EP4749068A1 - Vorrichtung zur schliessfolgeregelung für eine zweiflügelige drehtür - Google Patents

Vorrichtung zur schliessfolgeregelung für eine zweiflügelige drehtür

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EP4749068A1
EP4749068A1 EP25215210.3A EP25215210A EP4749068A1 EP 4749068 A1 EP4749068 A1 EP 4749068A1 EP 25215210 A EP25215210 A EP 25215210A EP 4749068 A1 EP4749068 A1 EP 4749068A1
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EP
European Patent Office
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leaf
lever
rocker arm
door
fixed
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Application number
EP25215210.3A
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English (en)
French (fr)
Inventor
Dietmar Seitz
Benjamin Wörner
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Geze GmbH
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Geze GmbH
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Abstract

Es wird eine Vorrichtung zur Schließfolgeregelung für eine zweiflügelige Drehtür (1) beschrieben, mit einem Gangflügel (2) und einem Standflügel (4), wobei jeder Türflügel (2, 4) mit einem Türantrieb (10, 90) versehen ist, wobei die Vorrichtung zumindest den standflügelseitigen Türantrieb (10) umfasst, wobei der standflügelseitige Türantrieb (10)
- eine Motor-Getriebe-Einheit mit einem Motor (12) und einem Getriebe (14) zum Antrieb einer Abtriebswelle (16),
- einen als Druckfeder ausgestalteten Energiespeicher (18), der dem Motor (12) über die Abtriebswelle (16) hinweg gegenüberliegend angeordnet ist und mit der Antriebswelle (16) wirkverbunden ist, und
- eine Auslöseeinrichtung (20) zum Auslösen einer Halteeinrichtung (40) des gangflügelseitigen Türantriebs (90) über eine Übertragungseinrichtung (30) aufweist, wobei die Auslöseeinrichtung (20) als Schwinge (200) mit fixer Drehachse (205) ausgestaltet ist, wobei die Schwinge (200) dazu eingerichtet ist, durch eine Bewegung des Energiespeichers (18) um ihre Drehachse (205) gedreht zu werden und damit eine lineare Bewegung der Übertragungseinrichtung (30) zu bewirken.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Schließfolgeregelung für eine zweiflügelige Drehtür.
  • Vorrichtungen zur Schließfolgeregelung für eine zweiflügelige Drehtür sind im Stand der Technik grundsätzlich bekannt. Oftmals ist hierbei vorgesehen, dass die zweiflügelige Tür einen Gangflügel sowie einen Standflügel aufweist, wobei der Standflügel im normalen Betrieb der Tür geschlossen bleiben kann oder sich wie der Gangflügel öffnet. Derartige zweiflügelige Türen können insbesondere mit einem Antriebssystem ausgestattet sein, wobei jedem der Türflügel ein Antrieb des Antriebssystems zugeordnet ist. Da für ein vollständiges Schließen der Tür erforderlich ist, dass der Standflügel seinen Schließvorgang vor dem Gangflügel beendet, sind Antriebssysteme für zweiflügelige Türen zumeist mit einer mechanischen Schließfolgeregelung ausgestattet. Elementar wichtig ist dies beispielsweise bei Brandschutztüren um eine sichere Funktion, insbesondere im Brandfall eine vollständige und insofern folgerichtige Schließung beider Türflügel, sicherzustellen.
  • Insbesondere benötigen auch zweiflügelige (voll-)automatische Drehtürantriebssysteme mit Feuer- und Rauchschutzanforderung eine mechanische Schließfolgeregelung. Diese soll während eines stromlosen Schließvorgangs dafür sorgen, dass das folgerichtige Schließen beider Türflügel ermöglicht wird.
  • Bekannte mechanische Schließfolgeregelungen bestehen im Allgemeinen aus drei Komponenten: einer Auslöseeinrichtung am Standflügel, einer Halteeinrichtung (oftmals auch Sperreinrichtung genannt) am Gangflügel sowie einer Übertragungseinrichtung, welche Gang- und Standflügel mechanisch miteinander verbindet.
  • Die Auslöseeinrichtung ist dazu eingerichtet beim Schließvorgang eine Position des Standflügels zu ermitteln, ab welcher die Halteeinrichtung am Gangflügel geöffnet werden kann, sodass das folgerichtige Schließen beider Türflügel gewährleistet ist. Die Auslöseeinrichtung ist im Allgemeinen so konzipiert, dass sie die Position des Standflügels über die Drehposition der Abtriebswelle am standflügelseitigen Türantrieb ermittelt. Da Drehtürantriebe allerdings in unterschiedlichen Montagearten (bspw. Türblattmontage oder Kopfmontage bzw. bandseitige Montage oder bandgegenseitige Montage) montiert werden können, kann sich die Drehrichtung der Abtriebswelle je nach Montagart im Hinblick auf die Öffnung- und Schließbewegung ändern.
  • Um diesem Effekt entgegenzuwirken wird die Übertragungseinrichtung üblicherweise mit einer Richtungsumkehr ausgestattet, damit die Halteeinrichtung wie gewünscht angesteuert, d.h. (aus)gelöst, werden kann. Dies verursacht allerdings zusätzliche Kosten und ist mit einem hohen Montageaufwand verbunden. Alternativ besteht die Möglichkeit für jede einzelne Montageart eine Anleitung vorzusehen, die genau vorschreibt, wie der Türantrieb am Türblatt oder Türrahmen anzubringen ist.
  • Die EP 1 870 553 A2 betrifft eine Vorrichtung zur Schließfolgeregelung für zweiflügelige Drehtüren, mit einem unterschlagenden Standflügel und einem überschlagenden Gangflügel, und mit Türantrieben zum motorischen Öffnen der Türflügel, wobei jeder Türantrieb eine Abtriebswelle aufweist, an der ein Gleitarm oder ein Gestänge zum Verschwenken der Türflügel drehfest angeordnet ist, und wobei die Abtriebswelle mit einer Federanordnung zum Schließen der Türflügel zusammenwirkt. Weiterhin mit einer Blockiereinrichtung für den Gangflügel, die in Abhängigkeit von der Stellung des Standflügels steuerbar ist, und mit einem Übertragungsglied, das mit einem Ende mit der Blockiereinrichtung und mit seinem anderen Ende mit einem vom standflügelseitigen Türantrieb in Abhängigkeit von der Stellung des Standflügels betätigten Auslöseelement zusammenwirkt, wobei die Blockiereinrichtung zentrisch auf der Motorwelle des gangflügelseitigen Türantriebs angeordnet ist und als Trommelbremse ausgebildet ist. Das im Getriebe des standflügelseitigen Türantriebs angeordnete Auslöseelement ist auf der Abtriebswelle drehbar angeordnet und wirkt mit einer Wickelscheibe zusammen, die drehfest auf der Abtriebswelle angeordnet ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Schließfolgeregelung zu schaffen, bei welchem die Nachteile des Standes der Technik überwunden werden. Insbesondere soll eine Vorrichtung geschaffen werden, bei der die Schließfolgeregelung ohne Rücksicht auf die Montageart korrekt funktioniert und bei der auf zusätzliche Komponenten, beispielsweise zur Richtungsumkehr der Übertragungseinrichtung, verzichtet werden kann.
  • Voranstehende Aufgabe wird durch die Patentansprüche gelöst. Insbesondere wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Weitere Merkmale und Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung sowie der erfindungsgemäßen zweiflügeligen Tür ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen.
  • Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe gelöst durch eine Vorrichtung zur Schließfolgeregelung für eine zweiflügelige Drehtür, mit einem Gangflügel und einem Standflügel, wobei jeder Türflügel mit einem Türantrieb versehen ist, wobei die Vorrichtung zumindest den standflügelseitigen Türantrieb umfasst. Der standflügelseitige Türantrieb weist eine Motor-Getriebe-Einheit mit einem Motor und einem Getriebe zum Antrieb einer Abtriebswelle, einen als Druckfeder ausgestalteten Energiespeicher, der dem Motor über die Abtriebswelle hinweg gegenüberliegend angeordnet ist und mit der Antriebswelle wirkverbunden ist, und eine Auslöseeinrichtung zum Auslösen einer Halteeinrichtung des gangflügelseitigen Türantriebs über ein Übertragungselement auf (sodass bei betätigter Auslöseeinrichtung die Halteeinrichtung zum Schließen des Gangflügels über die Übertragungseinrichtung freigegeben werden kann). Die Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Auslöseeinrichtung als Schwinge mit fixer Drehachse ausgestaltet ist, wobei die Schwinge dazu eingerichtet ist, durch eine, insbesondere lineare, Bewegung des Energiespeichers um ihre Drehachse gedreht zu werden und damit eine, insbesondere lineare, Bewegung des Übertragungselements zu bewirken.
  • Grundlage der Erfindung ist also eine Bestimmung der Auslöseposition (des Auslöseelements) über eine im Wesentlichen lineare Bewegung im Türantrieb und nicht über eine rotatorische Bewegung, insbesondere eine rotatorische Bewegung der Abtriebswelle des standflügelseitigen Türantriebs. Vorteilhaft an der Bewegung des Energiespeichers ist, dass dessen Bewegung für alle Montagearten gleich ist - im Gegensatz zur rotatorischen Bewegung der Abtriebswelle. Erfindungsgemäß kommen daher insbesondere Komponenten des Türantriebs in Betracht, die eine lineare Bewegung ausführen, mithin insbesondere der Energiespeicher und damit (fest) verbundene Komponenten, die mit dem Energiespeicher derart gekoppelt sind, dass sie bei einer linearen Bewegung des Energiespeichers ebenfalls eine lineare Bewegung ausführen.
  • Insofern löst die vorliegende Erfindung insbesondere das Problem bzgl. einer zusätzlichen Richtungsumkehr für die Übertragungseinrichtung bei bestimmten Montagearten. Sie ermöglicht eine - in allen Montagearten - identische Montage der mechanischen Schließfolgeregelung ohne zusätzliche Komponenten.
  • Der standflügelseitige Türantrieb ist direkt am Türrahmen über dem Türblatt (entsprechend einer Kopfmontage), bevorzugt in einer bandgegenseitigen Montage, alternativ auch in einer bandseitigen Montage, anbringbar.
  • Die Auslöseeinrichtung ist zum Erkennen einer Öffnung des Standflügels, insbesondere einer Öffnung die einen vorgesehenen beziehungsweise entsprechend eingestellten und im Folgenden mit Auslösewinkel bezeichneten Öffnungswinkel, überschreitet, als Teil der Vorrichtung vorgesehen und für diese Funktionalität zum Zusammenwirken mit dem standflügelseitigen Türantrieb ausgebildet. Die durch die Auslöseeinrichtung erzeugte Auslösung wird über eine Übertragungseinrichtung an eine Halteeinrichtung weitergeleitet.
  • Die Übertragungseinrichtung kann dazu beispielsweise als eine Schubstange und/oder ein Bowdenzug ausgestaltet sein. Prinzipiell ist aber auch denkbar, dass die Übertragungseinrichtung dazu eingerichtet ist die von der Auslöseeinrichtung bereitgestellte Auslöseinformation hydraulisch, pneumatisch und/oder durch elektrische und/oder elektronische Weiterleitung an die Halteeinrichtung zu übertragen.
  • Die Halteeinrichtung bewirkt bei Vorliegen der Auslösung, also der Betätigung der Schwinge durch die (im Wesentlichen) lineare Bewegung des Energiespeicher, dass eine Sperrung einer Schließbewegung des Gangflügels aufgehoben wird, beispielsweise durch Zusammenwirken mit dem gangflügelseitigen Türantrieb oder durch direktes Einwirken auf den Gangflügel. Bevorzugt wird durch die Halteeinrichtung der Schließvorgang nur ab einem vorgesehenen beziehungsweise entsprechend eingestellten Grenzschließwinkel des Gangflügels gesperrt. Mit anderen Worten: der Schließvorgang für Öffnungswinkel größer des Grenzschließwinkels ist weiterhin möglich. Ebenfalls bevorzugt ist jeglicher Öffnungsvorgang des Gangflügels möglich, unabhängig von einer eventuell vorhandenen Auslösung durch die Auslöseeinheit.
  • In einer Ausführungsform ist die Schwinge der erfindungsgemäßen Vorrichtung dazu eingerichtet, die, insbesondere lineare, Bewegung des Energiespeichers in eine gegenläufige, insbesondere lineare, Bewegung der Übertragungseinrichtung zu überführen.
  • Das bedeutet, dass die Schwinge bewirkt, dass eine (im Wesentlichen) lineare Bewegung des Energiespeichers in einer vorbestimmten Ansicht nach rechts zu einer linearen Bewegung der Übertragungseinrichtung nach links in dieser Ansicht führt.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Schwinge ausgehend von der Drehachse einen ersten Hebel und einen zweiten Hebel auf, wobei der erste Hebel mit dem Energiespeicher (bspw. über einen Kolben) wirkverbunden ist und der zweite Hebel dazu eingerichtet ist, mit der Übertragungseinrichtung wirkverbunden zu sein.
  • Die Schwinge kann insbesondere als längliches Bauteil ausgebildet sein, das durch die Drehachse in zwei Teile gegliedert ist, die als der erste Hebel bzw. der zweite Hebel bezeichnet werden können.
  • In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung ist der erste Hebel kürzer als der zweite Hebel ausgebildet.
  • Dadurch kann eine Hebelwirkung erzielt werden. Wenn die Schwinge beispielsweise an ihrem kürzeren Hebel durch eine lineare Bewegung des Energiespeichers betätigt und dadurch um ihre Drehachse gedreht wird, wird der zweite Hebel entsprechend gedreht. Da der zweite Hebel allerdings länger ist, legt sein Ende einen größeren Weg zurück als der erste Hebel. Bereits ein kleiner "Stups" am ersten Hebel kann mithin eine große Auswirkungen auf die Übertragungseinrichtung haben, da diese mit dem zweiten Hebel wirkverbunden ist.
  • Alternativ können der erst Hebel und der zweite Hebel auch gleich lang ausgebildet sein. Prinzipiell ist auch denkbar, dass der erste Hebel länger als der zweite Hebel ist.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform weist der zweite Hebel ein Befestigungselement auf, mit dem der zweite Hebel an der Übertragungseinrichtung, insbesondere werkzeuglos, befestigt werden kann.
  • Somit kann die Schwinge direkt mit der Übertragungseinrichtung verbunden werden und es sind keine weiteren Teile zwischen Schwinge, also Auslöseeinrichtung, und Übertragungseinrichtung notwendig. Dies mindert die Anfälligkeit des Türantriebs für Fehlfunktionen oder einen Ausfall in Bezug auf die Schließfolgeregelung deutlich. Eine werkezuglose Befestigung ermöglicht zudem einen schnellen Zugriff auf die genannten Bauteile sowie deren einfache Montage.
  • In einer weiteren Ausführungsform weist die Vorrichtung ferner ein Verbindungsteil, insbesondere einen Kolben, auf, wobei das Verbindungsteil mit dem Energiespeicher fest verbunden ist und dazu eingerichtet ist die lineare Bewegung des Energiespeichers in eine Drehbewegung der Schwinge zu überführen.
  • Durch die feste Verbindung des Verbindungsteils mit dem Energiespeicher ist sichergestellt, dass eine (nahezu) lineare Bewegung des Energiespeichers mit einer (nahezu) linearen Bewegung des Verbindungsteils einhergeht. Das Verbindungsteil ist dazu eingerichtet, auf die Schwinge einwirken zu können. Mit anderen Worten sind in dem Türantrieb das Verbindungsteil und die Schwinge derart angeordnet, dass ein Anstoßen des Verbindungsteils an die Schwinge (insbesondere an einen Hebel der Schwinge), ausgelöst durch die lineare Bewegung des Energiespeichers, eine Drehbewegung der Schwinge um ihre Drehachse bewirkt.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Verbindungsteil (bspw. der genannte Kolben) motorseitig einen Mitnehmer auf und der erste Hebel weist eine Kontaktfläche auf, die dazu eingerichtet ist, von dem Mitnehmer kontaktiert zu werden.
  • Motorseitig bedeutet in diesem Zusammenhang an einer Seite des Verbindungsteils, die dem Motor zugewandt ist. Bei dem Mitnehmer kann es sich um ein hervorstehendes Teil handeln, das von dem Verbindungsteil vorsteht.
  • In einer Ausführungsform der Vorrichtung ist die Schwinge direkt am Gehäuse des Türantriebs oder über einen Schwingenhalter am Gehäuse drehbar um die Drehachse befestigt, und/oder die Schwinge ist entlang der Längsrichtung des Gehäuses des standflügelseitigen Türantriebs verschiebbar angeordnet.
  • Dazu kann die Schwinge beispielsweise ein Durchgangsloch zur Befestigung mittels einer Schraube oder dergleichen am Gehäuse bzw. Schwingenhalter aufweisen. Andere Befestigungsarten, beispielsweise über eine Klemmverbindung, sind ebenso denkbar. Um eine Verschiebbarkeit der Schwinge entlang der Längsrichtung des Gehäuses gewährleisten zu können, weist der Schwingenhalter oder das Gehäuse beispielsweise eine längliche Ausnehmung auf, die entlang der Längsrichtung angeordnet ist, und innerhalb derer bspw. ein Vorsprung der Schwinge verschiebbar angeordnet ist. Unter der Längsrichtung wird vorliegend im Wesentlichen eine Richtung entlang einer Linie verstanden, die Motor, Getriebe und Energiespeicher miteinander verbindet.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Schwinge als Kunststoff-Spritz-Teil oder als Stanz-Biege-Teil ausgestaltet.
  • Eine derartige Ausführungsform erlaubt eine besonders günstige Herstellung der Schwinge.
  • In einer weiteren Ausführungsform ist der standflügelseitige Türantrieb dazu eingerichtet, derart am Standflügel angeordnet zu werden, dass der Energiespeicher näher am Band des Standflügels angeordnet ist als der Motor.
  • Die Erfindung wird im Folgenden mit Bezug auf Figuren beschrieben. Elemente mit gleicher Funktion und Wirkungsweise werden in den Figuren jeweils mit denselben Bezugszeichen versehen.
  • Es zeigen schematisch:
  • Fig.1
    eine zweiflügelige Drehtür in perspektivischer Ansicht,
    Fig. 2
    einen standflügelseitigen Türantrieb und einen gangflügelseitigen Türantrieb, die durch eine Übertragungseinrichtung verbunden sind, in perspektivischer Ansicht,
    Fig. 3
    eine Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen standflügelseitigen Türantrieb in Draufsicht,
    Fig. 4
    einen Ausschnitt des in Fig. 3 dargestellten erfindungsgemäßen standflügelseitigen Türantriebs sowie eine Übertragungseinrichtung und eine Halteeinrichtung,
    Fig. 5
    mögliche Montagestellen für die Schwinge des erfindungsgemäßen standflügelseitigen Türantriebs,
    Fig. 6
    eine Ausgestaltung eines Schwingenhalters und eine Schwinge in perspektivischer Ansicht,
    Fig. 7
    einen Ausschnitt einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Türantriebs mit der Schwinge in zwei verschiedenen Positionen während des Schließvorgangs einer zugehörigen Tür in Seitenansicht,
    Fig. 8A, 8B und 8C
    jeweils einen Ausschnitt einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Türantriebs 10 in einer Draufsicht,
    Fig. 9A und 9B
    jeweils einen Ausschnitt einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Türantriebs 10 in Schnittansicht,
    Fig. 10A und 10B
    jeweils eine perspektivische Ansicht der in den Fig. 9A und 9B gezeigten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Türantriebs,
    Fig. 11A und 11B
    jeweils eine weitere perspektivische Ansicht der in den Fig. 9A und 9B gezeigten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Türantriebs,
    Fig. 12A
    einen Ausschnitt einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Türantriebs in perspektivischer Ansicht, und
    Fig. 12B
    die Schwinge aus Fig. 12A losgelöst von dem Türantriebe 10.
  • Fig. 1 zeigt eine zweiflügelige Drehtür 1 in perspektivischer Ansicht. Die zweiflügelige Drehtür 1 weist einen Standflügel 4 und einen Gangflügel 2 auf, wobei der Standflügel 4 mit einem standflügelseitigen Türantrieb 10 und der Gangflügel 2 mit einem gangflügelseitigen Türantrieb 90 ausgestattet ist. Beide Türantriebe 10 und 90 sind am Rahmen oberhalb des ihnen jeweils zugehörigen Türflügels angeordnet. Mithin handelt es sich in beiden Fällen um eine der geläufigsten Arten der Montage von Türantrieben, nämlich um eine sogenannte Kopfmontage.
  • Um ein vollständiges Schließen der zweiflügeligen Tür 1 zu erreichen, ist eine Schließfolgeregelung, bei der sichergestellt ist, dass der Standflügel 4 vor dem Gangflügel 2 in die Schließlage gelangt, unerlässlich. Um dies sicherzustellen ist in dem standflügelseitigen Türantrieb 10 eine Auslöseeinrichtung 20 vorgesehen, die über eine Übertragungseinrichtung 30 mit einer Halteeinrichtung 40 des gangflügelseitigen Türantriebs 90 verbunden ist. Die Übertragungseinrichtung 30 verbindet die Auslöseeinrichtung 20 und die Halteeinrichtung 40 vorzugsweise mechanisch.
  • Insbesondere zweiflügelige Drehtüren, die (die gegenwärtigen) Feuer- und Rauschschutzanordnungen erfüllen, benötigen eine derartige mechanische Schließfolgeregelung. Diese sorgt während eines stromlosen Schließvorgangs dafür, dass das folgerichtige Schließen beider Türflügel gewährleistet wird.
  • Aufgabe der Auslöseeinrichtung 20 ist es, beim Schließvorgang die Position des Standflügels 4 zu ermitteln, ab welcher die Halteeinrichtung 20 am Gangflügel 4 geöffnet werden kann, sodass das ein folgerichtiges Schließen beider Türflügel gewährleistet ist. Die Auslöseeinrichtung 20 ist bisher üblicherweise so konzipiert, dass die Position des Standflügels 4 über die Drehposition der Abtriebswelle (nicht dargestellt) des standflügelseitigen Türantriebs 10 ermittelt wird. Da Drehtürantriebe in unterschiedlichen Montagearten montiert werden können ändert sich, je nach Montageart, auch die Drehrichtung der Abtriebswelle. Um diesem Effekt entgegenzuwirken, wird üblicherweise die Übertragungseinrichtung 30 mit einer Richtungsumkehr ausgestattet. Wie oben bereits erwähnt, ist dies aber mit hohen Kosten verbunden.
  • Das Band des Gangflügels ist in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 290 versehen, das des Standflügels mit 490.
  • Fig. 2 zeigt einen standflügelseitigen Türantrieb 10 und einen gangflügelseitigen Türantrieb 90, die durch eine Übertragungseinrichtung 30 verbunden sind, in perspektivischer Ansicht. Die Übertragungseinrichtung 30 ist vorliegend als Bowdenzug ausgestaltet. Sie ist am standflügelseitigen Türantrieb 10 an einer Auslöseeinrichtung 20 befestigt und am gangflügelseitigen Türantrieb 90 mit einer Halteeinrichtung 40 verbunden. Die Auslöseeinrichtung 20 des standflügelseitigen Türantriebs 10 ist als Schwinge 200 ausgestaltet.
  • Die Schwinge ist in Fig. 2 auch in einer vergrößerten Ansicht dargestellt. Dabei ist erkennbar, dass die Schwinge 200 als längliches Bauteil ausgestaltet ist, das ausgehend von einem Befestigungsabschnitt 206 zwei Arme bzw. Hebel aufweist, genauer einen ersten Hebel 210 und einen zweiten Hebel 220. Die Schwinge 200 ist drehbar um die Drehachse 205 an dem Türantrieb 10 angeordnet. Dazu weist die Schwinge an dem Befestigungsabschnitt 206 ein Durchgangsloch auf, durch das beispielsweise eine Schraube oder ein Stift zur Befestigung hindurch geführt werden kann. Prinzipiell könnte die Schwinge auch anderweitig um die Drehachse 205 befestigt werden. Beispielweise könnte die Schwinge, insbesondere wenn sie aus Kunststoff hergestellt ist, auch nur auf einem Dom am Gehäuse des standflügelseitigen Trüantriebs 10 "einclipst" sein.
  • Der erste Hebel 210 ist dazu eingerichtet durch eine Bewegung des Energiespeichers (nicht dargestellt) innerhalb des Gehäuses des Türantriebs 10 in Bewegung versetzt zu werden. Da die Schwinge 205 lediglich eine Bewegung um ihre Drehachse 205 durchführen kann, führt eine Bewegung des ersten Hebels in eine erste Richtung zu einer Bewegung des zweiten Hebels 220 in die zweite Richtung (und umgekehrt). Da die Schwinge 200 über das Befestigungselement 222 am äußeren Ende des zweiten Hebels 220 mit der Übertragungseinrichtung fest verbunden ist, bewirkt eine Bewegung des zweiten Hebels 220 in eine Richtung, eine Bewegung der Übertragungseinrichtung 30 in die gleiche Richtung.
  • Fig. 3 zeigt eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen standflügelseitigen Türantriebs 10 in Draufsicht. Dieser weist eine Steuer-Einheit 11, eine Motor-Getriebe-Einheit mit einem Motor 12 und einem Getriebe 14 sowie einen Energiespeicher 18 auf. Durch den Motor 12 kann über das Getriebe die Abtriebswelle 16 angetrieben werden und so letztlich eine Bewegung einer angeschlossenen Tür (nicht dargestellt) bewirkt werden.
  • Der Energiespeicher 18 ist vorliegend als Druckfeder ausgestaltet, die über einen Kolben 24 (Verbindungsteil) und einen Schwenkhebel 150, der um eine Schwenkachse 152 schwenkbar am Gehäuse 102 des Türantriebs 10 angelenkt ist, und ein Nockensystem mit einer Nockenscheibe 142, mit dem Getriebe 14 verbunden ist. Über die Verstelleinheit 22 kann die je Montageart eine gewünschte bzw. notwendige Vorspannung der Druckfeder eingestellt werden.
  • Der Energiespeicher 18 ist (im Gegensatz zum Motor 12) dem Band 490 des Standflügels zugewandt. Während des Schließvorgangs (einer an den Türantrieb10 angeschlossenen Tür) bewegt sich der Energiespeicher 18 somit unabhängig von der Montageart immer in die mit dem Pfeil gekennzeichnete Richtung. Mit anderen Worten wird der Energiespeicher 18 beim Schließvorgang entladen (d.h. die Druckfeder entspannt sich). Diese Bewegung bildet die Grundlage für die Bewegung der Auslöseeinrichtung (nicht dargestellt).
  • Fig. 4 zeigt einen Ausschnitt des in Fig. 3 dargestellten erfindungsgemäßen standflügelseitigen Türantriebs 10 sowie eine Übertragungseinrichtung 30 und eine Halteeinrichtung 40. Fig. 4 ist insbesondere auf die Auslöseeinrichtung 20 gerichtet. Diese ist als Schwinge 200 mit einem ersten Hebel 210 und einem zweiten Hebel 220 ausgebildet, wobei die beiden Hebel über einen Befestigungsabschnitt 206 miteinander verbunden sind. Die Schwinge 200 ist dazu eingerichtet, drehbar um den Befestigungsabschnitt 206 am Türantrieb 10 angeordnet zu werden. Hierzu weist der Befestigungsabschnitt 206 ein Durchgangsloch auf.
  • Durch eine Bewegung des Kolbens 24 (wie bspw. auch in Fig. 3 gezeigt) nach rechts (angedeutet durch den Pfeil) wird über einen Mitnehmer 242, der am Kolben 24 angeordnet ist, die Schwinge 200 an ihrem ersten Hebel 210 angestoßen und ebenfalls nach rechts bewegt. Durch die feste Verankerung der Schwinge 200 am Befestigungsabschnitt 206 kann sich die Schwinge 200 allerdings nicht insgesamt nach rechts bewegen. Vielmehr hat ein Anstoß des ersten Hebels 210 nach rechts zur Folge, dass eine Drehung der Schwinge 200 um ihre Drehachse 205 bewirkt wird. Damit kommt es zu einer Bewegung des zweiten Hebels 220 nach links (ebenfalls durch einen Pfeil angedeutet). Durch die feste Verbindung zwischen dem zweiten Hebel 220 und der Übertragungseinrichtung 30, wird die Übertragungseinrichtung 30 von der Schwinge 200 bzw. deren zweiten Hebel 220 nach links gezogen. Die Halteeinrichtung 40 wird in diesem Fall gelöst bzw. geöffnet. Eine derartige Bewegungsabfolge ist dem Schließvorgang der Tür, die zu dem standflügelseitigen Türantrieb gehört, zuzuordnen.
  • Nach dem Schließvorgang stellt sich Halteeinrichtung 40 in der Regel selbständig zurück, beispielsweise durch Druckfedern innerhalb derselben. Dementsprechend wird auch die Schwinge 200 wieder zurückgestellt. Damit der Gangflügel 2 aber trotzdem öffnen kann, ist zwischen Bremsscheibe und Motorwelle (des gangflügelseitigen Antriebs 90) ein Freilauf verbaut, der eine Öffnungsbewegung des Gangflügels 2 trotz geschlossener Bremse zulässt.
  • Fig. 5 zeigt mögliche Montagestellen für die Auslöseeinrichtung 20 bzw. Schwinge 200 des erfindungsgemäßen standflügelseitigen Türantriebs 10. In Frage kommen beispielsweise die seitliche Außenfläche 103 des Gehäuses 102, d.h. die Fläche, durch welche die Abtriebswelle 16 bzw. der Drehachse austritt. Gleichwohl kann die Schwinge 200 auch an der oben Außenfläche 104 des Gehäuses 102 angebracht werden. Weitere Montagestellen sind ebenso denkbar.
  • Fig. 6 zeigt eine Ausgestaltung eines Schwingenhalters 50 und eine Schwinge 200 in perspektivischer Ansicht samt Befestigungsschraube 81 und Mutter 83 zum Anbringen am Gehäuse des Türantriebs 10. Der Schwingenhalter 50 ist so ausgestaltet, dass er bei erfolgter Montage an zwei Außenflächen des Gehäuses 102 des Türantriebs 10 anliegt. Vorteilhaft an der Verwendung eines Schwingenhalters 50 ist, dass die Schwinge 200 positionsgenau in ein Gehäuse 102 montiert und ausgerichtet werden kann. Es ist z.B. denkbar, dass am Gehäuse 102 ein Dom, Dorn, Stift oder dergleichen angebracht ist, mit dem der Schwingenhalter 50 positioniert werden kann.
  • Prinzipiell kann die die Auslöseeinrichtung 20 bzw. Schwinge 200 auch direkt am Gehäuse 102 angebracht
    Fig. 7 zeigt einen Ausschnitt einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen des Türantriebs 10 mit der Schwinge 200 in zwei verschiedenen Positionen A und B während des Schließvorgangs einer zugehörigen Tür in Seitenansicht.
  • Die erfindungsgemäße Auslöseeinrichtung ist in Form einer Schwinge 20 mit fixer Drehachse 205 dargestellt. Sie weist einen ersten Hebel 210 und einen zweiten Hebel 220 auf. Die Drehachse 205 ist vorzugsweise entlang der Längsrichtung der Schwinge 200 außermittig angeordnet. Dadurch ergeben sich ein langer Hebel (SK; 220) und ein kurzer Hebel (SL; 210).
  • Die Bewegung einer Schwinge 200 um die Drehachse 205 ergibt für den ersten Hebel 210 bzw. dessen äußeres Ende eine zwei-dimensionale Bewegung gemäß der Kreisfunktion r 2 = x2 + y 2, wobei r für den Radius des abgefahrenen Kreises steht. Somit liegt neben dem Hub in x-Richtung (wobei x die Richtung entlang der Übertragungseinrichtung ist) auch eine Bewegung in y-Richtung vor. Die Bewegung in y-Richtung hat Einfluss auf den notwendigen Bauraum für die Übertragungseinrichtung.
  • Die Bewegung des Verbindungsteils bzw. des Kolbens in Schließrichtung (d.h. beim Schließen der Tür) erfolgt in der dargestellten Skizze in x-Richtung von links (dargestellt durch einen Pfeil) und bewirkt, dass die Schwinge 20 von der Position A in die Position B überführt wird. Die Endposition des Verbindungsteils in x-Richtung ist abhängig von der Montageart (denn: eine Brandschutztür muss nach Norm ein bestimmtes Schließmoment liefern). Da sich aber über die Montagearten unterschiedliche geometrische Hebelverhältnisse vom Antrieb auf die Tür ergeben, muss der Energiespeicher 18 je nach Montageart unterschiedlich vorgespannt werden um das geforderte Schließmoment zu erreichen. Je nach Vorspannung ändert sich dann die Endposition des Energiespeichers 18 bzw. Verbindungsteils 24, was zur Folge hat, dass sich Anfangs- und Endpunkt der Schwingenbewegung ändern (früherer oder späterer Kontakt mit dem Verbindungteil 24) und somit auch der y-Hub der Schwinge 200, den diese über die Drehbewegung hinweg macht. Der Hub in y-Richtung wird außerdem noch wesentlich von der Einbauposition der Schwinge 200 entlang der x-Richtung bestimmt. Ziel ist es, eine Montageposition zu finden, die in jeder Montageart so wenig Hub wie möglich in y-Richtung erzeugt. Somit könnte man auf eine montageart-abhängige Positionierung der Auslöseeinrichtung 20 bzw. Schwinge - bspw. durch eine zusätzliche Einstellmechanik - verzichten. Grundsätzlich kann aber auch vorgesehen sein, dass die Schwinge 200 entlang der Längsrichtung des Gehäuses (nicht dargestellt; (hier als x-Richtung bezeichnet) verschoben werden kann. Das Übersetzungsverhältnis (SL/SK) der Schwinge ist vorliegend so gewählt, dass unabhängig von der Montageart immer ein mindestens notwendiger Hub zum Lösen der Haltevorrichtung am Gangflügel erzeugt wird und der Gangflügel immer erst dann gelöst wird, wenn das folgerichtige Schließen beider Türflügel gewährleistet ist.
  • Die Fig. 8A, 8B und 8C zeigen jeweils einen Ausschnitt einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Türantriebs 10 in einer Draufsicht, wobei jede der Figuren die Auslöseeinrichtung 20 bzw. die Schwinge 200 in einer anderen Position zeigt. Fig. 8A zeigt die Position der Schwinge 200 in einem Zustand in dem die Tür geschlossen und die Halteeinrichtung 40 geöffnet ist. Fig. 8B zeigt die Position der Schwinge 200 in einem Zustand in dem die Tür geschlossen und die Halteeinrichtung 40 geöffnet ist. Fig. 8C zeigt die Position der Schwinge 200 in einem Zustand in dem die Tür offen und die Halteeinrichtung 40 geschlossen ist. In dieser Position wird eine Schließbewegung des Gangflügels folglich gesperrt. Die Positionen der Schwinge unterscheiden sich dabei insofern, als dass die Schwinge jeweils in einem anderen Winkel um die Drehachse 205 gedreht ist.
  • Die Fig. 9A und 9B zeigen jeweils einen Ausschnitt einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Türantriebs 10 in Schnittansicht, wobei die Auslöseeinrichtung 20 bzw. die Schwinge 200 jeweils in unterschiedlichen Positionen gezeigt ist. In Fig. 9A befindet sich die Schwinge 200 in einer Position, in der die zugehörige Tür geschlossen ist (die Druckfeder also entspannt ist) und die Halteeinrichtung geöffnet ist. In Fig. 9B befindet sich die Schwinge 200 in einer Position, in der die zugehörige Tür offen ist (die Druckfeder also gespannt ist) und die Halteeinrichtung geschlossen ist, der Gangflügel in seiner Schließbewegung also gehindert ist.
  • Fig. 10A zeigt eine perspektivische Ansicht der in Fig. 9A gezeigten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Türantriebs 10 mit der Schwinge 200 in der gleichen Position wie in Fig. 9A.
  • Fig. 10B zeigt eine perspektivische Ansicht der in Fig. 9B gezeigten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Türantriebs 10 mit der Schwinge 200 in der gleichen Position wie in Fig. 9B.
  • Aus dem Vergleich der Figuren 10A und 10B lässt sich besonders gut erkennen, wie die Schwinge 200 beim Schließvorgang der zugehörigen Tür bewegt wird. In Fig. 10B ist die Tür offen und die Druckfeder (Energiespeicher 18) gespannt. Wird die Tür geschlossen, entspannt sich die Druckfeder. Der entspannte Zustand ist in Fig. 10A dargestellt. Durch die Entspannung der Druckfeder wird das Verbindungsteil 24 nach rechts gedrückt. Dessen Mitnehmer 242 übt dann Druck auf den ersten Hebel 210 der Schwinge 200 aus, sodass diese beginnt sich zu drehen. Bei dieser Bewegung wird in der dargestellten Ansicht der zweite Hebel 220 nach links bewegt. Dadurch wird die Übertragungseinrichtung 30 ebenfalls in diese Richtung bewegt, sodass eine gangflügelseitige Halteeinrichtung 40 gelöst werden kann.
  • Fig. 11A zeigt eine weitere perspektivische Ansicht der in Fig. 9A (und 10A) gezeigten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Türantriebs 10 mit der Schwinge 200 in der gleichen Position wie in Fig. 9A bzw. 10A.
  • Fig. 11B zeigt eine weitere perspektivische Ansicht der in Fig. 9A (und 10A) gezeigten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Türantriebs 10 mit der Schwinge 200 in der gleichen Position wie in Fig. 9B bzw. 10B.
  • Fig. 12A zeigt einen Ausschnitt einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Türantriebs 10 in perspektivischer Ansicht. In dieser Ausgestaltung ist die Schwinge 200 als Biegeteil, beispielsweise aus Blech, ausgestaltet. Die dargestellte Schwinge 200 ist an ihrem Befestigungsabschnitt 206 drehbar um die Drehachse 205 mit dem Türantrieb 10 verbunden. Sie weist einen ersten Hebel 210 und einen zweiten Hebel 220 auf, wobei der zweite Hebel 220 länger als der erste Hebel 210 ausgebildet ist. Ein Teil des ersten Hebels 210 ist gegenüber der Erstreckungsrichtung des ersten Hebel um im Wesentlichen 90° umgebogen und bildet damit eine Kontaktfläche 212. Diese kann von einem Mitnehmer des Verbindungsteils oder von dem Verbindungsteil selbst kontakt werden, sodass der erste Hebel 210 um die Drehachse 205 bewegt werden kann. An dem zweiten Hebel 220 befindet sich ein Befestigungselement 222. Das Befestigungselement 222 ist dadurch gebildet, dass ein Teil des zweiten Hebel quasi umgefaltet wird. In dem so gebildeten Falz ist die Übertragungseinrichtung 30 befestigt.
  • Fig. 12B zeigt die Schwinge 200 aus Fig. 12A losgelöst von dem Türantriebe 10 (also ohne weitere Teile des Türantriebs 10).
  • Bezugszeichen
  • 1
    zweiflügelige Drehtür
    2
    Gangflügel
    4
    Standflügel
    10
    standflügelseitiger Türantrieb
    12
    Motor
    14
    Getriebe
    16
    Abtriebswelle
    18
    Energiespeicher
    20
    Auslöseeinrichtung
    22
    Verstelleinheit
    24
    Verbindungsteil
    30
    Übertragungseinrichtung
    40
    Halteeinrichtung
    50
    Schwingenhalter
    81
    Befestigungsschraube
    83
    Mutter
    90
    gangflügelseitiger Türantrieb
    102
    Gehäuse
    142
    Nockenscheibe
    150
    Schwenkhebel
    200
    Schwinge
    205
    Drehachse
    206
    Befestigungsabschnitt
    210
    erster Hebel
    212
    Kontaktfläche
    220
    zweiter Hebel
    222
    Befestigungselement
    242
    Mitnehmer
    290
    gangflügelseitiges Band
    490
    standflügelseitiges Band

Claims (10)

  1. Vorrichtung zur Schließfolgeregelung für eine zweiflügelige Drehtür (1), mit einem Gangflügel (2) und einem Standflügel (4), wobei jeder Türflügel (2, 4) mit einem Türantrieb (10, 90) versehen ist, wobei die Vorrichtung zumindest den standflügelseitigen Türantrieb (10) umfasst, wobei der standflügelseitige Türantrieb (10)
    - eine Motor-Getriebe-Einheit mit einem Motor (12) und einem Getriebe (14) zum Antrieb einer Abtriebswelle (16),
    - einen als Druckfeder ausgestalteten Energiespeicher (18), der dem Motor (12) über die Abtriebswelle (16) hinweg gegenüberliegend angeordnet ist und mit der Antriebswelle (16) wirkverbunden ist, und
    - eine Auslöseeinrichtung (20) zum Auslösen einer Halteeinrichtung (40) des gangflügelseitigen Türantriebs (90) über eine Übertragungseinrichtung (30) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslöseeinrichtung (20) als Schwinge (200) mit fixer Drehachse (205) ausgestaltet ist, wobei die Schwinge (200) dazu eingerichtet ist, durch eine Bewegung des Energiespeichers (18) um ihre Drehachse (205) gedreht zu werden und damit eine Bewegung der Übertragungseinrichtung (30) zu bewirken.
  2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei die Schwinge (200) dazu eingerichtet ist, die Bewegung des Energiespeichers (18) in eine gegenläufige Bewegung der Übertragungseinrichtung (30) zu überführen.
  3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei die Schwinge (200) ausgehend von der Drehachse (205) einen ersten Hebel (210) und einen zweiten Hebel (220) aufweist, wobei der erste Hebel (210) mit dem Energiespeicher (18) wirkverbunden ist und der zweite Hebel (220) dazu eingerichtet ist, mit der Übertragungseinrichtung (30) wirkverbunden zu sein.
  4. Vorrichtung gemäß Anspruch 3, wobei der er erste Hebel (210) kürzer als der zweite Hebel (220) ausgebildet ist.
  5. Vorrichtung gemäß Anspruch 3 oder 4, wobei der zweite Hebel (220) ein Befestigungselement (222) aufweist, mit dem der zweite Hebel (220) an der Übertragungseinrichtung (30), insbesondere werkzeuglos, befestigt werden kann.
  6. Vorrichtung gemäß einem der vorigen Ansprüche, ferner mit einem Verbindungsteil, insbesondere einem Kolben (24), wobei das Verbindungsteil (24) mit dem Energiespeicher (18) fest verbunden ist und dazu eingerichtet ist die lineare Bewegung des Energiespeichers (18) in eine Drehbewegung der Schwinge (200) zu überführen.
  7. Vorrichtung gemäß Anspruch 6, wobei das Verbindungsteil (24) motorseitig einen Mitnehmer (242) aufweist und der erste Hebel (210) eine Kontaktfläche (212) aufweist, die dazu eingerichtet ist, von dem Mitnehmer (242) kontaktiert zu werden.
  8. Vorrichtung gemäß einem der vorigen Ansprüche, wobei die Schwinge (200) direkt am Gehäuse (102) des standflügelseitigen Türantriebs (10) oder über einen Schwingenhalter (50) am Gehäuse (102) drehbar um die Drehachse (205) befestigt ist, und/oder wobei die Schwinge (200) entlang der Längsrichtung des Gehäuses (102) des standflügelseitigen Türantriebs (10) verschiebbar angeordnet ist.
  9. Vorrichtung gemäß einem der vorigen Ansprüche, wobei die Schwinge (200) als Kunststoff-Spritz-Teil oder als Stanz-Biege-Teil ausgestaltet ist.
  10. Vorrichtung gemäß einem der vorigen Ansprüche, wobei der standflügelseitige Türantrieb (10) dazu eingerichtet ist, derart an einem Türrahmen über dem Standflügel (4) angeordnet zu werden, dass der Energiespeicher (18) näher am Band (490) des Standflügels angeordnet ist als der Motor.
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