EP4739891A1 - Kondensationsdampfturbinenanlage sowie verfahren zum betreiben einer solchen dampfturbinenanlage - Google Patents

Kondensationsdampfturbinenanlage sowie verfahren zum betreiben einer solchen dampfturbinenanlage

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EP4739891A1
EP4739891A1 EP24745954.8A EP24745954A EP4739891A1 EP 4739891 A1 EP4739891 A1 EP 4739891A1 EP 24745954 A EP24745954 A EP 24745954A EP 4739891 A1 EP4739891 A1 EP 4739891A1
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EP
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water
steam turbine
condenser
cooled condenser
heating
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Pending
Application number
EP24745954.8A
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Stefan AMERSBACH
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Siemens Energy Global GmbH and Co KG
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Siemens Energy Global GmbH and Co KG
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    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Kondensationsdampfturbinenanlage (1) umfassend wenigstens eine Dampfturbine (2), einen mit dem Abdampf der Dampfturbine (2) verbindbaren wassergekühlten Kondensator (3) sowie einen weiteren mit dem Abdampf der Dampfturbine (2) verbindbaren Heizkondensator (4). Der Heizkondensator (4) ist dampfseitig parallel zum wassergekühlten Kondensator (3) angeordnet wobei der wassergekühlte Kondensator (3) eine Anstauregelung (5) für das Kondensat aufweist, durch welche die zur Verfügung stehende Wärmetauscherfläche (6) des wassergekühlten Kondensators (3) über den Wasserstand des Kondensats im wassergekühlten Kondensator (3) anpassbar ist. Des Weiteren umfasst die Erfindung Verfahren zum Betreiben einer solchen Kondensationsdampfturbinenanlage (1).

Description

Beschreibung
Kondensationsdampfturbinenanlage sowie Verfahren zum Betreiben einer solchen Dampfturbinenanlage
Die Erfindung betri f ft eine Kondensationsdampfturbinenanlage , nachfolgend einfachheitshalber auch als Dampfturbinenanlage bezeichnet , nach dem Oberbegri f f des unabhängigen Patentanspruchs 1 , sowie Verfahren zum Betreiben einer solchen Dampfturbinenanlage nach den unabhängigen Patentansprüchen 3 und 4 .
Um den Gesamtausnutzungsgrad einer Dampfturbinenanlage zu erhöhen, weisen Dampfturbinenanlage häufig, neben dem wassergekühlten Kondensator zum Kondensieren des Abdampfs , einen (oder mehrere ) Hei zkondensator auf , über den die Abwärme des Dampfes zu Hei z zwecken genutzt werden kann . Ein typischer Anwendungs fall ist die Einspeisung der Wärme in ein Fernwärme- /Hei znetz . Die Dampfturbinenanlage soll dabei ganzj ährig den flexiblen Bedarf des Fernwärme-/Hei znetzes bedienen und/oder alternativ den Abdampf zum wassergekühlten Kondensator abführen können .
Generell haben sich hierbei zwei Varianten zur Wärmeerzeugung mittels Hei zkondensator am Markt durchgesetzt :
Ist eine Bestandsanlage vorhanden, die auf reine Kondensation ausgelegt ist , kann die Abwärme am Abdampf grundsätzlich nicht genutzt werden und wird über das Kühlwasser an die Umgebung abgegeben . Uber Zwischendampfentnahmen an der Turbine werden die Hei zkondensatoren mit Dampf versorgt und die Energie an das Fernwärmenetz übertragen .
Ist eine Bestandsanlage vorhanden, die als Gegendruck- Anlage ausgelegt ist , kann die Abwärme nur genutzt werden, wenn das Fernwärmenetz die Wärme aufnehmen kann . Sind keine weiteren Wärmeverbraucher eingebunden muss die Anlage infolgedessen abgestellt werden und es entfällt somit auch die Stromproduktion . Um eine höhere Flexibilität zu erreichen, wurden in der Vergangenheit vereinzelt Lösungen mit einem Parallelbetrieb von Kondensator und Hei zkondensator, j edoch als „ENTWEDER-ODER" Lösung, umgesetzt . Viele Betreiber entschieden hierbei ab einem bestimmten Bedarf des Hei znetzes von einem reinen Kondensationsbetrieb auf einen reinen Hei zkondensationsbetrieb umzuschalten . Dies setzt allerdings voraus , dass das wärmeabnehmende System ( z . B . Fernwärmenetz ) die Wärme auch aufnehmen kann . Weiterhin muss dazu die Dampfturbine heruntergefahren und nach dem Umschaltvorgang wieder angefahren werden .
Eine ebenfalls mögliche teil flexible Lösung besteht darin, den Abdampfmassenstrom zum wassergekühlten Kondensator durch ein Regelorgan (Regelklappe oder Regelventil ) zu drosseln . Nachteil dieser Lösung ist der erhöhte Platzbedarf sowie der Einsatz zusätzlicher kostenintensiver Armaturen, welche oft durch den regelbaren Bereich in der Flexibilität beschränkt sind ( z . B . Mindestöf fnungswinkel bei Klappen etc . ) und bei reinem Kondensationsbetrieb der verschlechterte Anlagenwirkungsgrad aufgrund des erhöhten Druckverlustes im Abdampfteil .
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Dampfturbinenanlage bereitzustellen, bei der Abwärme flexibel und stufenlos entweder zum wassergekühlten Kondensator (Kühlmedium : Kühlwasser ) oder zum Hei zkondensator (Kühlmedium : Hei zwasser ) abgeführt werden kann .
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es , Verfahren zum Betreiben einer solchen Dampfturbinenanlage auf zuzeigen .
Die Aufgabe wird hinsichtlich der Dampfturbinenanlage durch die Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs 1 und hinsichtlich der Verfahren durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche 3 und 4 gelöst .
Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung, die sich einzeln oder in Kombination miteinander einsetzen lassen, sind Gegenstand der Unteransprüche . Die erfindungsgemäße Kondensationsdampfturbinenanlage umfassend wenigstens eine Dampfturbine , einen mit dem Abdampf der Dampfturbine verbindbaren wassergekühlten Kondensator sowie einen weiteren mit dem Abdampf der Dampfturbine verbindbaren Hei zkondensator, zeichnet sich dadurch aus , dass der Hei zkondensator dampfseitig parallel zum wassergekühlten Kondensator angeordnet ist und der wassergekühlte Kondensator eine Anstauregelung für das Kondensat aufweist , durch welche die zur Verfügung stehende Wärmetauscherf lache des wassergekühlten Kondensators über den Wasserstand des Kondensats im wassergekühlten Kondensator anpassbar ist .
Der Abdampf der Dampfturbine ist dabei sowohl mit dem wassergekühlten Kondensator als auch dem Hei zkondensator, über einen Abdampf kanal und/oder Rohrleitungen in einen gemeinsamen Druckraum ( ohne Absperrung) miteinander verbunden . Durch Anstauen des Kondensates im wassergekühlten Kondensator kann die Hei z fläche des wassergekühlten Kondensators verkleinert werden und somit der Abdampfdruck erhöht werden, wodurch die Abdampfmenge , die zum Hei zkondensator strömt , flexibel und stufenlos geregelt werden kann .
Die Wärmetauscher müssen für eine solche „Anstauregelung" ausgelegt/ konstruiert , bzw . bei bestehenden Anlagen möglicherweise angepasst werden . Auch das durch das Anstauen hervorgebrachte variable Gewicht (Kondensator + Anstaukondensat ) muss beim Aufstellungskonzept und den statischen und dynamischen Berechnungen berücksichtigt werden . Grundvoraussetzung bei einem solchen Konzept ist , dass die Turbine die erforderlichen Abdampf druckbereiche abdecken kann . Hierzu kann möglicherweise eine Modi fikation der Turbinenendbeschaufelung notwendig sein .
Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Hei zkondensator in Wechselwirkung mit einem Fernwärmenetz steht und Wärme des Abdampfs an das Fernwärmenetz abgeben kann . Hierdurch kann die Dampfturbinenanlage ganzj ährig den flexiblen Bedarf eines Fernwärmenetzes bedienen, wodurch sich ein besonders hoher Gesamtnutzungsgrad der Dampfturbinenanlage ergibt . Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Betreiben einer Dampfturbinenanlage nach Anspruch 1 oder 2 , zeichnet sich dadurch aus , dass die dem Hei zkondensator zugeführte Wärmemenge über die Anstauregelung geregelt wird, indem der Wasserstand im wassergekühlten Kondensator durch anstauen des Kondensats erhöht wird, wodurch die Wärmetauscherf läche des wassergekühlten Kondensators verringert wird, was zu einem erhöhten Abdampfdruck führt wodurch die Abdampfmenge zum Hei zkondensator erhöht wird . Hierdurch kann beispielsweise einem erhöhten Wärmebedarf eines angeschlossenen Fernwärmenetzes Rechnung getragen werden .
Ein weiteres erfindungsgemäßes Verfahren zum Betreiben einer Dampfturbinenanlage nach Anspruch 1 oder 2 , zeichnet sich dadurch aus , dass die dem Hei zkondensator zugeführte Wärmemenge über die Anstauregelung geregelt wird, indem der Wasserstand im wassergekühlten Kondensator reduziert wird, wodurch die Wärmetauscherf läche des wassergekühlten Kondensators erhöht wird, was zu einem erniedrigten Abdampfdruck führt wodurch die Abdampfmenge zum Hei zkondensator erniedrigt wird . Hierdurch kann die dem Fernwärmenetz zur Verfügung gestellte Wärmemenge verringert werden .
Die beiden Verfahren ermöglichen dabei eine einfache , flexible und dennoch stufenlose Regelung der Wärmemenge , welche dem wassergekühlten Kondensator und/oder dem Hei zgenerator zur Verfügung gestellt wird .
Weitere Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand eines Aus führungsbeispiels erläutert .
Fig . 1 zeigt dabei lediglich eine schematische und nicht maßstabsgerechte Darstellung einer erfindungsgemäßen Dampfturbinenanlage , bei der im Wesentlichen nur die für die Erläuterung der Erfindung notwendigen Bauteile gezeigt werden .
Die Dampfturbinenanlage 1 umfassend eine Dampfturbine 2 , sowie einen wassergekühlter Kondensator 3 und einen Hei zkonden- sator 4 . Der wassergekühlter Kondensator 3 und der Hei zkondensator 4 sind über eine gemeinsame Abdampfleitung 9 mit dem Dampf austritt der Dampfturbine 2 verbunden, dabei bildet die Abdampfleitung 9 einen gemeinsamen Druckraum ( ohne Absperreinrichtungen) . Der wassergekühlte Kondensator 3 umfasst eine Anstauregelung 5 für das Kondensat , welches im wassergekühlten Kondensator 3 anfällt . Durch das Anstauen des Kondensats lässt sich die zur Verfügung stehende Wärmetauscherf lä- che 6 des wassergekühlten Kondensators 3 stufenlos verändern . Die Anstauregelung 5 umfasst ein Ablaufregelventil 5 ' und einen mit dem Ablaufregelventil 5 ' in Wirkverbindung stehenden Niveaumessung 5 " ' . Das nicht angestaute Kondensat wird mittels einer Pumpe 10 abgepumpt und erneut dem Wasser-Dampfkreislauf der Dampfturbinenanlage 1 zugeführt .
Die dem Hei zkondensator 4 zugeführte Wärmemenge wird über die Anstauregelung 5 , geregelt . Hierzu wird der Wasserstand im wassergekühlten Kondensator 3 durch anstauen des Kondensats verändert , wodurch die Wärmetauscherf läche 6 des wassergekühlten Kondensators 3 verändert wird, was zu einem veränderten Abdampfdruck führt , wodurch die Abdampfmenge zum Hei zkondensator stufenlos geregelt werden kann .
Der Hei zkondensator 4 steht im Aus führungsbeispiel in Wechselwirkung mit einem Fernwärmenetz 7 und kann Wärmeenergie des Abdampfs an das Fernwärmenetz 7 abgeben . Je nach benötigter Wärmemenge wir dem Hei zkondensator 4 mehr oder weniger Abdampf zugeführt . Wird im Sommerbetrieb nur wenig Wärme seitens des Fernwärmenetzes 7 benötigt , wird die Anstauregelung 5 so gefahren, dass der Wasserstand 8 , im wassergekühlten Kondensator 3 nur eine geringe Wasserhöhe erreicht . Für den Fall , dass seitens des Fernwärmenetzes 7 gar kein Wärmebedarf besteht , kann das Kondensat auch vollständig aus dem wassergekühlten Kondensator 3 abgelassen werden . In beiden Fällen steht eine große Wärmetauscherf läche 6 innerhalb des wassergekühlten Kondensator 3 zur Verfügung, so dass eine große Menge des Abdampfs im wassergekühlten Kondensator 3 kondensiert . Hierdurch wird der Abdampfdruck stark gesenkt und es strömt kein bzw . nur eine sehr geringe Menge an Abdampf zum Hei zkondensator . Wird hingegen im Winterbetrieb seitens des Fernwärmenetzes eine größere Wärmemenge benötigt , kann der wassergekühlten Kondensator 3 mittels der Anstauregelung mit einer größeren Kondensatmenge geflutet werden, wodurch die ef fektive Wärmetauscherf läche 6 verringert wird . Hierdurch steigt der Abdampfdruck an, und eine entsprechend größere Menge an Abdampf wird zum Hei zkondensator 4 geleitet .
Die Anstauregelung 5 ermöglicht erstmals eine stufenlose bedarfsgerechte Regelung des Abdampfes . Es ist ein flexibler Parallelbetrieb und/oder Einzelbetrieb von wassergekühltem
Kondensator 3 und Hei zkondensator 4 möglich, ohne die Dampfturbinenanlage 1 herunterfahren zu müssen .

Claims

Patentansprüche
1. Kondensationsdampfturbinenanlage (1) umfassend wenigstens eine Dampfturbine (2) , einen mit dem Abdampf der Dampfturbine (2) verbindbaren wassergekühlten Kondensator (3) sowie einen weiteren mit dem Abdampf der Dampfturbine (2) verbindbaren Heizkondensator (4) , dadurch gekennzeichnet, dass der Heizkondensator (4) dampfseitig parallel zum wassergekühlten Kondensator (3) angeordnet ist und der wassergekühlte Kondensator (3) eine Anstauregelung (5) für das Kondensat aufweist, durch welche die zur Verfügung stehende Wärmetauscherf lache (6) des wassergekühlten Kondensators (3) über den Wasserstand des Kondensats im wassergekühlten Kondensator (3) anpassbar ist.
2. Kondensationsdampfturbinenanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizkondensator (4) in Wechselwirkung mit einem Fernwärmenetz (7) steht und Wärme des Abdampfs an das Fernwärmenetz (7) abgeben kann.
3. Verfahren zum Betreiben einer Kondensationsdampfturbinenanlage (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Heizkondensator (4) zugeführte Wärmemenge geregelt wird, indem der Wasserstand (8) im wassergekühlten Kondensator (3) durch anstauen des Kondensats erhöht wird, wodurch die Wärmetauscherf läche (6) des wassergekühlten Kondensators (3) verringert wird, was zu einem erhöhten Abdampfdruck führt wodurch die Abdampfmenge zum Heizkondensator (4) erhöht wird.
4. Verfahren zum Betreiben einer Kondensationsdampfturbinenanlage (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Heizkondensator (4) zugeführte Wärmemenge geregelt wird, indem der Wasserstand (8) im wassergekühlten Kondensator (3) reduziert wird, wodurch die Wärmetauscherfläche (6) des wassergekühlten Kondensators (3) erhöht wird, was zu einem erniedrigten Abdampfdruck führt wodurch die Abdampfmenge zum Heizkondensator (4) ernied- rigt wird.
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