Verfahren zur Beleuchtung eines Lichtkastens
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ansteuerung von Leuchtmittelbetriebsgeraten zur Beleuchtung eines
Lichtkastens gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung ein
Beleuchtungssystem zur Ansteuerung von wenigstens zwei
Leuchtmitteln zur Beleuchtung eines Lichtkastens gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 2.
Technisches Gebiet und Stand der Technik
Lichtsteuer- und Lichtmanagementsysteme haben sich als fester Bestandteil moderner Beleuchtungslösungen etabliert.
Leuchtmittelbetriebsgeräte moderner Bauart wie elektronische Vorschaltgeräte für Gasentladungslampen oder Betriebsgeräte für Leuchtdioden verfügen üblicherweise über Schnittstellen, -über die extern Steuerbefehle an das Betriebsgerät
übermittelt werden können. So kann durch entsprechende
Steuersignale beispielsweise eine gewünschte Leuchtintensität (Dimm-stufe) des Leuchtmittels eingestellt werden.
In der Beleuchtungsindustrie wurden verschiedene Standards für die Steuerung von Leuchtmittelbetriebsgeräten entwickelt, die sich hinsichtlich ihrer Komplexität unterscheiden.
Technologisch am fortschrittlichsten sind digitale Lösungen, wo das Leuchtmittelbetriebsgerat eine digitale Schnittstelle aufweist ,. über die digitale Steuerbefehle von einer
Kontrolleinheit zum Leuchtmittelbetriebsgerät gesendet werden können .
Die Kommunikation kann dabei bidirektional erfolgen, d.h. das Leuchtmittelbetriebsgerat kann nicht nur Empfänger von
Signalbefehlen sein, sondern auch als Sender von Signalen agieren. So kann beispielsweise das Leuchtmittelbetriebsgerat aktiv einen Statusbericht an die Kontrolleinheit rückmeiden, wenn ein Fehler auftritt.
Für die Übermittlung der Signale sind aus dem Stand der Technik unterschiedlichste Wege bekannt: So ist
drahtgebundene Übermittlung (beispielsweise durch Nutzung der Spannungsversorgungsleitung (Powerline) oder Verwendung eines von der Spannungsversorungsleitung separaten Leitungspaares) und drahtungebundene Übermittlung (bspw. Funk, Infrarot) möglich. Als Beispiel für die Steuerung von Leuchtmittel- betriebsgeräten sei auf die sogenannte DSI-Technologie (von Tridonic) und das sogenannte DALI-protokoll (digital
adressable lighting interface) verwiesen. Im DALI-Standard wird ein umfangreicher digitaler Steuerbefehlssatz zur
Kommunikation mit dem Leuchtmittelbetriebsgerat zur Verfügung gestellt. In einem DALI -konformen Beleuchtungssystem ist neben dem Leuchtmittelbetriebsgerat mit digitaler
Schnittstelle eine zugehörige Buseinrichtung einschließlich einer digitalen Kontrolleinheit notwendig. In vielen Fällen wünscht der Anwender eine weniger aufwendige Technologie, die etwas günstiger ist, aber nichtsdestotrotz die wesentlichen Funktionalitäten zur Verfügung stellt. So sind aus dem Stand der Technik auch Betriebsgeräte bekannt, bei denen an der digitalen Schnittstelle (Steuereingang) wahlweise ein Digitalsignal oder ein mittels eines mit
Netzspannung versorgten Tasters erzeugtes Signal angelegt werden kann.
Möchte der Anwender die digitale Peripherie nicht verwenden, so kann optional der Digitalsteuereingang des Betriebsgeräts mittels Tasterbetätigung angesteuert werden. Dabei werden beispielsweise die Zeitdauer sowie die
Wiederholrate der Tasterbetätigung als Signal zum Ein- und/oder Ausschalten oder zur Helligkeitsregelung (Dimmen) ausgewertet. Ein Beispiel für ein derartiges Betriebsgerät, an dessen digitalen Steuereingang ein mittels eines mit Netzspannung versorgten Tasters oder Schalters generiertes Signal anliegt, ist beispielsweise in DE 297 24 657
offenbart.
Eine Anwendung für die Steuerung des Betriebsgeräts mittels Tasterbetätigung ist bei anwesenheitsgesteuerten
Lichtlösungen gegeben, wo das Betriebsgerät durch einen
Bewegungsmelder gesteuert wird. .Solche Betriebsgeräte, die an ein oder mehrere Bewegungsmelder angeschlossen sind, sind beispielsweise in Treppenhäusern, langen Korridoren,
Tiefgaragen, Fußgängerunterführungen oder in U-Bahnhöfen im Einsatz. Wird durch einen Bewegungsmelder eine Bewegung beispielsweise aufgrund der Anwesenheit einer Person erfasst, so sorgt das Betriebsgerät dafür, dass der entsprechende Raumbereich durch das Leuchtmittel mit einer gewünschten Helligkeit (Betriebssollwert) ausgeleuchtet wird. Bei Fehlen einer Bewegung (Abwesenheit) wird das Leuchtmittel auf einen Ruhewert gedimmt .
Bei bestimmten Leuchtmitteln wie beispielsweise
Hochdruckgasentladungslampen ist zudem ein rasch
aufeinanderfolgendes Aus- und Wiedereinschalten gar nicht möglich, da die Lampe zuerst abkühlen muss, bevor sie
wiedergezündet werden kann.
Darstellung der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung ist, die Ansteuerung von
Leuchtmittelbetriebsgeräten zu verbessern. Es soll im speziellen den Anforderungen Energieeffizienz und Schonung des Leuchtmittels Rechnung getragen werden.
Die genannte Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Die abhängigen Ansprüche bilden den zentralen Gedanken in besonders vorteilhafter Weise weiter.
Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zur Ansteuerung von wenigstens zwei Leuchtmitteln zur Beleuchtung eines
Lichtkastens vorgeschlagen, wobei
zwei Leuchtmittel von jeweils einem Betriebsgerät betrieben werden,
die Betriebsgeräte über je eine Schnittstelle
miteinander verbunden sind, und die Betriebsgeräte jeweils eine weitere Schnittstelle aufweisen,
wobei die Betriebsgeräte Steuersignale über die erste Schnittstelle aussenden, die von den über die zweite
Schnittstelle erfassten Sensorsignalen abhängig sind, und die Leuchtmittel abhängig von den über die erste Schnittstelle empfangenen und / oder von den über die zweite Schnittstelle erfassten Sensorsignalen angesteuert werden.
Erfindungsgemäß wird auch ein Beleuchtungssystem zur
Ansteuerung von wenigstens zwei Leuchtmitteln zur Beleuchtung eines Lichtkastens vorgeschlagen, aufweisend
wenigstens zwei Leuchtmittel,
wenigstens zwei Betriebsgeräte zum Betreiben von jeweils einem Leuchtmittel, wobei die Betriebsgeräte jeweils eine erste Schnittstelle aufweisen und die ersten Schnittstellen miteinander verbunden sind, und wobei die Betriebsgeräte jeweils eine zweite Schnittstelle aufweisen und die zweiten Schnittstellen mit jeweils einem Sensor verbunden sind,
wobei die Betriebsgeräte abhängig von den über die zweite Schnittstelle erfassten Sensorsignalen Steuersignale über die erste Schnittstelle aussenden und die Leuchtmittel abhängig von den über die erste Schnittstelle empfangenen und / oder von den über die zweite Schnittstelle erfassten
Sensorsignalen angesteuert werden,
und ein Busankoppler (BK) vorhanden ist, der mit den ersten Schnittstellen (IN11, IN12) verbunden ist und eine
Schnittstellenankopplung zu einem übergeordnetem Steuersystem ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zur Ansteuerung von elektronisch gesteuerten Leuchtmittelbetriebsgeräten
vorgeschlagen. Typische Beispiele für ein derartiges
Leuchtmittelbetriebsgerät sind elektronische Vorschaltgeräte (EVG) für Gasentladungslampen oder Betriebsgeräte für organische oder anorganische Leuchtdioden. Erfindungsgemäß wird ein Computersoftware-Programmprodukt offenbart, das ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche unterstützt, wenn es auf einer Recheneinheit läuft.
Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Betriebsgerät für Leuchtmittel, das zur Durchführung eines derartigen
Verfahrens ausgelegt ist.
Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Beleuchtungssystem zur Ansteuerung von elektronisch gesteuerten
Leuchtmittelbetriebsgeräten zur Beleuchtung eines
Lichtkastens, wobei das Beleuchtungssystem wenigstens zwei Leuchtmittelbetriebsgeräte und wenigstens zwei Sensoren, die jeweils mit einem Betriebsgerät verbunden sind, aufweist.
Die Aufgabe der Erfindung wird für eine gattungsgemäße
Vorrichtung zur Beleuchtung eines Lichtkastens
erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des
Patentanspruchs 2 gelöst. Besonders vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
Weitere Vorteile, Merkmale und Eigenschaften der vorliegenden Erfindung sollen nunmehr Bezug nehmend auf die beiden beigefügten Abbildungen erläutert werden. Fig. 1 zeigt eine Anordnung von einem erfindungsgemäßen Beleuchtungssystem.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung ein
Beleuchtungssystem (10) , welches beispielsweise innerhalb eines Lichtkastens angeordnet sein kann. Das
Beleuchtungssystem (10) dient zur Ansteuerung von wenigstens zwei Leuchtmitteln (Lal, La2) . Dabei sind wenigstens zwei Betriebsgeräte (BG1, BG2) zum Betreiben von jeweils einem Leuchtmittel (Lal, La2) vorhanden. Es können auch weitere Betriebsgeräte (BG3, BG4) vorhanden sein, die weit-ere
Leuchtmittel (La3, La4) ansteuern. ■
Die Betriebsgeräte (BG1, BG2) weisen jeweils eine erste Schnittstelle. (IN11, IN12) auf und die ersten Schnittstellen (IN11, IN12) sind miteinander verbunden. Die Betriebsgeräte (BG1, BG2) weisen zudem jeweils eine zweite Schnittstelle (IN21, IN22) auf, und die zweiten Schnittstellen (-IN21, IN22) sind mit jeweils einem Sensor (SEI, SE2) verbunden. Die zweite Schnittstelle (IN21, IN22) kann auch drahtlos
ausgebildet sein. Die Betriebsgeräte (BG1, BG2) können Steuersignale über die erste Schnittstelle (IN11, IN12) aussenden, die abhängig von den über die zweite Schnittstelle (IN21, IN22) erfassten Sensorsignalen sind. Auch ein Empfang von Steuersignalen über die erste Schnittstelle (IN11, IN12) ist möglich. Weiterhin können die Leuchtmittel (Lal, La2) abhängig von den über die erste Schnittstelle (IN11, IN12) empfangenen und / oder von den über die zweite Schnittstelle (IN21, IN22) erfassten Sensorsignalen angesteuert werden. Bei den Leuchtmitteln (Lal, La2) kann es sich prinzipiell um jedes beliebige
Leuchtmittel handeln, so beispielsweise um Gasentladungslampen oder um organische bzw. anorganische Leuchtdioden.
Die dargestellten Betriebsgeräte (BG1, BG2) verfügen über Anschlüsse, die mit der Erde, dem Phasenleiter und dem
Nullleiter zur Energieversorgung des Betriebsgerätes (BG1, BG2) kontaktierbar sind. Das Betriebsgeräte (BG1, BG2) verfügt wie bereits erwähnt über eine erste Schnittstelle (IN11, IN12) mit den Anschlüssen zum Verbinden mit einem Bussystem (wobei dieses Bussystem nicht zwingenderweise durch ein digitales Zweidrahtbussystem gebildet werden muss, sondern beispielsweise auch ein System mit einer
Informationsübertragung über die Netzleitung oder über eine drahtlose Kommunikation sein kann) .
Die erste Schnittstelle (IN11, IN12) kann so ausgelegt sein, dass über diese Anschlüsse dem Betriebsgerät digitale Befehle bspw. gemäß dem DALI -Standardprotokoll übermittelt werden können bzw. das Betriebsgerät Signale abschicken kann.
Optional oder alternativ kann die erste Schnittstelle (IN11, IN12) so ausgebildet sein, dass Signale durch die
VersorgungsSpannung wie beispielsweise der Netzspannung oder -auch Tastersignale übermittelt werden können.
Das Betriebsgerät (BG1, BG2) verfügt weiterhin darüber hinaus über eine zweite Schnittstelle (IN21, IN22) . An diese zweite Schnittstelle (IN21, IN22) kann ein Sensor (SEI, SE2) , beispielsweise ein Helligkeitssensor oder ein
Bewegungsmelder, angeschlossen werden. Die jeweilige Nutzung bzw. Nutzungsweise dieser zweiten Schnittstelle (IN21, IN22) kann programmierbar sein. Bei den über die zweite
Schnittstelle (IN21, IN22) zugeführten Sensorsignalen kann es .sich um Signale .eines Bewegungsmelders oder eines
Helligkeitssensors handeln. Über die erste Schnittstelle (IN11, IN12) kann eine
unidirektionale oder bidirektionale Kommunikation zwischen den Betriebsgeräten (BG1, BG2) ermöglicht werden.
Ein Betriebsgerät (BG1, BG2) kann bei Erfassung eines über die zweite Schnittstelle (IN21, IN22) zugeführten
Sensorsignals eine Kommunikation mit dem weiteren
Betriebsgerät (BG1, BG2) durchführen. Es kann auch ein
Betriebsgerät (BG1, BG2) bei Empfang eines über die erste Schnittstelle (IN11, IN12) übertragenen Signals des
Sensorsignals von der zweiten Schnittstelle (IN21, IN22) auswerten.
Ein Betriebsgerät (BG1, BG2) kann bei Empfang eines über die erste Schnittstelle (IN11, IN12) nach Auswertung des
Sensorsignals von der zweiten Schnittstelle (IN21, IN22) ein Steuersignal über die erste Schnittstelle (IN11, I I2) aussenden.
Das Beleuchtungssystem kann auch weitere Betriebsgeräte (BG3, BG4) mit zumindest einer ersten Schnittstelle (IN13, IN14) aufweisen. Dabei können auch weitere Betriebsgeräte (BG3) vorhanden sein, die auch über eine zweite Schnittstelle (IN23) verfügen, wobei an diese ein weiterer Sensor (SE3) angeschlossen sein kann.
In dem Beleuchtungssystem kann auch einen Busankoppler (BK) vorhanden sein, der mit den ersten Schnittstellen (IN11, IN12) verbunden ist und eine Schnittstellenankopplung zu einem übergeordneten Steuersystem (MS) ermöglicht. Dabei können über die ersten Schnittstellen (IN11, IN12)
verschiedene Steuersignale übertragen werden, wobei nur ein Teil der übertragenen Steuersignale von dem Busankoppler (BK) an das übergeordnete Steuersystem (MS) weitergegeben werden.
Beispielsweise können DALI Befehle als Steuersignale
übertragen werden, die vom Busankoppler (BK) an das
übergeordnete Steuersystem (MS) weiter gegeben werden. Diese Steuersignale können dabei von dem Busankoppler (BK) direkt als DALI Befehle an das übergeordnete Steuersystem (MS) weitergegeben werden, oder aber in ein anderes Protokoll umgewandelt werden und dann an das übergeordnete Steuersystem (MS) weitergegeben werden.
Zusätzlich können als Steuersignale vom DALI Standard abweichende Befehle übertragen werden (beispielsweise nach einem abweichenden Protokoll oder in einem zum DALI Standard erweiterten Protokoll), wobei diese Steuersignale
vorzugsweise nicht vom Busankoppler (BK) an das übergeordnete Steuersystem weiter gegeben werden. Somit kann eine lokale Regelung innerhalb des Beleuchtungssystems (10) mit den Betriebsgeräten (BG1, BG2 , BG3,- BG4) innerhalb des
Lichtkastens oder auch innerhalb eines Raumes erfolgen, wobei dies mittels der Überwachung durch die verschiedenen Sensoren (SEI, SE2, SE3) erfolgt, und es können zusätzlich externe Steuerinformationen von dem übergeordneten Steuersystem (MS) empfangen werden, wie beispielsweise Ein- und
Ausschaltbefehle, sowie Informationen über den Status des Beleuchtungssystems (10) (wie beispielsweise Fehlermeldungen oder Warnungen) von dem Beleuchtungssystem (10) an das übergeordnete Steuersystem (MS) übermittelt werden.
Wie bereits erwähnt kann es sich bei einem Leuchtmittel um eine organische oder anorganische LED handeln und bei einem weiteren um eine Gasentladungslampe (Fluoreszenzlampe,
Hochdruckgasentladungslampe) handeln.
Die beiden Leuchtmittel können innerhalb einer Leuchte angeordnet sein. Dabei können die beiden Leuchtmittel innerhalb einer Leuchte (vorzugsweise Werbebeleuchtung) angeordnet sein und es kann mittels des ersten Sensors (SEI) eine Überwachung innerhalb der Leuchte erfolgen und mittels des zweiten Sensors (SE2) eine Überwachung außerhalb der Leuchte erfolgen.
Eine Werbebeleuchtung kann beispielsweise mittels eines Lichtkastens realisiert werden.
Dieser Lichtkasten kann eine transparente oder
teiltransparente Frontseite und eine reflektierende Rückseite oder auch eine transparente oder teiltransparente Rückseite aufweisen. Auch die Seitenwände können entweder als
reflektierende Seitenwände oder auch als transparente oder teiltransparente Seitenwände ausgebildet sein. Somit ergeben sich bei Anwendung von reflektierenden Seitenteilen
(Seitenwände oder Rückseite) Reflektormittel für den
Lichtkasten. Weiterhin weist der Lichtkasten ^zumindest zwei Leuchtmittel {(hal, La2) auf, wobei die Leuchtmittel (Lal, La2) vorzugsweise so ausgerichtet sind, dass die von den Leuchtmitteln (Lal, La2) abgegebenen und von den
Reflektormitteln Umgelenkten Lichtstrahlen zwischen die Rückseite und die Frontseite des Lichtkastens oder auf eine dieser beiden Seiten eingestrahlt werden. Die
teiltransparenten Seitenteile wie beispielsweise die
Frontseite können von einer Diffusorscheibe gebildet werden.
Durch Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. des Beleuchtungssystems kann der Lichtkasten in Abhängigkeit von der äußeren Helligkeit (erfasst durch den Sensor SE2) und auch von der aktuellen Helligkeit innerhalb des Lichtkastens (erfasst durch den Sensor SEI) geregelt und optimal
eingestellt werden.
Dieses Beispiel für ein erfindungsgemäßes Beleuchtungssystem (10) soll im Folgenden genauer erläutert werden. Das zweite Betriebsgerät (BG2) kann durch die Überwachung des zweiten Sensors (SE2) feststellen, wenn die Umgebungshelligkeit (also die äußere Helligkeit) einen bestimmten Wert unterschreitet (mittels der Überwachung des zweiten Sensors (SE2) über die zweite Schnittstelle (IN22) ) .
Jetzt kann das zweite Betriebsgerät (BG2) entsprechend der Auswertung des Sensorsignals (des zweiten Sensors (SE2) ) die Ansteuerung, vorzugsweise die Helligkeit, des angeschlossenen Leuchtmittels (La2) anpassen und / oder über die erste
Schnittstelle (IN12) ein entsprechendes Steuersignal
aussenden, wodurch auch die weiteren mit der ersten
"Schnittstelle (IN11, IN31, IN41) über das Bussystem
verbundenen Betriebsgeräte (BG1, BG3 , BG4) dieses
Steuersignal empfangen.
Somit empfängt auch das erste Betriebsgerät (BG1) dieses Steuersignal über seine erste Schnittstelle (IN11) . Daraufhin kann es den aktuellen Wert der Helligkeit innerhalb des Lichtkastens mittels des ersten Sensors (SEI) , welcher ah die zweite Schnittstelle (IN12) angeschlossen ist, erfassen.
Abhängig von der Auswertung des über die erste Schnittstelle (IN11) empfangenen Steuersignals und vom über die zweite Schnittstelle (IN12) erfassten Sensorsignal kann nun das erste Betriebsgerät (BG1) das angeschlossene Leuchtmittel (Lal) betreiben, beispielsweise seine Helligkeit anpassen. Weiterhin kann das erste Betriebsgerät (BG1) alternativ oder zusätzlich in Auswertung der empfangenen Steuersignale und vom über die zweite Schnittstelle (IN12) erfassten
Sensorsignal auch über die erste Schnittstelle . (IN11) ein
Steuersignal aussenden. Dieses Steuersignal kann vom zweiten Betriebsgerät (BG2) empfangen werden (über die erste
Schnittstelle (IN12) ) und dieses kann in Reaktion auf das empfangene Steuersignal die Ansteuerung des Leuchtmittels (La2) anpassen.
Ί3
Je nachdem wie die Parameter und Schwellwerte für die
Überwachung der Sensoren (SEI, SE2) ausgelegt sind, kann somit für das Beleuchtungssystem (10) innerhalb des
Lichtkastens die Beleuchtung geregelt und optimal eingestellt werden.
Die Abhängigkeit , von den erfassten Sensorsignalen kann dabei in verschiedene Richtungen ausgelegt werden und es können verschiedene Betriebsmodi für die einzelnen Leuchtmittel (Lal, La2) festgelegt werden.
Die beiden Leuchtmittel können somit innerhalb eines
Lichtkastens angeordnet sein und es kann mittels des ersten Sensors (SEI) eine Überwachung innerhalb des Lichtkastens erfolgen und mittels des zweiten Sensors (SE2) eine
Überwachung außerhalb des Lichtkastens erfolgen.
Gemäß diesem Beispiel kann als erster Sensor (SEI) auch ein Bewegungsmelder (beispielsweise ein passiver Infrarotsensor, auch als PIR bezeichnet) , ein Helligkeitssensor, ein
Infrarotsensor (beispielsweise als Empfänger für eine
Fernsteuerung per Infrarot) oder ein Farbsensor
(beispielsweise zum Abgleich der Farbtemperatur, des
Farbortes oder der ausgestrahlten Wellenlänge) oder ein kombinierter Sensor wie ein Helligkeits- und Bewegungssensor angewendet werden. Auch hier ist auch für den zweiten Sensor (SE2) beispielsweise die Anwendung eines Bewegungsmelders denkbar, wobei bei Wahrnehmung einer Bewegung im Umfeld des Lichtkastens die Leuchtmittel (Lal, La2) entsprechend eingeschaltet oder in ihrer Helligkeit verändert werden können .
Die Überwachung innerhalb des Lichtkastens kann beispielsweise dazu dienen, dass. eine Kompensation in Bezug auf Helligkeit und / oder Farbtemperatur (oder auch des Farbortes oder der ausgestrahlten Wellenlänge) infolge von Alterung der Leuchtmittel oder auch aufgrund einer
Verschmutzung erfolgen kann, auch eine Helligkeitsschwankung aufgrund von Änderungen der Temperatur kann somit kompensiert werden (beispielsweise eine reduzierte Effizienz von
Leuchtstofflampen bei niedrigen Temperaturen, beispielsweise bei . Frost) .
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Beispiel kann das
Beleuchtungssystem (10) beispielsweise auch derart ausgelegt sein, dass am dem ersten Betriebsgerät (BG1) als erster Sensor (SEI) ein Infrarotsensor (beispielsweise als Empfänger für eine Fernsteuerung per Infrarot, auch IR Interface genannt) an der zweiten Schnittstelle (IN12) angeschlossen ist. Dieser Infrarotsensor kann für die Programmierung und Adressvergabe des Beleuchtungssystems (10) sowie für die Vorgabe eines gewünschten Helligkeitswertes genutzt werden. An dem zweiten Betriebsgerät (BG2) kann als zweiter Sensor (SE2) ein Bewegungsmelder (beispielsweise ein passiver
Infrarotsensor, auch als PIR bezeichnet) an der der zweiten Schnittstelle (IN22) angeschlossen sein. An dem dritten Betriebsgerät (BG3) kann als dritter Sensor (SE3) ein
Helligkeitssensor (beispielsweise ein Tageslichtsensor, auch als DL Interface bezeichnet) an der der zweiten Schnittstelle (IN32) angeschlossen sein.. Der Helligkeitssensor kann also beispielsweise derart angeordnet sein, dass er dass
Umgebungslicht , also das Tageslicht erfasst. Abhängig von dem erfassten Umgebungslicht (der Umgebung (OS) ) kann die
Helligkeit des Beleuchtungssystems (10) angepasst werden.
Es wäre aber auch möglich, dass beispielsweise der
Helligkeitssensor als dritter Sensor (SE3) die Summe aus künstlichem Licht, welches durch die Leuchtmittel (Lal, La2) erzeugt wird, und dem Umgebungslicht zu erfassen, so dass das Beleuchtungssystem (10) entsprechend in seiner Helligkeit angepasst wird. Alternativ könnten aber auch beispielsweise zwei separate Helligkeitssensoren genutzt werden, wobei ein Helligkeitssensor das künstliche Licht erfasst und ein weiterer Helligkeitssensor das Umgebungslicht erfasst. In diesem Falle wäre es somit möglich, den vierten Sensor (als weiteren Helligkeitssensor) an das vierte Betriebsgerät (BG4) anzuschließen, sofern dieses auch eine zweite Schnittstelle aufweist . Die beiden Leuchtmittel können aber auch innerhalb eines
Raumes angeordnet sein und es kann mittels des ersten Sensors (SEI) eine Überwachung innerhalb des Raumes erfolgen und mittels des zweiten Sensors (SE2) eine Überwachung außerhalb des Raumes erfolgen. Gemäß diesem Beispiel kann als erster Sensor (SEI) auch ein Bewegungsmelder (beispielsweise ein passiver Infrarotsensor, auch als PIR bezeichnet) , ein
Helligkeitssensor, ein Infrarotsensor (beispielsweise als Empfänger für eine Fernsteuerung per Infrarot) oder ein
Farbsensor (beispielsweise zum Abgleich der Farbtemperatur, des Farbortes oder der ausgestrahlten Wellenlänge) oder ein kombinierter Sensor wie ein Helligkeits- und Bewegungssensor angewendet werden. Auch hier ist auch für den zweiten Sensor (SE2) beispielsweise die Anwendung eines Bewegungsmelders denkbar, wobei bei Wahrnehmung einer Bewegung im Umfeld des Raumes (also außerhalb) die Leuchtmittel (Lal, La2)
entsprechend eingeschaltet oder in ihrer Helligkeit verändert werden können.
Da mehrere Betriebsgeräte (BG1, BG2 , BG3) vorhanden sein können, die alle über eine zweite Schnittstelle (IN21, IN22, IN23) verfügen, können auch verschiedene einzelne Sensoren (SEI, SE2 , SE3) verknüpft werden, und somit kann auf einfache Weise ein sehr flexibles und leistungsfähiges
Beleuchtungssystem aufgebaut werden.
Somit wird ein Verfahren zur Ansteuerung von wenigstens zwei Leuchtmitteln ermöglicht, wobei zwei Leuchtmittel (Lal, La2) von jeweils einem Betriebsgerät (BG1, BG2) betrieben werden,
v
die Betriebsgeräte (BG1, BG2) über je eine Schnittstelle (INli, IN12) miteinander verbunden sind, und die
Betriebsgeräte (BG1, BG2) jeweils eine weitere Schnittstelle (IN21, IN22) aufweisen, und wobei die Betriebsgeräte (BG1, BG2) Steuersignale über die erste Schnittstelle (INll, IN12) aussenden, die von den über die zweite Schnittstelle (IN21, IN22) erfassten Sensorsignalen abhängig sind, und die
Leuchtmittel (Lal, La2) abhängig von den über die erste Schnittstelle (INll, IN12) empfangenen und / oder von den über die zweite Schnittstelle (IN21, IN22) erfassten
Sensorsignalen angesteuert werden.
Zusammengefasst offenbart die Erfindung eine verbesserte Ansteuerung eines- Leuchtmittelbetriebsgeräts , die sich dadurch auszeichnet, dass es sich flexibel und dynamisch an unterschiedliche Situationen anpassen kann.