EP4739610A1 - Schwerlast-aufzuganlage mit mehreren antriebsmaschinen - Google Patents
Schwerlast-aufzuganlage mit mehreren antriebsmaschinenInfo
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- EP4739610A1 EP4739610A1 EP24737100.8A EP24737100A EP4739610A1 EP 4739610 A1 EP4739610 A1 EP 4739610A1 EP 24737100 A EP24737100 A EP 24737100A EP 4739610 A1 EP4739610 A1 EP 4739610A1
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66B—ELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
- B66B7/00—Other common features of elevators
- B66B7/06—Arrangements of ropes or cables
- B66B7/10—Arrangements of ropes or cables for equalising rope or cable tension
Landscapes
- Cage And Drive Apparatuses For Elevators (AREA)
- Lift-Guide Devices, And Elevator Ropes And Cables (AREA)
Abstract
Es wird eine Aufzuganlage (1) insbesondere in Form einer Schwerlast-Aufzuganlage für Lasten von mehr als 20 t beschrieben. Die Aufzuganlage umfasst - eine entlang eines Fahrwegs (7) verlagerbare Fahrkomponente (3) wie zum Beispiel eine Aufzugkabine (5); - eine erste Antriebsmaschine (9) und eine zweite Antriebsmaschine (11); - eine Steuerung (13) zum Steuern eines Betriebs sowohl der ersten Antriebsmaschine als auch der zweiten Antriebsmaschine; - mehrere Tragmittel (15); und - eine spezielle Befestigungskomponente (23). Eine erste Untergruppe (17) der Tragmittel erstreckt sich zwischen der Fahrkomponente und der ersten Antriebsmaschine, wohingegen sich eine zweite Untergruppe der Tragmittel zwischen der Fahrkomponente und der zweiten Antriebsmaschine erstreckt. Tragmittelenden (21) sowohl der ersten als auch der zweiten Untergruppe der Tragmittel sind hierbei an der gemeinsamen Befestigungskomponente befestigt. Die Befestigungskomponente ist an einem Gebäudeteil (25) eines die Aufzuganlage aufnehmenden Gebäudes oder an der Fahrkomponente in einer ersten Richtung (31) des Fahrwegs auf Zug belastbar fixiert und in einer zweiten Richtung (33) quer zu dem Fahrweg entlang eines Ausgleichswegs (35) verlagerbar. Hierdurch kann eine unzureichende Synchronisation zwischen den beiden Antriebsmaschinen kompensiert werden oder dieser entgegengewirkt werden.
Description
SCHWERLAST-AUFZUGANLAGE MIT MEHREREN ANTRIEBSMASCHINEN
Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Aufzuganlage. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine Aufzuganlage, mithilfe derer besonders schwere Lasten befördert werden können.
Aufzuganlagen werden dazu eingesetzt, um in Gebäuden Personen und/oder andere Lasten zwischen verschiedenen Höhenniveaus zu befördern. Hierzu wird eine Aufzugkabine entlang eines meist vertikalen Fahrwegs beispielsweise zwischen verschiedenen Stockwerken verlagert. Bei einem häufig eingesetzten Aufzuganlagentyp wird dabei eine Antriebsmaschine beispielsweise in Form eines mit einer Treibscheibe versehenen Elektromotors vorgesehen, mithilfe derer ein seilartiges Tragmittel in Form eines oder mehrerer Seile oder Riemen verlagert wird, wobei das Tragmittel mit der Aufzugkabine gekoppelt ist. Im Allgemeinen verfügt die Aufzuganlage in diesem Fall ergänzend über zumindest ein Gegengewicht, welches ebenfalls mit dem Tragmittel gekoppelt ist, wobei eine Verseilung beispielsweise mithilfe von Umlenkrollen derart ausgebildet ist, dass das Gegengewicht und die Aufzugkabine sich angetrieben durch die Antriebsmaschine in entgegengesetzten Richtungen entlang ihrer zueinander parallelen Fahrwege beispielsweise innerhalb eines Aufzugschachts bewegen. Mit Tragmitteln betriebene Aufzuganlagen können unter anderem auch in sehr hohen Bauwerken zum Überwinden grosser Höhenunterschiede eingesetzt werden.
Aufzuganlagen, wie sie häufig zur Personenbeförderung eingesetzt werden, sind meist für Lasten von einigen hundert Kilogramm bis hin zu wenigen Tonnen ausgelegt. Für spezielle Anwendungen kann jedoch ein Bedarf an Aufzuganlagen bestehen, die wesentlich schwerere Lasten befördern können. Beispielsweise können Schwerlast- Aufzuganlagen dazu konzipiert sein, Lasten von über 20 t, teilweise sogar über 401, zu befördern. Häufig werden solche Schwerlast-Aufzuganlagen mit einem hydraulischen Antrieb betrieben. Allerdings kann es insbesondere bei hohen Bauwerken auch vorteilhaft sein, Schwerlast-Aufzuganlagen unter Einsatz von seilartigen Tragmitteln zu betreiben.
Es wurde jedoch beobachtet, dass Aufzuganlagen nicht in allen Fällen ohne weiteres für grössere Lasttragfähigkeiten skaliert werden können. Insbesondere wurde beobachtet, dass Antriebsmaschinen und/oder Tragmittel nicht beliebig grösser bzw. stärker ausgebildet werden können, um damit schwerere Lasten befördern zu können.
Es kann daher ein Bedarf an einer Aufzuganlage bestehen, mithilfe derer insbesondere schwere Lasten zuverlässig und sicher befördert werden können. Insbesondere kann ein Bedarf an einer Aufzuganlage bestehen, bei der mithilfe von seilartigen Tragmitteln schwere Lasten über grosse Höhenunterschiede hinweg zuverlässig, sicher und/oder effizient bewegt werden können.
Einem solchen Bedarf kann durch den Gegenstand gemäss dem unabhängigen Anspruch entsprochen werden. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung definiert bzw. in den begleitenden Figuren veranschaulicht.
Die EP159139981B1 offenbart bei einer Aufzugsvorrichtung ein Ausgleichsmechanismus mit einer sich horizontal erstreckenden Schwenkwelle und einem Ausgleichshauptkörper, der um die Schwenkwelle schwenkbar an einer Kabine angebracht. Der Ausgleichshauptkörper hat einen ersten Seilverbindungsabschnitt und einen zweiten Seilverbindungsabschnitt, der auf einer dem ersten Seilverbindungsabschnitt gegenüberliegenden Seite der Schwenkwelle angeordnet ist. Ein Hauptseilkörper hat ein erstes Hauptseil, das um eine erste Antriebsscheibe gewickelt ist, und ein zweites Hauptseil, das um eine zweite Antriebsscheibe gewickelt ist. Das erste Hauptseil hat einen ersten Kabinenendabschnitt, der mit dem ersten Seilverbindungsabschnitt verbunden ist, und einen ersten Gegengewichtsendabschnitt, der mit einem Gegengewicht verbunden ist, und das zweite Hauptseil hat einen zweiten Kabinenendabschnitt, der mit dem zweiten Seilverbindungsabschnitt verbunden ist, und einen zweiten Gegengewichtsendabschnitt, der mit dem Gegengewicht verbunden ist.
Die CN103608280A offenbart eine Spannanordnung für eine Traktionsvorrichtung eines Aufzugs, umfassend mindestens eine Aufzugskabine, die so angeordnet ist, dass sie sich in einem Aufzugsschacht auf und ab bewegt, und mindestens ein oder mehrere
Ausgleichsgewichte, die ihrerseits so verbunden sind, dass sie die Aufzugskabine mittels ihrer eigenen Tragmittel, beispielsweise mittels Seilen oder Riemen und Umlenkrollen, tragen; und einen Aufzug, der mit mindestens einer Treibscheibe oder einem Äquivalent und auch mit mindestens einem Zugmittel wie Riemen, Seilen oder Ketten versehen ist, die so konfiguriert sind, dass sie die Drehbewegung der Treibscheibe in eine Bewegung der Aufzugskabine und der Ausgleichsgewichte umwandeln. Das Zugmittel ist mit mindestens einem seiner Enden an dem Befestigungsmittel befestigt, wodurch eine im Wesentlichen konstante Spannung gewährleistet wird.
Gemäss einem ersten Aspekt der Erfindung wird eine Aufzuganlage beschrieben, welche eine entlang eines Fahrwegs verlagerbare Fahrkomponente, eine erste Antriebsmaschine und eine zweite Antriebsmaschine, eine Steuerung zum Steuern eines Betriebs sowohl der ersten Antriebsmaschine als auch der zweiten Antriebsmaschine sowie mehrere Tragmittel aufweist. Eine erste Untergruppe der Tragmittel erstreckt sich dabei zwischen der Fahrkomponente und der ersten Antriebsmaschine. Eine zweite Untergruppe der Tragmittel erstreckt sich zwischen der Fahrkomponente und der zweiten Antriebsmaschine. Tragmittelenden sowohl der ersten als auch der zweiten Untergruppe der Tragmittel sind hierbei an einer gemeinsamen Befestigungskomponente befestigt. Die Befestigungskomponente ist an einem Gebäudeteil eines die Aufzuganlage aufnehmenden Gebäudes oder an der Fahrkomponente in einer ersten Richtung des Fahrwegs auf Zug belastbar fixiert und in einer zweiten Richtung quer zu dem Fahrweg entlang eines Ausgleichswegs verlagerbar.
Einleitend soll eine Grundidee zu Ausfuhrungsformen der hierin beschriebenen Erfindung kurz erläutert werden, wobei diese Erläuterung als lediglich grob zusammenfassend und die Erfindung nicht einschränkend auszulegen ist:
Es wurde erkannt, dass es vorteilhaft sein kann, bei einer Schwerlast-Aufzuganlage eine verlagerbare Fahrkomponente wie beispielsweise eine grosse Aufzugkabine anstatt mit einer einzelnen Antriebsmaschine mit zwei oder mehr Antriebsmaschinen zu verlagern. Jede dieser Antriebsmaschinen ist dabei über seilartige Tragmittel mit der Fahrkomponente verbunden, um durch geeignetes Antreiben der Tragmittel die Fahrkomponente entlang ihres Fahrwegs verlagern zu können.
Allerdings wurde ergänzend erkannt, dass es technisch schwierig umzusetzen sein kann bzw. nicht in allen Fällen zu gewährleisten sein kann, dass die beiden Antriebsmaschinen perfekt miteinander synchronisiert arbeiten. Eine mangelnde Synchronisation zwischen den beiden Antriebsmaschinen kann jedoch dazu fuhren, dass übermässige Kräfte auf eine der Antriebsmaschinen und/oder die ihr zugeordneten Tragmittel wirken.
Um hieraus resultierende Überlastungen verhindern zu können, wird hierin eine spezielle Befestigungskomponente beschrieben, mithilfe derer die Tragmittel an dem Gebäude bzw. der Fahrkomponente befestigt werden können. Die Befestigungskomponente ist hierbei dazu ausgelegt, um einerseits eine Zugbelastung, die in Richtung des Fahrwegs der Fahrkomponente wirkt (d.h. im Regelfall eine vertikale Zugbelastung) im Wesentlichen fest fixiert an das Gebäude bzw. die Fahrkomponente zu übertragen. Andererseits ist die Befestigungskomponente dazu konfiguriert, dass sie quer zu dem Fahrweg verlagerbar ist, d.h. sich quer zu dem Fahrweg der Fahrkomponente entlang eines Ausgleichswegs bewegen kann, wenn in dieser Richtung (d.h. im Regelfall in horizontaler Richtung) Kräfte auf die Befestigungskomponente wirken.
Durch die Verlagerbarkeit in der Querrichtung wird unter anderem ermöglicht, bei einer mangelhaften Synchronisation des Betriebs der separaten Antriebsmaschinen und einer hieraus resultierenden unterschiedlichen Bewegung der den Antriebsmaschinen jeweils zugeordneten Untergruppen von Tragmitteln eine sich hieraus ergebende ungleichmässige Kraftbelastung auf die Befestigungskomponente auszugleichen, indem sich die Befestigungskomponente entlang des Ausgleichswegs verlagern kann. Außerdem kann in Reaktion auf die Verlagerung der Befestigungskomponente entlang des Ausgleichswegs der unzureichenden Synchronisierung des Betriebs der beiden Antriebsmaschinen entgegengewirkt werden.
Nachfolgend werden mögliche Ausgestaltungen und Vorteile von Ausführungsformen der Aufzuganlage in genaueren Einzelheiten beschrieben.
Die hierin beschriebene Aufzuganlage kann insbesondere dazu konfiguriert sein, eine Fahrkomponente mit einer Last von mehr als 201, vorzugsweise mehr als 25 t, mehr als 30 t, mehr als 401 oder sogar mehr als 50 t, zu verlagern.
Hierzu weist die Aufzuganlage eine Fahrkomponente, wenigstens zwei Antriebsmaschinen, eine Steuerung, mehrere Tragmittel sowie eine spezielle Befestigungskomponente auf. Mögliche Eigenschaften der genannten Komponenten bzw. Funktionseinheiten werden nachfolgend erläutert.
Die Fahrkomponente ist entlang eines Fahrwegs verlagerbar. Bei der Fahrkomponente handelt es sich meist um eine Aufzugkabine, welche auch als Fahrkorb bezeichnet werden kann. Die Aufzugkabine kann dazu vorgesehen sein und entsprechend dimensioniert sein, um eine grosse Anzahl von Personen (beispielsweise über 200 Personen) und/oder schwere Gegenstände als Last befördern zu können. Alternativ kann auch ein Gegengewicht als Fahrkomponente wirken. Der Fahrweg beschreibt eine Strecke, entlang derer die Fahrkomponente innerhalb eines Gebäudes oder Bauwerks verlagert werden kann. Im Regelfall verläuft der Fahrweg vertikal, d.h. die Richtung des Fahrwegs entspricht einer Richtung, in der die Gravitation wirkt. In Ausnahmefällen wie zum Beispiel bei Schrägaufzügen kann der Fahrweg auch schräg zur Vertikalen verlaufen. Meist verläuft der Fahrweg innerhalb eines Aufzugschachts. Der Aufzugschacht wird von Schachtwänden umgeben und oben von einer Schachtdecke und unten von einem Schachtboden begrenzt. Angrenzend an den Fahrweg bzw. den Aufzugschacht kann ein Maschinenraum vorgesehen sein, in dem Betriebskomponenten der Aufzuganlage aufgenommen sind.
Die wenigstens zwei Antriebsmaschinen der Aufzuganlage sind prinzipiell separate und unabhängig voneinander betreibbare Einrichtungen. Es können auch mehr als zwei Antriebsmaschinen vorgesehen sein, wobei eine geradzahlige Anzahl von Antriebsmaschinen bevorzugt sein kann. Die Antriebsmaschinen können in einer symmetrischen, insbesondere einer spiegelsymmetrischen Anordnung angeordnet sein. Die Antriebsmaschinen können an beliebigen Positionen angeordnet sein, beispielsweise in einem Maschinenraum oberhalb oder unterhalb des Aufzugschachts. Jede Antriebsmaschine kann hierbei einen Motor beispielsweise in Form eines starken Elektromotors, insbesondere in Form eines getriebelosen Elektromotors aufweisen. Eine von dem Motor angetriebene Welle kann mit einer Treibscheibe versehen sein, sodass der Motor über die Welle die Treibscheibe in Rotation versetzen kann. Der Betrieb jeder einzelnen Antriebsmaschine kann dabei durch Steuern bzw. Regeln einer der Antriebsmaschine zugeführten Leistung kontrolliert werden. Hierbei kann im
Allgemeinen sowohl ein Zeitpunkt, zu dem die Antriebsmaschine zu rotieren beginnt, als auch eine Rotationsgeschwindigkeit gesteuert bzw. geregelt werden.
Die Steuerung dient dazu, den Betrieb der verschiedenen Antriebsmaschinen zu steuern. Hierzu kann die Steuerung die Leistungen, die den verschiedenen Antriebsmaschinen zugeführt werden, bedarfsgerecht steuern bzw. regeln. Insbesondere soll die Steuerung hierbei die Antriebsmaschinen derart betreiben, dass diese gemeinsam die Fahrkomponente in synchronisierter Weise verlagern. Hierzu soll die Steuerung insbesondere einen Zeitpunkt, zu dem die verschiedenen Antriebsmaschinen in Gang gesetzt werden, sowie eine Geschwindigkeit, mit der die Antriebsmaschinen betrieben werden, möglichst derart miteinander synchronisieren, dass insgesamt von den Antriebsmaschinen gleichmässige und austarierte Kräfte auf die Fahrkomponente ausgeübt werden, um diese zentriert und möglichst geradlinig entlang ihres Fahrwegs verlagern zu können. Um einen derart synchronisierten Betrieb erreichen zu können, kann die Steuerung mit jeder der Antriebsmaschinen elektrisch verbunden sein. Eine elektrische Verbindung kann hierbei einerseits dazu vorgesehen sein, elektrische Leistung gesteuert bzw. geregelt an die Antriebsmaschine zu liefern. Ergänzend kann andererseits auch eine elektrische Verbindung vorgesehen sein, um Betriebsdaten der Antriebsmaschine an die Steuerung rückkoppeln zu können. Ausserdem kann die Steuerung mit anderen Betriebskomponenten der Aufzuganlage gekoppelt sein, insbesondere um Daten oder Signale mit diesen austauschen zu können, welche es der Steuerung ermöglichen, Informationen über einen augenblicklichen Betriebszustand und insbesondere über eine augenblickliche Synchronisation zwischen den Antriebsmaschinen ableiten zu können. Insbesondere kann, wie weiter unten detaillierter beschrieben, die Steuerung Informationen von der Befestigungskomponente erhalten, die eine Aussage darüber zulassen, welche Querkräfte aktuell auf die Befestigungskomponente wirken, wobei eine Analyse solcher Querkräfte dann wiederum einen Rückschluss auf eine aktuelle unzureichende Synchronisation zwischen den Antriebsmaschinen ermöglichen kann.
Die Tragmittel verbinden jede der Antriebsmaschinen mit der Fahrkomponente. Die Tragmittel können seilartig sein, d.h. auf Zug belastbar sein, aber quer zu einer Zugrichtung biegbar sein. Die Tragmittel können Seile, Gurte, Riemen oder Ähnliches sein. Die Tragmittel können auch als Halte-Traktion-Mittel (englisch: suspension traction means, STM) bezeichnet werden. Jeder der Antriebsmaschinen kann dabei eine
Untergruppe von Tragmitteln zugeordnet sein, wobei jede Untergruppe wiederum mehrere Tragmittel umfassen kann. Die Tragmittel können hierbei über eine Treibscheibe einer der Antriebsmaschinen verlaufen und durch Traktion durch diese verlagert werden. Prinzipiell können die Tragmittel auf direktem Wege zwischen der Antriebsmaschine bzw. der von ihr angetriebenen Treibscheibe, einerseits, und der Fahrkomponente, andererseits, verlaufen. Es kann jedoch insbesondere bei Schwerlast-Aufzuganlagen bevorzugt sein, eine Kraftübersetzung dadurch zu bewirken, dass die Tragmittel über eine oder mehrere Rollen verlaufend angeordnet werden, um hierdurch eine Art Flaschenzug auszubilden. Eine Kraftübersetzung kann hierbei beispielsweise als 1:2, 1:4, 1:8 oder sogar 1: 16 ausgebildet werden. Eine Verseilung, d.h. eine Anordnung bzw. ein Weg, entlang der die Tragmittel verlaufen, kann hierbei geeignet von einem ersten Fixpunkt, an dem ein Ende der Tragmittel befestigt ist, über die zumindest eine Fahrkomponente, gegebenenfalls ein oder mehrere Umlenkrollen sowie gegebenenfalls ein oder mehrere Kraftübersetzungsrollen hin zu einem zweiten Fixpunkt führen. Einer oder beide dieser Fixpunkte können an einem Gebäudeteil eines die Aufzuganlage aufhehmenden Gebäudes wie beispielsweise einer Decke oder eines Bodens des Aufzugschachts oder an einem an den Aufzugschacht angrenzenden Maschinenraum vorgesehen sein. Alternativ oder ergänzend können einer oder beide dieser Fixpunkte auch an der Fahrkomponente vorgesehen sein.
Bei herkömmlichen Aufzuganlagen werden die Fixpunkte üblicherweise durch Befestigungskomponenten gebildet, welche einerseits fest an dem jeweiligen Gebäudeteil bzw. der Fahrkomponente angebracht sind und an denen andererseits Enden einer Mehrzahl von Tragmitteln fest fixiert sind. Dies ist in der Regel problemlos möglich, solange alle Tragmittel von der gleichen Antriebsmaschine angetrieben werden.
Wenn jedoch eine einzelne Fahrkomponente mit mehreren Untergruppen von Tragmitteln verbunden ist und jede dieser Untergruppen von einer anderen Antriebsmaschine angetrieben wird, kann eine Problematik dahingehend auftreten, dass eine mangelnde Synchronisierung zwischen dem Betrieb der einzelnen Antriebsmaschinen zu einer ungleichmässigen Kraftausübung von den jeweiligen Untergruppen von Tragmitteln auf die Fahrkomponente führen kann. In einem Extremfall kann beispielsweise lediglich eine von zwei Antriebsmaschinen beginnen, die ihr zugeordnete Untergruppe von Tragmitteln zu bewegen, um damit die Fahrkomponente anzuheben, wohingegen die andere
Antriebsmaschine keinen oder erst verspätet einen Betrieb aufhimmt. In einer solchen Situation wirkt die nicht-betriebene Antriebsmaschine wie ein Fixpunkt für die zugehörigen Tragmittel. Dementsprechend lastet in dieser Situation nicht lediglich die Hälfte des Gewichts auf jeder der Untergruppen von Tragmitteln, sondern stattdessen muss die der ersten Antriebsmaschine zugeordnete Untergruppe von Tragmitteln sowie die zugehörige Antriebsmaschine im Wesentlichen die gesamte Fast der Fahrkomponente aufnehmen. Hierdurch kann es zu Überlastungen oder Fehlfimktionen kommen.
Um solchen Situationen entgegenzuwirken bzw. diese von vornherein zu vermeiden, wird daher vorgeschlagen, bei der hierin beschriebenen Aufzuganlage eine spezielle Befestigungskomponente einzusetzen. Diese Befestigungskomponente kann dazu dienen, sowohl die von der ersten Antriebsmaschine als auch die von der zweiten Antriebsmaschine angetriebenen Tragmittel an dem Gebäudeteil oder an der Fahrkomponente zu befestigen. Allerdings ist die spezielle Befestigungskomponente dazu konfiguriert, dass über sie die Tragmittelenden sowohl der ersten als auch der zweiten Untergruppe von Tragmitteln in einer ersten Richtung des Fahrwegs auf Zug belastbar an dem Gebäudeteil bzw. der Fahrkomponente befestigt werden, dass aber in einer zweiten Richtung quer zu der Richtung des Fahrwegs eine gewisse Verlagerbarkeit innerhalb eines sogenannten Ausgleichswegs ermöglicht wird.
Anders ausgedrückt soll die Befestigungskomponente bezogen auf eine in vertikaler Richtung verlagerbare Fahrkomponente derart ausgestaltet sein, dass in der vertikalen Richtung wirkende Kräfte, die von den an der Befestigungskomponente angebrachten Tragmittelenden sowohl der ersten als auch der zweiten Untergruppe von Tragmitteln auf die Befestigungskomponente ausgeübt werden, direkt oder zumindest im Wesentlichen direkt von der Befestigungskomponente auf das Gebäudeteil bzw. die Fahrkomponente, an der die Befestigungskomponente angebracht ist, übertragen werden. Andererseits sollen Kräfte, welche von den Tragmittelenden der wenigstens zwei Untergruppen von Tragmitteln auf die Befestigungskomponente in horizontaler Richtung bewirkt werden, dazu führen, dass sich die Befestigungskomponente zumindest in einem vorgegebenen begrenzten Masse entlang des Ausgleichswegs horizontal verlagern kann. Der Ausgleichsweg kann hierbei signifikante Längen aufweisen. Beispielsweise kann der Ausgleichsweg länger als 10 cm, länger als 30 cm oder sogar länger als 1 m sein.
Alternativ ausgedrückt kann der Ausgleichsweg wenigstens 10 %, wenigstens 30 % oder
sogar wenigstens 50 % einer Abmessung der Fahrkomponente, d.h. beispielsweise einer Breite der Aufzugkabine, gemessen in der zweiten Richtung, aufweisen.
Aufgrund einer solchen möglichen horizontalen Ausgleichsbewegung können Kräfte, wie sie insbesondere bei einem mangelhaft synchronisierten Betrieb zweier Antriebsmaschinen von den ihnen jeweils zugeordneten Untergruppen von Tragmitteln auf die Befestigungskomponente ausgeübt werden, zumindest teilweise toleriert oder ausgeglichen werden, ohne dass es zu einer Überlastung beispielsweise an einer der Antriebsmaschinen oder deren zugeordneten Tragmitteln kommt. Ausserdem kann, wie weiter unten noch in weiteren Einzelheiten erläutert, die Möglichkeit einer seitlichen Bewegung entlang des Ausgleichswegs genutzt werden, um ein Ausmass fehlender oder mangelhafter Synchronisierung der beiden Antriebsmaschinen ermitteln zu können und dann entsprechend gegensteuem zu können.
Gemäss einer Ausfiihrungsform sind Tragmittel der ersten Untergruppe einerseits und Tragmittel der zweiten Untergruppe andererseits derart an der Befestigungskomponente befestigt, dass, wenn alle Tragmittel auf Zug belastet sind, von den Tragmitteln der ersten Untergruppe auf die Befestigungskomponente bewirkte Kräfte entgegengesetzt zu von den Tragmitteln der zweiten Untergruppe auf die Befestigungskomponente bewirkten Kräften gerichtet sind.
Anders ausgedrückt sind Tragmittel der verschiedenen Untergruppen von Tragmitteln vorzugsweise derart an der Befestigungskomponente befestigt, dass sie bei jeweiliger Belastung auf Zug Kräfte in entgegengesetzten Richtungen auf die Befestigungskomponente bewirken. Aufgrund der entgegengesetzten Ausrichtung der verschiedenen Zugkräfte können diese sich teilweise oder vollständig kompensieren. Dabei müssen die Zugkräfte nicht zwangsweise exakt antiparallel wirken, sondern es können auch lediglich Anteile der von den verschiedenen Untergruppen von Tragmitteln bewirkten Kräfte in entgegengesetzte Richtungen auf die Befestigungskomponente wirken, beispielsweise wenn die Tragmittel der ersten Untergruppe und die Tragmittel der zweiten Untergruppe nicht in gleichen oder parallelen Ebenen sondern in schräg zueinander verlaufenden Ebenen angeordnet sind und an der Befestigungskomponente befestigt sind.
Im Falle von lediglich zwei Antriebsmaschinen und entsprechend zwei Untergruppen von Tragmitteln bedeutet dies, dass die erste Antriebsmaschine über die erste Untergruppe von Tragmitteln eine Zugkraft auf die Befestigungskomponente in einer ersten Zugrichtung entlang des Ausgleichswegs bewirken kann, wohingegen die zweite Antriebsmaschine über die zweite Untergruppe von Tragmitteln eine Zugkraft auf die Befestigungskomponente in einer entgegengesetzten zweiten Zugrichtung entlang des Ausgleichswegs bewirken kann. Sofern beide Antriebsmaschinen gut miteinander synchronisiert arbeiten, kompensieren sich die beiden Zugkräfte, sodass die Befestigungskomponente stationär bleibt und sich nicht entlang des Ausgleichswegs verlagert. Sind die beiden Antriebsmaschinen jedoch nicht gut miteinander synchronisiert, sondern arbeiten beispielsweise zeitlich versetzt oder mit unterschiedlichen Kräften, resultiert insgesamt eine Zugkraft auf die Befestigungskomponente, sodass diese sich sukzessive entlang des Ausgleichswegs verlagert. Aufgrund dieser Ausgleichsbewegung können die durch die mangelnde Synchronisierung der beiden Antriebsmaschinen entstehenden Kraftunterschiede zumindest teilweise ausgeglichen werden.
Gemäss einer Ausführungsform umfasst die Befestigungskomponente eine in der zweiten Richtung verlaufende Schiene und einen entlang der Schiene verlagerbaren Schlitten. Die Tragmittelenden der ersten und zweiten Untergruppe der Tragmittel sind dabei an dem Schlitten befestigt.
Die Befestigungskomponente kann somit zumindest zweiteilig ausgebildet sein. Ein erster Teil in Form einer Schiene kann hierbei fest an dem Gebäudeteil bzw. der Fahrkomponente angebracht sein. Ein zweiter Teil in Form eines Schlittens kann sich relativ zu der Schiene bewegen. Insbesondere kann der Schlitten entlang der Schiene verlagert werden, wobei er von der Schiene entlang des Ausgleichswegs geführt wird. Die Tragmittelenden der Tragmittel der ersten sowie der zweiten Untergruppe sind hierbei an dem Schlitten befestigt, sodass von den verschiedenen Untergruppen bewirkte Kräfte ein Verlagern des Schlittens bewirken können, wenn sich diese Kräfte beispielsweise aufgrund einer unzureichenden Synchronisierung der verschiedenen Antriebsmaschinen nicht kompensieren.
Die Schiene kann sich entlang des Ausgleichswegs erstrecken. Die Schiene kann geradlinig verlaufen. Alternativ kann die Schiene mit einer geringfügigen Krümmung
ausgebildet sein. Die Schiene kann als hoch-stabiles Bauteil beispielsweise in Form eines Metallbauteils oder eines Metallprofils ausgebildet sein. Der Schlitten kann an der Schiene in einer hoch-belastbaren Art und Weise gehalten sein. Beispielsweise kann der Schlitten in die Schiene eingreifen oder diese umgreifen. Der Schlitten kann an der Schiene gelagert gehalten sein, um eine Reibung zwischen Schlitten und Schiene gering zu halten. Dementsprechend können Kräfte, die von den Tragmitteln auf den Schlitten ausgeübt werden, stabil auf die Schiene und letztendlich auf das mit der Schiene verbundene Gebäudeteil bzw. die Fahrkomponente abgeleitet werden.
Gemäss einer Ausfiihrungsform weist die Aufzuganlage ferner eine Positionsmesseinrichtung zum Messen einer aktuellen Position der Befestigungskomponente entlang des Ausgleichswegs und zum Erzeugen eines die aktuelle Position angebenden Positionssignals auf.
Mit anderen Worten kann an oder nahe zu der Befestigungskomponente eine Positionsmesseinrichtung angeordnet sein, die dazu konfiguriert ist, zu messen, an welcher Stelle entlang des Ausgleichswegs sich die Befestigungskomponente aktuell befindet. Insbesondere kann die Positionsmesseinrichtung bezogen auf das vorangehend beschriebene Ausfiihrungsbeispiel feststellen, wo sich der Schlitten der Befestigungskomponente relativ zu deren Schiene befindet. Die Positionsmesseinrichtung kann beispielsweise einen mit der Befestigungskomponente bzw. dem Schlitten zusammenwirkenden Encoder aufweisen, wobei eine Baukomponente dieses Encoders der Bewegung der Befestigungskomponente bzw. des Schlittens folgt und die Bewegung dieser Baukomponente wiederum messtechnisch ermittelt werden kann, um daraus deren Positionsveränderung ablesen zu können. Die Positionsmesseinrichtung kann die aktuelle Position der Befestigungskomponente über eine mechanische Kopplung mit der Befestigungskomponente oder berührungslos ermitteln. Daraufhin kann dann ein Positionssignal beispielsweise in Form eines elektrischen Signals erzeugt werden, dass eine Information über diese aktuelle Position codiert, wobei das Positionssignal dann an andere Aufzugkomponenten weitergeleitet werden kann.
Gemäss einer konkretisierten Ausführungsform kann die Steuerung dazu konfiguriert sein, den Betrieb der ersten und zweiten Antriebsmaschine unter Berücksichtigung des Positionssignals zu steuern.
Insbesondere kann die Steuerung das von der Positionsmesseinrichtung gelieferte Positionssignal dazu einsetzen, um basiert auf diesem die Antriebsmaschinen möglichst gut synchronisiert miteinander zu betreiben. Dabei kann genutzt werden, dass eine mangelhafte Synchronisation des Betriebs der Antriebsmaschinen regelmässig zu einer Krafteinwirkung auf die Befestigungskomponente in lateraler Richtung und damit zu einer Verlagerung der Befestigungskomponente entlang des Ausgleichswegs fuhrt, sodass die Information über die aktuelle Position der Befestigungskomponente einen Rückschluss über ein Ausmass der mangelhaften Synchronisation ermöglicht. Je stärker die von dem Positionssignal angegebene Positionsänderung relativ zu einer Ausgangsposition bzw. einer Grundposition ist, desto grösser ist damit eine Abweichung von einer Synchronisation zwischen den Antriebsmaschinen anzunehmen. Dieser Abweichung kann die Steuerung dann durch Berücksichtigen des Positionssignals entgegenwirken.
Beispielsweise kann eine Antriebsmaschine, deren mit ihr angetriebene Tragmittel einen schwächeren Zug auf die Befestigungskomponente ausüben als die Tragmittel der anderen Antriebsmaschine, sodass sich die Befestigungskomponente in Richtung des Zugs der Tragmittel der anderen Antriebsmaschine bewegt, derart angesteuert werden, dass diese Antriebsmaschine schneller dreht und es somit zu einem Ausgleich zwischen den Zugkräften beider Antriebsmaschinen kommt.
Gemäss einer weiteren konkretisierten Ausführungsform kann die Steuerung dazu konfiguriert sein, den Betrieb der ersten und zweiten Antriebsmaschine unter Berücksichtigung einer zeitlichen Veränderung des Positionssignals zu steuern.
Anders ausgedrückt kann anstatt oder ergänzend zu dem Positionssignal selbst auch eine zeitliche Veränderung des Positionssignals von der Steuerung berücksichtigt werden, um den Betrieb der Antriebsmaschinen zu steuern. Diese zeitliche Veränderung des Positionssignals gibt eine Geschwindigkeit wieder, mit der sich die Befestigungskomponente entlang des Ausgleichswegs bewegt. Die Information über diese Geschwindigkeit lässt hierbei wiederum einen Rückschluss auf ein Ausmass einer unzureichenden Synchronisation der Antriebsmaschinen zu, sodass die Steuerung
daraufhin die Antriebsmaschinen geeignet ansteuem kann, um eine bessere Synchronisation zu bewirken.
Gemäss einer Ausführungsform weist die Aufzuganlage ferner jeweils einen Endschalter an entgegengesetzten Enden des Ausgleichswegs auf, wobei jeder Endschalter dazu konfiguriert und angeordnet ist, um ein Schaltsignal zu ändern, wenn die Befestigungskomponente eine vorbestimmte Endposition an dem Ausgleichsweg erreicht.
Ein Endschalter ist hierbei im Allgemeinen ein Schalter, der lediglich zwei Schaltzustände aufweist, d.h. betätigt oder unbetätigt sein kann. Der Schalter kann derart konfiguriert und angeordnet sein, dass sein Schaltzustand geändert wird, d.h. von einem betätigten Zustand in einen unbetätigten Zustand oder umgekehrt wechselt, wenn die Befestigungskomponente sich derart weit entlang des Ausgleichswegs bewegt hat, dass sie eine vorbestimmte Endposition erreicht. Der Endschalter kann beispielsweise ein mechanisch arbeitender und/oder mechanisch zu betätigender Schalter sein.
Beispielsweise kann der Endschalter von der Befestigungskomponente bei Erreichen der Endposition mechanisch betätigt werden. Alternativ kann der Endschalter andere Betätigungsprinzipien einsetzen wie beispielsweise eine Erfassung einer Betätigung durch optische Detektion, elektrische Detektion, magnetische Detektion, etc. Das daraufhin erzeugte und den Schaltzustand repräsentierende Schaltsignal kann dabei dazu genutzt werden, um zu erkennen, wenn sich zum Beispiel im oben beschriebenen Ausführungsbeispiel der Schlitten der Befestigungskomponente bis zu der Endposition nahe einem Ende der Schiene bewegt hat. Dieses Schaltsignal kann dann an andere Komponenten der Aufzuganlage weitergeleitet werden, um von diesen beim Betrieb der Aufzuganlage berücksichtigt werden zu können.
Gemäss einer weiter konkretisierten Ausführungsform kann die Steuerung und/oder ein Sicherheitskreis der Aufzuganlage dazu konfiguriert sein, den Betrieb der ersten und zweiten Antriebsmaschine bei Empfangen eines sich ändernden Schaltsignals, welches ein Erreichen der Endposition durch die Befestigungskomponente angibt, zu stoppen.
Mit anderen Worten kann die Steuerung, sobald sie aufgrund des sich ändernden Schaltsignals erkennt, dass die Befestigungskomponente ihre Endposition erreicht hat, den Betrieb aller Antriebsmaschinen stoppen. Alternativ können die Endschalter in einen
Sicherheitskreis der Aufzuganlage integriert sein, sodass ein Betätigen eines der Endschalter diesen Sicherheitskreis unterbricht und die Aufzuganlage dadurch samt aller Antriebsmaschinen gestoppt wird. Durch ein solches Stoppen, wenn die Befestigungskomponente ihre Endposition erreicht, kann verhindert werden, dass die Aufzuganlage in einem solchen Fall weiterbetrieben wird und ein Risiko besteht, dass eine sich weiter verstärkende mangelnde Synchronisation zwischen den Antriebsmaschinen dazu führt, dass es zu mechanischen Überlastungen an der Befestigungskomponente, den Tragmitteln und/oder den Antriebsmaschinen kommen kann.
Gemäss einer Ausführungsform weist die Aufzuganlage ferner jeweils einen Endanschlag angrenzend an entgegengesetzte Enden des Ausgleichswegs auf, wobei der Endanschlag dazu konfiguriert ist, eine Verlagerung der Befestigungskomponente über eine Position des Endanschlags hinaus zu verhindern.
Der Endanschlag stellt eine mechanische Begrenzung des Ausgleichswegs dar. Die Befestigungskomponente kann sich somit entlang des Ausgleichswegs bis maximal zu einem der Endanschläge bewegen. Bevor die Befestigungskomponente einen Endanschlag erreicht, sollte sie im Regelfall bereits einen davor angeordneten Endschalter betätigen, wodurch ein weiteres Verlagern der Befestigungskomponente verhindert werden sollte. Sollte dies jedoch nicht erfolgen, beispielsweise aufgrund eines technischen Versagens, und sich die Befestigungskomponente entlang des Ausgleichswegs über den Endschalter hinaus bewegen, wird sie spätestens bei Erreichen des Endanschlags gestoppt. Hierdurch kann erreicht werden, dass eine Überlastung der Befestigungskomponente vermieden wird. Insbesondere kann bei dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel verhindert werden, dass sich der Schlitten entlang des Ausgleichswegs über die Schiene hinaus bewegt.
Gemäss einer Ausführungsform weist die Aufzuganlage ferner eine Lastmesseinrichtung zum Messen einer parallel zu dem Fahrweg auf die Befestigungskomponente wirkenden Kraft auf.
Die Lastmesseinrichtung ist dazu konfiguriert, eine aktuell auf die Fahrkomponente wirkende Last zu messen. Eine solche Last wirkt im Allgemeinen in vertikaler Richtung. Diese Last korreliert mit der Kraft, die von den Antriebsmaschinen aufgebracht werden
muss, um die Fahrkomponente entlang des Fahrwegs verlagern zu können. Die Kraft wirkt dabei parallel zu dem Fahrweg und greift an der Befestigungskomponente an. Die Lastmesseinrichtung kann beispielsweise zwischen die Befestigungskomponente und das Gebäudeteil bzw. die Fahrkomponente, an der die Befestigungskomponente fixiert ist, zwischengelagert werden, sodass die auf die Befestigungskomponente wirkenden Kräfte über die Lastmesseinrichtung an das Gebäudeteil bzw. die Fahrkomponente abgeleitet werden und dabei von der Lastmesseinrichtung gemessen werden können. Die Lastmesseinrichtung kann entsprechend dem Einsatzzweck der Aufzuganlage als Schwerlast-Aufzuganlage für die Messung grosser Lasten von über 201 oder sogar über 401 ausgelegt sein.
Durch geeignetes Messen der Last kann beispielsweise der Betrieb der Antriebsmaschinen geeignet gesteuert werden. Messsignale der Lastmesseinrichtung können dabei von der Steuerung berücksichtigt werden.
Gemäss einer konkretisierten Ausführungsform weist die Lastmesseinrichtung jeweils einen Kraftmesser angrenzend an entgegengesetzte Enden des Ausgleichswegs auf.
Beispielsweise kann die Befestigungskomponente an Positionen, welche den entgegengesetzten Enden des Ausgleichswegs entsprechen bzw. nahezu diesen angeordnet sind, an dem Gebäudeteil bzw. der Fahrkomponente fixiert sein. An diesen Positionen kann dann jeweils ein Kraftmesser vorgesehen sein, der die von der Befestigungskomponente dort an das Gebäudeteil bzw. die Fahrkomponente übertragenen Kräfte messen kann. Durch den Einsatz mehrerer Kraftmesser kann die insgesamt auf die Befestigungskomponente bewirkte Kraft und damit die auf die Fahrkomponente wirkenden Last zuverlässig ermittelt werden. Eine Gesamtlast entspricht hierbei einer Summe der von den beiden Kraftmessern gemessenen Kräfte.
Gemäss einer Ausführungsform weist die Aufzuganlage ferner für jedes der Tragmittel jeweils einen Schlaffseilkontakt auf, welcher zwischen ein Ende des jeweiligen Tragmittels und die Befestigungskomponente zwischengelagert ist und dazu konfiguriert ist, einen Zustand, in dem von dem zugehörigen Tragmittel keine Zugkraft auf die Befestigungskomponente ausgeübt wird, zu detektieren und dementsprechend ein
Schlaffseilsignal zu erzeugen.
Mithilfe des Schlaffseilkontakts kann somit erkannt werden, wenn eines oder mehrere der Tragmittel nicht unter Zug steht und somit schlaff durchhängt. Ein solcher mangelnder Zug auf ein oder mehrere Tragmittel kann beispielsweise infolge eines fehlerhaften Betreibens der Antriebsmaschinen, infolge einer Fehlfimktion wie beispielsweise eines Verklemmens oder Verhakens der Fahrkomponente entlang ihres Fahrwegs oder ähnlichem auftreten. Ein Schaltzustand des Schlaffseilkontakts ändert sich in diesem Fall, sodass der fehlende Zug auf das oder die Tragmittel aufgrund des sich entsprechend ändernden Schlaffseilsignals erkannt werden kann. Der Schlaffseilkontakt kann beispielsweise ein mechanischer Kontakt sein, dessen Schaltzustand sich ändert, je nachdem, ob ein ihm zugeordnetes Tragmittel gespannt ist oder schlaff durchhängt.
Gemäss einer konkretisierten Ausfiihrungsform kann die Steuerung dazu konfiguriert sein, den Betrieb der ersten und zweiten Antriebsmaschine unter Berücksichtigung des Schlaffseilsignals zu steuern.
Insbesondere kann die Steuerung für den Fall, dass aufgrund des Schlaffseilsignals ein mangelnder Zug auf eines der Tragmittel erkannt wird, den Betrieb der Antriebsmaschinen stoppen, insbesondere um möglicherweise resultierende Überlastungen der Antriebsmaschinen oder anderer Komponenten in der Aufzuganlage zu vermeiden.
Gemäss einer konkreten Ausführungsform kann die Fahrkomponente eine Aufzugkabine sein. Die Aufzuganlage kann hierbei zu der ersten Antriebsmaschine zugeordnet wenigstens ein erstes Gegengewicht aufweisen, welches über die erste Untergruppe der Tragmittel mit der Aufzugkabine gekoppelt ist. Ergänzend kann die Aufzuganlage zu der zweiten Antriebsmaschine zugeordnet wenigstens ein zweites Gegengewicht aufweisen, welches über die zweite Untergruppe der Tragmittel mit der Aufzugkabine gekoppelt ist.
Anders ausgedrückt können in der Aufzuganlage wenigstens zwei Antriebsmaschinen vorgesehen sein, um die Aufzugkabine entlang ihres Fahrwegs bewegen zu können. Jede dieser Antriebsmaschinen bewegt dabei Tragmittel einer ihr zugeordneten Untergruppe von Tragmitteln, wobei diese Tragmittel einerseits mit der Aufzugkabine und andererseits mit einem oder mehreren lediglich dieser Antriebsmaschine zugeordneten
Gegengewichten gekoppelt ist. Die Anzahl der Gegengewichte ist somit mindestens gleich gross wie die Anzahl der Antriebsmaschinen. Jedes Gegengewicht unterstützt dabei jedoch lediglich die ihm zugeordnete Antriebsmaschine beim Heben der Aufzugkabine. Die verschiedenen Gegengewichte können somit zumindest prinzipiell unabhängig voneinander verlagert werden. Somit kann auch der Betrieb der verschiedenen Antriebsmaschinen individuell gesteuert werden, um auf diese Weise einer eventuell auftretenden mangelnden Synchronisierung zwischen den Antriebsmaschinen entgegenwirken zu können.
Es wird darauf hingewiesen, dass einige der möglichen Merkmale und Vorteile der Erfindung hierin mit Bezug auf unterschiedliche Ausfiihrungsformen der Aufzuganlage beschrieben sind. Ein Fachmann erkennt, dass die Merkmale in geeigneter Weise kombiniert, übertragen, angepasst oder ausgetauscht werden können, um zu weiteren Ausführungsformen der Erfindung zu gelangen.
Nachfolgend werden Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, wobei weder die Zeichnungen noch die Beschreibung als die Erfindung einschränkend auszulegen sind.
Fig. 1 zeigt eine Aufzuganlage gemäss einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Fig. 2 zeigt eine Befestigungskomponente in einem Teilbereich einer Aufzuganlage gemäss einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Die Figuren sind lediglich schematisch und nicht massstabsgetreu. Gleiche Bezugszeichen bezeichnen gleiche oder gleichwirkende Merkmale.
Figur 1 zeigt eine Aufzuganlage 1. Die Aufzuganlage 1 umfasst eine Fahrkomponente 3 in Form einer Aufzugkabine 5, welche entlang eines Fahrwegs 7 in einer ersten Richtung 31 vertikal innerhalb eines Aufzugschachts 29 verlagert werden kann. Zum Verlagern der Fahrkomponente 3 verfügt die Aufzuganlage 1 über eine erste Antriebsmaschine 9 und eine zweite Antriebsmaschine 11. Jede der Antriebsmaschinen 9, 11 verfügt über einen
Motor 61, mithilfe dessen eine Treibscheibe 63 in Rotation versetzt werden kann. Ein Betrieb beider Antriebsmaschinen 9, 11 wird von einer gemeinsamen Steuerung 13 gesteuert.
Die Antriebsmaschinen 9, 11 sind hierbei über seilartige Tragmittel 15 mit der Fahrkomponente 3 verbunden. Eine erste Untergruppe 17 von Tragmitteln 15 erstreckt sich dabei zwischen der Fahrkomponente 3 und der ersten Antriebsmaschine 9, wohingegen eine zweite Untergruppe 19 der Tragmittel 15 sich zwischen der Fahrkomponente 3 und der zweiten Antriebsmaschine 11 erstreckt. Ausserdem sind in der Aufzuganlage 1 zwei Gegengewichte 55, 57 vorgesehen, welche jeweils an eine der beiden Untergruppen 17, 19 von Tragmitteln 15 angekoppelt sind. Dementsprechend können über die erste Untergruppe 17 von Tragmitteln 15 und die damit zusammenwirkende erste Antriebsmaschine 9 einerseits die Aufzugkabine 5 und das erste Gegengewicht 55 in entgegengesetzte Richtungen verlagert werden, wohingegen über die zweite Untergruppe 19 von Tragmitteln 15 und die damit zusammenwirkende zweite Antriebsmaschine 11 andererseits die Aufzugkabine 5 und das zweite Gegengewicht 57 in entgegengesetzte Richtungen verlagert werden können. Die Aufzugkabine 5 und/oder die Gegengewichte 55, 57 können hierbei mithilfe von Führungsschienen (nicht dargestellt), welche innerhalb des Aufzugschachts 29 vertikal verlaufend angeordnet sind, entlang ihres Fahrwegs 7 geführt werden.
Insgesamt kann durch das Vorsehen mehrerer Antriebsmaschinen 9, 11 sowie mehrerer separater Untergruppen 17, 19 von Tragmitteln 15 eine erhöhte Lasttragfähigkeit für die Aufzuganlage 1 bewirkt werden.
Im dargestellten Beispiel sind die Tragmittel 15 jeder der Untergruppen 17, 19 dabei an einem Ende jeweils mithilfe einer stationären Fixierungseinrichtung 65 an einer als Gebäudeteil 25 dienenden Schachtdecke 27 des Aufzugschachts 29 fixiert. Von dort aus verlaufen die Tragmittel 15 jeweils zunächst hin zu dem der jeweiligen Untergruppe 17, 19 zugeordneten ersten bzw. zweiten Gegengewicht 55, 57, von dort aus weiter zu der jeweils zugeordneten ersten bzw. zweiten Antriebsmaschine 9, 11, dann weiter hin zu Umlenkrollen 67 an der Aufzugkabine 5 und von dort aus letztendlich hin zu einer gemeinsamen Befestigungskomponente 23. Dort sind Tragmittelenden 21 sowohl der
ersten als auch der zweiten Untergruppe 17, 19 von Tragmitteln 15 jeweils an der Befestigungskomponente 23 befestigt.
Es wird darauf hingewiesen, dass in dem in Fig. 1 dargestellten Beispiel aus Gründen einer vereinfachten grafischen Darstellung lediglich eine stark vereinfachte Form der Aufzuganlage 1 wiedergegeben ist. Diese Darstellung genügt, um Wirkprinzipien, wie sie bei der Aufzuganlage 1 Anwendung finden, zu erläutern, entspricht aber im Regelfall nicht einer tatsächlichen Auslegung der Aufzuganlage, welche für einen praktischen Einsatz häufig deutlich komplexer aufgebaut ist. Insbesondere sind in der Figur lediglich eine 1:2-Verseilung, das heisst eine Seilführung, bei der eine flaschenzugartige Kraftübersetzung in einem Verhältnis 1:2 realisiert ist, sowie lediglich zwei separate Antriebsmaschinen 9, 11 dargestellt. Im praktischen Einsatz können deutlich aufwändigere Verseilungen wie beispielsweise eine 1:8-Verseilung oder eine 1: 16- Verseilung zur Anwendung kommen. Ausserdem kann eine grössere Anzahl von Antriebsmaschinen, beispielsweise vier oder mehr Antriebsmaschinen vorgesehen werden. Ausserdem kann die Aufzuganlage 1 mit einer modifizierten Verseilung auch derart ausgestaltet werden, dass die gemeinsame Befestigungskomponente 23 nicht an der Schachtdecke 27 oder einem anderen stationären Gebäudeteil 25, sondern an der Fahrkomponente 3 angeordnet und befestigt ist.
Nachfolgend werden mögliche Details und Wirkungsweisen der gemeinsamen Befestigungskomponente 23 mit Bezug auf die vergrösserte Darstellung derselben in Fig. 2 erläutert.
Die Befestigungskomponente 23 ist an der Schachtdecke 27 in einer ersten Richtung 31, welche der Richtung des vertikalen Fahrwegs 7 entspricht, auf Zug belastbar fixiert. Dabei sind eine Fixierung 69 sowie die gesamte Befestigungskomponente 23 ausreichend stark ausgelegt und dimensioniert, dass an der Befestigungskomponente 23 die hohen Lasten der Aufzugkabine 5 angreifen können und über diese und die Fixierung 69 an die Schachtdecke 27 abgeleitet werden können.
In einer zweiten Richtung 33, welche quer und vorzugsweise senkrecht zu der ersten Richtung 31 und damit horizontal verläuft, kann sich die Befestigungskomponente 23
oder zumindest ein Bauelement derselben, an dem die Tragmittelenden 21 befestigt sind, entlang eines Ausgleichswegs 35 verlagern lassen.
Während sich die Befestigungskomponente 23 selbst bei den genannten hohen Belastungen somit in der vertikalen ersten Richtung 31 nicht oder allenfalls unwesentlich verlagern lässt, können die über die verschiedenen Untergruppen 17, 19 von Tragmitteln 15 an der Befestigungskomponente 23 angreifenden Kräfte in der horizontalen zweiten Richtung 33 eine Verlagerung entlang des Ausgleichswegs 35 bewirken. Die Tragmittel 15 der ersten Untergruppe 17 und die Tragmittel 15 der zweiten Untergruppe 19 verlaufen in ihren an die Befestigungskomponente 23 angrenzenden Bereichen in entgegengesetzte Richtungen und sind mit ihren jeweiligen Tragmittelenden 21 an entgegengesetzten Seiten der Befestigungskomponente 23 befestigt.
Wenn alle Tragmittel 15 auf Zug belastet sind, wirken dementsprechend die von den Tragmitteln 15 der ersten Untergruppe 17 auf die Befestigungskomponente 23 bewirkten Kräfte entgegengesetzt zu den von den Tragmitteln 15 der zweiten Untergruppe 19 auf die Befestigungskomponente 23 bewirkten Kräfte, sodass sich die Kräfte gegenseitig zumindest teilweise oder, für den Fall dass ein Kräftegleichgewicht erreicht wird, vollständig kompensieren. Sofern kein Kräftegleichgewicht erreicht wird, was beispielsweise bei einer nicht ausreichend genauen Synchronisierung des Betriebs der beiden Antriebsmaschinen 9, 11 auftreten kann, resultiert dementsprechend eine in der horizontalen zweiten Richtung 33 wirkende Kraft auf die in dieser Richtung verlagerbare Befestigungskomponente 23, sodass es zu einer lateralen Verlagerung entlang des Ausgleichswegs 35 kommt. Der Ausgleichsweg 35 kann hierbei signifikante Fängen von beispielsweise mehr als 0,5 m aufweisen. Aufgrund der lateralen Verlagerung kann das Kräfteungleichgewicht bzw. die unzureichende Synchronisierung zwischen den Antriebsmaschinen 9, 11 zumindest teilweise ausgeglichen werden.
Bei dem in den Figuren konkret dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst die Befestigungskomponente 23 eine in der zweiten Richtung 33 verlaufende Schiene 37, entlang derer sich ein verlagerbarer Schlitten 39 durch die Schiene 37 geführt bewegen kann. Die Tragmittelenden 21 der beiden Untergruppen 17, 19 von Tragmitteln 15 sind hierbei an dem Schlitten 39 befestigt.
Mithilfe einer Positionsmesseinrichtung 41 kann eine aktuelle Position der Befestigungskomponente 23 bzw. des Schlittens 39 entlang des Ausgleichswegs 35 gemessen werden. Die Positionsmesseinrichtung 41 verfugt hierbei über einen Encoder 59, der mit dem Schlitten 39 wechselwirkt und der aktuellen Position des Schlittens 39 entsprechend ein Positionssignal erzeugt. Dieses Positionssignal kann dann an die Steuerung 13 geleitet werden.
Die Steuerung 13 kann daraufhin den Betrieb der beiden Antriebsmaschinen 9, 11 unter Berücksichtigung des Positionssignals steuern und dabei darauf hinwirken, dass die beiden Antriebsmaschinen 9, 11 möglichst gut synchronisiert miteinander arbeiten, sodass die von den beiden Untergruppen 17, 19 von Tragmitteln 15 auf die Befestigungskomponente 23 ausgeübten Kräfte jeweils gleich gross sind und sich im Wesentlichen kompensieren, sodass es zu keiner weiteren lateralen Verlagerung des Schlittens 39 oder sogar zu einer Rückstellung des Schlittens 39 in eine Ausgangsposition beispielsweise mittig an dem Ausgleichsweg 35 kommt.
Ergänzend oder alternativ kann die Steuerung 13 auch eine zeitliche Veränderung des Positionssignals, welcher eine Geschwindigkeit angibt, mit der sich die Befestigungskomponente 23 entlang des Ausgleichswegs 35 bewegt, analysieren und diese beim Ansteuem der beiden Antriebsmaschine 9, 11 berücksichtigen.
An der Befestigungskomponente 23 sind ferner Endschalter 43 vorgesehen. Jeweils ein Endschalter 43 ist an einem der entgegengesetzten Enden des Ausgleichswegs 35 angeordnet. Jeder dieser Endschalter 43 kann sein Schaltsignal ändern, wenn er von der Befestigungskomponente 23 bzw. von deren Schlitten 39 betätigt wird, wobei eine solche Betätigung erfolgt, wenn die Befestigungskomponente 23 bzw. der Schlitten 39 eine vorbestimmte Endposition 45 an dem Ausgleichsweg 35 erreicht. Wenn ein solches Erreichen einer der Endpositionen 45 durch ein sich änderndes Schaltsignal eines der Endschalter 43 signalisiert wird, kann diese Information an die Steuerung 13 weitergegeben werden, woraufhin diese den Betrieb der beiden Antriebsmaschinen 9, 11 als Vorsichtsmassnahme stoppen kann.
Alternativ oder ergänzend können die Endschalter 43 auch in einen Sicherheitskreis der Aufzuganlage (nicht dargestellt) integriert sein, sodass ein Öffnen eines der
- TI -
Sicherheitsschalter 43 zwangsläufig zu einem Öffnen des Sicherheitskreises fuhrt, was wiederum zu einer Zwangsabschaltung der Aufzuganlage 1 fuhren kann.
Im Regelfall sollte die Steuerung 13 jedoch frühzeitig durch geeignetes Ansteuem der beiden Antriebsmaschinen 9, 11 einer übermässigen Verlagerung der Befestigungskomponente 23 bzw. des Schlittens 39 entgegenwirken, sodass es normalerweise nicht dazu kommt, dass diese sich bis hin zu einer der Endpositionen 45 bewegen.
Zur zusätzlichen Absicherung sind in der Aufzuganlage 1 zusätzlich Endanschläge 47 angrenzend an entgegengesetzte Enden des Ausgleichswegs 35, das heisst an oder nahe den Endpositionen 45, vorgesehen. Diese mechanischen Endanschläge 47 verhindern zuverlässig eine Verlagerung der Befestigungskomponente 23 bzw. des Schlittens 39 über eine Position des Endanschlags 47 hinaus.
Ferner ist an der Befestigungskomponente 23 jeweils an oder nahe zu den Tragmittelenden 21 der verschiedenen Tragmittel 15 jeweils ein Schlaffseilkontakt 53 vorgesehen. Der Schlaffseilkontakt 53 überprüft mit einem Fühler eine aktuelle mechanische Spannung der jeweiligen Tragmittel 15. Er kann somit einen Zustand, in dem von einem jeweiligen Tragmittel 15 keine Zugkraft auf die Befestigungskomponente 23 ausgeübt wird und das Tragmittel somit schlaff durchhängt, detektieren und ein entsprechendes Schlaffseilsignal erzeugen. Dieses Schlaffseilsignal kann dann an die Steuerung 13 geleitet werden. Da ein Durchhängen eines der Tragmittel 15 meist auf eine Fehlfimktion oder einen Defekt innerhalb der Aufzuganlage schliessen lässt, kann die Steuerung 13 daraufhin einen Betrieb der Aufzuganlage 1 unterbrechen und/oder die Antriebsmaschine 9, 11 geeignet ansteuem, um dem Durchhängen des Tragmittels 15 entgegenzuwirken. Ergänzend oder alternativ können die Schlaffseilkontakte 53 auch in den Sicherheitskreis der Aufzuganlage 1 integriert sein.
Die Aufzuganlage 1 weist ferner eine Lastmesseinrichtung 49 auf, mithilfe derer die in der ersten Richtung 31 parallel zu dem Fahrweg 7 auf die Befestigungskomponente 23 wirkende Kraft gemessen werden kann, wobei diese Kraft im Wesentlichen einer aktuell durch die Aufzugkabine 5 bewirkten Last entspricht.
Im dargestellten Beispiel ist die Lastmesseinrichtung 49 mit zwei Kraftmessern 51 ausgebildet. Jeweils einer dieser Kraftmesser 51 ist dabei nahe einem lateralen Ende der Befestigungskomponente 23 bzw. von deren Schiene 37, d.h. nahe einem der Enden des Ausgleichswegs 35, zwischen die Befestigungskomponente 23 einerseits und die Schachtdecke 27 zwischengelagert. Die gesamte auf die Befestigungskomponente 23 vertikal wirkende Kraft wird somit über die beiden Kraftmesser 51 der Lastmesseinrichtung 49 an die Schachtdecke 27 abgeleitet.
Sollte sich der Schlitten 39 der Befestigungskomponente 23 aktuell aussermittig zwischen den beiden Kraftmessern 51 befinden, können Anteile der Gesamtkraft dabei asymmetrisch über die beiden Kraftmesser 51 abgeleitet werden. Allerdings kann die Gesamtkraft durch Aufsummieren der von den beiden Kraftmessern 51 ermittelten Kraftwerte auch in diesem Fall zuverlässig gemessen werden.
Eine Information über die von der Lastmesseinrichtung 49 ermittelte Last kann dann an die Steuerung 13 weitergeleitet werden, sodass diese den Betrieb der Antriebsmaschinen 9, 11 entsprechend lastabhängig steuern kann. Alternativ oder ergänzend kann diese Information auch anderweitig genutzt werden, beispielsweise um eine Überlastung der Aufzuganlage 1 erkennen zu können.
Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass Begriffe wie „aufweisend“, „umfassend“, etc. keine anderen Elemente oder Schritte ausschliessen und Begriffe wie „eine“ oder „ein“ keine Vielzahl ausschliessen. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.
Claims
1. Aufzuganlage (1) aufweisend: eine entlang eines Fahrwegs (7) verlagerbare Fahrkomponente (3); eine erste Antriebsmaschine (9) und eine zweite Antriebsmaschine (11); eine Steuerung (13) zum Steuern eines Betriebs sowohl der ersten Antriebsmaschine (9) als auch der zweiten Antriebsmaschine (11); mehrere Tragmittel (15), wobei sich eine erste Untergruppe (17) der Tragmittel (15) zwischen der Fahrkomponente (3) und der ersten Antriebsmaschine (9) erstreckt und wobei sich eine zweite Untergruppe (19) der Tragmittel (15) zwischen der Fahrkomponente (3) und der zweiten Antriebsmaschine (11) erstreckt; wobei Tragmittelenden (21) sowohl der ersten als auch der zweiten Untergruppe (17, 19) der Tragmittel (15) an einer gemeinsamen Befestigungskomponente (23) befestigt sind; wobei die Befestigungskomponente (23) an einem Gebäudeteil (25) eines die Aufzuganlage (1) aufhehmenden Gebäudes oder an der Fahrkomponente (3) in einer ersten Richtung (31) des Fahrwegs (7) auf Zug belastbar fixiert, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungskomponente (23) in einer zweiten Richtung (33) quer zu dem Fahrweg (7) entlang eines Ausgleichswegs (35) verlagerbar ist.
2. Aufzuganlage (1) nach Anspruch 1, wobei Tragmittel (15) der ersten Untergruppe (17) einerseits und Tragmittel (15) der zweiten Untergruppe (19) andererseits derart an der Befestigungskomponente (23) befestigt sind, dass, wenn alle Tragmittel (15) auf Zug belastet sind, von den Tragmitteln (15) der ersten Untergruppe (17) auf die Befestigungskomponente (23) bewirkte Kräfte entgegengesetzt zu von den Tragmitteln (15) der zweiten Untergruppe (19) auf die Befestigungskomponente (23) bewirkten Kräften gerichtet sind.
3. Aufzuganlage (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Befestigungskomponente (23) eine in der zweiten Richtung (33) verlaufende Schiene (37) und einen entlang der Schiene (37) verlagerbaren Schlitten (39) umfasst, und wobei die Tragmittelenden (21) der ersten und zweiten Untergruppe (17, 19) der Tragmittel (15) an dem Schlitten (39) befestigt sind.
4. Aufzuganlage (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, ferner aufweisend eine Positionsmesseinrichtung (41) zum Messen einer aktuellen Position der Befestigungskomponente (23) entlang des Ausgleichswegs (35) und zum Erzeugen eines die aktuelle Position angebenden Positionssignals.
5. Aufzuganlage (1) nach Anspruch 4, wobei die Steuerung (13) dazu konfiguriert ist, den Betrieb der ersten und zweiten Antriebsmaschine (9, 11) unter Berücksichtigung des Positionssignals zu steuern.
6. Aufzuganlage (1) nach einem der Ansprüche 4 und 5, wobei die Steuerung (13) dazu konfiguriert ist, den Betrieb der ersten und zweiten Antriebsmaschine (9, 11) unter Berücksichtigung einer zeitlichen Veränderung des Positionssignals zu steuern.
7. Aufzuganlage (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, ferner aufweisend jeweils einen Endschalter (43) an entgegengesetzten Enden des Ausgleichswegs (35), wobei jeder Endschalter (43) dazu konfiguriert und angeordnet ist, um ein Schaltsignal zu ändern, wenn die Befestigungskomponente (23) eine vorbestimmte Endposition (45) an dem Ausgleichsweg (35) erreicht.
8. Aufzuganlage (1) nach Anspruch 7, wobei die Steuerung (13) und/oder ein Sicherheitskreis der Aufzuganlage (1) dazu konfiguriert ist, den Betrieb der ersten und zweiten Antriebsmaschine (9, 11) bei Empfangen eines sich ändernden Schaltsignals, welches ein Erreichen der Endposition (45) durch die Befestigungskomponente (23) angibt, zu stoppen.
9. Aufzuganlage (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, ferner aufweisend jeweils einen Endanschlag (47) angrenzend an entgegengesetzte Enden des Ausgleichswegs (35), wobei der Endanschlag (47) dazu konfiguriert ist, eine Verlagerung der Befestigungskomponente (23) über eine Position des Endanschlags (47) hinaus zu verhindern.
10. Aufzuganlage (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, ferner aufweisend eine Lastmesseinrichtung (49) zum Messen einer parallel zu dem Fahrweg (7) auf die Befestigungskomponente (23) wirkenden Kraft.
11. Aufzuganlage (3) nach Anspruch 10, wobei die Lastmesseinrichtung (49) jeweils einen Kraftmesser (51) angrenzend an entgegengesetzte Enden des Ausgleichswegs (35) aufweist.
12. Aufzuganlage (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, ferner aufweisend für jedes der Tragmittel (15) jeweils einen Schlaffseilkontakt (53), welcher zwischen ein Ende des jeweiligen Tragmittels (15) und die Befestigungskomponente (23) zwischengelagert ist und dazu konfiguriert ist, einen Zustand, in dem von dem zugehörigen Tragmittel (15) keine Zugkraft auf die Befestigungskomponente (23) ausgeübt wird, zu detektieren und dementsprechend ein Schlaffseilsignal zu erzeugen.
13. Aufzuganlage (1) nach Anspruch 12, wobei die Steuerung (13) dazu konfiguriert ist, den Betrieb der ersten und zweiten Antriebsmaschine (9, 11) unter Berücksichtigung des Schlaffseilsignals zu steuern.
14. Aufzuganlage (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Aufzuganlage (1) dazu konfiguriert ist, die Fahrkomponente (3) mit einer Last von mehr als 201 zu verlagern.
15. Aufzuganlage (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Fahrkomponente (3) eine Aufzugkabine (5) ist, und wobei die Aufzuganlage (1) zu der ersten Antriebsmaschine (9) zugeordnet wenigstens ein erstes Gegengewicht (55) aufweist, welches über die erste Untergruppe (17) der Tragmittel (15) mit der Aufzugkabine (5) gekoppelt ist und wobei die Aufzuganlage (1) zu der zweiten Antriebsmaschine (11) zugeordnet wenigstens ein zweites Gegengewicht (57) aufweist, welches über die zweite Untergruppe (19) der Tragmittel (15) mit der Aufzugkabine (5) gekoppelt ist.
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