LU505652B1 - Elektrostatischer Sichter in der mechano-chemischen Aktivierung - Google Patents
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zu mechano-chemischen Aktivierung, wobei die Vorrichtung eine Mühle 10 aufweist, wobei die Mühle 10 einen Materialeinlass 12 und einen Materialauslass 14 aufweist, wobei die Vorrichtung eine der Mühle 10 im Materialstrom nachgelagerte erste Trennvorrichtung 20 aufweist, wobei die Vorrichtung einen der ersten Trennvorrichtung 20 im Materialstrom nachgelagerten Produktauslass 30 aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Trennvorrichtung 20 ein elektrostatischer Sichter ist, wobei der elektrostatische Sichter einen ersten Ausgang 22 für geladene Partikel und einen zweiten Ausgang 24 für entladene Partikel aufweist, wobei der erste Ausgang 22 mit dem Produktauslass 30 verbunden ist, wobei der zweite Ausgang 24 mit einer Rückführungsleitung 40 verbunden ist, wobei die Rückführungsleitung 40 mit dem Materialeinlass 12 der Mühle 10 verbunden ist.
Description
Elektrostatischer Sichter in der mechano-chemischen Aktivierung
Die Erfindung betrifft die Verwendung eines elektrostatischen Sichters bei der mechano- chemischen Aktivierung zur Abtrennung der aktivierten Fraktion.
Insbesondere im Bereich der Zementindustrie haben sich aktivierte Tone als Zusatzstoff etabliert. Der derzeit übliche Weg ist die Trocknung und Calcinierung der Tone, also eine thermische Aktivierung. Hierbei wird zum einen Energie für die Erwärmung benötigt, zum anderen kann die hohe Temperatur auch weitere Stoffveränderungen bewirken, die gegebenenfalls unerwünscht sind. Ferner erfordert der thermische Prozess häufig eine
Rauchgasreinigung z.B. zur Abscheidung der entstehenden Stickoxid- und Schwefeloxid-
Emissionen. Außerdem erfordert der thermische Prozess künftig den Einsatz von
Verfahren zur Abscheidung und gegebenenfalls Reinigung des erzeugten beziehungsweise freigesetzten Kohlendioxids.
Um Klinker und damit Kohlendioxidemissionen zu sparen, werden heute
Zementzuschlagstoffe verwendet. Gemäß DIN EN 450-1 beschreibt der Aktivitätsindex das Verhältnis (in %) der Druckfestigkeiten von im gleichen Alter geprüften genormten
Mörtelprismen, die einen Massenanteil von 75 % Prüfzement und einen Massenanteil von 25% Zementzuschlagstoff enthalten, und ausschließlich mit Prüfzement hergestellten genormten Mörtelprismen. Als Prüfzement dient ein Portlandzement (Typ
CEM |) der Festigkeitsklasse 42,5 oder höher. Der zu bewertende Zementzuschlagstoff (englisch: „Supplementary Cementitious Material“, SCM) kann dabei weniger leistungsfähig oder leistungsfähiger als der Prüfzement sein. Ein als inert anzusehendes
SCM, wie beispielsweise Kalkstein, führt zu einem Aktivitätsindex von 75 %, das heißt das SCM liefert keinen Beitrag zur Festigkeitsentwicklung. Perfomante SMCs wie granulierte Hochofenschlacken können aber auch Aktivitätswerte von mehr als 100 bis hin zu etwa 120 erzielen. Wenn der Aktivitätsindex bei mehr als 100 liegt, bedeutet dies, dass der Klinkeranteil im Bindemittel noch weiter reduziert werden kann, nämlich genau um den Anteil, der notwendig ist, um wieder einen Aktivitätsindex von 100 zu erhalten.
Der Klinkeranteil wird dabei üblicherweise von einem inerten, fein aufgemahlenen
Füllmittel wie Kalkstein ersetzt, der in der Herstellung erheblich günstiger ist als Klinker.
Daher wird zunehmend die sogenannte mechano-chemische Aktivierung durch intensives Mahlen diskutiert. Mit dem Prozess der mechano-chemischen Aktivierung können Zementzuschlagstoffe hergestellt werden, mit denen wahlweise andere sekundäre zementartige Materialien, also SCMs, ersetzt werden können. SCMs besitzen idealerweise puzzolanische, latent hydraulische oder sogar hydraulische Eigenschaften, sodass diese Materialien einen Beitrag zur Festigkeitsentwicklung beim Anmachen des fertigen Bindemittels mit Wasser aufweisen. Inerte Stoffe wie Kalkstein weisen diese zusätzlich Festigkeitsentwicklung beim Anmachen mit Wasser nicht auf.
Bei der mechano-chemischen Aktivierung bleibt zuvor kristallin gebundenes Wasser zum
Beispiel als Inner-Schichten-Wasser im mineralischen Material erhalten (Xero-Gele).
Diese Differenzierung zu thermisch aktivierten Materialien ist ein wesentliches
Qualitätsmerkmal mechano-chemisch aktivierter Stoffe bei der Verwendung als
Zementzuschlagstoff, da hieraus verbesserte Bindemittel-Eigenschaften, insbesondere ein niedriger Wasserbedarf, resultieren. Dies hat verbessernde Auswirkung auf zum
Beispiel Festigkeitsentwicklung und Verarbeitung des Bindemittel-enthaltenden Mörtels oder Betons, ohne dass teure Zementadditive wie Superplasticizer eingesetzt werden müssen.
Aus der nachveröffentlichten DE 10 2023 106 210 ist ein Verfahren zur Mahlung und puzzolanischen Aktivierung in einer Rührwerkskugelmühle bekannt.
Aus der nachveröffentlichten DE 10 2023 106 217 ist ein Verfahren zur Mahlung und puzzolanischen Aktivierung in zwei separaten Stufen einer Rührwerkskugelmühle bekannt.
Aus der nachveröffentlichten DE 10 2023 106 221 ist die Kombination aus mechano- chemischer und thermischer Aktivierung in wenigstens einer Rührwerkskugelmühle bekannt.
Aus der nachveröffentlichten DE 102023 106 222 ist die Farboptimierung bei der mechano-chemischen Aktivierung von Tonen bekannt.
Aus der nachveröffentlichten DE 10 2023 123 525 ist ein Zementzusatzstoff aus Altbeton bekannt.
Ein Vorteil der mechano-chemischen Aktivierung ist, dass auch Tone mit einem geringeren Kaolin-Gehalt mechano-chemisch aktiviert werden können, welche nicht für die thermische Aktivierung geeignet sind. Dieses verbreitert die zur Verfügung stehende
Rohstoffbasis.
Da es sich bei Tonen um ein komplexes System handelt (insbesondere im Vergleich zum
Brennen von Kalkstein), führen unterschiedliche Aktivierungsverfahren zu unterschiedlichen Produkten (aktivierten Tonen) mit unterschiedlichen Eigenschaften.
Ebenso fuhrt die Unterschiedlichkeit der verwendbaren Tone dazu, dass nicht jedes
Verfahren fur jeden Ton verwendbar ist.
Die mechano-chemische Aktivierung unterscheidet sich grundlegend von der thermischen Aktivierung, was das Verständnis der Vorgänge angeht. Während die thermische Aktivierung hauptsächlich von Temperatur und Zeit bestimmt wird, erscheint die mechano-chemische Aktivierung in einer Mühle wesentlich komplexer und von wesentlich mehr Parametern abhängig. Des Weiteren wird ein großer Teil der eingebrachten Mahlenergie in Wärme umgesetzt.
Um die Aktivierung effizient zu betreiben, stellt sich somit die Herausforderung, aktivierte von noch nicht aktivierten Partikeln zu trennen, um möglichst die noch nicht aktivierten
Partikel zurück führen zu können. Bei der mechano-cmemischen Aktivierung werden in einem vorgelagerten Schritt die Primärpartikel zunächst zerkleinert, bis praktisch kein
Mahlfortschritt mehr eintritt (Rittinger-Stage). Daran schließt sich die Aktivierung an, bei der es zu Änderungen im Kristallgefüge bis hin zur Amorphisierung der (Ton-)Minerale kommt. Des Weiteren können Agglomerations- und Aggregationseffekte der Partikel beobachtet werden, was sich in einer Abnahme der spezifischen Oberfläche widerspiegelt. Das übliche Konzept, die Abtrennung von feinen Produktpartikeln und groben Grießen, lässt sich hier daher nicht anwenden. Das erfindungsgemäße Konzept sieht daher vor, die größten Partikel als aktiviert anzusehen und abzutrennen, die feinsten
Partikel als nicht aktiviert anzusehen und zurückzuführen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine zuverlässige Abtrennung von bereits aktivierten und noch nicht aktivierten Partikeln bei der mechano-chemischen Aktivierung bereitzustellen.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die Vorrichtung mit den in Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen, durch die Verwendung mit den in Anspruch 5 angegebenen Merkmalen sowie durch das Verfahren mit den in Anspruch 6 angegebenen Merkmalen. Vorteilhafte
Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden
Beschreibung sowie den Zeichnungen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung dient zur mechano-chemischen Aktivierung.
Herkömmlicherweise erfolgt die Aktivierung thermisch, wobei das mineralische Material beispielsweise auf 900 °C bis 1000 °C erhitzt wird. Das Ziel der Aktivierung wird bei der mechano-chemischen Aktivierung durch sehr intensives Mahlen erreicht, wobei wesentlich mehr Energie eingetragen wird, als für die Zerkleinerung benötigt wird. In diesem Bereich der mechanischen Aktivierung ist vielmehr durch das Mahlen ein
Partikelwachstum feststellbar. Die Vorrichtung weist eine Mühle auf. Bevorzugt ist die
Mühle eine Rührwerkskugelmühle. Derartige Vorrichtungen sind beispielsweise aus der
DE 10 2023 106 210, der DE 102023 106217, der DE 102023 106221, der
DE 10 2023 106 222 oder der DE 10 2023 123 525 bekannt. Diese an sich bekannten
Vorrichtungen werden fortgebildet, um diese zu verbessern. Die Vorrichtung weist eine
Mühle auf. Bevorzugt ist die Mühle eine Rührwerkskugelmühle. Die Mühle weist einen
Materialeinlass und einen Materialauslass auf. Die Vorrichtung weist eine der Mühle im
Materialstrom nachgelagerte erste Trennvorrichtung auf. Die Vorrichtung weist einen der ersten Trennvorrichtung im Materialstrom nachgelagerten Produktauslass auf.
Üblicherweise werden als erste Trennvorrichtung größenselektive Trennvorrichtungen verwendet. Da hier die Mühle in einem Bereich betrieben wird, in dem durch den
Energieeintrag ein Partikelwachstum feststellbar ist, ist die Grobfraktion die aktivierte
Fraktion und die Feinfraktion die noch nicht aktivierte Fraktion.
Erfindungsgemäß ist die erste Trennvorrichtung ein elektrostatischer Sichter. Der elektrostatische Sichter weist einen ersten Ausgang für geladene Partikel und einen zweiten Ausgang für entladene Partikel auf. Entladen wird im Sinne der Erfindung auf für ungeladen oder nicht geladen verwendet. Ein Ausgang ist mit dem Produktauslass verbunden und der zweite Ausgang ist mit einer Rückführungsleitung verbunden. Die
Rückführungsleitung ist mit dem Materialeinlass der Mühle verbunden.
Es hat sich überraschend herausgestellt, dass die in einem elektrostatischen Sichter verwendete Trennung wesentlich besser aktivierte und noch nicht aktivierte Partikel zu trennen vermag. Die Fraktion, welche die geladenen Partikel aufweist, hat sich hierbei als reaktiver und somit als die bereits aktivierten Partikel aufweisende Fraktion herausgestellt. Damit umgeht diese Trennung ein wesentliches Problem. Bei der größenselektiven Trennung kann eben nicht zwischen groben Partikeln, die noch nicht einmal vollständig gemahlen sind (also aus der ersten Stufe der Mahlung mit einem etwa linearen Zusammenhang zwischen Mahlenergie) und den bereits aktivierten und daher bereits wieder gewachsenen bzw. agglomerierten Partikeln (also aus der dritten Stufe,
Anstieg der Partikelgröße bei weiterem Eintrag von Mahlenergie) unterschieden werden.
Daher verblieb gerade die schlechteste Fraktion in der Produktfraktion. Dieser Nachteil kann durch die Verwendung eines elektrostatischen Sichters überkommen werden.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Vorrichtung eine zweite
Trennvorrichtung auf. Die zweite Trennvorrichtung ist eine grôBenselektive
Trennvorrichtung. Beispiele für eine grôBenselektive Trennvorrichtung sind ein normaler
Sichter, ein Zyklon oder auch ein Sieb. Eine solche grôBenselektive Trennvorrichtung dient dazu einen Materialstrom in eine Grobfraktion (beispielsweise oben auf dem Sieb) und eine Feinfraktion (unter dem Sieb) zu trennen. Hierbei hat jede größenselektive
Trennvorrichtung eine andere Trenngröße und Trennschärfe, sodass zwar grundsätzlich nicht gesagt werden kann, was grob oder fein ist, in einem konkreten Fall an einer konkreten größenselektiven Trennvorrichtung dieses aber eindeutig und unmittelbar klar ist. Die zweite Trennvorrichtung weist einen Feinauslass und einen Grobauslass auf. Der
Feinauslass dient dem Austrag der Feinfraktion und der Grobauslass dem Austrag der
Grobfraktion.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist in einer ersten Alternative die zweite
Trennvorrichtung im Materialstrom der ersten Trennvorrichtung nachgelagert. Der erste
Ausgang der ersten Trennvorrichtung ist mit der zweiten Trennvorrichtung verbunden. Es werden also nur die geladenen Partikel und damit die aktivierten Partikel der zweiten
Trennvorrichtung zugeführt. Der Grobauslass ist mit dem Produktauslass verbunden. Es werden also nur die größten aktivierten Partikel als Produkt ausgegeben, da diese die höchste Aktivität aufweisen. Der Feinauslass ist mit dem Materialeinlass der Mühle verbunden. Dieses Material wird also als noch nicht auseichend aktiviert zurückgeführt.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist in einer zweiten Alternative die zweite
Trennvorrichtung im Materialstrom der ersten Trennvorrichtung vorgelagert. Es wird also das gesamte aus der Mühle stammende Material zunächst größenselektiv und erst anschließend elektrostatisch getrennt. Der Materialauslass der Mühle ist daher mit der zweiten Trennvorrichtung verbunden. Der Grobauslass ist mit der ersten
Trennvorrichtung verbunden, um die nicht aktivierten, kaum zerkleinerten Partikel von den aktivierten und wieder gewachsenen Partikeln zu trennen. Der Feinauslass ist mit dem Materialeinlass der Mühle verbunden.
In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung die Verwendung eines elektrostatischen
Sichters zur Trennung von aktivierten Partikeln und nicht aktivierten Partikeln nach der mechano-chemischen Aktivierung in einer Mühle. Wie bereits ausgeführt, hat sich dieses überraschend als sehr geeignete Trennmethode erwiesen, welche insbesondere den ungewollten Austrag von groben Ausgangsmaterial als Produkt vermeiden kann.
In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur mechano-chemischen
Aktivierung. Das Verfahren weist die folgenden Schritte auf: a) Mechano-chemische Aktivierung in einer Mühle, b) Überführen des aktivierten Materials in einen elektrostatischen Sichter, c) Trennen des Materials im elektrostatischen Sichter in eine geladene Fraktion und eine entladene Fraktion, d) Uberfuhren der geladenen Fraktion zum Produktauslass, e) Rückführung der entladenen Fraktion zur erneuten mechano-chemischen
Aktivierung.
Die Schritte d) und e) verlaufen hierbei logischer Weise parallel.
Wesentlich ist die Trennung in einem elektrostatischen Sichter und nicht wie bisher in einer größenselektiven Trennvorrichtung. Dadurch kann das unterschiedliche
Ladungsverhalten der aktivierten und der nicht aktivierten Partikel genutzt werden, um diese zu trennen und so eine reine aktivierte Fraktion zu erhalten.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung in einer ersten Alternative wird zwischen
Schritt a) und Schritt b) eine größenselektive Trennung in einer zweiten Trennvorrichtung durchgeführt. Die Grobfraktion der größenselektiven Trennung wird dann in Schritt b) in den elektrostatischen Sichter überführt. Die Feinfraktion der größenselektiven Trennung wird wieder dem Schritt a) zugeführt. Es wird also zunächst eine größenselektive
Trennung wie bisher durchgeführt und dann anschließend die elektrostatische Trennung.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung in einer zweiten Alternative wird zwischen Schritt c) und Schritt d) eine größenselektive Trennung der geladenen Fraktion in einer zweiten Trennvorrichtung durchgeführt. Nur die Grobfraktion der größenselektiven Trennung, welche die am besten aktivierten Partikel enthält, wird in
Schritt d) dem Produktauslass zugeführt. Die Feinfraktion wird der größenselektiven
Trennung wieder dem Schritt a) zugeführt. Es wird also zunächst die elektrostatische
Trennung durchgeführt und dann in einem zweiten Schritt durch die größenselektive
Trennung die kleinen, am wenigsten aktivierten Partikel abgetrennt und zur weiteren
Aktivierung zurückgeführt.
Insgesamt lässt sich somit also die Aktivität des Produktes steigern und damit die
Verwendbarkeit als Zementzusatzstoff steigern und damit der Bedarf an Klinker senken und somit die Gesamtmenge des für die Herstellung von Zement erzeugten CO» reduzieren.
Nachfolgend ist die erfindungsgemäße Vorrichtung anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Fig. 1 Grundform
Fig. 2 erste Alternative
Fig. 3 zweite Alternative
In Fig. 1 ist die Grundform gezeigt. Das zu aktivierende Material wird Uber den
Materialeinlass 12 in die Mühle 10 eingebracht und dort derart intensiv vermahlen, dass es zu einer mechano-chemischen Aktivierung kommt, beispielsweise bei einem
Energieeintrag von 600 kWh/t. Das aktivierte Material verlässt die Mühle 10 über den
Materialauslass 14 und wird in die erste Trennvorrichtung 20, einen elektrostatischen
Sichter, überführt. Hier erfolgt eine Trennung in geladene und ungeladene Partikel. Die geladenen Partikel verlassen die erste Trennvorrichtung Uber den ersten Ausgang und werden als fertiges aktiviertes Produkt dem Produktauslass 30 zugeführt, der beispielsweise ein Silo, eine Abfüllstation oder der Ubergabepunkt zu einer weiteren
Anlage sein kann. Die ungeladenen, noch nicht aktivierten Partikel verlassen die erste
Trennvorrichtung 20 durch den zweiten Ausgang 24 und werden über die
Ruckfuhrungsleitung 40 wieder zum Materialeinlass 12 der Mühle 12 geführt.
Fig. 2 und Fig. 3 zeigen die Kombination einer ersten Trennvorrichtung 20 in Form eines elektrostatischen Sichters mit einer zweiten Trennvorrichtung 50 in Form einer größenselektiven Trennvorrichtung, beispielsweise einem Zyklon. Zur Vereinfachung wird nur auf die Unterschiede zur Grundform im Folgenden eingegangen.
Fig. 2 zeigt die erste Alternative, in der die zweite Trennvorrichtung 50 hinter der ersten
Trennvorrichtung 20 angeordnet ist. Somit werden die geladenen Partikel aus der ersten
Trennvorrichtung vom ersten Ausgang 22 in die zweite Trennvorrichtung 50 überführt und dort größenselektiv in eine Grobfraktion und eine Feinfraktion getrennt. Die Grobfraktion wird über den Grobauslass 54 dem Produktauslass 30 zugeführt und die Feinfraktion über den Feinauslass 52 und wird beispielsweise über die Rückführungsleitung 40 dem
Materialeinlass 12 der Mühle 10 wieder zugeführt.
In Fig. 3 ist die zweite Alternative gezeigt, in der die zweite Trennvorrichtung 50 zwischen der Mühle 10 und der ersten Trennvorrichtung 20 angeordnet ist. Somit wird das aktivierte
Material aus der Mühle 10 durch den Materialauslass 14 in die zweite Trennvorrichtung 50 überführt und dort in eine Grobfraktion und eine Feinfraktion aufgetrennt. Die
Feinfraktion wird über den Feinauslass 52 und beispielsweise die Rückführungsleitung wieder dem Materialeinlass 12 der Mühle 10 zugeführt. Die Grobfraktion wird durch den Grobauslass 54 der ersten Trennvorrichtung 20 zugeführt.
Bezugszeichen 10 Mühle
12 Materialeinlass 14 Materialauslass 20 erste Trennvorrichtung 22 erster Ausgang 24 zweiter Ausgang
30 Produktauslass 40 Rückführungsleitung 50 zweite Trennvorrichtung 52 Feinauslass
54 Grobauslass
Claims (8)
1. Vorrichtung zu mechano-chemischen Aktivierung, wobei die Vorrichtung eine Mühle (10) aufweist, wobei die Mühle (10) einen Materialeinlass (12) und einen Materialauslass (14) aufweist, wobei die Vorrichtung eine der Mühle (10) im Materialstrom nachgelagerte erste Trennvorrichtung (20) aufweist, wobei die Vorrichtung einen der ersten Trennvorrichtung (20) im Materialstrom nachgelagerten Produktauslass (30) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Trennvorrichtung (20) ein elektrostatischer Sichter ist, wobei der elektrostatische Sichter einen ersten Ausgang (22) für geladene Partikel und einen zweiten Ausgang (24) für entladene Partikel aufweist, wobei der erste Ausgang (22) mit dem Produktauslass (30) verbunden ist, wobei der zweite Ausgang (24) mit einer Rückführungsleitung (40) verbunden ist, wobei die Rückführungsleitung (40) mit dem Materialeinlass (12) der Mühle (10) verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine zweite Trennvorrichtung (50) aufweist, wobei die zweite Trennvorrichtung (50) eine grôBenselektive Trennvorrichtung ist, wobei die zweite Trennvorrichtung (50) einen Feinauslass (52) und einen Grobauslass (54) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Trennvorrichtung (50) im Materialstrom der ersten Trennvorrichtung (20) nachgelagert ist, wobei der erste Ausgang (22) der ersten Trennvorrichtung (20) mit der zweiten Trennvorrichtung (50) verbunden ist, wobei der Grobauslass (54) mit dem Produktauslass (30) verbunden ist, wobei der Feinauslass (52) mit dem Materialeinlass (12) der Mühle (10) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Trennvorrichtung (50) im Materialstrom der ersten Trennvorrichtung (20) vorgelagert ist, wobei der Materialauslass (14) der Mühle (10) mit der zweiten Trennvorrichtung (50) verbunden ist, wobei der Grobauslass (54) mit der ersten Trennvorrichtung (20) verbunden ist, wobei der Feinauslass (52) mit dem Materialeinlass (12) der Mühle (10) verbunden ist.
5. Verwendung eines elektrostatischen Sichters zur Trennung von aktivierten Partikeln und nicht aktivierten Partikeln nach der mechano-chemischen Aktivierung in einer Mühle (10).
6. Verfahren zur mechano-chemischen Aktivierung, wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist: a) Mechano-chemische Aktivierung in einer Mühle (10), b) Überführen des aktivierten Materials in einen elektrostatischen Sichter, c) Trennen des Materials im elektrostatischen Sichter in eine geladene Fraktion und eine entladenen Fraktion, d) Überführen der geladenen Fraktion zum Produktauslass (30), e) Rückführung der entladenen Fraktion zur erneuten mechano-chemischen Aktivierung.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Schritt a) und Schritt b) eine grôBenselektive Trennung in einer zweiten Trennvorrichtung (50) durchgeführt wird, wobei die Grobfraktion der gröRenselektiven Trennung in Schritt b) in den elektrostatischen Sichter überführt wird, wobei die Feinfraktion der größenselektiven Trennung wieder dem Schritt a) zugeführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Schritt c) und Schritt d) eine größenselektive Trennung der geladenen Fraktion in einer zweiten Trennvorrichtung (50) durchgeführt wird, wobei die Grobfraktion der größenselektiven Trennung in Schritt d) dem Produktauslass (30) zugeführt wird, wobei die Feinfraktion der größenselektiven Trennung wieder dem Schritt a) zugeführt wird.
Priority Applications (4)
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|---|---|---|---|
| LU505652A LU505652B1 (de) | 2023-11-29 | 2023-11-29 | Elektrostatischer Sichter in der mechano-chemischen Aktivierung |
| ES24783263T ES3040764T3 (en) | 2023-11-29 | 2024-10-02 | Electrostatic separator in mechano-chemical activation |
| PCT/EP2024/077664 WO2025113853A1 (de) | 2023-11-29 | 2024-10-02 | Elektrostatischer sichter in der mechano-chemischen aktivierung |
| EP24783263.7A EP4584025B1 (de) | 2023-11-29 | 2024-10-02 | Elektrostatischer sichter in der mechano-chemischen aktivierung |
Applications Claiming Priority (1)
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| LU505652A LU505652B1 (de) | 2023-11-29 | 2023-11-29 | Elektrostatischer Sichter in der mechano-chemischen Aktivierung |
Publications (1)
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|---|---|
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Family Applications (1)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| FG | Patent granted |
Effective date: 20250530 |