<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Die Erfindung bezweckt die lichtelektrische Reflexionsabtastung für Kopier-oder Bildtelegraphie mit hohem Wirkungsgrade, um auch bei sehr grosser Geschwindigkeit das Originalbild oder-telegramm unmittelbar übertragen zu können. Das Wesen der Erfindung geht aus den nachstehenden, durch die Fig. 1-6 erläuterten Ausführungen hervor :
Für die lichtelektrische Bildabtastung wird die Vorlage durch einen scharfen Brennfleck von der Grösse eines Bildelementes belichtet und sodann dafür gesorgt, dass nacheinander die verschiedenen Teile
EMI1.2
Strahlen angegeben.
Das Wesen der Erfindung besteht nun darin, dass der Auftreffpunkt 2, der als Ausgangspunkt einer neuen, nach allen Richtungen divergierenden Strahlung aufgefasst werden kann, zum Brennpunkt eines spiegelnden Rotationskörpers gemacht wird, dessen Erzeugende einen formgetreuen oder zweck- mässig deformierten Kegelschnitt bildet. Z. B. ist in Fig. 2 der Ausgangspunkt 2 der Reflexstrahlen im Brennpunkt eines Rotationsparaboloides 6 liegend gedacht, dessen Begrenzung gestrichelt gezeichnet ist. Der unterhalb der Bildfläche 11 liegende Teil ist natürlich nicht wirklich vorhanden, sondern virtuell, das Paraboloid ist ergänzt gedacht. Eine praktische Bedeutung hat das Fortbleiben dieses unteren
Teiles nicht, da die Liehtzerstreuung an der Bildfläche auf die obere Halbkugel begrenzt bleibt, weil ja praktisch kein Lieht durch das Papier dulchdringt.
Man sieht in Fig. 2, dass entsprechend den bekannten
Eigenschaften eines Rotationsparaboloides bei genügenden Ausmassen dieses Spiegels der allergrösste
Teil der von 2 aus zerstreuten Strahlen an die spiegelnde Wandfläche gelangt und von dort in zur Achse parallelen Strahlen reflektiert wird. Man sieht ferner, dass die Strahlen sich rohrartig konzentrieren und in der Achse des Paraboloides ein Kanal freibleibt, durch welchen die Zuführung des Nbtastliehtes in bequemer Weise möglich ist.
Würde man die Anordnung gemäss Fig. 3a so ausführen, dass der Zerstreuungspunkt 2 im Brenn- punkt 7 eines spiegelnden Rotationsellipsoides 8 liegt, so würden nach einem bekannten Gesetz sämtliche von 7 ausgehenden Strahlen in den konjugierten Brennpunkt 9 gespiegelt werden, wie dies die Figur für einige willkürlich gewählte und durch Pfeile verschiedener Ordnung unterschieden Strahlen ver- anschaulich. Wäre also 7 identisch mit dem Zerstreuungspunkt 2 der Fig. 2 und würde in den Brenn- punkt 9 eine kleine lichtelektrische Zelle gestellt, so würde diese sämtliche von 7 ausgehenden Strahlen auffangen und verwerten können.
Da es bisher nicht möglich ist, lichtelektrische Zellen, insbesondere
Photozellen, in sehr kleinen Abmessungen und in einer Fig. 3 a ; entsprechenden Weise zu bauen, wird gemäss Fig. 3b der Rotationskörper 10 in der Form eines etwas deformierten Rotationsellipsoides aus-
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
verteilt auf die Fläche 11 trifft, an deren Stelle man sich die lichtempfindliche Schicht einer Photozelle oder Selenzelle denken kann.
Die den vorstehenden physikalischen Grundlagen entsprechende praktische Ausführung der Erfindung zeigen die Fig. 4 und 5 in Beispielen, die in bezug auf Abmessungen und Abänderungs- möglichkeiten der Anordnung einen ziemlichen Spielraum lassen. Es soll nur das Wesentliche der Vorrichtung gezeigt werden. In Fig. 4 bedeute wiederum 1 die Oberfläche der abzutastenden Vorlage, die
EMI2.2
die unter Benutzung eines Umlenkprismas 16 und eines Objektivs. 3 in 2 abgebildet wird. Der Strahlenkegel tritt durch eine seitliche Öffnung des spiegelnden Rotationskörpers ein, wie dies die Figur deutlich zeigt. Die Grösse der Lichtquelle und ihrer Abbildung kann durch eine Blende begrenzt werden. vor welcher ausserdem für den Zweck der Erzeugung einer Trägerfrequenz eine Loehscheibe rotieren kann.
Die reflektierten Strahlen sind wiederum gestrichelt, während zur Unterscheidung das auffallende Lichtbündel schraffiert ist. Innerhalb eines weiten Raumwinkels gelangen diese Reflexstrahlen ohne Verluste durch optische Absorption, Brechung, Zerstreuung od. dgl. auf die spiegelnde Innenwand des Reflektors und von dort auf die photoelektrische Zelle. Da solche spiegelnde Rotationskörper gewöhnlich durch Drücken von Metallblech hergestellt werden müssen, wird der Hohlraum zweckmässig aus den beiden Teilen. M und-M zusammengesetzt. Er wird in der Nähe der Bildtrommel, soweit es geht, metallisch geschlossen, um die Photozelle elektrisch abzuschirmen.
Die Ausführungsform nach Fig. 5 zeigt, dass man gemäss der Erfindung mit verhältnismässig kleinen photoelektrischen Zellen 12 arbeiten kann. In dieser Figur sind die Bezeichnungen grundsätzlich gleicher Teile dieselben wie in Fig. 4 ; 17 bedeutet die Bildtrommel. Der gezeichnete Reflexionskörper hat annähernd die Form eines Ellipsoids. Doch ist auch die Kombination eines Rotationsellipsoides oder
EMI2.3
erreichen, so dass die einmalige und selbst die zweimalige Spiegelung praktisch keinen Verlust bedeutet.
Es ist nicht erforderlich, dass die Achse des spiegelnden Hohlkörpers senkrecht zur Oberfläche der Vorlage steht ; sie kann auch schräg zu ihr liegen, ebenso wie das auftreffende Lichtbündel. Dies kann baulich von Vorteil sein und eine erhebliche Verringerung des Platzbedalfes der Gesamtanordnung bewirken. Eine solche Ausführung mit übereinstimmender Bedeutung der Bezifferung zeigt Fig. 6.
EMI2.4
PATENT-ANSPRÜCHE :
1.
Vorrichtung zur lichtelektrischen Reflexionsabtastung für Kopier-und Bildtelegraphie unter Benutzung eines scharf auf das Bildelement eingestellten Brennfleeks, dadurch gekennzeichnet, dass dieser zum Brennpunkt eines spiegelnden Rotationskörpers gemacht wird, dessen Erzeugende einen formgetreuen oder zweckmässig zum Teil deformierten Kegelschnitt darstellt und der die Strahlen durch Reflexion auf die lichtelektrisch empfindliche Fläche sammelt.