 65 gekühlt.
Die Erze treten bei 68 durch das geneigte Rohr 69 und in den unteren Ofen 0 über. Das Rohr geht zu diesem Zwecke durch die feststehende Stirnwand 70 des unteren Ofens hindurch. Ein Rohr 71 dient zur Einführung von Kaltwasser in die doppelwandige Stirnwand 70 und zur Kühlung derselben.
In dem unteren Ofen 0, der aus dem Blechzylinder 72, welcher mit feuerfestem Material 73 ausgefüttert ist, besteht, ist der zur Wiedergewinnung der freiwerdenden Reaktionswärme bestimmte Röhrenkessel 0'eingesetzt. Ferner ist hier das Luftzuführungsrohr 74, das Wasserzuleitungsrohr 76, das Dampf sammelrohr 77 und das Absaugrohr 76 für die schwefelige Säure und für das Ende des Röhrenkessels ein Auflager 78 vorgesehen. 79 ist eine Drehscheibe, welche sich gegen den feststehenden mittleren Einbau 80 legt und 81 eine elastische Ringdichtung, welche an dem mittleren Einbau 80 fest ansitzt.
Das aus dem ersten Teil 0 kommende Erz geht dann durch den freien Zwischenraum 83, in welchem eine Brechvorrichtung 84, 85 eingesetzt ist, welche dasselbe pulvert. 86 ist die Rohrleitung zur Einführung der gepulverten Kohle in die Brech-und Mischvorrichtung 84-85, 87 bezeichnet eine Kühlvorrichtung.
88 ein Zahnrad zur Betätigung der aus zwei Walzen bestehenden Brechvorrichtung ; 90 ist deren Mantelraum für das Kühlwasser, 91 bezeichnet den Eintritt für das Wasser, 92 das Zufuhrrohr, welches Oxydationsluft durch die Düse 93 in den Ofen eingepresst, 94 ein Futter aus feuerfestem Material für den feststehenden Einbau 80, Das aus dem vorderen Abteil des unteren Ofens austretende Material tritt bei 8') in den letzten Ofenabteil Q. Auch dieser Abteil ist mit einem aus feuerfestem Material bestehenden Futter 96 bekleidet. Auch hier bezeichnen 43, 44, 45 Widerstände zur Beheizung des Abteils Q. Dieselben werden wie vorher durch Bürsten 46 gespeist. 97 ist der Absehlussboden des unteren Ofens : derselbe wird durch einen Doppelmantel 98 mit Wasserzirkulation gekühlt.
Durch das Austrittsrohr 99 treten die behandelten Rückstände bei 100 auf die Transportvorrichtung 101. An dieselbe ist ein Rohr 102 angeschlossen, welches die Heissluft absaugt. Ein durch den Absehlussboden des unteren Ofens gehendes Rohr 103 dient zum Absaugen der Zinkdämpfe.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Drehrohrofen mit selbsttätig, entsprechend der Winkelgeschwindigkeit des Ofens regelbarer Beschickung, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb des die Beschickung vornehmenden Yelteilers (4) vom Ofenmantelgetriebe aus erfolgt.