EP4786104A1 - Vorrichtung, system und verfahren zur absorption eines rückstosses eines setzgerätes - Google Patents

Vorrichtung, system und verfahren zur absorption eines rückstosses eines setzgerätes

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EP4786104A1
EP4786104A1 EP25155475.4A EP25155475A EP4786104A1 EP 4786104 A1 EP4786104 A1 EP 4786104A1 EP 25155475 A EP25155475 A EP 25155475A EP 4786104 A1 EP4786104 A1 EP 4786104A1
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EP
European Patent Office
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unit
setting device
setting
recoil
decoupling unit
Prior art date
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Pending
Application number
EP25155475.4A
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English (en)
French (fr)
Inventor
Claudio Hasler
Alexander Hofmann
Ivo Fust
Michael Ruhstaller
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Hilti AG
Original Assignee
Hilti AG
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Publication date
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Priority to PCT/EP2026/051982 priority patent/WO2026162473A1/de
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Pending legal-status Critical Current

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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B25—HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25C—HAND-HELD NAILING OR STAPLING TOOLS; MANUALLY OPERATED PORTABLE STAPLING TOOLS
    • B25C7/00—Accessories for nailing or stapling tools, e.g. supports
    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B25—HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25F—COMBINATION OR MULTI-PURPOSE TOOLS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; DETAILS OR COMPONENTS OF PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS NOT PARTICULARLY RELATED TO THE OPERATIONS PERFORMED AND NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B25F5/00—Details or components of portable power-driven tools not particularly related to the operations performed and not otherwise provided for
    • B25F5/006—Vibration damping means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Abstract

Vorrichtung zur Verwendung eines Setzgerätes umfassend- einen Aufnahmebereich zum Platzieren des Setzgerätes,- eine Griffeinheit, wobei das Setzgerät durch die Griffeinheit auslösbar ist,- eine Entkopplungseinheit zur Absorption eines Rückstoßes des Setzgerätes.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung für ein Setzgerät, wobei die Vorrichtung einen Rückstoß des Setzgerätes absorbiert. Desweitern betrifft die Erfindung ein System bestehend aus einer Vorrichtung und einem Setzgerät, wobei die Vorrichtung einen Rückstoß des Setzgerätes absorbiert. Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Absorption eines Rückstoßes eines Setzgerätes.
  • Hintergrund
  • Aus der US2023302623AA ist eine Vorrichtung für ein Arbeitsgerät bekannt. Die Vorrichtung wird an einem Arbeitsgerät angebracht und verleiht dem Benutzer zusätzliche Stabilität und Kraft bei der Verwendung des Arbeitsgerätes. Dadurch kann der Benutzer das Werkzeug leichter handhaben und kontrollieren. Die Vorrichtung weist einen verlängerten Schaft auf, der über die Länge des Arbeitsgerätes hinausgeht und so eine bessere Hebelwirkung und Kontrolle ermöglicht.
  • Die US2010263896AA offenbart ein Arbeitsgerät das zwei separate Gehäuseteile umfasst, die unabhängig voneinander bewegt werden können. Das Verbindungsteil, das die Gehäuseteile zusammenhält, trägt zur Stabilität und Langlebigkeit des Arbeitsgerätes bei und gewährleistet dessen Zuverlässigkeit und Langlebigkeit.
  • Der Nachteil des Standes der Technik liegt darin, dass der Rückstoß des Arbeitsgerätes nicht absorbiert wird und somit die Nutzung des Arbeitsgerätes für den Benutzer durch den Rückstoß zeitlich begrenzt wird. In anderen Worten, der Benutzer ermüdet schnell durch die Nutzung des Arbeitsgerätes.
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, die Nachteile des nächstkommenden Standes der Technik zu überwinden und eine Vorrichtung, ein System und ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, um die Absorption eines Rückstoßes eines Setzgerätes zu ermöglichen.
  • Beschreibung
  • Ein erster Aspekt der Erfindung umfasst eine Vorrichtung zur Verwendung eines Setzgerätes umfassend
    • einen Aufnahmebereich zum Platzieren des Setzgerätes,
    • eine Griffeinheit, wobei das Setzgerät durch die Griffeinheit auslösbar ist,
    • eine Entkopplungseinheit zur Absorption eines Rückstoßes des Setzgerätes.
  • Der Begriff "Vorrichtung zur Verwendung eines Setzgerätes" umfasst jegliche Art einer Vorrichtung, die an ein Setzgerät befestigt oder um ein Setzgerät positioniert werden kann. Bevorzugt wird ein Setzgerät in die Vorrichtung eingelegt beziehungsweise platziert. Durch die Vorrichtung kann der Arbeitsbereich des Setzgerätes vergrößert werden und/oder die Benutzung für den Nutzer vereinfacht werden und/oder Funktionen umgesetzt werden, welche das Setzgerät inhärent nicht umfasst.
  • Der Begriff "Aufnahmebereich" bezeichnet eine Fläche oder ein Volumen innerhalb der Vorrichtung in welches das Setzgerät eingelegt beziehungsweise platziert werden kann. Es handelt sich somit um einen Bereich, durch welchen das Setzgerät mit der Vorrichtung verbunden, bevorzugt fest verbunden, werden kann.
  • Der Begriff "Griffeinheit" umfasst einen Teilbereich der Vorrichtung an welchem die Vorrichtung zumindest durch den Benutzer gehalten werden kann. Durch die Griffeinheit kann der Benutzer aber auch mindestens eine Funktion des Setzgerätes aktivieren, vorzugsweise das Auslösen des Setzgerätes. Die Griffeinheit kann zudem ein erstes Griffelement umfassen. Der Begriff "erstes Griffelement" umfasst einen Bereich, vorzugsweise einen Griffbereich, der Griffeinheit welcher dazu geeignet ist, vom Benutzer der Vorrichtung mit den Händen gehalten oder verwendet zu werden. Der Begriff "erstes Griffelement" umfasst weiter einen Auslöseschalter, welcher direkt am ersten Griffelement angebracht ist oder mit den Händen vom ersten Griffelement aktiviert werden kann, ohne die Hände vom ersten Griffelement nehmen zu müssen. Der Auslöseschalter dient dazu ein Auslösen des Setzgerätes durch die Vorrichtung zu initiieren. Der Auslöseschalter kann ein Knopf oder ein Schieberegler oder ein Hebel sein. In einer optionalen Ausführungsform umfasst die Griffeinheit ein zweites Griffelement mit einem zweitem Verlängerungselement.
  • Der Begriff "Entkopplungseinheit" umfasst einen Teilbereich der Vorrichtung, welche den Rückstoß des Setzgerätes teilweise oder vollständig absorbieren kann. Nach dem Auslösen kann sich das Setzgerät relativ zum Aufnahmebereich der Vorrichtung bewegen und der initiale Impuls des Rückstoßes wird durch die Entkopplungseinheit absorbiert beziehungsweise gedämpft. Durch die Entkopplungseinheit kann somit eine signifikante Reduktion der Rückstoß Geschwindigkeit in der Vorrichtung, speziell an der Griffeinheit, erzielt werden.
  • Mindestens eine technische Wirkung des ersten Aspekts ist es, dass durch die Entkopplungseinheit der Vorrichtung die Belastung auf den Benutzer des Setzgerätes, aufgrund der Absorption beziehungsweise der Dämpfung des Rückstoßes, signifikant verbessert ist. Dadurch ist die Ermüdung des Benutzers reduziert und gleichzeitig ist die mögliche Anzahl der Setzungen mit dem Setzgerät erhöht. Durch die Erhöhte Benutzbarkeit ist auch die Effektivität des Setzgerätes und somit auch die mögliche Anzahl der Setzung pro Tag erhöht.
  • In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Erfindung eine Vorrichtung, wobei die Entkopplungseinheit ein Kontaktelement zur Übertragung des Rückstoßes umfasst.
  • Der Begriff "Kontaktelement" kann eine Fläche oder ein Volumen zum Kontaktieren des Setzgerätes mit der Entkopplungseinheit oder Teileinheiten der Entkoppelungseinheit, umfassen.
  • Durch den physischen Kontakt des Setzgerätes mit der Entkopplungseinheit wird sichergestellt, dass der Impuls und somit auch der Rückstoß des Setzgerätes auf die Entkopplungseinheit übertragen wird beziehungsweise von der Entkopplungseinheit aufgenommen oder gedämpft wird.
  • In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Erfindung eine Vorrichtung, wobei das Kontaktelement einen Kontaktbereich zum Setzgerät aufweist.
  • Der Begriff "Kontaktbereich" kann eine Fläche oder ein Volumen zum Kontaktieren des Setzgerätes mit der Entkopplungseinheit, umfassen.
  • Durch den physischen Kontakt des Setzgerätes mit der Entkopplungseinheit wird sichergestellt, dass der Impuls und somit auch der Rückstoß des Setzgerätes auf die Entkopplungseinheit übertragen wird beziehungsweise von der Entkopplungseinheit aufgenommen oder gedämpft wird.
  • In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Erfindung eine Vorrichtung mit einem Kontaktelement, wobei das Kontaktelement einen Durchführungsbereich aufweist.
  • Der Begriff "Durchführungsbereich" umfasst einen Bereich des Kontaktelements, welcher dafür vorgesehen ist, andere Teile für bestimmte Funktionen - z.B. eine Schraube zum Vorspannen - platzieren zu können. Der Durchführungsbereich kann dabei direkt an den Kontaktbereich angrenzen oder einen Abstand zu diesem aufweisen.
  • Mindestens eine technische Wirkung dieser weiteren Ausführungsform ist es, dass weitere funktionale Elemente oder Merkmale der Entkopplungseinheit platzsparend und gewichtsreduzierend innerhalb der Entkopplungseinheit positioniert werden können.
  • In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Erfindung eine Vorrichtung, wobei die Entkopplungseinheit eine Energieabsorptionseinheit umfasst.
  • Der Begriff "Energieabsorptionseinheit" umfasst einen Teilbereich der Entkopplungseinheit. Durch das Kontaktelement wird der Impuls beziehungsweise der Rückstoß in die Vorrichtung beziehungsweise Entkopplungseinheit übertragen.
  • Die Energieabsorptionseinheit sorgt dafür, dass der Impuls beziehungsweise der Rückstoß größtenteils in der Entkoppelungseinheit gedämpft wird und ein so kleiner Teil wie möglich des Impulses auf den restlichen Teil der Vorrichtung, speziell auf die Griffeinheit, übertragen wird.
  • In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Erfindung eine Vorrichtung, wobei die Energieabsorptionseinheit eine Feder umfasst.
  • Der Begriff "Feder" kann sowohl eine mechanische Feder als auch eine Gasfeder umfassen.
  • Mindestens eine technische Wirkung dieser weiteren Ausführungsform ist es, dass die Feder durch Ihre Komprimierbarkeit den Impuls beziehungsweise den Rückstoß des Setzgerätes aufnimmt, beziehungsweise dämpft. Dadurch wird die Übertragung des Rückstoßes auf den Rest der Vorrichtung signifikant reduziert und vorzugsweise komplett vorhindert.
  • In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Erfindung eine Vorrichtung, wobei die Feder vorgespannt ist.
  • Der Begriff "vorgespannt" kann sich dabei sowohl auf eine mechanische Feder als auch auf eine Gasfeder beziehen. Bei einer mechanischen Feder kann die Vorspannung über eine Schraube und eine Mutter erfolgen, wobei die Schraube dabei im Durchführungsbereich des Kontaktelements angeordnet ist. Bei einer Gasfeder kann die Vorspannung über eine höhere initiale Kompression im Kolben der Gasfeder erfolgen.
  • Mindestens eine technische Wirkung dieser weiteren Ausführungsform ist es, dass durch die Vorspannung der Feder, keine Relativbewegung der Feder zur Vorrichtung beim Anpressen des Setzgerätes erfolgt. Dadurch ist der Triggerpunkt des Gerätes mit der Vorrichtung kalibriert. In anderen Worten: Durch diese Ausführungsform wird eine Relativbewegung zwischen dem Kontaktbereich und der Vorrichtung verhindert und der Triggerpunkt des Gerätes bleibt kalibriert.
  • In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Erfindung eine Vorrichtung, wobei die Feder zumindest teilweise um den Durchführungsbereich des Kontaktelements angeordnet ist.
  • Der Begriff "zumindest teilweise um den Durchführungsbereich des Kontaktelements angeordnet ist" umfasst, dass die Feder über die gesamte Federlänge um den Durchführungsbereich oder nur ein Teil der Federlänge um den Durchführungsbereich angeordnet ist.
  • Mindestens eine technische Wirkung dieser weiteren Ausführungsform ist es, dass durch die Anordnung der Feder um den Durchführungsbereich, eine verbesserte und platzsparende Vorspannung der Feder ermöglicht wird.
  • In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Erfindung eine Vorrichtung, wobei die Energieabsorptionseinheit einen Kunststoffdämpfer umfasst. In dieser Ausführungsform kann die Energieabsorptionseinheit einen Kunststoffdämpfer und/oder eine Feder umfassen.
  • Der Begriff "Kunststoffdämpfer" kann jede Form eines Kunststoffes umfassen, welche geeignet ist einen Impuls aufzunehmen beziehungsweise zu dämpfen. In anderen Worten: Der Kunststoff muss elastische Eigenschaften aufweisen. Vorzugsweise handelt es sich bei dem Kunststoff um ein Elastomer.
  • Mindestens eine technische Wirkung dieser weiteren Ausführungsform ist es, dass durch die Verwendung des Kunststoffdämpfers allein, die Energieabsorptionseinheit platzsparend ausgeführt werden kann. Durch die Kombination des Kunststoffdämpfers mit der Feder, wird die Absorption des Rückstoßes verstärkt.
  • In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Erfindung eine Vorrichtung, wobei die Vorrichtung ein Gehäuse umfasst und die Vorrichtung zwischen dem Gehäuse und der Energieabsorptionseinheit einen Hohlraum zur Positionierung des Kunststoffdämpfers aufweist.
  • Mindestens eine technische Wirkung dieser weiteren Ausführungsform ist es, dass eine platzsparende Maßnahme zur Positionierung des Kunststoffdämpfers realisiert ist.
  • In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Erfindung eine Vorrichtung, wobei der Kunststoffdämpfer den Hohlraum teilweise oder vollständig ausfüllt.
  • Füllt der Kunststoffdämpfer den Hohlraum teilweise aus, dann erfolgt die Dämpfung erst nach einer Relativbewegung des Setzgerätes zur Vorrichtung. Füllt der Kunststoffdämpfer den Hohlraum vollständig aus, dann erfolgt die Dämpfung direkt nach der Übertragung des Impulses auf die Entkopplungseinheit.
  • Mindestens eine technische Wirkung dieser weiteren Ausführungsform ist es, dass der Grad der Absorption eingestellt werden kann.
  • In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Erfindung eine Vorrichtung wobei der Kunststoffdämpfer eine Öffnung aufweist.
  • Mindestens eine technische Wirkung dieser weiteren Ausführungsform ist es, dass durch die Öffnung des Kunststoffdämpfers weitere optionale Komponenten in der Energieabsorptionseinheit positioniert, werden können. Dadurch nimmt die Energieabsorptionseinheit eine platzsparende Gestalt an.
  • In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Erfindung eine Vorrichtung, wobei der Kunststoffdämpfer zumindest teilweise um die Feder und/oder den Durchführungsbereich des Kontaktelements angeordnet ist.
  • Mindestens eine technische Wirkung dieser weiteren Ausführungsform ist es, dass dadurch die Energieabsorptionseinheit platzsparend und kompakt ausgeführt wird. Dies führt zu einer leichteren Vorrichtung und einer längeren Lebensdauer der Vorrichtung.
  • Ein zweiter Aspekt der Erfindung umfasst ein System, umfassend eine Vorrichtung zur Verwendung eines Setzgerätes und ein Setzgerät, wobei die Vorrichtung
    • einen Aufnahmebereich zum Platzieren des Setzgerätes,
    • eine Griffeinheit, wobei das Setzgerät durch die Griffeinheit auslösbar ist,
    • eine Entkopplungseinheit zur Absorption eines Rückstoßes des Setzgerätes, umfasst.
  • Die Begriffsdefinitionen des zweiten Aspektes sind identisch mit den Begriffsdefinitionen des ersten Aspektes.
  • Mindestens eine technische Wirkung des zweiten Aspekts ist es, dass durch die Entkopplungseinheit der Vorrichtung die Belastung auf den Benutzer des Setzgerätes, aufgrund der Absorption beziehungsweise der Dämpfung des Rückstoßes, signifikant verbessert ist. Dadurch ist die Ermüdung des Benutzers reduziert und gleichzeitig ist die Anzahl der möglichen Setzungen mit dem Setzgerät erhöht. Durch die Erhöhte Benutzbarkeit des Setzgerätes durch das System ist auch die Effektivität des Setzgerätes und somit auch die mögliche Anzahl der Setzung pro Tag erhöht.
  • Ein dritter Aspekt der Erfindung umfasst ein Verfahren für eine Vorrichtung mit einem Setzgerät, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
    • Platzieren des Setzgerätes in einem Aufnahmebereich der Vorrichtung,
    • Auslösen des Setzgerätes durch eine Griffeinheit der Vorrichtung,
    • Absorbieren eines durch das Auslösen des Setzgerätes entstehenden Rückstoßes mittels einer Entkopplungseinheit der Vorrichtung.
  • Die Begriffsdefinitionen des dritten Aspektes sind identisch mit den Begriffsdefinitionen des ersten und zweiten Aspektes.
  • Mindestens eine technische Wirkung des dritten Aspekts ist es, dass durch die Entkopplungseinheit der Vorrichtung die Belastung auf den Benutzer des Setzgerätes, aufgrund der Absorption beziehungsweise der Dämpfung des Rückstoßes, signifikant verbessert wird. Dies führt zu einer Reduktion der Ermüdung des Benutzers und gleichzeitig zu einer Erhöhung der Anzahl der Setzung mit dem Setzgerät. Durch die erhöhte Benutzbarkeit des Setzgerätes durch das System wird auch die Effektivität des Setzgerätes und somit auch die mögliche Anzahl der Setzung pro Tag erhöht.
  • Die Erfindung wurde anhand einer Vorrichtung zur Verwendung eines Setzgerätes beschrieben. Die Merkmale der beschriebenen Ausführungsformen sind dabei auch beliebig miteinander innerhalb eines einzigen Systems beziehungsweise eines einzigen Verfahrens kombinierbar. Es wird darauf hingewiesen, dass das erfindungsgemäße Verfahren auch für andere Zwecke geeignet ist.
  • Es folgen weitere optionale Ausführungsformen welche beliebig mit allen bisherigen Ausführungsformen des ersten, des zweiten und des dritten Aspektes und auch mit allen weiteren optionalen Ausführungsformen des ersten, des zweiten und des dritten Aspektes kombiniert oder spezifiziert werden können.
  • In einer weiteren optionalen Ausführungsform umfasst die Vorrichtung eine Entkopplungseinheit, wobei die Entkopplungseinheit einen Gegenkontakt mit einer Öffnung aufweist und eine Schraube durch den Durchführungsbereich des Kontaktelements und die Öffnung des Gegenkontakts führt, wobei die Schraube mittels einer Mutter am Gegenkontakt vorgespannt ist.
  • Mindestens eine technische Wirkung dieser weiteren optionalen Ausführungsform ist, dass die Vorspannung der Energieabsorptionseinheit realisiert ist.
  • Ausführungsbeispiele
  • Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.
    • Figur 1 zeigt ein System umfassend eine Vorrichtung mit einem Setzgerät.
    • Figur 2 zeigt eine erste Ausführungsform einer Entkopplungseinheit.
    • Figur 3 zeigt eine zweite Ausführungsform einer Entkopplungseinheit.
    • Figur 4 zeigt eine dritte Ausführungsform einer Entkopplungseinheit.
    • Figur 5 zeigt eine vierte Ausführungsform einer Entkopplungseinheit.
  • Figur 1 zeigt ein System 100 umfassend eine Vorrichtung 110 mit einem Setzgerät 190. Figur 1a zeigt das System frontal in einer gebrauchsmäßigen Position. Figur 1b zeigt das gleiche System in der gleichen Position jedoch in einem Längsschnitt. Die Vorrichtung 110 ist durch die Griffeinheit 105 in der Lage das Setzgerät 190 am Auslöser 115 auszulösen.
  • Figur 1b zeigt, wie das Setzgerät 190 in der Vorrichtung 110 platziert beziehungsweise positioniert ist. Die erfindungsgemäße Entkopplungseinheit 180 ist innerhalb des gestrichelten Bereichs in Figur 1b dargestellt. Dieser gestrichelte Bereich wird durch unterschiedliche Ausführungsformen in den folgenden Abbildungen 2 bis 5 ausführlich beschrieben. Dabei sei angemerkt, dass Figur 2 die gleiche Ausführungsform der Entkopplungseinheit 180 darstellt, wie in Figur 1b zu sehen ist.
  • Die Ausführungsformen der Entkopplungseinheit 280, 380 und 480 aus den Abbildungen 3 bis 5 können aber in das gleiche System aus Abbildung 1b eingebaut werden und können somit die Entkopplungseinheit 180 ersetzen.
  • Figur 2 zeigt eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Entkopplungseinheit 180. Die Entkopplungseinheit 180 ist aus Anschaulichkeitsgründen verglichen zu Figur 1b um 90° im Uhrzeigersinn gedreht. Die Entkopplungseinheit 180 ist innerhalb der Vorrichtung 110 positioniert und umfasst ein Kontaktelement 120 zur Übertragung des Rückstoßes eines Setzgerätes 190 auf die Entkopplungseinheit 180.
  • Dabei sind das Setzgerät 190 und das Kontaktelement 120 durch den Kontaktbereich 125 physisch miteinander kontaktiert. Durch den physischen Kontakt des Setzgerätes 190 mit der Entkopplungseinheit 180 wird sichergestellt, dass der Impuls und somit auch der Rückstoß des Setzgerätes 190 auf die Entkopplungseinheit 180 übertragen wird beziehungsweise von der Entkopplungseinheit 180 aufgenommen oder gedämpft wird. Das Kontaktelement 120 umfasst ferner den optionalen Durchführungsbereich 130. Um den Durchführungsbereich 130 ist sowohl eine Feder 140 als auch ein Kunststoffdämpfer 150 angeordnet. Durch die Verwendung der Kombination des Kunststoffdämpfers 150 mit der Feder 140, ist die Absorption des Rückstoßes verstärkt. Somit sind die Feder 140 und der Kunststoffdämpfer 150 beide jeweils ein Teil der Energieabsorptionseinheit.
  • Der Kunststoffdämpfer 150 ist in dieser Ausführungsform in einem Hohlraum 152 angeordnet und füllt diesen Hohlraum 152 teilweise aus.
  • In dem optionalen Durchführungsbereich 130 des Kontaktelements 120 ist die optionale Schraube 135, zur Generierung einer optionalen Vorspannung, angeordnet. Es sei ausdrücklich darauf verwiesen, dass die Schraube 135 und der Durchführungsbereich 130 nicht wesentlich, aber optional, für die Erfindung sind. Das hintere Ende der optionalen Schraube 135 kann dabei wie in Figur 2 gezeigt, durch einen Gegenkontakt 145 geführt werden und mittels einer Mutter 155 an dem Gegenkontakt verschraubt werden. Durch das Kontaktieren der Mutter 155 mit der Schraube 135 am Gegenkontakt 145 wird die Feder 140 vorgespannt.
  • Figur 3 zeigt eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Entkopplungseinheit 280. Die Entkopplungseinheit 280 ist aus Anschaulichkeitsgründen verglichen zu Figur 1b um 90° im Uhrzeigersinn gedreht. Die Entkopplungseinheit 280 ist innerhalb der Vorrichtung 210 positioniert und umfasst ein Kontaktelement 220 zur Übertragung des Rückstoßes eines Setzgerätes 190 auf die Entkopplungseinheit 280.
  • Dabei sind das Setzgerät 190 und das Kontaktelement 220 durch den Kontaktbereich 225 physisch miteinander kontaktiert. Durch den physischen Kontakt des Setzgerätes 190 mit der Entkopplungseinheit 280 wird sichergestellt, dass der Impuls und somit auch der Rückstoß des Setzgerätes 190 auf die Entkopplungseinheit 280 übertragen wird beziehungsweise von der Entkopplungseinheit 280 aufgenommen oder gedämpft wird. Das Kontaktelement 220 umfasst ferner den optionalen Durchführungsbereich 230. Um den Durchführungsbereich 230 ist sowohl eine Feder 240 als auch ein Kunststoffdämpfer 250 angeordnet. Durch die Verwendung die Kombination des Kunststoffdämpfers 250 mit der Feder 240, ist die Absorption des Rückstoßes verstärkt. Somit sind die Feder 240 und der Kunststoffdämpfer 250 beide jeweils ein Teil der Energieabsorptionseinheit. Der Kunststoffdämpfer 250 ist in dieser Ausführungsform in einem Hohlraum (nicht gezeigt) angeordnet und füllt diesen Hohlraum vollständig aus.
  • In dem optionalen Durchführungsbereich 230 des Kontaktelements 220 ist die optionale Schraube 235, zur Generierung einer optionalen Vorspannung, angeordnet. Es sei ausdrücklich darauf verwiesen, dass die Schraube 235 und der Durchführungsbereich 230 nicht wesentlich, aber optional, für die Erfindung sind. Das hintere Ende der optionalen Schraube 235 kann dabei wie in Figur 3 gezeigt, durch einen Gegenkontakt 245 geführt werden und mittels einer Mutter 255 an dem Gegenkontakt verschraubt werden. Durch das Kontaktieren der Mutter 255 mit der Schraube 235 am Gegenkontakt 245 wird die Feder 240 vorgespannt.
  • Figur 4 zeigt eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Entkopplungseinheit 380. Die Entkopplungseinheit 380 ist aus Anschaulichkeitsgründen verglichen zu Figur 1b um 90° im Uhrzeigersinn gedreht. Die Entkopplungseinheit 380 ist innerhalb der Vorrichtung 310 positioniert und umfasst ein Kontaktelement 320 zur Übertragung des Rückstoßes eines Setzgerätes 190 auf die Entkopplungseinheit 380.
  • Dabei sind das Setzgerät 190 und das Kontaktelement 320 durch den Kontaktbereich 325 physisch miteinander kontaktiert. Durch den physischen Kontakt des Setzgerätes 190 mit der Entkopplungseinheit 380 wird sichergestellt, dass der Impuls und somit auch der Rückstoß des Setzgerätes 190 auf die Entkopplungseinheit 380 übertragen wird beziehungsweise von der Entkopplungseinheit 380 aufgenommen oder gedämpft wird. Das Kontaktelement 320 umfasst ferner den optionalen Durchführungsbereich 330. Um den Durchführungsbereich 330 ist eine Feder 340 angeordnet. Durch die Verwendung die Komprimierbarkeit der Feder 340 wird der Impuls beziehungsweise der Rückstoß des Setzgerätes 190 aufgenommen, beziehungsweise gedämpft. Dadurch wird die Übertragung des Rückstoßes auf den Rest der Vorrichtung 310 signifikant reduziert und vorzugsweise komplett vorhindert. Die Vorrichtung 310 zeigt in dieser Ausführungsform einen Hohlraum 352.
  • In dem optionalen Durchführungsbereich 330 des Kontaktelements 320 ist die optionale Schraube 335, zur Generierung einer optionalen Vorspannung, angeordnet. Es sei ausdrücklich darauf verwiesen, dass die Schraube 335 und der Durchführungsbereich 330 nicht wesentlich, aber optional, für die Erfindung sind. Das hintere Ende der optionalen Schraube 335 kann dabei wie in Figur 4 gezeigt, durch einen Gegenkontakt 345 geführt werden und mittels einer Mutter 355 an dem Gegenkontakt verschraubt werden. Durch das Kontaktieren der Mutter 355 mit der Schraube 335 am Gegenkontakt 345 wird die Feder 340 vorgespannt.
  • Figur 5 zeigt eine vierte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Entkopplungseinheit 480. Die Entkopplungseinheit 480 ist aus Anschaulichkeitsgründen verglichen zu Figur 1b um 90° im Uhrzeigersinn gedreht. Die Entkopplungseinheit 480 ist innerhalb der Vorrichtung 410 positioniert und umfasst ein Kontaktelement 420 zur Übertragung des Rückstoßes eines Setzgerätes 190 auf die Entkopplungseinheit 480.
  • Dabei sind das Setzgerät 190 und das Kontaktelement 420 durch den Kontaktbereich 425 physisch miteinander kontaktiert. Durch den physischen Kontakt des Setzgerätes 190 mit der Entkopplungseinheit 480 wird sichergestellt, dass der Impuls und somit auch der Rückstoß des Setzgerätes 190 auf die Entkopplungseinheit 480 übertragen wird beziehungsweise von der Entkopplungseinheit 480 aufgenommen oder gedämpft wird. An das Kontaktelement 420 grenzt direkt ein Kunststoffdämpfer 450. Durch die Verwendung des Kunststoffdämpfers 450 ist die Absorption des Rückstoßes realisiert. Der Kunststoffdämpfer 450 ist in dieser Ausführungsform in einem Hohlraum (nicht gezeigt) angeordnet und füllt diesen Hohlraum vollständig aus. Alternativ kann der Kunststoffdämpfer 450 den Hohlraum - analog zu Figur 2 - auch nur teilweise ausfüllen.

Claims (15)

  1. Vorrichtung (100) zur Verwendung eines Setzgerätes (190) umfassend
    - einen Aufnahmebereich zum Platzieren des Setzgerätes (190),
    - eine Griffeinheit (105), wobei das Setzgerät (190) durch die Griffeinheit (105) auslösbar ist,
    - eine Entkopplungseinheit (180, 280, 380, 480) zur Absorption eines Rückstoßes des Setzgerätes (190).
  2. Vorrichtung (100) nach dem vorangegangenen Anspruch, wobei die Entkopplungseinheit (180, 280, 380, 480) ein Kontaktelement (120) zur Übertragung des Rückstoßes umfasst.
  3. Vorrichtung (100) nach dem vorangegangenen Anspruch, wobei das Kontaktelement (120) einen Kontaktbereich (125) zum Setzgerät (190) aufweist.
  4. Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 2 bis 3, wobei das Kontaktelement (120) einen Durchführungsbereich (130) aufweist.
  5. Vorrichtung (100) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Entkopplungseinheit (180, 280, 380, 480) eine Energieabsorptionseinheit (140, 150, 240, 250, 340, 450) umfasst.
  6. Vorrichtung (100) nach dem vorangegangenen Anspruch, wobei die Energieabsorptionseinheit (140, 240, 340) eine Feder umfasst.
  7. Vorrichtung (100) nach dem vorangegangenen Anspruch, wobei die Feder vorgespannt ist.
  8. Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 6 bis 7, wobei die Feder zumindest teilweise um den Durchführungsbereich (130) des Kontaktelementes (120) angeordnet ist.
  9. Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 5 bis 8, wobei die Energieabsorptionseinheit (150, 250, 450) einen Kunststoffdämpfer umfasst.
  10. Vorrichtung (100) nach dem vorangegangenen Anspruch, wobei die Vorrichtung (100) ein Gehäuse umfasst und die Vorrichtung (100) zwischen dem Gehäuse und der Energieabsorptionseinheit (150, 340) einen Hohlraum (152, 352) zur Positionierung des Kunststoffdämpfers aufweist.
  11. Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 9 und 10, wobei der Kunststoffdämpfer den Hohlraum teilweise oder vollständig ausfüllt.
  12. Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei der Kunststoffdämpfer eine Öffnung aufweist.
  13. Vorrichtung (100) nach Anspruch 12, wobei der Kunststoffdämpfer zumindest teilweise um die Feder und/oder den Durchführungsbereich (130) des Kontaktelementes (120) angeordnet ist.
  14. System, umfassend eine Vorrichtung (100) zur Verwendung eines Setzgerätes (190) und ein Setzgerät (190), wobei die Vorrichtung (100)
    - einen Aufnahmebereich zum Platzieren des Setzgerätes (190),
    - eine Griffeinheit (105), wobei das Setzgerät (190) durch die Griffeinheit (105) auslösbar ist,
    - eine Entkopplungseinheit (180, 280, 380, 480) zur Absorption eines Rückstoßes des Setzgerätes (190), umfasst.
  15. Verfahren für eine Vorrichtung (100) mit einem Setzgerät (190), wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
    - Platzieren des Setzgerätes (190) in einem Aufnahmebereich der Vorrichtung (100),
    - Auslösen des Setzgerätes (190) durch eine Griffeinheit (105) der Vorrichtung (100),
    - Absorbieren eines durch das Auslösen des Setzgerätes (190) entstehenden Rückstoßes mittels einer Entkopplungseinheit (180, 280, 380, 480) der Vorrichtung (100).
EP25155475.4A 2025-02-03 2025-02-03 Vorrichtung, system und verfahren zur absorption eines rückstosses eines setzgerätes Pending EP4786104A1 (de)

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