AT113606B - Trockener fester Gleichrichter, der aus Schichten verschiedener Stoffe besteht. - Google Patents
Trockener fester Gleichrichter, der aus Schichten verschiedener Stoffe besteht.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Trockener fester Gleichrichter, der aus Schichten verschiedener Stoffe besteht. Es wurde gefunden, dass bei trockenen festen Gleichrichtern, die aus mehreren Schichten verschiedener Stoffe bestehen, eine besonders hohe Ausbeute an gleichgerichtetem Strom erhalten wird, wenn man eine oder mehrere dieser Schichten aus den ungesättigten Halogenverbindungen des Kupfers oder Mischungen solcher, u. zw. insbesondere aus Kupferjodür herstellt. Die Ursache für diese ganz besondere Eignung dieser Kupferverbindungen mag darin liegen, dass diese eine Sonderstellung einnehiren in bezug auf ihre elektrische Leitfähigkeit. Sie leiten nämlich den Strom metallisch, d. h. sie sind Elektronenleiter, während sie trotzdem ausgesprochen heteropolare salzartige Verbindungen darstellen, siehe die Veröffentlichung von E. Friedrich und W. Meyer in der Zeitschrift für Elektrochemie 32 (1926) 566. Gegenüber den bekannten oxydischen Verbindungen des Kupfers haben die ungesättigten Halogenverbindungen des Kupfers eine ganz wesentlich grössere Leitfähigkeit, was ihre Anwendung für Trockengleichrichter besonders vorteilhaft erscheinen lässt. Man kann einen solchen Gleichrichter unter Verwendung von Kupferjodür z. B. in der Weise herstellen, dass man auf eine Kupferplatte, die als Stromzuführung dient, eine Platte aus Kupferjodür legt, hierauf irgendeine geeignete Verbindung, z. B. ein Oxyd, Sulfid od. dgl. und hierauf eine Metallplatte als zweite Zuleitung. Zweckmässig vereinigt man die beiden letzterwähnten Platten oder Schichten zu einem Körper, indem man die Verbindung auf der Zuleitungsplatte erzeugt, also z. B. eine Platte aus Silber, Blei od. dgl. mit einer Silberjodid-oder Bleijodidsehieht iiberzieht. Diese auf der Silberoder Bleiplatte erzeugten Jodverbindungen besitzen elektrolytische Leitfähigkeit, wobei dahingestellt bleiben mag, ob im vorliegenden Falle dieser elektrolytischen Leitfähigkeit irgendwelche Bedeutung zukommt, oder ob es sich nur um eine isolierende Wirkung dieser Schicht handelt. Ebenso kann man bei Herstellung der Kupferjodürplatte diese gleich mit der als Stromzuführung dienenden Kupferplatte zu einem Körper vereinigen. Bildet in einer solchen Plattenanordnung, die wie beschrieben z. B. aus einer Kupferstromzuführungsplatte, einer darauf folgenden Kupferjodürplatte oder Kupferjodürschicht und einer dann folgenden jodierten Silber-oder Bleiplatte besteht, das Kupfer und damit auch das Kupferjodür die positive Elektrode und die jodierte Silber-oder Bleiplatte die negative Elektrode, so ist der Widerstand der Anordnung ausserordentlich viel kleiner als in dem umgekehrten Fall, in welchem das Kupfer, also auch das Kupferjodür die negative und die jodierte Silber-oder Bleiplatte die positive Elektrode bildet. Man kann bereits bei kleinen Spannungen in der einen Stromriehtung einen hundertmal EMI1.1 anordnung beim Anlegen von Wechselstrom eine vorzügliche Gleichrichterwirkung. Wie leicht nachzuweisen, findet die Gleichrichtung in der Berührungsschicht zwischen Kupfer- jodür und dem mit einer elektrolytisch leitenden Verbindung überzogenen Metall, wie z. B. Silber oder Blei statt, während der Stromübergang Kupfer-Kupferjodür in beiden Richtungen gleich ist. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zwischen dem vorliegenden Gleichrichter und dem bekannten Kupfer- oxydulgleiehrichter. Bei dem Kupferoxydulgleichriehter liegt die Gleichrichtung zwischen dem Kupfer und dem darauf erzeugten Oxydul, wobei die Art des als Stromzuführung für die Oxydulschicht verwendeten Metalls nur eine untergeordnete Bedeutung hat. Gegenüber dem Oxydulgleiehrichter hat der unter Anwendung von Kupferjodür hergestellte Gleichrichter den Vorteil einer wesentlich grösseren <Desc/Clms Page number 2> Spannungsfestigkeit ; berücksichtigt man noch die Leitfähigkeit dieser beiden Verbindungen, so gestattet die wesentlich grössere Leitfähigkeit des Jodürs die Anwendung von dickeren Schichten, während man bei Anwendung von Oxydul der schlechten Leitfähigkeit wegen gezwungen ist, sehr dünne Schichten zu verwenden, wobei dann kleine Unterschiede in der Sehichtdicke sich unverhältnismässig viel stärker auswirken und leicht zum Durchschlag führen können. Die Herstellung der Schichten oder Platten aus den ungesättigten Kupferhalogenverbindungen, insbesondere dem Kupferjodür, macht keine Schwierigkeiten. Das im Handel erhältliche Kupferjodür- EMI2.1 In vielen Fällen, vor allem, wenn dünne Schichten gewählt werden sollen, z. B. zwecks möglichster Herabdrüekung des inneren Widerstandes, empfiehlt es sich, von Kupferblechen oder Platten von geeigneter Form auszugehen und diese dann mit gasförmigen oder in beliebigen Lösungsmitteln gelösten Halogenen, Halogenverbindungen oder Halogengemisehen, am zweckmässigsten mit Jod zu behandeln, so dass auf ihnen dann eine dünne Schicht einer Halogenverbindung, zweckmässig Kupferjodfirschicht, entsteht. Es ist auch möglich, durch geeignete elektrolytisehe Behandlung eine solche Halogenschicht bzw. Kupferjodürschicht auf dem Kupfer zu erzeugen. Am besten stellt man geeignete Platten in Form von Zweischichtenkörpern her, z. B. einen Presskörper, der auf der einen Seite aus Kupfer, auf der andern Seite aus Kupferjodür besteht. Ein trockener, fester Gleichrichter nach der vorliegenden Erfindung ist also etwa folgendermassen gebaut : Ein Zweischiehtenpresskörper, der auf der einen Seite aus Kupfer, auf der andern Seite aus Kupferjodür besteht, ist auf der Seite des Kupferjodürs durch Druck an eine mit einer dünnen Jodsilberschicht überzogene Silberplatte oder eine mit einer Bleijodidschicht überzogene Bleiplatte angepresst. Gegebenenfalls können auch alle vier Schichten in einem Arbeitsgang durch Pressen zu einem zusammenhängenden Körper bzw. einem Gleichrichter vereinigt werden. Die Metallseiten des so erzeugten Gleichrichters dienen als Stromzuführung und-ableitung. Für die Haltbarkeit der neuen Gleichrichter ist es vorteilhaft, wenn das Kupferjodür eine kleine Menge freies Jod enthält, wie dies bei dem handelsüblichen Kupferjodür meist der Fall ist. Es braucht also bei der Herstellung der Kupferjodürplatten auf die besondere Reinheit des Kupferjodürs, soweit sie den Jodgehalt betrifft, kein Wert gelegt zu werden. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Trockener fester Gleichrichter, der aus Schichten verschiedener Stoffe besteht, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere dieser Schichten aus den Strom metallisch leitenden ungesättigten Halogenverbindungen des Kupfers oder Mischungen solcher, insbesondere aus Eupferjodür, bestehen.
Claims (1)
- 2. Trockener, fester Gleichrichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er eine oder mehrere aus Kupferjodür bestehende Schichten mit einem Gehalt an freiem Jod enthält.3. Gleichrichter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass er eine oder mehrere Schichten eines elektrolytischen Leiters enthält, z. B. Silberjodid oder Bleijodid.
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