AT114182B - Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung. - Google Patents
Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung.Info
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Description
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Einrichtung zur elektrischen Bildiibertragullg.
Die Schwierigkeiten, die sich einer sehr schnellen elektrischen Bildübertragung bisher entgegenstellten, und die zahlreichen Vorschläge zur Beseitigung dieser sind aus der Spezialliteratur und aus Patentschriften hinreichend bekannt.
Zwar bieten die Umwandlung der Bildelemente in elektrische Pulsströme mittels Photozellen und die Übertragung dieser Impulse längs Leitungen oder drahtlos mittels Trägerwellen, sowie eine völlig ausreichende Lichtsteuerung'am Empfänger der heutigen Hochfrequenz-und Verstärkertechnik keine Schwierigkeiten mehr. Jedoch sind die Bildzerlegung am Sender und die synchrone, phasenrechte Zusammensetzung der Bildelemente am Empfänger die Klippen, an denen die technische Durchbildung einer brauchbaren Apparatur zur Momentfernphotographie oder gar zum elektrischen Fernsehen" scheiterte.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine neue Einrichtung zur schnellen Zerlegung eines Bildes in seine einzelnen Flächenelemente und zur synchronen Zusammensetzung der Bildelemente am Empfänger. Zu diesem Zweck wird zur Bildzerlegung und Wiederzusammensetzung nicht wie bei den bisher bekannten Verfahren ein bewegter Lichtstrahl oder eine mechanische" Abtastvorrichtung " verwendet, sondern ein räumlich begrenztes Lichtbündel paralleler Lichtstrahlen, die durch ein oder mehrere Lichtsteuerzellen hindurchgehen, die aus mehreren dünnen Schichten eines optisch veränderlichen Mediums bestehen. Wesentlich hiebei ist, dass die einzelnen Schichten durch elektrische Spannungen zeitlich nacheinander in ihrer optischen Eigenschaft verändert werden können.
Je zwei solcher Lichtsteuerzellen können am Sender und am Empfänger angeordnet und synchron mit den gleichen Frequenzen gesteuert werden. Das Licht des zu übertragenden Bildes wird dabei durch die beiden Zellen des Senders geleitet, bevor es zur Photozelle gelangt. Ebenso werden die Strahlen der von den elektrischen Impulsen der Photozelle beeinflussten Lichtquelle des Empfängers durch die dort angeordneten beiden Zellen und von diesen in gleicher Weise wie der Sender gesteuert. Zu dieser Steuerung kann das bekannte Kerrsche Phänomen der elektrischen Doppelbrechung benutzt werden in der Weise, dass die einzelnen optisch veränderlichen Schichten das Dielektrikum eines vielplattigen Kondensators einer Kerrzelle bilden, wobei Vorsorge getroffen wird, dass die einzelnen Kondensatorplatten nacheinander elektrisch beeinflusst werden.
Durch den Kerreffekt kann dann erreicht werden, dass sowohl die horizontalen als auch die vertikalen Bildreihen nur nacheinander durch die Kerrzelle hindurchtreten. Ist dabei die Frequenz der elektrischen Beeinflussung der einen Zelle vielfach grösser als die der zweiten, senkrecht dazu stehenden Zelle, so wandert der jeweilige Kreuzungspunkt der Bildreihen über die ganze Bildfläche und zerlegt somit das Bild punktweise. Es werden also die einzelnen Linien des Bildes elektrooptisch durch den Kerreffekt gesteuert, d. h. gelöscht bzw. aufgehellt.
Man kann aber auch zu der elektrooptischen Steuerung statt des Kerreffektes den sogenannten Bioteffekt benutzen. d. Ii. die in der Physik bekannte Erscheinung, wonach die optischen Eigenschaften eines lichtdurchlässigen Mediums sich ändern, wenn das Medium mechanisch beansprucht wird, insbesondere wenn es in seine Eigenschwingung versetzt wird.
Durch die Versuche von Cady ist es bekanntgeworden, dass piezoelektrische Kristalle durch hochfrequente Wechselströme in ihrer Eigenschwingung oder deren Harmonische erregt werden,
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wenn Resonanz mit den auf den Kristall einwirkenden elektrischen Schwingungen vorhanden ist. Dieser piezoelektrische Effekt, der insbesondere beim Quarz, aber auch bei einer Anzahl anderer Kristalle beobachtet werden kann, kann nach vorliegender Erfindung ebenfalls zur Bildzerlegung und Bildzusammensetzung benutzt werden, indem die einzelnen optisch veränderlichen Schichten der Zelle statt aus einem flüssigen Dielektrikum aus schwingbaren Kristallen, 'z. B. dünnen Blättchen aus achsenrichtig geschliffenem Quarz bestehen.
Wesentlich hiebei ist, dass jedes der übereinandergeschichteten Blättchen, zwischen denen die Belegungen angeordnet sind, eine andere Eigenschwingung besitzt.
Auf der Zeichnung ist in Fig. 1 zur Erläuterung der Erfindung das Prinzip der Bild- zerlegung schematisch dargestellt.
Von der durch den Pfeil 1 angedeuteten Bildebene gehen parallel gemachte Lichtstrahlen durch den Polarisator 2, die vertikal geschichtete Steuerzelle 3, die horizontal geschichtete
Steuerzelle 4 und den Analysator 5 der Kerrzelle hindurch und werden mittels der Linse 6 zum Brennpunkt 7 gebrochen. Beim Sender befindet sich hier die Photozelle, die in an sich bekannter Weise die Lichtwirkungen in elektrische Stromunterschiede umformt, so dass diese in ebenfalls bekannter Weise mittels Leitungen oder drahtlos zur Empfangsstation übertragen werden können.
Die Zerlegung des Bildes 1 in einzelne nacheinander auf die photoelektrische Zelle einwirkende Lichtpunkte geschieht nun in der Weise, dass durch entsprechende elektrische
Beeinflussung der Schichten nacheinander der Durchgang für das Licht freigegeben wird.
Jedoch erfolgt die nacheinander folgende Freigabe des Lichtdurchlasses bei der Zelle 4 mit viel höherer Geschwindigkeit als bei der Zelle 3, u. zw. so, dass während der Freigabe eines
Durchlasses bei Zelle 3 sämtliche Durchlässe der Zelle 4 nacheinander geöffnet werden. Die
Elektrizität gibt ein Mittel, diesen Vorgang in einem Bruchteil von Sekunden zu bewirken.
Die Empfangsstation besitzt, wie bereits erwähnt, eine ebensolche Anordnung der beiden
Zellen 3 und 4, wie in Fig. 1 dargestellt. Der Unterschied zwischen dem Sender besteht lediglich darin, dass am Empfänger in dem Brennpunkt 7 der Linse 6 statt einer Photozelle eine Lichtquelle (beispielsweise eine Punktwolfrämlampe) angeordnet ist, die von den ankommenden
Photoströmen des Senders beeinflusst werden kann. Als solche Lichtbeeinflussungsvorrichtung kann am Empfänger bei 7 eine Kerrzelle angeordnet sein, die natürlich die übliche, bekannte
Ausführungsform haben kann, da sie hier nur die Aufgabe hat, eine starke Lichtquelle mittels der vom Sender kommenden Photoströme zu steuern. Die derart bei 7 des Empfängers in ihrer Intensität veränderten Lichtstrahlen werden durch die Linse 6 parallel gemacht und gehen durch den Nikol 5 hindurch.
Dieser wirkt beim Empfänger als Polarisator. Dann passieren die Strahlen die beiden Zellen 4 und 3 und Nikol 2, der nun als Analysator wirkt, und gelangen zu dem Schirm 1. Da die Zellen 4 und 3 des Empfängers synchron mit den Zellen 3 und 4 des Senders elektrisch gesteuert werden, hat der jeweilige Kreuzungspunkt des Empfängers stets die gleiche räumliche Lage wie der des Senders und lässt daher nur die dem Originalbilde entsprechenden Lichtintensitäten an diesen Stellen zu dem Auffangsschirm 1 gelangen.
Bei der rein schematischen Darstellung (Fig. 1) sind die Zellen 3 und 4 nur mit fünf elektrooptisch steuerbaren Schichten dargestellt. Natürlich sind für die Bildzerlegung weit mehr Schichten erforderlich. So müssen beispielsweise bei einer Zerlegung in 10.000 Punkte die beiden Zellen je 100 Schichten besitzen, was sich jedoch bei Benutzung sehr dünne, Schichten technisch leicht ausführen lässt. Die Polarisatoren bzw. Analysatoren 2 und 5. bestehen zweckmässig nicht aus natürlichem Kalkspat, sondern aus den künstlichen Kristallen des Natronsalpeters (Natriumnitrat), die geeigneter sind und in grossen einwandfreien Stücken hergestellt werden können.
Wenn am Empfänger bei 7 der Fig. 1 zur trägheitslosen Lichtsteuerung eine besondere Kerrzelle verwendet wird, kann der Analysator dieser Zelle oder der Polarisator 5 der Bildzerlegungseinrichtung in Fortfall kommen, da das aus der Kerrzelle 7 kommende Licht bereits polarisiert ist.
In Fig. 2 ist die elektrische Verbindung einer Lichtsteuerzelle mit einer Wechselstromquelle dargestellt für den Fall, dass zur Steuerung der Zelle der Kerreffekt benutzt wird.
Die Kondensatorplatten, welche die eine Belegung bilden, sind hiebei direkt mit dem einen Pol der Wechselstromquelle W leitend verbunden, während die Platten, welche die andere Belegung bilden, über Wechselstromwiderstände e, e, deren Grösse verschieden abgestuft ist, an den andern Pol der Wechselstromquelle angeschlossen sind. Nur bei der Zuleitung b zur ersten Platte dieses Systems kann ein solcher Widerstand fehlen.
Es ist ersichtlich, dass die Beeinflussung der einzelnen Platten der Kondensatoren nicht gleichzeitig geschieht, da die Widerstände e, d, e, f eine Phasenverschiebung verursachen.
Die zeitliche Verschiebung der Steuerspannung hängt von der Grösse der eingeschalteten
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Als piezoelektrisches Kristallmaterial hat sich für die Zelle Quarz am besten bewährt
Derartige anisotrope Kristalle haben aber den Nachteil, dass sie chromatisch polarisieren, also eine Farbveränderung des hindurchtretenden Lichtes hervorrufen. Um diese, durch die sogenannte Rotationsdispersion hervorgerufene Wirkung zu beseitigen, werden nach vorliegender weiterer
Erfindung die beiden Zerlegungsgitter derart ausgebildet, dass die chromatische Polarisation der einen Zelle durch die andere Zelle wieder, aufgehoben wird. Dies kann dadurch erreicht werden, dass z. B. das horizontale Kristallsystem aus linksdrehenden und das vertikale Kristall- system aus rechtsdrehenden Quarzen besteht, wie dies in der Fig. 6 durch die Pfeile schematisch dargestellt ist.
Eine derartige Anordnung zeigt keine chromatische Veränderung des hindurchtretenden weissen Lichtes und gestattet eine völlige Verdunkelung und Aufhellung des
Gesichtsfeldes.
Für die Lichtsteuerung zur Differenzierung der Helligkeitswerte der einzelnen Bildpunkte kann bei genügender Dämpfung der Kristalleigenschwingung, sei es durch Druck oder durch angekittete isotrope Medien (Glas), statt einer Kerrzelle am Empfänger (7, Fig. 1) ebenfalls ein piezoelektrischer Kristall verwendet werden.
Es ist aber nicht unbedingt erforderlich, dass ein besonderes Organ (7, Fig. 1) für die
Steuerung der Lichtintensitäten am Empfänger verwendet wird. Man kann nach der vorliegenden Erfindung dieses besondere Organ entbehren, wenn eine der beiden Steuerzellen des Empfängers oder auch beide gleichzeitig die Funktion des Lichtsteuerungsorgans für die einzelnen Bildpunkte mit übernehmen. Erforderlich ist lediglich, dass auf der Senderseite die von der Photo- zelle kommenden Ströme zur Modulation der nach dem Empfänger zu übertragenden Steuer- ströme für die Lichtsteuerzelle dienen. In diesem Falle brauchen von der Sendeseite aus zur Empfangsseite nur übertragen zu werden :
1. die Steuerströme zur Öffnung der einen Zelle und
2. die Steuerströme zur Öffnung der andern Zelle.
Auf der Empfängerseite brauchen dann nur eine konstante Lichtquelle und zwei Steuerzellen verwendet zu werden. Die eine Zelle wird mit der einen der beiden veränderlichen Steuerfrequenzen und die andere mit der bereits modlierten, veränderlichen Steuerfrequenz erregt. Es können auch beide Zellensteuerströme gleichzeitig von den Photozellenströmen moduliert werden, so dass beide Zellen des Empfängers in ihrem optischen Verhalten durch die Photozelle des Senders beeinflusst werden. Zur Übertragung der Steuerfrequenzen wird eine gemeinsame Trägerwelle von hoher Frequenz verwendet. Auf der Empfängerseite werden die veränderlichen Steuerfrequenzen in aus der Radiotelephonie bekannten Weise demoduliert, z. B. durch Verwendung eines Gleichrichters.
Das Bildübertragungssystem ist auf der Zeichnung in den Fig. 7 und 8 schematisch dargestellt.
Da es sich nur um die Erläuterung des Prinzips der Erfindung handelt, sind die Hochfrequenzeinrichtungen auf das Notwendigste beschränkt. Selbstverständlich können auch hier alle in der Hochfrequenztechnik verwendeten Modulations-und Verstärkungseinrichtungen sinngemäss Anwendung finden.
Fig. 7 zeigt den Bildsender und Fig. 8 den Bildempfänger.
In Fig. 7 ist als Quelle zur Erzeugung ungedämpfter Schwingungen ein rückgekoppelter Röhrengenerator 1 angegeben, der die Trägerwelle für die mit ihm gekoppelte Antenne 2 liefert. In dem Anodenkreis des Röhrengenerators 1 befindet sich die Modulationsröhre 3, die zur Beeinflussung der von der Röhre 1 erzeugten kurzen Trägerwelle dient. 4 und 5 sind zwei weitere Röhrengeneratoren, in deren Schwingungskreisen je ein rotierender Kondensator 6 und 7 sich befindet. Die beiden Röhrengeneratoren 4 und S mit ihren veränderlichen Kondensatoren 6 und 7 geben die für die beiden Zellen 8 und 9 erforderlichen veränderlichen Steuerfrequenzen. Die Zellen 8 und 9 sind, wie aus der Zeichnung ersichtlich, mit dem Schwingungskreis der bei den Generatoren 4 und 5 durch die Spulen 10 und 11 gekoppelt.
Die beiden Kondensatoren 6 und 7 können zwangläufig miteinander verbunden werden derart, dass der Kondensator 7 vielmals mehr Umdrehungen macht als der Kondensator 6. Das Verhältnis der beiden Umdrehungszahlen der Kondensatoren 7 und 6 richtet sich nach der Anzahl der durch die beiden Zellen 8 und 9 zu beeinflussenden Bildlinien, hängt also von der Feinheit der Bildunterteilung und von der Grösse der beiden Zellen 8 und 9 ab. Bei einer Anzahl von beispielsweise hundert Bildstreifen muss der Kondensator 7 hundertmal schneller rotieren als der Kondensator 6. Die Frequenzbereiche, die die beiden Kondensatoren 6 und 7 bestreichen, sind ebenfalls verschieden. Sie richten sich nach der Eigenschwingung der Einzelkristalle in-den Zellen 8 und'9, wobei zu beachten ist, dass die Kristalle der Zerlegungszelle 8 eine andere Eigenschwingung haben, als die der Zelle 9.
Die von den Generatoren 4 und 5 erzeugten Steuerfrequenzen wirken vermittels der beiden Transformatoren 12 und 13 auf die Steuerzelle der Modulationsröhre 3 ein, die zur Modulation des die
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Trägerwelle erzeugenden Senders 1 dienen. Gleichzeitig wird aber, wie aus der Zeichnung ersichtlich, durch die Photozelle 14 die Modulation in der Weise verändert, dass, wenn die Zelle 14 dunkel und deren Widerstand unendlich hoch ist, keine Modulation eintritt, während bei belichteter Photozelle 14 je nach dem Grade der Belichtung die Modulationsströme mehr oder weniger nur geschwächt werden. Es ist nach den gegebenen Eiläuterungen und bei Betrachtung der Fig.
1 ersichtlich, dass das von der Bildebene 15 durch den Polarisator 16 hindurchtretende Licht durch die beiden Zellen 8 und 9 entsprechend den von den beiden Röhrengeneratoren 4 und 5 erzeugten veränderlichen Frequenzen gesteuert und dadurch zunächst das Bild in seine Einzelelemente zerlegt wird. Durch den Analysator 17 treten dann zeitlich nacheinander die einzelnen Helligkeitswerte der Bildelemente hindurch und gelangen durch die Linse 18 zur Photozelle 14. Die Photozelle 14 bewirkt dann, wie beschrieben, eine diesen Helligkeitswerten entsprechende Änderung der von der Rölire 1 erzeugten Trägerwelle der diese Welle modulierenden Zellensteuerströme.
Die derart modulierte Trägerwelle gelangt zu der in der Fig. 8 schematisch dargestellten Empfangsantenne 19 und wird in dem Detektorkreis 20 demoduliert bzw. gleichgerichtet.
Vermittels der beiden Transformatoren 21 und 22 kann dann eine Steuerung der beiden Zellen 8a und 9a bewirkt werden, die synchron mit der Steuerung der beiden Zellen 8 und 9 des Senders in Fig. 7 erfolgt.
Während aber die beiden Zellen 8 und 9 des Senders durch die Steuerwirkung der beiden Generatoren 4 und 5 völlig geöffnet und geschlossen werden, findet bei den Zellen So und 9a des Empfängers in Fig. 8 die Öffnung unter Kontrolle der durch die Photozelle 14 beeinflussten Steüerfrequenz statt. Somit werden die von der konstanten Lichtquelle 23 erzeugten
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nicht nur räumlich beeinflusst, sondern durch die beiden Zellen 8 a und 9 a gleichzeitig in ihren Helligkeitswerten gesteuert, so dass durch den Analysator 26 hindurch auf der Bildebene. 87 das getreue Abbild des Senderbildes 15 erscheint.
Selbstverständlich kann die Photozelle 14 statt direkt auch indirekt auf die Modulationsröhre 3 einwirken, beispielsweise durch eine Wheatstonesche Brücke, denn wesentlich ist hiebei nur, dass die Photozelle eine Modulation der von der Senderöhre 1 ausgesandten Steuerfrequenzen bewirkt, ohne dass die Photozellenmodulation auf die Zellensteuerung des Senders selbst einen Einfluss ausübt. Soll nur eine der beiden Steuerfrequenzen moduliert werden, so kommt die Spule 10 der Steuerzelle 8 in Fortfall.
Die Veränderlichkeit der Steuerfrequenzen am Sender kann statt durch rotierende Kondensatoren auch durch rotierende Selbstinduktionen od. dgl. erfolgen. Ferner kann der Frequenz- übergang statt kontinuierlich auch stufenweise (ruckweise) erfolgen, was durch entsprechende Ausbildung des rotierenden Kondensators oder durch eine besondere rotierende Kopplunganordnung geschehen kann.
Statt des rückgekoppelten Generators 1 kann natürlich auch ein fremderregter Sender benutzt werden und statt der drahtlosen Übertragung ist natürlich auch eine Übertragung mleitungsgerichteten Trägerströmen (guided carrier current) möglich.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung, dadurch gekennzeichnet, dass zur Zerlegung oder Zusammensetzung des Bildes eine aus mehreren dünnen Schichten eines optisch veränderlichen Mediums bestehende Lichtsteuerzelle benutzt wird, deren einzelne Schichten durch elektrische Spannungen in ihren optischen Eigenschaften verändert werden können.
Claims (1)
- 2. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach Anspruch 1, bestehend aus einem Polarisator und einem Analysator und Schichten eines unter dem Einfluss elektrischer Spannungen optisch veränderlichen Mediums zwischen dem Polarisator und Analysator und Mittel, um diese Schichten in ihren optischen Eigenschaften zu verändern.3. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die optisch veränderlichen Schichten ein zwischen einer Mehrzahl von Kondensatorplatten angeordnetes Dielektrikum bilden, das unter dem Einfluss elektrischer Spannungen doppelhrechend wird.4. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach den Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Veränderung der optischen Eigenschaften der einzelnen Schichten durch an die Kondensatorplatten gelegte, zeitverschobene elektrische Spannungen erfolgt.5. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach den Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zeitliche Verschiebung der Steuerspannungen für die Kondensatorplatten durch Einschaltung von Induktivitäten und Widerständen verschiedener Grösse in die einzelnen Steuerstromkreise erfolgt. <Desc/Clms Page number 6>6. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach deuansprüchen 1 und3, dadurchgekenn- zeichnet, dass zur Erzielung annähernd gleicher Spannungsamplituden an den einzelnen Belegungen der Kondensatoren in die einzelnen Steuerstromkreise Ohmsche Widerstände und induktive Widerstände in Serie geschaltet sind.7. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die optisch veränderlichen Schichten der Lichtsteuerzelle aus einem schwingungsfähigen durchsichtigen Medium bestehen, dessen optische Eigenschaften im Schwingungszustand ver- ändert werden.8. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass die einzelnen optisch veränderlichen Schichten der Lichtsteuerzelle aus schwingungsfähigen durchsichtigen Medien von verschiedener Eigenschwingung bestehen.9. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die optisch veränderlichen Schichten der Lichtsteuerzelle aus piezoelektrischen Kristallen verschiedener Eigenschwingung bestehen.10. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die optisch veränderlichen Schichten der Lichtsteuerzelle aus Quarz bestehen.11. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die optisch veränderlichen Schichten der Lichtsteuerzelle aus einem schwingungsfähigen Körper bestehen, der aus einem piezoelektrischen Kristall und einem damit fest verbundenen, durchsichtigen isotropen Körper (Glas) zusammengesetzt ist.12. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den einzelnen optisch veränderlichen Kristallschichten dünne Metallschichten vorgesehen sind, denen die zur Erregung der Kristalle in ihren Eigenschwingungen dienenden veränderlichen elektrischen Ströme zugeführt werden.13. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kristallschichten unmittelbar aufeinanderliegen und die Erregung derselben in ihren Eigenschwingungen nur mittels zweier äusserer Belegungen erfolgt, denen die veränderlichen Frequenzen zugeführt werden.14. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Kristallschichten der Lichtsteuerzelle verschiedene Grösse besitzen, um dadurch denselben verschiedene Eigenschwingungen zu geben.15. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtsteuerzelle aus mehreren zwischen zwei Kondensatorbelegungen angeordneten piezoelektrischen Kristallschichten besteht, deren Eigenschwingungen durch Druck oder angesetzte isotrope Körper, wie z. B. Glas, gedämpft wird.16. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Zerlegung oder zur Zusammensetzung des Bildes je zwei in Richtung des Lichtdurchganges hintereinander angeordnete Lichtsteuerzellen verwendet werden, wobei die Schichten der einen Zelle senkrecht oder nahezu senkrecht zu den Schichten der andern Zelle angeordnet sind.17. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die optisch veränderlichen Schichten der beiden hintereinandergeschalteten Lichtsteuergitter aus Kristallen bestehen, die so beschaffen sind, dass eine Farbenzerleguug der einen Zelle durch die andere Zelle wieder aufgehoben wird.18. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die optisch veränderlichen Schichten der einen Steuerzelle aus linksdrehendem Quarz und die Schichten der andern Zelle aus rechtsdrehendem Quarz bestehen.19. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die optisch veränderlichen Schichten der hintereinandergeschalteten Lichtsteuerzellen in Abhängigkeit voneinander gesteuert werden, u. zw. derart, dass die Steuerfrequenz für die Schichten der einen Zelle eine Vielfache von der Steuerfrequenz ist, welche für die Schichten der andern Zelle dient.20. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als optischer Polarisator und Analysator künstliche Kristalle des Natronsalpeters (Natriumnitrat) verwendet werden.21. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl beim Empfänger als auch beim Geber gleichartige Lichtsteuerzellen nach Anspruch 1 vorgesehen sind, deren Schichten synchron gesteuert werden und von denen die Zelle am Sender zur Zerlegung, die Zelle beim Empfänger zur Zusammensetzung des Bildes dient.22. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerfrequenz für die Zelle des Empfängers am Sender erzeugt und durch Modulation einer Trägerfrequenz auf die Zelle des Empfängers übertragen wird. <Desc/Clms Page number 7>23. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtsteuerzelle am Empfänger nicht nur zur räumlichen Bildzusammensetzung, sondern auch zur He1ligkeitssteuerung der einzelnen Bildelemente benutzt wird.24. Einrichtung zur elektrischen Bildübertragung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtsteuerzelle des Empfängers ausser den die räumliche Zusammensetzung des Bildes bewirkenden Steuerfrequenzen auch die durch die Photozelle des Senders entsprechend den Helligkeitsunterschieden des Bildes veränderten Ströme zugeführt werden zum Zwecke, ein besonderes lichtsteuerndes Organ am Empfänger zu vermeiden. EMI7.1
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