LU103018B1 - Befestigungsvorrichtung, Befestigungssystem und Befestigungsverfahren zur formschlüssigen Befestigung eines flächigen Materials - Google Patents
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Abstract
Es wird eine Befestigungsvorrichtung (1) zum formschlijssigen Befestigen eines ersten flächigen Material beschrieben, mit zwei Schenkeln, einem ersten Schenkel (2) und einem zweiten Schenkel (3), mit denen dasflachige Material, im Seitenquerschnittgesehen, U-formig mittels eines ersten Sollbiegeabschnitts (5) um eine erste Sollbiegeachse (6) umgreifbar ist, mit einer Rasteinrichtung (9) mit einer ersten Rastnase (10), die an dem ersten Schenkel senkrecht zur Langsseite des ersten Schenkels (2) ausgebildet ist und der zweite Schenkel (3) eine erste Ras- tausnehmung (11) zum Einrasten in die Rasteinrichtung (9) aufweist, wobei die Rasteinrich- tung (9) und die Rastausnehmung (11) Jewells zur ersten Sollbiegeachse (6) mit gleichem Ab- stand (A) zueinander ausgebildet sind.
Description
Dipl.-Ing.(Univ.) Rolf Klemm
Patentanwalt
European Patent Attorney LU103018
Machtlfinger Str. 9 / 4. OG
D-81379 München
Tel.: +49 89 307 027 04
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Befestigungsvorrichtung, Befestigungssystem und Befestigungsverfahren zur formschlüssigen Befestigung eines flächigen Materials
BESCHREIBUNG
Stand der Technik
Die Erfindung bezieht sich auf eine Befestigungsvorrichtung, ein Befestigungssystem und ein Befestigungsverfahren zum formschlüssigen Befestigen eines ersten flächi- gen Materials.
Es sind für die Verbindung von zwei flächigen Materialien im Kraftfahrzeug zur Ver- kleidung von Aggregaten oder von Fahrzeugblech oder auch als Geräuschdämmung beispielsweise Schnapphaken (Popper) bekannt. Nachteil hier ist, dass man diese schrauben, festdrücken oder klemmen muss, um eine Sicherung oder Verrastung zu tätigen. Dabei kann das flächige Material sich verformen oder beschädigt werden.
Außerdem ist eine Blindmontage nachteilhaft, weil die Hälfte des Schnapphakens nicht sichtbar ist. Oftmals wird auch ein Klettverschluss verwendet. Dieser aber be- nötigt selbst eine Befestigung am Bauteil oder Material. Hierfür wird oftmals Nähen,
Kleben oder Tackern eingesetzt. Nachteile sind, dass diese Art von Befestigung, die ein Anbringen eines Klettverschlusses mit sich bringen kann, zeitaufwendig und LU103018 teuer sein kann. Ferner sind nicht alle Materialien zum Nähen, Kleben oder Tackern geeignet. Die Positionierung von dieser Verbindungslôsung ist ungenau, wenn zwei
Teile per Klettverschluss zusammengefügt werden.
Es gibt auch andere Befestigungsclips, die mehrere Verbindungsbauteile und viele
Fertigungsschritte erfordern.
Die EP 0584648 B1 beschreibt eine Halteklammer zum Verbinden von Platten mit einem unterschiedlichen Ausdehnungsverhalten, wie diese beispielsweise im Auto- mobilbau zur Befestigung von Kunststoffgehäusen oder -blenden an Karosserietei- len eingesetzt werden. Die Halteklammer weist zwei Durchgangslôcher auf, die in
Klemmenschenkeln zum Einklemmen der Platte mit abstützenden Federlappen aus- gebildet sind. Ein weiterer Klemmschenkel umfasst eine Gewindeprägung zum Ein- drehen einer Blechschraube. Die Klemmschenkel weisen zwei Lochhülsen auf, die formschlüssig die Platte einklemmen.
Es ist Aufgabe eine môglichst einfache, kostengünstige Befestigungsvorrichtung für mindestens ein flächiges Material, bevorzugt zwei flächige Materialien, insbeson- dere für den Automobilbau, zu schaffen, die möglichst wenige Bauteile umfasst und die in möglichst wenigen Schritten passgenau sowie wiederholbar montierbar und demontierbar ist.
Offenbarung der Erfindung
Gelöst wird diese Aufgabe durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs 1.
Die abhängigen Ansprüche umfassen weitere bevorzugte Ausführungsformen.
Es wird hier eine Befestigungsvorrichtung zum formschlüssigen Befestigen eines ers- ten flächigen Materials beschrieben mit zwei Schenkeln, einem ersten Schenkel und einem zweiten Schenkel mit denen das flächige Material, im Seitenquerschnitt gesehen, U-förmig mittels eines ersten Sollbiegeabschnitts um eine erste Sollbie- LU103018 geachse umgreifbar ist. Die Befestigungsvorrichtung ist mit einer Rasteinrichtung mit einer Rastnase ausgebildet, die an dem ersten Schenkel senkrecht zur Langs- seite des ersten Schenkels ausgebildet ist und der zweite Schenkel weist eine Rast- ausnehmung zum Einrasten in die Rasteinrichtung auf, wobei die Rasteinrichtung und die Rastausnehmung jeweils zur ersten Sollbiegeachse im gleichen Abstand a zueinander ausgebildet sind.
Somit ist eine Befestigungsvorrichtung geschaffen, die formschlüssig wiederholbar ein flächiges Material, vorzugsweise ein Verkleidungsmaterial zum Verkleiden von
Karosserieteilen und Aggregaten in einem Fahrzeug umgreift. Ein Verkleidungsma- terial kann definiert befestigt werden. Aufgrund der Rasteinrichtung ist eine schnelle Demontage ohne eine Zerstörung der Befestigungsvorrichtung oder des flachigen Materials moglich.
Gemäß einer weiter bevorzugten Ausführungsform ist die Rasteinrichtung in Form eines abstehenden Verrastungszylinders ausgebildet.
Somit ist eine Beschädigungs- und die Verletzungsgefahr des flachigen Materials re- duziert. Toleranzen in der Fertigung können leicht ausgeglichen werden.
Gemäß einer weiterbildenden Ausführungsform ist die Rastnase mittels einer Ver- tiefung im Verrastungszylinder in einer Höhe im Verrastungszylinder ausgebildet, die der Starke des zweiten Schenkels und der Starke des flachigen Materials ent- spricht. Damit ist eine Rastnase ressourcenschonend geschaffen worden. Die Kontur der Rastnase ist am Verrastungszylinder glatt realisiert, um eine formschlüssige Auf- nahme des flachigen Materials leicht zu umzusetzen. Ferner kann der zweite Schen- kel als Klemmlager für das flachige erste Material dienen. Das flächige erste Mate- rial kann flexibel und weich ausgebildet sein.
Um zwei flachige Materialien miteinander zu verbinden und aneinander zu befesti- gen, ist ein dritter Schenkel mit einer zweiten Rastausnehmung an einem zweiten
Sollbiegeabschnitt mit einer zweiten Sollbiegeachse ausgebildet. Die Rasteinrich- LU103018 tung weist eine zweite und dritte Rastnase auf, wobei die zweite und dritte Rast- nase, insbesondere mittels jeweils einer Vertiefung, an der Rasteinrichtung ausge- bildet sind. Die zweite Rastausnehmung verrastet somit an der zweiten und dritten
Rastnase in der zweiten und dritten Rastvertiefung.
Um die Befestigungsvorrichtung stabil und ressourcenschonend auszubilden, sowie die Möglichkeit zu geben, diese durch ein senkrechtes Befestigungsmittel, beispiels- weise mittels einer Schraube zu befestigen, ist der Verrastungszylinder mit einer In- nenbohrung ausgebildet.
Die Innenbohrung bringt in einer weiterbildenden Ausführungsform den weiteren
Vorteil, dass ein Hebelansatz in der Innenbohrung nach innen zur Zentralachse der
Innenbohrung als Begrenzung durch eine innere Sehne in Hohe der dritten Rastver- tiefung ausgebildet sein kann, sodass mittels eines Hebelwerkzeugs als zweites Ge- genlager dem dritte Schenkel verrastbar ist.
Um ein standardisiertes Hebelwerkzeug, wie beispielsweise einen Flachschrauben- zieher, zum Befestigen und Verrasten des dritten Schenkels einsetzen zu können, weist die Vertiefung der zweiten Rastnase in axialer Richtung mit Orientierung vom ersten Schenkel entfernend weg bis zur Stirnflache der Rasteinrichtung eine Ausspa- rung auf, die vorzugsweise über die Vertiefung in axialer Richtung zum ersten
Schenkel hin abgerundet ausgebildet ist.
Damit die Befestigungsvorrichtung kostengünstig und mit wenigen Bauteilen her- stellbar und verarbeitbar ist, ist diese bevorzugt einstückig aus einem flexiblen Hart- kunststoff, insbesondere einem Polyamid oder aus einem Polyamidwerkstoff herge- stellt.
Damit die Sollbiegeabschnitte während der Befestigung und Montage leicht gegen- über den anderen Abschnitten, d. h. den Schenkelabschnitten definiert erkannt werden und die Fertigung vereinfacht ist, umfasst die Befestigungsvorrichtung mindestens einen Sollbiegeabschnitt mit einer Materialverjüngung, d.h. in diesem LU103018
Sollbiegeabschnitt ist die Stärke des Schenkels reduziert und/oder die Breite des
Schenkels ist heruntergesetzt. 5 Esist ferner die Aufgabe ein Befestigungssystem mit einer vorher beschriebenen
Befestigungsvorrichtung und mindestens einem flachigen Material zu schaffen, dass in moglichst wenigen Schritten wiederholbar montier- und demontierbar ist.
Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Befestigungssystem mit einer oben beschriebe- nen Befestigungsvorrichtung und mindestens einem flächigen Material, wobei das flachige Material eine Aussparung in der Querschnittskontur der Rasteinrichtung aufweist und die Ausnehmung in die Rasteinrichtung formschlüssig einsetzbar und mit einer ersten Rastnase und der ersten Ausnehmung des zweiten Schenkels ver- rastbar ist. Somit ist formschlüssig ein flachiges Material wiederholbar montierbar.
Die Aussparung im flächigen Material ist beispielsweise herausgestanzt oder her- ausgeschnitten und somit kostengünstig fertigbar. Weitere Fertigungsschritte am flachigen Material sind nicht notwendig.
Es ist ferner die Aufgabe ein Befestigungsverfahren zur formschlüssigen Befestigung von einem Befestigungssystem zu erschaffen, das einfach mit wenigen Bauteilen hergestellt ist und eine leichte Montage und Demontage ermoglicht.
Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Befestigungsverfahren mit einem ersten flachi- gen Material und mit einer Befestigungsvorrichtung, wobei eine Aussparung des ersten flachigen Materials in eine Rasteinrichtung der Befestigungsvorrichtung formschlüssig eingehängt wird und mittels einer ersten Gegenflache mit einer Rast- ausnehmung in die Rasteinrichtung verrastet wird. Die Gegenflache kann ein sepa- rates Befestigungsteil sein, bevorzugt ist die Gegenflache ein weiterer Schenkel ei- ner einstückigen Befestigungsvorrichtung. Somit sind die Bauteile reduziert und die
Bauteile für die Rasteinrichtung bleiben zusammen.
Gemäß einem weiterführenden Befestigungsverfahren wird ein zweites flächiges LU103018
Material mit einer zweiten Aussparung der Rasteinrichtung formschlüssig auf die erste Gegenfläche eingehängt und insbesondere mit einem Werkzeug, das in den
Hebelansatz als Gegenlager abstützbar ist, wird eine zweite Gegenfläche in der
Rasteinrichtung über die zweite und dritte Rastnase gezogen und darin verrastet.
Somit werden zwei flächige Materialien formschlüssig, vorzugsweise durch eine ein- zige Befestigungsvorrichtung bzw. eine einzige Rasteinrichtung, verbunden. Die zweite Gegenfläche kann ein separates Bauteil sein. Bevorzugt ist die zweite Gegen- fläche ein dritter Schenkel, der an der Befestigungsvorrichtung ausgebildet ist.
Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch zu erläu- ternden Merkmale nicht in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen verwendbar sind.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezug- nahme auf Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen die Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der Befestigungsvorrichtung im noch nicht montierten Zustand; die Fig. 2 das Befestigungssystem mit dem ersten flächigen Material in einer perspektivischen Ansicht im verrasteten Zustand; die Fig. 3 die Schnittansicht der Fig. 2; die Fig. 4 die perspektivische Ansicht des Befestigungssystems mit dem zwei- ten flächigen Material und die Fig. 5 das Befestigungssystem der Figur 4 in einer Querschnittsansicht.
Detaillierte Beschreibung
Die Fig. 1 zeigt die Befestigungsvorrichtung 1 zum formschlüssigen Befestigen von einem ersten flächigen Material 30 und einem zweiten flächigen Material 40, bevor- zugt einem Verkleidungsmaterial. Die Befestigungsvorrichtung 1 umfasst drei
Schenkel, einen ersten Schenkel 2, einen zweiten Schenkel 3 und einen dritten
Schenkel 4. Der erste Schenkel 2 ist über einen Sollbiegeabschnitt 5 mit einer Soll- biegeachse 6 an einem zweiten Schenkel 3 verlängert ausgebildet. Über einen zwei- ten Sollbiegeabschnitt 7 mit einer Sollbiegeachse 8 ist der dritte Schenkel 4 ausge- bildet. Auf dem ersten Schenkel 2 ist mittig die Rasteinrichtung 9 senkrecht abste- hend in Form eines Zylinders, also dem Verrastungszylinder, mit einer Innenboh- rung 21 ausgebildet. Die Schenkel 2, 3, 4 bilden in der Draufsicht ausgeklappt in dem noch nicht verbauten Zustand ein Rechteck mit abgerundeten Ecken aus. Die abgerundeten Ecken vermindern wiederum die Beschädigung und Verletzungsge- fahr. Der Verrastungszylinder weist eine erste Rastvertiefung 12 auf, die eine Sehne durch einen Teilabschnitt der Innenbohrung 21 des Verrastungszylinders ausbildet und die Rastnase 10 ausbildet.
Der zweite Schenkel 3 weist eine Rastausnehmung 11 auf, die in die erste Rastver- tiefung 12 eingreift, wenn der zweite Schenkel 3 im Sollbiegebereich 5 um die Soll- biegeachse 6 um 180° geschwenkt wird, um das flachige Material 30 zu umgreifen, wie dies Figuren 2-5 zeigen. Die Rastausnehmung 11 hat auf der gegenüberliegen- den Seite, die in die Rastvertiefung 12 eingreift, um mit der Rastnase 10 verrastet zu werden, einen Gegenhalter 13 ausgebildet, der an die abgerundete Kontur des Ver- rastungszylinders 9 angepasst ist und in Richtung Schenkelmitte in Form einer ver- — kürzten Zunge hervorstehend ausgebildet ist. Der Abstand A vom Zentrum der Rast- ausnehmung 11 zum Zentrum der Rasteinrichtung 9 ist jeweils ein gleicher Abstand
A bezüglich der Sollbiegeachse 6. Ebenso ist im gleichen Abstand A von der
Sollbiegeachse 8 im dritten Schenkel 4 eine zweite Ausnehmung 14 ausgebildet. LU103018
Wie in den Fig. 4 und 5 gezeigt ist, greift die zweite Ausnehmung 14 in die zweite
Vertiefung 15 mit der Rastnase 16 und die dritte Vertiefung 17 mit der Rastnase 18 ein und ist innerhalb diese beiden Vertiefungen 15, 17 im Verrastungszylinder 9 ver- rastbar.
Die Fig. 1 zeigt die Rasteinrichtung 9 mit dem Hebelansatz 19, der in der Innenboh- rung 21 nach innen zur Zentralachse der Innenbohrung als innere Sehne in Höhe der dritten Vertiefung 17 ausgebildet ist.
Die Vertiefung 15 von der zweiten Rastnase 16 ist in axialer Richtung mit Orientie- rung vom verrasteten zweiten Schenkel 3 entfernend bis zur Stirnflache 22 der
Rasteinrichtung 9 mit einer rechteckigen Aussparung 20 ausgebildet, die vorzugs- weise Uber die Vertiefung 15 in axialer Richtung zum verrasteten zweiten Schenkel 3 hin abgerundet ausgebildet ist.
Die Fig. 2 zeigt in einer perspektivischen Ansicht den montierten Zustand des ersten flachigen Materials 30 mit der Befestigungsvorrichtung 1. Der dritte Schenkel 4 ist dabei auf das flachige Material 30 anliegend dargestellt. Das flachige Material 30 kann weich sein und ein Verkleidungsmaterial sein, um Fahrzeugaggregate oder Ka- rosserieoberflächen abzudecken und um beispielsweise bezüglich einem Schall zu isolieren. Die Figur 2 zeigt die Funktion des Gegenhalters 13, der mit der abgerunde- ten Kontur am Verrastungszylinder 9 aufliegt und in der ersten Vertiefung 12 mit der ersten Rastnase 10 eingerastet ist. Der erste Schenkel 2 und der Schenkel 3 sind um die erste Sollbiegeachse 6 umgeklappt und umgreifen somit formschlüssig das flachige Material 30.
Die Fig. 3 zeigt einen Querschnitt der perspektivischen Ansicht der Figur 2 quer durch den Verrastungszylinder 9 der Befestigungsvorrichtung 1. Die Rastnase 10 ist nun deutlich erkennbar, die durch die Vertiefung 12 im Zylinder ausgebildet ist. Der
Gegenhalter 13 liegt am Verrastungszylinder 9 an. Der Hebelansatz 19 ist dreieck- formig nach oben ausgebildet, wobei die untere Basis einen rechten Winkel zur
Innenbohrung 21 nach unten in die Gegenrichtung der Stirnfläche 24 zum ersten LU103018
Schenkel 2 bildet. Eine schräge Dreiecksfläche in Richtung äußere Stirnflache 24 der
Rasteinrichtung 9 bildet der Hebelansatz 19 aus.
Die zweite und dritte Verrastung mittels den zweiten und dritten Vertiefungen 15, 17 mit den zweiten und dritten Rastnasen 16, 18 sind zur Figur 4 und 5 dargestellt und wie folgt beschrieben.
Die Fig. 4 zeigt den fertig montierten Zustand des Befestigungssystems mit der Be- festigungsvorrichtung 1 und den beiden flachigen Materialien 30 und 40, die form- schlüssig in der Befestigungsvorrichtung 1 verankert und mittels der Befestigungs- vorrichtung 1 den mittels den Schenkeln 2, 3 und 4 verrastet sind.
Mittels der Rasteinrichtung 9 sind die beiden flachigen Materialien 30 und 40 in der
Ebene X-Y formschlüssig gesichert und in der Z-Ebene sind sie mittels der Rastein- richtung 9 und den Rastnasen 10, 16 und 18 in der Z-Richtung gesichert.
Die Fig. 5 zeigt einen Querschnitt der Fig. 4 quer durch die Befestigungseinrichtung 1 einschließlich dem Verrastungszylinder 9.
Die Befestigungsvorrichtung 1 bildet somit, je nach Ansicht von welcher Quer- schnittschnittansicht die verrastete Befestigungsvorrichtung gesehen wird, ein „S“ oder ein spiegelbildliches „S“ gem. Fig.5. Sowohl das erste flachige Material 30 und das zweite flachige Material 40 sind mit dem ersten, zweiten und dritten Schenkel 2, 3, 4 umgriffen sind.
Das Befestigungsverfahren zur formschlüssigen Befestigung von einem Befestigungs- system mit einem ersten flächigen Material 30 und mit einer Befestigungsvorrichtung 1 umfasst also folgende Schritte: eine Aussparung 31 des ersten flächigen Materials 30 wird in die Rasteinrichtung 9 der Befestigungsvorrichtung 1 formschlüssig einge- hängt, und mittels einer ersten Gegenfläche 22 mit einer ersten Rastvertiefung 12 in der Rasteinrichtung 9 verrastet.
Das Befestigungsverfahren umfasst die weiteren Schritte, dass das zweite flächige LU103018
Material 40 mit einer zweiten Aussparung 41 in die Rasteinrichtung 9 formschlüssig auf die erste Gegenflache 22 eingehängt wird und insbesondere mit einem Werk- zeug, das in dem Hebelansatz 19 als Gegenlager abstützbar ist, eine zweite Gegenfla- che 23 in der Rasteinrichtung 9 über die zweite und dritte Rastnase 16, 18 gezogen wird und verrastet wird. Es versteht sich, dass die erste und zweite Gegenfläche 22 und 23 ein separates Bauteil sein können, bevorzugt sind die erste und/oder zweite
Gegenflache 22, 23 einstückig an der Befestigungsvorrichtung 1, wie in den Fig. 1 bis 5 gezeigt ist, ausgebildet.
Somit ist eine Befestigungsvorrichtung 1, ein Befestigungssystem und ein Verfahren zum Befestigen geschaffen, um flachige, weiche Materialien zu montieren und ge- gebenenfalls auch zu demontieren ohne diese zu beschadigen und dabei moglichst wenig Bauteile einzusetzen. Die Befestigungsvorrichtung dient somit zwei gleiche oder verschiedene Materialien zur Befestigung zu verbinden und somit zu verlän- gern, um als Verkleidung mit der Funktion gegebenenfalls der Schalldammung zu dienen.
Alle Figuren zeigen lediglich schematische nicht maRstabsgerechte Darstellungen.
Im Übrigen wird insbesondere auf die zeichnerischen Darstellungen für die Erfin- dung verwiesen.
Claims (11)
1. Befestigungsvorrichtung (1) zum formschlüssigen Befestigen eines ersten flächigen Mate- rials mit zwei Schenkeln, einem ersten Schenkel (2) und einem zweiten Schenkel (3), mit denen das flachige Material, im Seitenquerschnitt gesehen, U-fôrmig mittels eines ersten Sollbie- geabschnitts (5) um eine erste Sollbiegeachse (6) umgreifbar ist, — mit einer Rasteinrichtung (9) mit einer ersten Rastnase (10), die an dem ersten Schenkel senkrecht zur Längsseite des ersten Schenkels (2) ausgebildet ist und der zweite Schenkel (3) eine erste Rastausnehmung (11) zum Einrasten in die Rasteinrichtung (9) aufweist, wo- bei die Rasteinrichtung (9) und die Rastausnehmung (11) jeweils zur ersten Sollbiegeachse (6) mit gleichem Abstand (a) zueinander ausgebildet sind.
2. Befestigungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastein- richtung (9) in Form eines abstehenden Verrastungszylinders ausgebildet ist und die Rast- nase (10) mittels einer Vertiefung (12) im Verrastungszylinder in einer Höhe im Verras- tungszylinder ausgebildet ist, die der Stärke des zweiten Schenkels (3) und der Starke (SM1) des flächigen Materials entspricht.
3. Befestigungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein dritter Schenkel (4) mit einer zweiten Rastausnehmung (13) an einem zweiten Sollbiege- abschnitt (7) mit einer zweiten Sollbiegeachse (8) ausgebildet ist und die Rasteinrichtung a (9) eine zweite und dritte Rastnase (14, 15) aufweisen, wobei die zweite und dritte Rast- nase (16, 18), insbesondere mittels jeweils einer Vertiefung (15, 17) an der Rasteinrichtung (9) ausgebildet sind.
4. Befestigungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verrastungszylinder mit einer Innenbohrung (18) ausgebildet ist.
5. Befestigungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hebelansatz (19) in der Innenbohrung (18) nach Innen zur Zentralachse der Innenboh- rung (21) als Begrenzung durch eine innere Sehne in Höhe der dritten Vertiefung (17) aus- gebildet ist.
6. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die zweite Vertiefung (15) der zweiten Rastnase (16) in axialer Richtung mit Orientie- LU103018 rung vom zweiten Schenkel (3) entfernend bis zur Stirnfläche (22) der Rasteinrichtung eine Aussparung (20) aufweist, die vorzugsweise über die Vertiefung (15) in axialer Richtung zum ersten Schenkel (2) hin abgerundet ausgebildet ist.
7. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung einstückig aus einem flexiblen Hartkunststoff, insbeson- dere Polyamid, hergestellt ist.
8. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sollbiegeabschnitt (5, 7) eine Materialverjüngung umfasst.
9. Befestigungssystem mit einer Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 und einem flächigen Material (30, 40), wobei das flächige Material (30) eine Aussparung (31) in der Querschnittskontur der Rasteinrichtung (9) aufweist, und die Ausnehmung (31) in die Rasteinrichtung formschlüssig einsetzbar und mit einer ersten Rastnase und der ers- ten Ausnehmung des zweiten Schenkels verrastbar ist.
10. Befestigungsverfahren zur formschlüssigen Befestigung von einem Befestigungssystem mit einem ersten flächigen Material und mit einer Befestigungsvorrichtung (1), wobei eine Aussparung (31) des ersten flächigen Materials (30) in eine Rasteinrichtung (9) der Befes- tigungsvorrichtung (1) formschlüssig eingehängt wird, und mittels einer ersten Gegenflä- che (22) mit einer ersten Rastausnehmung (11) in der Rasteinrichtung (9) verrastet wird.
11. Befestigungsverfahren nach Anspruch 10, wobei ein zweites flächiges Material (40) mit einer zweiten Aussparung (41) in die Rasteinrichtung (9) formschlüssig auf die erste Ge- genfläche (22) eingehängt wird und insbesondere mit einem Werkzeug, das in dem Hebel- ansatz (19) als Gegenlager abstützbar ist, eine zweite Gegenfläche (23) in der Rasteinrich- tung über die zweite und dritte Rastnase (16, 18) gezogen wird und verrastet wird.
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| DE102008007329A1 (de) * | 2008-02-02 | 2009-08-06 | Fischerwerke Gmbh & Co. Kg | Befestigungsanordnung mit einer Platte |
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