Beschreibung
Optoelektronisches Bauelement und Verfahren zur Herstellung eines optoelektronischen Bauelements
Die vorliegende Anmeldung betrifft ein optoelektronisches Bauelement und ein Verfahren zur Herstellung eines
optoelektronischen Bauelements. Eine homogene Bestromung einer organischen Licht emittierenden Diode (OLED) mit einer großen Leuchtfläche stellt eine
technische Herausforderung dar. Bei einer herkömmlichen OLED tritt von der OLED erzeugte Strahlung zunächst durch eine Elektrodenschicht hindurch, bevor die Strahlung die OLED verlässt. Die Elektrodenschicht soll daher möglichst
strahlungsdurchlässig und zugleich gut elektrisch leitend gestaltet werden. Mit steigender Größe des Bauelements, insbesondere mit größerer Leuchtfläche der OLED, steigt die Notwendigkeit, die Leitfähigkeit zusätzlich durch den Einsatz von Leiterbahnen - sogenannten Busbars - zu erhöhen. Dies führt jedoch dazu, dass die Leuchtfläche der OLED aufgrund der Bedeckung durch die Busbars auf der strahlungsdurchlässigen Elektrodenschicht vermindert wird.
Eine Aufgabe ist es, ein optoelektronisches Bauelement mit möglichst homogener Bestromung bei möglichst geringem Verlust an Leuchtfläche des Bauelements sowie ein Verfahren zur
Herstellung eines derartigen optoelektronischen Bauelements anzugeben .
Diese Aufgabe wird durch ein optoelektronisches Bauelement beziehungsweise ein Verfahren gemäß den unabhängigen
Patentansprüchen gelöst. Weitere Ausgestaltungen und
Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen
Patentansprüche .
Gemäß einer Ausführungsform weist ein optoelektronisches Bauelement eine zur Erzeugung elektromagnetischer Strahlung vorgesehene organische aktive Schicht und eine zur
elektrischen Kontaktierung der aktiven Schicht vorgesehene erste Elektrode auf. Die erste Elektrode umfasst vorzugsweise eine erste Elektrodenschicht und eine zumindest bereichsweise von der ersten Elektrodenschicht beabstandete erste
Anschlussschicht. Die aktive Schicht ist dabei zumindest bereichsweise zwischen der ersten Elektrodenschicht und der ersten Anschlussschicht angeordnet. Außerdem weist die erste Elektrode zumindest eine Durchkontaktierung auf, die sich vollständig durch die aktive Schicht hindurch erstreckt. Im Betrieb des Bauelements bildet die Durchkontaktierung einen elektrischen Kontakt zwischen der ersten Elektrodenschicht und der ersten Anschlussschicht. Unter einer Durchkontaktierung wird im Rahmen der Anmeldung ein Bestandteil einer Elektrode des optoelektronischen
Bauelements verstanden, der sich vollständig durch zumindest eine Schicht, welche dieser Elektrode nicht zugehörig ist, hindurch erstreckt und im Betrieb des optoelektronischen
Bauelements einen elektrischen Kontakt zwischen weiteren, zumindest bereichsweise voneinander räumlich beabstandeten Bestandteilen der Elektrode bildet. „Durch eine Schicht hindurch erstreckt" bedeutet, dass die Durchkontaktierung die eine Schicht insbesondere durchstößt und bevorzugt von dieser Schicht allseitig umgeben ist.
Die erste Elektrode ist vorzugsweise mehrschichtig
ausgebildet. Sie umfasst dabei zumindest die erste
Elektrodenschicht, die erste Anschlussschicht und die zumindest eine Durchkontaktierung . Vorzugsweise ist die erste Elektrode als eine Anode des optoelektronischen Bauelements ausgeführt. Die aktive Schicht ist vorzugsweise in vertikaler Richtung zumindest bereichsweise von der ersten Elektrode eingeschlossen. Bevorzugt grenzt die aktive Schicht direkt an die erste Elektrodenschicht an. Unter einer vertikalen
Richtung wird im Rahmen der Anmeldung eine Richtung
verstanden, die senkrecht zu einer Haupterstreckungsebene der ersten Elektrodenschicht gerichtet ist. Vorzugsweise ist die erste Anschlussschicht zumindest bereichsweise von der ersten Elektrodenschicht in der vertikalen Richtung beabstandet. Das heißt, die erste Anschlussschicht und die erste
Elektrodenschicht sind vorzugsweise übereinander angeordnet. Bevorzugt sind die erste Elektrodenschicht und die erste
Anschlussschicht zumindest bereichsweise parallel zueinander.
Die erste Elektrodenschicht ist vorzugsweise
strahlungsdurchlässig ausgebildet. Beispielsweise weist die erste Elektrodenschicht eine Transmission für die von der aktiven Schicht erzeugte Strahlung von mindestens 70 %, bevorzugt mindestens 80 %, besonders bevorzugt mindestens 90 % auf. Bevorzugt enthält die erste Elektrodenschicht ein TCO- Material (transparent conductive oxide) . Solche transparenten, leitenden Materialien sind in der Regel Metalloxide, wie beispielsweise Zinkoxid, Zinnoxid, Cadmiumoxid, Titanoxid, Indiumoxid oder Indiumzinnoxid (ITO).
Die erste Anschlussschicht ist bevorzugt als eine
Strahlungsreflektierende Schicht ausgestaltet. Die
Anschlussschicht und die Durchkontaktierung weisen bevorzugt zumindest ein Grundmaterial mit einer hohen elektrischen
Leitfähigkeit auf. Unter einem Grundmaterial einer Schicht
wird ein Material verstanden, aus dem die Schicht mindestens 50 %, insbesondere mindestens 70 %, gebildet ist. Beispiele für ein solches Grundmaterial sind Metalle wie Kupfer,
Aluminium, Silber oder eine Legierung mit zumindest einem der genannten Metalle. Besonders bevorzugt weisen die
Anschlussschicht und die Durchkontaktierung eine höhere elektrische Leitfähigkeit auf als die erste Elektrodenschicht.
Gemäß einer Ausgestaltung weist die aktive Schicht einen organischen funktionellen Schichtenstapel mit zumindest einer organischen Licht emittierenden Schicht auf. Der organische funktionelle Schichtstapel kann Schichten mit organischen Polymeren, organischen Oligomeren, organischen Monomeren, organischen kleinen, nicht-polymeren Molekülen („small
molecules") oder Kombinationen daraus aufweisen. Insbesondere kann es vorteilhaft sein, wenn der organische funktionelle Schichtenstapel eine organische funktionelle Schicht aufweist, die als Lochtransportschicht ausgeführt ist, um eine effektive Löcherinjektion in die zumindest eine Licht emittierende
Schicht zu ermöglichen. Als Materialien für eine
Lochtransportschicht können sich beispielsweise tertiäre
Amine, Carbazolderivate, leitendes Polyanilin oder
Polyethylendioxythiophen als vorteilhaft erweisen. Als
Materialien für die zumindest eine organische Licht
emittierende Schicht eignen sich Materialien, die eine
Strahlungsemission aufgrund von Fluoreszenz oder
Phosphoreszenz aufweisen, beispielsweise Polyfluoren,
Polythiophen oder Polyphenylen oder Derivate, Verbindungen, Mischungen oder Copolymere davon. Weiterhin kann der
organische funktionelle Schichtenstapel eine funktionelle Schicht aufweisen, die als Elektronentransportschicht
ausgebildet ist. Darüber hinaus kann der Schichtenstapel auch Elektronen- und/oder Löcherblockierschichten aufweisen. Der
organische funktionelle Schichtenstapel kann auch eine
Mehrzahl von organischen Licht emittierenden Schichten
aufweisen, die zwischen den Elektroden angeordnet sind
Im Hinblick auf den prinzipiellen Aufbau eines organischen Licht emittierenden Bauelements, beispielsweise im Hinblick auf den Aufbau, die SchichtZusammensetzung und die Materialien des organischen funktionellen Schichtenstapels, wird auf die Druckschrift WO 2010/066245 AI verwiesen, die insbesondere im Bezug auf den Aufbau, die SchichtZusammensetzung und die
Materialien eines organischen Licht emittierenden Bauelements hiermit ausdrücklich durch Rückbezug aufgenommen wird.
Gemäß einer Ausgestaltung weist die erste Elektrode eine
Mehrzahl von Durchkontaktierungen auf, die eine
Durchkontaktierungsstruktur des Bauelements bilden. Die
Durchkontaktierungsstruktur bewirkt effektiv eine Verbesserung der Querleitfähigkeit der ersten Elektrodenschicht, so dass eine homogene Bestromung in die aktive Schicht des Bauelements erzielt wird. Auf Busbars kann verzichtet werden, so dass die von der aktiven Schicht erzeugte Strahlung durch die erste Elektrodenschicht hindurch treten und aus dem
optoelektronischen Bauelement austreten kann, ohne dabei von den Busbars oder von Leiterbahnen auf einer
Strahlungsaustrittsfläche absorbiert zu werden.
Vorzugsweise sind die Durchkontaktierungen gleichmäßig auf der ersten Elektrodenschicht angeordnet. Eine gleichmäßige
Anordnung der Durchkontaktierungen führt zu einer
gleichmäßigen Stromverteilung auf der ersten
Elektrodenschicht .
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist das optoelektronische Bauelement einen strahlungsdurchlässigen Trägerkörper auf. Vorzugsweise enthält der Trägerkörper Glas oder besteht aus Glas. Der Trägerkörper weist auf einer der ersten
Elektrodenschicht abgewandten Seite des Trägerkörpers eine Strahlungsaustrittsfläche des Bauelements auf. Weiterhin ist die erste Elektrodenschicht bevorzugt zwischen dem
strahlungsdurchlässigen Trägerkörper und der aktiven Schicht angeordnet. Besonders bevorzugt grenzt die erste
Elektrodenschicht direkt an den Trägerkörper an. Das bedeutet, dass sich zwischen der ersten Elektrodenschicht und dem
Trägerkörper höchstens eine Verbindungsschicht zur Befestigung der ersten Elektrodenschicht an dem Trägerkörper befindet. Eine derartige Anordnung minimiert den Strahlungsverlust durch Absorption, da die Strahlung durch den kürzest möglichen Weg aus dem Bauelement austreten kann.
Gemäß einer Ausgestaltungsvariante ist die
Strahlungsaustrittsfläche bevorzugt eben ausgebildet. Das heißt, die Strahlungsaustrittsfläche weist bevorzugt keine
Krümmung auf. Bevorzugt verlässt die Strahlung das Bauelement unmittelbar an der Strahlungsaustrittsfläche. Vorzugsweise ist die Strahlungsaustrittsfläche des Bauelements zwischen 0,1 QuadratZentimeter und 1 Quadratmeter, insbesondere zwischen 100 QuadratZentimeter und 0,5 Quadratmeter. Besonders
bevorzugt ist die Strahlungsaustrittsfläche eine
zusammenhängende Fläche.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist das optoelektronische Bauelement eine zur elektrischen Kontaktierung der aktiven
Schicht vorgesehene zweite Elektrode auf. Vorzugsweise ist die erste Elektrode als eine Kathode des optoelektronischen
Bauelements ausgeführt. Die zweite Elektrode umfasst zumindest
eine zweite Elektrodenschicht. Bevorzugt sind die erste
Anschlussschicht und die zweite Elektrodenschicht auf einer dem Trägerkörper abgewandten Seite der aktiven Schicht
angeordnet. Beispielsweise überlappen sich die erste
Anschlussschicht und die zweite Elektrodenschicht in
Draufsicht auf den Trägerkörper. Vorzugsweise ist die zweite Elektrodenschicht zumindest bereichsweise zwischen der aktiven Schicht und der ersten Anschlussschicht angeordnet. Besonders bevorzugt grenzt die zweite Elektrodenschicht direkt an die aktive Schicht an.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist die zweite
Elektrodenschicht vorzugsweise als eine Spiegelschicht für die von der aktiven Schicht erzeugte elektromagnetische Strahlung ausgebildet. Die Reflektion von Strahlung an der zweiten
Elektrodenschicht erhöht vorteilhafterweise den
Strahlungsauskopplungsgrad und somit die Effizienz des
Bauelements. Es ist auch denkbar, dass die zweite
Elektrodenschicht auf einer der aktiven Schicht zugewandten Seite eine Strahlungsreflektierende Schicht aufweist.
Beispielsweise ist die Strahlungsreflektierende Schicht eine Silberschicht .
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weisen die aktive Schicht und die zweite Elektrodenschicht zumindest eine Aussparung zur ersten Elektrodenschicht auf. Die Aussparung ist vorzugsweise in lateraler Richtung von der aktiven Schicht und von der zweiten Elektrodenschicht allseitig umgeben. Unter einer lateralen Richtung wird eine Richtung verstanden, die
senkrecht zu der vertikalen Richtung ist.
Die Durchkontaktierung ist zumindest bereichsweise innerhalb der Aussparung angeordnet. Vorzugsweise ist zwischen der
aktiven Schicht und der Durchkontaktierung sowie zwischen der aktiven Schicht und der ersten Anschlussschicht zumindest eine Isolationsschicht zur elektrischen Isolierung angeordnet. Die aktive Schicht und die zweite Elektrodenschicht sind bevorzugt über die erste Elektrodenschicht mit der Durchkontaktierung und der ersten Anschlussschicht elektrisch leitend verbunden.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist innerhalb der
Aussparung zwischen der Durchkontaktierung und der aktiven Schicht vorzugsweise eine erste Isolationsschicht, und
zwischen der Durchkontaktierung und der zweiten
Elektrodenschicht eine zweite Isolationsschicht angeordnet. Vorzugsweise grenzen die erste Isolationsschicht und die zweite Isolationsschicht in der Aussparung aneinander an. Es ist auch denkbar, dass die erste Isolationsschicht und die zweite Isolationsschicht in einem Produktionsschritt
hergestellt werden und daher Teile einer gemeinsamen
Isolationsschicht sind. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung umfasst die
Durchkontaktierungsstruktur des Bauelements bevorzugt eine Mehrzahl von Durchkontaktierungen, die in lateraler Richtung voneinander beabstandet sind. Die Durchkontaktierungen sind somit beispielsweise erst über die erste Elektrodenschicht oder über die erste Anschlussschicht elektrisch miteinander verbunden .
Gemäß einer Ausgestaltungsvariante grenzen die
Durchkontaktierungen zumindest bereichsweise lateral
aneinander an. Sie bilden somit bevorzugt eine
zusammenhängende Durchkontaktierungsstruktur. Das bedeutet insbesondere, dass die Durchkontaktierungen im Betrieb des Halbleiterbauelements direkt - und nicht beispielsweise erst
über die erste Elektrodenschicht oder die erste
Anschlussschicht - elektrisch leitend miteinander verbunden sind . Die zusammenhängende Durchkontaktierungsstruktur ist
beispielsweise E-förmig, H-förmig oder F-förmig. Es ist auch denkbar, dass die zusammenhängende Durchkontaktierungsstruktur andere Formen aufweist, derart, dass zweite Elektrodenschicht zusammenhängend bleibt. Bei einer zusammenhängenden
Durchkontaktierungsstruktur ist die einzelne
Durchkontaktierung vorzugsweise streifenförmig.
„Streifenförmige Durchkontaktierung" bedeutet, dass die
Durchkontaktierung beispielsweise in Aufsicht auf die aktive Schicht einen Querschnitt aufweist, dessen Längsausdehnung bevorzugt mindestens zweimal so groß, besonders bevorzugt mindestens fünfmal so groß wie dessen Querausdehnung ist. Die Aussparungen grenzen in der lateralen Richtung zumindest bereichsweise direkt aneinander an. Die in den Aussparungen ausgebildeten Isolationsschichten sind bevorzugt ebenfalls zusammenhängend, wodurch das Ausbilden der Isolationsschicht vereinfacht ist.
Gemäß einer Ausgestaltungsvariante unterteilt die
zusammenhängende Durchkontaktierungsstruktur die zweite
Elektrodenschicht beziehungsweise die aktive Schicht
vorzugsweise in mehrere voneinander getrennte Teilbereiche. Das heißt, die Teilbereiche sind in der lateralen Richtung voneinander räumlich beabstandet. Die zweite Elektrode ist bevorzugt zumindest bereichsweise mehrschichtig ausgebildet. Neben der zweiten Elektrodenschicht umfasst die zweite Elektrode vorzugsweise eine zweite
Anschlussschicht. Dabei ist die zweite Elektrode im Betrieb
des Bauelements bevorzugt über die zweite Anschlussschicht mit einer externen Spannungsquelle elektrisch kontaktiert. Die erste Anschlussschicht ist dabei bevorzugt zumindest
bereichsweise zwischen der zweiten Anschlussschicht und der zweiten Elektrodenschicht angeordnet. Weiterhin umfasst die zweite Elektrode vorzugsweise eine Mehrzahl weiterer
Durchkontaktierungen, die für die elektrische Kontaktierung der zweiten Anschlussschicht mit der zweiten Elektrodenschicht vorgesehen sind. Die weiteren Durchkontaktierungen erstrecken sich bevorzugt von der zweiten Anschlussschicht durch die erste Anschlussschicht hindurch zu der zweiten
Elektrodenschicht. Somit können die voneinander beabstandeten Teilbereiche der zweiten Elektrodenschicht mittels der
weiteren Durchkontaktierungen elektrisch leitend miteinander verbunden sein.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung umfasst das
optoelektronische Bauelement zumindest eine weitere
Isolationsschicht. Die weitere Isolationsschicht ist
vorzugsweise für die elektrische Isolierung zwischen der ersten Elektrode und der zweiten Elektrode vorgesehen. Die weitere Isolationsschicht ist zumindest bereichsweise zwischen der ersten Anschlussschicht und der zweiten Anschlussschicht angeordnet. Bevorzugt erstreckt sich die weitere
Isolationsschicht zumindest bereichsweise zwischen der ersten Anschlussschicht und den weiteren Durchkontaktierungen. Die weitere Isolationsschicht grenzt bevorzugt an die zweite
Isolationsschicht an. Ein Verfahren zur Herstellung eines optoelektronischen
Bauelements umfasst gemäß einer Ausführungsform folgende
Schritte. Zunächst wird ein Trägerkörper bereitgestellt. Eine erste Elektrodenschicht wird auf den Trägerkörper
aufgebracht. Eine organische aktive Schicht wird auf der ersten Elektrodenschicht ausgebildet. Die aktive Schicht weist zumindest eine Aussparung auf, wobei sich die Aussparung durch die aktive Schicht hindurch erstreckt. Die Aussparung wird bevorzugt beim Ausbilden oder nach dem Ausbilden der aktiven Schicht ausgebildet. Zumindest eine Durchkontaktierung wird bevorzugt zumindest bereichsweise in der Aussparung
ausgebildet, so dass mittels der Durchkontaktierung die erste Anschlussschicht mit der ersten Elektrodenschicht elektrisch leitend verbunden wird.
Durch diese Verfahrensschritte wird eine elektrische
Kontaktierung der ersten Elektrodenschicht mit der ersten Anschlussschicht mittels der Durchkontaktierung durch die organische aktive Schicht hindurch erzielt.
Mittels des Verfahrens kann insbesondere ein vorstehend beschriebenes optoelektronisches Bauelement hergestellt werden. Im Zusammenhang mit dem optoelektronischen Bauelement beschriebene Merkmale können für das Verfahren herangezogen werden und umgekehrt.
Gemäß einer Ausgestaltung wird eine organische aktive Schicht vorzugsweise nach dem Aufbringen der ersten Elektrodenschicht auf die erste Elektrodenschicht aufgebracht, so dass die aktive Schicht an die erste Elektrodenschicht angrenzt. Die erste Elektrodenschicht wird dabei vorzugsweise zwischen dem Trägerkörper und der aktiven Schicht angeordnet.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung wird zumindest eine
Aussparung ausgebildet, die sich durch die aktive Schicht hindurch erstreckt, so dass die erste Elektrodenschicht vorzugsweise auf einer der aktiven Schicht zugewandten Seite
der Elektrodenschicht zumindest bereichsweise frei von der aktiven Schicht ist. Dies kann beispielsweise durch teilweises Entfernen der aktiven Schicht realisiert werden. Alternativ wird die organische aktive Schicht vorzugsweise strukturiert auf die erste Elektrodenschicht aufgebracht. Beispielsweise wird zumindest eine für die Aussparung vorgesehene Stelle auf der ersten Elektrodenschicht mit einer Maske oder mit einem Abdeckmaterial abgedeckt. Die Aussparung wird anschließend beispielsweise durch das Entfernen der Maske oder durch das zumindest teilweise Entfernen des Abdeckmaterials ausgebildet.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung werden eine erste
Isolationsschicht und eine zweite Isolationsschicht zumindest bereichsweise in der Aussparung ausgebildet. Innerhalb der Aussparung grenzt die erste Isolationsschicht bevorzugt in der lateralen Richtung direkt an die aktive Schicht an. Die zweite Isolationsschicht erstreckt sich zumindest bereichsweise in der Aussparung und grenzt in der lateralen Richtung bevorzugt direkt an die zweite Elektrodenschicht an.
Die erste Isolationsschicht wird vorzugsweise vor dem
Aufbringen der zweiten Elektrodenschicht in der Aussparung gebildet. Mittels der ersten Isolationsschicht wird während des Aufbringens der zweiten Elektrodenschicht das Risiko eines Kurzschlusses zwischen der zweiten Elektrodenschicht und der ersten Elektrodenschicht reduziert. Die zweite
Isolationsschicht wird vorzugsweise nach dem Aufbringen der zweiten Elektrodenschicht derart ausgebildet, dass sich die zweite Isolationsschicht zumindest bereichsweise auf der zweiten Elektrodenschicht sowie in der Aussparung erstreckt. Die erste Isolationsschicht und die zweite Isolationsschicht werden demnach in zwei voneinander separaten
Verfahrenschritten hergestellt. Alternativ können die erste
Isolationsschicht und die zweite Isolationsschicht
beispielsweise in einem gemeinsamen Verfahrensschritt
ausgebildet werden. Bevorzugt bilden sie eine gemeinsame
IsolierungsSchicht .
Weitere Vorteile, bevorzugte Ausgestaltungen und
Weiterbildungen des optoelektronischen Bauelements und des Verfahrens ergeben sich aus den im Folgenden in Verbindung mit den Figuren 1A bis 3E erläuterten Ausführungsbeispielen.
Es zeigen:
Figur 1A ein erstes Ausführungsbeispiel für ein elektronisches Bauelement in schematischer Schnittansicht,
Figur 1B ein zweites Ausführungsbeispiel für ein
elektronisches Bauelement in schematischer Schnittansicht,
Figuren 2A bis 2C unterschiedliche Ausführungsbeispiele für eine Durchkontaktierungsstruktur der Durchkontaktierungen in Draufsicht in Höhe der zweiten Elektrodenschicht,
Figur 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein
elektronisches Bauelement in schematischer Schnittansicht, und
Figuren 4A bis 4E schematische Darstellungen der
Verfahrensschritte gemäß eines Ausführungsbeispiels zur
Herstellung eines optoelektronischen Bauelements. Gleiche, gleichartige oder gleich wirkende Elemente sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die Figuren sind jeweils schematische Darstellungen und daher nicht unbedingt maßstabsgetreu. Vielmehr können vergleichsweise
kleine Elemente und insbesondere Schichtdicken zur
Verdeutlichung übertrieben groß dargestellt sein.
Ein erstes Ausführungsbeispiel für ein optoelektronisches Bauelement ist in Figur 1A schematisch in Schnittansicht dargestellt .
Das optoelektronisches Bauelement 10 weist einen Trägerkörper 4, eine organische aktive Schicht 5, eine erste Elektrode 1 und eine zweite Elektrode 2 auf. Die erste und die zweite
Elektroden sind für die elektrische Kontaktierung der aktiven Schicht vorgesehen. Im Betrieb des Bauelements emittiert die aktive Schicht eine elektromagnetische Strahlung,
beispielsweise im ultravioletten, sichtbaren oder infraroten Spektralbereich.
Die erste Elektrode 1 umfasst eine erste Elektrodenschicht 11, die direkt auf dem Trägerkörper 4 angeordnet ist. Weiterhin umfasst die erste Elektrode 1 eine erste Anschlussschicht 12, welche auf dem Trägerkörper 4 in der vertikalen Richtung von der ersten Elektrodenschicht 11 beabstandet angeordnet ist. Die erste Elektrodenschicht 11 kann eine Schicht aus einem transparenten, elektrisch leitenden Oxid, beispielsweise
Indiumzinnoxid sein.
Zwischen der ersten Elektrodenschicht 11 und der ersten
Anschlussschicht 12 befindet sich die organische aktive
Schicht 5. Die aktive Schicht 5 grenzt direkt an die erste Elektrodenschicht 11 an.
Im Betrieb des Bauelements 10 ist die erste Elektrode 1 bevorzugt über die erste Anschlussschicht 12 mit einer
externen Spannungsquelle elektrisch kontaktiert. Die erste
Anschlussschicht 12 ist im Betrieb des Bauelements
beispielsweise mit der externen Spannungsquelle elektrisch kontaktiert. Das bedeutet, dass das Bauelement 10 von einer der ersten transparenten Elektrodenschicht 11 abgewandten Seite der aktiven Schicht 5 - das heißt rückseitig - kontaktiert werden kann.
Die zweite Elektrode 2 umfasst eine zweite Elektrodenschicht 21, die zwischen der aktiven Schicht 5 und der ersten
Anschlussschicht 12 angeordnet ist. Die zweite
Elektrodenschicht 21 grenzt direkt an die aktive Schicht 5 an. In der lateralen Richtung schließen die aktive Schicht und die zweite Elektrodenschicht bündig zueinander ab. Die erste
Elektrodenschicht 21 kann strahlungsundurchlässig ausgebildet sein. Insbesondere ist die erste Elektrodenschicht 21 für die von dem Bauelement 10 emittierte Strahlung reflektierend ausgebildet. Dies erhöht den Auskopplungsgrad der Strahlung des Bauelements. Weiterhin umfasst die erste Elektrode 1 zumindest eine
Durchkontaktierung 13. Die Durchkontaktierung kann Teil der ersten Anschlussschicht 12 sein oder unmittelbar an die erste Anschlussschicht 12 angrenzen. Die Durchkontaktierung 13 erstreckt sich in der vertikalen Richtung von der ersten
Anschlussschicht 12 vollständig durch die zweite
Elektrodenschicht 21 und vollständig durch die aktive Schicht 5 hindurch. Die Durchkontaktierung 13 grenzt ebenfalls an die erste Elektrodenschicht 11 an. Im Betrieb des Bauelements 10 bildet die Durchkontaktierung 13 einen elektrischen Kontakt zwischen der ersten Elektrodenschicht 11 und der ersten
Anschlussschicht 12. Die Durchkontaktierung 13 und die erste Anschlussschicht 12 dienen der Stromverteilung in lateraler Richtung. Mittels einer Mehrzahl von Durchkontaktierungen 13,
die eine Durchkontaktierungsstruktur des Bauelements 10 bilden, kann eine homogene Bestromung in die aktive Schicht 5 erzielt werden. Die Durchkontaktierungen 13 und die erste Anschlussschicht 12 bewirken so eine Verbesserung der
Querleitfähigkeit der ersten Elektrodenschicht 11, ohne dass eine Strahlungsaustrittsfläche 41 des Trägerkörpers
abgeschattet wird.
Die Durchkontaktierung 13 und die erste Anschlussschicht 12 können aus einem gleichen Grundmaterial geformt sein. Es ist auch denkbar, dass die Durchkontaktierung 13 und die erste Anschlussschicht 12 aus verschiedenen Grundmaterialien
ausgebildet sind, die sich beispielsweise hinsichtlich ihrer Wärmeleitfähigkeit voneinander unterscheiden. Dabei kann die Durchkontaktierung 13 eine höhere Wärmeleitfähigkeit als die erste Anschlussschicht aufweisen. Eine derartige Ausgestaltung verbessert die Wärmeabfuhr aus der aktiven Schicht 5
beziehungsweise aus der ersten Elektrodenschicht 11. Das Bauelement weist außerdem eine Isolationsschicht 6 zur elektrischen Isolierung zwischen der ersten Elektrode 1 und der zweiten Elektrode 2 sowie zwischen der aktiven Schicht 5 und der Durchkontaktierung 13 auf. Die Isolationsschicht enthält beispielsweise nichtleitfähige Oxide wie
Aluminiumoxide, Titanoxide und Siliziumoxide, ein Nitrid wie Siliziumnitrid oder nichtleitfähige Belackungen.
Das Bauelement 10 weist weiterhin mindestens eine Aussparung 8 auf. Die Aussparung 8 erstreckt sich vollständig durch die zweite Elektrodenschicht 21 und durch die aktive Schicht 5 hindurch. Demnach ist die Aussparung 8 ein Loch in der aktiven Schicht 5 und in der zweiten Elektrodenschicht 21. Die
Durchkontaktierung 13 und die Isolationsschicht 6 sind
zumindest teilweise innerhalb der Aussparung 8 angeordnet. In lateraler Richtung ist die Durchkontaktierung 13
vollumfänglich von der Isolationsschicht 6 umgeben. Innerhalb der Aussparung 5 wird die Durchkontaktierung 13 mittels der Isolationsschicht 6 von der aktiven Schicht 5 und von der zweiten Elektrodenschicht 21 elektrisch isoliert. Außerhalb der Aussparung erstreckt sich die Isolierungsschicht 6 in lateraler Richtung zwischen der ersten Anschlussschicht 12 und der zweiten Elektrodenschicht 21. Die Isolierungsschicht 6 grenzt an die erste Anschlussschicht 12 und an die zweite Elektrodenschicht 21 an.
Der Trägerkörper 4 ist strahlungsdurchlässig ausgebildet. Der Trägerkörper 4 kann Glas enthalten oder besteht aus Glas. Der Trägerkörper 4 weist auf seiner der ersten Elektrodenschicht 11 abgewandten Seite eine Strahlungsaustrittsfläche 41 des Bauelements auf. Das heißt, die von dem Bauelement erzeugte Strahlung tritt an der Strahlungsaustrittsfläche 41 aus dem Bauelement 10 aus. Die Strahlungsaustrittsfläche 41 ist eben ausgebildet. Mit anderen Worten weist die
Strahlungsaustrittsfläche 41 bis auf herstellungsbedingten Schwankungen keine Krümmung auf.
In Figur 1B ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein optoelektronisches Bauelement in Schnittansicht dargestellt. Dieses Ausführungsbeispiel entspricht im Wesentlichen dem ersten Ausführungsbeispiel für das optoelektronische
Bauelement in Figur 1A. Im Unterschied hierzu weist die
Isolationsschicht 6 eine erste Isolationsschicht 61 und eine zweite Isolationsschicht 62 auf. In der Aussparung 8 grenzen die erste Isolationsschicht 61 und die zweite
Isolationsschicht 62 direkt aneinander an. In der vertikalen Richtung schließt die erste Isolationsschicht 61 bündig mit
der aktiven Schicht 5 ab. Mit anderen Worten ist die erste Isolationsschicht 61 in lateraler Richtung vollständig von der aktiven Schicht 5 umgeben, wobei die erste Isolationsschicht 61 und die aktive Schicht 5 eine gleiche vertikale Höhe aufweisen. Während des Aufbringens der zweiten
Elektrodenschicht 21 auf die aktive Schicht 5 kann eine derartige erste Isolationsschicht 61 die erste
Elektrodenschicht 11 vor einem möglichen Kurzschluss mit der zweiten Elektrodenschicht 21 schützen.
Die zweite Isolationsschicht ist außerhalb der Aussparung 8 bereichsweise zwischen der ersten Anschlussschicht 11 und der zweiten Elektrodenschicht 21 angeordnet. Die zweite
Isolationsschicht 62 dient dabei der elektrischen Isolierung zwischen der ersten Anschlussschicht 12 und der zweiten
Elektrodeschicht 21. Die erste Isolationsschicht 61 und die zweite Isolationsschicht 62 können aus einem gleichen
Grundmaterial geformt sein. Es ist auch denkbar, dass sie jeweils ein anderes Grundmaterial aufweisen.
In Figur 2A ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für
elektromagnetisches Bauelement in einer lateralen
Schnittsebene in Höhe der zweiten Elektrodenschicht 21 schematisch dargestellt. Die erste Elektrode 1 weist eine Mehrzahl von Durchkontaktierungen 13 auf, die eine
Durchkontaktierungsstruktur 3 des Bauelements bilden. Die Durchkontaktierungen 13 sind in lateraler Richtung voneinander räumlich beabstandet. Die Durchkontaktierungen 13 weisen jeweils einen Querschnitt auf, der kreisförmig ist. Der
Querschnitt kann entlang der vertikalen Richtung konstant sein. Es ist denkbar, dass der Querschnitt mit größer
werdendem Abstand von der ersten Anschlussschicht 12 abnimmt. Das heißt, der Querschnitt der Durchkontaktierung 13 ist in
der vertikalen Richtung von der ersten Anschlussschicht 12 zu der ersten Elektrodenschicht 11 verjüngt. Es auch ist denkbar, dass der Querschnitt der Durchkontaktierungen 13
streifenförmig, rechteckig, elliptisch, kreuzförmig ist oder andere Formen aufweist. Die Durchkontaktierungen 13 können auch Querschnitte verschiedener Formen aufweisen.
In lateraler Richtung ist jede einzelne Durchkontaktierung 13 von der Isolationsschicht 6 vollständig umschlossen. Die zweite Elektrodenschicht 21 weist eine Mehrzahl von
Aussparungen 8 auf, in denen jeweils eine Isolationsschicht 6 und eine Durchkontaktierung 12 angeordnet sind. Die Aussparung 8 weist einen Querschnitt auf, der eine gleiche Form aufweist wie die des Querschnitts der zugehörigen Durchkontaktierung 13. Abgesehen davon können die Aussparung 8 und die zugehörige Durchkontaktierung 13 Querschnitte verschiedener Formen aufweisen .
In Figur 2B ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein optoelektronisches Bauelement in Querschnittansicht
schematisch dargestellt. Dieses Ausführungsbeispiel entspricht im Wesentlichen dem Ausführungsbeispiel in Figur 2A. Im
Unterschied hierzu ist der Querschnitt der Durchkontaktierung 13 streifenförmig. Das heißt, in Aufsicht auf die aktive
Schicht weist die Durchkontaktierung einen Querschnitt auf, dessen Längsausdehnung bevorzugt beispielweise mindestens zweimal, insbesondere mindestens fünfmal so groß wie dessen Querausdehnung ist. In Figur 2C ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein optoelektronisches Bauelement in Querschnittansicht durch die zweite Elektrodenschicht 21 schematisch dargestellt. Das
Bauelement weist eine Mehrzahl von Durchkontaktierungen 13
auf, die bereichsweise aneinander angrenzen und somit eine zusammenhängende Durchkontaktierungsstruktur 3 bilden. Die Durchkontaktierungsstruktur 3 ist in lateraler Richtung von einer zusammenhängenden Isolationsschicht 6 umgeben.
Die zusammenhängende Durchkontaktierungsstruktur 3 unterteilt die zweite Elektrodenschicht 21 in mehrere voneinander
getrennte Teilbereiche 210. Die Teilbereiche sind in der lateralen Richtung voneinander räumlich beabstandet. In der Figur 2C nicht dargestellt ist die aktive Schicht 5, die durch eine derartige zusammenhängende Durchkontaktierungsstruktur ebenfalls in mehrere voneinander getrennte Bereiche 50 unterteilt ist. Die zusammenhängende
Durchkontaktierungsstruktur 3 weist exemplarisch eine
wabenförmige Struktur auf. Die einzelne Durchkontaktierung ist streifenförmig. Es ist auch denkbar, dass die zusammenhängende Durchkontaktierungsstruktur 3 eine leiterförmige,
kreisförmige, spinnennetzartige oder eine andere
zusammenhängende Struktur aufweist.
In Figur 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein elektronisches Bauelement in Schnittansicht schematisch dargestellt. Dieses Ausführungsbeispiel entspricht im
Wesentlichen dem Ausführungsbeispiel in Figur 1A. Im
Unterschied hierzu umfasst die zweite Elektrode 2 die zweite
Elektrodenschicht 21, eine zweite Anschlussschicht 22 und eine Mehrzahl von weiteren Durchkontaktierungen 23. Weiterhin ist die zweite Elektrodenschicht 21 durch die Durchkontaktierungen 13, die eine zusammenhängende Durchkontaktierungsstruktur 3 bilden, in mehrere voneinander getrennte Teilbereiche 210 der zweiten Elektrodenschicht unterteilt. Dies führt dazu, dass die aktive Schicht 5 ebenfalls in mehrere voneinander
getrennte Teilbereiche 50 unterteilt ist.
Die zweite Anschlussschicht 22 ist auf einer der zweiten
Elektrodenschicht 21 abgewandten Seite der ersten
Anschlussschicht 12 angeordnet. Die erste Anschlussschicht 12 befindet sich zwischen der zweiten Anschlussschicht 22 und der zweiten Elektrodenschicht 21. Die weiteren
Durchkontaktierungen 23 erstrecken sich in der vertikalen Richtung von der zweiten Anschlussschicht 22 vollständig durch die erste Anschlussschicht 12 hindurch zu den Teilbereichen 210 der ersten Elektrodenschicht 21. Im Betrieb des
Bauelements 10 sind die Teilbereiche 50 der aktiven Schicht mittels der weiteren Durchkontaktierungen 22 miteinander elektrisch leitend verbunden.
Die zweite Anschlussschicht 22 kann ebenfalls in voneinander getrennte Teilbereiche unterteilt sein, wobei die Teilbereiche der Anschlussschicht 22 jeweils an eine weitere
Durchkontaktierung 23 angrenzen. Mit anderen Worten sind die Teilbereiche der Anschlussschicht 22 jeweils mit mindestens einer weiteren Durchkontaktierung 23 elektrisch verbunden, wobei die weitere Durchkontaktierung 23 im Betrieb des
Bauelements 10 mit einem der Teilbereiche 50 der aktiven
Schicht 5 in elektrischem Kontakt steht. Mittels einer
derartigen Gestaltung der zweiten Anschlussschicht 22 kann eine gezielte elektrische Kontaktierung der voneinander getrennten Teilbereiche 50 der aktiven Schicht 5 vereinfacht erreicht werden.
Das Bauelement weist außerdem eine weitere Isolationsschicht 63 zur elektrischen Isolierung zwischen der ersten Elektrode 1 und der zweiten Elektrode 2 auf. Die weitere Isolationsschicht 63 ist bereichsweise zwischen der zweiten Anschlussschicht 22 und der ersten Anschlussschicht 12 sowie bereichsweise
zwischen den weiteren Durchkontaktierungen 23 und der ersten Anschlussschicht 12 angeordnet. Die weitere Isolationsschicht 63 grenzt an die Isolationsschicht 6 an. In den Figuren 4A bis 4E ist ein Ausführungsbeispiel eines Verfahrens zur Herstellung eines optoelektronischen
Bauelements anhand von jeweils schematisch dargestellten Zwischenschritten in Draufsicht gezeigt. Das herzustellende Bauelement ist beispielsweise in der Figur 1B schematisch dargestellt. Die im Folgenden beschriebenen Zwischenschritte können auch Anwendung bei der Herstellung optoelektronischer Bauelemente der weiteren beschriebenen Ausführungsbeispiele und Kombinationen davon finden. In einem ersten Schritt wird der Trägerkörper 4
bereitgestellt. Die erste Elektrodenschicht 11 wird auf den Träger aufgebracht. Die organische aktive Schicht 5 und die Aussparung 8 werden auf der ersten Elektrodenschicht 11 ausgebildet (Figur 4A) .
Das Ausbilden der Aussparung 8 kann beispielsweise durch teilweises Entfernen der aktiven Schicht 5 erfolgen.
Alternativ kann die Aussparung 8 beim Ausbilden der aktiven Schicht 5 auf der ersten Elektrodenschicht 11 beispielsweise mittels einer Maske gebildet werden. Mit anderen Worten kann die aktive Schicht 5 strukturiert auf die erste
Elektrodenschicht 11 aufgebracht werden. Anstelle einer Maske kann ebenfalls ein Abdeckmaterial, beispielsweise ein
photostrukturierbares Abdeckmaterial, verwendet werden.
In einem weiteren Zwischenschritt wird die erste
Isolationsschicht 61 ausgebildet (Figur 4B) . Dies kann beispielsweise durch das Aufbringen eines elektrisch
isolierenden Materials in die Aussparung 8 realisiert werden. Es ist auch denkbar, dass das Abdeckmaterial ein elektrisch isolierendes Material ist, so dass die Ausbildung der ersten Isolationsschicht durch teilweises Entfernen des
Abdeckmaterials erfolgt.
In einem weiteren Zwischenschritt wird die zweite
Elektrodenschicht 21 auf die aktive Schicht 5 aufgebracht (Figur 4C) . Die Aussparungen 8 sind dabei frei von der zweiten Elektrodenschicht. Beispielsweise wird die zweite
Elektrodenschicht 21 auf die aktive Schicht aufgedampft.
Analog zur aktiven Schicht 5 kann die zweite Elektrodenschicht 21 beispielsweise mittels einer Maske oder eines
Abdeckmaterials strukturiert ausgebildet werden. Vorzugsweise wird die erste Isolationsschicht 61 vor dem Aufbringen der zweiten Elektrodenschicht 21 ausgebildet, wodurch das Risiko eines Kurzschlusses zwischen der zweiten Elektrodenschicht 21 und der ersten Elektrodenschicht 11 stark reduziert wird. In einem weiteren Zwischenschritt wird die zweite
Isolationsschicht 62 auf die zweite Elektrodenschicht 21 aufgebracht (Figur 4D) . Die zweite Isolationsschicht 62 bedeckt die zweite Elektrodenschicht 21 vollständig. Innerhalb der Aussparung 8 grenzt die zweite Isolationsschicht 62 unmittelbar an die erste Isolationsschicht 61 an. Die für die Durchkontaktierungen 13 vorgesehenen Bereiche der Aussparungen 8 sind frei von der zweiten Isolationsschicht.
In einem weiteren Zwischenschritt werden die
Durchkontaktierungen 13 und die erste Anschlussschicht 12 ausgebildet (Figur 4E) . Dabei können die für die
Durchkontaktierungen 13 vorgesehenen Bereiche der Aussparungen 8 mit einem elektrisch leitenden Material befüllt werden.
Danach wird die erste Anschlussschicht 12 wird auf der zweiten Isolationsschicht 62 ausgebildet, beispielsweise aufgedampft. Die erste Anschlussschicht 12 bedeckt die zweite
Isolierungsschicht 62 und die Durchkontaktierungen 13
vollständig. Es ist auch denkbar, dass die
Durchkontaktierungen 13 und die erste Anschlussschicht in einem gemeinsamen Verfahrensschritt hergestellt werden.
Mit dem Einsatz von Durchkontaktierungen durch die aktive Schicht hindurch wird eine elektrische Verbindung zwischen der ersten Anschlussschicht und der ersten Elektrodenschicht hergestellt, wodurch eine Verbesserung der Querleitfähigkeit der ersten Elektrodenschicht effektiv erzielt ist, ohne dass eine Strahlungsaustrittsfläche des Bauelements beispielsweise durch die Busbars abgeschattet wird.
Die Erfindung ist nicht durch die Beschreibung der Erfindung anhand der Ausführungsbeispiele an diese beschränkt. Vielmehr umfasst die Erfindung jedes neue Merkmal sowie jede
Kombination von Merkmalen, was insbesondere jede Kombination von Merkmalen in den Patentansprüchen beinhaltet, auch wenn dieses Merkmal oder diese Kombination selbst nicht explizit in den Patentansprüchen oder Ausführungsbeispielen angegeben ist. Diese Patentanmeldung beansprucht die Priorität der deutschen Patentanmeldung 10 2012 221 191.8, deren Offenbarungsgehalt hiermit durch Rückbezug aufgenommen wird.