-
Die Erfindung betrifft eine Einspeiseklemme zum Anschluss von mindestens zwei elektrischen Potentialen, mit einem Klemmengehäuse, mit mindestens zwei Leiteranschlussstellen zum Anschluss jeweils eines Leiters und mit mindestens zwei Stromschienen, wobei jeweils eine Stromschiene mit einer Leiteranschlussstelle elektrisch leitend verbunden ist. Im Klemmengehäuse sind außerdem zwei Brückenschächte ausgebildet, so dass die über je eine Leiteranschlussstelle an zwei Stromschienen anliegenden Potentiale über jeweils ein in einen Brückenschacht eingestecktes Brückenelement an eine benachbart angeordnete Reihenklemme verteilt werden können.
-
Darüber hinaus betrifft die Erfindung auch einen Reihenklemmenblock mit einer Einspeiseklemme und mit mehreren nebeneinander angeordneten Reihenklemmen.
-
Elektrische Reihenklemmen sind seit Jahrzehnten bekannt und werden millionenfach bei der Verdrahtung elektrischer Anlagen und Geräte verwendet. Die Klemmen werden meist auf Tragschienen aufgerastet, die ihrerseits in einer Mehrzahl in einem Schaltschrank angeordnet sein können. Der Grundtyp der Reihenklemme ist die Durchgangsklemme, die ein Klemmengehäuse mit mindestens zwei Leiteranschlusselementen aufweist, die über eine elektrisch leitende Verbindungsschiene, die Stromschiene, elektrisch miteinander verbunden sind. Neben diesem Grundtyp, der teilweise auch als Verbindungsklemme bezeichnet wird, gibt es eine Vielzahl von weiteren Reihenklemmentypen, die speziell an den jeweiligen Anwendungsfall angepasst sind. Als Beispiel seien Mehrstockklemmen, Trennklemmen, Sicherungs- und Bauelementeklemmen, Sensor-/Aktor-Klemmen und Einspeiseklemmen genannt.
-
Zur Energieversorgung von mehreren Verbrauchern werden häufig mehrere Reihenklemmen nebeneinander auf einer Tragschiene zu einem Reihenklemmenblock angeordnet. Ein solcher Reihenklemmenblock weist üblicherweise eine Einspeiseklemme zum Anschluss mindestens eines elektrischen Potentials auf. Das an die Einspeiseklemme über einen an einer Leiteranschlussstelle angeschlossenen Leiter angelegte Potential kann über ein Brückenelement, das auch als Querbrücker bezeichnet wird, auf eine oder mehrere benachbart angeordnete Reihenklemmen verteilt werden, so dass alle Reihenklemmen, in deren Brückenschacht ein Kontaktabschnitt des Brückenelements eingesteckt ist, mit dem an die Einspeiseklemme angelegten Potential verbunden sind.
-
In der Praxis sind Einspeiseklemmen häufig zum Anschluss von zwei oder drei elektrischen Potentialen, dem Plus-Potential und dem Minus-Potential, und ggf. zusätzlich dem Erdpotential ausgebildet. Sollen an die Einspeiseklemme drei unterschiedliche Potentiale über drei Leiter angeschlossen werden, so weist die Einspeiseklemme entsprechend drei Leiteranschlussstellen und drei Stromschienen auf. Der Bemessungsquerschnitt der Leiteranschlussstellen der Einspeiseklemme ist dabei meistens größer, als der Bemessungsquerschnitt der Leiteranschlussstellen der Reihenklemmen, die über die Einspeiseklemme mit den anliegenden Potentialen versorgt werden, so dass an die Einspeiseklemme Leiter mit einem größeren Leiterquerschnitt angeschlossen werden können als an die Reihenklemmen.
-
Ein Reihenklemmenblock mit einer Einspeiseklemme und mehreren benachbart dazu angeordneten Reihenklemmen ist aus der
DE 202 20 108 U1 bekannt. Die mittig im Reihenklemmenblock angeordnete Einspeiseklemme weist zwei Leiteranschlussstellen und einen zwischen den beiden Leiteranschlussstellen angeordneten Brückenschacht auf, so dass über ein in den Brückenschacht der Einspeiseklemme und der Reihenklemmen eingestecktes Brückenelement das an der Einspeiseklemme anliegende Potential an die benachbarten Reihenklemmen verteilt werden kann.
-
In der
DE 202 20 108 U1 wird es als nachteilig beschrieben, dass die Einspeiseklemme und die als Durchgangsklemmen ausgebildeten benachbarten Reihenklemmen, unterschiedliche Abmessungen aufweisen. Eine größere Breite der Einspeiseklemme im Vergleich zu den Durchgangsklemmen kann dazu führen, dass ein kammartiges Brückenelement mit einem festen Rastermaß zwischen den einzelnen Kontaktabschnitten bei dem Reihenklemmenblock nicht verwendet werden kann. Geringere Abmessungen der Einspeiseklemme quer zur Anreihrichtung der Reihenklemmen im Vergleich zu den entsprechenden Abmessungen der Durchgangsklemmen führen dazu, dass eine Seite der an die Einspeiseklemme angrenzenden Durchgangsklemmen durch die Einspeiseklemme nicht abgedeckt wird und dadurch teilweise offen ist.
-
Zur Lösung dieser Nachteile schlägt die
DE 202 20 108 U1 die Verwendung je einer Distanzplatte an den beiden Seiten der Einspeiseklemme vor. Die Breite der Distanzplatten ist dabei so gewählt, dass der Abstand zwischen dem Brückenschacht der Einspeiseklemme und dem Brückenschacht der benachbarten Durchgangsklemme dem Rastermaß eines kammartigen Brückenelements entspricht, so dass im Übergangsbereich zwischen den beiden Reihenklemmen nur ein Kontaktabschnitt des Brückenelements entfernt werden muss. Außerdem sind die Abmessungen der Distanzplatten quer zur Anreihrichtung so gewählt, dass sie die benachbarten Reihenklemmen vollständig abdecken.
-
Auch die
DE 10 2014 105 316 A1 offenbart einen Reihenklemmenblock mit mehreren nebeneinander angeordneten Reihenklemmen und mit einer Einspeiseklemme, wobei die Einspeiseklemme zwei Leiteranschlussstellen und mehrere Brückenschächte aufweist. Dadurch können die über die Leiteranschlussstellen an der Einspeiseklemme anliegenden beiden Potentiale über je ein in einem Brückenschacht eingestecktes Brückenelement an die benachbarten Reihenklemmen verteilt werden. Bei diesem Reihenklemmenblock ist vorgesehen, dass alle Reihenklemmen quer zur Anreihrichtung der Reihenklemmen die gleichen Abmessungen aufweisen, wodurch ein unübersichtliches Anschlussbild vermieden werden soll.
-
Bei dem in der
DE 10 2014 105 316 A1 offenbarten ersten Ausführungsbeispiel weisen die einzelnen Reihenklemmen jeweils einen Sicherungsstecker mit einer Sicherung auf. Der Sicherungsstecker ist dabei derart mit einer Stromschiene in der Reihenklemme verbindbar, dass das an diese Stromschiene von der Einspeiseklemme über ein Brückenelement querverteilte Potential über den Sicherungsstecker mit der zugeordneten Leiteranschlussstelle verbunden ist, so dass die Leiteranschlussstelle durch den Sicherungsstecker abgesichert ist.
-
Auch wenn sich die bekannten Einspeiseklemmen und Reihenklemmenblöcke in der Praxis bewährt haben, weisen sie den Nachteil auf, dass sie nicht oder nur mit Aufwand an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden können.
-
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine eingangs beschriebene Einspeiseklemme und einen Reihenklemmenblock mit einer Einspeiseklemme und mehreren Reihenklemmen zu verbessern, so dass zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten und Funktionen einfach realisierbar sind.
-
Diese Aufgabe ist bei der eingangs beschriebenen Einspeiseklemme mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 dadurch gelöst, dass im Klemmengehäuse mindestens ein weiteres Stromschienenstück angeordnet ist, wobei in dem Stromschienenstück eine zu einem Brückenschacht korrespondiere Anschlussmöglichkeit für ein in den Brückenschacht einsteckbares Brückenelement ausgebildet ist. Außerdem ist zwischen dem Stromschienenstück und einer zugeordneten Stromschiene eine Trennstelle ausgebildet ist, so dass die Stromschiene und das Stromschienenstück über ein in der Trennstelle angeordnetes oder in die Trennstelle einsteckbares Funktionselement miteinander verbindbar sind.
-
Dadurch, dass bei der erfindungsgemäßen Einspeiseklemme ein zusätzliches Stromschienenstück vorgesehen und eine Trennstelle ausgebildet ist, ist ein in den Brückenschacht eingestecktes Brückenelement nicht direkt mit einer Stromschiene und damit auch nicht direkt mit dem Potential verbunden, das an der mit der Stromschiene elektrisch verbundenen Leiteranschlussstelle anliegt, sondern nur über die Trennstelle. Ein Potential, das an der Leiteranschlussstelle anliegt, wird somit nur dann über ein in den Brückenschacht eingestecktes Brückenelement auf benachbart angeordnete Reihenklemmen verteilt, wenn in der Trennstelle ein entsprechendes Funktionselement angeordnet ist, über das das Stromschienenstück und die Stromschiene miteinander verbunden sind. Die in dem Stromschienenstück ausgebildete Anschlussmöglichkeit für ein Brückenelement ist vorzugsweise als Öffnung in dem Stromschienenstück ausgebildet, in die das freie Ende eines Kontaktabschnitts des Brückenelements einsteckbar und ggf. verrastbar ist.
-
Die bei der Einspeiseklemme realisierte mindestens eine Trennstelle ist vorzugsweise so ausgebildet, dass sie zur Aufnahme unterschiedlicher Funktionselemente geeignet ist. Beispielsweise kann in die Trennstelle ein separater Trennstecker eingesteckt werden. Alternativ dazu kann in die Trennstelle auch ein Sicherungsstecker oder ein Bauelementestecker eingesteckt werden. Je nach Art des in die Trennstelle eingesteckten Funktionselements kann die Einspeiseklemme somit unterschiedliche zusätzliche Funktion wahrnehmen und somit für unterschiedliche Anwendungsfälle genutzt werden.
-
Gemäß einer ersten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Einspeiseklemme ist im Bereich der Trennstelle ein Trennmesser als Funktionselement schwenkbar im Klemmengehäuse angeordnet. In einer ersten Stellung des Trennmessers sind das Stromschienenstück und die zugeordnete Stromschiene über das Trennmesser miteinander elektrisch verbunden. In einer zweiten Stellung des Trennmessers sind das Stromschienenstück und die zugeordnete Stromschiene dagegen voneinander getrennt, so dass auch ein in das Stromschienenstück eingestecktes Brückenelement von der Stromschiene und damit auch vom Potential, das an der mit der Stromschiene verbundenen Leiteranschlussstelle anliegt, getrennt ist.
-
Dadurch können auf einfache Art und Weise alle über ein eingestecktes Brückenelement mit dem Stromschienenstück der Einspeiseklemme verbundenen Reihenklemmen durch Verschwenken des Trennmessers aus seiner zweiten Stellung in seine erste Stellung mit dem entsprechenden Potential der Einspeiseklemme verbunden oder durch Verschwenken des Trennmessers aus seiner ersten Stellung in seine zweite Stellung von dem Potential getrennt werden. Dadurch ermöglicht die Einspeiseklemme eine Gruppentrennung, so dass die einzelnen Reihenklemmen keine eigene Trennstelle mit einem Trennmesser aufweisen müssen. Durch die schwenkbare Anordnung des Trennmessers im Klemmengehäuse ist die Trennstelle besonders einfach zwischen den beiden Stellungen schaltbar, ohne dass der Monteur einen entsprechenden Trennstecker als Funktionselement zur Verfügung haben muss. Die Funktion der Gruppentrennung lässt sich jedoch auch dann realisieren, wenn ein separater Trennstecker verwendet wird, der in die Trennstelle eingesteckt bzw. aus der Trennstelle herausgezogen werden kann.
-
Wird anstelle eines Trennmessers oder eines Trennsteckers beispielsweise ein Sicherungsstecker in die Trennstelle eingesteckt, so kann mit nur einem Sicherungsstecker auf einfache Art und Weise eine Gruppenabsicherung realisiert werden, bei der für ein Potential alle benachbart angeordnete Reihenklemmen, die über ein in den Brückenschacht eingestecktes Brückenelement mit dem Stromschienenstück verbunden sind, über den in der Einspeiseklemme eingesteckten Sicherungsstecker abgesichert sind.
-
Wie zuvor ausgeführt worden ist, weist die erfindungsgemäße Einspeiseklemme mindestens ein zusätzliches Stromschienenstück auf, das zusammen mit einer Stromschiene eine Trennstelle bildet. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass im Klemmengehäuse zwei Stromschienenstücke angeordnet sind, in denen jeweils eine zu einem Brückenschacht korrespondiere Anschlussmöglichkeit für ein in den Brückenschacht einsteckbares Brückenelement ausgebildet ist. Dabei ist dann jeweils zwischen einem Stromschienenstück und einer Stromschiene eine Trennstelle ausgebildet, so dass die Einspeiseklemme zwei Trennstellen aufweist.
-
Bei dieser bevorzugten Ausgestaltung sind die Brückenelemente, die jeweils in einen der beiden Brückenschächte eingesteckte sind, nicht direkt mit dem Potential verbunden, das an den beiden Stromschiene anliegt, sondern nur über die jeweilige Trennstelle. Die beiden Potentiale, die an den beiden Leiteranschlussstellen anliegen, werden nur dann über jeweils ein eingestecktes Brückenelement auf benachbart angeordnete Reihenklemmen verteilt, wenn in den beiden Trennstellen jeweils ein entsprechendes Funktionselement angeordnet ist, über das jeweils ein Stromschienenstück und eine Stromschiene miteinander verbunden sind.
-
Die Verteilung der an der Einspeiseklemme über die Leiteranschlussstellen anliegenden beiden Potentiale an benachbart angeordnete Reihenklemmen erfolgt somit jeweils über eine Trennstelle. In die beiden Trennstellen können dabei unterschiedliche Funktionselemente eingesteckt werden bzw. in den Trennstellen angeordnet sein. Bei Verwendung entsprechender Funktionselemente kann so beispielsweise für ein Potential der Einspeiseklemme eine Gruppentrennung und für das andere Potential eine Gruppenabsicherung ermöglicht wird.
-
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung können an der Einspeiseklemme nicht nur zwei Potentialen, das Plus-Potential und das Minus-Potential, sondern zusätzlich noch ein drittes Potential, das Erdpotentials (PE-Potential), angeschlossen werden. Dazu sind eine dritte Leiteranschlussstelle zum Anschluss eines dritten Leiters und eine dritte Stromschiene im Klemmengehäuse angeordnet, wobei die dritte Leiteranschlussstelle mit der dritten Stromschiene elektrisch leitend verbunden ist.
-
Bei einer bevorzugten Variante einer Einspeiseklemme mit drei Leiteranschlussstellen ist im Klemmengehäuse zusätzlich ein dritter Brückenschacht und in der dritten Stromschiene eine zum dritten Brückenschacht korrespondiere Anschlussmöglichkeit für ein in den dritten Brückenschacht einsteckbares Brückenelement ausgebildet. Durch die Ausbildung eines dritten Brückenschachts besteht die Möglichkeit, auch das an der dritten Leiteranschlussstelle anliegende Potential über ein Brückenelement an benachbart angeordnete Reihenklemmen zu verteilen.
-
Weist die Einspeiseklemme eine dritte Stromschiene auf, so kann ein metallisches Schutzleiterelement im Fußbereich des Klemmengehäuses angeordnet sein, mit dem die dritte Stromschiene elektrisch leitend verbunden ist. Dazu kann auf der der Tragschiene zugewandten Unterseite des Klemmengehäuses eine Ausnehmung ausgebildet sein, in die das Schutzleiterelement eingesteckt und vorzugsweise verrastet werden kann. Durch die Ausbildung der Ausnehmung im Klemmengehäuse kann das Klemmengehäuse wahlweise mit oder ohne Schutzleiterelement ausgestattet werden, ohne dass unterschiedliche Klemmengehäuse erforderlich sind.
-
Das Schutzleiterelement weist vorzugsweise ein Federelement, insbesondere eine Federgabel mit zwei Federarmen auf, die in eine in der dritten Stromschiene ausgebildete Öffnung eingesteckt werden können. Das Federelement verläuft dabei im Wesentlichen senkrecht zur Längserstreckung des Schutzleiterelement und zur Längserstreckung einer Tragschiene, auf die die Einspeiseklemme aufgesetzt werden soll. Zusätzlich weist das Schutzleiterelement vorzugsweise noch mindestens ein Federmittel auf, das zur Befestigung des Schutzleiterelements und damit auch zur Befestigung der Einspeiseklemme auf der Tragschiene dient.
-
Vorzugsweise ist außerdem der Fußbereich des Klemmengehäuses der Einspeiseklemme so ausgebildet, dass das Klemmengehäuse mittels des Fußbereichs auf einer Tragschiene aufgerastet werden kann. Hierzu kann der Fußbereich ein oder zwei Rastfederbeine aufweisen, die zumindest einen Schenkel der Tragschiene untergreifen.
-
Zuvor ist ausgeführt worden, dass die erfindungsgemäße Einspeiseklemme mindestens zwei, vorzugsweise drei Leiteranschlussstellen aufweist. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante weisen die Leiteranschlussstellen jeweils ein Leiteranschlusselement auf. Die einzelnen Leiteranschlusselemente wirken dabei jeweils mit einer Stromschiene derart zusammen, dass mithilfe des Leiteranschlusselements das Ende eines Leiters an einen entsprechenden Abschnitt der Stromschiene, und damit an die jeweilige Stromschiene insgesamt, angeschlossen werden kann. Dabei sind unterschiedliche Arten von Leiteranschlusselementen möglich, insbesondere Schraubanschlüsse, Zugfederanschlüsse, Federkraftklemmanschlüsse, Crimpanschlüsse oder Schneidanschlüsse.
-
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die einzelnen Leiteranschlusselemente als Federkraftklemmanschluss ausgebildet, die jeweils eine Klemmfeder mit einem Klemmschenkel und einen Strombalken aufweisen, der zusammen mit dem Klemmschenkel eine Klemmstelle für einen anzuschließenden abisolierten Leiter bildet. Die Strombalken sind dabei mit der entsprechenden Stromschiene elektrisch leitend verbunden. Vorteilhafterweise sind die einzelnen Strombalken Teil der jeweiligen Stromschiene, also einstückig mit der Stromschiene ausgebildet und von dieser gegebenenfalls abgebogen oder freigestanzt und abgebogen.
-
Zum einfachen Öffnen der jeweiligen Klemmstelle kann im Klemmengehäuse jeweils ein Betätigungselement, insbesondere ein Betätigungsdrücker verschiebbar angeordnet sein. In einer ersten Position des Betätigungselements ist der Klemmschenkel der zugeordneten Klemmfeder durch das Betätigungselement entgegen seiner Federkraft ausgelenkt, so dass die Klemmstelle geöffnet ist. In einer zweiten Position des Betätigungselements ist der Klemmschenkel dagegen nicht mehr durch das Betätigungselement ausgelenkt, so dass der Klemmschenkel einen in die Klemmstelle eingeführten Leiter gegen den Strombalken drückt, wodurch das abisolierte Ende des Leiters den Strombalken kontaktiert.
-
Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn das Betätigungselement in seiner ersten Position im Klemmengehäuse verrastbar ist, so dass sich die Klemmstelle in einer geöffneten Position befindet. Bevorzugt ist dabei ein Auslöseelement derart verstellbar im Klemmengehäuse angeordnet, dass das Auslöseelement die Verrastung des Betätigungselements in seiner ersten Position aufhebt, wenn das Auslöseelement betätigt wird. Die Betätigung des Auslöseelements erfolgt dabei vorzugsweise dadurch, dass ein anzuschließender Leiter in die geöffnete Klemmstelle eingesteckt wird. Ein zusätzliches Werkzeug zum Betätigen des Auslöseelements ist dabei nicht erforderlich.
-
Ein anzuschließender Leiter kann dann einfach und nahezu ohne Kraftaufwand in die geöffnete Klemmstelle eingesteckt werden, unabhängig davon, ob es sich um einen flexiblen oder starren Leiter handelt. Ist das Ende des Leiters vollständig in die Klemmstelle eingesteckt, so wird das Auslöseelement durch das Ende des Leiters ausgelöst, wodurch die Verrastung des Betätigungselements in seiner ersten Position gelöst wird. Dies führt unmittelbar dazu, dass der Klemmschenkel nicht mehr durch das Betätigungselement entgegen seiner Federkraft ausgelenkt wird, so dass der Klemmschenkel den in die Klemmstelle eingeführten Leiter gegen den Strombalken drückt. Bei einer derart ausgebildeten Einspeiseklemme lassen sich die Leiter schnell, einfach und werkzeuglos an die Einspeiseklemme bzw. deren Leiteranschlussstellen anschließen und bei Bedarf auch wieder aus den Leiteranschlussstellen der Einspeiseklemme lösen.
-
Grundsätzlich können bei der erfindungsgemäßen Einspeiseklemme die zuvor beschriebenen möglichen Ausgestaltungen der Leiteranschlussstelle miteinander kombiniert werden. Weisen die Leiteranschlussstellen alle ein Leiteranschlusselement auf, so sind diese in der Regel alle gleich ausgebildet, also beispielsweise alle als Federkraftklemmanschluss ausgebildet, wodurch die Bedienung der Einspeiseklemme für den Monteur erleichtert wird. Die Erfindung ist jedoch nicht auf eine derartige Ausgestaltung beschränkt. Je nach Anwendungsfall können bei einer Einspeiseklemme auch unterschiedliche Arten von Leiteranschlusselementen vorgesehen sein.
-
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Leiteranschlussstellen in Längsrichtung der Einspeiseklemme hintereinander auf einer Seite des Klemmengehäuses und die Brückenschächte und die mindestens eine Trennstelle auf der anderen Seite des Klemmengehäuses angeordnet. Dadurch kann verhindert werden, dass die Brückenschächte und die mindestens eine Trennstelle durch Leiter, die an die Leiteranschlussstellen angeschlossen sind, verdeckt werden und dann nicht oder nur schwer zugänglich sind. Darüber hinaus ergibt sich dadurch auch ein übersichtliches Anschlussbild, wenn die anzuschließenden Leiter von einer Seite an die Einspeiseklemme herangeführt werden.
-
Vorteilhafterweise ist dabei ein Brückenschacht zwischen der mindestens einen Trennstelle und der benachbarten, innersten Leiteranschlussstelle angeordnet. An die Seite des Klemmengehäuses mit den Leiteranschlussstellen schließt somit zunächst ein Brückenschacht an, bevor eine Trennstelle vorgesehen ist. Ein in eine Trennstelle eingestecktes Funktionselement mit größeren Abmessungen in Längsrichtung der Einspeiseklemme, beispielsweise ein Sicherungsstecker oder ein anderer Bauelementestecker, ist dann mit einem Teil seines Gehäuses nicht oberhalb einer Leiteranschlussstelle angeordnet, wodurch das Einführen eines anzuschließenden Leiters in die Leiteranschlussstelle nicht behindert wird. Weist die Einspeiseklemme zwei Trennstellen auf, so ist der zweite Brückenschacht vorzugsweise zwischen den beiden Trennstellen angeordnet. wodurch eine Einspeiseklemme mit einer möglichst geringen Längserstreckung erreichbar ist.
-
Neben einer Einspeiseklemme betrifft die vorliegende Erfindung auch einen Reihenklemmenblock mit einer Einspeiseklemme und mit mehreren nebeneinander angeordneten Reihenklemmen gemäß Patentanspruch 11. Dabei weisen die Reihenklemmen jeweils ein Klemmengehäuse, zwei Leiteranschlussstellen, zwei Stromschienen und zwei im Klemmengehäuse ausgebildete Brückenschächte auf, wobei jeweils eine Stromschiene mit einer Leiteranschlussstelle elektrisch leitend verbunden ist. In den beiden Stromschienen der Reihenklemmen ist jeweils korrespondierend zu einem Brückenschacht eine Anschlussmöglichkeit für ein Brückenelement ausgebildet, so dass in die beiden Stromschienen der Reihenklemmen jeweils ein Kontaktabschnitt eines Brückenelements eingesteckt werden kann. Dadurch können die zwei Stromschienen der Reihenklemmen jeweils über ein Brückenelement mit einem an einer Leiteranschlussstelle der Einspeiseklemme angeschlossenen Potential verbunden werden.
-
So wie die Einspeiseklemme vorzugsweise zum Anschluss von drei Leitern vorgesehen ist und damit drei Leiteranschlussstellen aufweist, weisen auch die Reihenklemmen bevorzugt jeweils eine dritte Leiteranschlussstelle und eine dritte Stromschiene auf, wobei jeweils die dritte Leiteranschlussstelle mit der dritten Stromschiene elektrisch leitend verbunden ist. Ebenso weisen die einzelnen Reihenklemmen vorzugsweise auch jeweils einen dritten Brückenschacht auf, zu dem in der dritten Stromschiene jeweils eine korrespondiere Anschlussmöglichkeit für ein in den dritten Brückenschacht einsteckbares Brückenelement ausgebildet ist. Dadurch besteht die Möglichkeit, auch das an einer dritten Leiteranschlussstelle anliegende Potential der Einspeiseklemme über ein Brückenelement an die benachbart angeordneten Reihenklemmen bzw. deren dritten Stromschienen und damit an die dritten Leiteranschlussstellen zu verteilen.
-
Bei dem erfindungsgemäßen Reihenklemmenblock sind die einzelnen Reihenklemmen vorzugsweise als Sensor-/Aktor-Klemmen ausgebildet, die jeweils noch mindestens eine, vorzugsweise zwei weitere Leiteranschlussstelle aufweisen, die jedoch nicht über ein Brückenelement mit einem an einer Leiteranschlussstelle der Einspeiseklemme angeschlossenen Potential verbindbar sind. Über diese weiteren Leiteranschlussstellen können Signale von Sensoren oder Aktoren übertragen werden, die an die einzelnen Reihenklemmen angeschlossen sind. Die als Sensor-/Aktor-Klemmen ausgebildeten einzelnen Reihenklemmen sind dabei insbesondere zum Anschluss jeweils eines Drei- oder Vierleitersensors oder -aktors ausgebildet.
-
Bezüglich der bevorzugten Ausbildung der Leiteranschlussstellen der Reihenklemmen wird auf die obigen Ausführungen zu den Leiteranschlussstellen der Einspeiseklemme verwiesen. Auch die Leiteranschlussstellen der Reihenklemmen sind vorzugsweise als vorgespannte Federkraftklemmanschlüsse mit einer Klemmfeder und einem verschiebbar im Klemmengehäuse angeordneten Betätigungsdrücker ausgebildet, wobei der Betätigungsdrücker in seiner ersten Position verrastbar ist, so dass die Klemmstelle geöffnet ist. Dadurch kann auch an die einzelnen Reihenklemmen ein anzuschließender Leiter einfach und nahezu ohne Kraftaufwand in eine geöffnete Klemmstelle eingesteckt werden, unabhängig davon, ob es sich um einen flexiblen oder starren Leiter handelt.
-
Im Einzelnen gibt es mehrere Möglichkeiten, die erfindungsgemäße Einspeiseklemme und den Reihenklemmenblock auszugestalten und weiterzubilden. Dazu wird verwiesen auf die nachgeordneten Patentansprüche und die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele in Verbindung mit der Zeichnung. In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel einer Einspeiseklemme mit drei Trennstellen, in perspektivischer Darstellung und von der Seite,
- Fig. 2
- die Einspeiseklemme gemäß Fig. 1, von der Seite, mit einem in einer ersten Trennstelle angeordneten Trennmesser und einem in einer zweiten Trennstelle eingesteckten Sicherungsstecker,
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels eines Reihenklemmenblocks, mit einer Einspeiseklemme und drei Reihenklemme,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf den Reihenklemmenblock gemäß Fig. 3,
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Reihenklemmenblocks, mit einer Einspeiseklemme und sechs Reihenklemme,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer Reihenklemme des Reihenklemmenblocks,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Reihenklemme des Reihenklemmenblocks.
-
Die Figuren 1a und 1b zeigen eine perspektivische Darstellung sowie eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Einspeiseklemme 1 zum Anschluss von drei unterschiedlichen Potentialen. Die Einspeiseklemme 1 weist ein aus Kunststoff bestehendes Klemmengehäuse 2 auf, in dem drei Leiteranschlussstellen 31, 32, 33 zum Anschluss je eines Leiters ausgebildet sind. Die einzelnen Leiteranschlussstellen 31, 32, 33 sind jeweils mit einer Stromschiene 41, 42, 43 elektrisch leitend verbunden, so dass durch das Anschließen je eines Leiters an eine Leiteranschlussstelle 31, 32, 33 die jeweilige Stromschiene 41, 42, 43 mit dem entsprechenden Potential verbunden werden kann.
-
Im Klemmengehäuse 2 der Einspeiseklemme 1 sind außerdem zwei Brückenschächte 51, 52 ausgebildet, in die jeweils ein Brückenelement 6 eingesteckt werden kann. Außerdem sind zwei Stromschienenstücke 71, 72 im Klemmengehäuse 2 angeordnet, in denen jeweils eine zu einem Brückenschacht 51, 52 korrespondierende Anschlussmöglichkeit 8 in Form einer Öffnung für ein in den Brückenschacht 51, 52 eingestecktes Brückenelement 6 bzw. dessen Kontaktabschnitt 61 ausgebildet ist. Die beiden Stromschienenstücke 71, 72 sind dabei derart benachbart zu den beiden Stromschienen 41, 42 im Klemmengehäuse 2 angeordnet, das jeweils zwischen einem Stromschienenstücke 71, 72 und der benachbarten Stromschiene 41, 42 eine Trennstelle 91, 92 ausgebildet ist.
-
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist in keiner der beiden Trennstellen 91, 92 ein Funktionselement eingesteckt oder angeordnet, so dass die beiden Trennstellen geöffnet sind. Dadurch ist weder die erste Stromschiene 41 mit dem ersten Stromschienenstück 71 noch die zweite Stromschiene 42 mit dem zweiten Stromschienenstück 72 verbunden.
-
Durch die Ausbildung der Trennstelle 91 zwischen dem die Anschlussmöglichkeit 8 für ein Brückenelement 6 aufweisende ersten Stromschienenstück 71 und der zugeordneten ersten Stromschiene 41 ist ein in den Brückenschacht 51 eingestecktes Brückenelement 6 nicht direkt mit dem Potential verbunden, das an der mit der Stromschiene 41 elektrisch verbundenen ersten Leiteranschlussstelle 31 anliegt, sondern nur über die Trennstelle 91. Um das Potential, das an der Leiteranschlussstelle 31 anliegt, über ein Brückenelement 6 an benachbart angeordnete Reihenklemmen 21 zu verteilen, muss ein entsprechendes Funktionselement in der Trennstelle 91 angeordnet sein, über das das Stromschienenstück 71 und die Stromschiene 41 elektrisch miteinander verbunden werden.
-
Die zuvor beschriebene Erläuterung bezüglich der ersten Trennstelle 91 und des ersten Brückenschachts 51 gilt entsprechend auch für die zweite Trennstelle 92 zwischen dem zweiten Stromschienenstück 72 und der zweiten Stromschiene 42, die mit der zweiten Leiteranschlussstelle 32 elektrisch leitend verbunden ist. Auch das an der zweiten Leiteranschlussstelle 32 anliegende Potential wird nur dann über ein in den zweiten Brückenschacht 52 eingestecktes Brückenelement 6 auf benachbart angeordnete Reihenklemmen 21 verteilt, wenn in der zweiten Trennstelle 92 ein entsprechendes Funktionselement angeordnet ist.
-
Bei dem Ausführungsbeispiel der Einspeiseklemme 1 sind nicht nur drei Leiteranschlussstellen 31, 32, 33 und dazu korrespondierende drei Stromschienen 41, 42, 43 im Klemmengehäuse 2 angeordnet, sondern es ist auch noch ein dritter Brückenschacht 53 im Klemmengehäuse 2 ausgebildet. Korrespondierend zu diesem dritten Brückenschacht 53 ist in der dritten Stromschiene 43 eine Anschlussmöglichkeit 8 für ein in den Brückenschacht 53 eingestecktes Brückenelement 6 bzw. dessen Kontaktabschnitt 61 ausgebildet. Durch die Ausbildung eines dritten Brückenschachts 53 besteht die Möglichkeit, auch das an der dritten Leiteranschlussstelle 33 anliegende Potential über ein entsprechendes Brückenelement 6 an benachbart angeordnete Reihenklemmen 21 zu verteilen.
-
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die dritte Leiteranschlussstelle 33 zum Anschluss des Erdpotentials (PE-Potential) vorgesehen. Die zweite Leiteranschlussstelle 32 dient zum Anschließen des Plus-Potentials und die erste Leiteranschlussstelle 31 zum Anschluss des Minus-Potentials. Alternativ kann auch das Minus-Potential an die zweite Leiteranschlussstelle 32 und das Plus-Potential an die erste Leiteranschlussstelle 31 angeschlossen werden.
-
Bei dem in Fig 2 dargestellten Ausführungsbeispiel der Einspeiseklemme 1 ist in der ersten Trennstelle 91 ein als Sicherungsstecker ausgebildetes Funktionselement 11 eingesteckt, während in der zweiten Trennstelle 92 ein schwenkbar im Klemmengehäuse 2 angeordnetes Trennmesser als Funktionselement 10 angeordnet ist.
-
Wie aus der Darstellung der Einspeiseklemme 1 gemäß Fig. 2 ersichtlich ist, sind die drei Leiteranschlussstellen 31, 32, 33 in Längsrichtung der Einspeiseklemme 1 hintereinander auf einer Seite, vorliegend der linken Seite, des Klemmengehäuses 2 angeordnet. Die Brückenschächte 51, 52, 53 sowie die beiden Trennstellen 91, 92 sind dagegen auf der anderen Seite, vorliegend der rechten Seite des Klemmengehäuses 2 angeordnet. Durch diese Anordnung wird verhindert, dass die Brückenschächte 51, 52, 53 und die Trennstellen 91, 92 durch Leiter, die an den Leiteranschlussstellen 31, 32, 33 angeschlossen sind, verdeckt werden und dadurch nicht mehr oder nur noch schwer zugänglich sind. Durch die Anordnung des ersten Brückenschachts 51 zwischen der ersten Leiteranschlussstelle 31 und der ersten Trennstelle 91 wird außerdem erreicht, dass auch bei Einstecken eines Funktionselements 11 mit größeren Abmessungen in Längsrichtung der Einspeiseklemme 1 die Leiteranschlussstelle 31 durch das eingesteckte Funktionselement 11 nicht verdeckt wird.
-
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Einspeiseklemme 1 bzw. deren Klemmengehäuse 2 einen Fußbereich 12 auf, der so ausgebildet ist, dass das Klemmengehäuse 2 auf einer Tragschiene 13 aufgerastet werden kann. Außerdem ist in einer Ausnehmung im Fußbereich 12 des Klemmengehäuses 2 ein metallisches Schutzleiterelement 14 aufgenommen, das einerseits die Tragschiene 13 und andererseits die dritte Stromschiene 43 kontaktiert, wenn das Klemmengehäuse 2 auf der Tragschiene 13 aufgerastet ist. Über das Schutzleiterelement 14 kann somit das an der dritten Leiteranschlussstelle 33 angeschlossene Erdpotential mit der Tragschiene 13 verbunden werden.
-
Die Figuren 3 und 4 zeigen eine perspektivische Darstellung und eine Draufsicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines Reihenklemmenblocks 20 mit einer Einspeiseklemme 1 und mit mehreren, vorliegend drei nebeneinander angeordneten Reihenklemmen 21. Es ist für den Fachmann ersichtlich, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die in den Figuren dargestellte, nur beispielhafte Anzahl der Reihenklemmen 21 bei einem Reihenklemmenblock 20 beschränkt ist. Ein erfindungsgemäßer Reihenklemmenblock 20 kann somit auch weniger oder mehr Reihenklemmen 21 aufweisen, als in den Figuren 3 und 4 dargestellt ist.
-
Wie aus der perspektivischen Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Reihenklemmenblocks 20 gemäß Fig. 5 ersichtlich ist, kann die Einspeiseklemme 1 auch zwischen mehreren, vorliegend jeweils drei nebeneinander angeordneten Reihenklemmen 21 angeordnet sein. Dabei können die an der Einspeiseklemme 1 bzw. deren Leiteranschlussstellen 31, 32, 33 anliegenden Potentiale über jeweils ein Brückenelement 6 auf die an beiden Seiten der Einspeiseklemme 1 benachbart angeordneten Reihenklemmen 21 verteilt werden.
-
Die einzelnen Reihenklemmen 21 weisen jeweils ein Klemmengehäuse 22, drei Leiteranschlussstellen 23 und drei mit den Leiteranschlussstellen 23 jeweils verbundene Stromschiene 24 auf. Außerdem sind im Klemmengehäuse 22 der einzelnen Reihenklemme 21 drei Brückenschächte 25 ausgebildet, die jeweils miteinander und mit den jeweiligen Brückenschächten 51, 52, 53 der Einspeiseklemme 1 fluchten, sodass in die Brückenschächte 25 jeweils ein Brückenelement 6 eingesteckt werden kann.
-
Korrespondierend zu den einzelnen Brückenschächten 25 ist in den einzelnen Stromschienen 24 der Reihenklemmen 21 jeweils eine Anschlussmöglichkeit 26 in Form einer Öffnung ausgebildet, sodass die einzelnen Stromschienen 24 und damit auch die einzelnen Leiteranschlussstellen 23 über in die Brückenschächte 25 eingesteckte Brückenelemente 6 mit dem jeweils an einer Leiteranschlussstelle 31, 32, 33 der Einspeiseklemme 1 angeschlossenen Potential verbunden werden können. Liegen an der Einspeiseklemme 1 über die Leiteranschlussstelle 31, 32, 33 das Minus-Potential, das Plus-Potential und das Erdpotential an, so können diese drei Potentiale über in die entsprechenden Brückenschächte eingesteckte Brückenelemente 6 auf jede der benachbarten Reihenklemme 21 verteilt werden, so dass die drei Potentiale an den drei Leiteranschlussstellen 23 der einzelnen Reihenklemmen 21 abgegriffen werden können.
-
Während sich bei der Einspeiseklemme 1 die Leiteranschlussstelle 33 für das Erdpotential ganz links im Klemmengehäuse 2 befindet, befindet sich die entsprechende Leiteranschlussstelle 23 der einzelnen Reihenklemmen 21, an der über die entsprechende Stromschiene 24 ebenfalls das Erdpotential anliegt, ganz rechts im Klemmengehäuse 22 der Reihenklemmen 21. Die Verteilung des Erdpotentials von der Einspeiseklemme 1 auf die einzelnen Reihenklemmen 21 bzw. die entsprechende, zuvor genannte Leiteranschlussstelle 23 kann dabei über ein in den entsprechenden Brückenschacht 25 eingestecktes Brückenelement 6 erfolgen. Alternativ dazu kann die Verteilung des Erdpotentials auch über die Tragschiene 13 erfolgen, wenn in dem Klemmengehäuse 22 der entsprechenden Reihenklemme 21 ein Schutzleiterelement 14 angeordnet ist, wie dies aus Fig. 3 und Fig. 7 ersichtlich ist.
-
Bei den in den Figuren 6 und 7 einzeln dargestellten Reihenklemmen 21 handelt es sich um sogenannte Sensor-/Aktorklemmen, die zum Anschluss jeweils eines Sensors oder eines Aktors an eine Reihenklemme 21 ausgebildet sind. Dazu weisen die einzelnen Reihenklemmen 21 jeweils noch zwei weitere Leiteranschlussstellen 27 auf, über die Signale an Sensoren oder Aktoren, die an die einzelnen Reihenklemmen 21 angeschlossen sind, übertragen werden können. Die Leiteranschlussstellen 27 der sogenannten Signalebene sind über eine weitere Stromschiene 28 miteinander verbunden, in der eine als Öffnung ausgebildete Anschlussmöglichkeit 29 zum Einstecken eines Brückenelements 6 ausgebildet ist. Darüber ist jedoch nur eine Verbindung zu den entsprechenden Stromschienen 28 der anderen Reihenklemmen 21 möglich, während die Stromschiene 28 und damit auch die weiteren Leiteranschlussstellen 27 nicht über ein Brückenelement 6 mit einem an einer Leiteranschlussstelle 31, 32, 33 der Einspeiseklemme 1 angeschlossenen Potential verbindbar sind.
-
Sowohl bei der in den Figuren 1 und 2 dargestellten Einspeiseklemme 1 als auch bei der in Figuren 6 und 7 gezeigten Reihenklemme 21 weisen die einzelnen Leiteranschlussstellen 31, 32, 33 bzw. 23 und 27 jeweils ein Leiteranschlusselement auf, das als Federkraftklemmanschluss ausgebildet ist. Der Aufbau eines solchen Federkraftklemmanschlusses wird nachfolgend anhand der Leiteranschlusselemente 23 und 27 der Reihenklemmen 21 gemäß Fig. 6 und 7 näher erläutert. Gleichwohl ist die Erfindung nicht auf die in den Figuren dargestellte Ausführung der Leiteranschlussstellen bzw. der Leiteranschlusselemente beschränkt.
-
Im Klemmengehäuse 22 der Reihenklemmen 21 ist pro Federkraftklemmanschluss jeweils eine Klemmfeder 15 angeordnet, deren Klemmschenkel 16 zusammen mit einem Strombalken 17 eine Klemmstelle für einen anzuschließenden, abisolierten Leiter bildet. Die einzelnen Strombalken 17 der Federkraftklemmanschlüsse werden dabei jeweils von einem entsprechend abgebogenen Abschnitt der einzelnen Stromschiene 24 bzw. 28 gebildet. Die Strombalken 17 sind somit Teil der Stromschienen 24 bzw. 28.
-
Bei der in den Figuren dargestellten bevorzugten Ausgestaltung der einzelnen Leiteranschlussstellen 23, 27 ist jeweils eine besondere Art von Federkraftklemmanschluss vorgesehen, die sich dadurch auszeichnet, dass ein anzuschließender Leiter nahezu ohne Kraftaufwand in eine geöffnete Klemmstelle eingesteckt werden kann, unabhängig davon, ob es sich um einen flexiblen Leiter oder einen starren Leiter handelt. Ist das Ende des Leiters vollständig in die Klemmstelle eingesteckt, so wird die Klemmstelle automatisch geschlossen, wobei der Klemmschenkel 16 der Klemmfeder 15 den in die Klemmstelle eingeführten Leiter gegen den Strombalken 17 drückt.
-
Damit sich bei dieser Art von Federkraftklemmanschluss die Klemmfeder 15 zunächst in einem vorgespannten Zustand befindet, sodass die Klemmstelle geöffnet ist, ist jeder Klemmfeder 15 ein im Klemmengehäuse 22 verschiebbar angeordnetes Betätigungselement 18 zugeordnet. Das als Betätigungsdrücker ausgebildete Betätigungselement 18 ist dabei in seiner ersten Position im Klemmengehäuse 22 verrastbar, wobei in der ersten Position des Betätigungselements 18 der Klemmeschenkel 16 der Klemmfeder 15 entgegen seiner Federkraft ausgelenkt ist. Außerdem weist jede Leiteranschlussstelle 23, 27 ein verstellbar im Klemmengehäuse 22 angeordnetes Auslöseelement 19 auf, das die Verrastung des Betätigungselements 18 in seiner ersten Position aufhebt, wenn das Auslöseelement 19 durch Einstecken eines anzuschließenden Leiters in die geöffnete Klemmstelle betätigt ist. Das Ende des eingeführten Leiters drückt dann gegen das Auslöseelement 19, wodurch die Verrastung des Betätigungselements 18 in seiner ersten Position gelöst wird, sodass der Klemmschenkel 16 zurückfedert und den eingeführten Leiter gegen den Strombalken 17 klemmt.
-
Soll die Klemmstelle wieder geöffnet werden, um beispielsweise einen angeschlossenen Leiter aus der Reihenklemme 21 herauszuziehen, so muss das Betätigungselement 18 wieder in das Innere des Klemmengehäuses 22 eingerückt werden, wodurch der Klemmschenkel 16 ausgelenkt und dabei von dem angeschlossenen Leiter abgehoben wird. Ein angeschlossener Leiter kann so durch die Leitereinführungsöffnung an der Oberseite des Klemmengehäuse 22 herausgezogen werden. Gleichzeitig verrastet dabei das Betätigungselement 18 wieder in seiner ersten Position, wodurch die Klemmstelle erneut geöffnet ist. Zur Betätigung des Betätigungselements 18, beispielsweise mit der Spitze eines Schraubendrehers, ist im Klemmengehäuse 22 benachbart zur Leitereinführungsöffnung eine entsprechende Betätigungsöffnung ausgebildet.
Bezugszeichen
-
- 1.
- Einspeiseklemme
- 2.
- Klemmengehäuse
- 31, 32, 33.
- Leiteranschlussstelle
- 41, 42, 43.
- Stromschiene
- 51, 52, 53.
- Brückenschacht
- 6.
- Brückenelement
- 61.
- Kontaktabschnitt
- 71, 72.
- Stromschienenstück
- 8.
- Anschlussmöglichkeit (Öffnung)
- 91, 92.
- Trennstelle
- 10.
- Funktionselement (Trennmesser)
- 11.
- Funktionselement (Sicherungsstecker)
- 12.
- Fußbereich
- 13.
- Tragschiene
- 14.
- Schutzleiterelement
- 15.
- Klemmfeder
- 16.
- Klemmschenkel
- 17.
- Strombalken
- 18.
- Betätigungselement
- 19.
- Auslöseelement
- 20.
- Reihenklemmenblock
- 21.
- Reihenklemme
- 22.
- Klemmengehäuse
- 23.
- Leiteranschlussstelle
- 24.
- Stromschiene
- 25.
- Brückenschacht
- 26.
- Anschlussmöglichkeit
- 27.
- Leiteranschlussstelle (Signalebene)
- 28.
- Stromschiene
- 29.
- Anschlussmöglichkeit (Öffnung)