LU508157B1 - Verfahren und Anlage zum Verfestigen und/oder Härten von Flachglas - Google Patents

Verfahren und Anlage zum Verfestigen und/oder Härten von Flachglas

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LU508157B1
LU508157B1 LU508157A LU508157A LU508157B1 LU 508157 B1 LU508157 B1 LU 508157B1 LU 508157 A LU508157 A LU 508157A LU 508157 A LU508157 A LU 508157A LU 508157 B1 LU508157 B1 LU 508157B1
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LU
Luxembourg
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flat glass
fluid
glass
station
flat
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LU508157A
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Thomas Voland
Michael Heidan
Martin Gross
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Revisalt Gmbh
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    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C21/00Treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by diffusing ions or metals in the surface
    • C03C21/001Treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by diffusing ions or metals in the surface in liquid phase, e.g. molten salts, solutions
    • C03C21/002Treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by diffusing ions or metals in the surface in liquid phase, e.g. molten salts, solutions to perform ion-exchange between alkali ions
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B29/00Reheating glass products for softening or fusing their surfaces; Fire-polishing; Fusing of margins
    • C03B29/04Reheating glass products for softening or fusing their surfaces; Fire-polishing; Fusing of margins in a continuous way
    • C03B29/06Reheating glass products for softening or fusing their surfaces; Fire-polishing; Fusing of margins in a continuous way with horizontal displacement of the products
    • C03B29/08Glass sheets
    • C03B29/12Glass sheets being in a horizontal position on a fluid support, e.g. a gas or molten metal
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verfestigen und/oder Härten von Flachglas in einer Anlage, in der das Flachglas mit einem flüssigen Salz in Kontakt gebracht wird. Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass das Flachglas innerhalb der Anlage zumindest teilweise, insbesondere ausschließlich, liegend transportiert und/oder behandelt wird, wobei die beiden Hauptflächen des Flachglases einen Winkel zur Horizontalebene im Bereich von -10 Grad bis 10 Grad aufweist. Die Erfindung betrifft außerdem eine Anlage zum Verfestigen und/oder Härten von Flachglas.

Description

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LU508157
Beschreibung
Titel: Verfahren und Anlage zum Verfestigen und/oder Härten von
Flachglas
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verfestigen und/oder Härten von
Flachglas in einer Anlage, in der das Flachglas mit einem flüssigen Salz in
Kontakt gebracht wird.
Die Erfindung betrifft außerdem eine Anlage zum Verfestigen und/oder
Härten von Flachglas, in der das Flachglas mit einem flUssigen Salz in
Kontakt gebracht wird.
Es ist bekannt, die Bruchfestigkeit von Glas durch sog. thermisches
Vorspannen (umgangssprachlich auch thermisches Härten oder Tempern genannt) zu erhöhen. Hierbei wird das zu verfestigende Glaswerkstück in einem Ofen auf ca. 680 °C erhitzt und dann schnell auf Raumtemperatur abgeschreckt. Durch dieses Abschrecken erstart die Oberfläche und die äußeren Abmessungen des Bauteiles ändern sich nun nur noch wenig. Es entstehen innerhalb des Glaswerkstücks Spannungen, die im Ergebnis zu einer höheren Bruchfestigkeit führen.
Aus DD 1579 66 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verfestigung von
Glaserzeugnissen durch lonenaustausch bekannt. Die Glaserzeugnisse werden dabei durch Alkalionenaustausch zwischen der Glasoberfläche und Alkalisalzschmelzen verfestigt. Zur Verfestigung werden
Hohlglaserzeugnisse mit nach unten gekehrter Öffnung oder
Hohlglaserzeugnisse, die um eine horizontale Achse gedreht oder geschwenkt werden, mit der Salzschmelze beregnet. Hierbei wird das Salz ständig umgewälzt und durch Lochbleche geleitet, um für die In mehreren
Lagen angeordneten Glaserzeugnisse eine Regenkaskade zu erzeugen.
Nachteiligerweise ist dieses Verfahren nur unter Verwendung von
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LU508157 vergleichsweise teurem Spezialglas wirtschaftlich sinnvoll nutzbar.
Aus DE 195 10 202 C2 ist ein Verfahren zur Herstellung von Hohlglaskörpern nach dem Blas-Blas- und Press-Blas-Formgebungsverfahren mit erhöhter mechanischer Festigkeit bekannt. Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass der Blaspressluft in der Vor- und/oder Fertigform des Blas-Blas-
Formgebungsverfahrens oder in der Fertigform des Press-Blas-
Formgebungsverfahrens nebelförmige wässrige Alkalimetallsalzlösungen beigemischt werden.
Aus DE 11 2014 003 344 T5 ist ein chemisch gehärtetes Glas für
Flachbildschirme von Digital-Kameras, Mobiltelefonen, digitalen
Organizern usw., bekannt. Das chemisch gehärtete Glas weist eine
Druckbelastungsschicht auf, die mit einem lonenaustausch-Verfahren erzeugt wird, wobei das Glas eine Oberflächen-Rauigkeit von 0,20 nm oder höher aufweist und wobei die Wasserstoffkonzentration Y im Bereich
ZU einer Tiefe X von einer äußersten Oberfläche des Glases der Gleichung
Y = aX + b bei X = von 0,1 bis 0,4 (um) genügt. Das Glas wird auf eine
Temperatur von 100°C vorgeheizt und dann In geschmolzenes Salz eingetaucht.
Aus WO 2022 049205 A1 ist eine Flachglasscheibe bekannt, die aus einem
Grundmaterial gefertigt ist, das ein alkalihaltiges Silikatglas ist. Die
Flachglasscheibe zeichnet sich dadurch aus, dass wenigstens eine
Oberflächenschicht an Kalium angereichert und an Natrium und/oder
Lithium abgereichert ist, während eine, insbesondere unmittelbar an die
Oberflächenschicht angrenzende, Innenschicht nicht an Kalium angereichert und nicht an Natrium und/oder Lithium abgereichert ist und dass die Flachglasscheibe bis in eine Druckspannungstiefe eine
Druckspannung und ab der Druckspannungstiefe eine Zugspannung aufweist, wobei die Zugspannung mit zunehmender Tiefe bis zu einem in der Innenschicht angeordneten Zugspannungsmaximum ansteigt
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Tiefe keinen linearen Abschnitt aufweist und/oder wobei der Verlauf der
Zugspannung in Abhängigkeit von der Tiefe keinen Abschnitt aufweist, in dem die Zugspannung konstant ist.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren anzugeben, das es ermöglicht, Flachglas effizient und sicher zu verfestigen und/oder zu härten.
Die Aufgabe wird durch ein Verfahren der eingangs genannten Art gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Flachglas innerhalb der Anlage zumindest teilweise, insbesondere ausschließlich, liegend transportiert und/oder behandelt wird, wobei die beiden Hauptflachen des
Flachglases einen Winkel zur Horizontalebene im Bereich von -10 Grad bis 10 Grad aufweist.
Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Anlage anzugeben, die es ermöglicht, Flachglas effizient und sicher zu verfestigen und/oder zu härten.
Diese Aufgabe durch eine Anlage der eingangs genannten Art gelôst, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Anlage wenigstens eine als
Transportstation und/oder als Behandlungsstation ausgebildete Station aufweist, die das Flachglas zumindest teilweise, Insbesondere ausschließlich, liegend transportiert und/oder behandelt, wobei die beiden Hauptflächen des Flachglases einen Winkel zur Horizontalebene im
Bereich von -10 Grad bis 10 Grad aufweist.
Das beschriebene Verfahren zum Verfestigen und/oder Härten von
Flachglas in einer Anlage, in der das Flachglas mit einem flüssigen Salz in
Kontakt gebracht wird, bietet mehrere Vorteile, die sowohl die Effizienz des Prozesses als auch die Qualität des Endprodukts verbessern. Bei dem
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LU508157 flüssigen Salz kann es sich beispielsweise um geschmolzenes Nitratsalz des
Natriums oder Kaliums handeln oder um eine Mischung, die geschmolzenes Nitratsalz des Natriums oder Kaliums beinhaltet.
Das Verfahren eignet sich zur Behandlung von Flachglasteilen für ganz unterschiedliche Anwendungen. Die behandelten Flachglasteile können beispielsweise als Flachglasscheiben in Fenstern, Türen und Fassaden eingesetzt werden, um eine erhöhte Sicherheit zu erreichen. Die behandelten Flachglasteile können beispielsweise als Schutzschicht für
Smartphones, Tablets, Laptops und andere elektronische Geräte verwendet werden. Solarmodulen bilden ein weiteres Anwendungsfeld.
Die behandelten Flachglasteile können in Solarmodulen eingesetzt werden, um die empfindlichen Photovoltaikzellen vor Umwelteinflüssen wie Hagel, Wind und UV-Strahlung zu schützen.
In erfindungsgemäßer Weise wurde erkannt, dass unverarbeitetes
Flachglas, Insbesondere Flachglas, das unmittelbar aus einer
Flachglasproduktionsanlage stammt, besonders empfindlich gegen
Beschädigungen ist. So kann beispielsweise das Endlosglas, das von einer
Floatline einer Flachglasproduktionsanlage kommt, nicht unmittelbar beschädigungsfrei geschnitten werden, sondern muss zunächst für einen
Schneidvorgang etwas abgekühlt werden, wobei Spannungen entstehen können, die die Ursache für weitergehende spätere Schäden an dem
Flachglasteil beim Umgang in einer Anlage zum Verfestigen und/oder
Härten sein können. Bei dem Schneidvorgang entstehen zuweilen Kanten mit Schäden im Mikrobereich, die ebenfalls der Ursprung für weitergehende spätere Schäden an dem Flachglasteil beim Umgang in einer Anlage zum Verfestigen und/oder Härten sein können.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat den ganz besonderen Vorteil, dass eine verbesserte Prozessstabilität und eine verbesserte Gleichmäßigkeit
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LU508157 erreicht werden können, weil eine liegende Ausrichtung es erlaubt, das
Flachglas während des Prozesses der Verfestigung und/oder Härung weitgehend ohne eine unmittelbare Berührung mit festen Bauteilen der
Anlage oder zumindest ohne eine Übertragung großer Kräfte über eine 5 Berührung mit festen Bauteilen der Anlage zu bewegen. Insbesondere wird durch die Erfindung vorteilhaft vermieden, dass mittels fester Bauteile der Anlage auf die Stirnseiten und/oder auf die Kanten der Flachglasteile
Kräfte ausgeübt werden müssen, um das Flachglas durch die Anlage zu bewegen. Die nahezu horizontale Ausrichtung des Flachglases ist
Insbesondere vorteilhaft, weil dadurch während des Transports und der
Behandlung innerhalb der Anlage das Risiko von Schäden minimiert ist, die bei einer vertikalen oder schrägen Ausrichtung auftreten könnten.
Die liegende Ausrichtung des Flachglases während des Transports und der
Behandlung innerhalb der Anlage gewährleistet, dass das Flachglas stets gleichmäßig und flächig unterstützt werden kann und die strukturelle
Integrität während des gesamten Prozesses erhalten bleibt.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der gesamte Prozess des Verfestigens und/oder Härtens in einer kontinuierlichen Produktionslinie erfolgen kann, was eine hohe Verarbeitungskapazität ermöglicht. Die liegende Ausrichtung des Flachglases verbessert zudem die mechanische
Handhabung innerhalb der Anlage, was zu einer Effizienzsteigerung führt.
Die Anlage kann vorteilhaft so konzipiert sein, dass sie einen kontinuierlichen Verarbeitungsprozess ermöglicht, bei dem Flachglasteile ununterbrochen durch die verschiedenen Stationen der Anlage laufen.
Dies bedeutet, dass die Anlage in der Lage ist, Flachglas in einem durchgängigen Fluss zu verarbeiten. Insbesondere können sich mehrere
Flachglasteile gleichzeitig innerhalb der Anlage befinden. Insbesondere können sich mehrere Flachglasteile gleichzeitig in Unterschiedlichen
Phasen des Produktionsprozesses befinden. Dies steigert den Durchsatz
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Flachglasteile in den Verarbeitungsprozess aufgenommen werden können, während andere bereits in der Bearbeitung sind oder fertig bearbeitet sind.
Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn das Flachglas wenigstens innerhalb von Teilen der Anlage berührungslos transportiert wird. Ein berührungsloser Transport des Flachglases wenigstens innerhalb von Teilen der Anlage bietet eine Vielzahl zusätzlicher Vorteile sowohl hinsichtlich der
Qualität des Endprodukts als auch hinsichtlich der Effizienz und Sicherheit des Produktionsprozesses. Beim berührungslosen Transport gibt es keinen direkten Kontakt zwischen dem Flachglas und den festen mechanischen
Komponenten der Anlage. Dadurch wird das Risiko von Kratzern,
Mikrorissen, Abplatzungen oder anderen Oberflächenschäden, die durch mechanischen Kontakt entstehen könnten, vollständig eliminiert.
Besonders die Kanten des Flachglases sind anfällig für Beschädigungen durch mechanische Einwirkung. Der berührungslose Transport sorgt dafür, dass die Kanten nicht durch Druck, Reibung oder Stöße belastet werden, was die strukturelle Integrität des Glases bewahrt.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung wird das Flachglas innerhalb der Anlage horizontal, insbesondere ausschließlich horizontal, transportiert.
Hierdurch wird das Risiko mechanischer Belastungen, die durch
Höhenunterschiede oder Hebevorgänge entstehen könnten, vermieden.
Dies sorgt für eine gleichmäßige Prozessführung und reduziert potenzielle
Fehlerquellen. Vorzugsweise wird das Flachglas innerhalb der Anlage horizontal und ohne Vertikalbewegung von einer Behandlungsstation der
Anlage zur nächsten Behandlungsstation der Anlage transportiert.
Alternativ oder zusätzlich kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das
Flachglas durch wenigstens eine Behandlungsstation der Anlage hindurch horizontal und ohne Vertikalbewegung transportiert wird. Durch den
Verzicht auf Vertikalbewegungen wird eine präzise Kontrolle über den
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Prozessverlauf ermöglicht. Die gleichbleibende Höhe erleichtert die
Kalibrierung und Abstimmung der Behandlungsstationen relativ zueinander, was letztlich zu einer höheren Produktqualität führt.
Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung wird das Flachglas bei wenigsten einem Teil seines Transports von einem Fluid getragen.
Hierdurch erfolgt der Transport ohne direkten Kontakt zu festen Bauteilen der Anlage. Dies minimiert die Gefahr von Kratzern, Mikrorissen oder anderen Beschädigungen der Glasoberfläche oder der Kanten, die durch mechanischen Kontakt entstehen könnten. Außerdem kann dieser Aspekt vorteilhaft derart realisiert werden, dass das Fluid einen gleichmäßigen
Druck auf die gesamte Unterseite des Flachglases ausübt, wodurch punktuelle Belastungen und die damit verbundenen Spannungen vermieden werden. Auf der Basis eines Fluides ist insoweit ein sanfter
Transportmechanismus realisierbar, der insbesondere bei dünnen oder empfindlichen Gläsern von Vorteil ist. Das Fluid wirkt außerdem als
Dämpfungsmittel, das Vibrationen und Stöße, die während des Transports auftreten könnten, effektiv absorbiert. Dies sorgt für eine ruhige und stabile
Bewegung des Flachglases durch die Anlage. Der fluidbasierende
Transport lässt sich außerdem vorteilhaft im Rahmen einer kontinuierlichen
Produktionslinie in die Anlage integrieren und ermöglicht eine nahtlose
Bewegung des Flachglases durch die verschiedene Prozessstufen ohne
Unterbrechung oder manuelle Eingriffe.
Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Flachglas auf eine Fluidschicht, insbesondere eine Flüssigkeitsschicht, aufgelegt wird.
Eine Fluidschicht, insbesondere eine Flüssigkeitsschicht, bietet dem
Flachglas eine gleichmäßige, flächige Unterstützung. Dadurch wird der
Druck auf das Flachglas optimal verteilt, wodurch punktuelle Belastungen vermieden werden. Dies reduziert das Risiko von lokalen Verformungen,
Mikrorissen oder anderen strukturellen Schäden. Da das Flachglas gleichmäßig auf der Flüssigkeitsschicht ruht, entstehen keine zusätzlichen
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LU508157 mechanischen Spannungen, die bei einer ungleichmäBigen oder festen
Auflage auftreten könnten. Dies ist besonders wichtig für die Behandlung von großen oder dünnen Gläsern, die anfällig für Spannungen sind.
Die Fluidschicht, insbesondere Flüssigkeitsschicht, dient außerdem als eine
Art Gleitlager, das das Flachglas trägt. Dadurch wird ein Kontakt zu festen
Oberflächen der Anlage vermieden und ein reibungsarmer Transport ermöglicht. Dies verringert außerdem das Risiko einer Beschädigung der
Glasoberfläche oder Kanten. Die Fluidschicht ermöglicht ein leichtes
Gleiten des Flachglases während des Transports durch wenigstens einen
Teil der Anlage. Dies führt zu einem sanften und schonenden
Transportprozess, der insbesondere bei empfindlichen oder hochwertigen
Flachgläsern von Vorteil ist.
Die Nutzung einer Fluidschicht, insbesondere Flüssigkeitsschicht, kann vorteilhaft in verschiedene Prozessschritte integriert werden, was die
Vielseitigkeit der Produktionsanlage erhöht und die Komplexität des
Flachglastransports innerhalb der Anlage reduziert.
Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung ist das Fluid aus dem flüssigen Salz gebildet. Dies bringt mehrere Vorteile mit sich, insbesondere durch die Möglichkeit einer Doppelfunktion des flüssigen Salzes. Da das flüssige Salz hierbei sowohl das Tragemedium als auch das
Behandlungsmedium für das Flachglas darstellt, können der Transport des
Flachglases und seine Verfestigung und/oder Hartung in wenigen
Schritten erfolgen. Dies spart Zeit und vereinfacht den gesamten Prozess, da keine separaten Medien oder Transportmechanismen erforderlich sind.
Da das flüssige Salz sowohl als Trägermedium als auch als
Behandlungsmedium fungiert, kann die technische Komplexität der
Anlage klein gehalten werden.
Da das flüssige Salz das Flachglas direkt trägt und gleichzeitig behandelt,
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LU508157 kann Wärme effizient und direkt von dem Flachglas abgezogen werden, um eine erste SchockkÜhlung zu erreichen. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine präzise Kontrolle der Temperatur und eine gleichmäßige
Wärmeverteilung, was besonders für den Prozess des Verfertigens des
Flachglases von entscheidender Bedeutung Ist.
Vorzugsweise wird das flüssige Salz auf einer konstanten Temperatur gehalten, was eine stabilen und kontrollierten Behandlungsprozess schafft.
Insbesondere im Hinblick auf eine innerhalb der Anlage vorteilhaft mögliche Reinigungsstation, die nach dem Prozess des Verfestigens und/oder Härtens das noch an dem Flachglas anhaftende Salz entfernt, kann das Fluid aus Wasser oder einer Reinigungsflüssigkeit gebildet sein.
Die Nutzung von Wasser oder einer Reinigungsflüssigkeit als Tragemedium vereinfacht den Produktionsprozess, Indem sie die Schritte des Transports und der Reinigung miteinander kombiniert. Das Wasser bzw. die
Reinigungsflüssigkeit bieten eine sanfte Auflagefläche für das Glas, was mechanische Schäden, wie Kratzer oder Mikrorisse, verhindert.
Gleichzeitig sorgt die Wasser bzw. die Reinigungsflüssigkeit dafür, dass das
Glas während der Reinigung nicht beschädigt wird, da keine harten
Oberflächen oder abrasive Materialien involviert sind.
Alternativ oder zusätzlich kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Fluid aus einem Gas, insbesondere aus Luft, gebildet ist. Wenn das Flachglas auf einem Luftkissen oder einem anderen gasförmigen Medium getragen wird, wird es berührungslos transportiert. Dies minimiert das Risiko von
Kratzern, Rissen oder anderen mechanischen Beschädigungen, die durch den Kontakt mit festen Teilen der Anlage entstehen könnten.
Ganz besonders vorteilhaft ist eine Ausführung, bei der das Flachglas berührungslos über die ebene Oberseite einer Lochplatte transportiert wird, durch deren Öffnungen, insbesondere fortlaufend, das Fluid auf die
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Oberseite strömt. Das Fluid, das, vorzugsweise gleichmäßig, durch die
Öffnungen der Lochplatte strömt, bietet eine gleichmäßige Unterstützung über die gesamte Unterseite des Flachglases. Dies sorgt für einen stabilen
Transport ohne Vibrationen und ohne ungleichmäßige Belastungen.
Da das Flachglas auf einem Luft- oder Flüssigkeitskissen Uber der
Lochplatte schwebt, kommt es nicht in direkten Kontakt mit der
Lochplatte. Hierdurch werden Kratzer, Risse und andere mechanische
Beschädigungen, die durch Kontakt entstehen könnten, vermieden.
Außerdem kann das Fluid hierbei vorteilhaft eine Doppelfunktion haben, beispielsweise indem das Fluid durch das für den Verfestigungs- und/oder
Härteprozess erforderliche flüssige Salz gebildet ist oder beispielsweise indem das Fluid durch eine Reinigungsflüssigkeit gebildet ist.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung wird eine Strömung des
Fluids, welches das Flachglas trägt, erzeugt. Dies kann durch die
Ausbildung der Öffnungen als Düsen realisiert sein, die das Fluid in eine vorgegebene Richtung lenken. Insbesondere können die Öffnungen der
Lochplatte, durch die das Fluid strömt, als Düsen ausgebildet sein, die dem ausstrbmenden Fluid eine horizontale Strömungskomponente aufprägen. Hierdurch kann beispielsweise eine Bewegung des Flachglases in eine, vorzugsweise horizontale, Transportrichtung verursacht werden, indem eine Strömung des Fluids in Transportrichtung erzeugt wird. Das strômende Fluid überträgt hierbei einen Teil seiner Bewegungsenergie auf das von Ihm getragene Flachglas. Zum Abbremsen des Flachglases kann eine Strömung des Fluids entgegen der Transportrichtung erzeugt werden.
Die Oberseite der Lochplatte weist vorzugsweise einen Winkel zur
Horizontalebene im Bereich von -10 bis 10 Grad auf. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Winkel der Oberseite der Lochplatte zur Horizontalebene im Bereich von - 10 Grad bis 10 Grad einstellbar ist.
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Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung wird die Lochplatte relativ zur
Horizontalebne geneigt, um das Flachglas in Bewegung zu versetzen oder um das Flachglas abzubremsen.
Die Möglichkeit, die Lochplatte relativ zur Horizontalebene zu neigen, um das Flachglas in Bewegung ZU versetzen oder abzubremsen, bietet erhebliche Vorteile für die Steuerung der Bewegungen der Flachglasteile innerhalb der Anlage. Diese Flexibilität ermöglicht eine präzise und schonende Handhabung des Glases und trägt zur Effizienz und Sicherheit des gesamten Produktionsprozesses bei. Beispielsweise ist eine kontrollierte
Beschleunigung des Flachglases möglich, wobei das Flachglas durch eine gezielte Neigung der Lochplatte relativ zur Horizontalebene durch die
Schwerkraft sanft in Bewegung versetzt wird. Dies ermöglicht einen kontrollierten Start des Transports, ohne dass unmittelbar an dem Flachglas angreifende mechanische Antriebssysteme erforderlich sind. Der Transport des Glases erfolgt hierbei allein durch die Neigung der Lochplatte oder durch die Neigung der Lochplatte in Kombination mit der weiter oben bereits erwähnten Fluidströmung.
Um das Flachglas abzubremsen kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die
Lochplatte vorübergehend in die Gegenrichtung geneigt wird. Indem die
Lochplatte relativ zur Horizontalebene entgegengesetzt geneigt wird, kann die Bewegung des Flachglases sanft und kontrolliert abgebremst werden. Dies verhindert ein plötzliches Stoppen, das zu Rissen, Brüchen oder anderen Beschädigungen des Glases führen könnte. Durch das sanfte Abbremsen kann das Flachglas dennoch präzise an einer gewünschten Stelle positioniert werden, etwa für einen nachfolgenden
Bearbeitungsschritt oder für die Übergabe an ein weiteres Transportsystem innerhalb der Anlage.
Die Geschwindigkeit des Transports des Flachglases kann durch die
Neigung der Lochplatte präzise gesteuert werden. Eine stärkere Neigung
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LU508157 führt zu einer schnelleren Bewegung, während eine geringere Neigung das Glas langsamer bewegen lässt. Dies ermöglicht eine flexible
Anpassung der Transportgeschwindigkeit an verschiedene
Prozessanforderungen. Durch die Möglichkeit, die Bewegung des Glases genau zu steuern, kann das Glas nahtlos von einer Prozessstation zur nächsten überführt werden, ohne dass es zu Unterbrechungen oder
Verzögerungen kommt.
Bei einer vorteilhaften Ausführung ist ein Becken vorhanden, in dem wenigstens ein Teil des Fluids angeordnet ist. Das Becken kann vorteilhaft als Überlaufbecken ausgebildet sein, was es ermöglicht, das Flachglas horizontal auf die Oberfläche des Uberlaufenden Fluids aufzuschieben.
Insbesondere kann es sich bei dem Becken um ein Tauchbecken handeln, das mit flüssigem Salz gefüllt ist, in welches das Flachglas für einen
Verfestigungs- und/oder Härteprozess für einen Behandlungszeitraum eingetaucht wird. Der Behandlungszeitraum kann vorteilhaft im Bereich von 5 Minuten bis 300 Minuten, insbesondere im Bereich von 15 Minuten bis 45 Minuten, liegen.
Beispielsweise kann vorteilhaft ein in das Tauchbecken absenkbares Rack mit wenigstens einer Aufnahme für das Flachglas vorhanden sein, in die das Flachglas eingeführt, insbesondere horizontal eingeschoben, wird, bevor das Rack samt dem Flachglas vertikal in das Tauchbecken abgesenkt wird.
Das Rack kann vorteilhaft mehrere übereinander angeordnete und horizontal ausgerichtete Aufnahmen für jeweils ein Flachglasteil (oder jeweils mehrere Flachglasteile) aufweisen. Das kontinuierliche Einbringen der Flachglasteile in dieses Rack kann beispielsweise so erfolgen, dass das leere Rack zunächst derart relativ zu der Salzoberfläche angeordnet wird, dass sich die unterste Aufnahme des Racks auf der Hôhe der ankommenden Flachglasteile befindet. Es wird dann ein erstes
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Flachglasteil in die unterste Aufnahme horizontal eingeschoben.
Nach dem Einschieben des ersten Flachglasteils in die unterste Aufnahme des Racks wird das Rack ein Stück nach unten gefahren, so dass die unterste Aufnahme samt dem ersten Flachglasteil in das Salzbad eintaucht. Anschließend wird ein zweites Flachglasteil in die zweitunterste
Aufnahme des Racks horizontal eingeschoben und das Rack ein weiteres
Stück nach unten gefahren, so dass die zweitunterste Aufnahme samt dem zweiten Flachglasteil in das Salzbad eintaucht wird. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis das Rack vollständig gefüllt und in das Salzbad eingetaucht ist.
Nach einem vorgegeben oder vorgebbaren Behandlungszeitraum in dem
Salzbad wird das Rack schrittweise nach oben aus dem Salzbad gezogen, wobei die Flachglasteile einzelnen nacheinander horizontal aus den
Aufnahmen entnommen und weiterfransportiet werden. Die
Flachglasteile können bei der Entnahme jeweils wieder von der
Oberfläche des flüssigen Salzes getragen werden.
Bei dieser Vorgehensweise ist die Verweildauer des ersten Flachglasteils im
Salzbad (aufgrund dieses First-in-last-out-Prinzips) im Ergebnis zwar etwas länger als die Verweildauer des letzten in das Rack eingeschobenen
Flachglasteils, was jedoch nicht relevant ist, weil die Vorgänge des
Beladens und Eintauchens des Racks sowie des Auftauchens des Racks aus dem Salzbad kurz sind im Verhältnis zu der mittleren Verweildauer der
Flachglasteile in dem Salzbad.
Insbesondere im Hinblick auf eine kontinuierliche Fertigung können in der
Anlage vorteilhaft (und nach einem eigenständigen Erfindungsgedanken, der in Kombination mit wenigstens einem der übrigen Merkmale, die in dieser Anmeldung beschrieben sind, umsetzbar ist, der aber auch losgelöst von den Übrigen Merkmalen, die in dieser Anmeldung
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LU508157 beschrieben sind, umsetzbar ist) mehrere Racks vorhanden sein, die beispielsweise in einem Karussell angeordnet sein können. Sobald ein Rack vollständig gefüllt und eingetaucht ist, wird das gerade befüllte und eingetauchte Rack aus der Einflllposition (vorzugsweise horizontal) entfernt, wobei es jedoch innerhalb des Salzbades verbleibt, so dass das nächste Rack in der Einfüllposition positioniert und wie oben beschrieben befüllt und eingetaucht werden kann. Durch diesen Erfindungsgedanken wird das Problem gelöst, die kontinuierlich nacheinander ankommenden
Flachglasteile in ein Salzbad zu verbringen, in dem sie für eine vorgegebene Zeit verbleiben müssen, ohne das Becken räumlich so lang auszubilden zu müssen, dass die Zeit zum Durchlaufen des Salzbades der vorgegebenen Zeit entspricht. Aus diesem Grund ist vielmehr vorgesehen, die kontinuierlich nacheinander ankommenden Flachglasteile für den
Tauchvorgang vorübergehend in Racks anzuordnen, die in einem
Kreislaufprozess eingetaucht werden.
Um eine gefahrlose Übergabe der Flachglasteile, beispielsweise von einem Transporttisch, der eine Lochplatte aufweist, in das Rack zu realisieren, kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Becken als ein
Überlaufbecken realisiert ist, wobei sich das Niveau des Uberlaufenden
Salzes auf demselben Niveau befindet, wie die Oberfläche der
Fluidschicht des Transporttisches. Bei einer solchen Ausführung können die
Flachglasteile gewissermaßen von Oberfläche zu Oberfläche übergeben werden. Diese Vorgehensweise kann vorteilhaft insbesondere beinhalten, dass das Rack jeweils derart positioniert wird, dass ein Teil der als nächstes zu befüllenden Aufnahme bereits so in das Salzbad eingetaucht ist, so dass das jeweils nächste Flachglasteil auf der Oberfläche des Salzes in die
Aufnahme „schwimmen“ kann.
Da an den aus dem Becken entnommenen Flachglasteilen stets noch Salz anhaftet, wird fortlaufend Salz aus dem Becken ausgetragen, was ZU einem Abfallen des Niveaus der Oberfläche führen würde. Aus diesem
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Grund kann vorteilhaft (und nach einem eigenständigen
Erfindungsgedanken, der in Kombination mit wenigstens einem der übrigen Merkmalen, die in dieser Anmeldung beschrieben sind, umsetzbar ist, der aber auch losgelöst von den übrigen Merkmale, die in dieser
Anmeldung beschrieben sind, umsetzbar ist) eine Regelungsvorrichtung vorhanden sein, die das Niveau der Oberfläche des flüssigen Salzes des
Beckens konstant hält; vorzugsweise auf dem Transportniveau der dem
Becken unmittelbar vorgeschalteten Station und/oder der dem Becken unmittelbar nachgeschalteten Station der Anlage. Beispielsweise kann dies realisiert werden, indem eine Regelungsvorrichtung Salz aus einem
Vorratsbehälter, beispielsweise einer Auffangwanne, in das Becken befördert, um das Niveau der Oberfläche des flüssigen Salzes konstant zu halten. Ganz besonders vorteilhaft ist eine Ausführung, bei der die
Regelung des Niveaus der Oberfläche des flüssigen Salzes mit einer fortlaufenden Salzregenerierung, bei der ein Regenerationsmaterial in das
Becken eingebracht wird, und/oder einem fortlaufenden Salzaustausch kombiniert erfolgt.
Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung wird das Flachglas bei wenigsten einem Teil seines Transports mittels einer
Levitationstransportvorrichtung, die einen Ultraschallerzeuger aufweist, und/oder auf einem Ultraschallluftlager transportiert. Da das Flachglas durch Ultraschallwellen in der Schwebe gehalten wird, erfolgt der
Transport vollkommen berührungslos. Dies verhindert jeglichen physischen
Kontakt mit festen Bauteilen, wodurch Kratzer, Risse oder andere mechanische Beschädigungen vermieden werden.
Hierbei kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Flachglas durch
Steuerung der Frequenz und/und der Intensität der Ultraschallwellen und/oder eines Schallwellenmusters entlang eines Transportweges bewegt wird. Insbesondere kann eine Steuerungsvorrichtung die Frequenz und/und die Intensität der ÜUltraschallwellen und/oder ein
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Schallwellenmuster derart steuern, dass das Flachglas entlang eines
Transportweges bewegt wird. Die Bewegung des Flachglases kann durch die Steuerung der Frequenz, Intensität und des Musters der
Ultraschallwellen sehr präzise kontrolliert werden. Diese hohe Präzision ermöglicht es, das Glas genau entlang eines gewünschten Transportwegs zu bewegen, was die Prozessgenauigkeit erhöht und eine exakte
Positionierung des Glases ermöglicht.
Alternativ oder zusätzlich zur Steuerung durch Ultraschallwellen kann die
Levitationstransportvorrichtung oder das Ultraschallluftlager geneigt werden, um das Flachglas unter Ausnutzung der Schwerkraft in Bewegung
ZU versetzen oder abzubremsen. Insbesondere kann eine
Steuerungsvorrichtung vorhanden sein, die die Neigung steuert, um das
Flachglas unter Ausnutzung der Schwerkraft in Bewegung zu versetzen oder abzubremsen.
Eine Transportstation, Innerhalb der das Flachglas mittels einer
Levitationstransportvorrichtung, die einen Ultraschallerzeuger aufweist, und/oder auf einem Ultraschallluftlager transportiert wird, kann vorteilhaft die erste Station innerhalb der Anlage oder zumindest Teil der ersten
Station der Anlage sein. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass diese Transportstation das Flachglas von einer vorgeschalteten
Flachglasproduktionsanlage In Empfang nimmt. Die Transportstation kann beispielsweise Teil einer Annahmestation sein, die dazu ausgebildet ist, das
Flachglas, insbesondere flach liegend, von einer
Flachglasproduktionsanlage zu empfangen.
Während des Transportes des Flachglases mittels einer
Levitationstransportvorrichtung, die einen Ultraschallerzeuger aufweist, und/oder auf einem Ultraschallluftlager kann vorteilhaft ein Aufheizen auf die für den Härtungs-/Verfestigungsprozess erforderliche
Ausgangstemperatur erfolgen.
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Das Aufheizen kann vorteilhaft beispielsweise durch eine Bestrahlung mit
Mikrowellen und/oder durch einen Transport durch einen Temperofen erfolgen. Ganz allgemein kann die Anlage eine Erw&rmungsvorrichtung aufweisen, die dazu ausgebildet ist, das Flachglas auf eine für den
Hartungs-/Verfestigungsprozess erforderliche Ausgangstemperatur ZU erwärmen.
Besonders vorteilhaft kann vorgesehen sein, dass das Flachglas innerhalb der Anlage, insbesondere zusätzlich zu einem Kontakt mit flUssigem Salz von unten (beispielsweise durch einen Kontakt zu einer aus dem Salz bestehenden Fluidschicht) von oben mit dem flüssigen Salz berieselt wird.
Insoweit kann vorteilhaft eine Berieselungsanlage vorhanden sein, die dazu ausgebildet ist, das Flachglas innerhalb der Anlage von oben mit dem flüssigen Salz zu berieseln.
Besonders vorteilhaft ist eine Ausführung des erfindungsgemäBen
Verfahrens, bei der das Flachglas in einer Flachglasproduktionsanlage hergestellt und unmittelbar anschließend zu der Anlage zum Verfestigen und/oder Härten verbracht wird. Auf diese Weise kann wenigstens ein Teil der Prozesswärme genutzt werden, die zur Herstellung des Flachglases in der Flachglasproduktionsanlage aufgewendet wurde. Hierzu wird das, insbesondere noch endlose, Flachglas lediglich soweit abgekühlt, dass es in Flachglasteile geschnitten werden kann. Die noch warmen
Flachglasteile werden dann, vorzugsweise unmittelbar, an die Anlage übergeben. Das Aufheizen der übergebenen Flachglasteile auf eine für den Härtungs-/Verfestigungsprozess erforderliche Ausgangstemperatur ist daher weniger energieaufwändig, weil ein zwischenzeitliches Abkühlen auf Raumtemperatur vermieden ist.
Die Ausgangstemperatur kann vorteilhaft in einem Bereich von 100 Kelvin bis 300 Kelvin Uber der Transformationstemperatur des Flachglases
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Littleton-Punkt des Glasmaterials liegen. Insbesondere bei der
Verarbeitung von Flachglas aus Alkali-Erdalkali-Silikatglas kann die
Ausgangstemperatur vorteilhaft im Bereich vom 650 °Celsius bis 760 °Celsius, Insbesondere im Bereich von 680 °Celsius bis 720 °Celsius liegen.
Entsprechend kann die Temperatur des geschmolzenen Salzes, das beispielsweise geschmolzenes Natriumsalz oder geschmolzenes Kaliumsalz sein kann, im Bereich von 300 °Celsius bis 500 °Celsius, insbesondere im
Bereich vom 390 °Celsius bis 450 °Celsius oder im Bereich von 400 °Celsius bis 440 °Celsius liegen.
Der Littleton-Punkt ist die Temperatur, bei der die Viskosität n 1066 Pa s (Pascal mal Sekunde) beträgt.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung erfolgt nach dem Aufheizen des Flachglases auf die Ausgangstemperatur ein, vorzugsweise zweiphasiges, AbkUhlen durch ein In-Kontakt-Bringen mit dem flUssigen
Salz.
Vorzugsweise wird das erw&rmte Flachglas zunächst einer SchockkÜühlung unterzogen, bei der das erwärmte Flachglas mit dem flüssigen Salz in
Kontakt gebracht wird. Die Schockkühlung kann vorteilhaft für einen
Schockkühlungszeitraum andauern, der im Bereich von 5 Sekunden bis 60
Sekunden, insbesondere bei 30 Sekunden, liegt.
Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung erfolgt die
Schockkühlung zumindest teilweise dadurch, dass das auf die
Ausgangstemperatur erwärmte Flachglas horizontal auf einer Fluidschicht transportiert wird, die aus dem flüssigen Salz besteht. Hierdurch wird das
Flachglas an seiner Unterseite gekühlt. Außerdem kann die Schockkühlung beinhalten, dass das Flachglas, vorzugsweise gleichzeitig, von oben mit dem flüssigen Salz berieselt wird. Hierdurch wird das Flachglas von oben
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Vorzugsweise wird das Flachglas mittels der Schockkühlung auf eine
Temperatur in einem Bereich von 50 Kelvin bis 200 Kelvin unter der
Transformationstemperatur abgekühlt.
Vorzugsweise wird das Flachglas nach der Schockkühlung, insbesondere ausschließlich horizontal, zu einem Becken, das weiteres flüssiges Salz beinhaltet, transportiert. Das Becken kann, wie oben bereits beschrieben ist, vorteilhaft als Überlaufbecken ausgebildet sein. Außerdem kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Flachglas für einen
Behandlungszeitraum in das flüssige Salz des Beckens eingetaucht wird, was beispielsweise in der Weise erfolgen kann, die weiter oben bereits beschrieben wurde.
Nach dem Behandlungszeitraum kann das Flachglas aus dem Becken entnommen und, vorzugsweise horizontal, zu wenigstens einer
Reinigungsstation transportiert werden.
Vorzugsweis ist die Reinigungsstation dazu ausgebildet, das Flachglas von anhaftendem Salz zu reinigen. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Flachglas in der Reinigungsstation horizontal auf einer
Fluidschicht transportiert wird, die aus Wasser besteht oder Wasser beinhaltet oder die aus einer Reinigungsflüssigkeit besteht. Außerdem kann, alternativ oder zusätzlich, vorgesehen sein, dass Flachglas in der
Reinigungsstation von oben mit einem Fluid berieselt wird, das aus Wasser besteht oder das Wasser beinhaltet oder das aus einer
Reinigungsflüssigkeit besteht. Insoweit kann die Reinigungsstation vorteilhaft eine Berieselungsanlage aufweisen, die dazu ausgebildet ist, das Flachglas in der Reinigungsstation von oben mit einem Fluid zu berieseln, das aus Wasser besteht oder das Wasser beinhaltet oder das aus einer Reinigungsflüssigkeit besteht.
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Das Verfahren ist ganz besonders vorteilhaft mit Flachglas durchführbar, das aus einem alkalihaltigen Silikatglas, insbesondere einem Alkali-
Erdalkali-Silikatglas, oder einem Alumosilikatglas, oder einem Borosilikatglas besteht. Alumosilikatglas hat den besonderen Vorteil, dass mit dem erfindungsgemdBen Verfahren besonders bruchfeste Flachglasteile erzielbar sind. Auch Borosilikatglas und Alkali-Erdalkali-Silikatglas haben den besonderen Vorteil, dass mit dem erfindungsgemäBen Verfahren sehr bruchfeste Flachglasteile erzielbar sind.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielhaft und schematisch dargestellt und wird anhand der Figuren nachfolgend beschrieben, wobei gleiche oder gleich wirkende Elemente auch in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen zumeist mit denselben
Bezugszeichen versehen sind. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen ersten Teil eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäben Anlage, und
Fig. 2 einen zweiten Teil des Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Anlage.
Die Figuren 1 und 2 zeigen Unterschiedliche Teile eines
AusfUhrungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Anlage.
Die Anlage weist eine Annahmestation 1 auf, die dazu ausgebildet ist,
Flachglasteile 2, Insbesondere flach liegend, von einer (nicht dargestellten) Flachglasproduktionsanlage zu empfangen. Konkret ist die
Annahmestation 1 durch eine Transportstation 3 gebildet, innerhalb der das Flachglas 2 mittels einer Levitationstransportvorrichtung, die einen
Ultraschallerzeuger 4 aufweist, und/oder auf einem Ultraschallluftlager 5
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Während des Transportes des Flachglases 2 in der Annahmestation 1 erfolgt ein Aufheizen auf die für den Härtungs-/Verfestigungsprozess erforderliche Ausgangstemperatur. Die Anlage weist hierfür eine
Erw&rmungsvorrichtung 6 auf. Das Aufheizen erfolgt bei diesem
Ausführungsbeispiel durch eine Bestrahlung mit Mikrowellen, die mit einem
Mikrowellenerzeuger 7, der beispielsweise ein Magnetron beinhalten kann, erzeugt werden. Alternativ oder zusätzlich ist auch die Verwendung eines
Ofens zum Aufheizen môglich.
Die Transportstation 3 transportiert die Flachglasteile 2 unmittelbar zu einer
SchockkUhlstation 8. Dort wird das erwärmte Flachglas 2 einer
Schockkühlung unterzogen, bei der das erwärmte Flachglas 2 mit dem flüssigen Salz 10 in Kontakt gebracht wird. Die Schockkühlung kann vorteilhaft für einen Schockkühlungszeitraum andauern, der im Bereich von 5 Sekunden bis 60 Sekunden, insbesondere bei 30 Sekunden, liegt.
Die Schockkühlung erfolgt teilweise dadurch, dass das auf die —Ausgangstemperatur erwärmie Flachglas 2 horizontal auf einer
Fluidschicht 9 transportiert wird, die aus dem flüssigen Salz 10 besteht.
Hierdurch wird das Flachglas 2 an seiner Unterseite gekühlt. Das Flachglas 2 wird in der SchockkUhlstation 8 berUhrungslos Uber die ebene Oberseite einer Lochplatte 12 transportiert, durch deren Öffnungen 13 fortlaufend flüssiges Salz 10 auf die Oberseite strömt, um die Fluidschicht 9 zu bilden, die das Flachglas 2 trägt. Es ist eine Auffangwanne 14 vorhanden, die das seitlich herabstrômende flüssige Salz 10 auffängt. Das aufgefangene flüssige Salz 10 wird wieder durch die Öffnungen 13 gepumpt, so dass innerhalb der Schockkühlstation 8 ein Kreislauf von flüssigem Salz 10 gebildet ist.
Außerdem beinhaltet die SchockkÜühlung, dass das Flachglas 2
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LU508157 gleichzeitig, von oben mittels einer Bereselungsanlage 11 mit dem flüssigen Salz 10 berieselt wird. Hierdurch wird das Flachglas 2 von oben gekühlt. Vorzugsweise wird das Flachglas mittels der Schockkühlung auf eine Temperatur in einem Bereich von 50 Kelvin bis 200 Kelvin unter der
Transformationstemperatur abgekühlt.
Der Weitertransport der Flachglasteile 2 innerhalb der Schockkühlstation 8 kann dadurch realisiert sein, dass eine Strömung des Fluids in
Transportrichtung erzeugt wird. Hierzu können die Öffnungen 13 der
Lochplatte 12, durch die das flüssige Salz 10 strömt, als Düsen ausgebildet sein, die dem ausstrdmenden Salz 10 eine horizontale
Strömungskomponente aufprägen. Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass die Lochplatte 12 relativ zur Horizontalebene geneigt wird, um das Flachglas 2 unter Ausnutzung der Schwerkraft in
Bewegung zu versetzen oder um das Flachglas abzubremsen. Insoweit kann die Lochplatte neigbar ausgebildet sein, so dass die Flachglasteile 2 der Gewichtskraft folgend relativ zu der Lochplatte 12 gleiten und somit transportiert werden können.
Unmittelbar nach der Schockkühlung haben die Flachglasteile 2 bereits eine Härtung erfahren, so dass ein Kontakt zu festen Bauteilen, wie beispielsweise einem Rack 15, weitgehend gefahrlos möglich ist.
Die Schockkühlstation 8 transportiert die Flachglasteile 2 horizontal und flach liegend unmittelbar zu einer Tauchstation 16, die ein Becken 17, das als Überlaufbecken ausgebildet ist, und mehrere Racks 15, die jeweils
Aufnahmen 18 für die Flachglasteile 2 haben, aufweist.
Das Becken 17 beinhaltet flüssiges Salz 10. Es ist eine weitere
Auffangwanne 19 vorhanden, die das Ubergelaufene flüssige Salz 10 auffängt. Da das Becken 17 als Überlaufbecken ausgebildet ist, ist es ermöglicht, das Flachglas 2 horizontal auf die Oberfläche des
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Uberlaufenden flüssigen Salzes 10 aufzuschieben, so dass das Flachglas von dem flüssigen Salz 10 getragen wird.
Jedes Rack 15 weist mehrere übereinander angeordnete und horizontal ausgerichtete Aufnahmen 18 für jeweils ein Flachglasteil auf. Das kontinuierliche Einbringen der Flachglasteile 2 in das Rack 15 erfolgen so, dass das leere Rack 15 zunächst derart relativ zu der Oberfläche des flüssigen Salzes 10 angeordnet wird, dass sich die unterste Aufnahme 18 auf der Höhe der von der Schockkühlstation 8 kommenden Flachglasteile 2 befindet. Es wird dann ein erstes Flachglasteil 20 in die unterste
Aufnahme 18 horizontal eingeschoben.
Nach dem Einschieben des ersten Flachglasteils 20 in die unterste
Aufnahme 18 des Racks 15 wird das Rack 15 so weit nach unten abgesenkt, so dass die unterste Aufnahme 18 samt dem ersten
Flachglasteil 20 vollständig in das flüssige Salz 10 eintaucht. Anschließend wird ein zweites Flachglasteil 21 in die zweitunterste Aufnahme 18 des
Racks 15 horizontal eingeschoben und das Rack 15 ein weiteres Stück nach unten abgesenkt, so dass die zweitunterste Aufnahme 18 samt dem zweiten Flachglasteil 21 in das das flüssige Salz 10 Salzbad eintaucht wird.
Dieser Vorgang wird wiederholt, bis das Rack 15 vollständig gefüllt und eingetaucht ist.
Nach einem Behandlungszeitraum wird das Rack 15 schrittweise nach oben aus dem flüssigen Salz 10 gezogen, wobei die Flachglasteile 2 einzelnen nacheinander horizontal aus den Aufnahmen 18 entnommen und weitertransportiert werden, was in Figur 2 dargestellt ist. Der
Behandlungszeitraum kann vorteilhaft im Bereich von 5 Minuten bis 300
Minuten, insbesondere im Bereich von 15 Minuten bis 45 Minuten, liegen.
Um eine kontinuierliche Fertigung zu realisieren gibt es mehrere Racks 15, die beispielsweise in einem Karussell angeordnet sein können, was jedoch
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Unmittelbar nach der Tauchstation 16 gelangen die Flachglasteile 2 zu einer Abkühlstation 22. In der AbkUhlstation 22 werden die Flachglasteile 2, beispielsweise in einem Lufistrom, auf Raumtemperatur abgekühlt.
Die Abkühlstation 22 transportiert die Flachglasteile 2 zu einer ersten
Reinigungsstation 23, in der eine Vorwäsche erfolgt. Durch die Vorwäsche werden insbesondere noch anhaftende Salzreste grob entfernt.
Die Vorwäsche erfolgt teilweise dadurch, dass das Flachglas 2 horizontal auf einer Fluidschicht 24 transportiert wird, die aus einer
Reinigungsflüssigkeit 25 besteht. Hierdurch wird das Flachglas 2 an seiner
Unterseite gereinigt. Das Flachglas 2 wird in ersten Reinigungsstation 23 berührungslos Über die ebene Oberseite einer zweiten Lochplatte 26 transportiert, durch deren Öffnungen 27 fortlaufend Reinigungsflüssigkeit 25 auf die Oberseite strömt, um die Fluidschicht 24 zu bilden, die das
Flachglas 2 trägt. Es ist eine zweite Auffangwanne 28 vorhanden, die die seitlich herabströmende Reinigungsflüssigkeit 25 auffangt. Die aufgefangene Reinigungsflüssigkeit 25 wird wieder durch die Öffnungen 27 gepumpt, so dass innerhalb der ersten Reinigungsstation 23 ein Kreislauf von Reinigungsflüssigkeit 25 gebildet ist.
Außerdem beinhaltet die erste Reinigungsstation 23, dass das Flachglas 2 gleichzeitig von oben mittels einer zweiten Berieselungsanlage 29 mit der
Reinigungsflüssigkeit 25 berieselt wird. Hierdurch wird das Flachglas 2 von oben gereinigt.
Der Weitertransport der Flachglasteile 2 innerhalb der Reinigungsstation 23 kann dadurch realisiert sein, dass eine Strömung der Reinigungsflüssigkeit 25 in Transportrichtung erzeugt wird. Hierzu können die Öffnungen 27 der zweiten Lochplatte 26, durch die die Reinigungsflüssigkeit 25 strömt, als
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Düsen ausgebildet sein, die der ausstrômenden ReinigungsflUssigkeit 25 eine horizontale Strômungskomponente aufprägen. Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass die zweite Lochplatte 26 relativ zur
Horizontalebne geneigt wird, um das Flachglas 2 unter Ausnutzung der
Schwerkraft in Bewegung zu versetzen oder um das Flachglas abzubremsen. Insoweit kann die Lochplatte neigbar ausgebildet sein, so dass die Flachglasteile 2 der Gewichtskraft folgend relativ zu der zweiten
Lochplatte 26 gleiten und somit transportiert werden können.
Die erste Reinigungsstation 23 transportiert die Flachglasteile 2 zu einer zweiten Reinigungsstation 30, in der eine weitere Reinigung erfolgt.
Die zweite Reinigungsstation 30 ist genauso aufgebaut wie die erste
Reinigungsstation 23, wobei jedoch in der zweiten Reinigungsstation 30
Wasser 32 anstelle der ReinigungsflUssigkeit 25 verwendet wird.
Die weitere Reinigung erfolgt in der zweiten Reinigungsstation 30 teilweise dadurch, dass das Flachglas 2 horizontal auf einer Fluidschicht 31 transportiert wird, die aus Wasser 32 besteht. Hierdurch wird das Flachglas 2 an seiner Unterseite gereinigt. Das Flachglas 2 wird in zweiten
Reinigungsstation 30 berührungslos über die ebene Oberseite einer dritten
Lochplatte 33 transportiert, durch deren Öffnungen 34 fortlaufend Wasser 32 auf die Oberseite strömt, um die Fluidschicht 31 zu bilden, die das
Flachglas 2 trägt. Es ist eine dritte Auffangwanne 35 vorhanden, die das seitlich herabstrômende Wasser 32 auffängt. Das aufgefangene Wasser 32 wird wieder durch die Öffnungen 34 gepumpt, so dass innerhalb der zweiten Reinigungsstation 23 ein Kreislauf von Wasser 31 gebildet ist.
Außerdem beinhaltet die zweite Reinigungsstation 30, dass das Flachglas 2 gleichzeitig von oben mittels einer dritten Berieselungsanlage 36 mit
Wasser 32 berieselt wird. Hierdurch wird das Flachglas 2 von oben gereinigt.
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Bezugszeichenliste: ] Annahmestation 2 Flachglasteil 3 Transportstation 4 Ultraschallerzeuger 5 Ultraschallluftlager 6 Erwärmungsvorrichtung 7 Mikrowellenerzeuger 8 Schockkühlstation 9 Fluidschicht 10 flüssiges Salz 11 Berieselungsanlage 12 Lochplatte 13 Öffnungen 14 Auffangwanne 15 Rack 16 Tauchstation 17 Becken 18 Aufnahme 19 weitere Auffangwanne 20 erstes Flachglasteil 21 zweites Flachglasteil 22 Abkühlstation 23 ersten Reinigungsstation 24 Fluidschicht 25 Reinigungsflüssigkeit 26 zweite Lochplatte 27 Öffnungen 28 zweite Auffangwanne 29 zweite Berieselungsanlage 30 zweite Reinigungsstation
02.09.2024 084A0015LU 28
LU508157 31 Fluidschicht 32 Wasser 33 dritte Lochplatte 34 Öffnungen 35 dritte Auffangwanne 36 dritte Berieselungsanlage

Claims (69)

02.09.2024 084A0015LU 29 LU508157 Patentansprüche
1. Verfahren zum Verfestigen und/oder Härten von Flachglas (2) in einer Anlage, in der das Flachglas (2) mit einem flüssigen Salz (10) in Kontakt gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2) innerhalb der Anlage zumindest teilweise, insbesondere Aausschließlich, liegend transportiert und/oder behandelt wird, wobei die beiden Hauptflächen des Flachglases (2) einen Winkel zur Horizontalebene im Bereich von -10 Grad bis 10 Grad aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2) innerhalb der Anlage berührungslos transportiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass a. das Flachglas (2) innerhalb der Anlage horizontal, insbesondere ausschließlich horizontal, transportiert wird, und/oder dass b. das Flachglas (2) innerhalb der Anlage horizontal und ohne Vertikalbewegung von einer Behandlungsstation der Anlage zur nächsten Behandlungsstation der Anlage transportiert wird, und/oder dass c. das Flachglas (2) durch wenigstens eine Behandlungsstation der Anlage hindurch horizontal und ohne Vertikalbewegung transportiert wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2) bei wenigsten einem Tell seines Transports von einem Fluid getragen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2) auf eine Fluidschicht (9, 24, 31), insbesondere eine FlUssigkeitsschicht, aufgelegt wird.
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6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Fluid aus dem flüssigen Salz (10) gebildet ist.
7. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Fluid aus Wasser (32) gebildet ist.
8. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Fluid aus einem Gas, insbesondere aus Luft, gebildet ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2) über die ebene Oberseite einer Lochplatte (12, 26 33) transportiert wird, durch deren Öffnungen (13, 27 34), insbesondere fortlaufend, das Fluid auf die Oberseite strömt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Strömung des Fluid, insbesondere in eine Transportrichtung oder entgegen einer Transportrichtung, erzeugt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2) durch die Strömung des Fluids in die Transportrichtung transportiert wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite der Lochplatte (12, 26 33) einen Winkel zur Horizontalebene im Bereich von -10 bis 10 Grad aufweist.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel der Oberseite der Lochplatte (12, 26 33) zur Horizontalebene im Bereich von - 10 Grad bis 10 Grad einstellbar ist.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Lochplatte (12, 26 33) relativ zur Horizontalebene geneigt wird, um das Flachglas (2) in Bewegung zu versetzen.
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15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Lochplatte (12, 26 33) relativ zur Horizontalebne geneigt wird, um eine Bewegung des Flachglases (2) abzubremsen.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil des Fluids in einem Becken (17) angeordnet ist.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Becken (17) als Überlaufbecken ausgebildet ist.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2) horizontal auf der Oberfläche des Überlaufenden Fluids bewegt wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2) in eine Aufnahme (18) eines Racks (15) eingeschoben wird, das danach vertikal in das Becken (17) abgesenkt wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2) bei wenigsten einem Teil seines Transports mittels einer Levitationstransportvorrichtung, die einen Ultraschallerzeuger (4) aufweist, und/oder auf einem Ultraschallluftlager (5) transportiert wird.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2) durch Steuerung der Frequenz und/und der Intensität der Ultraschallwellen und/oder eines Schallwellenmusters entlang eines Transportweges bewegt wird.
22. Verfahren nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2) durch Neigen der Levitationstransportvorrichtung bzw. des Ultraschallluftlagers (5) bewegt wird.
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23. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2) innerhalb der Anlage von oben mit dem flüssigen Salz (10) berieselt wird.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2) in einer Flachglasproduktionsanlage hergestellt wird und unmittelbar anschließend zu der Anlage zum Verfestigen und/oder Härten verbracht wird.
25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass das zu der Anlage verbrachte Flachglas (2) auf eine für den Härtungs- /Verfestigungsprozess erforderliche Ausgangstemperatur erwärmt wird.
26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass a. die Ausgangstemperatur in einem Bereich von 100 Kelvin bis 200 Kelvin Uber der Transformationstemperatur des Flachglases (2) liegt, und/oder dass b. die Ausgangstemperatur in einem Bereich von 50 Kelvin unter und 30 Kelvin Uber dem Littleton-Punkt des Glasmaterials liegt.
27. Verfahren nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass das Erwdrmen durch Bestrahlen des Flachglases (2) mit Mikrowellen erfolgt.
28. Verfahren nach einem der Ansprüche 25 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass das Erwärmen mittels eines Ofens erfolgt.
29. Verfahren nach einem der Ansprüche 25 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2) während des Erwärmens, insbesondere mittels einer Levitationstransportvorrichtung, die einen Ultraschallerzeuger (4) aufweist, und/oder auf einem Ultraschallluftlager (5), transportiert wird.
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30. Verfahren nach einem der Ansprüche 25 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass das erwärmte Flachglas (2) einer Schockkühlung unterzogen wird, bei der das erwärmte Flachglas (2) mit dem flüssigen Salz (10) in Kontakt gebracht wird.
31. Verfahren nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Schockkühlung für einen Schockkühlungszeitraum andauert, der im Bereich von 5 Sekunden bis 60 Sekunden, insbesondere bei 30 Sekunden, liegt.
32. Verfahren nach Anspruch 30 oder 31, dadurch gekennzeichnet, dass die SchockkÜühlung zumindest teilweise dadurch erfolgt, dass das Flachglas (2) horizontal auf einer Fluidschicht (9) transportiert wird, die aus dem flüssigen Salz (10) besteht.
33. Verfahren nach einem der Ansprüche 30 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass die Schockkühlung beinhaltet, dass das Flachglas (2) von oben mit dem flüssigen Salz (10) berieselt wird.
34. Verfahren nach einem der Ansprüche 30 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2) mittels der Schockkühlung auf eine Temperatur in einem Bereich von 50 Kelvin bis 200 Kelvin unter der Transformationstemperatur abgekühlt wird.
35. Verfahren nach einem der Ansprüche 30 bis 34, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2) nach der Schockkühlung, insbesondere ausschließlich horizontal, zu einem Becken (17), das einen Teil des flüssigen Salzes (10) beinhaltet, transportiert wird.
36. Verfahren nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, dass das Becken (17) als Überlaufbecken ausgebildet ist und dass das Flachglas (2) horizontal auf die Oberfläche des Uberlaufenden flüssigen Salzes (10) bewegt wird.
37. Verfahren nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2), Insbesondere in einem Rack (15), für einen Behandlungszeitraum in das flüssige Salz (10) eingetaucht wird.
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38. Verfahren nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2) nach dem Behandlungszeitraum aus dem Becken (17) entnommen und horizontal zu wenigstens einer Reinigungsstation transportiert wird.
39. Verfahren nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, dass der Behandlungszeitraum im Bereich von 5 Minuten bis 300 Minuten, insbesondere im Bereich von 15 Minuten bis 45 Minuten, liegt.
40. Verfahren nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2) in der Reinigungsstation (23, 30) horizontal auf einer Fluidschicht (31) transportiert wird, die aus Wasser (32) besteht oder Wasser (32) beinhaltet oder aus einer ReinigungsflUssigkeit (25) besteht.
41. Verfahren nach Anspruch 39 oder 40, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2) in der Reinigungsstation (23, 30) von oben mit einem Fluid berieselt wird, das aus Wasser (32) besteht oder das Wasser (32) beinhaltet oder das aus einer ReinigungsflUssigkeit (25) besteht.
42. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 41, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2) aus einem alkalihaltigen Silikatglas, insbesondere einem Alkali-Erdalkali-Silikatglas, oder einem Alumosilikatglas, oder einem Borosilikatglas besteht.
43. Anlage zum Durchführen eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 41.
44. Anlage zum Verfestigen und/oder Härten von Flachglas (2), in der das Flachglas (2) mit einem flüssigen Salz (10) in Kontakt gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage wenigstens eine als Transportstation und/oder als Behandlungsstation ausgebildete Station aufweist, die das Flachglas (2) zumindest teilweise, insbesondere Aausschließlich, liegend transportiert und/oder behandelt, wobei die beiden Hauptflächen des Flachglases (2)
02.09.2024 084A0015LU 35 LU508157 einen Winkel zur Horizontalebene im Bereich von -10 Grad bis 10 Grad aufweist.
45. Anlage nach Anspruch 44, dadurch gekennzeichnet, dass die Station das Flachglas (2) innerhalb der Anlage horizontal, insbesondere ausschließlich horizontal, transportiert.
46. Anlage nach Anspruch 44 oder 45, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2) bei wenigsten einem Teil seines Transports von einem Fluid getragen wird.
47. Anlage nach Anspruch 46, dadurch gekennzeichnet, dass die Station eine Fluidschicht (9, 24, 31), Insbesondere eine Flüssigkeitsschicht, aufweist, auf die das Flachglas (2) auflegbar ist.
48. Anlage nach Anspruch 46 oder 47, dadurch gekennzeichnet, dass das Fluid aus dem flüssigen Salz (10) gebildet ist.
49. Anlage nach Anspruch 46 oder 47, dadurch gekennzeichnet, dass das Fluid aus Wasser (32) gebildet ist.
50. Anlage nach Anspruch 46 oder 47, dadurch gekennzeichnet, dass das Fluid aus einem Gas, insbesondere aus Luft, gebildet ist.
51. Anlage nach einem der Ansprüche 46 bis 50, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachglas (2) über die ebene Oberseite einer Lochplatte (12, 26, 33) transportiert wird, durch deren Öffnungen, insbesondere fortlaufend, das Fluid auf die Oberseite strömt.
52. Anlage nach Anspruch 51, dadurch gekennzeichnet, dass das Fluid auf der Oberseite eine Strömung in eine Transportrichtung aufweist.
53. Anlage nach Anspruch 51 oder 52, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite der Lochplatte (12, 26, 33) einen Winkel zur Horizontalebene im Bereich von -10 bis 10 Grad aufweist.
54. Anlage nach einem der Ansprüche 51 bis 53, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel der Oberseite der Lochplatte (12,
02.09.2024 084A0015LU 36 LU508157 26, 33) zur Horizontalebene im Bereich von - 10 Grad bis 10 Grad einstellbar ist.
55. Anlage nach einem der Ansprüche 46 bis 54, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil des Fluids in einem Becken (17) angeordnet ist.
56. Anlage nach Anspruch 55, dadurch gekennzeichnet, dass das Becken (17) als Überlaufbecken ausgebildet ist.
57. Anlage nach Anspruch 56, dadurch gekennzeichnet, dass die Station das Flachglas (2) horizontal auf der Oberfläche des Uberlaufenden Fluids bewegt.
58. Anlage nach einem der Ansprüche 55 bis 57, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rack (5) mit wenigstens einer Aufnahme (18) für das Flachglas (2), insbesondere mit mehreren Aufnahmen (18) für jeweils mindestens ein Flachglas (2), vorhanden ist, das in das Becken (17) absenkbar ist.
59. Anlage nach einem der Ansprüche 44 bis 58, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage eine Levitationstransportvorrichtung, die einen Ultraschallerzeuger (4) aufweist, und/oder einen Ultraschallluftlager (5) aufweist.
60. Anlage nach Anspruch 59, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerungsvorrichtung die Frequenz und/und die Intensität der Ultraschallwellen und/oder ein Schallwellenmuster derart steuert, dass das Flachglas (2) entlang eines Transportweges bewegt wird.
61. Anlage nach Anspruch 59 oder 60, dadurch gekennzeichnet, dass die Levitationstransportvorrichtung und/oder das Ultraschallluftlager neigbar gelagert ist, um das Flachglas (2) durch Neigen der Levitationstransportvorrichtung bzw. des Ultraschallluftlagers (5) zu bewegen.
02.09.2024 084A0015LU 37 LU508157
62. Anlage nach einem der Ansprüche 44 bis 61, dadurch gekennzeichnet, dass eine Berieselungsanlage (11) vorhanden ist, die dazu ausgebildet ist, das Flachglas (2) innerhalb der Anlage von oben mit dem flüssigen Salz (10) zu berieseln.
63. Anlage nach einem der Ansprüche 44 bis 62, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage eine Annahmestation (1) aufweist, die dazu ausgebildet ist, das Flachglas (2), insbesondere flach liegend, von einer Flachglasproduktionsanlage zu empfangen.
64. Anlage nach einem der Ansprüche 44 bis 63, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage eine Erwdrmungsvorrichtung (6) aufweist, die dazu ausgebildet ist, das Flachglas (2) auf eine für den Härtungs-/Verfestigungsprozess erforderliche Ausgangstemperatur zu erwärmen.
65. Anlage nach Anspruch 64, dadurch gekennzeichnet, dass die Erwärmungsvorrichtung (6) einen Mikrowellenerzeuger (7) aufweist.
66. Anlage nach Anspruch 64 oder 65, dadurch gekennzeichnet, dass die Erwdrmungsvorrichtung (6) einen Ofen aufweist.
67. Anlage nach einem der Ansprüche 44 bis 66, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reinigungsstation (23, 30) vornanden ist, die dazu ausgebildet ist das Flachglas (2) von anhaftendem Salz (10) zu reinigen.
68. Anlage nach Anspruch 67 dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsstation (23, 30) dazu ausgebildet ist, das Flachglas (2) horizontal auf einer Fluidschicht (32) zu transportieren, die aus Wasser (32) besteht oder Wasser (32) beinhaltet oder aus einer Reinigungsflüssigkeit (25) besteht.
69. Anlage nach Anspruch 67 oder 68, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsstation (23, 30) eine Berieselungsanlage aufweist, die dazu ausgebildet ist, das Flachglas (2) in der Reinigungsstation (23,
02.09.2024 084A0015LU 38 LU508157 30) von oben mit einem Fluid zu berieseln, das aus Wasser (32) besteht oder das Wasser (32) beinhaltet oder das aus einer Reinigungsflüssigkeit (25) besteht.
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