LU83248A1 - Schleudertrommel fuer metallurgische schlacke - Google Patents

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LU83248A1
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Authority
LU
Luxembourg
Prior art keywords
centrifugal drum
drum according
drum
chambers
cooling
Prior art date
Application number
LU83248A
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English (en)
Inventor
Clement Burton
Hubert Stomp
Marc Solvi
Andre Kremer
Original Assignee
Wurth Paul Sa
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B3/00General features in the manufacture of pig-iron
    • C21B3/04Recovery of by-products, e.g. slag
    • C21B3/06Treatment of liquid slag
    • C21B3/08Cooling slag

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description

4 - 2 -
Die Erfindung betrifft eine Schleudertrommel für metallurgische Schlacke, insbesondere für flüssige Hochofenschlacke zur Erzeugung von Schlackensand oder Hüttenbims.
Eine bekannte Möglichkeit der Verarbeitung der flüssigen Schlacke besteht in einer mechanischen Schlag-und Schleuderbehandlung. Eine Anlage dieser Art wird im belgischen Patent Nr 847.483 näher beschrieben. In diesem . Patent wird ein Verfahren sowie eine Herstellungsanlage für geschäumte Schlacke vorgeschlagen, bei welchem eine mechanische Behandlung eines metallurgischen Schlackenstromes mit Hilfe einer rotierenden Trommel durchgeführt wird, wobei die flüssige Schlacke durch Zufuhr von Wasser zuerst einer Aufquellung unterworfen wird. Der anschliessend auf die Trommel hinunterstürzende Schlackenfall wird durch an der Trommel angebrachte Querleisten zerrissen und bogenförmig weggeschleudert.
Man hat vor einiger Zeit herausgefunden, dass die in diesem belgischen Patent Nr 847.483 vorgeschlagene Anlage nicht nur zur Herstellung gequollener Schlacken, dem sogenannten Hüttenbims, verwendet werden kann, sondern gleichfalls für die Herstellung von Schlackensand, wie er in den herkömmlichen Granulieranlagen anfällt. Dieses Verfahren wird im luxemburgischen Patent Nr 77.160 vom 19.4.1977 vorgeschlagen. Die auf diese Weise durchgeführte Herstellung von Schlackensand wird ermöglicht durch Einwirken auf verschiedene Arbeitsparameter, wie etwa Drehgeschwindigkeit der Trommel und zugesetzte Wassermenge. Der Anteil an Schlackensand steigt auf Kosten des Bims, wenn die Drehzahl der Trommel und die in der Quellphase zuge-
SetZtGn Wassermen9en erhöht werden.
/ , / « - 3 -
Diese Anlagen mit rotierender Trommel haben gegenüber denjenigen mit Granuliergruben den grossen Vorteil einer bis zu 90%-igen Wassereinsparung. Als Folge können die Anlagen zur Trennung von Wasser und Schlackensand oder Hüttenbims und auch die Trockenanlagen weniger aufwendig und kostenspielig gehalten werden.
Ein grosses Problem bei Anlagen mit Schleuder-trommeln sind jedoch die Standzeiten, insbesondere im 1 Bereich der Schlagleisten, mit denen der Trommelmantel versehen ist. Die Trommel selbst ist zwar von innen wassergekühlt und die Leisten sind gegebenenfalls auch mit Hohlräumen für eine Wasserzirkulation versehen, jedoch konnte diese Kühlung bisher nicht gezielt und intensiv genug durchgeführt werden, um eine Zerstörung, insbesondere der Schlagleistenschweissnähte, innerhalb kürzester Frist zu verhindern. So entspricht z.B. die Lebensdauer der bekannten Trommeln der Verarbeitung von nur ca 10'000 Tonnen Schlacke.
Zur Vermeidung von Lufteinschlüssen und Zirkulationsstaus in den Kühlkanälen musste man ausserdem den Trommelmantel mit Oeffnungen versehen, durch welche das Kühlwasser austreten kann um mit der Schlacke weggeschleudert * zu werden. Nachteilig hierbei ist jedoch, dass diese für die Kühlung unentbehrliche Wasserzugabe ebenfalls in den Aufbereitungsprozess der Schlacke gelangt und dort, wie oben bereits vermerkt, infolge seines Einflusses auf die Qualität des anfallenden Produktes nicht unbedingt - , erwünscht ist, jedenfalls nicht in solchen Mengen wie sie I für die Kühlung der Trommel notwendig sind.
j - 4 -
Zur Vermeidung dieser Nachteile beim gegenwärtigen Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, eine Schleudertrommel fur metallurgische Schlacke vorzuschlagen, bei welcher der Trommelmantel und die Schlagleisten in intensivster Weise von innen und ohne Wasseraustritt aus dem Trommelmantel gekühlt werden und damit ihre Lebensdauer entsprechend verlängert wird.
V
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Schleuder-• trommel der eingangs erwähnten Art, dadurch gekennzeichnet dass der äussere Mantel aus in axialer Richtung verlaufenden, dicht aneinanderliegenden Kühlrohren besteht, welche auf der einen Seite durch eine Verteilerkammer mit einem Kühlwassereinlauf und auf der gegenüberliegenden Seite über eine Kollektorkammer mit einem Wasserauslauf in Verbindung stehen.
üeber den Trommelumfang verteilt kann desweiteren vorteilhafterweise eine Anzahl Schlagleisten vorgesehen werden, welche zwischen den Rohren angeordnet und mit diesen und einem inneren Trommelmantel verschweisst sind, und welche ebenfalls mit axialen Kühlkanälen für eine intensive-Wasserzirkulation versehen sind.
v Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den
Zeichnungen, in welchen gleiche Teile mit den gleichen Bezugsnummern versehen sind, dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Figur 1, einen Längsschnitt durch eine Schleudertrommel der vorgeschlagenen Bauart;
Figur 2, einen Querschnitt durch die Trommel nach , Figur 1; / V ^ Figur 3, eine Seitenansicht in Richtung X eines
Wasserzuführungsf lansches an der Trommel nach Figur 1.
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Die global mit 4 bezeichnete Trommel wird von zwei seitlichen äusseren Flanschen 14, 16, welche fest mit zwei Naben 6, 8 verbunden sind getragen. Diese beiden Naben sind für*die Zufuhr bzw. Abfuhr von Kühlwasser mit inneren, vorzugsweise axialen Bohrungen 10, 12 versehen.
Die äusseren Flansche 14, 16 sind über ein zylindrisches Zwischenstück 13 bzw. 17 jeweils mit einem inneren Flansch 15 bzw. 19 verschweisst und bilden mit diesen eine Verteilerkammer 28 bzw. eine Kollektorkammer 30 für das Kühlwasser.
Der Trommelmantel besteht aus einer Anzahl in Längsrichtung miteinander verschweissten Kühlrohren 20, 22, welche die Verteilerkammer 28 mit der Kollektorkammer verbinden. Zur Verstärkung der Trommel wird der Trommelmantel vorzugsweise durch einen inneren festen Mantel 18 welcher beidseitig mit den inneren Flanschen 15, 19 verschweiss ist, getragen.
Zur Intensivierung der Schlag- und Schleuderwirkung sind eine Anzahl radiale Schlagleisten 26 am Trommelmantel 24 angebracht. Diese Schlagleisten 26 sind ebenfalls gekühlt und können, wie in Figur 2 gezeigt ist aus etwa rechteckigen Stäben mit Kühlkanälen 32 bestehen.
Sie können aber auch als Weiterbildung der Erfindung aus einzelnen, z.B. drei, in radialer Richtung übereinanderliegenden und miteinander verschweissten Kühlrohren bestehen. Die Kühlkanäle 32 oder die miteinander verschweissten Kühlrohre der Schlagleisten 26 sind ebenfalls mit den beiden Kammern 28 und 30 verbunden.
Die Bohrungen 120, 122 (siehe Figur 3) zur Aufnahme der Kühlrohre 20, 22 in den Flanschen 15, 19 sind //vorzugsweise radial versetzt. Damit wird verhindert, dass
A
- 6 - die Bohrungen 120, 122 eine ringförmige Unterbrechung in den Flanschen bilden. Die zugehörigen Kühlrohre 22 sind beidseitig entsprechend radial abgebogen (siehe Figur 1).
Die Flansche 15, 19 besitzen ebenfalls Aussparungen 34 (siehe Figur 3) zur Aufnahme der Schlagleisten 26.
Aus Figur 2 geht hervor, wie die Kühlrohre 20, 22 untereinander und mit dem inneren Mantel 18, und die Leisten 26 mit diesem Mantel 18 und den Kühlrohren 20, 22 verschweisst sind. Man erkennt, dass die am meisten gefährdeten Schweissnähte, das sind diejenigen zwischen innerem Mantel 18 und den Leisten 26, d.h. die Nähte 36, in einem intensiv gekühlten Bereich liegen.
Um zu verhindern, dass auf der Eintrittsseite des Kühlwassers, infolge der Trägheit, in der Kammer 28 ein stehender oder langsamer als die Trommel drehender "Wasserflansch” entsteht, welcher die Strömung in die Kühlrohre 20, 22 behindern würde, sind in der Kammer 28 Mitnehmerelemente vorgesehen, welche dem Wasser beim Eintritt durch die Bohrung 10 in die Kammer 28 sofort dieselbe Drehgeschwindigkeit wie diejenige der Trommel ' aufzwingen. Diese Mitnehmerelemente können in einfacher
Weise, wie in Figur 3 gestrichelt angedeutet, aus radialen Schaufeln 40 bestehen, welche beidseitig mit den Flanschen 14 und 15 verschweisst sind. In der Kollektorkammer können ähnliche Massnahmen getroffen werden.
Anstatt das Wasser durch die Nabe 8 abzuleiten ist es auch möglich die Kammer 30 über eine axiale Leitung mit der Nabe 6 zu verbinden. Letztere würde dann die Zuflussleitung und eine konzentrisch dazu angeordnete ^^^Abflussleitung enthalten.
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Die Kammern 28, 30 sind mit Entlüftungsstopfen 38, 40 versehen, um insbesondere vor der ersten Inbetriebnahme der Trommel Lufteinschlüsse zu beseitigen, welche die Kühlwasserzirkulation beeinträchtigen konnten und gegebenenfalls als Entleerungsstopfen dienen können.
Die vorgeschlagene Schleudertrommelbauart erlaubt eine sehr intensive Kühlung der gefährdeten Teile, da der gesamte Kühlwasserdurchsatz gezielt an der Peripherie der Trommel erfolgt. Es entstehen keine Lufteinschlüsse mehr in den zu kühlenden Teilen und das Kühlwasser wird gleichmäs.sig über den Trommelumfang verteilt.
Die erfindungsgemässe Kühlvorrichtung hat ausserdem einen positiven Einfluss auf den Behandlungsprozess selbst in dem Sinne, dass das Kühlwasser nicht mehr aus dem Trommelmantel herausgeschleudert wird und so den Aufbereitungsprozess der Schlacke nachteilig beeinflusst. Die Abkühlung der Schlacke kann also, wie angestrebt, durch I Luft erfolgen.
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Claims (9)

1. Schleudertrommel für metallurgische Schlacke, insbesondere flüssige Hochofenschlacke, zur Erzeugung von Schlackensand oder Hüttenbims, dadurch gekennzeichnet, dass der äussere Mantel (24), aus in axialer Richtung verlaufenden, dicht aneinanderliegenden Kühlrohren (20, 22. besteht, welche auf der einen Seite durch eine Verteilerkammer (28) mit einem Kühlwassereinlauf und auf der gegenüberliegenden Seite über eine Kollektorkammer (30) mit einem Wasserauslauf in Verbindung stehen.
2. Schleudertrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der äussere Mantel (24) von einem inneren Mantel (18) abgestutzt ist.
3. Schleudertrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlrohre (20, 22) untereinander und mit dem inneren Mantel (18) in Längsrichtung verschweisst sind.
4. Schleudertrommel nach einem der Ansprüche 1 bis 2, gekennzeichnet durch eine Anzahl, über den Trommelumfang verteilte, gekühlte Schlagleisten (26), welche an die Kammern (28) (30) angeschlossen sind.
5. Schleudertrommel nach Ansspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilerkammer (28) mit Mitnehmerelementen ausgerüstet ist.
6. Schleudertrommel nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kollektorkammer (30) I ebenfalls mit Mitnehmerelementen ausgerüstet ist. h » - 9 -
7. Schleudertrommel nach den Ansprüchen 1 bis 6, gekennzeichnet durch radial versetzte Rohranschlüsse (120, 122) an den Kammern (28, 30) für gerade Kühlrohre (20) und gekröpfte Kühlrohre (22).
8. Schleudertrommel nach den Ansprüchen 1 bis 7, » gekennzeichnet durch Aussparungen (34) an den Kammern * (28, 30) zur Aufnahme und Befestigung der Schlagleisten (26) und zur hydraulischen Verbindung deren Kühlleitungen » mit dem Innern der Kammern (28, 30) .
9. Schleudertrommel nach den Ansprüchen 1 bis 8, gekennzeichnet durch Entlüftungsstopfen (38, 40) am Umfang der Kammern (28, 30). y %
LU83248A 1981-03-23 1981-03-23 Schleudertrommel fuer metallurgische schlacke LU83248A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN113877697A (zh) * 2021-10-12 2022-01-04 东北大学 一种熔体撞击破碎粒化系统及方法

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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