Beschreibung
Verfahren und Vorrichtungen zur Detektion des TX-Diversity- Modes für Mobilfunkempfänger
Die vorliegende Erfindung betrifft Verfahren und Vorrichtungen zur TX-Diversity-Mode-Detektion unter Verwendung blinder Detektion einer zweiten Sendeantenne mittels Pilot-Sequenzen für Mobi1funkempfänge . Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren nach der Gattung des Oberbegriffs von Anspruch 1, ein Verfahren nach der Gattung des Oberbegriffs von Anspruch 2 , eine Vorrichtung nach der Gattung des Oberbegriffs von Anspruch 11 und eine Vorrichtung nach der Gattung des Oberbegriffs von Anspruch 12. Darüber hinaus be- trifft die vorliegende Erfindung Mobilfunkempfänger, in denen diese Verfahren und Vorrichtungen eingesetzt werden.
Jeder Mobilfunkempfänger muß sich vor dem Aufbau einer Datenverbindung mit einer oder mehreren Basisstationen bzgl . des Sende- und Empfangstaktes synchronisieren. Dies geschieht im Allgemeinen mittels eines dreistufigen Verfahrens, bei dem sich der Mobilfunkempfänger auf die Slot- und Framegrenzen der entsprechenden Basisstation synchronisiert und die verwendeten Verwürfelungscodes identifiziert. Entsprechend den Standards für Mobilfunksysteme der 3. Generation, z.B. 3GPP
TS 25.211 V4.3.0 (2001-12), können Basisstationen generell in einem sog. "TX-Diversity-Mode" (auch "Sende-Diversitäts- Modus" oder "TX-Diversitäts-Modus" genannt) betrieben werden. Dabei wird das Sendesignal von zwei verschiedenen Antennen abgestrahlt und z.B. mindestens auf einer der beiden Antennen mit einer speziellen Signalsequenz moduliert, so daß beide Sendesignalströme im Zeitlichen zueinander orthogonal gesendet werden.
Durch entsprechende De odulation beim Empfang der Daten am mobilen Terminal kann durch TX-Diversity-Verfahren die Leistungsfähigkeit signifikant verbessert werden. Hierzu muß dem
Terminal aber bekannt sein, daß und welches TX-Diversity- Verfahren verwendet wird, da ansonsten eine zusätzliche Leistungsdegradation verursacht wird. Demzufolge ist es wünschenswert, daß eine möglichst sichere Detektion des TX- Diversity-Modes zu einem möglichst frühen Zeitpunkt durchgeführt wird, um einen effizienten Datenempfang zu gewährleisten.
Nach dem Stand der Technik sind prinzipiell drei verschiedene Ansätze zur Lösung des Detektionsproblems bekannt .
A) Mittels Layer 3 Signalisierung (siehe hierzu den Beitrag "An alternative scheine to detect the STTD encoding of PCCPCH" von Texas Instruments in TSG-RAN WG1 meeting #3, Nynasham (Schweden), 22. bis 26. März 1999, S. 150 ff.), B) Detektion einer auf den Synchronisationskanal symbolweise modulierten Indikatorsequenz (siehe hierzu den Beitrag "Fast reliable detection of STTD encoding of PCCPCH with no L3 messaging overhead" von Texas Instruments in TSG-RAN WG1 meeting #4, Yokohama (Japan), 18. bis 20. April 1999, S. 372 ff.),
C) Blinde Detektion der 2. TX-Antenne mittels Pilot- Sequenzen z.B. CPICH (CPICH = Common Pilot Channel / Gemeinsamer Pilotkanal) (siehe hierzu den Beitrag "STTD encoding for PCCPCH" von Texas Instruments in TSG-RAN Working Group 1 meeting #2, Yokohama, 22. bis 25. Februar 1999, S. 83 ff.) .
Bei Verfahren nach A) und B) ist eine Frequenzsynchronisation mittels AFC und Wissen über den Übertragungskanal (Durchführung einer KanalSchätzung z.B. unter der Annahme, daß TX-Diversity-Mode benutzt wird) Voraussetzung, um überhaupt oder zumindest akzeptable Detektionsergebnisse zu erhalten. Dies bedeutet vor allem einen zusätzlichen Verarbeitungszeitaufwand, der i.d.R. auf Kosten der Gesamtperformance der Synchronisationsprozedur geht.
Somit sind Ansätze nach A) bzw. B) i.a. nicht anzuwenden.
Verfahren nach C) können prinzipiell mittels inkohärenter De- tektionsverfahren durchgeführt werden und kommen somit auch in einem bestimmten Rahmen ohne Frequenzsynchronisation und / oder Kanalinformation aus. Jedoch für Frequenzfehler > 1 kHz zeigt sich für bekannte Verfahren schon eine erhebliche Leistungsdegradation. Bei einem Frequenzfehler von ca. 1,9 ppm (ca 4 kHz) würden herkömmliche Ansätze nach C) eine zweite TX-Antenne detektieren, obwohl nur über eine TX-Antenne gesendet wird. Das in Fig. 2 dargestellte Diagramm zeigt das Degradationsverhalten dieser Ansätze in Abhängigkeit vom Frequenzfehler. Dabei wurde das im UMTS-System verwendete TX- Diversity-Modulationsverfahren des CPICH-Signals (STTD - Space Time Transmit Diversity / Raum-Zeit-Sende-Diversität) mit den im Standard 3GPP TS 25.211 V4.3.0 (2001-12) auf den Seiten 24 bis 26 beschriebenen Sequenzen zugrundegelegt.
Hierbei beschreibt im oberen Diagramm von Fig. 2 die Kurve
den Energieanteil von Antenne n auf die Entscheidungsfunktion zur Antenne m bei einem Frequenzfehler von x ppm.
Um die Funktionsweise und Vorteile der weiter unten beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahrens deutlich zu machen, sollen im folgenden zuerst die Verfahrensweise üblicher TX- Detektionsansätze nach C) beschrieben und daraus resultierende Nachteile hervorgehoben werden. Die vorliegende Erfindung baut nämlich auf die für C) zugrundeliegende Idee auf, erweitert diese aber dahingehend, daß eine nach diesem Verfahren konzipierte "TX-Diversity-Mode"-Detektionsvor- richtung sehr robust gegenüber Frequenzfehlern bzw. Kanal- phasen wird.
Das Detektionsverfahren nutzt hierbei die Eigenschaften des CPICH-Signales aus, die je nach benutzter Sendeart (TX- Diversität ein / aus) unterschiedlich sind, siehe 3GPP TS
25.211 V4.3.0 (2001-12), dort z.B. S. 24 bis 26. Bei eingeschaltetem TX-Diversitäts-Mode wird dem Sendesignal auf An-
tenne 1 und dem Sendesignal auf Antenne 2 jeweils eine Modulationssequenz symbolweise "aufgeprägt", die mit einer Minimallänge von 2 Symbolen zueinander orthogonal sind. Fig. 3 zeigt diesbezüglich eine STTD-Sequenz des CPICH.
Vorab sei jedoch an dieser Stelle eine Auflistung von im folgenden häufig verwendeten Symbolen und Variablen angegeben:
r(n) empfangenes komplexes Datensample zum Abtastzeit- punkt n, rj '(k) empfangenes und STTD-demoduliertes komplexes Datensample des x-ten Empfangsdatentupels zum Abtast- Zeitpunkt k für Antenne a, rj ' empfangenes, STTD-demoduliertes und phasenkorri- giertes komplexes Datensample des x-ten Empfangsda- tentupels für Antenne a, sa(n) über Antenne a gesendetes komplexes Datensample zum
AbtastZeitpunkt n, A^' n-tes Sample der STTD-Modulationssequenz der Anten- ne a, yx Entscheidungsvariable bzgl . des x-ten Empfangsdatentupels, y(a) Entscheidungsvariable bzgl. Antenne a, arg b Phasenwinkel der komplexen Zahl b, sig{ . } Vorzeichenfunktion und
.2 Symbolenergie unter der Annahme, daß der Kanal für beide Antennen die Übertragungsfunktion 1 hat .
Unter der vereinfachten Annahme, daß der Kanal für beide An- tennen die Übertragungsfunktion 1 hat und der Frequenzfehler des Terminal -Quarzes vernachlässigbar ist, gilt für das Empfangssignal auf Symbolebene:
r(n) =
+ A (2)'s.
2(n) + n
0(n) Gl
Sowohl die Symbole s (n) =Sι (n) =s2 (n) , als auch die Sequenzen An' bzw. ^ sind i.d.R. empfängerseitig bekannt. Zur Detek-
004/040799
tion der beiden Antennensignale seitens des Empfängers ist die kohärente Verarbeitung von Symboltupels {r (k) ;r (k+1) }, mit k=2n, durchzuführen. Es folgt: Signal von Antenne 1: r
(1)(k) r(k) • A . GJ's„* (k) + r(k + 1) • A!£ (1
+)'
1s <k + 1) + n
x(k)
+ AS
1σ
2 2)Ai
c 1|
1 + n
2(k)
und unter Berücksichtigung der Eigenschaften der Sequenzen
A^ bzw . A^2)
r(1)(k) = 2|A|2σ L + 0σ 2 + nx(k) Gl
Signal von Antenne 2 :
r 2")
;(,k) = r(k) A . (2)'s* (k) + r(k + 1)
• Aj (^2) s (k + 1) +
nι( ) (A
k (D
σ
und unter Berücksichtigung der Eigenschaften der Sequenzen
A£> bzw . A (:2)
r(2,(k) = 0σ2 x + 2|A| 2 σ_22 2 + nx(k) Gl
Nach diesem Verfahren kann unter den obigen idealisierten Bedingungen eindeutig detektiert werden, ob ein Signal von der jeweiligen Antenne abgestrahlt wird, sprich, ob TX-Diversity- Mode verwendet wird oder nicht. Hierzu wird i.d.R. der Betrag von Gl . 2 und Gl . 3
(i) _ y r(1)(k)| 2|A|2 σ2 1 + nx(k) bzw . y( = r(2)(k)| 2|Ä| σ2 2 + nx(k)
mit einem wohldefinierten Schwellwert TH verglichen. Die Ent- Scheidungsregel ergibt sich z.B. wie folgt: a) yi > TH & y2 < TH -» TX-Diversity Mode ist nicht aktiv b) yi > TH & y2 > TH -» TX-Diversity Mode ist aktiv c) yi < TH Sc y2 ≤ TH -» keine Entscheidung möglich
Anmerkung: Im Fall, daß kein TX-Diversity-Mode verwendet wird, gilt σs 2 2=0
Läßt man nun einen gewissen Frequenzfehler zu, so weist das empfangene Abbild von s(k+l) eine Phasenverschiebung von Δφ gegenüber dem empfangenen Abbild s (k) auf. Dieser Phasenunterschied projiziert jeweils einen Energieanteil von den auszublendenden Antennenanteilen in Gl . 2 und Gl . 3 in die Ergebnisfunktion r(1> (k) bzw. r(2) (k) und dämpft zusätzlich den Beitrag der jeweils zu detektierenden Antenne.
Ausgehend von den obigen Entscheidungskriterien in a) - c) interessiert der Anteil der Projektion von Antenne 1 auf die Entscheidungsfunktion y(2) sowie der Dämpfungsbeitrag auf den Anteil der Antenne 1 in der Entscheidungsfunktion y(1) .
Erweitert man Gl .2 und Gl .3 , um einen vorhandenen Frequenzfehler zu berücksichtigen, so ergeben sich folgende verallgemeinerte Gleichungen für die Entscheidungsfunktionen y(1> bzw.
, (2)
y(1) = /2 Λ ϊ_+_cos~Δφ|A|2σ 1 + V2.-/1 - cos Δφ|A|2σ2 2 + nx(k) G1 . 4 und
X = 2 1 - cos ΔΦ|A|2 σ si + 2V1 + cos Δφ|A|2σ2 2 + nx(k) G1.5
Für einen Phasenwinkel von Aφ = — ergibt sich aus Gl.4 und
Gl.5, daß die Projektionsanteile vom Betrag her jeweils gleich den zu detektierenden Antennenanteilen sind. Für die obigen EntseheidüngsregeIn bedeutet dies (unter der Bedingung, daß c) nicht erfüllt ist) , daß, unabhängig vom verwendeten TX-Diversity-Mode, immer zwei Antennen (TX-Diversity- Mode wird verwendet) detektiert werden. Das Diagramm in Fig. 2 gibt diesen Sachverhalt nochmals wieder.
Die bisherigen Ausführungen machen deutlich, daß die nach dem Stand der Technik bekannten Verfahren zur Detektion des TX- Diversity-Modes nur bedingt performant sind und gerade während einer initialen Synchronisationsphase, wo mit erhebli- chen Frequenzfehlern zu rechnen ist, mit einer signifikanten Degradation der Ergebnisse gerechnet werden muß.
In Fig. 4 ist zur weiteren Verdeutlichung des Standes der Technik ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zur Detektion des TX-Diversity-Modes nach Stand der Technik dargestellt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend von den gattungsgemäßen Verfahren und Vorrichtungen zur TX-Diversity- Mode-Detektion solche Verfahren und Vorrichtungen zur TX- Diversity-Mode-Detektion sowie zugehörige Mobilfunkempfänger bereitzustellen, die im Vergleich zu den aus dem Stand der Technik bekannten entsprechenden TX-Diversity-Mode- Detektionsverfahren, TX-Diversity-Mode- Detektionsvorrichtungen und Mobilfunkempfängern robuster ge- genüber Frequenzfehlern bzw. Kanalphasen sind und trotzdem sehr kurze Detektionszeiten gewährleisten.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein Verfahren nach Anspruch 1, ein Verfahren nach Anspruch 2, eine Vorrich- tung nach Anspruch 11, eine Vorrichtung nach Anspruch 12, einen Mobilfunkempfänger nach Anspruch 21 und einen Mobilfunkempfänger nach Anspruch 22.
Das erfindungsgemäße Verfahren nach Anspruch 2 ermöglicht die Detektion des TX-Diversity-Modes während der Verwürfelungsco- deidentifikation und ist somit Bestandteil der Synchronisation. Dies liefert eine wesentliche Zeitersparnis bezogen auf die für die vollständige Abstimmung zwischen Mobilfunkempfänger und Basisstation benötigte Gesamtzeit. Ferner sind alle erfindungsgemäßen Verfahren, Vorrichtungen und Mobilfunkempfänger sehr robust gegen Frequenzfehler und erreichen trotzdem gleichzeitig kurze Detektionszeiten.
Vorteilhafte und bevorzugte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens nach Anspruch 1 sind Gegenstand der Ansprüche 3 und 5 bis 10. Vorteilhafte und bevorzugte Weiterbildun- gen des erfindungsgemäßen Verfahrens nach Anspruch 2 sind Gegenstand der Ansprüche 4 bis 10. Vorteilhafte und bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Anspruch 11 sind Gegenstand der Ansprüche 13 und 15 bis 20. Vorteilhafte und bevorzugte Ausführungsformen der erfindungs- gemäßen Vorrichtung nach Anspruch 12 sind Gegenstand der Ansprüche 14 bis 20. Eine vorteilhafte und bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Mobilfunkempfänger ist Gegenstand des Anspruchs 23.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand von Figuren erläutert . Es zeigt :
Fig. 1 ein prinzipielles Blockbild eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens, Fig. 2 ein Betrags- und Phasendiagramm für Antennenbeitrag und Projektionsbeitrag, Fig. 3 die STTD-Sequenz des CPICH,
Fig. 4 ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zur Detektion des TX-Diversity-Modes nach dem Stand der Technik,
Fig. 5 ein Zeigerdiagramm zu einem Ausführungsbei- spiel eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Illustration der sich durch den Frequenzfehler ergebenden Nutz- bzw. Projektionsanteile (hier nur für Antenne 1 angegeben) ,
Fig. 6 bis 11 Diagramme für weitere Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Illustration der sich durch den Frequenzfehler ergebenden Nutz- bzw. Projektionsanteile, und Fig. 12 ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur effizienten TX-Diversity-
Mode-Detektion bei paralleler Verwürfelungsco- deidentifikation.
Das im folgenden näher beschriebene Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verfahrens baut auf dem oben unter Punkt C) vorgestellten, aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren auf. Das folgende Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens ist jedoch robuster gegen Frequenzfehler und erlaubt gleichzeitig sehr kurze Detektionszeiten. Weiterhin ist die Verwürfelungscode-Identifikation integraler Bestandteil des Verfahrens gemäß diesem Ausführungsbeispiel .
Fig. 1 zeigt ein prinzipielles Blockbild eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Im Gegensatz zu dem weiter oben beschriebenen, aus dem Stand der Technik bekannten gattungsgemäßen Verfahren werden in dem Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens nicht nur ein, sondern jeweils zwei aufeinanderfolgende Datentupel {r (k) ;r (k+1) };{r (k+2) ;r (k+3) }, mit k=4n, kohärent verarbeitet, wobei in einer 1. Verarbeitungsstufe jedes einzelne Tu- pel auf Basis des oben beschriebenen, an sich bekannten Verfahrens berechnet wird. Ziel ist es, die durch die Phasendrehung verursachten Projektionen, d.h. Fehler, zu erkennen bzw., zu korrigieren. Dies kann unter Ausnutzung spezieller Eigenschaften von empfangenen Trainingssequenzen, hier am Beispiel der CPICH-STTD-Modulationssequenz erläutert, effizient realisiert werden. Entsprechende Ausführungsbeispiele bzgl. eines Verfahrens mittels Erkennung und eines Verfahrens mittels Korrektur des Projektionsfehlers werden an späterer Stelle gegeben. Ausgehend von Gl.2 und Gl .3 folgt für die beiden Tu- pel :
Antenne 1 :
und unter Berücksichtigung der Eigenschaften der Sequenzen ' n1' b '-"z-•w-■•.• A •' -T<I )
r .r(D
;(k) = 2A \
2 σ_2, + ,
Λ Oσ_2
7 + n
?(k) Gl . 6
Antenne 2 :
- (Δ (1) rr2 4- Α (2) rr2 (2) 4- 4- & (2) rr2
- l
Ak+2
σsl +
Ak+2
σs2 J
Ak+2 +
+
Ak+3
σs2
und unter Berücksichtigung der Eigenschaften der Sequenzen A? bzw. Aj?
r|2)(k) = 0σ2 x + 2|A| σ2 2 + nx(k) r'2)(k) = Oσ2, + 2|A|2σ2 P + n?(k) Gl . 7
Anmerkung: Im Fall, daß kein TX-Diversity-Mode verwendet wird, gilt σs2 = 0.
Es ist evident, daß im Fall von vernachlässigbar kleinen Frequenzfehlern dieser Ansatz die gleiche Performance wie jene weiter oben mit Bezug auf den Stand der Technik beschriebene Standardlösung erreicht. Das Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens soll nun unter Berücksichtigung eines Frequenzfehlers betrachtet werden. Die Entscheidungsfunktio-
nen y(1) und y(2> sind jetzt jeweils Funktionen in fjr- (k) ; r2 (k)j bzw. f|r2)(k) ; r2 (k)|. Unter der Annahme einer Phasendrehung von Aφ zwischen den empfangenen Abbildern von s (k) und s (k+1) bzw. s(k+2) und s(k+3) ergibt sich eine Phasendrehung von 2Aφ zwischen den beiden Tupeln {r (k) ;r (k+1) } und
{r (k+2) ;r (k+3) } . Für die weiteren Betrachtungen wird zur Vereinfachung nur der Einfluss der Antenne 1 berücksichtigt (das ist der Fall, wenn kein STTD-moduliertes Signal über Antenne 2 abgestrahlt wird) . Eine Erweiterung auf Antenne 2 ist tri- vial und wird hier nicht im Detail ausgeführt. Somit folgt für die einzelnen Komponenten:
1. Tupel :
2. Tupel :
r^ = |A|2σ2 α[(l + cos Δφ) + j sin Δφ] • e^ + n2(k)
Phase zwischen beiden Tupels r<2) = |A|2σ2 (- 1 + cos Δφ) + j sin Δφ] • e^* + n2(k)
Phase zwischen beiden Tupels
=
- cos(Δφ + π)) - j sin(Δφ + %)]
• e
j2Δφ + n
2(k) G1.9
Aus Gl .8 und Gl .9 ergibt sich, daß die durch den Frequenzfehler verursachten Fehlerbeiträge (Projektionen von Antenne 1 in Antenne 2 - Ergebnisse r,(2) und r2 (2) ) aufgrund der Codeeigenschaften der verwendeten STTD-Sequenz (z.B. {A, -A, -A,A}) , genau um den Faktor π phasenverschoben sind. Desweiteren sind die Ergebniswerte des zweiten Tupels mit einer Phasendrehung von 2Aφ zu denen des ersten Tupels behaftet, die aber mit- tels einer geeigneten Vorrichtung leicht abgeschätzt werden kann. Fig. 5 gibt anhand eines entsprechenden Zeigerdiagramms
den Sachverhalt noch einmal graphisch wieder, mit rf]) = sl + s2 , r^ = s3 + s4 , r^2 = sl — s2 und r2 (2) = —s3 + s4 . Dargestellt ist hierin ein Zeigerdiagramm zu dem beschriebenen Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Illustration der sich durch den Frequenzfehler ergebenden Nutz- bzw. Projektionsan- teile (hier nur für Antenne 1 angegeben) .Weitere Diagramme für verschiedene Szenarien, z.B. 2 Antennen bei 1 ppm, sind in den Figuren 6 bis 11 gezeigt.
Die komplexen Ergebniswerte r^ - r^-r^unό- r- 2 werden nun einer Entscheidungsvorrichtung (2.Verarbeitungsstufe) zugeführt, die nach geeigneten Kriterien sowohl den TX-Diversity-Mode als auch den verwendeten Verwürfelungscode detektiert .
Detektion des TX-Diversity-Mode:
Im einfachsten Fall kann hier eine Auswertung der Winkelbe- ziehung zwischen Antenne 1- und Antenne 2 -Signalbeiträgen der einzelnen Tupel als Entseheidungsfunktion dienen. Somit ergibt sich folgender Algorithmus (Detektionsalgorithmus A) :
I) γ1 = sigjargrj - arg r{2 ] und y2 = sigjarg ri, - arg r2 j
II) wenn (yι==y2) dann <TX-Diversity aktiv> sonst <TX-Diversity inaktiv>
Ein weiterer möglicher Detektionsansatz
(Detektionsalgorithmus B) basiert auf der Schätzung der Phasendrehung Aφ und Phasenkorrektur der Ergebniswerte des zweiten Tupels {r (k+2) ;r (k+3) } . Durch kohärente Addition des phasenkorrigierten Tupelpaares und nachfolgenden Vergleich der Ergebniswerte (bevorzugterweise der Beträge) r(1), r(2> , mit einem wohldefinierten Schwellwert, ist eine Entscheidung bzgl. des TX-Diversity-Modes möglich. Somit ergibt sich folgender Algorithmus (Detektionsalgorithmus B) :
arg ri - arg r, I) Δφ = —^-
2- _l_
II) -7. ~
und & =
2)e
"•j2Δφ
in) y' (i) JX) i!X) und y(2) = r{2) + £ (2) 2
IV) wenn (y(1) > Schwellwert & y(2) > Schwellwert) dann < TX- Diversity aktiv> sonst {wenn (y(1) > Schwellwert || y(2> > Schwellwert) dann <TX- Diversity inaktiv> sonst < keine Entscheidung möglich>}
Weiterhin kann die Ausführung wie folgt optimiert werden: Da für sehr kleine Frequenzfehler die Projektion von Antenne 1-Anteilen auf Antenne 2 -Ergebnisse vernachlässigbar ist und somit r 2) und r2 (2) eher rauschdominante Anteile enthalten, wird weiterhin berücksichtigt, daß ein entsprechender Detektionsalgorithmus nur initiiert wird, wenn die Beträge r2) und/oder r2 einen bestimmten Schwellwert überschreiten.
Andernfalls wird auf <TX-Diversity inaktiv> entschieden. Ein algorithmisches Beispiel ist wie folgt gegeben:
I) abs value = i-f> + r(2) x2
II) wenn (abs_value > Schwellwert) dann <starte Detektionsalgorithmus> sonst <TX-Diversity inaktiv>
Identifikation des verwendeten Verwürfelungscodes : Die Verwürfelungscode-Identifikation ist für Mobilterminals der 3. Generation, z.B. nach 3GPP UMTS Standard, fester Bestandteil einer dreistufigen Synchronisations-Prozedur, die u.a. in folgenden zwei Druckschriften beschrieben ist: Zoch, A. ; Fettweis, G. P.: Cell Search Performance Analysis for W- CDMA.- In: International Conference on Communications (ICC 2002), New York City, USA, 28. April bis 2. März 2002; Holma, H.; Toskala, A. : WCDMA for UMTS, John Wiley & Sons, LTD., Chinchester, England, Juni 2000.
Im hier vorgeschlagenen Verfahren werden die von der TX- Diversity-Mode-Detektionseinheit zur Verfügung gestellten Ergebniswerte (z.B. nach der 1. Stufe) ebenfalls zur Identifikation des verwendeten Verwürfelungscodes mittels einer ge- eigneten Verwürfelungscode-Identifikationseinheit genutzt. Wenn i den zur Erzeugung der Ergebniswerte r- , r2 , r-[ und r2 ) verwendeten Verwürfelungscodeindex bezeichnet, ergibt sich folgender Algorithmus :
I) Start Verarbeitung des Verwürflungscode i> II) abs value (i) =
III) wenn (abs_value (i) >abs_value (i-1) dann <aktueller Verwürflungscode=i>
IV) i++
Nachfolgend wird ein Implementierungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung/Architektur beschrieben, die das vorgeschlagene Verfahren umsetzt.
Fig. 12 zeigt dieses Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 zur effizienten TX-Diversity-Mode- Detektion bei paralleler Verwürfelungscode-Identifikation.
Das Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß Fig. 12 ist so ausgelegt, daß sie die Detektion des TX- Diversity-Modes unter Verwendung einer Entscheidungsfunktion durchführt. Dabei verarbeitet sie zwei aufeinanderfolgende Eingangssignaldaten-Tupel {r (k) ,-r (k+1) } und {r (k+2) ;r (k+3) } kohärent, führt eine Phasenkorrektur eines Phasen-Offsets zwischen beiden Tupeln durch und erstellt auf dieser Basis die zur Detektion des TX-Diversity-Modes verwendete Entscheidungsfunktion. Diesbezügliche Einzelheiten wurden schon weiter oben mit Bezug auf ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verfahrens erläutert .
Das Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 gemäß Fig. 12 weist zwei serielle Stufen 2, 3 auf, von denen
die erste Stufe 2 als erste Stufe der TX-Diversity-Mode- Detektion dient. Die zweite Stufe 3 weist zwei parallele Untereinheiten 4, 5 auf, nämlich eine zweite TX-Diversity-Mode- Detektionsstufe 5 und parallel dazu eine Verarbeitungsstufe 4 zur Verwürfelungscodeidentifikation. Die erste TX-Diversity- Mode-Detektionsstufe 2 ist so ausgelegt, daß sie die Empfangsdaten digital verarbeitet und der nachfolgenden Verarbeitungsstufen 3, d.h. also sowohl der zweiten TX-Diversity- Mode-Detektionsstufe 5, als auch gleichzeitig der Verwürfe- lungscodeidentifikationsstufe 4, Ergebniswerte bzgl. Antenne 1 bzw. Antenne 2 zur Verfügung stellt. Die zweite TX- Diversity-Mode-Detektionsstufe 5 ist so ausgelegt, daß sie den Phasenwinkel zwischen den Antennenanteilen der Ergebnis- werte für jedes Tupel abschätzt und das Vorzeichen auswertet. Bei einem anderen Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die zweite TX-Diversity-Mode-Detektionsstufe 5 so ausgelegt, daß sie den Phasenwinkel zwischen den Tupel- paaren abschätzt und korrigiert und eine kohärente Akkumulation dieses korrigierten Tupelpaares durchführt.
Zusammenfassend seien nachfolgend noch einmal wichtige Aspekte des beschriebenen Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens genannt :
a) Die Erzeugung der Entscheidungsfunktion, die zur Detektion des TX-Diversity-Modes verwendet wird, basiert auf der kohärenten Verarbeitung zweier aufeinanderfolgender Eingangssignaldaten-Tupel {r (k) ,-r (k+1) } und {r (k+2) ;r (k+3) } . Dabei wird eine Phasenkorrektur eines i.a. vorhandenen Phasen- Offsets zwischen beiden Tupeln durchgeführt. Durch die Berücksichtigung von zwei aufeinanderfolgenden Eingangssignal- Tupeln können Detektionsfehler, die durch einen evtl. bestehenden Frequenzfehler verursacht werden, korrigiert werden.
b) Die Detektion des TX-Diversity-Modes wird in zwei seriellen Stufen ausgeführt, wobei:
—> die erste Stufe die Empfangsdaten digital verarbeitet und den nachfolgenden Verarbeitungsstufen Ergebniswerte bzgl. Antenne 1 bzw. Antenne 2 zur Verfügung stellt.
—> die zweite Stufe das Vorzeichen des Phasenwinkels zwischen den Antennenanteilen der Ergebniswerte für jedes Tupel abschätzt oder den Phasenwinkel zwischen den Tupelpaaren abschätzt und korrigiert und eine kohärente Akkumulation dieses korrigierten Tupelpaares durchführt.
c) Die Identifikation des verwendeten Verwürfelungscodes wird parallel zur Detektion des TX-Diversity-Modes durchgeführt, wobei die Ergebnisse der ersten Verarbeitungsstufe gleichzeitig in eine geeignete Verarbeitungsvorrichtung zur Identifikation des VerwürflungsCodes eingespeist werden, bzw. die Verwürfelungscodeidentifikation anhand der Antennensignale direkt im TX-Mode-Block 5 durchgeführt wird.
Die Vorteile des oben beschriebenen Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenüber bekannten Verfahren nach Stand der Technik können wie folgt benannt werden:
a) Die Detektion des TX-Diversity-Modes benötigt keine zu- sätzliche Verarbeitungszeit, da sie integraler Bestandteil der dreistufigen Synchronisationsprozedur ist. b) Das erfindungsgemäße Verfahren ist sehr robust gegen Frequenzfehler, und somit ist keine vorherige Frequenzfeinsynchronisation mittels AFC und/oder KanalSchätzung erforder- lieh. c) Es ist nur ein sehr geringer zusätzlicher Aufwand erforderlich, da z.B. Stufe 1 der Detektionsvorrichtung des TX- Diversity-Modes auf bereits vorhandenen Hardwareblöcken abgebildet werden kann (z.B. Single-Code Finger des Rake Recei- vers) und für die Verwürfelungscodeidentifikation in jedem Fall benötigt wird.