Batteriezelle für eine Batterie eines Kraftfahrzeugs, Batterie sowie Kraftfahrzeug
BESCHREIBUNG:
Die Erfindung betrifft eine Batteriezelle für eine Batterie eines Kraftfahrzeugs mit einem galvanischen Element, einem Batteriezellengehäuse, zumindest zwei Sensoreinrichtungen zum Erfassen einer physikalischen und/oder chemischen Eigenschaft der Batteriezelle und einer Kommunikationseinrichtung, wobei das galvanische Element innerhalb des Batteriezellengehäuses angeordnet ist. Die Erfindung betrifft außerdem eine Batterie sowie ein Kraftfahrzeug.
Bei an sich bekannten Batteriezellen ist üblicherweise jeweils ein galvani- sches Element in einem Batteriezellengehäuse angeordnet. Zum Bereitstellen einer bestimmten Spannung beziehungsweise eines bestimmen Stromes können mehrere Batteriezellen zu einer Batterie zusammengeschaltet werden. Diese Batterien werden heutzutage insbesondere als Traktionsbatterien in Kraftfahrzeugen, beispielsweise in Elektro- oder Hybridfahrzeugen, zum Antreiben der Kraftfahrzeuge eingesetzt. Beim Einsatz der Batterien in Kraftfahrzeugen müssen diese jedoch gewisse Anforderungen erfüllen. Da die Traktionsbatterien einige hundert Volt bereitstellen können, müssen besondere Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, um beispielsweise eine Gefährdung von Personen zu vermeiden. Außerdem muss eine hohe Verfüg- barkeit der Batterie gewährleistet werden. Diese Verfügbarkeit ist insbesondere abhängig von einem Schädigungsgrad beziehungsweise einer Alterung der Batterie. Da die Batteriezellen fertigungsbedingt Schwankungen in ihrer Kapazität sowie in ihrem Innenwiderstand aufweisen, werden sie in der Regel unterschiedlich schnell geladen und entladen. Dabei kann es zu einer Schädigung der Batterie kommen, wenn einzelne Zellen beispielsweise tiefenentladen oder überladen werden.
Um eine Batterie oder einzelne Batteriezellen zu überwachen, sind aus dem Stand der Technik Maßnahmen bekannt. So zeigt die
DE 10 2010 01 1 740 A1 eine Batterie, bei welcher ein Zustand einzelner Batteriezellen von Sensoren erfasst und drahtlos an eine übergeordnete Zentraleinheit versendet wird. In der WO 2012/034045 A1 ist ein Batterieüberwa- chungssystem beschrieben, bei welchem eine Messeinrichtung an oder in einer Batteriezelle angebracht wird. Auch die WO 2004/047215 A1 offenbart ein Batteriemanagementsystem, bei welchem zur Verlängerung der Lebensdauer der Batterie physikalische Eigenschaften derselben überwacht werden. Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Lösung bereitzustellen, durch welche ein besonders zuverlässiger Signalaustausch zwischen Komponenten einer Batteriezelle ermöglicht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Batteriezelle, eine Batterie sowie ein Kraftfahrzeug mit den Merkmalen gemäß den unabhängigen Patentansprüchen gelöst. Vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche, der Beschreibung und der Figuren.
Eine erfindungsgemäße Batteriezelle für eine Batterie eines Kraftfahrzeugs umfasst ein galvanisches Element, ein Batteriezellengehäuse, zumindest zwei Sensoreinrichtungen zum Erfassen einer physikalischen und/oder chemischen Eigenschaft der Batteriezelle und eine Kommunikationseinrichtung, wobei das galvanische Element innerhalb des Batteriezellengehäuses angeordnet ist.
Darüber hinaus sind die erste Sensoreinrichtung und die Kommunikationseinrichtung über einen ersten Signalpfad zum Übertragen von Signalen zwischen der ersten Sensoreinrichtung und der Kommunikationseinrichtung gekoppelt und die erste Sensoreinrichtung und die zweite Sensoreinrichtung über einen zweiten Signalpfad zum Übertragen von Signalen zwischen der ersten und der zweiten Sensoreinrichtung gekoppelt. Dabei sind die Signale zwischen der Kommunikationseinrichtung und der zweiten Sensoreinrichtung über einen durch den ersten und den zweiten Signalpfad gebildeten dritten Signalpfad austauschbar.
Das galvanische Element ist insbesondere als eine Sekundärzelle ausgestaltet, welche zum Versorgen einer elektrischen Komponente entladbar und nach der Entladung wieder aufladbar ist. Das galvanische Element umfasst dabei in an sich bekannter Weise zwei Elektroden und einen Elektrolyt. Das
galvanische Element ist in dem Batteriezellengehäuse angeordnet. Das Batteriezellengehäuse kann als zweiteiliges Aluminiumgehäuse ausgestaltet sein, wobei die zwei Teile nach Integration des galvanischen Elementes beziehungsweise des Batteriezellwickels „gasdicht" miteinander verschweißt werden können. Dabei kann das galvanische Element gegenüber dem Batteriezellengehäuse elektrisch isoliert sein. Dazu kann beispielsweise ein isolierendes Material zwischen einer Innenseite einer Wand der Batteriezellengehäuses und dem galvanischen Element angeordnet sein. Zum Versorgen einer elektrischen Komponente mit einer von der Batteriezelle bereitgestell- ten elektrischen Spannung und/oder zum Laden der Batteriezelle und/oder zum Verschalten der Batteriezelle mit einer anderen Batteriezelle weist das Batteriezellengehäuse dabei zwei insbesondere exponierte Batteriepole beziehungsweise Batterieanschlüsse auf, wobei jeweils ein Batteriepol mit jeweils einer Elektrode des galvanischen Elementes elektrisch verbunden ist.
Die Sensoreinrichtungen dienen zum Erfassen von physikalischen und/oder chemischen Eigenschaften der Batteriezelle. Die Sensoreinrichtungen beziehungsweise Sensoren können als sogenannte Mikroelektromechanische Systeme (MEMS) ausgestaltet sein. Die Sensoren können beispielsweise als zumindest einer der folgenden Sensoren ausgestaltet sein: Vibrationssensor, Beschleunigungssensor, Gyroskop, Temperatursensor, Kraftsensor, Drucksensor, Biegungssensor, Dehnungssensor, Wegsensor, Neigungssensor, Distanzsensor, Näherungssensor, optischer Sensor, beispielsweise Opto- sensor, Lichtsensor, UV-Sensor, Farbsensor, IR-Sensor, insbesondere ein NDIR (non-dispersive infrared) Sensor, Spektrum-Sensor, Sensor zur Füllstandsmessung, beispielsweise zur Messung des Füllstands des Elektrolyten, Sensor zur Leitfähigkeitsmessung, beispielsweise zur Messung der Leitfähigkeit des Elektrolyten, Sensor zur Teilchendetektion zum Nachweisen freier, bewegter Moleküle, Atome oder Elementarteilchen, Sensor zur Strommessung, Magnetfeldsensor, Hall-Sensor, Sensor zur Spannungsmessung, Gassensor, beispielsweise für die Gaszusammensetzung innerhalb der Batteriezelle, elektrochemischer Sensor, beispielsweise für die chemische Zusammensetzung des Elektrolyten oder Gases, pH-Sensor, Ultraschallsensor, induktiver Sensor zur hochgenauen Abstandsmessung, Pie- zoelektrischer Sensor oder fotoelektrischer Sensor. Außerdem kann ein Sensor zur Erfassung eines Isolationswiderstandes beziehungsweise zur Prüfung der Isolation zwischen dem Batteriezellengehäuse und dem galvanischen Element vorgesehen sein. Ein solcher Sensor kann auch als Isolationswächter bezeichnet werden. Somit kann eine Sicherheit beziehungsweise
Fehlerfreiheit der Batteriezelle erkannt werden. Die Sensoreinrichtungen können innerhalb oder außerhalb des Batteriezellengehäuses angeordnet sein. Die Konnnnunikationseinnchtung kann eine Steuereinrichtung aufweisen und ist dazu ausgelegt, bidirektional mit den Sensoreinrichtungen zu kommunizieren. Dazu können von den Sensoreinrichtungen erfasste Sensordaten als Signale an die Kommunikationseinrichtung versendet und von dieser empfangen werden. Die Kommunikationseinrichtung kann Steuersignale an die Sensoreinrichtungen versenden. Auch kann vorgesehen sein, dass die Kommunikationseinrichtung, beispielsweise über eine Drahtlosverbindung, mit einem übergeordneten Batteriemanagementsystem und/oder mit einer Kommunikationseinrichtung einer anderen Batteriezelle kommuniziert. Die Kommunikationseinrichtung kann dabei innerhalb des Batteriezellengehäu- ses oder auch außerhalb des Batteriezellengehäuses angeordnet sein.
Bei der erfindungsgemäßen Batteriezelle ist mit anderen Worten vorgesehen, dass die erste Sensoreinrichtung, die zweite Sensoreinrichtung und die Kommunikationseinrichtung Netzwerkknoten einer Netzwerktopologie, beispielsweise eines vermaschten Netzes, sind, wobei die Kommunikationseinrichtung der zentrale Netzwerkknoten beziehungsweise Kommunikationsknoten ist. Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass jede der Sensoreinrichtungen mit der Kommunikationseinrichtung kommunizieren und bidirektional Signale austauschen kann. Dabei kann die Kommunikationseinrichtung über den ersten Signalpfad direkt, also ohne einen Signalpfad, welcher über einen anderen Netzwerkknoten führt, mit der ersten Sensoreinrichtung kommunizieren. Mit der zweiten Sensoreinrichtung kann die Kommunikationseinrichtung indirekt, also über den dritten Signalpfad, welcher über die erste Sensoreinrichtung führt, kommunizieren. Außerdem können die erste und die zweite Sensoreinrichtung über den zweiten Signalpfad miteinander kommunizieren.
Die Kommunikation beziehungsweise der Austausch von Signalen kann dabei kontinuierlich oder in definierten Zeitabständen erfolgen. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass nur bei einem Ereignis, beispielsweise bei Überschreiten eines vorgegebenen Schwellwerts Signale ausgetauscht werden. So kann vorgesehen sein, dass die beispielsweise als Temperatursensoren ausgestalteten Sensoreinrichtungen nur dann ein Signal über den jeweiligen Signalpfad an die Kommunikationseinrichtung versenden, wenn
die erfasste Temperatur einen vorgegebenen maximalen Temperaturwert überschreitet.
Durch die Vernetzung der Sensoreinrichtungen und der Kommunikationsein- richtung wird ein sogenanntes intelligentes Netz beziehungsweise Smart Mesh gebildet, bei welchem die Kommunikationseinrichtung als ein übergeordneter Netzwerkknoten in vorteilhafter Weise über den Zustand jeder der Sensoreinrichtungen informiert werden kann. Dabei ist es insbesondere nicht notwendig, dass die Kommunikationseinrichtung über einen direkten Signal- pfad mit jeder der Sensoreinrichtung kommuniziert. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass die Sensoreinrichtungen als sogenannte Router fungieren können, wobei diejenige Sensoreinrichtung, welche über einen direkten Signalpfad mit der Kommunikationseinrichtung gekoppelt ist, das Signal an eine andere Sensoreinrichtung weiterleiten kann und somit ein Koppelglied zwi- sehen der Kommunikationseinrichtung und der anderen Sensoreinrichtung darstellt. So können beispielsweise im einfachsten Fall sämtliche Sensoreinrichtungen in einer Kette angeordnet sein, an deren Ende die Kommunikationseinrichtung angeordnet ist. Das Signal einer Sensoreinrichtung, welche am Anfang der Kette angeordnet ist, kann von der Sensoreinrichtung über alle nachfolgenden Sensoreinrichtungen an die Kommunikationseinrichtung weitergeleitet werden.
Durch die Möglichkeit der Routerfunktion der einzelnen Sensoreinrichtung ist ein besonders flexibles Kommunikationsnetz bereitgestellt, welches beliebig um weitere Netzwerkknoten, beispielsweise in Form von Sensoreinrichtungen, erweitert werden kann. Wenn beispielsweise ein direkter Signalpfad zwischen zwei Netzwerkknoten, beispielsweise aus Platzgründen, innerhalb des Batteriezellengehäuses, nicht möglich ist, kann in vorteilhafter Weise ein indirekter Signalpfad über einen anderen Netzwerkknoten bereitgestellt wer- den.
Besonders bevorzugt sind die Kommunikationseinrichtung und die zweite Sensoreinrichtung über zumindest einen vierten Signalpfad zum Übertragen von Signalen zwischen der zweiten Sensoreinrichtung und der Kommunikati- onseinrichtung gekoppelt, wobei Signale zwischen der zweiten Sensoreinrichtung und der Kommunikationseinrichtung über den dritten Signalpfad und/oder über den zumindest einen vierten Signalpfad übertragbar sind. Das Netzwerk aufweisend die zumindest zwei Sensoreinrichtungen und die Kommunikationseinrichtung ist dann als ein sogenanntes vollvermaschtes
Netz ausgebildet. Bei dem vollvermaschten Netz können alle Netzwerkknoten über einen direkten Signalpfad und über zumindest einen indirekten Signalpfad miteinander kommunizieren. Hier können die zweite Sensoreinrichtung und die Kommunikationseinrichtung über den vierten Signalpfad direkt und/oder über den dritten Signalpfad indirekt miteinander kommunizieren. Die erste Sensoreinrichtung und die Kommunikationseinrichtung können über den ersten Signalpfad direkt und/oder über den zweiten und den vierten Signalpfad indirekt miteinander kommunizieren. Ein als vollvermaschtes Netz ausgebildetes Netzwerk ist aufgrund der Redundanz besonders sicher aus- gestaltet, da zur Signalübertragung zwischen den einzelnen Netzwerkknoten zumindest zwei Signalpfade bereitgestellt sind. Zudem kann von eine besonders hohe Netzwerkverfügbarkeit bei sehr niedrigem Stromverbrauch bereitgestellt werden. Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung weisen die als Netzwerkknoten ausgebildeten Sensoreinrichtungen und die Kommunikationseinrichtung jeweils eine Energiewandeleinrichtung auf, welche dazu ausgelegt ist, aus einem von einem anderen Netzwerkknoten versendeten Signal elektrische Energie zur Energieversorgung des jeweiligen Netzwerkknotens bereitzustel- len. Als Signale werden physikalische Größen bezeichnet, bei der ein oder mehrere Parameter eine Information tragen. Die Energiewandeleinrichtungen sind also dazu ausgelegt, die physikalische Größe des empfangenen Signals zur Energieversorgung des jeweiligen Netzwerkknotens zu nutzen. Dazu ist die Energiewandeleinrichtung insbesondere dazu ausgelegt, eine nicht elekt- rische physikalische Größe in eine elektrische Größe umzuwandeln Dies wird auch als Energie-Ernten beziehungsweise Energy Harvesting bezeichnet. Im vorliegenden Fall bedeutet dies, dass über die Signalpfade in vorteilhafter Weise nicht nur eine Information sondern auch Energie zur Energieversorgung übertragen wird.
Bei einem elektrischen Signal, welches als physikalische Größe beispielsweise eine Stromstärke oder eine Spannung aufweist und bei welchem die Information beispielsweise in einer Frequenz oder Phase der Stromstärke oder Spannung transportiert wird, sind die Energiewandeleinrichtungen nun dazu ausgelegt, die Stromstärke oder die Spannung des empfangenen Signals dem jeweiligen Netzwerkknoten zur Energieversorgung bereitzustellen. Bei einem optischen Signal, welches Lichtwellen als die physikalische Größe aufweist, sind die als Solarsensoren ausgebildeten Energiewandeleinrichtung dazu ausgelegt, die Lichtwellen in elektrische Energie zum Versorgen
des Netzwerkknotens umzuwandeln. Bei einem Signal, bei welchem eine Information mittels RFID (radio-frequency Identification) induktiv an einen Netzwerkknoten übertragen wird, kann die magnetische Welle, beispielsweise mit einer als Empfängerspule ausgebildeten Energiewandeleinrichtung, in eine elektrische Spannung zum Versorgen des jeweiligen Netzwerkknotens umgewandelt werden.
Somit kann in vorteilhafter Weise das über den jeweiligen Signalpfad übertragene Signal sowohl zum Energieaustausch als auch zum Informationsaus- tausch verwendet werden. Die Netzwerkknoten müssen hier beispielsweise nicht von dem galvanischen Element selbst mit elektrischer Energie versorgt werden.
Alternativ oder zusätzlich weist die Batteriezelle eine Energieversorgungsein- richtung zum Versorgen der zumindest zwei Sensoreinrichtungen auf. Dabei sind die erste Sensoreinrichtung und die Energieversorgungseinrichtung über einen ersten Energieflusspfad zum Übertragen von Energie von der Energieversorgungseinrichtung zu der ersten Sensoreinrichtung gekoppelt und die erste und die zweite Sensoreinrichtung über einen zweiten Energief- lusspfad zum Übertragen von Energie von der ersten Sensoreinrichtung zu der zweiten Sensoreinrichtung gekoppelt. Dabei ist Energie von der Energieversorgungseinrichtung zu der zweiten Sensoreinrichtung über einen durch den ersten und den zweiten Energieflusspfad gebildeten dritten Energieflusspfad übertragbar. Somit bilden die Sensoreinrichtungen und die Energie- Versorgungseinrichtung ebenfalls ein Netzwerk, dessen Netzwerktopologie so ausgebildet sein kann, wie es bereits im Zusammenhang mit dem Netzwerk aufweisend die Sensoreinrichtungen und die Kommunikationseinrichtung zum Austausch von Signalen beschrieben wurde. Energie kann also über den ersten Energieflusspfad direkt der ersten Sensoreinrichtung zuge- führt werden. Der zweiten Sensoreinrichtung kann Energie indirekt über den dritten Energieflusspfad, welcher über die erste Sensoreinrichtung führt, zugeführt werden. In diesem Fall fungiert die erste Sensoreinrichtung als ein Energiezwischenspeicher zum Zwischenspeichern der von der Energieversorgungseinrichtung für die zweite Sensoreinrichtung bereitgestellten Ener- gie. Auch ist es möglich, dass die Kommunikationseinrichtung von der Energieversorgungseinrichtung mit Energie versorgt wird. Durch Bereitstellen der Energieversorgungseinrichtung sowie der Vernetzung mit den Netzwerkknoten kann die Energie zentral bereitgestellt werden. Es muss somit nicht für jeden einzelnen Netzwerkknoten eine Energieversorgungseinrichtung, bei-
spielsweise eine separate Batterie, bereitgestellt werden.
Vorzugsweise ist zumindest ein vierter Energieflusspfad zwischen der Energieversorgungseinrichtung und der zweiten Sensoreinrichtung ausgebildet, wobei Energie über den dritten Energieflusspfad und/oder über den zumindest einen vierten Energieflusspfad von der Energieversorgungseinrichtung zu der zweiten Sensoreinrichtung übertragbar ist. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass jede Sensoreinrichtung als Energiezwischenspeicher für die von der Energieversorgungseinrichtung für eine andere Sensoreinrich- tung bereitgestellte Energie ausgestaltet ist. Dabei kann beispielsweise von der Kommunikationseinrichtung für jede Sensoreinrichtung der energetisch günstigste Pfad von der Energieversorgungseinrichtung zu der jeweiligen Sensoreinrichtung berechnet werden. Daraufhin kann die Sensoreinrichtung entweder über einen direkten Energieflusspfad oder über einen indirekten Energieflusspfad mit der von der Energieversorgungseinrichtung bereitgestellten Energie versorgt werden. Daraus ergibt sich des Vorteil, dass das Netzwerk besonders energieeffizient ausgestaltet ist.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass zumindest ein Energieflusspfad und/oder zumindest ein Signalpfad zum leitungsgebundenen Übertragen der Energie und/oder der Signale eine Leitung aufweist. Eine solche Leitung kann beispielsweise eine elektrische Leitung zur Übertragung von Energie und/oder Signalen in Form von elektrischem Strom und elektrischer Spannung sein. Solche elektrischen Leitungen können beispielsweise als flexible Leiterbahnen ausgestaltet sein, über welche die Netzwerkknoten innerhalb des Batteriezellengehäuses miteinander elektrisch verbunden sind. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass die Leitungen als Glasfasern oder Lichtwellenleiter zur Übertragung von optischen Größen, beispielsweise Lichtwellen, ausgebildet sind. Als Lichtwellenleiter ausgebildete Leiter erlau- ben einen besonders schnellen Signalaustausch zwischen den Netzwerkknoten. Falls beispielsweise die Netzwerkknoten teilweise innerhalb und teilweise außerhalb des Batteriezellengehäuses angeordnet sind, kann das Batteriezellengehäuse Durchführungen für die Leitungen aufweisen. Alternativ oder zusätzlich ist zumindest ein Energieflusspfad und/oder zumindest ein Signalpfad zum kontaktlosen Übertragen der Energie und/oder der Signale in Form von Lichtwellen ausgestaltet. Signale und/oder Energie können beispielsweise in Form von Lichtblitzen übertragen werden, welche von einem Netzwerkknoten und/oder der Energieversorgungseinrichtung
ausgesendet werden und von einem anderen Netzwerkknoten empfangen werden. Bei einem aus einem optisch reflektierenden Material, beispielsweise Aluminium, gefertigten Batteriezellengehäuse können die Lichtblitze in vorteilhafter Weise an einer Innenseite der Wand des Batteriezellengehäu- ses reflektiert, im Innenraum des Batteriezellengehäuses verteilt und den anderen Netzwerkknoten, welche beispielsweise einen Solarsensor aufweisen, bereitgestellt werden. Signale und/oder Energie können aber beispielsweise auch induktiv übertragen werden.
Ein aus einem elektrisch leitfähigen Material gefertigtes Batteriezellengehäuse verhält sich wie ein Faradayscher Käfig. Das heißt, dass das Batteriezellengehäuse eine allseitig geschlossene Hülle aus einem elektrischen Leiter, beispielsweise einem Blech oder Drahtgeflecht, bildet, welche als elektrische Abschirmung wirkt. Bei äußeren statischen oder quasistatischen Feldern bleibt der innere Bereich feldfrei. Bei zeitlich veränderlichen Vorgängen, wie elektromagnetischen Wellen, beruht die Abschirmwirkung auf den sich in der leitfähigen Hülle ausbildenden Wirbelströmen, die dem äußeren elektromagnetischen Feld entgegenwirken.
Aufgrund dieser Tatsache lassen sich insbesondere elektromagnetische Signalpfade, beispielsweise eine WLAN-Kommunikation, nahezu völlig von der Umgebung außerhalb des Batteriezellengehäuses abschirmen. Die Batteriezelle weist somit eine besonders hohe elektromagnetische Verträglichkeit auf. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Netzwerkknoten und/oder die Energieversorgungseinrichtung mit dem Batteriezellengehäuse gekoppelt, um Energie und/oder Signale in Form von Schallwellen an das Batteriezellengehäuse zu übertragen und die von dem Batteriezellengehäuse übertragenen Schallwellen zu empfangen. Dazu können die Netzwerkknoten und/oder die Energieversorgungseinrichtung beispielsweise einen Vibrati- onsaktuator aufweisen, welcher eine Anregung in Form einer Schallwelle auf dem Batteriezellengehäuse erzeugt. Diese Schallwelle wird über das Batteriezellengehäuse weitergeleitet und kann beispielsweise von einem Vibrationssensor eines anderen Netzwerkknotens empfangen werden. Durch die Nutzung des Batteriezellengehäuses kann in vorteilhafter Weise auf separate Leitungen verzichtet werden. Die Schallwelle kann des Weiteren zur Energieversorgung basierend auf dem piezoelektrischen Effekt in elektrische Energie umgewandelt werden, und/oder es kann eine von der Schallwelle übertragene Information extrahiert werden.
Zur Erfindung gehört außerdem eine Batterie aufweisend eine Reihenschaltung und/oder Parallelschaltung von zumindest zwei erfindungsgemäßen Batteriezellen.
Ein erfindungsgemäßes Kraftfahrzeug umfasst zumindest eine erfindungsgemäße Batterie. Das Kraftfahrzeug kann beispielsweise als Personenkraftwagen, insbesondere als ein Elektro- oder Hybrid kraftwagen ausgestaltet sein. Das Kraftfahrzeug kann aber auch als ein elektrisch betriebenes Motor- rad oder Fahrrad ausgeführt sein.
Es ist aber auch möglich, die Batterie in einem stationären Energiespeichersystem vorzusehen. Dabei kann es beispielsweise vorgesehen sein, dass die Batterie, welche in einem Kraftfahrzeug bereitgestellt war, als sogenannte Second Life Batterie in dem stationären Energiespeichersystem weiterverwendet wird.
Die mit Bezug auf die erfindungsgemäße Batteriezelle vorgestellten bevorzugten Ausführungsformen und deren Vorteile gelten entsprechend für die erfindungsgemäße Batterie sowie das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug.
Im Folgenden wird die Erfindung nun anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels, wie auch unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Batteriezelle, bei welcher Sensoreinrichtungen und eine Kommunikations- einrichtung der Batteriezelle ein vermaschtes Netz ausbilden; und
Fig. 2 - Fig. 8 Beispiele für solche und andere Netzwerktopologien. Bei dem im Folgenden erläuterten Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung. Bei dem Ausführungsbeispiel stellen aber die beschriebenen Komponenten der Ausführungsform jeweils einzelne, unabhängig voneinander zu betrachtende Merkmale der Erfindung dar, welche die Erfindung jeweils auch unabhängig voneinander wei-
terbilden und damit auch einzeln oder in einer anderen als der gezeigten Kombination als Bestandteil der Erfindung anzusehen sind. Des Weiteren ist die beschriebene Ausführungsform auch durch weitere der bereits beschriebenen Merkmale der Erfindung ergänzbar.
Fig. 1 zeigt eine Batteriezelle 1 mit einem galvanischen Element 2 beziehungsweise einem Batteriezellwickel sowie einem Batteriezellengehäuse 3. Dabei ist das galvanische Element 2 in dem Batteriezellengehäuse 3 angeordnet. Das Batteriezellengehäuse 3 kann beispielsweise aus Aluminium gefertigt sein. Das Batteriezellengehäuse 3 weist hier zwei exponierte beziehungsweise erhabene Anschlüsse 4, 5 auf, über welche elektrische Energie, beispielsweise zum Versorgen einer elektrischen Komponente, abgreifbar ist. Auch kann der Batteriezelle 1 über die Anschlüsse 4, 5 elektrische Energie zum Laden zugeführt werden. Über die Anschlüsse 4, 5 kann die Batteriezel- le 1 auch mit anderen gleichartigen Batteriezellen zu einer Batterie zusammengeschaltet werden. Eine solche Batterie kann beispielsweise in einem hier nicht gezeigten Kraftfahrzeug zum Antreiben des Kraftfahrzeugs angeordnet werden. Eine solche Batterie kann aber auch in einem hier nicht gezeigten stationären Energieversorgungssystem vorgesehen sein.
Die Batteriezelle 1 weist eine erste Sensoreinrichtung 6, eine zweite Sensoreinrichtung 7, eine dritte Sensoreinrichtung 8 und eine vierte Sensoreinrichtung 9 auf. Es können auch mehr als die vorliegend beispielhaft gezeigten vier Sensoreinrichtungen 6, 7, 8. 9 vorgesehen sein. Außerdem weist die Batteriezelle 1 eine Kommunikationseinrichtung 10 und eine Energieversorgungseinrichtung 1 1 auf. Die hier gezeigte räumliche Anordnung der Sensoreinrichtungen 6, 7, 8, 9, der Kommunikationseinrichtung 10 und der Energieversorgungseinrichtung 1 1 ist lediglich beispielhaft. Beispielsweise sind hier die erste und die zweite Sensoreinrichtung 6, 7 in einem Hohlraum an- geordnet, welcher zwischen einer Innenseite einer Wand des Batteriezellengehäuses 3 und dem galvanischen Element 2 vorhanden ist. Die dritte und die vierte Sensoreinrichtung 8, 9 sind hier innerhalb des Batteriezellwickels angeordnet. Da sich innerhalb der Batteriezellengehäuses 3 der insbesondere flüssige Elektrolyt in den Hohlräumen sammeln kann, weisen die Sensoreinrichtungen 6, 7, 8, 9 bevorzugt eine chemische Beständigkeit gegenüber dem Elektrolyten auf, sodass der Elektrolyt im Betrieb der Sensoreinrichtungen 6, 7, 8,
9 keine Funktionseinschränkungen der Sensoreinrichtungen 6, 7, 8, 9 hervorruft.
Auch können die Sensoreinrichtungen 6, 7, 8, 9, die Kommunikationseinrich- tung 10 und/oder die Energieversorgungseinrichtung 1 1 zumindest teilweise außerhalb der Batteriezelle, beispielsweise an einer Außenseite der Wand des Batteriezellengehäuses zwischen den Anschlüssen 4, 5, angebracht werden. Zum Signalaustausch ist die erste Sensoreinrichtung 6 über einen ersten Signalpfad 12 mit der Kommunikationseinrichtung 10 gekoppelt und über einen zweiten Signalpfad 13 mit der zweiten Sensoreinrichtung 7 gekoppelt. Die zweite Sensoreinrichtung 7 ist über einen dritten Signalpfad, welcher durch den ersten Signalpfad 12 und den zweiten Signalpfad 13 gebildet ist, und über einen vierten Signalpfad 14 mit der Kommunikationseinrichtung 10 gekoppelt. Die erste Sensoreinrichtung 6, die zweite Sensoreinrichtung 7 und die Kommunikationseinrichtung 10 bilden also ein vollvermaschtes Netz, bei welchem ein Signalaustausch zwischen den Netzwerkknoten, welche durch die Sensoreinrichtungen 6, 7 und die Kommunikationseinrichtung 10 gebildet werden, direkt und/oder über einen anderen Netzwerkknoten möglich ist.
Die dritte Sensoreinrichtung 8 ist hier über einen fünften Signalpfad 15 mit der Kommunikationseinrichtung 10, über einen sechsten Signalpfad 16 mit der ersten Sensoreinrichtung 6 und über einen siebten Signalpfad 17 mit der vierten Sensoreinrichtung 9 gekoppelt. Ein Signalaustausch zwischen der dritten Sensoreinrichtung 8 und der Kommunikationseinrichtung 10 ist dabei direkt über den fünften Signalpfad 15 und/oder indirekt über einen durch den sechsten und den ersten Signalpfad 12, 16 gebildeten Gesamtpfad möglich. Die Kommunikationseinrichtung 10, die erste Sensoreinrichtung 6 und die dritte Sensoreinrichtung 8 bilden hier ebenfalls ein vollvermaschtes Netz aus. Ein Signalaustausch zwischen der vierten Sensoreinrichtung 9 und der Kommunikationseinrichtung 10 ist hier nur indirekt über einen durch den siebten und den fünften Signalpfad 17, 15 gebildeten Gesamtpfad möglich. Die Kommunikationseinrichtung 10, die dritte und die vierte Sensoreinrich- tung 8, 9 bilden hier eine sogenannte Linien-Topologie aus.
Die hier gezeigte Netzwerktopologie, welche durch die Vernetzung der Sensoreinrichtungen 6, 7, 8, 9 und der Kommunikationseinrichtung 10 gebildet ist, ist lediglich beispielhaft. Beispiele für derartige oder andere Topologien
sind in den Fig. 2 bis Fig. 8, gezeigt, wobei ein Punkt 24 beispielhaft einen Netzwerkknoten, beispielsweise eine der Sensoreinrichtungen 6, 7, 8, 9 oder die Kommunikationseinrichtung 10, darstellt und eine Verbindung 25 beispielhaft einen Signalpfad zwischen den Netzwerkknoten darstellt. Fig. 2 zeigt eine Ring-Topologie, Fig. 3 eine vermaschte Topologie, Fig. 4 eine Stern-Topologie, Fig. 5 eine vollvermaschte Topologie, Fig. 6 eine Linien- Topologie, Fig. 7 eine Baum-Topologie und Fig. 8 eine Bus-Topologie. Auch sind sogenannte Hybrid-Topologien möglich, welche durch eine Kombination zweier Topologien gebildet sind.
Auch kann jede der Sensoreinrichtungen 6, 7, 8, 9 jeweils eine Energiewandeleinrichtung 18 aufweisen, welche dazu ausgelegt ist, das über den jeweiligen Signalpfad 12, 13, 14, 15, 16 übertragene Signal in elektrische Energie zum Versorgen der jeweiligen Sensoreinrichtung 6, 7, 8, 9 umzuwandeln. Die Energiewandeleinrichtungen 18 sind dabei als sogenannte Energie-Ernte- Sensoren beziehungsweise Energy-Harvesting-Sensoren ausgestaltet. Als Energy-Harvesting bezeichnet man die Gewinnung kleiner Mengen von elektrischer Energie aus Quellen wie Umgebungstemperatur, Vibrationen oder Luftströmungen. Die dafür eingesetzten Strukturen, also die Energie- Wandeleinrichtungen 18, werden auch als Nanogeneratoren bezeichnet. Energy-Harvesting vermeidet bei Drahtlostechnologien Einschränkungen durch kabelgebundene Stromversorgung oder gesonderte oder separate Batterien. Solche Nanogeneratoren können beispielsweise piezoelektrische Kristalle sein, welche bei Krafteinwirkung, beispielsweise durch Druck, Vibration oder Schall, eine elektrische Spannung erzeugen, und/oder thermoelektrische Generatoren und pyroelektrische Kristalle, welche aus Temperaturunterschieden elektrische Energie gewinnen, und/oder Antennen, insbesondere passive RFIDs, welche Energie von Radiowellen beziehungsweise elektromagnetische Strahlung auffangen und energetisch verwenden, und/oder Sensoren, welche Licht basierend auf dem fotoelektrischen Effekt in elektrische Energie umwandeln. Auch kann die Batteriezelle 1 sogenannte Superkondensatoren („Super- caps") aufweisen, welche dazu ausgelegt sind, kurzzeitig Energie zu speichern, um diese den Netzwerkknoten zur Energieversorgung bereitzustellen. Diese Energie kann den Superkondensatoren der in einem Kraftfahrzeug angeordneten Batteriezelle 1 beispielsweise in einem Rekuperationsbetrieb
des Kraftfahrzeugs zugeführt werden. Superkondensatoren weisen den Vorteil auf, dass sie große Mengen Energie speichern können und für eine hohe Anzahl von Lade- und Entladezyklen ausgelegt sind. Der Signalaustausch zwischen den Sensoreinrichtungen 6, 7, 8, 9 und der Kommunikationseinrichtung 10 kann kontinuierlich, zu vorbestimmten Zeitpunkten oder nur dann erfolgen, wenn die jeweilige Sensoreinrichtung 6, 7, 8, 9 einen Änderung des Sensorwertes, beispielsweise die als Temperatur- sensor ausgestaltete Sensoreinrichtung 6, 7, 8, 9 die Änderung einer Tempe- ratur innerhalb des Batteriezellengehäuses 3, detektiert. So kann die Sensoreinrichtung 6, 7, 8, 9 nur dann ein Signal an die Kommunikationseinrichtung 10 und/oder eine andere Sensoreinrichtung 6, 7, 8, 9 versenden, wenn die Sensoreinrichtung 6, 7, 8, 9 eine signifikante Änderung der Temperatur erfasst hat. Gleichzeitig kann beispielsweise auch bei einer mehrmaligen geringfügigen Änderung der Temperatur die Temperaturänderung zum Gewinnen von Energie verwendet werden, indem die Energiewandeleinrichtungen 18 beispielsweise als thermoelektrische Generatoren ausgestaltet sind. Diese Energie kann beispielsweise auch in den Sensoreinrichtungen 6, 7, 8, 9 zwischengespeichert werden. So können beispielsweise Toleranzbänder vorgegeben werden, wobei ein außerhalb des Toleranzbandes liegender Sensorwert auf eine signifikante Temperaturänderung hinweist. Nur bei einem außerhalb des Toleranzbandes liegenden Sensorwert wird ein Datentransfer, beispielsweise zu der Kommunikationseinrichtung 10, durchgeführt. Somit kann sowohl senderseitig als auch empfängerseitig Energie gespart werden.
Auch kann der Signalaustausch innerhalb der Batteriezelle 1 mittels Radiowellen und induktiven Feldern erfolgen. Damit können Daten und die erforderlichen Energiemengen für die entsprechenden Sensoreinrichtungen 6, 7, 8, 9 innerhalb der Batteriezelle 1 ausgetauscht beziehungsweise aufgebracht werden. Dabei können die Sensoreinrichtungen passive und/oder aktive RFID-Transponder und/oder RFID-Reader aufweisen, welche Daten und Energie auf engstem Raum mit wenig Energieverbrauch versenden und/oder empfangen. Bei Bedarf können die versendeten Daten mittels Verschlüsse- lungsverfahren verschlüsselt werden.
Auch kann es vorgesehen sein, dass zumindest einer der Signalpfade 12, 13, 14, 15, 16 als eine Leitung, beispielsweise als eine elektrische Leitung oder optische Faser, ausgestaltet ist und die Signale somit drahtgebunden
übertragen werden. Die Signalpfade 12, 13, 14, 15, 16 können dabei identisch oder unterschiedlich ausgestaltet sein.
Die Energie zur Energieversorgung der Sensoreinrichtungen 6, 7, 8, 9 kann aber auch von der Energieversorgungseinrichtung 1 1 bereitgestellt werden. Dazu ist hier die Energieversorgungseinrichtung 1 1 über einen ersten Energieflusspfad 19 mit der ersten Sensoreinrichtung 6 gekoppelt. Die erste Sensoreinrichtung 6 ist über einen zweiten Energieflusspfad 20 mit der zweiten Sensoreinrichtung 7 gekoppelt. Somit kann der zweiten Sensoreinrichtung 7 die Energie der Energieversorgungseinrichtung 1 1 über einen durch den ersten und den zweiten Energieflusspfad 19, 20 gebildeten dritten Energieflusspfad bereitgestellt werden. Hier ist die zweite Sensoreinrichtung 7 zusätzlich über einen vierten Energieflusspfad 21 mit der Energieversorgungseinrichtung 1 1 gekoppelt und über diesen direkt mit elektrischer Energie versorgbar. Hier ist beispielhaft die vierte Sensoreinrichtung 9 über einen fünften Energieflusspfad 22 mit der Energieversorgungseinrichtung 1 1 gekoppelt. Die dritte Sensoreinrichtung 8 ist über einen durch den fünften Energieflusspfad 22 und einen sechsten Energieflusspfad 23 gebildeten Gesamtenergiefluss- pfad mit der Energieversorgungseinrichtung 1 1 gekoppelt.
Die Energieversorgung kann dabei drahtgebunden erfolgen, indem beispielsweise eine Mikroverkabelung innerhalb der Batteriezelle 1 angebracht wird. Dazu können beispielsweise flexible Folien, Multi-Layer-Folien, oder flexible Leiterplatten verwendet werden, welche sich passgenau in das Batte- riezellgehäuse 3 integrieren lassen. Auch können die Folien direkt an dem Batteriezellwickel oder auch außerhalb der Batteriezelle 1 , beispielsweise zwischen den Anschlüssen 4 und 5 befestigt werden und innerhalb der Zelle für eine zuverlässige Energieverteilung sorgen Durch die Vernetzung und die damit einhergehenden redundanten Energieflusspfade, beispielsweise die Versorgung der ersten Sensoreinrichtung 6 über den ersten Energieflusspfad 19 und/oder über den dritten Energieflusspfad, kann eine stabile Energieversorgung der Netzwerkknoten sichergestellt werden.
Auch kann die Energie von der Energieversorgungseinrichtung 1 1 drahtlos übertragen werden. Beispielsweise kann mittels piezoelektrischer Effekte über das Batteriezellengehäuse 3 selbst Energie gewonnen werden. Dazu kann die Energieversorgungseinrichtung 1 1 beispielsweise einen Vibrations-
aktuator aufweisen, welcher bewusst eine Anregung auf dem Batteriezellengehäuse 3 erzeugt. Diese Energie kann von den Sensoreinrichtungen 6, 7, 8, 9, welche dafür einen Energie-Ernte-Sensor zum Umwandeln der Vibrationen aufweisen, geerntet beziehungsweise empfangen und in elektrische Energie umgewandelt werden.
Darüber hinaus kann die Energieversorgungseinrichtung 1 1 zumindest eine Lichtquelle, beispielsweise eine LED, aufweisen, welche innerhalb des Batteriezellengehäuses 3 Lichtblitze aussendet. Diese Lichtblitze können von den Sensoreinrichtungen 6, 7, 8, 9, welche dafür einen Energie-Ernte-Sensor zum Umwandeln von Solarenergie aufweisen, empfangen und in elektrische Energie umgewandelt werden. Diese Lichtquelle kann zudem auch beim sogenannten passiven Balancieren beziehungsweise Ladezustandsausgleich der Batteriezelle 1 verwendet werden. So kann nämlich ein Ladezustand der Batteriezelle 1 verringert werden, indem die Lichtquelle, welche von dem galvanischen Element 2 mit elektrischer Energie versorgt wird, durch das Aussenden von Lichtblitzen die Energie des galvanischen Elementes 2 bewusst verbraucht beziehungsweise umwandelt.