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Österreichische
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Um den Betrieb von Dampfmaschinen ökonomischer zu gestalten, werden nach vorliegender Erfindung die vom Kessel zur Dampfmaschine führendon Rohrleitungen, sowie die Dampfteitungsrobre und die Receiver in der Dampfmaschinen-Anlage selbst durch der Kesselfeuerung entnommene Heizgase oder durch Luft geheizt, die in der Kesselfeuerung erhitzt worden ist.
Man kann auf diese Weise den Dampf auf seinem Wege zur Maschine trocknen und Überhitzen und damit den Dampf-und daher auch den Kohlenverbrauch beim Betrieb der Maschine erheblich herabdrücken.
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werden. Es sei aber nochmals hervorgehoben, dass das Heizen der ('ylinder nicht den wesentlichsten Te ! t der vorliegenden Erfindung bildet, sondern eien Ausnahme ist.
Diese neue Art der heizung aller oder auch nur einzelner Teile der Dampfmaschinen- Anlage, durch reine Feuergase oder durch in der Kesselfeuerung erhitzte Luft bietet den grossen Vorteil, dass, da die Wärmo der Feuergase direkt verwendet wird bezw. die Wärme- übertragung von den Feuergasen an die in Rohrsystemen oder Kanälen zirkulierende Luft erfahrungsgemäss mit sehr hohem Nutzeffekte stattfindet, eine Überhitzung des Dampfes mit viel grösserer Ökonomie erreicht wird, als dies bisher der Fall war.
Selbst bei Verwendung von Heissdampf, welcher in Überhitzern erzeugt wird. geht auf dem Wege zur Maschine und im ersten Cylinder der mehrcylindrigen Maschinen diese Überhitzung zum Teile verloren, während durch die nachfolgend beschriebenen Heizgas-
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um entweder an geeigneter Stelle in die Kesseifeuerxüge zurück oder in den Schornstein, oderinsFreiegeführtzuwerden.
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drücken, von wo aus diese Heizgase eventuell den Mantel o des Hochdruckeylinders D durchströmen, und dann in den Mantel p des eventuell mit Heizrippen versehenen Receiverrohres R gelangen.
Hierauf durchströmen die Heizgase eventuell auch den Mantel o'' des NiederdruckcyUnders D't und gelangen durch das Abzugrohr S entweder in die Kesselfeuerung zurück oder in den Schornstein oder ins Freie. Eventuell können die Heizgase vorher noch die Mäntel eines zweiten Receivers eines dritten Cylinders u. s. w. durchströmen.
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Der Ventilator (etc.) V ist hinter der Dampfmaschinenanlage angeordnet, und saugt so die Heizgase durch den die Dampfleitung d einschliessenden isolierten Mantel m und eventuell
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des Kessels K. Vom Ventilator V aus werden dann die Heizgase durch einen Kanal oder eine Rohrleitung in die Kesselrauchzüge oder in den Schornstein oder ins Freie geleitet.
Bei allen diesen Anlagen ist durch geeignete Putztaren und Deckel Z für die Reinigung der Heizgaskanäte und Mäntel in ausgiebigster Weise Sorge zu tragen und kann nach Abstellung des Ventilators (etc.) und nach eventueller Schliessung einer Klappe beim Kessel, diese Reinigung auch während des Dampfmaschinenbetriebcs von Zeit zu Zeit vorgenommen werden.
Es ist ferner auch in vielen Fällen, wo stärkere Flugaschenmengen und Russan- sammlungcn zu befürchten sind, ratsam, die Heizgase, wie in Fig. 4, Abt. 1 gezeigt, durch eine oder mehrere Siebeinlagen E zu reinigen, ehe selbe durch den Ventilator (oder andere Gaspumpo) in die Mäntel in der (eventuell mit Heizrippen versehenen) Dampfleitung d und von da in die Receivermäntel der ein-, zwei- oder mehrcylindrigen DampfmaschinenAnlage gedrückt werden.
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anordnet, in welchen die Heizgase sich langsamer bewegen und Asche und Russ absetzen, oho sie vom Ventilator angesaugt und wie vorbeschrieben zur Heizung der Dampfmaschinen- Anlage vorwendet werden.
Statt dieser direkten Verwendung der Heizgase kann man dort, wo sehr starke Flugasche oder Russbildung auftritt oder überhaupt wo eine Reinigung der Hcizmäntel und Heizkanäle schwer durchführbar ist, im Kessel ein Luftheizungsröhrensystem anbringen und die so erzeugte Heissluft zur Heizung der Dampftcitungon, Recoiver und eventuell auch der Cylinder von Dampfmaschinen-Anlage verwenden, um Kondensationsverluste zu vermeiden und eine Überhitzung des Dampfes zu bewirken.
Diese Ausführungsform ist aus Abt. II ersichtlich In Fig. 1, Abt. II wird die Heizung der Dampfmaschinen-Anlage ähnlich wie in Fig. 1 Abt. I dadurch erzielt, dass die Dampfleitungen d und Receiver R in gemauerte oder aus Isoliermasse hergestellte Kanäle t gelegt sind, in die erhitzte Luft mittelst eines z. B. zwischen den zwei DampfcyHndern D' und D"angeordneten Ventilators (oder einer anderen Gaspnmpe) V gesaugt bezw. gepresst wird, wie für die Heizgase beschrieben wurde.
Die die Heizgasanlage der Maschine durch das Abzugsrohr r''' verlassende Luft wird am besten durch geeignete gemauerte Kanäle oder durch eine isolierte Rohrleitung in das Luftheizungsröhrensystem B zurück gleitet und neuerdings erhitzt. Diese Luft kann aber auch in die Rauchkanäie der Kosseiantagc oder ins freie geleitet werden.
In ähnlicher Weise wie hinsichtlich der Fig. 2 auf Abt. I für die Heizgasfeuerung
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Luft, durch die eisernen Mäntel m der Dampfleitung d und eventuell jene o des Dampfcylinders D und des Mantels , des Receivers lu sowie des Mantels o'' des zweiten Cylinders durch den beim Kessel angeordneten Ventilator r gedrückt werden und gelangt durch die Rohrleitung L wieder zurück in die Einströmstelle x des Luftheizungsröhren- systemes B, um neuerdings erwärmt zu werden.
In besonderen Fällen kann diese Luft in die Rauchkanäle des Kessels oder ins freie gelangen, so dass stets neue Luftmengen erwärmt werden müssen.
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hinter dem zweiten oder dritten Cylinder der Dampfmaschine angeordnete Ventilator V, die im Luftheizungsröhrensysteme A im Kessel erhitzte Luft durch Rohr b'in den Mantel rn
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der Dampfleitung d und durch Rohr b eventuell in den Mantel n des Dampfcylinders D' saugen, um dieselbe hierauf durch das Abzugsrohr S in das Luftheizungsröhrensystem A zur neuerlichen Erhitzung zurückzubefördern.
Eine weitere Ausführungsform dieser Heissluftheizung der Dampfmaschinen-Anlage ist aus Fig. 4 und 5, Abt. II ersichtlich. Durch Ventilator T'wird die Luft bei a in die im heissen Kesselmauerwerk eingebauten Luftheizungskanäle e gesaugt ; die so erhitzte Luft wird sodann'durch das Rohr f vom Ventilator Y angesaugt und in die Mäntel m der eventuell mit. Heizrippen q versehenen Dampfleitung d und durch die Mäntel der Dampfcylinder und Receiver der ein-oder mehreylindrigen Maschine wieder zurück nach a in die Luftheizungskanäte e gedrückt.
Bei diesen Heizmethoden der Dampfmaschinenanlage ist die Heizung der Rohrleitungen vom Kessel zur Dampfmaschine, sowie der eventuellen Receiver das wesentliche und nur in Ausnahmsfällen wird die Heizung der Dampfcylinder selbst mit einbegriffen, da erstlich die Rohrleitungen eine weitaus grössere Heizfläche bieten, als die Dampfcylinder und weil es ferner viel zweckmässiger ist, die einfachen, keine beweglichen Teile enthaltenden Rohrleitungen und Receiver zu heizen, als die Cylinder, in welchen Kolben arbeiten und die mit Stopfbüchsen versehen sind.
PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Bei Dampfmaschinen-Anlagen, die Heizung der mit oder ohne Heizrippen versehenen
Rohrleitungen zwischen Dampfkessel und Dampfmaschine und innerhalb der Dampfmaschinen sowie der Receiver und ausnahmsweise auch der Dampfcylinder selbst, dadurch gekenn- zeichnet, dass mittelst eines vor, zwischen oder hinter den Dampfcylindern angeordneten
Ventilators (Blowers, Ejectors oder einer anderen Gaspumpe) die Heizgase des Kessels an einer der gewünschten Heiztemperatur entsprechenden Stelle der Kesselfeuerzüge entnommen und in die, diese Dampfleitungen und Receiver (und eventuell auch Dampfcylinder) oder auch nur einzelne oder mehrere dieser Teile ganz oder teilweise einhüllenden, aus Mauerwerk, Isolicrmasse oder Metallwänden gebildeten Kammern,
Kanäle oder Mäntel gepresst oder gesaugt werden, um die Heizung und eventuell Überhitzung des Dampfes in einzelnen oder allen genannten Teilen der Dampfmaschinenanlage herbei zu führen, wodurch eine Dampf- kondensation in diesen Teilen vermieden, eine Dampfüberhitzung für alle Dampfcylinder der ein-oder mehrcylindrigen Maschinen und hiemit eine Dampfersparnis erzielt werden soll.