LU509518B1 - Tragbares mundreinigungs- und spülsystem für die zahnmedizin - Google Patents
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft den technischen Bereich von Mundreinigungs- und Spüleinrichtungen, insbesondere eine tragbare Mundreinigungs- und Spüleinrichtung für die Zahnmedizin. Diese umfasst einen Behälter mit einer oberen Öffnung zur Aufnahme von Flüssigkeiten und einen Deckel zum Verschließen der Oberseite des Behälters. Im Inneren des Deckels ist eine Pumpe angeordnet, deren Eingangsseite mit mehreren Ansaugrohren ausgestattet ist, die sich in das Innere des Behälters erstrecken. Die Ausgangsseite der Pumpe ist mit einem Sprührohr verbunden, das den Deckel durchdringt und sich über dessen Oberseite hinaus erstreckt. Der Behälter verfügt über mehrere voneinander unabhängige Speicherräume, deren Anzahl der der Ansaugrohre entspricht. Jedes Ansaugrohr erstreckt sich in einen der unabhängigen Speicherräume. An der Außenwand des Deckels befindet sich ein Controller, der den Betrieb der Pumpe steuert. Durch die Umgestaltung des bestehenden Behälters in mehrere voneinander unabhängige Speicherräume wird ermöglicht, dass bei der Reinigung der Zähne im Mundraum mehrere Flüssigkeiten entsprechend den Bedürfnissen des Benutzers gemischt und durch die Pumpe in den Mund geleitet werden, um die Zähne zu reinigen und zu spülen.
Description
Tragbares Mundreinigungs- und Spülsystem für die Zahnmedizin LUS09518
Technischer Bereich
Die vorliegende Erfindung betrifft den technischen Bereich von Mundreinigungs- und Spü leinrichtungen, insbesondere ein tragbares Mundreinigungs- und Spülsystem für die Zahnmedizin.
Technologie im Hintergrund
Mundreinigungs- und Spüleinrichtungen lassen sich nach Volumen und Einsatzort in zwei
Kategorien einteilen. Fine Kategorie umfasst größere Geräte, die durch die Mischung von
Hochdruckluftstrom und Flüssigkeit zur Reinigung der Zahnoberflächen, zur Entfernung von
Zahnbelag und Zahnstein eingesetzt werden. Diese Geräte bieten eine gute Spülwirkung und haben eine hohe Schlagkraft, weshalb sie nicht häufig verwendet werden können und in der Regel während der Behandlung zum Einsatz kommen. Die zweite Kategorie umfasst tragbare (handgehaltene) Geräte, die kleiner sind und mit einem Hochgeschwindigkeitswasserstrahl unter bestimmtem Druck arbeiten. Sie reinigen Zahnzwischenräume und Zahnfleischbereiche von
Zahnbelag und Speiseresten mit geringerer Schlagkraft, wodurch sie häufig verwendet werden können und sich für die tägliche Zahnpflege eignen. Die vorliegende Erfindung konzentriert sich auf die Verbesserung dieser zweiten Kategorie von tragbaren Mundreinigungs- und Spü leinrichtungen.
Die derzeitigen tragbaren Mundreinigungs- und Spüleinrichtungen für die Zahnmedizin arbeiten nach dem Prinzip, dass eine Hochdruckpumpe die Flüssigkeit aus einem Behälter entnimmt, diese innerhalb der Pumpe unter Druck setzt und anschließend durch ein Sprührohr mit hoher Geschwindigkeit austritt, um die Zähne zu reinigen. Ein Problem der bestehenden tragbaren
Mundreinigungs- und Spüleinrichtungen für die Zahnmedizin besteht darin, dass der Behälter nur einen einzigen Speicherraum besitzt und während der Reinigung der Zähne nur eine Flüssigkeit aufgenommen werden kann. Dies führt zu einer eingeschränkten Anpassungsfähigkeit. Um dieses
Problem zu lösen, ist es erforderlich, eine neue tragbare Mundreinigungs- und Spüleinrichtung fü r die Zahnmedizin zu entwerfen..
Inhalt der Erfindung
Die vorliegende Erfindung bietet eine tragbare Mundreinigungs- und Spüleinrichtung für die
Zahnmedizin, die durch die Umgestaltung des bestehenden Behälters in mehrere voneinander unabhängige Speicherräume ermöglicht, dass während der Reinigung der Zähne im Mundraum mehrere Flüssigkeiten nach Bedarf des Benutzers durch die Mischung in der Pumpe in den Mund gelangen und die Zähne reinigen und spülen.
Das technische Problem, das durch die vorliegende Erfindung gelöst wird, wird durch die folgende technische Lösung erreicht:
Die vorliegende Erfindung umfasst eine tragbare Mundreinigungs- und Spüleinrichtung für die Zahnmedizin, die einen oben geöffneten Behälter zur Aufnahme von Flüssigkeiten und einen
Deckel zur Abdichtung der Oberseite des Behälters umfasst. Im Inneren des Deckels ist eine
Pumpe angeordnet, deren Eingangsseite mit mehreren Ansaugrohren ausgestattet ist, die sich in den Behälter erstrecken. Die Ausgangsseite der Pumpe ist mit einem Sprührohr verbunden, das den Deckel durchdringt und sich oberhalb des Deckels erstreckt. Die Anzahl der Ansaugrohre entspricht der Anzahl der voneinander unabhängigen Speicherräume im Behälterinneren. Jedes
Ansaugrohr erstreckt sich in einen der unabhängigen Speicherräume. An der Außenwand des
Deckels befindet sich zudem ein Steuergerät, das den Betrieb der Pumpe kontrolliert.
Bevorzugt sind auf den Ansaugrohren elektromagnetische Ventile angebracht, die vom
Steuergerät gesteuert werden.
Bevorzugt sind auf den Ansaugrohren auch Durchflusssensoren angebracht, deren Ausgarkg/ 50951 8 mit dem Eingang des Steuergeräts verbunden ist, um diesem den Durchfluss der jeweiligen
Ansaugrohre zu melden. Das Steuergerät steuert die elektromagnetischen Ventile anhand der vom
Durchflusssensor übermittelten Signale, sodass die Durchflussmenge der Ansaugrohre auf einem vorgegebenen Wert gehalten wird.
Bevorzugt ist im Inneren des Sprührohrs ein Heizdraht angeordnet, und am Sprührohr ist ein
Temperatursensor angebracht, der die Temperatur des aus dem Spr ü hrohr austretenden
Wasserstroms überwacht. Der Ausgang des Temperatursensors ist mit dem Eingang des
Steuergeräts verbunden, das auf Grundlage der übermittelten Temperatursignale ein Steuersignal ausgibt, um den Betrieb des Heizdrahts zu regulieren.
Bevorzugt werden die voneinander unabhängigen Speicherräume im Inneren des Behälters durch die Seitenwand des Behälters und im Behälter angeordnete Trennwände definiert.
Bevorzugt ist der Behälter durch eine abnehmbare Steckverbindung mit dem Deckel verbunden.
Der Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass der Behälter mit mehreren voneinander unabhängigen Speicherräumen ausgestattet ist und die Eingangsseite der Pumpe mit
Ansaugrohren verbunden ist, die der Anzahl der Speicherräume entsprechen. Dadurch können FI üssigkeiten entsprechend den Bedürfnissen des Benutzers gemischt werden, um den Mundraum zu spülen.
Jedes Ansaugrohr ist mit einem elektromagnetischen Ventil ausgestattet, das vom Steuergerät gesteuert wird, um die Öffnung und Schließung jedes Ansaugrohrs zu kontrollieren und so verschiedene Mischmodi zu realisieren.
Jedes Ansaugrohr ist zudem mit einem Durchflusssensor ausgestattet, sodass das Steuergerät durch die Kombination von Durchflusssensoren und elektromagnetischen Ventilen die
Durchflussmenge jedes Ansaugrohrs präzise regulieren kann, um Mischungen in unterschiedlichen Verhältnissen zu ermöglichen.
Das Sprührohr ist mit einem Heizdraht und einem Temperatursensor ausgestattet, wodurch das Steuergerät die Temperatur der abgegebenen Flüssigkeit präzise regulieren kann, um zu vermeiden, dass zu kaltes Wasser die Zähne reizt.
Beschreibung der beigefügten Zeichnungen
Um die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung oder die technischen Lösungen des
Stands der Technik klarer darzustellen, wird im Folgenden eine einfache Einführung in die in der
Beschreibung der Ausführungsformen oder des Stands der Technik verwendeten Bilder gegeben.
Offensichtlich stellen die unten beschriebenen Bilder lediglich einige Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung dar. Für Fachleute auf diesem Gebiet ist es ohne kreativen Arbeitsaufwand möglich, basierend auf diesen Bildern weitere Bilder zu erstellen.
Bild 1 zeigt eine schematische Strukturansicht der vorliegenden Erfindung.
Bild 2 zeigt einen Schnitt durch die vorliegende Erfindung.
Bild 3 zeigt eine vergrößerte schematische Strukturansicht von Bereich A in Bild 2 der vorliegenden Erfindung.
Bild 4 zeigt eine schematische Strukturansicht des vom Deckel getrennten Behälters der vorliegenden Erfindung.
Bild 5 zeigt ein Blockdiagramm des Steuerprinzips der Elektronik der vorliegenden
Erfindung.
Bild 6 zeigt ein Schaltbild des Prinzips, wie der Controller der vorliegenden Erfindung die
Wassertemperatur am Ausgang des Sprührohrs steuert. LUS09518
Bild 7 zeigt ein Schaltbild des Prinzips, wie der Controller der vorliegenden Erfindung den
Durchfluss eines einzelnen Ansaugrohrs steuert.
In den Bildern: 1 - Behälter; 101 - Speicherraum; 2 - Deckel; 3 - Pumpe; 4 - Ansaugrohr; 5 -
Elektromagnetisches Ventil; 6 - Durchflusssensor; 7 - Spr ü hrohr, 8 - Heizdraht; 9 -
Temperatursensor, 10 - Controller; 11 - Einsteckloch; 12 - Verriegelungssitz; 13 -
Verriegelungskopf; 14 - Blattfeder; 15 - Display; 16 - Taste; 17 - Trennwand..
Detaillierte Beschreibung
Um die technischen Mittel, kreativen Merkmale, Zielsetzungen und Wirkungen der vorliegenden Erfindung verständlicher zu machen, wird im Folgenden unter Bezugnahme auf spezifische Abbildungen die Erfindung näher erläutert.
Um die Innovationspunkte der vorliegenden Erfindung Fachleuten auf diesem Gebiet verständlich zu machen, wird zunächst der Stand der Technik, auf den sich die Erfindung bezieht, beschrieben. Bestehende tragbare Mundreinigungs- und Spüleinrichtungen für die Zahnmedizin umfassen einen Behälter 1 mit einer oberen Öffnung und einen Deckel 2, der die obere Öffnung des Behälters 1 verschließen kann. Im Inneren des Deckels 2 ist eine Pumpe 3 angeordnet. Die
Eingangsseite der Pumpe 3 (im Folgenden bezeichnen Eingangs- und Ausgangsseite jeweils die
Richtung des Wasser- oder Stromflusses) ist mit einem Ansaugrohr 4 ausgestattet, das die im
Behälter 1 gespeicherte Flüssigkeit entnimmt (das Ansaugrohr 4 erstreckt sich in das Innere des
Behälters 1, um die darin befindliche Flüssigkeit zu entnehmen). Die Ausgangsseite der Pumpe 3 ist mit einem Sprührohr 7 verbunden, das den Deckel 2 durchdringt und sich über den Deckel hinaus erstreckt, um das unter hohem Druck stehende Wasser aus der Pumpe 3 abzugeben und die
Zähne zu reinigen. Es sei darauf hingewiesen, dass die Größe des Behälters 1 und des Deckels 2 in der Regel so bemessen ist, dass sie bequem in der Hand gehalten werden können. Offensichtlich kann bei bestehenden tragbaren Mundreinigungs- und Spüleinrichtungen für die Zahnmedizin während der Reinigung nur eine einzige Flüssigkeit verwendet werden.
Aufgrund dieser Einschränkung wurde die bestehende tragbare Mundreinigungs- und Spü leinrichtung für die Zahnmedizin in der vorliegenden Erfindung wie folgt verbessert.
Unter Bezugnahme auf Bild 1 und Bild 2 weist die tragbare Mundreinigungs- und Spü leinrichtung für die Zahnmedizin der vorliegenden Erfindung Ähnlichkeiten mit dem Stand der
Technik auf. Sie umfasst einen Behälter 1 zur Aufnahme von Flüssigkeiten mit einer oberen
Öffnung sowie einen Deckel 2, der eine Pumpe 3 enthält und die obere Öffnung des Behälters 1 verschließt. Die Eingangsseite der Pumpe 3 ist ebenfalls mit einem Ansaugrohr 4 ausgestattet, das sich in das Innere des Behälters 1 erstreckt, und die Ausgangsseite der Pumpe 3 ist mit einem Spr
Ührohr 7 verbunden, das den Deckel 2 durchdringt und sich über den Deckel hinaus erstreckt.
Während des Betriebs entnimmt die Pumpe 3 die Flüssigkeit aus dem Inneren des Behälters 1 ü ber das Ansaugrohr 4 und sprüht sie durch das Sprührohr 7 aus, um den Mundraum zu reinigen.
Der Unterschied zur vorliegenden Erfindung liegt in der Verbesserung: Der Behälter 1 ist in mehrere voneinander unabhängige Speicherräume 101 unterteilt, und die Eingangsseite der Pumpe 3 ist mit einer entsprechenden Anzahl von Ansaugrohren 4 ausgestattet, die mit den unabhängigen
Speicherräumen 101 übereinstimmen. Wenn der Deckel 2 auf die Öffnung des Behälters 1 gesetzt wird, befinden sich die Ansaugrohre 4 jeweils in den unabhängigen Speicherräumen 101. Beim
Start der Pumpe 3 kann die Pumpe 3 die Flüssigkeiten aus den verschiedenen Speicherräumen 101 entnehmen, um diese zu mischen und den Mundraum zu reinigen.
In einem konkreten Anwendungsbeispiel mit zwei Speicherräumen 101 werden zwei verschiedene Flüssigkeiten verwendet: klares Wasser und eine konzentriertere ZahnreinigungsfH#°0951 8 ssigkeit (Zahnreinigungsfl ü ssigkeit enthält ü blicherweise Chlorhexidin, Aminosäuren,
Antiseptika usw., die Bakterien und Viren im Mundraum abtôten und Mundkrankheiten vorbeugen.
Die Verwendung von Zahnreinigungsflüssigkeit kann die Reinigungswirkung des Geräts weiter verbessern). Während der Reinigung der Zähne entnimmt die Pumpe 3 klares Wasser und
Zahnreinigungsflüssigkeit über zwei Ansaugrohre 4, mischt sie im Inneren der Pumpe 3 und sprü ht sie durch das Sprührohr 7 aus, um eine gründlichere Reinigung des Mundraums zu gewährleisten.
Das oben beschriebene Beispiel mit zwei Speicherräumen 101 zeigt, dass die beiden Räume unterschiedliche Flüssigkeiten speichern und während der Reinigung der Zähne gemischt werden, um eine bessere Reinigungswirkung zu erzielen. Analog dazu können auch drei, vier oder mehr
Speicherräume 101 verwendet werden, um verschiedene Flüssigkeiten zu speichern, die nach dem
Mischen für die Zahnreinigung genutzt werden können.
Um die Funktionsweise weiter zu verdeutlichen, sind an den mehreren Ansaugrohren 4 elektromagnetische Ventile 5 angebracht, die vom Controller 10 gesteuert werden. Durch die elektromagnetischen Ventile 5 an jedem Ansaugrohr 4 kann der Controller 10 den Durchfluss der
Ansaugrohre 4 kontrollieren, indem er die Ventile 5 öffnet oder schließt. Beispielsweise, bei zwei
Speicherräumen 101 enthält ein Speicherraum 101 klares Wasser, während der andere
Speicherraum 101 Zahnreinigungsflüssigkeit enthält. Wenn nur klares Wasser für die Reinigung benötigt wird, öffnet der Controller 10 das elektromagnetische Ventil 5 des entsprechenden
Ansaugrohrs 4 für den Speicherraum 101 mit klarem Wasser und schließt das elektromagnetische
Ventil 5 des Ansaugrohrs 4 für den Speicherraum 101 mit Zahnreinigungsflüssigkeit. So kann die
Pumpe 3, wenn sie durch den Controller 10 gesteuert wird, ausschließlich klares Wasser zur
Reinigung der Zähne fördern. Ebenso kann der Controller 10 nur Zahnreinigungsflüssigkeit verwenden oder beide elektromagnetischen Ventile 5 öffnen, um klares Wasser und
Zahnreinigungsflüssigkeit zu mischen und zur Zahnreinigung zu verwenden.
Darüber hinaus ist an jedem Ansaugrohr 4 ein Durchflusssensor 6 angebracht, der die
Durchflussmenge überwacht und Signale an den Controller 10 zurückmeldet. Der Controller 10 reguliert die Öffnungsweite der elektromagnetischen Ventile 5 basierend auf den Signalen der
Durchflusssensoren 6, um den Durchfluss jedes Ansaugrohrs 4 zu kontrollieren. So können
Mischlösungen mit unterschiedlichen Konzentrationen erstellt werden. Beispielsweise speichern zwei Speicherräume 101 klares Wasser und Zahnreinigungsflüssigkeit. Ein Mischverhältnis von 1:1 ergibt eine Zahnreinigungsflüssigkeit mit einer Konzentration von 50 %. Durch Anpassung der
Öffnungsweite der elektromagnetischen Ventile 5 an den beiden Ansaugrohren 4 kann der
Controller 10 unterschiedliche Durchflussmengen einstellen, um Zahnreinigungsflüssigkeiten mit anderen Konzentrationen herzustellen.
Konkret gibt es eine Vielzahl von Flüssigkeiten, die für die Mundreinigung verwendet werden können. Klares Wasser ist reizfrei, leicht verfügbar und nahezu kostenlos, hat jedoch eine begrenzte Wirkung bei der Beseitigung von Mundgeruch oder der Bekämpfung von Bakterien.
Physiologische Kochsalzlösung kann Mundgeruch und Rückstände wirksam entfernen, den
Mundraum frisch und angenehm halten und Entz ü ndungen lindern, wodurch sie zur
Mundgesundheit beiträgt. Zahnreinigungsflüssigkeiten sind speziell für Mundduschen entwickelt und entfernen Zahnbelag, beugen Zahnfleischbluten vor und enthalten häufig Chlorhexidin,
Aminosäuren oder Antiseptika, die Bakterien und Viren im Mundraum abtöten und
Mundkrankheiten vorbeugen. Die Verwendung von Zahnreinigungsfl ü ssigkeit verbessert die
Reinigungswirkung der Munddusche erheblich. Wasserstoffperoxid-Lösung setzt bei Kontakt nl 1509518 organischem Material frischen Sauerstoff frei, der antibakteriell wirkt und Mundgeruch verhindert.
Sie ist für Fälle mit Infektionen, Geschwüren oder nekrotischem Gewebe im Mundraum geeignet, insbesondere wenn der pH-Wert des Mundraums sauer ist. Natriumbicarbonat-Lôsung ist eine 5 alkalische Substanz zur Behandlung von Pilzinfektionen und geeignet für saure pH-Werte im
Mundraum, da sie das Pilzwachstum hemmt. Essigsäure-Lösung wird zur Behandlung von
Pseudomonas-aeruginosa-Infektionen verwendet und ist bei alkalischem pH-Wert im Mundraum wirksam. Sie verändert den pH-Wert des Mundraums und hemmt das Wachstum von Pseudomonas aeruginosa. Weitere Spüllösungen stehen zur Verfügung, die hier nicht ausführlich erläutert werden. In der Praxis kann klares Wasser oder physiologische Kochsalzlösung als Hauptspülmittel verwendet werden, während eine oder mehrere der oben genannten Lösungen als Zusatzmittel eingesetzt werden können, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.
Darüber hinaus ist im Inneren des Sprührohrs 7 ein Heizdraht 8 integriert, und ein
Temperatursensor 9 ist am Sprührohr 7 angebracht, um die Wassertemperatur zu überwachen.
Wenn die Zähne im Mundraum empfindlich auf Kälte reagieren, kann eine zu kalte Spülflüssigkeit
Nervenschmerzen verursachen. Der Controller 10 empfängt das vom Temperatursensor 9 gemessene Temperatursignal und sendet ein Steuersignal, das den Betrieb des Heizdrahts 8 regelt.
Wenn die vom Temperatursensor 9 gemessene Temperatur niedrig ist, erhöht der Controller 10 die
Leistung des Heizdrahts 8. Wenn die Temperatur steigt, reduziert der Controller 10 die Leistung des Heizdrahts 8. Es sei darauf hingewiesen, dass beim Erhitzen der Spülflüssigkeit die
Gebrauchsanweisung der Fl ü ssigkeit beachtet werden muss. Beispielsweise ist
Wasserstoffperoxid-Lösung (leicht thermisch zersetzbar) nicht zum Erhitzen geeignet.
Weiterhin werden die mehreren voneinander unabhängigen Speicherräume 101 im Inneren des Behälters 1 durch die Seitenwand des Behälters 1 und eine im Inneren des Behälters 1 angebrachte Trennwand 17 abgegrenzt. Die Trennwand 17 unterteilt den Innenraum des Behälters 1 in mehrere Bereiche, die als voneinander unabhängige Speicherräume 101 dienen. In den
Abbildungen wird exemplarisch eine Trennwand 17 gezeigt, die den Behälter 1 in zwei
Speicherräume 101 unterteilt. Fachleute auf diesem Gebiet können jedoch leicht erkennen, dass die Trennwand 17 den Behälter 1 auch in mehrere Speicherräume 101 unterteilen kann.
Beispielsweise kann eine Trennwand 17 mit einem Querschnitt, der dem Mercedes-Benz-Logo ähnelt, den Behälter 1 in drei unabhängige Speicherräume 101 unterteilen. Ebenso können zwei parallele Trennwände 17 im Inneren des Behälters 1 angebracht werden, um diesen in drei unabhängige Speicherräume 101 zu unterteilen. Es sei darauf hingewiesen, dass die Größe jedes
Speichers 101 gleichmäßig oder unterschiedlich gestaltet werden kann.
Weiterhin, da mehrere Ansaugrohre 4 jeweils mit den mehreren Speicherräumen 101 korrespondieren müssen, wird die Verbindung zwischen dem Behälter 1 und dem Deckel 2 bevorzugt als abnehmbare Steckverbindung ausgeführt. Wie in Bild 4 gezeigt, wird beim
Anbringen des Deckels 2, um die obere Öffnung des Behälters 1 zu verschließen, zunächst der
Deckel 2 so gesteuert, dass die Ansaugrohre 4 einzeln in die Speicherräume 101 eingesetzt werden.
Anschließend wird der Deckel 2 nach unten bewegt, um die Oberseite des Behälters 1 zu verschließen. Eine feste Verbindung kann, wie in der Abbildung gezeigt, durch eine Blattfeder 14 erreicht werden, die an der Seitenwand des Behälters 1 angebracht ist und an deren Ende ein
Verriegelungskopf 13 sitzt. Dieser Verriegelungskopf 13 greift durch eine Halterung 12 mit einem
Verriegelungsloch 11 in der Seitenwand des Deckels 2, wodurch eine stabile Verbindung hergestellt wird. Alternativ können am Deckel 2 und an der Seitenwand des Behälters 1 jeweils
Passlöcher (die nicht durch die Seitenwand des Behälters 1 hindurchgehen) angebracht werdeh/509518
Sobald die Passlöcher aufeinander ausgerichtet sind, kann ein Stift eingesetzt werden, um zu verhindern, dass der Deckel 2 und der Behälter 1 wackeln, wodurch eine feste Verbindung erreicht wird. Natürlich gibt es viele weitere Möglichkeiten für eine abnehmbare Steckverbindung, die hier nicht näher erläutert werden.
Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass der Controller 10 die einzelnen Komponenten steuert und die Steuerung entsprechend den vom Benutzer vorgegebenen Parametern durchführt.
Der Controller 10 ist mit einem Display 15 und Tasten 16 ausgestattet. Das Display 15 dient zur
Anzeige der Mensch-Maschine-Schnittstelle, während die Tasten 16 dazu verwendet werden,
Steuerparameter gemäß den Anweisungen der Schnittstelle einzugeben. Alternativ kann auch ein
Touchscreen-Display 15 verwendet werden, um die Parameter direkt einzustellen.
Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass die Verbindung zwischen dem Sprührohr 7 und der
Ausgangsseite der Pumpe 3 als abnehmbare Verbindung ausgeführt werden kann (z. B. durch eine
Schraubverbindung oder andere abnehmbare Verbindungsarten). Dies ermöglicht den Austausch des Sprührohrs 7 zwischen verschiedenen Patienten oder eine gründliche Desinfektion des Sprü hrohrs 7 vor der Verwendung durch andere Patienten. Wenn das Gerät jedoch ausschließlich für einen einzelnen Patienten verwendet wird, kann die Verbindung zwischen dem Sprührohr 7 und der Pumpe 3 auch als nicht abnehmbare feste Verbindung ausgeführt werden.
Die oben dargestellten und beschriebenen grundlegenden Prinzipien, Hauptmerkmale und
Vorteile der vorliegenden Erfindung sollten für Fachleute in diesem Bereich verständlich sein. Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die oben genannten Ausführungsbeispiele beschränkt. Die beschriebenen Ausführungsbeispiele und die Beschreibung dienen lediglich dazu, die Prinzipien der Erfindung zu erläutern. Innerhalb des Geistes und des Umfangs der Erfindung sind verschiedene Änderungen und Verbesserungen möglich, die ebenfalls in den Schutzbereich der
Erfindung fallen. Der Schutzumfang der vorliegenden Erfindung wird durch die beigefügten Anspr üche und deren Äquivalente definiert.
Claims (6)
1. Tragbare Mundreinigungs- und Spüleinrichtung für die Zahnmedizin, umfassend einen Behälter (1) mit einer oberen Öffnung zur Aufnahme von Flüssigkeiten und einen Deckel (2) zum Verschließen der Oberseite des Behälters (1), wobei im Inneren des Deckels (2) eine Pumpe (3) angeordnet ist. Die Eingangsseite der Pumpe (3) ist mit mehreren Ansaugrohren (4) ausgestattet, die sich in das Innere des Behälters (1) erstrecken. Die Ausgangsseite der Pumpe (3) ist mit einem Sprührohr (7) verbunden, das den Deckel (2) durchdringt und sich über dessen Oberseite hinaus erstreckt. Dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) im Inneren über mehrere voneinander unabhängige Speicherräume (101) verfügt, deren Anzahl der der Ansaugrohre (4) entspricht. Jedes Ansaugrohr (4) erstreckt sich jeweils in einen der unabhängigen Speicherräume (101). An der Außenwand des Deckels (2) ist zudem ein Controller (10) angebracht, der den Betrieb der Pumpe (3) steuert.
2. Tragbare Mundreinigungs- und Spüleinrichtung für die Zahnmedizin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den mehreren Ansaugrohren (4) elektromagnetische Ventile (5) angebracht sind, die vom Controller (10) gesteuert werden.
3. Tragbare Mundreinigungs- und Spüleinrichtung für die Zahnmedizin nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an den mehreren Ansaugrohren (4) jeweils Durchflusssensoren (6) angebracht sind. Die Ausgangsseite der Durchflusssensoren (6) ist mit der Eingangsseite des Controllers (10) verbunden, um dem Controller (10) die Durchflussmenge der jeweiligen Ansaugrohre (4) zu übermitteln. Der Controller (10) steuert die elektromagnetischen Ventile (5) basierend auf den von den Durchflusssensoren (6) ü bermittelten Signalen, sodass die Durchflussmengen der Ansaugrohre (4) auf einem festgelegten Wert gehalten werden.
4. Tragbare Mundreinigungs- und Spüleinrichtung für die Zahnmedizin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren des Sprührohrs (7) ein Heizdraht (8) angebracht ist. Zudem ist ein Temperatursensor (9) am Sprührohr (7) angebracht, um die Temperatur des aus dem Sprührohr (7) austretenden Wasserstrahls zu überwachen. Der Ausgang des Temperatursensors (9) ist mit der Eingangsseite des Controllers (10) verbunden, um diesem ein Temperatursignal zu ü bermitteln. Der Controller (10) sendet daraufhin ein Steuersignal zur Regelung des Betriebs des Heizdrahts (8).
5. Tragbare Mundreinigungs- und Spüleinrichtung für die Zahnmedizin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mehreren voneinander unabhängigen Speicherräume (101) im Inneren des Behälters (1) durch die Seitenwand des Behälters (1) und im Behälter (1) angebrachte Trennwände (17) abgegrenzt werden.
6. Tragbare Mundreinigungs- und Spüleinrichtung für die Zahnmedizin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) und der Deckel (2) durch eine abnehmbare Steckverbindung miteinander verbunden sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| LU509518A LU509518B1 (de) | 2024-12-24 | 2024-12-24 | Tragbares mundreinigungs- und spülsystem für die zahnmedizin |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| LU509518A LU509518B1 (de) | 2024-12-24 | 2024-12-24 | Tragbares mundreinigungs- und spülsystem für die zahnmedizin |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| LU509518B1 true LU509518B1 (de) | 2025-06-24 |
Family
ID=96141559
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| LU509518A LU509518B1 (de) | 2024-12-24 | 2024-12-24 | Tragbares mundreinigungs- und spülsystem für die zahnmedizin |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| LU (1) | LU509518B1 (de) |
-
2024
- 2024-12-24 LU LU509518A patent/LU509518B1/de active IP Right Grant
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| FG | Patent granted |
Effective date: 20250624 |