EP4739251A1 - Abdeckvorrichtung zum abdecken der lippen und mundwinkel - Google Patents
Abdeckvorrichtung zum abdecken der lippen und mundwinkelInfo
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- EP4739251A1 EP4739251A1 EP24739182.4A EP24739182A EP4739251A1 EP 4739251 A1 EP4739251 A1 EP 4739251A1 EP 24739182 A EP24739182 A EP 24739182A EP 4739251 A1 EP4739251 A1 EP 4739251A1
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- A61C—DENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
- A61C5/00—Filling or capping teeth
- A61C5/90—Oral protectors for use during treatment, e.g. lip or mouth protectors
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abdeckvorrichtung (100) zum Abdecken der Lippen und Mundwinkel eines Patienten während einer Behandlung, mit einem elastischen Lippen-Spannelement (101), einem elastischen Vestibulär-Spannelement (103); und einem die Spannelemente verbindenden Folienabschnitt (105), der eine Oberfläche (107) aus Polyolefin umfasst.
Description
TITEL
ABDECKVORRICHTUNG ZUM ABDECKEN DER LIPPEN UND MUNDWINKEL
BESCHREIBUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abdeckvorrichtung zum Abdecken der Lippen und Mundwinkel eines Patienten während einer Behandlung und ein Verfahren zum Herstellen einer Abdeckvorrichtung .
Intraoralscanner werden im dentalen Behandlungsablauf häufig verwendet . Eine digitale Abdrucknahme erfolgt schnell und für den Patienten komfortabler als bei Verwendung eines Löffels und einer Abformmasse . Für den Scan ist ein guter Zugang in den Mundraum erforderlich, um den Intraoralscanner unter Sicht um das Gebiss führen zu können und um Kontrolle über Feuchtigkeit und Speichel zu erhalten .
Die Verwendung von Lippen-Wangenhaltern ist hierbei ein geeignetes Hilfsmittel . Starre oder harte Lippenwangenhalter können eine weite Mundöffnung erwirken, sind aber in der Regel unbequem zu tragen, verursachen Druckstellen und kommen mit dem Intraoralscanner in Berührung .
Weiche Lippen-Wangenhalter hingegen öffnen den Patientenmund sanft . Der Lippen-Wangenhalter übernimmt die Aufgabe, die Lippen sowie die Wangenschleimhaut spannungsarm von den Frontzähnen bis zu den hintersten Molaren zirkulär abzuhalten und so das
Arbeitsfeld des Zahnarztes stark zu vergrößern . Vor allem in
der Chirurgie ist ein leicht zugängliches und übersichtliches Arbeitsfeld unabdingbar . Der Lippen-Wangenhalter ist in allen drei Dimensionen elastisch, aus latexfreiem Material hergestellt und zur Einmalanwendung konzipiert . Die Elastizität ermöglicht ein uneingeschränktes, komplettes Öffnen und Schließen des Mundes sowie auch Kieferseitwärtsbewegungen .
Jedoch gleitet der Intraoralscanner an der gummiartigen Materialzusammensetzung schlecht entlang und bleibt teilweise hängen (Stick-Slip-Effekt) . Bleibt dieser an dem Lippen- Wangenhalter hängen, wird der Fluss der Bewegung unterbrochen. Dies erschwert das Auf zeichnen des Intraoralscans . Zudem wird die
Aufmerksamkeit des Anwenders vom eigentlichen Erfassen des Intraoralscans abgelenkt . Um den Kopf des Intraoralscanners erneut in Bewegung zu setzen, wird eine höhere Kraft ausgeübt . Oft führt das zu einer ruckartigen Bewegung, so dass die Datendichte ungleichmäßig über die Zahnfläche verteilt ist . Das schlechte Gleiten kann sogar dazu führen, dass der Lippen- Wangenhalter aus der Mundhöhle gezogen wird und herausfällt .
Es ist die technische Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine dentale Abdeckvorrichtung bereitzustellen, die einen Intraoralscan mittels eines Intraoralscanners erleichtert . Zudem ist es eine technische Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Abdeckvorrichtung bereitzustellen, die sterile Eigenschaften aufweist und damit geeignet ist, während oralchirurgischen Eingriffen das Infektionsrisiko auf einfache Weise zu reduzieren .
Diese Aufgabe wird durch Gegenstände nach den unabhängigen
Ansprüchen gelöst . Technisch vorteilhafte Aus führungs formen sind
Gegenstand der abhängigen Ansprüche, der Beschreibung und der Zeichnungen .
Gemäß einem ersten Aspekt wird die technische Aufgabe durch eine Abdeckvorrichtung zum Abdecken der Lippen und Mundwinkel eines Patienten während einer Behandlung gelöst, mit einem elastischen Lippen-Spannelement, einem elastischen Vestibulär-Spannelement; und einem die Spannelemente verbindenden Folienabschnitt, der eine Oberfläche aus Polyolefin umfasst . Durch die Abdeckvorrichtung wird der technische Vorteil erreicht, dass der Intraoralscanner mit gleichbleibender Geschwindigkeit und Kraft um die Zahnbögen geführt werden kann .
In einer technisch vorteilhaften Aus führungs form der Abdeckvorrichtung ist der Folienabschnitt aus Polyolefin hergestellt . Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass sich die Herstellung des Folienabschnittes vereinfacht .
In einer weiteren technisch vorteilhaften Aus führungsform der Abdeckvorrichtung umfasst das Polyolefin ein Polyethylen (PE) . Das Polyolefin ist vorzugsweise vollständig aus Polyethylen (PE) gebildet . Besonders bevorzugt ist das Polyolefin ein Linear Low- Density Polyethylen (LLDPE) . Durch LLDPE wird eine chemische Beständigkeit, gute Schlagfestigkeit bei geringen Temperaturen, eine geringe Dichte (0, 85 g/cm3 - 0, 95 g/cm3) , ausgezeichnete Verarbeitungseigenschaften und gute Druckverformungseigenschaft erreicht . Zudem wird der technische Vorteil erreicht, dass sich der Folienabschnitt besonders gut mittels Strahlung sterilisieren lässt, beispielsweise mit Beta-Strahlen, Gamma-Strahlen oder
Röntgenstrahlen, oder mittels einer Verwendung von Ethylenoxid (EtO) .
In einer weiteren technisch vorteilhaften Aus führungs form der Abdeckvorrichtung umfasst das elastische Lippen-Spannelement und/oder das elastische Vestibulär-Spannelement eine Oberfläche aus Polyolefin . Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass die Gleiteigenschaften der Abdeckvorrichtung noch weiter verbessert werden .
In einer weiteren technisch vorteilhaften Ausführungsform der Abdeckvorrichtung ist das elastische Lippen-Spannelement und/oder das elastische Vestibulär-Spannelement aus Polyolefin hergestellt . Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass die Herstellung des Lippen-Spannelements und/oder des Vestibulär-Spannelements vereinfacht wird.
In einer weiteren technisch vorteilhaften Aus führungs form der Abdeckvorrichtung weist der Folienabschnitt eine Dicke zwischen 0.05 mm - 0.5 mm auf . Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass der Folienabschnitt besonders gute Eigenschaften aufweist . Je geringer die Dicke des Folienabschnitts ist, desto komfortabler, geschmeidiger und anpassungsfähiger ist dieser im Mund eines Patienten. Je größer die Dicke des Folienabschnitts ist, desto besser geeignet ist dieser fürs Scannen .
In einer weiteren technisch vorteilhaften Ausführungsform der Abdeckvorrichtung weist der Folienabschnitt eine Shore-Härte zwischen 5A - 70D, bevorzugt zwischen 10A bis 65D, auf, eine Shore-Härte zwischen 10A - 30A oder eine Shore-Härte zwischen 30A
- 65D auf . Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass der Folienabschnitt eine gute Flexibilität und Widerstandskraft aufweist . Im Bereich zwischen 10A - 30A wird der technische Vorteil erreicht, dass die Abdeckvorrichtung verhältnismäßig weich ist und dadurch ein erhöhter Tragekomfort erzielt wird. Je weicher das Material ist, desto einfacher und leichter ist das Einsetzen der Abdeckvorrichtung in den Mund eines Patienten . Im Bereich zwischen 30A - 65D ist die
Abdeckvorrichtung verhältnismäßig härter, so dass ein Scannen der Mundhöhle mit einem Intraoralscanner leichter durchgeführt werden kann .
In einer weiteren technisch vorteilhaften Ausführungsform der Abdeckvorrichtung ist der Folienabschnitt ohne Weichmacher oder Phthalate gebildet . Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass diese Substanzen nicht aus dem Folienabschnitt diffundieren .
In einer weiteren technisch vorteilhaften Ausführungsform der Abdeckvorrichtung weist das Polyolefin eine Dichte von 0.85 g/cm 3
- 0, 95 g/cm3 auf . Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass besonders geeignetes und gleitfähiges Polyolefin verwendet wird.
In einer weiteren technisch vorteilhaften Ausführungsform der Abdeckvorrichtung ist der Folienabschnitt transparent . Der Folienabschnitt ist beispielsweise aus transparentem Polyolefin hergestellt . Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass der Zustand der abgedeckten Lippen während dem Einsetzen der Abdeckvorrichtung beobachtet werden kann .
Gemäß einem zweiten Aspekt wird die technische Aufgabe durch ein Verfahren zum Herstellen einer Abdeckvorrichtung zum Abdecken der Lippen und Mundwinkel eines Patienten während einer Behandlung gelöst, bei dem ein Polyolefin für einen Folienabschnitt zwischen einem Lippen-Spannelement und einem Vestibulär-Spannelement in eine Spritzgussform eingespritzt wird. Dadurch werden die gleichen technischen Vorteile wie durch die Abdeckvorrichtung nach dem ersten Aspekt erreicht .
In einer vorteilhaften Aus führungs form des Verfahrens umfasst das Polyolefin einen antimikrobiellen Zusatzstoff . Der antimikrobielle Zusatzstoff kann durch Silberionen gebildet sein . Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass der Folienabschnitt der Abdeckvorrichtung aus einem Polyolefin mit antimikrobiellen Eigenschaften spritzgegossen wird.
Gemäß einem dritten Aspekt wird die technische Aufgabe durch Verfahren zum Sterilisieren einer Abdeckvorrichtung nach dem ersten Aspekt gelöst, mit dem Schritt eines Bestrahlens der Abdeckvorrichtung mittels ionisierender Strahlung. Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass Keime und Bakterien auf dem Folienabschnitt verhindert werden können . Ein Folienabschnitt mit einem Linear Low-Density Polyethylen (LLDPE) ist hierfür besonders geeignet .
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben .
Es zeigen :
Fig . 1 eine Ansicht einer Abdeckvorrichtung zum Abdecken der Lippen und Mundwinkel eines Patienten während einer Behandlung .
Fig . 1 zeigt eine Ansicht einer Abdeckvorrichtung 100 zum Abdecken der Lippen und Mundwinkel eines Patienten während einer Behandlung . Dadurch wird ein hygienischer Zugang zum Mund eines Patienten während einer Behandlung ermöglicht . Die Lippen und Mundwinkel sind mit der Abdeckvorrichtung 100 bedeckt .
Die Abdeckvorrichtung 100 umfasst ein elastisches Lippen- Spannelement 101, ein elastisches Vestibulär-Spannelement 103 und einen die Spannelemente 101 und 103 verbindenden Folienabschnitt 105. Das Lippen-Spannelement 101 ist als Spannring gebildet und spannt sich außerhalb des Mundes auf . Das Vestibulär-Spannelement 103 ist ebenfalls als Spannring gebildet und spannt sich innerhalb des Mundes auf . Das Lippen-Spannelement 101 und/oder das Vestibulär-Spannelement 103 können kreisrund, oval oder anders umlaufend ausgebildet sein .
Die Abdeckvorrichtung 100 bietet eine einzigartige Flexibilität und Elastizität und einen angenehmen Tragekomfort . Zudem erleichtert die Abdeckvorrichtung 100 dem Patienten das Offenhalten des Mundes . Die Abdeckvorrichtung 100 ermöglicht ein gleichmäßiges Abhalten von Lippen und Wangen, ein frei zugängliches, übersichtliches Behandlungsfeld und eine effektive und schnelle relative Trockenlegung.
Teile der Abdeckvorrichtung 100, d. h . das Lippen-Spannelement 101 und das Vestibulär-Spannelement 103 können aus einem sterilisierbaren Kunststoff, bevorzugt Polyolefin, besonders
bevorzugt Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE) , mittels eines Spritzgussverfahrens hergestellt werden . Das Lippen-Spannelement 101 und das Vestibulär-Spannelement 103 können jedoch auch eine Oberfläche aus Polyolefin aufweisen .
Der Folienabschnitt 105 zwischen dem Lippen-Spannelement 101 und dem Vestibulär-Spannelement 103 bildet ein Abdeckmittel und legt sich dabei um den Rand der Mundöffnung. Dadurch kann ein steriler Zugang zur Mundöffnung erreicht werden . Der Folienabschnitt 105 umfasst eine Oberfläche 107 aus Polyolefin oder ist vollständig aus Polyolefin hergestellt .
In einer besonders bevorzugten Ausführungs form sind das Lippen- Spannelement 101 und Vestibulär-Spannelement 103 aus Polypropylen hergestellt und der Folienabschnitt 105 ist aus LLDPE hergestellt .
Polyolefine sind Polymere, die aus Alkenen wie Ethylen, Propylen, 1-Buten oder Isobuten durch Kettenpolymerisation hergestellt werden . Die allgemeine Zusammensetzung lautet (CH2CHR) n, wobei R eine Alkyl-Gruppe oder ein Wasserstoffatom ist . Polyolefine sind gesättigte Kohlenwasserstoffe, die sich durch eine geringe Dichte, gute chemische Beständigkeit, geringe Wasseraufnahme und gute elektrische Isolation auszeichnen . Polyolefine sind teilkristalline Thermoplaste, lassen sich leicht verarbeiten und preisgünstig herstellen . Die Dichte des Polyolefins beträgt beispielsweise 0.85 g/cm3 - 0. 95 g/cm3. Das Polyolefin ist beispielsweise Polyethylen (PE) , Polypropylen (PP) oder ein Linear Low-Density Polyethylen (LLDPE) oder ein Low Density Polyethylen (LDPE) oder ein High Density Polyethylen (HDPE) . Hauptgrund für die unterschiedliche Dichte ist dabei der
Verzweigungsgrad der Molekülketten . Je höher dieser ist, desto geringer ist die Dichte des Polyethylens . HDPE weist nur schwach verzweigte Polymerketten und somit eine hohe Dichte auf . LDPE verfügt hingegen über einen hohen Verzweigungsgrad, weshalb seine Dichte gering ist .
Der Folienabschnitt 105 oder die Oberfläche 107 kann auch eine
Polymermischung mit weiteren Polyolef inen umfassen . Die Polymermischung kann beispielsweise eine Mischung von zwei Polyolefinen ausgewählt aus der Gruppe von Polyethylen (PE) , Polypropylen (PP) und Linear Low-Density Polyethylen (LLDPE) , Low Density Polyethylen (LDPE) und High Density Polyethylen (HDPE) sein . Die Polyolefine können in beliebigem Mischverhältnis vorhanden sein, bevorzugt von 1 Gew. -% zu 99 Gew . -% bis 99 Gew. -% zu 1 Gew. -% .
Der Folienabschnitt 105 oder die Oberfläche 107 kann ein thermoplastisches Polyolefin oder eine Polymermischung mit einem thermoplastischen Polyolefin (TPO) umfassen . Die Polymermischung kann das thermoplastische Polyolefin und zusätzlich Polyethylen (PE) , Polypropylen (PP) und/oder ein Linear Low Density Polyethylen (LLDPE) umfassen . Im Allgemeinen kann die
Po lymermis chung eine Mischung aus einem Polyolefin und einer oder mehreren Elastomerkomponenten sein . Zudem kann das Polyolefin oder die Polymermischung frei von Weichmachern sein .
Durch den Folienabschnitt 105 aus Polyolefin und die geringere Reibung kann ein Intraoralscanner mit gleichbleibender Geschwindigkeit um den Zahnbogen geführt werden .
Polyolefine weisen ausgezeichnete Verarbeitungseigenschaften auf .
Polyolefine eignen sich außerdem zum Umspritzen und zur Ko- Extrusion in einer Spritzgussform.
Eine Dicke des Folienabschnitts 105 beträgt zwischen
0.05 mm - 0.5 mm. Die Shore-Härte des Folienabschnitts 105 beträgt zwischen 5A - 70D, bevorzugt 10A bis 65D . Die Sterilisierbarkeit ist gegeben und die Qualität eines Sterilisationsprozesses ist über den gesamten angegebenen Bereich der Shore-Härte gleich gut . Je nach Schichtdicke wird eine Steifigkeit des Folienabschnitts 105 erreicht, die zur Erhöhung der Retention führt . Der Folienabschnitt 105 aus Polyolefin führt zu einer deutlichen Reduktion des Stick-Slip-Effektes . Durch die gleitfähigere Oberfläche 107 der Weichkomponente entsteht ein geringerer Stick-Slip-Effekt und Arbeitsgeräte bleiben bei Benutzung weniger an dem Folienabschnitt 105 haften .
Der Folienabschnitt 105 kann aus reinem Polyolefin ohne Phthalate oder Weichmacher gebildet sein, so dass keine Weichmacherdiffusion stattfindet . Der Folienabschnitt 105 kann transparent sein . Der Folienabschnitt 105 aus Polyolefin weist eine gute chemische Beständigkeit, eine hohe Schlagfestigkeit bei geringen Temperaturen und gute Druckverformungseigenschaften auf . Eine Sterilisation kann durch Ethylenoxid (EtO) , durch Beta- strahlen oder durch Gamma-Strahlen durchgeführt werden . Die Bestrahlung führt zur Schädigung von Makromolekülen, wie DNA, RNA, und funktionellen Proteinen . Auf diese Weise verlieren Viren und Mikroorganismen zuverlässig ihre Reproduktionsfähigkeit und sterben ab .
Der Folienabschnitt 105 kann auch aus Polyolefin mit einem antimikrobiellen Zusatzstoff hergestellt sein . Beispielsweise kann das Rohgranulat LLDPE zusätzlich mit einem Masterbatch versehen werden, der antimikrobielle und antibakterielle
Kunststoff additive enthält . Dadurch kann das Wachstum von
Mikroben und Bakterien auf dem Folienabschnitt 105 verhindert werden . Ein antimikrobieller Zusatzstoff kann in Form eines
Harzkonzentrats in die amorphen Zonen der Molekularstruktur des Polymers eingearbeitet werden .
Zusätzlich oder alternativ zum optionalen antimikrobiellen Zusatzstoff kann der Folienabschnitt 105 gemäß der Erfindung auch aus Polyolefin mit einem oder mehreren weiteren Additiven hergestellt sein . Solche Additive sind beispielsweise Pigmente, Farbstoffe, Antioxidantien, Stabilisatoren oder
Verarbeitungshilfsmittel .
Bei einem Verfahren zum Herstellen der Abdeckvorrichtung 100 wird beispielsweise im ersten Schritt ein Polyolefin mittels eines Spritzgussverfahrens in eine Spritzgussform eingespritzt . Daneben können auch noch andere Kunststoffe in die Spritzgussform eingespritzt werden, beispielsweise um das Lippen-Spannelement 101 oder das Vestibulär-Spannelement 103 zu bilden . In einem zweiten Schritt wird anschließend die Abdeckvorrichtung 100 aus der Spritzgussform entnommen .
Alle in Verbindung mit einzelnen Ausführungsformen der Erfindung erläuterten und gezeigten Merkmale können in unterschiedlicher Kombination in dem erfindungsgemäßen Gegenstand vorgesehen sein, um gleichzeitig deren vorteilhafte Wirkungen zu realisieren .
Alle Verfahrensschritte können durch Vorrichtungen implementiert werden, die zum Ausführen des jeweiligen Verfahrensschrittes geeignet sind. Alle Funktionen, die von gegenständlichen Merkmalen ausgeführt werden, können ein Verfahrensschritt eines Verfahrens sein .
Der Schutzbereich der vorliegenden Erfindung ist durch die Ansprüche gegeben und wird durch die in der Beschreibung erläuterten oder den Figuren gezeigten Merkmale nicht beschränkt .
BEZUGSZEICHENLISTE
100 Abdeckvorrichtung
101 Lippen-Spannelement
103 Vestibulär-Spannelement
105 Folienabschnitt
107 Oberfläche
Claims
Abdeckvorrichtung (100) zum Abdecken der Lippen und Mundwinkel eines Patienten während einer Behandlung, mit : einem elastischen Lippen- Spannelement (101) , einem elastischen Vestibulär-Spannelement (103) ; und einem die Spannelemente verbindenden Folienabschnitt (105) , der eine Oberfläche (107 ) aus Polyolefin umfasst .
2. Abdeckvorrichtung (100) nach Anspruch 1 , wobei der Folienabschnitt (105) aus Polyolefin hergestellt ist .
3. Abdeckvorrichtung (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Polyolefin ein Linear Low-Density Polyethylen (LLDPE) umfasst .
4. Abdeckvorrichtung (100) nach einem der vorangehenden
Ansprüche, wobei das elastische Lippen-Spannelement (101) und/oder das elastische Vestibulär-Spannelement (103) eine
Oberfläche (107) aus Polyolefin umfasst .
5. Abdeckvorrichtung (100) nach einem der vorangehenden
Ansprüche, wobei das elastische Lippen-Spannelement (101) und/oder das elastische Vestibulär-Spannelement (103) aus Polyolefin hergestellt ist .
6. Abdeckvorrichtung (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Folienabschnitt (105) eine Dicke zwischen 0.05 mm - 0.5 mm aufweist .
7. Abdeckvorrichtung (100) nach einem der vorangehenden
Ansprüche, wobei der Folienabschnitt (105) eine Shore-Härte zwischen 5A - 70D, bevorzugt zwischen 10A bis 65D, eine Shore-Härte zwischen 10A - 30A oder eine Shore-Härte zwischen 30A - 65D aufweist .
8. Abdeckvorrichtung (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Folienabschnitt (105) ohne Weichmacher oder Phthalate gebildet ist .
9. Abdeckvorrichtung (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Polyolefin eine Dichte von 0.85 g/cm3 0, 95 g/cm3 aufweist .
10. Abdeckvorrichtung (100) nach einem der vorangehenden
Ansprüche, wobei der Folienabschnitt (105) transparent ist .
11. Verfahren zum Herstellen einer Abdeckvorrichtung (100) zum Abdecken der Lippen und Mundwinkel eines Patienten während einer Behandlung, bei dem ein Polyolefin für einen Folienabschnitt (105) zwischen einem Lippen-Spannelement (101) und einem Vestibulär-Spannelement (103) in eine Spritzgussform eingespritzt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Polyolefin einen antimikrobiellen Zusatzstoff umfasst .
13. Verfahren zum Sterilisieren einer Abdeckvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, mit dem Schritt eines Bestrahlens der Abdeckvorrichtung (100) mittels ionisierender Strahlung.
14. Verwenden einer Abdeckvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 im Mund eines Patienten während eines Intraoralscans .
15. Verwenden einer Abdeckvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 im Mund eines Patienten während eines oralchirurgischen Eingriffs .
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