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Türpuifer.
Die Gewohnheit mancher Menschen, die Tür, durch die sie hindurchtreten, nachl1issig hinter sich zufallen zn lassen oder sie sogar heftig zuzuschll1gen, ist durch den dadurch entstehenden Schlag oder Knall äusserst lästig. Auch durch Zugwind kann eine Tür scharf zugeschlagen werden, so dass ein dröhnender Krach entsteht, der das ganze Haus durchsehüttert. Diese Geräusche sind störend und oft auch, z. B. für Kranke oder Nervöse, direkte schädlich, und sollten daher vermieden oder verhindert, im wenigsten aber abgedämpft werden. Da aber eine diesbezügliche Anordnung leicht unbeachtet bleibt oder vergessen wird, muss zu mechanischen Mitteln gegriffen werden.
Der im folgenden zu beschreibende Türpuffer, der eine einfache Vorrichtung darstellt, sehr billig ist und überall leicht angebracht werden kann, ist ein derartiges Mittel, das nicht allein bei Stuben-und Haustüren, sondern z. B. auch bei den Türen von Bibliotheken, Sitzungssälen, Konzertsälen, Theaterlogen, Krankenhäusern und Sanatorien usw. mit Vorteil angewendet wird.
Die Vorrichtung ist auf der beiliegenden Zeichnung in einem Beispiel einer Ausführungsform dargestellt, u. zw. zeigt die Fig. 1 einen Längsschnitt und Fig. 2 eine Vorderansicht der Vorrichtung und Fig. 3 einen Querschnitt durch sie in ihrer Anbringung in Türfalz. Fig. 4 zeigt eine etwas offenstehende Tür. in deren Falz die Vorrichtung angebracht ist. Man kann eine Vorrichtung, aber auch zwei-oder bei schweren Türen deren mehrere-anwenden.
Die Vorrichtung, der Türpuffer, besteht aus einem winkelig gebogenen Eisen 1, das am Türfalz mit einigen Schräubchen befestigt werden kann, natürlich auch nachträglich bei fertigen, vorhandenen Türen. Der nach vorn liegende Schenkel des Winkeleisens 1 hat einen Längsschlitz, durch den der Buckel einer kräftigen Blattfeder 2 herausragt, die mit ihrem oberen Ende an der Rückseite dieses Sehenkels gefolgt ist, deren unteres Ende aber mit einer federnden Gleitführung versehen ist. Diese Gleitführung besteht aus einer Büchse 3 mit Boden, die unterhalb des Federschlitzes ebenfalls an der Rückseite des Winkeleisen angeordnet ist und in der eine Schraubenfeder 4 liegt.
Die Blattfeder 2 endet in einer Kugel 5, die auf die Schraubenfeder 4 drückt. Die Wirkungsweise ist äusserst einfach. Die Tür schlägt nämlich zunächst gegen die kräftige Blattfeder 2 ; diese wird infolge des Druckes auf die Blattfeder sich in die Büchse 3 hineinbewegen müssen und dagegen leistet die Schraubenfeder 4 entsprechenden Widerstand. Die gegenseitige Unterstützung der beiden Federn ergibt eine starke Gegenleistung ; auch soll beobachtet werden, dass eine Blattfeder allein, da ihr freies Ende sich an seiner Unterlage reiben würde, sehr bald ein unangenehm quietschendes Geräusch erzeugen würde.
Es ist leicht erkennbar, dass die Vorrichtung, die billig hergestellt werden kann und leicht anzubringen ist, ihrem Zweck vollständig entspricht.
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