AT106U1 - Verfahren zur einleitung von mit luft angereichertem wasser in das erdreich und einrichtung zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents
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Description
AT 000 106 Ul
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Einleitung von mit Luft angereichertem Wasser in das Erdreich, wobei das Wasser am unteren Ende eines vertikal verlaufenden, geschlossenen Abschnittes einer Wasserleitung austritt.
Aus EP 0 548 768 ist ein derartiges Verfahren bekanntgeworden. Die Zufuhr von Luft, welche unter Druck mittels einer Pumpe erfolgt, hat dabei den Zweck, leicht lösliche Verunreinigungen durch Unterdruckverdampfung aus dem Grundwasser zu entfernen.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, daß bei der Grundwasseranreicherung mittels Sickerbrunnen das zugeführte Wasser einen Mindestgehalt an Sauerstoff auf weisen muß. Es ist daher ein gezielter Sauerstoffeintrag in das Anreicherungswasser erforderlich, der mit möglichst geringem konstruktivem Aufwand erreicht werden soll. Erfindungsgemäß ist hiezu vorgesehen, daß die Luft durch eine mit der Atmosphäre in Verbindung stehende Luftleitung in einen Bereich im Inneren der Wasserleitung geleitet wird, in welchem Unterdrück herrscht.
Der Unterdrück in der Wasserleitung entspricht dem Gewicht der Wassersäule oberhalb des Wasserspiegels, der sich an der Austrittsstelle des Wassers aus der Wasserleitung bildet. Der größte Unterdrück ist somit zu erreichen, wenn die Einleitung der Luft im höchsten Teil der Wasserleitung erfolgt.
I
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anschließend anhand der Zeichnung erläutert, welche in schematischen Querschnitt einen Großvertikalfilterbrunnen zeigt. 2 AT 000 106 Ul
Der dargestellte S ickerbrunnen umfaßt ein Sumpf rohr 4, welches im Bereich 3 perforiert ist und somit als Filterrohr fungiert. Das Filterrohr 3 ist von Filter-3d.es 5 umgeben, durch welchen das über die Wasserleitung 1 einströmende Wasser. in den Grundwasserkörper des Erdreichs 6 gelangt. Der Grundwasserspiegel ist mit dem Pfeil 7 angedeutet.
Om einen hinreichenden Sauerstoffgehalt im zugeführten Wasser sicherzustellen, ist eine Luftleitung 2 vorgesehen, welche durch einen Schieber 8 abschließbar ist bzw. durch den Schieber 8 mit der Atmosphäre in der Brunnenstube 9 in Verbindung gebracht werden kann. Das Ende des die Luftleitung 2 bildenden Rohres ist abgeschlossen und mit Perforationen 10 versehen. Für das Funlctionieren der Erfindung wesentlich ist das Vorliegen eines Unterdrucks im Bereich der Perforationen 10. Es wird also davon ausgegangen, daß das Wasser nicht unter Druck eingepreßt, sondern - sei es durch eine Pumpe oder durch Heberwirlcung - lediglich auf das Niveau der Perforationen 10 angehoben wird. Der auf diesem Niveau entstehende Unterdrück entspricht dann der Höhe der Wassersäule zwischen der Luftleitung 2 und dem Wasserspiegel im Sumpfrohr 4.
Die durch die Perforationen 10 (typischer Durchmesser 0,5 mm) eingeleitete Luft verteilt sich im Wasser in Form kleiner Luftbläschen. Das mit diesen Luftbläschen versehene Wasser gelangt in den Kiesfilter des Brunnens und anschließend in den Grundwasserkörper. Durch die Struktur des Kiesfilters und des Grundwasserkörpers bleiben die Luftbläschen lange im Wasser, was der Anhebung des Sauerstoffgehaltes des Anreicherungs-wassers sehr zugute kommt. Die in das Wasser einge- 3 AT 000 106 Ul tragenen Luftbläschen sollen möglichst klein sein, um • den Sauerstoffeintrag in das Wasser zu begünstigen.
Je höher die unterhalb der Eintrittsstelle der Luft liegende Wassersäule ist, umso größer ist der auf-tretende Unterdrück und umso leichter ist die gewünschte Sauerstoffanreicherung von etwa 3 mg/1 zu erreichen. Ein Unterdrück in der Größenordnung von 0,2 - 0,25 bar (2 - 2,5 m Wassersäule) hat sich bei Versuchen als hinreichend erwiesen. Ob es bei sehr hohen Unterdrücken durch die Belüftung zu einem Abreißen der Wassersäule kommen kann, mag dahingestellt bleiben, da jedenfalls bei Unterdrücken um 0,3 bar noch kein Anzeichen imerwünschter Betriebszustände feststellbar ist und solche Unterdrücke durchaus hinreichen, zumal der Lufteintrag selbst den Unterdrück in der Wasserleitung nur im etwa 10 % absenkt. \ 4
Claims (5)
- AT 000 106 Ul Ansprüche : 1. Verfahren zur Einleitung von mit Luft angereichertem Wasser in das Erdreich, wobei das Wasser am unteren Ende eines vertikal verlaufenden., geschlossenen Abschnittes einer Wasserleitung austritt, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft durch eine mit der Atmosphäre in Verbindung stehende Luftleitung in einen Bereich im Inneren der Wasserleitung geleitet wird, in welchem Unterdrück herrscht.
- 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftleitung (2) Perforationen (10) mit einem Durchmesser von unter 1 mm und ein geschlossenes Ende auf weist.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende der Wasserleitung (I) von einen perforierten Filterrohr (3) umgeben ist.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb des Filterrohrs (3) Filterkies (4) angeordnet ist.
- 5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftleitung (2) in einen horizontal verlaufenden Teil der Wasserleitung (1) mündet. \ 38222 - 11/si 5
Priority Applications (2)
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| AT9294U AT106U1 (de) | 1994-05-26 | 1994-05-26 | Verfahren zur einleitung von mit luft angereichertem wasser in das erdreich und einrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
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| AT9294U AT106U1 (de) | 1994-05-26 | 1994-05-26 | Verfahren zur einleitung von mit luft angereichertem wasser in das erdreich und einrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
Publications (1)
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| AT106U1 true AT106U1 (de) | 1995-02-27 |
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ID=3481303
Family Applications (1)
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