AT105358B - Vorrichtung zur katalytischen Verbrennung von Ammoniak. - Google Patents
Vorrichtung zur katalytischen Verbrennung von Ammoniak.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Die katalytische Verbrennung von Aummoniak mit reinem Sanerstoff oder sanerstoffrelchen Gas- gemischen lässt sich bei höherem Ammoniakgehalt wegen der Explosivität der Gasmischung und der EMI1.2 mittels Luft allgemein üblichen Bauart durchführen. Bei diesen bekannten Vorrichtungen bildet der vorwiegend aus Platin in Form von Drahtnetz, perforierten Seheiben oder platinierten Körpern bestehende Katalysator eine relativ sehr dünne Schicht, die über den ganzen Querschnitt des Apparates verteilt ist und von den Gasen senkrecht zur Schichtebene durchströmt wird. Diese Anordnung ist aus reaktionskinetischen Gründen gewählt worden, da bekanntlieh die Berührungszeit zwischen Katalysator und Gas möglichst kurz sein muss, um bei der Oxydationgute Ausbeute an Stickoxyden zu erzielen. Es ist indessen ohneweiteres klar, dass bei der Verbrennung eines stark ammoniakhaltigen Gemisches von Ammoniak EMI1.3 Explosionsmögliehkeit von vornherein ausgeschlossen ist, ohne dass durch diese Anordnung. Nachteile in Form von Ausbenteverminderung entstehen. Zur Erzielung dieses Ergebnisses ist die Vorrichtung gemäss der Erfindung so konstruiert, dass die EMI1.4 in dem der Katalysator derart angeordnet ist, dass sämtliche aktive Teile desselben von der. Apparatwandung nur durch eine zur Verhinderung von Explosionen hinreichend dünne Gasschicht getrennt sind. Durch diese Anordnung des Katalysators und die als Folge hievon sehr intensive Kühlwirkung der App. ira twände wird eine vollständige und gleichmässige Ableitung des sehr erheblichen Wärmeüberschusses ermöglicht. Ausserdem wird infolge der stark erhöhten Strömungsgeschwindigkeit der Gase in der oben erwähnten dünnen Gasschicht und der durch diesen Umstand bedingten kurzen Berührungsdauer EMI1.5 den Katalysator von der Gefässwand trennende Gasschicht hinreichend dünn ist, was im allgemeinen bei einer Schichtdicke von einigen Zehntelmillimetern eintritt. Auf der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführungsform des neuen Verbrennungselementes in EMI1.6 am vorteilhaftesten aus Platin in Form eines Drahtnetzes oder eines gewellten Bleches besteht. Ausser der Eintrittsöffnung 6 für das Ammoniak-Saucrstoffgemisch und der Austrittsöffnung 7 für die Reaktious- <Desc/Clms Page number 2> gase hat die Vorrichtung noch zwei seitliche Öffnungen 8, die mit Glimmerseheiben 9 verschlossen werden können und für die Inbetriebsetzung des Apparates, sowie für die Überwachung des Betriebes bestimmt sind. Sämtliche Öffnungen sind mit Anschlussflanschen ausgebildet. Zur allgemeinen Verstärkung der Vorrichtung gegen Beanspruchung durch ungleichmässige Wärmeausdehnung sind die Kühlmäntel 1 am äusseren Rande mit Rippen 10 versehen. Als Material für die Metallplatten 2 eignet sich insbesondere hochwertiger Chromnickelstahl, der eine ausserordentliche chemische Widerstandsfähigkeit gegenüber den heissen Reaktionsgasen aufweist und keine Beeinträchtigung der katalytischen Wirksamkeit des Platins verursacht. Die ganze Vorrichtung ist während des Betriebes mit Wasser gekühlt, das die Kühlmäntel 1 in mittels der Ventile 11 regulierbaren Mengen durchfliesst. Die richtige Einstellung des Gemisches von Ammoniak und Sauerstoff wird durch das Ventilsystem am Eintrittsende des Apparates ermöglicht. Zwischen den beiden Rückschlagventilen 12 und dem Kreuzventil. H sind zu diesem Zwecke Kaliberscheiben angeordnet, die so dimensioniert sind, dass etwas über doppelt so viel Sauerstoff als Ammoniak bei gleicher Druckdifferenz durchgelassen wird. Die Geschwindigkeit des durch den Apparat strömenden Gasgemisches wird durch das Kreuzventil 13 geregelt. Um eine gute Mischung der beiden Gase zu erzielen, ist das Einleitungsrohr 14 mit Nickeldrahtnetzen 15 und einer Filterscheibe 16 ausgefÜllt. Ausserdem ist im Zwischenraum 4 in einigem Abstand vom Katalysator 5 ein nicht katalytisch wirkendes Drahtnetz 17 aus Nickel angebracht. Die Inbetriebsetzung des Apparates geschieht in der Weise, dass eine aus einem Rohr brennende Wasserstoff-oder Leuchtgasflamme durch eine von den beiden Öffnungen eingeführt und zu gleicher Zeit das Kreuzventil geöffnet wird. Das aus dem Zwischenraum 4 unterhalb des Katalysators 5 herausströmende Gasgemisch entzündet sich hiebei und brennt mit einer aus dem engen Spalt herausragenden Flamme. In wenigen Minuten löscht diese Flamme von selbst aus und die katalytische Verbrennung am Platinnetz 5 beginnt. Die günstigste Reaktionstemperatur von etwa 6000 C. kann durch Beobachtung der Glut des Platinnetzes durch das Glimmerfenster 9 kontrolliert und während des Betriebes eingehalten werden. Die Vorrichtung gemäss der Erfindung kann selbstverständlich in verschiedenen Ausführungsformen ausgeführt werden ; die oben beschriebene Vorrichtung ist daher nur als ein Beispiel zu betrachten. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zur katalytischen Verbrennung von Ammoniak mit reinem Sauerstoff oder sauerstoffreichen Gasgemischen, dadurch gekennzeichnet, dass die zweckmässig als Kühlflächen besonders ausgebildeten Apparatwände einen Reaktionsraum umschliessen, in dem der Katalysator derart angeordnet ist, dass sämtliche aktive Teile desselben von der Apparatwandung nur durch eine zur Verhinderung von Explosionen hinreichend dünne Gasschicht getrennt sind.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung nach Anspruch J, dadurch gekennzeichnet, dass die den Reaktionsraum umschliessenden Apparatwände aus zwei mit Kühlvorrichtungen versehenen Metallplatten bestehen, die in ihrem Umkreis gasdicht aneinanderschliessen, aber im Innern durch einen sehr geringen Zwischenraum getrennt EMI2.1
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE119974X | 1924-12-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT105358B true AT105358B (de) | 1927-01-25 |
Family
ID=5656301
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT105358D AT105358B (de) | 1924-12-08 | 1925-12-04 | Vorrichtung zur katalytischen Verbrennung von Ammoniak. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT105358B (de) |
| CH (1) | CH119974A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2101188A1 (de) * | 1970-01-12 | 1971-07-22 | Engelhard Minerals & Chemicals Corp, Newark, N J (VStA) | Verfahren zur Oxydation von Ammoniak |
-
1925
- 1925-12-04 CH CH119974D patent/CH119974A/de unknown
- 1925-12-04 AT AT105358D patent/AT105358B/de active
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH119974A (de) | 1927-05-02 |
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