Halbleitermodul mit gestapelten Halbleiterbauteilen und e- lektrischen Verbindungselementen zwischen den gestapelten Halbleiterbauteilen
Die Erfindung betrifft ein Halbleitermodul mit gestapelten Halbleiterbauteilen und elektrischen Verbindungselementen zwischen den gestapelten Halbleiterbauteilen. Die aufeinander zu stapelnden Halbleiterbauteile weisen auf ihren Unterseiten Verdrahtungsstrukturen auf, die miteinander zu verbinden sind. Derartige substratbasierte Gehäuse werden auch BGA- Gehäuse (ball grid array - Gehäuse) genannt und haben auf¬ grund ihrer guten elektrischen Eigenschaften, verbunden mit geringem Formfaktor und vergleichsweise günstigen Herstel¬ lungskosten inzwischen 'eine weite Anwendung gefunden. Zuneh¬ mend werden BGA-Gehäuse auch für Speicherhalbleiterbauteile eingesetzt. Teilweise gibt es moderne Speicherarchitekturen, wie die DDR2-Halbleiterbauteile (Double Data Rate 2 -Halblei- terbauteile) , die nur noch mit BGA-Gehäusen realisiert werden können, weil diese die notwendigen elektrischen Voraussetzun¬ gen erfüllen, um eine Verdopplung der Datenrate von 200 bis 400 Megabit pro Sekunde zu erreichen.
Zum Erreichen einer hohen Stapeldichte wird das Stapeln von Halbleiterbauteilen zu Halbleitermodulen immer interessanter, wobei sich zwei Trends herausgebildet haben, zum einen ein Stapeln von mehreren internen Halbleiterchips innerhalb eines Gehäuses, was auch "stacked die FBGA" (fine pitch ball grid array) genannt wird, und andererseits ein Stapeln von zwei oder mehr Einzelgehäusen aufeinander. Diese Lösungen haben unterschiedliche Nachteile, wobei der interne Halbleiterchip¬ stapel Testprobleme aufwirft, da die einzelnen Halbleiter-
chips nach ihrer Endmontage nicht mehr testbar sind, und beim Stapeln von Einzelgehäusen entstehen hohe Kosten aufgrund der unterschiedlichen Maßnahmen, die zum Verbinden der fertigen Halbleiterbauteile untereinander getroffen werden müssen.
Die bisher bekannten Lösungsansätze für das Stapeln von zwei oder mehr Einzelgehäusen haben die nachfolgenden Nachteile. In einer ersten Lösung werden dünne Einzelsubstrate mit spe¬ ziellen peripheren Anordnungen von Kugelkontakten übereinan- der gestapelt. Dazu sind teuere Materialien erforderlich und spezielle Handhabungen in der Fertigung notwendig. Auch der Test der Einzelelemente ist mechanisch anspruchsvoll, da kei¬ ne Standardlotballkontakte mit ständiger Flächenzunahme mög¬ lich sind.
Ein weiterer Lösungsansatz sieht eine Umverdrahtungsfolie vor, die von zusätzlichen Lotkugeln zum oberen gestapelten Halbleiterbauteil führt, wofür jedoch ein teueres unteres Ba¬ sishalbleiterbauteil hergestellt werden muss. Durch einen bei diesem Aufbau vorgesehenen dreifachen "Reflow" ergeben sich zusätzliche Fertigungsprobleme. Eine weitere Problemlösung sieht vor, dass ein oberes Halbleiterbauteil eine separate kleine Leiterplatte trägt, die über Lotkontakte mit der Hauptleiterplatte des Halbleitermoduls verbunden ist. Dabei ergeben sich Schwierigkeiten in der Oberflächenmontage der
Lotkontakte. Außerdem ergibt sich eine große Bauhöhe und eine zusätzliche Flächenzunahme, die den Raumbedarf des Halblei¬ termoduls aus gestapelten Halbleiterbauteilen vergrößert.
Eine weitere Lösung des Stapelproblems ist aus der Druck¬ schrift DE 101 38 278 bekannt. Zum Stapeln von Halbleiterbau¬ teilen werden herkömmliche Halbleiterbauteile mit BGH- oder LBGA-Gehäuse (large ball grid array) mit zusätzlichen flexib-
len ümverdrahtungsfolien versehen. Diese zusätzlichen Um- verdrahtungsfolien sind großflächiger als die zu stapelnden Halbleiterbauteile und ragen über den Rand der Halbleiterbau¬ teile hinaus, sodass sie in Richtung auf ein darunter ange- ordnetes Halbleiterbauteil eines Halbleiterbauteilstapels für ein Halbleitermodul gebogen und über die flexible Folie mit dem darunter angeordneten Halbleiterbauteil elektrisch ver¬ bunden werden können.
Ein Halbleitermodul mit derartig gestapelten Halbleiterbau¬ teilen hat den Nachteil, dass die Halbleiterbauteile nicht mit geringstmöglichem Raumbedarf gestapelt werden können, zu¬ mal auch die abgebogene Umverdrahtungsfolie einen Biegeradius erfordert, der nicht unterschritten werden kann, ohne Mikro- risse in den auf der Umverdrahtungsfolie angeordneten Um- verdrahtungsleitungen zu riskieren.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Halbleitermodul mit Halb¬ leiterbauteilen anzugeben, wobei die Halbleiterbauteile auf- einander gestapelt sind und auf ihren Unterseiten Verdrah¬ tungsstrukturen aufweisen. Außerdem soll das Halbleitermodul auch für ein Stapeln von Halbleiterbauteilen mit internen Chipstapeln bereitstehen. Ferner ist es Aufgabe der Erfin¬ dung, dass dieses Halbleitermodul mit unterschiedlich aufge- bauten Basisbauteilen und mit unterschiedlich aufgebauten o- beren Halbleiterbauteilen kombiniert werden kann. Ferner ist es Aufgabe der Erfindung, ein Halbleitermodul mit gestapelten Halbleiterchips anzugeben, mit dem ein Stapeln nicht auf we¬ nige vorgegebene Muster von Halbleiterbauteilen eingeschränkt ist, sondern bei dem die Anordnung und Zuordnung von verbin¬ denden Außenkontakten beliebig variiert werden kann. Ferner ist es Aufgabe der Erfindung, den Raumbedarf und den Flächen¬ bedarf eines Halbleitermoduls zu minimieren, insbesondere den
Raumbedarf eines Speichermoduls aus DRAM-Halbleiterbauteilen und/oder Mikroprozessoren zu verkleinern.
Gelöst wird diese Aufgabe mit dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Erfindungsgemäß wird ein Halbleitermodul mit Halbleiterbau¬ teilen geschaffen, wobei die Halbleiterbauteile aufeinander gestapelt sind. Die Unterseiten der Halbleiterbauteile weisen Umverdrahtungsstrukturen auf und besitzen auf mindestens ei¬ ner Gehäuseaußenrandseite Außenrandanschlüsse. Diese Außen- randanschlüsse sind über die Umverdrahtungsstrukturen mit In¬ nenanschlüssen der Halbleiterbauteile elektrisch verbunden. Auf mindestens einer Außenseite weist das Halbleitermodul ein vertikal zu den Verdrahtungsstrukturen der Halbleiterbauteile ausgerichtetes Gitter elektrischer Verbindungselemente auf. Diese elektrischen Verbindungselemente sind mit den Außen- randanschlüssen stoffschlüssig und elektrisch verbunden.
Dieses Halbleitermodul hat den Vorteil, dass die dreidimensi¬ onale Verdrahtung durch die horizontal angeordneten Verdrah¬ tungsstrukturen jedes Halbleiterbauteils und durch zusätzli¬ che Außenrandanschlüsse, die beim Stapeln der Hauptleiterbau- teile aufeinander ausgerichtet sind, kein zusätzlicher Flä¬ chenbedarf für das Verbinden dieser Randanschlüsse in verti¬ kaler Richtung erforderlich wird. Außerdem reichen dünne Ver¬ bindungsdrähte oder Verbindungsstege als Verbindungselemente, um geradlinig die Außenrandanschlüsse der Halbleiterbauteile untereinander zu verbinden. Da diese Verbindungselemente auf der Außenseite des Halbleitermoduls angeordnet sind, kann bei Fehlfunktionen das Halbleitermodul zerlegt werden und defekte Halbleiterbauteile können entsprechend ausgewechselt werden.
Auch das Einzeltesten der Halbleiterbauteile vor einem Zusam¬ menbau des Halbleitermoduls ist uneingeschränkt möglich. Sämtliche Wärmezyklentests wie auch Vibrationstests bei den unterschiedlichsten Belastungen sind beim Zusammenbau von Halbleitermodulen in jedem der Einzelhalbleiterbauteile, die gestapelt werden sollen, möglich.
Das Anbringen vertikaler Verbindungselemente an den vorgese¬ henen Außenrandanschlüssen ist unproblematisch und kann mit geringem Fertigungsaufwand realisiert werden. Auch ein Verle¬ gen von Innenanschlüssen der Halbleiterbauteile auf die Rand¬ seiten der Halbleiterbauteile, ist, sofern sie nicht sowieso schon bei den Halbleiterbauteilen vorhanden sind, keine kos¬ tenintensive Aktion. Somit kann auf einfachste Weise kosten- günstig ein Halbleitermodul mit beliebiger Speicherkapazität durch Stapeln von DRAMs hergestellt ist. Es ist aber auch ge¬ nauso möglich, Speicherelemente mit Logikbauteilen zu verkop¬ peln, indem zusätzliche integrierte Logikschaltungen, wie beispielsweise Mikroprozessoren, in dem Halbleitermoduls als stapelbares Halbleiterbauteil eingebaut werden.
In einer ersten Ausführungsform der Erfindung sind die elekt¬ rischen Verbindungselemente aufgetrennte Durchkontakte an ei¬ nem Außenrand eines Verdrahtungssubstrats eines der gestapel- ten Halbleiterbauteile. Da grundsätzlich jedes Halbleiterbau¬ teil in BGA-Technik oder FBGA-Technik ein derartiges Verdrah¬ tungssubstrat auf seiner Unterseite aufweist, ist es möglich, mit dem engsten zur Verfügung stehenden und realisierbaren Anschlussraster auf dem Umfang des Verdrahtungssubstrats, das aus einem Nutzen herausgesägt wird, eine maximale Anzahl an Durchkontakten auf den Trennspuren des Nutzens vorzusehen. Beim Zerteilen des Nutzens in einzelne Verdrahtungssubstrate für die Halbleiterbauteile, entsteht dann eine Vielzahl von
Äußenrandanschlüssen in Form von halbierten Durchkontakten. Diese Außenrandanschlüsse in Form von aufgetrennten Durchkon¬ takten können mit Innenanschlüssen verbunden sein, die gleichzeitig einen internen Stapel von Halbleiterchips mit den Äußenrandanschlüssen verbinden.
Somit lässt sich bereits mit dieser ersten Ausführungsform der Erfindung eine maximale Erhöhung der Speicherkapazität bereitstellen, dabei kann beispielsweise ein erster Halblei- terchip mit seiner Rückseite auf dem Verdrahtungssubstrat fi¬ xiert sein und mit seiner aktiven Oberseite können über Bond¬ verbindungen zu einer Verdrahtungsstruktur des Verdrahtungs¬ substrats die Außenrandanschlüsse erreicht werden. Da Logik¬ halbleiterchips ihre Kontaktflächen im Randbereich aufweisen, kann der Mittenbereich des Logikchips verwendet werden, um eine isolierende Abstandshalteplatte aufzukleben, und um auf dieser Abstandshalteplatte einen Speicherchip mit zentralem Bondkanal unterzubringen. Die Oberseite des gestapelten Halb¬ leiterchips mit zentralem Bondkanal kann ihrerseits eine Um- Verdrahtungsstruktur aufweisen, um wiederum die elektrischen Anschlüsse von den Elektroden im zentralen Bondkanal zu In¬ nenschlüssen im Randbereich des gestapelten Halbleiterchips zu führen. Von diesen Innenanschlüssen im Randbereich des ge¬ stapelten Halbleiterchips können dann wieder Bonddrähte zu entsprechenden Kontaktanschlussflächen auf dem Verdrahtungs¬ substrat führen, das seinerseits eine Verdrahtungsstruktur aufweist, die mit den Äußenrandanschlüssen des Halbleitermo¬ duls in Verbindung steht.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Gehäuseaußenrand der gestapelten Halbleiterbauteile vertikal zu den Verdrahtungsstrukturen eingeformte Rillen auf. Diese eingeformten Rillen weisen die Außenrillen der
einzelnen Halbleiterbauteile auf, sodass durch Anordnen von Leitungsstegen in den geformten Rillen eine vertikale Verbin¬ dung zwischen den Halbleiterbauteilen auf engstem Raum herge¬ stellt werden kann. Die Anzahl der gestapelten Halbleiterbau- teile ist dabei beliebig, vorzugsweise werden jedoch zwei
Halbleiterbauteile mit internen Chipstapeln mit dieser Tech¬ nik über Außenrandanschlüsse und entsprechende Leitungsstege verbunden.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung werden mehre¬ re Verbindungselemente mithilfe eines Flachleiterrahmens in Position gehalten, wobei der Flachleiterrahmen ein Gitter aus Leitungsstegen zwischen Querstegen aufweist. Bei diesem Halb¬ leitermodul sind zunächst über die Querstege sämtliche Ver- bindungselemente in Form von Leitungsstegen kurzgeschlossen, was für den Transport und für die Weitergabe der Module von Vorteil sein kann. Erst kurz vor dem Einsatz der Halbleiter¬ module werden die Querstege entfernt, sodass nun die Lei¬ tungsstege die einzelnen gestapelten Halbleiterbauteile ver- tikal miteinander verbinden.
Wie bereits erwähnt, weisen vorzugsweise die gestapelten Halbleiterbauteile auch interne Halbleiterchipstapel auf, die über eine gemeinsame Verdrahtungsstruktur des gestapelten Halbleiterbauteils und über die Außenrandanschlüsse des ge¬ stapelten Halbleiterbauteils mit den Verbindungselementen des Halbleitermoduls elektrisch in Verbindung stehen. Mit diesem Aufbau kann die Speicherkapazität gestapelter Halbleiterbau¬ teile vorteilhaft weiter erhöht werden.
Vorzugsweise weist der interne Chipstapel Halbleiterchips auf, die auf ihrer aktiven Oberseite in einem zentralen Be¬ reich Kontaktflächen aufweisen. Diese Kontaktflächen im zent-
ralen Bereich können zweireihig angeordnet sein und sind über Leiterbahnen mit Innenanschlussflachen auf Randbereichen der Halbleiterchips elektrisch verbunden. Im Gegensatz zu Spei¬ cherbauteilen mit zentralem Bondkanal in einer Verdrahtungs- folie oder in einem Verdrahtungssubstrat weisen diese Halb¬ leiterchips weder eine Verdrahtungsfolie noch ein Verdrah¬ tungssubstrat auf, sondern Leiterbahnen, die von einer struk¬ turierten Metallbeschichtung auf der aktiven Oberseite der Halbleiterchips gebildet werden. Auf die im Zentrum angeord- neten Kontaktflächen kann somit über die im Randbereich ange¬ ordneten Innenanschlussflächen und die Leiterbahnen der Me¬ tallbeschichtung vom Rand der Halbleiterchips aus zugegriffen werden. Die Innenanschlussflächen können für den Chipstapel als Bondflächen genutzt werden.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist das Halbleitermodul auf seiner Unterseite Außenkontakte auf. Die¬ se sind über ein Verdrahtungssubstrat und über Außenrandan- schlüsse des Verdrahtungssubstrats mit den vertikal zu dem Verdrahtungssubstrat angeordneten Leitungsstegen des Halblei¬ termoduls elektrisch verbunden. Somit ist es möglich, das Halbleitermodul auf einer übergeordneten Schaltungsplatine mit einer Vielzahl von auf der Unterseite befindlichen Außen¬ kontakten zu verbinden und gleichzeitig durch die vertikal ausgerichteten Leitungsstege die Schaltungskapazität der ge¬ stapelten Halbleiterbauteile an den auf der Unterseite ange¬ ordneten Außenkontakten zur Verfügung zu stellen.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Halbleitermodul als Außenkontakt auf der Unterseite des Verdrahtungssubstrats gleichmäßig verteilt angeordnete Lotkugeln auf. Mit diesen Lotkugeln ist eine einfache Ober¬ flächenmontage des Halbleitermoduls auf einem übergeordneten
Schaltungssubstrat möglich, indem ein kurzzeitiger Lötprozess durchgeführt wird.
Die Speicherkapazität der einzelnen gestapelten DRAMs kann vorzugsweise im Gigabereich liegen. Derartige DRAMs haben den Vorteil, dass sie in flachen, großflächigen Kunststoffgehäu¬ sen eingebettet sind, sodass entsprechend große Randseiten ein Anbringen einer Vielzahl von Randkontaktanschlüssen und somit das Anbringen einer Vielzahl von vertikal ausgerichte- ten Leitungsstegen ermöglichen.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist es vorgese¬ hen, dass das Halbleitermodul ein gestapeltes Halbleiterbau¬ teil mit einem Verdrahtungssubstrat aufweist, das seinerseits als innere Anschlusskontakte Lötkugeln besitzt. Mit diesen Lötkugeln wird jedoch die Bauhöhe des Halbleitermoduls ver¬ größert, sodass Lösungen ohne Lötkugeln an den Verdrahtungs¬ substraten der gestapelten Halbleiterbauteile bevorzugt wer¬ den.
Die Verdrahtungsstruktur kann in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform auf einer Verdrahtungsfolie untergebracht sein, zumal, wenn das Halbleitermodul als gestapeltes Bauteil ein Speicherbauteil mit zentralem Bondkanal aufweist. Durch die Verdrahtungsfolie sind äußerst dichtgepackte Halbleiter¬ module möglich, wenn die Verdrahtungsfolie so ausgelegt ist, dass sie Außenrandanschlüsse zur Verfügung stellt, die über vertikale Leitungsstege kontaktierbar sind.
Ein Verfahren zur Herstellung eines Halbleitermoduls mit
Halbleiterbauteilen, die aufeinander gestapelt sind und auf ihren Unterseiten Verdrahtungsstrukturen aufweisen, ist durch folgende Verfahrensschritte gekennzeichnet:
Zunächst werden einzelne Halbleiterbauteile mit Außenrandan- schlüssen auf mindestens einer ihrer Außenseiten hergestellt. Anschließend werden die Halbleiterbauteile unter Ausrichten der Außenrandanschlüsse in vertikaler Richtung übereinander gestapelt. Schließlich werden die übereinander angeordneten Außenrandanschlüsse durch Aufbringen von Verbindungselementen auf die Außenrandanschlüsse elektrisch miteinander verbunden.
Bei diesen Verbindungsschritten kann das untere Halbleiter¬ bauteil bereits auf der Unterseite verteilte Lotkugeln als Außenkontakte auf Außenkontaktflachen eines Verdrahtungssub¬ strats aufweisen. Die zusätzlich von den Außenkontaktflächen jedes Halbleiterbauteils zu dem Außenrand zu führenden Lei- terbahnen, um Außenrandanschlüsse zu realisieren, können be¬ reits beim Herstellen des Layouts für die Verdrahtungsstruk¬ tur des Verdrahtungssubstrats berücksichtigt werden. Außerdem können bereits beim Herstellen des Verdrahtungssubstrats mit- hilfe eines Nutzens auf den Randseiten Durchkontakte vorgese- hen werden, die beim Trennen des Nutzens halbiert werden und somit erste Außenrandanschlüsse bzw. vertikale Verbindungs¬ elemente für einen internen Halbleiterchipstapel bilden.
Darüber hinaus können mindestens auf einer Gehäuseaußenrand- seite der zu stapelnden Halbleiterbauteile vertikal zu den
Verdrahtungsstrukturen und in den Positionen der Außenrandan¬ schlüsse Rillen zur Aufnahme von Leitungsstegen eingeformt werden. Dieses Einformen kann vorzugsweise beim Spritzguss- prozess durchgeführt werden, indem in die Spritzgussform Lei- tungsstege eingelegt werden, sodass beim Ausformen an vorge¬ gebenen Positionen in den Randseiten des Halbleiterbauteils Rillen vorhanden sind, in die dann Leitungsstege des Halblei¬ termoduls eingebracht werden können.
Das Verbinden übereinander angeordneter Außenrandanschlüsse durch Aufbringen von Leitungsstegen auf die Außenrandan¬ schlüsse kann mittels Laserschweißtechnik oder mittels Löten oder mittels Klebetechnik mit einem Leitklebstoff erfolgen. Die stoffschlüssigen Verbindungen haben sich in der Halblei¬ tertechnologie bewährt und bilden eine zuverlässige Verfah¬ rensgrundlage zur Herstellung von Halbleitermodulen.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass durch Bereitstellen eines einfachen Flachleiterrahmens, der Flachleiter für das Anbringen von Leitungsstegen aufweist, eine kostengünstige Lösung des Stapelproblems bereitgestellt wird. Dazu wird der Flachleiterrahmen nicht horizontal, sondern vertikal zur Ver- fügung gestellt und verbindet speziell modifizierte Substrat¬ anschlüsse in Form von Außenrandanschlüssen übereinander. Da¬ bei wird vorteilhafterweise das Laserschweißen angewendet, zumal dieses Verfahren auch beim Stapeln anderer Halbleiter¬ bauteile bereits Erfolge verzeichnet.
Die Modifikation des erforderlichen Verdrahtungssubstrats ist relativ gering. Von vorgesehenen Außenkontaktflecken jedes Halbleiterbauteils, auf denen sonst Lotbälle vorgesehen sind, werden zusätzliche Anschlussleitungen zum Randbereich ge- führt, was bei einer großen Zahl von Halbleiterbauteilen ohne Bondkanal bereits vorgesehen ist. Bei Gehäusen mit Bondkanal können diese Leitungen zu den Randbereichen ohne Schwierig¬ keiten hinzugefügt werden. An der Gehäusekante münden die zu¬ sätzlichen Leiterbahnen der Verdrahtungsstruktur in entspre- chende Durchkontaktierungen durch das Verdrahtungssubstrat und können zusätzlich durch eine Vergoldung ihrer Oberflä¬ cheneigenschaften verbessert werden.
Bei dem Singulieren der Einzelgehäuse aus einem vorgesehenen gemeinsamen Substrat, wie einem Nutzen, für mehrere Halblei¬ terbauteile werden die Kontaktlöcher in dem Randbereich so in der Mitte durchgesägt, dass der Innenradius freigelegt wird. Vorteilhafterweise trennt eine Singulation zwei Gehäuse, so- dass die freigelegten halbierten Durchkontakte als Außenrand- anschlüsse und als vertikale Verbindungselemente für interne Halbleiterchipstapel dienen können.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung befinden sich in einem Spritzgusswerkzeug oder auch "mold tool" entspre¬ chende Leitungsstege an den Positionen oberhalb der Außen- randanschlüsse, sodass diese Stege dafür sorgen, dass sich dort keine Moldmasse absetzt. Durch die beim Ausformen ent- stehenden rillenförmigen Aussparungen wird die Form der Au- ßenrandanschlüsse für den Anschluss eines entsprechenden ver¬ tikal ausgestatteten Flachleiterrahmens verlängert, was für die Befestigung von vertikalen Leitungsstegen von Vorteil ist.
Derartig vorbereitete Halbleiterbauteile können nun zum Sta¬ peln von zwei und mehr Substrat basierenden Gehäusen zu einem Halbleitermodul zusammengebaut werden. Entscheidend ist, dass die zu verbindenden Randseitenkontakte an den gleichen Rand- Positionen übereinander liegen. Die Stapelpartner selbst kön¬ nen zwei oder mehr gleichartige Bauteile mit gleichen Chips bzw. Speicherchips aufweisen oder sie können zwei oder mehr gleichartige Bausteine mit unterschiedlichen Halbleiterchips, zum Beispiel in einem Multichip-Package, oder in einem "sta- cked die FBGA" aufweisen. Schließlich ist es möglich, dass verschiedenartige Halbleiterbauteile, wie Logikhalbleiterbau¬ teile und Speicherhalbleiterbauteile oder eine beliebige an-
dere Kombination dieser Halbleiterbauteile, miteinander ge¬ stapelt werden.
Die einzelnen Stapelpartner können selbst wieder mit Lotbäl- len ausgerüstet sein und so mit einem Standardprozess getes¬ tet werden. Andererseits ist es auch möglich, über die Außen- kontaktflachen, auf denen derartige Außenkontakte von Halb¬ leiterbauteilen angeordnet sind, entsprechende Nadelkontakte beim Testen aufzubringen und somit auch Halbleiterbauteile ohne derartige Lotkugeln auf einfache Weise zu testen, bevor ein Halbleitermodul zusammengestellt wird.
Zur Herstellung der Stapelverbindung werden die einzelnen Partner so ausgerichtet, dass die Aushöhlungen oder Durchkon- takte (entweder nur aus Durchkontakten bestehend oder durch vertikale Aussparungen bzw. Rillen verlängerte Kontaktlöcher aufweisend) übereinander liegend angeordnet sind. Ferner wird ein vorgeformter Flachleiterrahmen über alle Kontakte gelegt und durch Laserschweißen werden die Einzelverbindungen mit den Außenrandkontaktanschlüssen geschlossen und durch Laser¬ trennen werden entsprechende Querstege bzw. Befestigungs¬ schienen des Flachleiterrahmens für die Leitungsstege abge¬ trennt. Nachdem alle Kontakte angeschlossen sind, kann das gestapelte Halbleitermodul nochmals getestet und danach ein- gesetzt werden.
Zusammenfassend ergeben sich daraus folgende Vorteile:
1. eine kostengünstige Stapeltechnologie; 2. ein Nutzbarmachen von substratbasierten Gehäusen, wie z.B. FBGA-Gehäuse für die Stapeltechnologie; 3. eine Erhöhung der elektrischen Leistungsfähigkeit;
4. eine Verringerung der vertikalen Größenausdehnung eines Halbleitermoduls;
5. ein Vorabtesten der einzelnen zu stapelnden Halbleiter¬ bauteile, sodass ein verminderter Ausschuss für die Halbleitermodule auftritt;
6. eine hohe Vielfalt von Stapelmöglichkeiten durch Einzel¬ chipgehäuse, Multichipgehäuse und Kombinationen dersel¬ ben.
Mit dieser Technologie wird ein Verdoppeln oder Vervierfachen der Speicherdichte im Vergleich zu Standardspeicherdichten möglich. Bei beispielsweise 120 nötigen vertikalen Verbindun¬ gen ergeben sich zum Beispiel 30 Durchkontakte pro Randseite der Halbleiterbauteile, bei einem Anschlussraster von 0,65 mm ergibt sich eine Mindestlänge, um eine derartige Anzahl von Leitungsstegen auf den Randseiten unterzubringen, von 20 mm. Die für ein derartiges Stapeln in einem Halbleitermodul inte¬ ressanten Speicherchips sind die Chips mit großer Speicher¬ dichte, beispielsweise von 1 Gigabit bis 2 Gigabit, da diese Halbleiterchips bereits heute eine Kantenlänge von größer als 18 mm aufweisen. Somit ist auch das Anschlussraster ausrei¬ chend, um genügend Außenrandkontaktanschlüsse bereitzustel¬ len.
Die Erfindung wird nun anhand der beigefügten Figuren näher erläutert.
Figur 1 zeigt einen schematischen Querschnitt durch ein
Halbleitermodul einer ersten Ausführungsform der Erfindung;
Figur 2 zeigt einen schematischen Querschnitt durch ein
Halbleitermodul einer zweiten Ausführungsform der Erfindung;
Figur 3 zeigt eine schematische Draufsicht auf einen verti¬ kal ausgerichteten Flachleiterrahmen mit elektri¬ schen Verbindungselementen;
Figur 4 zeigt einen schematischen Querschnitt durch ein Halbleitermodul einer dritten Ausführungsform der
Erfindung;
Figur 5 zeigt einen schematischen Querschnitt durch ein
Halbleitermodul einer vierten Ausführungsform der Erfindung;
Figur 6 zeigt einen schematischen Querschnitt durch ein
Halbleitermodul einer fünften Ausführungsform der Erfindung.
Figur 1 zeigt einen schematischen Querschnitt durch ein Halb¬ leitermodul 1 einer ersten Ausführungsform der Erfindung. Dieses Halbleitermodul 1 weist einen internen Halbleiterchip¬ stapel 40 aus den Halbleiterchips 13 und 14 auf. Zwischen den Halbleiterchips 13 und 14 ist eine abstandhaltende isolieren¬ de Schicht 52 angeordnet, da die Halbleiterchips 13 und 14 identische Außenmaße aufweisen. Beide Halbleiterchips 13 und 14 weisen zentral und zweireihig angeordnete Kontaktflächen 54 an der aktiven Oberseite der Halbleiterchips 13 und 14 auf. Von den Kontaktflächen 54 in dem zentralen Bereich 44 führen Leiterbahnen 48 einer Verdrahtungsstruktur, die von einer strukturierten Metallbeschichtung auf den aktiven Ober¬ seiten der Halbleiterchips 13 und 14 gebildet wird, zu Innen-
anschlüssen 29 in den Randbereichen der Halbleiterchips 13 und 14, von wo aus die Innenschlüsse 29 über Bondverbindungen 49 mit einer Verdrahtungsstruktur 25 auf einem Verdrahtungs¬ substrat 34 verbunden sind.
Das Verdrahtungssubstrat 34 weist auf seiner Unterseite 41 Außenkontakte 42 auf, die auf Außenkontaktflächen 50 angeord¬ net sind. Die Außenkontaktflächen 50 stehen über Leitungen der Unterseite 41 und Durchkontakte 51 mit der Verdrahtungs- struktur 25 elektrisch in Verbindung. Beim Außenrand 33 des Verdrahtungssubstrats 34 sind durchtrennte Durchkontakte 32 angeordnet, die ihrerseits sowohl mit den Bondverbindungen 49 oder mit den Außenkontakten 42 elektrisch verbunden sind. So¬ mit werden zumindest über diese aufgetrennten Durchkontakte 32, die auch Hohlkontakte genannt werden, am Außenrand 33 des Verdrahtungssubstrats 34 drei Kontaktebenen zusammengeschlos¬ sen, nämlich die Kontaktebene der Außenkontakte 42 sowie die Kontaktebene der Innenanschlüsse 29 der beiden Halbleiter¬ chips 13 und 14. Ferner können die Kontakte der drei Kontakt- ebenen zusätzlich über die Durchkontakte 51 zusammen ge¬ schlossen sein.
Den Schnittzeichnungen A, B, C und D, die unter Figur 1 mit Figur IA, Figur IB, Figur IC und Figur ID gekennzeichnet sind, wird die unterschiedliche Struktur des Außenrandes 33 im Bereich des Verdrahtungssubstrats 34 und die Struktur der Außenseite 30 im Bereich des Kunststoffgehäuses 47 deutlich. In dieser ersten Ausführungsform der Erfindung weisen ledig¬ lich die Hohl- oder Durchkontakte 32 in dem Randbereich eine Aussparung bzw. Rillen auf, während die Außenseite 30 des Halbleitermoduls 1, wie es die Figuren IB und IC zeigen, vollständig glatt ist.
Zur Verbesserung des Widerstandes gegen Korrosion und Oxida- tion können die Durchkontakte 32 aus einer Kupferlegierung mit einer Goldschicht in dem Außenrand 33 des Verdrahtungs¬ substrats 34 beschichtet sein. Der Vorteil dieser Außenrand- anschlüsse 28 dieser ersten Ausführungsform der Erfindung ist es, dass eine Vielzahl von Durchkontakten 32 im Randbereich des Halbleiterbauteils 6 angebracht werden können, sodass ü- ber diese Außenrandanschlüsse 28 aus aufgetrennten Durchkon¬ takten 32 ein Test möglich ist, ohne dass die Lotkugeln 43 belastet werden müssen. Selbst bei einer Oberflächenmontage dieses Halbleitermoduls 1 auf einer übergeordneten Schal¬ tungsplatine kann noch auf die Außenrandanschlüsse 28 auf den Gehäuseaußenrandseiten 26 und 27 zugegriffen werden, was beim Testen des Bauteils vorteilhaft ist.
Figur 2 zeigt einen schematischen Querschnitt durch ein Halb¬ leitermodul 2 einer zweiten Ausführungsform der Erfindung. Komponenten mit gleichen Funktionen wie in Figur 1 werden mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet und nicht extra erör- tert. Auch dieses Halbleitermodul 2 weist einen internen
Halbleiterchipstapel 40 mit Speicherchips von einigen Gigabit auf. Der Unterschied zwischen der Ausführungsform gemäß Figur 1 und der Ausführungsform gemäß Figur 2 wird an den Schnitt¬ zeichnungen Figur 2A, Figur 2B, Figur 2C und Figur 2D sicht- bar. In dieser Ausführungsform der Erfindung sind Rillen oder Aussparungen sowohl im Bereich des Verdrahtungssubstrats 34 als auch im Bereich des Kunststoffgehäuses 47 vorgesehen, wie die Figuren 2B und 2C zeigen. Diese Aussparungen sind aufge¬ füllt mit Leitungsstegen 36 als vertikale Verbindungselemente 31, über die ein weiteres Halbleiterbauteil mit einem inter¬ nen Halbleiterchipstapel 40, wie es z.B. Figur 1 zeigt, an das vorliegende Halbleitermodul 1 angekoppelt werden kann.
Durch die vertikal gegenüber der Verdrahtungsstruktur 25 aus¬ gerichteten Leitungsstege 36 ist es möglich, auf geringstem Raum eine Verbindung zwischen zu stapelnden Halbleiterbautei¬ len herzustellen. Dazu können die Aussparungen bzw. Rillen 35 in dem Kunststoffgehäuse 47 dadurch hergestellt werden, dass in eine Spritzgussform oder eine Prägeform entsprechende Lei¬ tungsstege 36 eingelegt werden, sodass beim Herausnehmen der Form diese Leitungsstege 36 entweder gleich mit eingegossen oder in die entstehenden Rillen 35 anschließend eingefügt werden. Die elektrische Verbindung der Leitungsstege 36 mit den Außenrandanschlüssen 28 in Form von aufgeteilten Durch¬ kontakten 32 kann durch ein Laserschweißen erreicht werden. Dieses ist das zuverlässigste stoffschlüssige Verfahren, mit dem die Leitungsstege 36 mit den aufgetrennten Durchkontakten 32 des Verdrahtungssubstrats 34 verbunden werden können. Ge¬ nerell ist es auch möglich, diese Leitungsstege 36 auf die aufgetrennten Durchkontakte 32 aufzulöten oder sie mit einem Leitkleber elektrisch zu verbinden.
Figur 3 zeigt eine schematische Draufsicht auf einen vertikal ausgerichteten Flachleiterrahmen 37 mit elektrischen Verbin¬ dungselementen 31. Um gleichzeitig mehrere Verbindungselemen¬ te 31 auf die Gehäuseaußenrandseiten eines Halbleitermoduls in den vorgesehenen Rillen aufzubringen, sind die elektri- sehen Verbindungselemente 31 in Form von Leitungsstegen 36 über einen Flachleiterrahmen 37 gitterförmig gehalten. Der Flachleiterrahmen 37 weist Querstege 39 auf, welche die Lei¬ tungsstege 36 in ihrer Position halten. Das Gitter 38 kann zunächst komplett auf die Gehäuseaußenrandseiten eines HaIb- leitermoduls mit gestapelten Halbleiterbauteilen aufgelegt werden und anschließend mit den vorgesehenen Außenrandan¬ schlüssen verbunden werden. Der Kurzschluss, der durch die Querstege 39 entsteht, kann nach Anbringen des Rahmens und
Kontaktieren der Außenrandkontakte 32 durch Lasertrennen des Überstandes 46 des Gitters 38 entfernt werden.
Figur 4 zeigt einen schematischen Querschnitt durch ein HaIb- leitermodul 3 einer dritten Ausführungsform der Erfindung. Das untere Halbleiterbauteil 7 entspricht den Halbleiterbau¬ teilen 6, die in Figur 1 und 2 gezeigt werden, und weist ei¬ nen internen Halbleiterchipstapel 40 mit den Halbleiterchips 15 und 16 auf. Das gestapelte Halbleiterbauteil 8 mit seinem internen Halbleiterchipstapel 40 der Halbleiterchips 17 und 18 ist auf die Oberseite des unteren Halbleiterbauteils 8 un¬ mittelbar geklebt und weist keine Lotbälle oder Lotkugeln auf, zumal die beiden gestapelten Halbleiterchips 17 und 18 über ihre Innenanschlüsse 29 und die Verdrahtungsstruktur 25 mit entsprechenden Außenrandanschlüssen 28 verbunden sind, sodass Lotkugeln 43 auf den Außenkontaktflächen 50 des gesta¬ pelten Halbleiterbauteils 8 überflüssig sind. Die elektrische Verbindung zum oberen und unteren Halbleiterbauteil erfolgt in diesem Fall durch Verbindungselemente 31, die als Flach- leiter ausgebildet sind. Durch den Wegfall von Lotbällen zwi¬ schen den beiden Halbleiterbauteilen 7 und 8 wird das gesamte Halbleitermodul 3 in seiner Höhe h vermindert.
Figur 5 zeigt einen schematischen Querschnitt durch ein HaIb- leitermodul 4 einer vierten Ausführungsform der Erfindung.
Komponenten mit gleichen Funktionen wie in den vorhergehenden Figuren werden mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet und nicht extra erörtert.
Diese vierte Ausführungsform der Erfindung entspricht wei- testgehend der dritten Ausführungsform der Erfindung gemäß Figur 4, jedoch ist die Bauhöhe h des Halbleitermoduls 4 grö¬ ßer, weil Lotkugeln 43 des gestapelten Halbleiterbauteils 9
beibehalten wurden. Mit dem internen Halbleiterchipstapel 40 aus den Halbleiterchips 19 und 20 ist das gestapelte Halblei¬ terbauteil 9 genauso aufgebaut wie die Ausführungsform gemäß Figur 2. Auch das Basishalbleiterbauteil 10 weist einen in- ternen Halbleiterchipstapel 40 mit den Halbleiterchips 21 und 22 auf und entspricht in seinem Aufbau dem Halbleiterbauteil 6, das in Figur 2 gezeigt wird. Der Vorteil dieses Halblei¬ termoduls ist es, dass keine Modifikationen und Änderungen an den zu stapelnden Halbleiterbauteilen 9 und 10 ausgeführt werden müssen, sodass gleichartige Halbleiterbauteile 9 und 10 übereinander gestapelt und miteinander über die Leitungs¬ stege 36 auf den Außenseiten 30 des Halbleitermoduls 4 ver¬ bunden werden können. Dieses bringt Vorteile beim Testen der Halbleiterbauteile 9.
Figur 6 zeigt einen schematischen Querschnitt durch ein Halb¬ leitermodul 5 einer fünften Ausführungsform der Erfindung, wobei in diesem Fall zwei Halbleiterbauteile 11 und 12 auf¬ einander gestapelt sind, die Halbleiterchips 23 und 24 mit einem zentralen Bondkanal 44 aufweisen. In dem zentralen Bondkanal 44 sind zweireihig Kontaktflächen 54 angeordnet, die über Bonddrähte 49 mit Leiterbahnen 48 auf einer Verdrah¬ tungsfolie 45 verbunden sind. Auf der Verdrahtungsfolie 45 sind Außenkontakte 42 in Form von Lotkugeln 43 im Falle des unteren Halbleiterbauteils 11 angeordnet. Das obere gestapel¬ te Halbleiterbauteil 12 weist demgegenüber keine Lotkugeln 43 auf.
Die in zwei Reihen angeordneten Kontaktflächen 54 sind hier über Bonddrähte 49 mit einer Verdrahtungsstruktur 25 eines zentralen Bondkanals 55 verbunden, die direkt mit Außenrand- anschlüssen 28 verbunden sind und über die Verbindungselemen¬ te 31 in Form von Leitungsstegen 36 auf den Gehäuseaußenrand-
Seiten 26 und 27 mit den Außenkontakten 42 des unteren Halb¬ leiterbauteils 11 des Halbleitermoduls 5 verbunden sind. Zwi¬ schen den Halbleiterbauteilen 11 und 12 ist eine Klebstoff¬ masse 53 angeordnet, mit der das gestapelte Halbleiterbauteil 12 auf dem Basishalbleiterbauteil 11 fixiert ist. Der Unter¬ schied des Halbleitermoduls 5 zu den vorhergehenden Ausfüh¬ rungsformen der Erfindung liegt darin, dass die zentralen Bondkanäle 55 der gestapelten Halbleiterbauteile 11 und 12 in Richtung auf die Außenkontakte 42 des Halbleitermoduls 5 aus- gerichtet sind und deshalb auf ein selbsttragendes Verdrah¬ tungssubstrat für Halbleiterchips verzichtet werden kann, zu¬ mal auch kein interner Halbleiterchipstapel in dieser Ausfüh¬ rungsform der Erfindung vorgesehen ist.