EP4751218A1 - Verfahren zum durchführen eines bezahlvorgangs für ein produkt in einem kraftfahrzeug, computerprogrammprodukt sowie unterstützungssystem - Google Patents
Verfahren zum durchführen eines bezahlvorgangs für ein produkt in einem kraftfahrzeug, computerprogrammprodukt sowie unterstützungssystemInfo
- Publication number
- EP4751218A1 EP4751218A1 EP25787422.2A EP25787422A EP4751218A1 EP 4751218 A1 EP4751218 A1 EP 4751218A1 EP 25787422 A EP25787422 A EP 25787422A EP 4751218 A1 EP4751218 A1 EP 4751218A1
- Authority
- EP
- European Patent Office
- Prior art keywords
- user
- payment
- product
- support system
- motor vehicle
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G06—COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
- G06Q—INFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGY [ICT] SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES; SYSTEMS OR METHODS SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G06Q20/00—Payment architectures, schemes or protocols
- G06Q20/08—Payment architectures
- G06Q20/12—Payment architectures specially adapted for electronic shopping systems
- G06Q20/123—Shopping for digital content
-
- G—PHYSICS
- G06—COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
- G06Q—INFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGY [ICT] SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES; SYSTEMS OR METHODS SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G06Q20/00—Payment architectures, schemes or protocols
- G06Q20/22—Payment schemes or models
- G06Q20/26—Debit schemes, e.g. "pay now"
-
- G—PHYSICS
- G06—COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
- G06Q—INFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGY [ICT] SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES; SYSTEMS OR METHODS SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G06Q20/00—Payment architectures, schemes or protocols
- G06Q20/30—Payment architectures, schemes or protocols characterised by the use of specific devices or networks
- G06Q20/308—Payment architectures, schemes or protocols characterised by the use of specific devices or networks using the Internet of Things
-
- G—PHYSICS
- G06—COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
- G06Q—INFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGY [ICT] SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES; SYSTEMS OR METHODS SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G06Q20/00—Payment architectures, schemes or protocols
- G06Q20/38—Payment protocols; Details thereof
- G06Q20/40—Authorisation, e.g. identification of payer or payee, verification of customer or shop credentials; Review and approval of payers, e.g. check credit lines or negative lists
- G06Q20/401—Transaction verification
-
- G—PHYSICS
- G06—COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
- G06Q—INFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGY [ICT] SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES; SYSTEMS OR METHODS SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G06Q20/00—Payment architectures, schemes or protocols
- G06Q20/38—Payment protocols; Details thereof
- G06Q20/40—Authorisation, e.g. identification of payer or payee, verification of customer or shop credentials; Review and approval of payers, e.g. check credit lines or negative lists
- G06Q20/409—Device specific authentication in transaction processing
- G06Q20/4097—Device specific authentication in transaction processing using mutual authentication between devices and transaction partners
Landscapes
- Business, Economics & Management (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Accounting & Taxation (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Strategic Management (AREA)
- General Business, Economics & Management (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Theoretical Computer Science (AREA)
- Finance (AREA)
- Computer Security & Cryptography (AREA)
- Computing Systems (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Financial Or Insurance-Related Operations Such As Payment And Settlement (AREA)
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Durchführen eines Bezahlvorgangs für ein Produkt (14) in einem Kraftfahrzeug (10), mit den Schritten: Bereitstellen eines Nutzerprofils (22) eines Nutzers (20) zum Bezahlen von Produkten (14) im Kraftfahrzeug (10) mittels einer elektronischen Recheneinrichtung (18) eines Unterstützungssystems (12), wobei für das Nutzerprofil (22) zumindest eine Identifizierungszeichenkette für ein Echtzeit-Lastschriftverfahren (24) bereitgestellt wird, und wobei mit dem Nutzerprofil (22) zumindest ein Online-Banking Zugang (26) verknüpft ist; Erfassen einer Kaufabsicht des Nutzers (28) für das Produkt (14) mittels einer Erfassungseinrichtung (16) des Unterstützungssystems (12); Herstellen einer Verbindung (30) zwischen dem Online- Banking Zugang (26) mittels einer Kommunikationseinrichtung (20) des Unterstützungssystems (12); Anzeigen einer Freigabeaufforderung (32) für einen Bezahlvorgang über den Online-Banking Zugang (26) mittels einer Anzeigeeinrichtung (34); und Durchführen des Bezahlvorgangs mittels des Echtzeit-Lastschriftverfahrens (24) durch die Freigabe des Nutzers (28) über die Anzeigeeinrichtung (34). Ferner betrifft die Erfindung ein Computerprogrammprodukt sowie ein Unterstützungssystem (12).
Description
Mercedes-Benz Group AG
Verfahren zum Durchführen eines Bezahlvorgangs für ein Produkt in einem Kraftfahrzeug, Computerprogrammprodukt sowie Unterstützungssystem
Die nachfolgende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Durchführen eines Bezahlvorgangs für ein Produkt in einem Kraftfahrzeug mittels eines Unterstützungssystems des Kraftfahrzeugs gemäß dem geltenden Patentanspruch 1. Ferner betrifft die Erfindung ein entsprechendes Computerprogrammprodukt sowie ein Unterstützungssystem.
Die Monetarisierung von Diensten ist ein strategisch wichtiges Thema für Kraftfahrzeughersteller. Dabei bildet das sogenannte Request-to-Pay-Verfahren eine etablierte Bezahlmethode für Online-Geschäfte im Allgemeinen.
Request to Pay wurde eingeführt, um bei Onlinegeschäften Empfänger-Kontodaten, Betrag und Verwendungszweck nicht mehr manuell eingeben zu müssen und so Fehler zu verringern. Ferner können Zahlungsgebühren für Käufer und letztendlich auch für den Verkäufer verringert werden durch die Nutzung des Lastschriftverfahrens. Des Weiteren kann eine Echtzeitfähigkeit der Bezahlung angeboten werden sowie eine Datensparsamkeit durch Ausschluss von Drittparteien. Ferner kann auch die Sicherheit durch weniger Prozessbeteiligte realisiert werden.
Das allgemeine Request to Pay ist auf die Bedürfnisse des typischen Onlinehandels zugeschnitten, also eines Webshops. Der Kunde muss dort somit seine Bankverbindung bei jedem Kauf manuell eintragen. Nach Auftragserteilung „jetzt kaufen“ gibt es keine Überleitung in ein sogenanntes Homebanking zur Freigabe des Auftrags. Es gibt auch keine Integration in beispielsweise ein Fahrzeuginfotainment-System. Durch diese Integration kann der Bezahlablauf für den Kunden erheblich vereinfacht werden gegenüber den etablierten Standard-Verfahren.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren, ein Computerprogrammprodukt sowie ein Unterstützungssystem zu schaffen, mittels welchen ein sichereres Verfahren
zum Bezahlen eines Produkts innerhalb des Kraftfahrzeugs sowie die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht werden kann.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren, ein Computerprogrammprodukt sowie ein Unterstützungssystem gemäß den unabhängigen Patentansprüchen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungsformen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Ein Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Durchführen eines Bezahlvorgangs für ein Produkt in einem Kraftfahrzeug mittels eines Unterstützungssystems des Kraftfahrzeugs. Es wird ein Nutzerprofil zum Bezahlen von Produkten im Kraftfahrzeug mittels einer elektronischen Recheneinrichtung des Unterstützungssystems bereitgestellt, wobei für das Nutzerprofil zumindest eine Identifizierungszeichenkette für ein Echtzeit- Lastschriftverfahren bereitgestellt wird, und wobei mit dem Nutzerprofil zumindest ein Online-Banking Zugang verknüpft ist. Es erfolgt das Erfassen einer Kaufabsicht des Nutzers für ein Produkt mittels einer Erfassungseinrichtung des Unterstützungssystems. Es wird eine Verbindung zwischen dem Online-Banking Zugang mittels einer Kommunikationseinrichtung des Unterstützungssystems hergestellt. Es wird eine Freigabeaufforderung für einen Bezahlvorgang über den Online-Banking Zugang mittels einer Anzeigeeinrichtung erhalten und angezeigt. Es wird der Bezahlvorgang mittels des Echtzeit-Lastschriftverfahrens durch die Freigabe des Nutzers über die Anzeigeeinrichtung durchgeführt.
Insbesondere kann somit ein entsprechendes Lastschriftrechnungsverfahren beziehungsweise ein sogenannter „Request to Pay“ in einem Kraftfahrzeug bereitgestellt werden, um insbesondere bequeme und sichere Zahlungen aus dem Kraftfahrzeug heraus vornehmen zu können, wobei dies insbesondere beispielsweise entsprechende Fahrzeugfunktionen betrifft. Im Stand der Technik ist es jedoch notwendig, dass der Nutzer beziehungsweise Käufer bei jeder Transaktion seine Bankdaten in beispielsweise der Form der IBAN eingeben muss. Dies ist insbesondere im Kraftfahrzeug unpraktisch und kann auch zu Sicherheitsproblemen führen, wenn beispielsweise der Nutzer ein Fahrer des Kraftfahrzeugs ist, und dieser durch das Eingeben der komplexen IBAN vom Straßenverkehr abgelenkt ist. Insbesondere kann somit der Nutzer gemäß dem Stand der Technik vom Fahrauftrag abgelenkt werden, wenn dieser beispielsweise die IBAN eingibt.
Die Erfindung schlägt somit insbesondere vor, dass die Identifizierungszeichenkette, welche beispielsweise der IBAN entspricht, mit dem persönlichen Nutzerprofil im Kraftfahrzeug gespeichert ist und im entsprechenden Profil eine Verknüpfung mit dem Online-Banking Zugang, beispielsweise über eine Applikation des Nutzers, ebenfalls hinterlegt ist.
Es ist somit ermöglicht, dass durch einen „einzigen Klick“, beispielsweise auf das Produkt selbst, der Kauf des Produkts im Wesentlichen initiiert wird und alle Daten, die für den Kauf notwendig sind, entsprechend an den Online-Banking Zugang übermittelt werden. Der Online-Banking Zugang, welcher insbesondere eine Freigabe des Nutzers erfordert, um den Kauf abzuschließen, kann dann die Freigabeaufforderung für diesen Bezahlvorgang automatisiert an beispielsweise das Kraftfahrzeug übermitteln und dann dort anzeigen, sodass der Nutzer lediglich ein zweites Mal auf die Freigabe klicken muss, um den Bezahlvorgang tatsächlich durchzuführen. Der Nutzer muss somit keine IBAN des eigenen Kontos, keinen Verwendungszweck und keinen Betrag eingeben, sondern dies wird automatisiert über das Nutzerprofil und entsprechende Produkte durchgeführt und automatisiert mit dem Online-Banking verknüpft.
Insbesondere kann somit die Integration des sogenannten Request-to-Pay-Verfahrens im Kraftfahrzeugsystem mit beispielsweise dem Backend eines Fahrzeugherstellers genutzt werden. Somit kann ein einfaches und durchgehendes Kundenerlebnis bei der Nutzung angeboten werden durch die Realisierung von Synergien mit den Steuerungs- Mechanismen eines Infotainment-Systems. Die einfache Nutzbarkeit fördert den Kaufabschluss von den digitalen Diensten und bietet insbesondere ebenfalls eine entsprechende Sicherheit, da wenig Ablenkung des Fahrers beim Kauf zu verzeichnen ist.
Als Beispiel für den Kauf kann eine digitale Vignette bereitgestellt werden, je nachdem, wo sich das Kraftfahrzeug befindet. Beispielsweise kann dann, kurz vor einem Grenzübertritt in ein Land mit Vignettenpflicht, eine entsprechende digitale Vignette angeboten werden. Der Nutzer kann dann durch die Erfassungseinrichtung die Eingabe zum Kauf der Vignette durchführen. Automatisiert wird dann eine Verknüpfung zum Online-Banking Zugang durchgeführt und der Nutzer muss lediglich durch die Bestätigung der Freigabeaufforderung den Kauf abschließen. Der Nutzer ist somit vom Straßenverkehr nicht abgelenkt, wodurch die Sicherheit im Straßenverkehr entsprechend gestiegen ist.
Bei dem Request-to-Pay (RtP)-Verfahren handelt es sich um ein elektronisches Zahlungsverfahren, bei dem der sogenannte Zahlungsempfänger (Gläubiger) eine Zahlungsaufforderung (Request) an den Zahler sendet, um die Zahlung für eine bestimmte Rechnung oder Transaktion einzufordern. Das RtP-Verfahren ermöglicht es dem Gläubiger, dem Zahler alle relevanten Informationen zur Zahlung bereitzustellen, wie beispielsweise die Höhe der Rechnung, den Fälligkeitszeitpunkt und eine eindeutige Transaktionsreferenz. Der Zahler kann dann die Zahlungsaufforderung prüfen und die Zahlung über sein bevorzugtes Zahlungsmittel, vorliegend insbesondere über das Lastschriftverfahren, durchführen. Das RtP-Verfahren bildet eine Reihe von Vorteilen gegenüber traditionellen Zahlungsverfahren. Das RtP-Verfahren ist schnell und effizient, da der Gläubiger die Zahlung direkt anfordert und der Zahler diese sofort durchführen kann. Das RtP-Verfahren bietet dem Zahler mehr Transparenz und Kontrolle über seine Zahlungen, da er alle relevanten Informationen zur Zahlung direkt von dem Gläubiger erhält und die Zahlung sofort durchführen kann. Das RtP-Verfahren kann in automatisierte Zahlungsprozesse integriert werden, um den manuellen Aufwand zu reduzieren und Fehler bei der Zahlungsabwicklung zu vermeiden. Das RtP-Verfahren bietet hohe Sicherheitsstandards und unterstützt die Einhaltung von rechtlichen Anforderungen, indem es eine lückenlose Dokumentation der Zahlungsprozesse ermöglicht. Das RtP- Verfahren wird in verschiedenen Branchen eingesetzt, wie beispielsweise im Einzelhandel, im Gesundheitswesen, in der Energieversorgung und in der Finanzdienstleistungsbranche. Es bietet dabei insbesondere einen wichtigen Bestandteil der Electronic-Bill-Presentment and Payment (EBPP)-Lösung und wird zunehmend als bevorzugtes Zahlungsverfahren für Online- und mobile Zahlungen genutzt.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform wird als Identifizierungszeichenkette eine IBAN des Nutzers bereitgestellt. Beispielsweise kann der Nutzer initial beim Kauf des Kraftfahrzeugs oder vor Antritt der Fahrt des Kraftfahrzeugs die entsprechende IBAN mit dem Nutzerprofil hinterlegen. Die IBAN bietet dabei eine eindeutige Identifizierung des Nutzers mit dem entsprechenden Konto und der entsprechenden Bank. Die IBAN ist jedoch ein sehr aufwendiges Datenformat, was insbesondere mit einem hohen Aufwand der Eingabe verbunden ist. Durch die automatische Eintragung der IBAN kann somit dem Nutzer im Wesentlichen großer Aufwand erleichtert werden, da bereits automatisiert die Kontoverknüpfung und Zahlungsinformationen bereitgestellt werden können.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltungsform sieht vor, dass die Freigabeaufforderung auf einer Anzeigeeinrichtung des Unterstützungssystems und/oder auf einer Anzeigeeinrichtung eines mobilen Endgeräts angezeigt wird. Die Freigabeaufforderung ist dabei insbesondere spezifisch für das Online-Banking. Beispielsweise kann in einer zentralen Anzeigeeinrichtung des Kraftfahrzeugs, insbesondere eines sogenannten Infotainments, dann eine Verbindung zu dem Onlinedienst der Bank erzeugt werden und die Freigabeaufforderung auf der Anzeigeeinrichtung angezeigt werden. Die Anzeigeeinrichtung kann dabei insbesondere auch als berührungsempfindliches Display ausgebildet sein, sodass diese auch als Erfassungseinrichtung fungieren kann. Somit kann beispielsweise durch einfaches Klicken auf die Freigabeaufforderung die Freigabe durch den Nutzer erfolgen. Somit ist eine Bezahlung des Produkts mit zwei einfachen Klicks ermöglicht. Alternativ kann nach der Erfassung der Eingabe an der Erfassungseinrichtung auch eine Aufforderung zur Freigabe an ein mobiles Endgerät des Nutzers, welches beispielsweise ebenfalls mit dem Nutzerprofil verknüpft ist, gesendet werden. Bei dem mobilen Endgerät handelt es sich insbesondere um ein sogenanntes Smartphone des Nutzers, welches beispielsweise über das Infotainmentsystem entsprechend mit dem Kraftfahrzeug verknüpft sein kann. Somit kann auch über das mobile Endgerät eine Freigabe entsprechend erfolgen.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform ist vorgesehen, dass der Nutzer mittels der Erfassungseinrichtung und/oder einer weiteren Erfassungseinrichtung identifiziert wird und in Abhängigkeit davon zumindest das entsprechende Nutzerprofil abgerufen wird. Beispielsweise kann die Erfassungseinrichtung in Form eines Fingerabdruckscanners ausgebildet sein und auf Basis des Fingerabdrucks den Nutzer beziehungsweise die Person eindeutig identifizieren. Es kann somit nach der Identifizierung eine Verknüpfung mit dem entsprechenden Nutzerprofil durchgeführt werden, sodass der Bezahlvorgang eindeutig dem korrekten Nutzer zugeordnet werden kann. Alternativ kann beispielsweise auch mittels einer Kamera im Kraftfahrzeug als Erfassungseinrichtung der Nutzer entsprechend identifiziert werden, sodass der Bezahlvorgang der korrekten Person zugeordnet werden kann.
Ferner hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn ein Produkt automatisiert dem Nutzer angeboten wird. Beispielsweise kann bei einem Grenzübertritt, insbesondere kurz vor dem Grenzübertritt, dem Nutzer angeboten werden eine entsprechend korrekte Vignette für das nachfolgende Land zu kaufen. Dies kann insbesondere beispielsweise in
Abhängigkeit von der aktuellen Position des Kraftfahrzeugs durchgeführt werden. Es kann beispielsweise dann ein automatisiertes Produkt auf der Anzeigeeinrichtung entsprechend angezeigt werden. Der Nutzer ist somit in Kenntnis gesetzt, dass beispielsweise in einem benachbarten Land eine Vignettenpflicht herrscht. Der Nutzer kann nun durch Bestätigen des Kaufs dieser Vignette auf einfacher Art und Weise den Bezahlvorgang durchführen, wodurch verhindert wird, dass der Nutzer nachfolgend ohne entsprechende Erlaubnis im Nachbarland fährt. Des Weiteren können auch Produkte, wie beispielsweise Dienstleistungen, beispielsweise das Bereitstellen von einer Sitzheizung, angeboten werden. Hierbei kann beispielsweise vorgesehen sein, dass eine entsprechende Außentemperatur beziehungsweise Innentemperatur des Kraftfahrzeugs gemessen wird, und je nachdem, welche Temperatur gemessen wird, eine entsprechende Komfortfunktion, beispielsweise die Sitzheizung, angeboten werden. Dies kann auch automatisiert erfolgen, sodass der Nutzer im Wesentlichen weniger abgelenkt ist und sich somit auf den Fahrauftrag besser konzentrieren kann.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform ist vorgesehen, dass nach dem Durchführen des Bezahlvorgangs ein Bestätigungssignal der Bezahlung erzeugt wird und in Abhängigkeit davon eine Freigabe des Produkts durchgeführt wird. Das Bestätigungssignal kann beispielsweise an den Anbieter des Produkts erfolgen. Sollte es sich dabei insbesondere um ein digitales Produkt handeln, so kann danach sofort die Freigabe erfolgen. Insbesondere bei zeitkritischen Produkten, beispielsweise beim Kauf der Vignette oder beim Kauf von Komfortfunktionen im Kraftfahrzeug kann somit innerhalb kürzester Zeit das Produkt bezahlt und bereitgestellt werden. Dies erhöht die Sicherheit sowie den Komfort für den Nutzer.
Es hat sich weiterhin als vorteilhaft erwiesen, wenn in Abhängigkeit von dem Nutzerprofil und in Abhängigkeit von dem Produkt ein Verwendungszweck generiert wird und beim Durchführen des Bezahlvorgangs der erzeugte Verwendungszweck mit angegeben wird. Somit muss der Nutzer auch keinen Verwendungszweck angeben und dieser wird automatisiert mit beim Bezahlvorgang erzeugt und beim Lastschriftverfahren angegeben. Somit kann auf einfache Art und Weise und mit lediglich wenigen Betätigungen des Nutzers ein entsprechender Bezahlvorgang für das Produkt realisiert werden.
Ebenfalls vorteilhaft ist, wenn in Abhängigkeit von dem Produkt ein Bezahlbetrag generiert wird und beim Durchführen des Bezahlvorgangs der erzeugte Bezahlbetrag verwendet
wird. Somit muss der Nutzer auch keinen Bezahlbetrag angeben und dieser wird automatisiert mit beim Bezahlvorgang erzeugt und beim Lastschriftverfahren angegeben. Somit kann auf einfache Art und Weise und mit lediglich wenigen Betätigungen des Nutzers ein entsprechender Bezahlvorgang für das Produkt realisiert werden.
Bei dem vorgestellten Verfahren handelt es sich insbesondere um ein computerimplementiertes Verfahren. Daher betrifft ein weiterer Aspekt der Erfindung auch ein Computerprogrammprodukt mit Programmcodemitteln, welche eine elektronische Recheneinrichtung dazu veranlassen, wenn die Programmcodemittel von der elektronischen Recheneinrichtung abgearbeitet werden, ein Verfahren nach dem vorhergehenden Aspekt durchzuführen.
Weiterhin betrifft die Erfindung auch ein computerlesbares Speichermedium mit zumindest dem Computerprogrammprodukt nach dem vorhergehenden Aspekt.
Ein nochmals weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Unterstützungssystem zum Durchführen eines Bezahlvorgangs für ein Produkt in einem Kraftfahrzeug, mit zumindest einer Erfassungseinrichtung, einer Kommunikationseinrichtung und einer elektronischen Recheneinrichtung, wobei das Unterstützungssystem zum Durchführen eines Verfahrens nach dem vorhergehenden Aspekt ausgebildet ist. Insbesondere wird das Verfahren mittels des Unterstützungssystems durchgeführt.
Weiterhin betrifft die Erfindung auch ein Kraftfahrzeug mit einem Unterstützungssystem nach dem vorhergehenden Aspekt. Das Kraftfahrzeug kann dabei sowohl teilweise elektrisch als auch vollelektrisch ausgebildet sein. Ferner kann das Kraftfahrzeug sowohl teilweise assistiert als auch vollassistiert ausgebildet sein.
Vorteilhafte Ausgestaltungsformen des Verfahrens sind als vorteilhafte Ausgestaltungsformen des Computerprogrammprodukts, des computerlesbaren Speichermediums, des Unterstützungssystems sowie des Kraftfahrzeugs anzusehen. Das Unterstützungssystem sowie das Kraftfahrzeug weisen hierzu gegenständliche Merkmale auf, um entsprechende Verfahrensschritte durchführen zu können.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der
Zeichnungen. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Dabei zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform eines Kraftfahrzeugs mit einer Ausführungsform eines Unterstützungssystems;
Fig. 2 ein schematisches Ablaufdiagramm gemäß einer Ausführungsform eines Teils eines erfindungsgemäßen Verfahrens; und
Fig. 3 ein weiteres schematisches Ablaufdiagramm eines weiteren Teils des Verfahrens.
In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform eines Kraftfahrzeugs 10. Das Kraftfahrzeug 10 weist zumindest ein Unterstützungssystem 12 auf. Das Unterstützungssystem 12 ist zum Durchführen eines Bezahlvorgangs für ein Produkt 14 in dem Kraftfahrzeug 10 ausgebildet. Das Unterstützungssystem 12 weist hierzu zumindest eine Erfassungseinrichtung 16, eine elektronische Recheneinrichtung 18 sowie eine Kommunikationseinrichtung 20 auf.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren ist insbesondere vorgesehen, dass ein Nutzerprofil 22 zum Bezahlen von Produkten 14 im Kraftfahrzeug 10 mittels der elektronischen Recheneinrichtung 18 bereitgestellt wird, wobei für das Nutzerprofil 22 zumindest eine Identifizierungszeichenkette für ein Echtzeit-Lastschriftverfahren 24 bereitgestellt wird, und wobei mit dem Nutzerprofil 22 zumindest ein Online-Banking Zugang 26 verknüpft ist. Es wird eine Kaufabsicht eines Nutzers 28 für das Produkt 14 mittels der Erfassungseinrichtung 16 erfasst. Es erfolgt das Herstellen einer Verbindung 30 zwischen
dem Online-Banking Zugang 26 mittels der Kommunikationseinrichtung 20. Es wird dann eine Freigabeaufforderung 32 an die elektronische Recheneinrichtung 18 übermittelt. Die Freigabeaufforderung 32 wird für den Bezahlvorgang über den Online-Banking Zugang 26 mittels einer Anzeigeeinrichtung 34, im vorliegenden Ausführungsbeispiel insbesondere als Teil des Unterstützungssystems 12, angezeigt. Es erfolgt dann das Durchführen des Bezahlvorgangs mittels des Echtzeit-Lastschriftverfahrens 24 durch die Freigabe des Nutzers 28 über die Anzeigeeinrichtung 34.
Alternativ zur Anzeigeeinrichtung 34 im Kraftfahrzeug 10 kann beispielsweise auch die Anzeigeeinrichtung eines mobilen Endgeräts des Nutzers 28 genutzt werden.
Als Identifizierungszeichenkette kann insbesondere eine IBAN des Nutzers 28 bereitgestellt werden.
Ferner kann vorgesehen sein, dass der Nutzer 28 mittels der Erfassungseinrichtung 16 und/oder einer weiteren Erfassungseinrichtung identifiziert wird und in Abhängigkeit davon das entsprechende Nutzerprofil 22 abgerufen wird.
Ferner kann ein Produkt automatisiert dem Nutzer 28 angeboten werden. Hierzu kann beispielsweise in Abhängigkeit von einer aktuellen Position des Kraftfahrzeugs 10 das Produkt automatisiert angeboten werden.
Weiterhin kann vorgesehen sein, dass nach dem Durchführen des Bezahlvorgangs ein Bestätigungssignal der Bezahlung erzeugt wird und in Abhängigkeit davon eine Freigabe des Produkts 14 durchgeführt wird.
Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass in Abhängigkeit von dem Nutzerprofil 22 und in Abhängigkeit von dem Produkt 14 ein Verwendungszweck generiert wird und beim Durchführen des Bezahlvorgangs der erzeugte Verwendungszweck mit angegeben wird. Ferner kann in Abhängigkeit von dem Produkt 14 ein Bezahlbetrag generiert werden und beim Durchführen des Bezahlvorgangs der erzeugte Bezahlbetrag verwendet werden.
Fig. 2 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens. Insbesondere zeigt die Fig. 2 das sogenannte Setup beziehungsweise die einmalige Einrichtung zum Durchführen des entsprechenden Bezahlvorgangs. In einem
ersten Schritt S1 ruft der Nutzer 28 sein persönliches Nutzerprofil 22 oder auch ein entsprechendes Fahrzeugprofil auf. Weiterhin kann, sollte der Aufruf nicht passiert sein, im Falle eines Produktangebots, dem Nutzer 28 proaktiv dieser Schritt angeboten werden. Weiterhin kann im Rahmen der Konfiguration des Kraftfahrzeugs 10 dieser Schritt zum Teil des Inbetriebnahmeablaufs gemacht werden.
In einem zweiten Schritt S2 fügt der Nutzer 28 dem gewählten Nutzerprofil 22 die zur Abrechnung der entsprechenden Dienste dienende IBAN hinzu. Sollte beispielsweise ein Alias-Name zur Bezahlung standardisiert werden, kann alternativ hier auch der Alias- Name zur Bezahlung verwendet werden. Das entsprechende Profil, je nachdem, wie man eingeloggt ist, entweder über das Fahrzeugkonto oder über ein persönliches Konto, wird mit der IBAN beziehungsweise mit dem Alias-Namen ergänzt. Im Weiteren wird IBAN und Alias-Namen äquivalent betrachtet und nur noch die IBAN erwähnt. Spätestens bei der Ausführung des Bezahlvorgangs wird der Alias-Name wieder auf die IBAN zurückgeführt.
In einem dritten Schritt S3 fügt der Nutzer 28 dem gewählten Nutzerprofil 22 eine Verknüpfung zu seinem Online-Banking Zugang 26 hinzu. Diese kann ein Link auf eine Applikation auf einem mobilen Endgerät sein, dies kann eine URL zur mobilen Webseite des Online-Banking Zugangs 26 des Nutzers 28 sein. Im Falle einer URL kann der Nutzer 28 angeben, ob die URL im Fahrzeugbrowser oder auf dem mobilen Endgerät aufgerufen werden soll. Alternativ kann aus der Kunden-IBAN mittels einer im Infotainment oder im Backend vorgehaltenen Tabelle oder mittels Online-Abfrage bei der Online-Bank oder bei einer Bankdatenbank aus dem die Bank referenzierenden Teil der IBAN, insbesondere die ehemalige Bankleitzahl, die URL der mobilen Bankinganwendung der Bank automatisch ermittelt werden. Alternativ kann der Kunde die URL selbst durch Auswahl seiner Bank aus einer Bankenliste, die im Infotainmentsystem dargestellt wird, selbst ermitteln. Das entsprechende Nutzerprofil 22 wird mit der Verknüpfung zu seinem Online- Banking Zugang 26 ergänzt.
In einem vierten Schritt S4 wird das Abbild des Nutzerprofils 22 im Backend geupdated beziehungsweise ergänzt um die Datenpunkte aus den Schritten S2 und S3. Im fünften Schritt S5 liegt nun die IBAN des Bankkontos des Nutzers 28 vor.
Fig. 3 zeigt wiederum ein schematisches Ablaufdiagramm eines entsprechenden Kaufs beziehungsweise eines entsprechenden Bezahlvorgangs für das Produkt 14. In einem
sechsten Schritt S6 wird im Kraftfahrzeug 10 das digitale Produkt 14 angeboten, zum Beispiel die Buchung einer Vignette bei Annäherung an eine entsprechende Grenze. Oder zum Beispiel die Aktivierung der Sitzheizung bei großer Kälte. Es kann aber auch eine externe Dienstleistung sein, die mittels des Bezahlvorgangs über das Kraftfahrzeug 10 bezahlt wird, zum Beispiel ein Tankvorgang über eine entsprechende Applikation.
In einem siebten Schritt S7 wird das Produkt 14 mit einem sogenannten UID (einem eindeutigen Identifyer, zum Beispiel einer hinreichend langen Zufallszahl) als Referenz versehen. Diese Referenz wird in allen folgenden automatischen Datentransfers für den Nutzer 28 nicht sichtbar im Hintergrund immer mitversandt, um Produktangebot, Kauf, Bezahlung und Produktfreischaltung miteinander verbinden zu können.
In einem achten Schritt S8 wird das Angebot mit dem Preis, die UID, einem menschenlesbaren Verwendungszweck, insbesondere zur Anzeige im Banking und für den Kontoauszug, und den entsprechenden AGBs dem Nutzer 28 auf der Anzeigeeinrichtung 34 oder alternativ auf einer entsprechenden Applikation unterbreitet.
In einem neunten Schritt S9 wird das Angebot mittels RtP-Mechanismen auch so gestaltet, dass beispielsweise ein kostenloser Probezeitraum eingeräumt wird. Wenn man während des Probezeitraums den Vertrag widerruft, findet keine Zahlung statt und das zur Probe freigeschaltete digitale Produkt 14 steht danach nicht mehr zur Verfügung. Ohne Widerruf wird die Zahlung am Ende des Probezeitraums automatisch ausgelöst.
In einem zehnten Schritt S10 kann der Nutzer 28 die RtP-Bezahloption auswählen und muss nur noch bestätigen, insbesondere als Einzelklick. Das ist insbesondere während der Fahrt erheblich einfacher und weniger ablenkend als die Eingabe der entsprechenden IBAN.
In einem elften Schritt S11 übermittelt beispielsweise das Infotainmentsystem den Produktkauf mit Preis und UID und einem menschenlesbaren Verwendungszweck an das Backend.
In einem zwölften Schritt S12 komplettiert das Backend die zur Zahlungsabwicklung notwendigen Daten mit einerseits der dem aktuellen Profil zugeordneten Kunden-IBAN und andererseits der Verknüpfung mit der Homebanking-Anwendung. Beides kann je
nachdem, wie der Nutzer 28 sich angemeldet hat, entweder aus seinem persönlichen Nutzerprofil 22 stammend oder auch aus einem allgemeinen Fahrzeugprofil.
In einem dreizehnten Schritt S13 übermittelt das Backend dann, gegebenenfalls über einen Zahlungsvermittler oder eben direkt, an die entsprechende Bank, die das Herstellerkonto betreibt, die UID und den Zahlbetrag und den Verwendungszweck und die Kunden-IBAN zur Auslösung der Zahlungsaufforderung. In einem vierzehnten Schritt S14 prozessiert die Bank des Herstellers die Zahlung und sendet die Zahlungsanforderung an die Bank des Kunden weiter zusammen mit der UID und einem menschenlesbaren Verwendungszweck. In einem fünfzehnten Schritt S15 stellt die Kundenbank die RtP- Anforderung über die Homebanking-Anwendung dem Kunden zur Verfügung.
In einem sechzehnten Schritt S16, insbesondere parallel zu den Schritten aus S14 und S15, wird das Backend, gegebenenfalls unter Anwendung einer Verzögerungszeit, zusammen mit dem Link zur Homebankingapplikation an das Fahrzeuginfotainment übergeben. Je nach Art des Links (URL für Headunit-Browser, URL für Handybrowser, App-Link für Handy-Homebanking-App) wird entweder der Headunit-Browser mit der Homebanking-Website gestartet oder die Anforderung vom Backend wird an die mobile Einrichtung des Nutzers 28 weitergeleitet oder die Homebanking-App wird auf der mobilen Einrichtung gestartet und/oder im Kundenhandy-Browser das Homebanking gestartet.
In einem siebzehnten Schritt S17 gibt der Nutzer 28 in seinem Homebanking wiederum mit einem einzigen Klick die Zahlung gegenüber seiner Kundenbank frei.
In einem achtzehnten Schritt S18 führt die Bank entsprechend die Zahlung an die Herstellerbank aus und übermittelt die UID und den Verwendungszweck.
In einem neunzehnten Schritt S19 bestätigt die Herstellerbank die Zahlung, gegebenenfalls über einen Zahlungsvermittler, an das Herstellerbackend und überträgt die UID und den Verwendungszweck.
In einem zwanzigsten Schritt S20 wird der vollzogene Kauf vom Backend an das Kraftfahrzeug 10 kommuniziert, von der UID wird auf das gekaufte Produkt 14 geschlossen und das digitale Produkt 14 wird freigeschaltet. Im Fall eines Kaufs einer
externen Dienstleistung wird die Zahlung an den externen Dienstleister weitergeleitet und die erfolgreiche Bezahlung dem Kunden angezeigt.
In einem einundzwanzigsten Schritt S21 kann im Fall eines Probeangebots und im Falle des Widerrufs innerhalb der Probezeit das digitale Produkt 14 wieder der Nutzung entzogen werden.
In einem zweiundzwanzigsten Schritt S22 kann die Bezahlhistorie mit Betrag und Verwendungszweck im Infotainmentsystem und/oder auf einer Applikation des Nutzers 28 angezeigt werden.
Claims
1. Verfahren zum Durchführen eines Bezahlvorgangs für ein Produkt (14) in einem Kraftfahrzeug (10) mittels eines Unterstützungssystems (12) des Kraftfahrzeugs (10), mit den Schritten:
- Bereitstellen eines Nutzerprofils (22) eines Nutzers (20) zum Bezahlen von Produkten (14) im Kraftfahrzeug (10) mittels einer elektronischen Recheneinrichtung (18) des Unterstützungssystems (12), wobei für das Nutzerprofil (22) zumindest eine Identifizierungszeichenkette für ein Echtzeit-Lastschriftverfahren (24) bereitgestellt wird, und wobei mit dem Nutzerprofil (22) zumindest ein Online-Banking Zugang (26) verknüpft ist;
- Erfassen einer Kaufabsicht des Nutzers (28) für das Produkt (14) mittels einer Erfassungseinrichtung (16) des Unterstützungssystems (12);
- Herstellen einer Verbindung (30) zwischen dem Online-Banking Zugang (26) mittels einer Kommunikationseinrichtung (20) des Unterstützungssystems (12);
- Anzeigen einer Freigabeaufforderung (32) für einen Bezahlvorgang über den Online-Banking Zugang (26) mittels einer Anzeigeeinrichtung (34); und
- Durchführen des Bezahlvorgangs mittels des Echtzeit-Lastschriftverfahrens (24) durch die Freigabe des Nutzers (28) über die Anzeigeeinrichtung (34).
2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass als Identifizierungszeichenkette eine IBAN des Nutzers bereitgestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Freigabeaufforderung (32) auf einer Anzeigeeinrichtung (34) des Unterstützungssystems (12) und/oder auf einer Anzeigeeinrichtung (34) eines mobilen Endgeräts des Nutzers (28) angezeigt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Nutzer (28) mittels der Erfassungseinrichtung (16) und/oder einer weiteren Erfassungseinrichtung identifiziert wird und in Abhängigkeit davon zumindest das entsprechende Nutzerprofil (22) abgerufen wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Produkt (14) automatisiert dem Nutzer (28) angeboten wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Durchführen des Bezahlvorgangs ein Bestätigungssignal der Bezahlung erzeugt wird und in Abhängigkeit davon eine Freigabe des Produkts (14) durchgeführt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von dem Nutzerprofil (22) und in Abhängigkeit von dem Produkt (14) ein Verwendungszweck generiert wird und beim Durchführen des Bezahlvorgangs der erzeugte Verwendungszweck mit angegeben wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von dem Produkt (14) ein Bezahlbetrag generiert wird und beim Durchführen des Bezahlvorgangs der erzeugte Bezahlbetrag verwendet wird.
9. Computerprogrammprodukt mit Programmcodemitteln, welche eine elektronische Recheneinrichtung (18) dazu veranlassen, wenn die Programmcodemittel von der elektronischen Recheneinrichtung (18) abgearbeitet werden, ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8 durchzuführen.
10. Unterstützungssystem (12) zum Durchführen eines Bezahlvorgangs für ein Produkt (14) in einem Kraftfahrzeug (10), mit zumindest einer Erfassungseinrichtung (16),
einer Kommunikationseinrichtung (20) und einer elektronischen Recheneinrichtung (18), wobei das Unterstützungssystem (12) zum Durchführen eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8 ausgebildet ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE102024003388.2A DE102024003388A1 (de) | 2024-10-17 | 2024-10-17 | Verfahren zum Durchführen eines Bezahlvorgangs für ein Produkt in einem Kraftfahrzeug, Computerprogrammprodukt sowie Unterstützungssystem |
| PCT/EP2025/078684 WO2026082478A1 (de) | 2024-10-17 | 2025-10-06 | Verfahren zum durchführen eines bezahlvorgangs für ein produkt in einem kraftfahrzeug, computerprogrammprodukt sowie unterstützungssystem |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| EP4751218A1 true EP4751218A1 (de) | 2026-06-03 |
Family
ID=97352125
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| EP25787422.2A Pending EP4751218A1 (de) | 2024-10-17 | 2025-10-06 | Verfahren zum durchführen eines bezahlvorgangs für ein produkt in einem kraftfahrzeug, computerprogrammprodukt sowie unterstützungssystem |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP4751218A1 (de) |
| DE (1) | DE102024003388A1 (de) |
| WO (1) | WO2026082478A1 (de) |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US10896417B2 (en) * | 2016-04-06 | 2021-01-19 | Ford Global Technologies, Llc | Wireless payment transactions in a vehicle environment |
| DE102016209380B4 (de) * | 2016-05-31 | 2026-07-23 | Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft | Verfahren und system zum automatischen durchführen von zahlungsvorgängen in einem fahrzeug |
| US11645643B2 (en) * | 2020-09-29 | 2023-05-09 | Bank Of America Corporation | System for harnessing a connected network to securely verify a transaction |
| DE102022002454B4 (de) * | 2022-07-05 | 2024-02-01 | Mercedes-Benz Group AG | Verfahren zur Registrierung eines Steuergerätes eines Fahrzeugs bei einer Diensteinfrastruktur |
-
2024
- 2024-10-17 DE DE102024003388.2A patent/DE102024003388A1/de active Pending
-
2025
- 2025-10-06 WO PCT/EP2025/078684 patent/WO2026082478A1/de active Pending
- 2025-10-06 EP EP25787422.2A patent/EP4751218A1/de active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| WO2026082478A1 (de) | 2026-04-23 |
| DE102024003388A1 (de) | 2026-04-23 |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| STAA | Information on the status of an ep patent application or granted ep patent |
Free format text: STATUS: UNKNOWN |
|
| STAA | Information on the status of an ep patent application or granted ep patent |
Free format text: STATUS: THE INTERNATIONAL PUBLICATION HAS BEEN MADE |
|
| PUAI | Public reference made under article 153(3) epc to a published international application that has entered the european phase |
Free format text: ORIGINAL CODE: 0009012 |
|
| STAA | Information on the status of an ep patent application or granted ep patent |
Free format text: STATUS: REQUEST FOR EXAMINATION WAS MADE |
|
| 17P | Request for examination filed |
Effective date: 20260225 |
|
| AK | Designated contracting states |
Kind code of ref document: A1 Designated state(s): AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC ME MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |