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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Umhüllen eines stabförmigen Artikels der Tabak verarbeitenden Industrie oder zum Bereitstellen einer Materialbahn der Tabak verarbeitenden Industrie. Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein entsprechendes stabförmiges Rauchprodukt und stabförmiges Zwischenprodukt.
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In der Tabak verarbeitenden Industrie ist ein Umhüllungsprozess von Zigaretten oder HnB-Artikeln (Heat-not-Burn) oder von Multifiltern bekannt. Bei der Verwendung von besonderen Papieren, beispielsweise hydrophoben Papieren oder Papieren mit einer gewissen Papierdicke sind die etablierten Verfahren fehleranfällig, da die Rückstellkräfte des Umhüllungsmaterial größer als gewöhnlich sind.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer Vorrichtung, Anordnung und eines Verfahrens zum Umhüllen eines stabförmigen Artikels der Tabak verarbeitenden Industrie oder zum Bereitstellen einer Materialbahn, um eine verbesserte Qualität der stabförmigen Artikel zu erreichen und weniger Ausschuss zu erzeugen sowie ein entsprechendes stabförmiges Rauchprodukt und Zwischenprodukt.
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Die Aufgabe wird gelöst durch eine Anordnung zum Umhüllen eines stabförmigen Artikels der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere eines Multisegmentartikels, Multisegmentrauchartikels oder Multisegmentzwischenprodukts, bevorzugt mit einem kreisförmigen Querschnitt, und/oder zum Bereitstellen einer Materialbahn der Tabak verarbeitenden Industrie mit - einer Materialbahnbereitstellungsvorrichtung zum Bereitstellen einer Materialbahn mit einem ersten Zugwalzenpaar und einem zweiten Zugwalzenpaar zum Befördern der Materialbahn entlang eines Förderpfads FM1, insbesondere einer Schneideinrichtung, bevorzugt als Schneidtrommel ausgebildet, zum Schneiden der Materialbahn in Materialbahnabschnitte, insbesondere eine Tackvorrichtung mit a) einer Fördervorrichtung P, insbesondere als eine Fördertrommel, bevorzugt ausgebildet als Saugwalze, zum Fördern der geschnittenen Materialbahnabschnitte und mit b) einer Fördervorrichtung S zum Fördern einer Segmentgruppe aus Artikelstabsegmenten der Tabak verarbeitenden Industrie mit einer Aufnahme, bevorzugt eine Mulde, für die Segmentgruppe, bevorzugt längsaxial nebeneinander angeordnete, bevorzugt sich stirnseitig kontaktierende, Artikelstabsegmente aufweisend, bevorzugt mit einem kreisförmigen Querschnitt, wobei die Segmentgruppe bevorzugt 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder mehr als 9 Artikelstabsegmente aufweist, bevorzugt lose nebeneinanderliegend, bevorzugt teils lose teils miteinander verbundene nebeneinander angeordnete Artikelstabsegmente aufweisend, bevorzugt symmetrisch angeordnet, insbesondere eine Rolltrommel mit einer Rollvorrichtung, bevorzugt einer Rollhand, einem Rollband oder einem Rollnocken, wobei die Tackvorrichtung ausgebildet ist, die Materialbahnabschnitte und die Segmentgruppe zu verbinden und eine getackte Segmentgruppe bereitzustellen, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbereitstellungsvorrichtung eine erste Rückstellkraftreduzierungseinheit aufweist, bevorzugt ausgebildet als Brecher zum Brechen der Materialbahn, wobei bevorzugt die erste Rückstellkraftreduzierungseinheit entlang des Förderpfads FM1 stromabwärts des ersten Zugwalzenpaars angeordnet ist und bevorzugt entlang des Förderpfads FM1 stromaufwärts des zweiten Zugwalzenpaars angeordnet ist.
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Durch die Reduzierung der Rückstellkräfte in der Materialbahn kann der Umhüllungsprozess vorteilhaft beeinflusst werden. Je dicker das Umhüllungspapier desto großer sind die Rückstellkräfte der Materialbahnabschnitte, die um die zu umhüllende Segmentgruppe gelegt werden. Dementsprechend muss die Verbindung beim Tacken, dem Anheften des Materialbahnabschnitts an der Segmentgruppe und das anschließende Umhüllen derart umgesetzt sein, dass der Materialbahnabschnitt sich nicht von der Segmentgruppe löst oder nach dem Umhüllen wieder aufbiegt. Der Umhüllungsprozess und/oder das Materialbahnbereitstellen wird durch die offenbarten Ausführungsformen vorteilhaft beeinflusst, nämlich durch Bearbeiten oder Vorbehandeln der Materialbahn, der Materialbahnabschnitte oder durch Auftragen von entsprechenden Klebstoffen, die eine sichere Verbindung zwischen Segmentgruppe und Materialbahnabschnitt herstellen.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der Anordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass die erste Rückstellkraftreduzierungseinheit als Laserbearbeitungseinheit oder als mechanische Bearbeitungseinheit, bevorzugt als Crimpwalzenpaar, besonders bevorzugt zum Erzeugen von Crimplinien quer zum Förderpfad FM1, oder bevorzugt als Bürstenvorrichtung oder Prägevorrichtung oder als Plasmabehandlungseinheit, ausgebildet ist. Besonders bevorzugt weist die Plasmabehandlungseinheit eine Plasmadüse mit einer Bearbeitungsbreite zwischen 4 mm und 15 mm, bevorzugt zwischen 7 mm und 11 mm, auf. Besonders bevorzugt weist die Plasmabehandlungseinheit zwei, drei, vier oder mehr als vier Plasmadüsen auf, die bevorzugt quer zum Förderpfad FM1, bevorzugt rechtwinklig zum Förderpfad FM1, nebeneinander angeordnet sind. Besonders bevorzugt weist die Plasmadüse einen Abstand zum Förderpfad FM1 zwischen 0,3 mm und 5 mm, bevorzugt zwischen 0,8 mm und 2,5 mm, beispielsweise 1,5 mm, auf. Besonders bevorzugt weist die Plasmadüse einen Abstand zum Förderpfad FM1 zwischen 2 mm und 20 mm, bevorzugt zwischen 5 mm und 10 mm, auf.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der Anordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass Materialbereitstellungsvorrichtung eine zweite Rückstellkraftreduzierungseinheit oder Oberflächenbearbeitungseinheit aufweist, bevorzugt ausgebildet als Brecher zum Brechen der Materialbahn, wobei bevorzugt die zweite Rückstellkraftreduzierungseinheit entlang des Förderpfads FM1 stromabwärts des ersten Zugwalzenpaars angeordnet ist und bevorzugt entlang des Förderpfads FM1 stromaufwärts des zweiten Zugwalzenpaars angeordnet ist, insbesondere ist die zweite Rückstellkraftreduzierungseinheit oder Oberflächenbearbeitungseinheit entlang des Förderpfads FM1 stromabwärts der ersten Rückstellkraftreduzierungseinheit angeordnet.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der Anordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Rückstellkraftreduzierungseinheit oder Oberflächenbearbeitungseinheit als Laserbearbeitungseinheit oder als mechanische Bearbeitungseinheit, bevorzugt als Crimpwalzenpaar, besonders bevorzugt zum Erzeugen von Crimplinien quer zum Förderpfad FM1, oder bevorzugt als Bürstenvorrichtung oder bevorzugt als Prägevorrichtung oder bevorzugt als Plasmabehandlungseinheit ausgebildet ist.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der Anordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Rückstellkraftreduzierungseinheit oder Oberflächenbearbeitungseinheit als Plasmabehandlungseinheit ausgebildet ist und eine Plasmadüse aufweist, die bevorzugt für eine Bearbeitungsbreite zwischen 4 mm und 15 mm, bevorzugt zwischen 6 mm und 10 mm, ausgebildet und eingerichtet ist, und/oder die bevorzugt zur Oberfläche der Materialbahn oder zur Materialbahn oder zum Förderpfad FM1 beabstandet ist, nämlich zwischen 0,3 mm und 5 mm, bevorzugt zwischen 0,8 mm und 2,5 mm, beispielsweise 1,5 mm und/oder die bevorzugt ausgebildet und eingerichtet ist, zwischen 40l/min und 70l/min, bevorzugt zwischen 50l/min und 60l/min Prozessgas zu verarbeiten und/oder die bevorzugt ausgebildet und eingerichtet ist, mit einem Druck zwischen 2 bar und 10 bar, bevorzugt zwischen 4 bar und 7 bar, beispielsweise 5 bar, betrieben zu werden.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der Anordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Rückstellkraftreduzierungseinheit oder Oberflächenbearbeitungseinheit als Plasmabehandlungseinheit ausgebildet ist und die Plasmabehandlungseinheit einen Tank und/oder eine Bereitstellungsvorrichtung für ein Prozessgas, beispielsweise Stickstoff, Ozon oder Druckluft, aufweist, und/oder eine Absaugung zum Absaugen des Prozessgases aufweist, die bevorzugt gegenüber der Plasmadüse angeordnet ist.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der Anordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Rückstellkraftreduzierungseinheit oder Oberflächenbearbeitungseinheit als Plasmabehandlungseinheit ausgebildet ist und die Plasmabehandlungseinheit ausgebildet und eingerichtet ist, die Plasmabehandlung lediglich an einem seitlichen Rand oder an beiden seitlichen Rändern der Materialbahn durchzuführen, bevorzugt in einem Randbereich von maximal 15 mm, 10 mm, 8 mm oder 5 mm.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der Anordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbahnbereitstellungsvorrichtung eine erste Beleimungsvorrichtung mit einem Tank zum Auftragen eines Klebstoffs K1 aufweist, insbesondere ausgebildet, um die Materialbahn mit Kaltleim zu versehen, wobei die erste Beleimungsvorrichtung bevorzugt entlang des Förderpfads FM1 stromabwärts des zweiten Zugwalzenpaars angeordnet ist.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der Anordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbahnbereitstellungsvorrichtung eine zweite Beleimungsvorrichtung zum Auftragen eines Klebstoffs K2 aufweist, insbesondere ausgebildet, um die Materialbahn mit Heißleim zu versehen, wobei die zweite Beleimungsvorrichtung bevorzugt entlang des Förderpfads FM1 stromabwärts des zweiten Zugwalzenpaars und besonders bevorzugt stromabwärts der ersten Beleimungsvorrichtung angeordnet ist.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der Anordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbahnbereitstellungsvorrichtung eine Aktivierungs- und/oder Aushärteeinheit aufweist, die, beispielsweise durch Erhitzen, Kühlen, UV-Beleuchtung und/oder Auftragen von Hilfsstoffen, den durch die erste und/oder zweite Beleimungsvorrichtung aufgetragenen Klebstoff K1 und/oder K2 aktiviert und/oder die Aushärtung beschleunigt.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der Anordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder zweite Rückstellkraftreduzierungseinheit oder Oberflächenbearbeitungseinheit ausgebildet ist, die Materialbahn, insbesondere ausschließlich, einseitig zu bearbeiten, sodass bevorzugt die Materialbahn lediglich einseitig bearbeitet und/oder verändert wird.
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Bevorzugt ist die erste Rückstellkraftreduzierungseinheit und/oder zweite Rückstellkraftreduzierungseinheit oder Oberflächenbearbeitungseinheit derart ausgebildet, die Rückstellkräfte der Materialbahn quer, insbesondere senkrecht, zu einer Längsrichtung LA der Materialbahn oder Rückstellkräfte der Materialbahn in Längsrichtung LA der Materialbahn zu reduzieren.
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Die Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch ein Verfahren zum Bearbeiten von einer Materialbahn und bevorzugt zum Umhüllen einer Segmentgruppe aus Artikelstabsegmenten der Tabak verarbeitenden Industrie, bevorzugt mit kreisförmigem Querschnitt, insbesondere unter Verwendung einer voranstehend beschriebenen Anordnung zum Umhüllen eines stabförmigen Artikels und/oder zum Bereitstellen einer Materialbahn der Tabak verarbeitenden Industrie, folgende Schritte aufweisend: - Bereitstellen einer Materialbahn, insbesondere einer auf einer Bobine bereitgestellten Materialbahn, - Fördern, insbesondere Ziehen, der Materialbahn entlang eines Förderpfads FM1, - Verändern der Rückstellkräfte oder Bearbeiten einer Oberfläche der Materialbahn, insbesondere durch ein einseitiges mechanisches Bearbeiten der Materialbahn und/oder durch ein einseitiges Verändern der Oberflächenstruktur der Materialbahn, insbesondere weist das Verfahren folgende zusätzlichen Schritte auf: - Schneiden von Materialbahnabschnitten, bevorzugt in rechteckiger Form, aus der Materialbahn, - Bereitstellen einer Segmentgruppe - Fördern der Materialbahnabschnitte in einen Verbindungsbereich zum Verbinden der Materialbahnabschnitte mit der Segmentgruppe, - Fördern der Segmentgruppe in einen Verbindungsbereich zum Verbinden der Materialbahnabschnitte mit der Segmentgruppe, - Verbinden der Materialbahnabschnitte mit der Segmentgruppe an einem Kontaktbereich, insbesondere an einem flächigen Kontaktbereich, - Rollen der getackten Segmentgruppe, um die getackte Segmentgruppe mit dem Materialbahnabschnitt zu umhüllen. Insbesondere erfolgt ein Verändern der Rückstellkräfte der Materialbahn quer, insbesondere senkrecht, zu einer Längsrichtung LA der Materialbahn und/oder ein Verändern der Rückstellkräfte der Materialbahn in Längsrichtung LA der Materialbahn.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass zum Verändern der Rückstellkräfte der Materialbahn quer, insbesondere senkrecht, zu einer Längsrichtung LA der Materialbahn Vertiefungen in die Materialbahn eingebracht werden, wobei die Materialbahn bevorzugt eine Dicke D aufweist und die Vertiefungen in der Materialbahn bevorzugt mit einer Tiefe von maximal 5%, 10%, 30% oder 50% der Dicke D der Materialbahn eingebracht werden.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen entlang der Längsrichtung LA der Materialbahn äquidistante Abstände aufweisen oder eine Anzahl von aufeinanderfolgenden, mindestens 2, 3, 4, 8, 12 oder mehr als 12, Vertiefungen äquidistante Abstände aufweisen.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbahn eine Breite aufweist und die Vertiefungen sich mindestens über 80% oder 90% oder 95 % oder 100% der Breite der Materialbahn erstrecken.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbahnabschnitte hydrophobes Papier aufweisen, wobei der Kontaktwinkel von Wasser zwischen 100° und 140° beträgt.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbahn mit Plasma behandelt wird, insbesondere durch eine Plasmadüse, die bevorzugt die Materialbahn auf einem Breitenabschnitt zwischen 4 mm und 15 mm, bevorzugt zwischen 6 mm und 10 mm, behandelt, und/oder die bevorzugt zur Oberfläche der Materialbahn oder zur Materialbahn oder zum Förderpfad FM1 beabstandet ist, nämlich zwischen 0,3 mm und 5 mm, bevorzugt zwischen 0,8 mm und 2,5 mm, beispielsweise 1,5 mm, und/oder die bevorzugt zwischen 40l/min und 70l/min, bevorzugt zwischen 50l/min und 60l/min Prozessgas verarbeitet und/oder die bevorzugt mit einem Druck zwischen 2 bar und 10 bar, bevorzugt zwischen 4 bar und 7 bar, beispielsweise 5 bar, betrieben wird.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass das Prozessgas durch eine Absaugung abgesaugt wird.
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Die Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch ein stabförmiges Rauchprodukt oder stabförmiges Zwischenprodukt der Tabak verarbeitenden Industrie mit mindestens 2, 3, 4, 5, 6 oder mehr als 6 stabförmige Artikelstabsegmente, wobei insbesondere ein Artikelstabsegment als ein aerosolbildendes Segment ausgebildet ist, wobei das stabförmige Rauchprodukt oder das stabförmige Zwischenprodukt, zumindest teilweise, mit einem Umhüllungsmaterial, bevorzugt einem Materialbahnabschnitt, umhüllt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Umhüllungsmaterial auf der Innenseite Vertiefungen in Richtung der Längsachse LAA des Rauchproduktes oder Zwischenproduktes aufweist, bevorzugt mindestens oder genau 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 14, 16, 18 oder 20 und wobei insbesondere die beiden Längskanten des Umhüllungsmaterial miteinander überlappend verbunden, bevorzugt verklebt, sind, wobei das Umhüllungsmaterial zumindest abschnittweise an einer Außenseite einer Mantelfläche des Rauchproduktes oder Zwischenproduktes angeordnet ist und insbesondere nicht durch ein weiteres Umhüllungsmaterial überdeckt ist. Bevorzugt weist das Umhüllungsmaterial keine wellenförmige Struktur auf. Bevorzugt sind durch das Umhüllungsmaterial keine Kanäle gebildet, um einen Nebenluftstrom zu erzeugen.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform des stabförmigen Rauchprodukts oder stabförmigen Zwischenproduktes ist dadurch gekennzeichnet, dass das Umhüllungsmaterial eine Dicke D2 aufweist und die Vertiefungen mit einer Tiefe von maximal 5%, 10%, 30% oder 50% der Dicke D2 des Umhüllungsmaterials eingebracht werden, und/oder die Vertiefungen äquidistante Abstände aufweisen und/oder das Umhüllungsmaterial eine Breite B2 in Richtung der Längsachse LAA des Produktes aufweist und die Vertiefungen sich mindestens über 80% oder 90% oder 95 % oder 100% der Breite B2 erstrecken und/oder das Umhüllungsmaterial hydrophobes Papier aufweist, wobei der Kontaktwinkel von Wasser zwischen 100° und 140° beträgt.
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Die Erfindung wird weiter im Hinblick auf Ausführungsformen beschrieben, die anhand der folgenden Zeichnungen veranschaulicht werden, in denen:
- Fig. 1
- eine Maschine zur Herstellung von Multisegmentartikeln,
- Fig. 2
- einen Teil der Tackvorrichtung,
- Fig. 3 bis 6
- Aufnahmen der Fördervorrichtung P,
- Fig. 7
- eine detaillierte Darstellung der Materialbahnbereitstellungsvorrichtung,
- Fig. 8a, 8b
- ein Querschnitt einer getackten und umhüllten Segmentgruppe mit gekrimpten Materialbahnabschnitt,
- Fig. 9
- ein Querschnitt einer gekrimpten Materialbahn,
- Fig. 10
- eine Ausführungsform einer Crimpwalze einer Crimpeinheit,
- Fig. 11
- eine Ausführungsform einer Crimpwalze einer Crimpeinheit,
- Fig. 12
- eine Draufsicht einer bearbeiteten Materialbahn,
- Fig. 13
- eine Schneidvorrichtung mit einem druckentlasteten Schnitt,
- Fig. 14
- eine Schneidvorrichtung mit einem druckbelasteten Schnitt,
- Fig. 15
- eine Schneidvorrichtung mit einem druckentlasteten Schnitt im ersten Umhüllungsmodul,
- Fig. 16
- eine Schneidvorrichtung mit einem druckentlasteten Schnitt im zweiten Umhüllungsmodul,
- Fig. 17
- eine Reinigungstrommel,
- Fig. 18
- einen Querschnitt einer Reinigungstrommel,
- Fig. 19
- eine seitliche Ansicht eines Querschnitts einer Reinigungstrommel,
- Fig. 20
- eine seitliche Ansicht einer Reinigungstrommel,
- Fig. 21
- Zuführmodul mit Auffangbehälter und
- Fig. 22
- Detailansicht einer Trommel mit Auffangbehälter schematisch zeigen.
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Figur 1 zeigt eine Maschine 1 zum Herstellen von stabförmigen Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie, nämlich von Multisegmentartikeln 530, Multisegmentrauchartikeln 531 oder Multisegmentzwischenprodukten. Die Maschine 1 weist ein Zusammenstellmodul 100, ein erstes Umhüllungsmodul 200, ein zweites Umhüllungsmodul 300 und ein Prüf-Übergabe-Modul 400 auf. Die Maschine 1 weist eine Steuerungseinheit 10 auf. Die Steuerungseinheit 10 weist eine Datenverbindung zum Zusammenstellmodul 100, zum ersten Umhüllungsmodul 200, zum zweiten Umhüllungsmodul 300 und zum Prüf-Übergabe-Modul 400 auf.
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Das Zusammenstellmodul 100 weist ein Zuführmodul A 120 und ein Zuführmodul B 130 zum Bereitstellen von Artikelstabsegmenten 520 bzw. 521 auf. In der Figur 1 sind lediglich zwei Zuführmodule 120 und 130 dargestellt, eine derartige Maschine 1 kann aber auch mehr als zwei Zuführmodule 120, 130 aufweisen, beispielsweise 2, 3, 4 oder mehr als 4 Zuführmodule.
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Das Zuführmodul A 120 weist ein Magazin A 121, bevorzugt einen Hopper A, eine Entnahmetrommel A 122, die Artikelstäbe A 540 aus dem Magazin A 121 entnimmt und mittels Schneidmesser A 123 in Artikelstabsegmente 541 zerteilt. Auf der nachfolgenden Staffeltrommel A 124 werden die Artikelstabsegmente 541 gestaffelt und an die Transporttrommel A125 übergeben. Die nachfolgend angeordnete Schiebetrommel A 126 verschiebt die gestaffelten Artikelstabsegmente 541 in eine queraxial hintereinander angeordnete einreihige Anordnung. Nachfolgend auf der Schneidtrommel A 127 oder auf der Trommel 127 kann mit dem Kreismesser 126M oder 127M ein weiterer Schnitt erfolgen, sodass ein Paar von Artikelstabsegmenten 520 gebildet wird. Anstatt die Artikelstäbe 540 durch Kreismesser 123 auf der Entnahmetrommel in Artikelstabsegmente 541 zu schneiden, kann dies mittels der Schneidtrommel 126 oder 127, ausgebildet als eine Serielle-Schiebe-Schneidtrommel, wie offenbart in der deutschen Patentanmeldung
DE 10 2018 113 891 A1 , erfolgen. Die Übergabe der doppeltlangen Artikelstabsegmente 541 von der Trommel 126 erfolgt auf die Trommel 127, die wahlweise als Transporttrommel oder als Schneidtrommel ausgebildet sein kann, um die doppeltlangen Artikelstabsegmente 541 in zwei einfachlange Artikelstabsegmente 520 zu zerschneiden. Dieser Schnitt der doppeltlangen Artikelstabsegmente 541 in zwei einfachlange Artikelstabsegmente 520 kann auch erst nach der Übergabe auf die Zusammenstelltrommel A 128 mit dem Kreismesser 128M erfolgen, sodass die doppeltlangen Artikelstabsegmente 541 auf die Zusammenstelltrommel übergegeben werden. Auf der Zusammenstelltrommel 128 kann bevorzugt eine Probenentnahmevorrichtung A 120S, zum Entnehmen von Proben, oder eine Ausschleuseinrichtung zum Ausschleusen von fehlerhaften Artikelstabsegmenten 520 oder fehlerhaften Artikelstabsegmenten 541 angeordnet sein. In dem Zuführmodul A 120 sind bevorzugt Sensorvorrichtungen S1 und/oder S2 angeordnet. Die Sensorvorrichtung S1 und/oder S2 ist ausgebildet und eingerichtet zum Vermessen von Eigenschaften der Artikelstabsegmente oder Segmentgruppen aus Artikelstabsegmenten, insbesondere der Segmentanzahl, der Segmentlängen, der Artikelstabsegmentlängen, der Stirnflächen der Artikelstabsegmente, der Oberfläche der Artikelstabsegmente und/oder der Durchmesser. Die Sensorvorrichtung S1 ist bevorzugt auf der Transporttrommel A 125 angeordnet. Die Sensorvorrichtung S2 ist bevorzugt auf der Schneidtrommel A 127 angeordnet.
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Von der Zusammenstelltrommel A 128 erfolgt eine Übergabe der nebeneinander angeordneten Artikelstabsegmente 520 an die Spreiztrommel B 139, um die beiden Artikelstabsegmente 520 voneinander zu beabstanden. Auf der Zusammenstelltrommel B 138 sind zwei einfachlange Artikelstabsegmente 521 oder ein doppeltlanges Artikelstabsegment 544 in die erzeugte Lücke zwischen die Artikelstabsegmente 520 einlegbar. Die eingelegten Artikelstabsegmente 521 oder das eingelegte Artikelstabsegment 544 sind bzw. ist durch das Magazin 131 bereitstellbar. Das Zuführmodul B 130 weist einen Magazin B 131, bevorzugt einen Hopper B, eine Entnahmetrommel B 132, die Artikelstäbe B 543 aus dem Magazin B 131 entnimmt und mittels Schneidmesser B 133 in Artikelstabsegmente 544 zerteilt. Auf der nachfolgenden Staffeltrommel B 134 werden die Artikelstabsegmente 544 gestaffelt und an die Transporttrommel B 135 übergeben. Die nachfolgend angeordnete Schiebetrommel B 136 verschiebt die gestaffelten Artikelstabsegmente 544 in eine queraxial hintereinander angeordnete einreihige Anordnung. Nachfolgend auf der Schneidtrommel B 137 oder auf der Trommel 136 kann mit dem Kreismesser 136M oder 137M ein weiterer Schnitt erfolgen, sodass ein Paar von Artikelstabsegmenten 521 gebildet wird. Anstatt die Artikelstäbe 543 durch Kreismesser 133 auf der Entnahmetrommel in Artikelstabsegmente 544 zu schneiden, kann dies mittels der Schneidtrommel 136 oder 137, ausgebildet als eine Serielle-Schiebe-Schneidtrommel, wie offenbart in der deutschen Patentanmeldung
DE 10 2018 113 891 A1 , erfolgen. Die Übergabe der doppeltlangen Artikelstabsegmente 544 von der Trommel 136 erfolgt auf die Trommel 137, die wahlweise als Transporttrommel oder als Schneidtrommel ausgebildet sein kann, um die doppeltlangen Artikelstabsegmente 544 in zwei einfachlange Artikelstabsegmente 521 zu zerschneiden. Dieser Schnitt der doppeltlangen Artikelstabsegmente 544 in zwei einfachlange Artikelstabsegmente 521 kann auch erst nach der Übergabe auf die Zusammenstelltrommel B 138 mit dem Kreismesser 138M erfolgen, sodass die doppeltlangen Artikelstabsegmente 544 auf die Zusammenstelltrommel übergegeben werden. Auf der Zusammenstelltrommel 138 kann bevorzugt eine Probenentnahmevorrichtung B 130S, zum Entnehmen von Proben, oder eine Ausschleuseinrichtung zum Ausschleusen von fehlerhaften Artikelstabsegmenten 521 oder fehlerhaften Artikelstabsegmenten 544 angeordnet sein. In dem Zuführmodul B 130 sind bevorzugt Sensorvorrichtungen S3 und/oder S4 angeordnet. Die Sensorvorrichtung S3 und/oder S4 ist ausgebildet und eingerichtet zum Vermessen von Eigenschaften der Artikelstabsegmente oder Segmentgruppen aus Artikelstabsegmenten, insbesondere der Segmentanzahl, der Segmentlängen, der Artikelstabsegmentlängen, der Stirnflächen der Artikelstabsegmente, der Oberfläche der Artikelstabsegmente und/oder der Durchmesser. Die Sensorvorrichtung S3 ist bevorzugt auf der Transporttrommel B 135 angeordnet. Die Sensorvorrichtung S3 ist bevorzugt auf der Schneidtrommel B 137 angeordnet.
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Auf der Trommel 138, 139 und/oder 128 kann eine Taumeleinrichtung angeordnet sein, um die Artikelstabsegmente der Segmentgruppe 501 und/oder 502 zu taumeln, auszurichten oder um eine Segmentgruppe 501, 502 zu erzeugen, bei der sich die Artikelstabsegmente 520, 521 stirnseitig kontaktieren. Ein stirnseitiger Kontakt der Artikelstabsegmente kann nachteilig für das Herstellungsverfahren sein, da die Stirnflächen der Artikelstabsegmente beansprucht werden, sodass beispielsweise Beschädigungen, optische Auffälligkeiten oder Partikel, wie beispielsweise Tabakkrümel, entstehen und herausfallen können.
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Von der Zusammenstelltrommel B 138 erfolgt die Übergabe der Artikelstabsegmente, bevorzugt der vier Artikelstabsegmente (520, 521), zu dem ersten Umhüllungsmodul 200, bevorzugt auf die Wende-Spreiztrommel 299. Bevorzugt ist die Wende-Spreiztrommel gemäß einer in der deutschen Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen
DE 10 2020 111 946 A1 offenbarten Ausführungsformen ausgebildet. Die Segmentgruppe 502 wird durch die Wende-Spreiztrommel derart gewendet und beabstandet, dass zumindest die zwei äußeren beiden Artikelstabsegmente des einen Endes der Segmentgruppe 502 und zumindest die zwei äußeren beiden Artikelstabsegmente des anderen Endes der Segmentgruppe 502 nach dem Wenden mittig in der Segmentgruppe liegen und einander zugewandt sind. Nach dem Wenden befindet sich mittig in der Segmentgruppe eine Lücke zum Einlegen eines weiteren Artikelstabsegments in einfacher oder doppelter Gebrauchslänge. Bevorzugt erfolgt der Verfahrensschritt des Wendens und des Beabstanden oder des Erzeugens der Lücke gleichzeitig in einem Verfahrensschritt.
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Die Anordnung 600 zum Umhüllen eines stabförmigen Artikels kann das gesamte oder nur ein Teil des ersten Umhüllungsmoduls 200 und/oder des zweiten Umhüllungsmoduls 300 sein. Die Anordnung 600 zum Umhüllen eines stabförmigen Artikels kann das gesamte oder nur ein Teil der Maschine 1 sein, insbesondere Teile aus dem Zusammenstellmodul 100, den Zuführmodulen 120, 130, den Umhüllungsmodulen 200, 300 und dem Prüf-Übergabe-Modul 400.
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In dem ersten Umhüllungsmodul 200 werden bevorzugt weitere Artikelstabsegmente bereitgestellt und über einen Transportpfad der Zusammenstelltrommel 298 zugeführt. Die erzeugte Segmentgruppe 503 wird an die Fördervorrichtung S 240, ein Bestandteil der Tackvorrichtung 280, übergeben. Das Zuführmodul des ersten Umhüllungsmoduls 200 weist einen Magazin 291, bevorzugt ausgebildet als Hopper, eine Entnahmetrommel, auf der die Artikelstäbe 546 in Artikelstabsegmente 547 geschnitten werden, wobei die Entnahmetrommel 292 mit einem oder mehreren Schneidmessern abschnittweise im Eingriff ist, eine Staffeltrommel 294, eine Transporttrommel 295, eine Schiebetrommel, 296, eine Transporttrommel 297 auf. In einer anderen Ausgestaltung des Zuführmoduls kann die Staffeltrommel 294 als Transporttrommel ausgebildet sein und die Artikelstäbe 546 auf einer seriellen Schiebe-Schneid-Staffeltrommel 296 in Artikelstabsegmente geschnitten werden. Bevorzugt weist das Zuführmodul des ersten Umhüllungsmoduls 200 eine Schneideinrichtung, nämlich die Entnahmetrommel 292 und die Schneidmesser 293, und/oder eine Schneideinrichtung, nämlich die serielle Schiebe-Schneid-Staffeltrommel 296, auf.
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Das erste Umhüllungsmodul 200 weist eine erste Materialbereitstellungsvorrichtung 210 auf, die eine Materialbahn 211, bevorzugt eine erste Materialbahn 211, bereitstellt. In Figur 7 ist eine Materialbahnbereitstellungsvorrichtung 310 des zweiten Umhüllungsmoduls 300 gezeigt. Sämtliche gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen der Materialbahnbereitstellungsvorrichtung 310 sind mögliche Ausführungsformen für die Materialbahnbereitstellungsvorrichtung 210 des ersten Umhüllungsmoduls 200.
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Die Materialbahnbereitstellungsvorrichtung 310 weist eine Abwickelvorrichtung zum Abwickeln einer auf einer Bobine aufgewickelten Materialbahn 311, die bevorzugt über ein oder mehrere Umlenkbolzen und/oder -rollen geführt sind und entlang eines Förderpfads FM1 FM321 förderbar ist. Ein erstes Zugwalzenpaar 301 fördert die Materialbahn 311 entlang des Förderpfads FM1 FM321. Dem ersten Zugwalzenpaar 301 ist eine erste Rückstellkraftreduzierungseinheit 302 nachgeordnet, die bevorzugt als Brecher ausgebildet ist. Die Rückstellkraftreduzierungseinheit 302 ist ausgebildet, die Biegespannungen der Materialbahn 311, und bevorzugt somit den aus der Materialbahn 311 geschnittenen Materialbahnabschnitten 321, derart zu reduzieren, dass die Rückstellkräfte der Materialbahn 311 oder der Materialbahnabschnitte 321 nach dem Umhüllungsprozess reduziert sind. Die Materialbahnbereitstellungsvorrichtung 310 weist eine Oberflächenbearbeitungseinheit 307, 307L, 307C auf, die bevorzugt als zweite Rückstellkraftreduzierungseinheit ausgebildet ist, um insbesondere bei der Verwendung von dickeren oder hydrophoben oder beschichteten Materialbahnen 311, die Oberfläche der Materialbahn 311 zu bearbeiten. Dies kann erfolgen, um die Rückstellkräfte der Materialbahn 311 zu reduzieren, die Oberfläche derart zu bearbeiten oder anzurauen, dass ein Auftrag von Leim oder Klebstoff vorteilhaft erfolgen kann oder um die die Materialbahn 311 mit einer Struktur, insbesondere Crimp- oder Prägestruktur, zu versehen. Der Oberflächenbearbeitungseinheit 307, 307C, 307L ist ein Zugwalzenpaar 303 nachgeordnet, um die Materialbahn zu fördern und/ zu führen. Zusätzlich zur Oberflächenbearbeitungseinheit 307, 307C, 307L oder ohne vorhanden sein der Oberflächenbearbeitungseinheit 307, 307C, 307L kann eine Oberflächenbearbeitungseinheit 313 und/oder 314 vorhanden sein, die bevorzugt als zweite Rückstellkraftreduzierungseinheit ausgebildet ist, und die bevorzugt als Bürsteneinheit oder als Plasmabehandlungseinheit ausgebildet ist. Die Oberflächenbearbeitungseinheiten 307, 307L, 307C, 313, 314 sind bevorzugt ausgebildet zum einseitigen Bearbeiten der Oberfläche der Materialbahn 311 oder, bevorzugt gleichzeitigen, zum beidseitigen Bearbeiten der Oberfläche der Materialbahn 311. Die Materialbahnbereitstellungsvorrichtung 310 weist eine erste Beleimungsvorrichtung 305 zum Auftragen von Leim und/oder Klebstoff K1 auf eine Oberfläche der Materialbahn 311 auf, insbesondere zum Auftragen von Kaltleim. Die erste Beleimungsvorrichtung 305 weist einen Tank 306 auf, der beispielsweise eine Auftragswalze oder eine Düse mit Leim und/oder Klebstoff K2 versorgt. Bevorzugt weist die Materialbahnbereitstellungsvorrichtung 310 eine zweite Beleimungsvorrichtung 308 zum Auftragen von Leim und/oder Klebstoff auf eine Oberfläche der Materialbahn 311 auf, insbesondere zum Auftragen von Heißleim. Besonders vorteilhaft weist die Materialbahnbereitstellungsvorrichtung 310 die erste und zweite Beleimungsvorrichtung 305 und 308 auf, zum Auftragen von Heiß- und Kaltleim, um einen schnellabbindenden Klebstoff oder Heißleim und einen langsam abbindenden Klebstoff oder Kaltleim zu verwenden. Hierdurch kann eine besonders vorteilhafte Erstverbindung zwischen Materialbahnabschnitt 321 und Segmentgruppe 504 und eine besonders vorteilhafte Langzeitverbindung zwischen Materialbahnabschnitt 321 und Segmentgruppe 504 entstehen. Besonders bevorzugt weist die Materialbahnbereitstellungsvorrichtung eine Aktivierungs- und/oder Aushärtevorrichtung 309 auf, die bevorzugt benachbart zur Materialbahn 311 angeordnet ist. Bei der Verwendung von speziellen Klebstoffen und/oder Leimen kann eine Aktivierung des Klebstoffs und/oder des Leims erfolgen, um vor dem Verbinden des Materialbahnabschnitts 321 mit der Segmentgruppe 504 dem Klebstoff und/oder dem Leim besonders vorteilhafte Hafteigenschaften zu verleihen. Dies kann beispielsweise durch eine Heißvorrichtung und/oder durch eine UV-Licht-Bestrahlungseinheit erfolgen und/oder durch eine Besprüheinheit zum Besprühen einer weiteren Klebkomponente eines Zwei-Komponenten-Klebstoffs.
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Die Oberflächenbearbeitungseinheit 307, 313, 314 ist bevorzugt als trommelbasierte Oberflächenbearbeitungseinheit ausgebildet, beispielsweise als Crimpeinheit 307C, 313, 314. Die Crimpeinheit 307C, 313, 314 weist eine Crimpwalze 307C-1, 307C-2 und bevorzugt eine Gegenwalze auf, wobei mögliche Ausgestaltungen in
Figur 10 und 11 dargestellt sind. Die Gegenwalze ist bevorzugt als glatte Walze ausgebildet, sodass die Materialbahn 311 lediglich eine einseitige Crimpung aufweist. Ein Längsschnitt der Materialbahn 311 entlang der Längsachse LA ist in
Figur 9 gezeigt. Die Materialbahn 311 weist eine Dicke D auf. Durch die Einwirkung der Crimpwalze und der Gegenwalze entstehen in der Materialbahn 311 Vertiefungen 312. Bevorzugt sind die Vertiefungen in regelmäßigen Abständen und bevorzugt rechtwinklig zur Längsachse angeordnet. Die Vertiefungen 312 können schräg zur Längsachse der Materialbahn 311 angeordnet sein und/oder sich über die gesamte Breite der Materialbahn 311 erstrecken. In einer anderen Ausgestaltung ist eine Erstreckung der Vertiefungen nicht über die gesamte Breite möglich, nämlich beispielsweise mit einem Randbereich von mehr als 1 mm, 2 mm oder 3 mm oder zwischen 0,5 mm bis 4 mm, bevorzugt zwischen 1,5 mm und 3 mm oder nämlich beispielsweise mit einem Randbereich von mehr als 10 %, 20 % oder 30 % der Materialbahnbreite der Materialbahn 311. Beispielhafte Ausführungsformen sind in
Figur 12 gezeigt. Beispielhafte Crimpeinheiten zum Erzeugen von Crimplinien quer zur Förderrichtung einer Materialbahn sind beispielsweise dargestellt in den
Figuren 2,
3 und 6 der
US 3,849,526 mit beispielhaften Mustern, gezeigt in den
Figuren 10 bis 12. Ist eine durch die trommelbasierte Oberflächenbearbeitungseinrichtung 307C erzeugte gecrimpte Materialbahn 311 in Materialbahnabschnitte 321 geschnitten und an eine Segmentgruppe 504 geheftet oder getackt, sind die Rückstellkräfte durch das Einbringen der Crimplinien reduziert.
Figur 8a zeigt eine Segmentgruppe 504, die mit einem vorbehandelten Materialbahnabschnitt 321 versehen ist. Die Crimplinien sind bevorzugt an den Durchmesser der Segmentgruppe 504 derart angepasst, dass sich beim Übereinanderlegen der Endabschnitte der Materialbahnabschnitte 321 die Crimplinien sich nicht nachteilig beeinflussen, insbesondere Crimplinien übereinander angeordnet sind (beispielhaft dargestellt in
Figur 8b). Hierbei kann eine nicht äquidistante Anordnung der Crimplinien auf dem Materialbahnabschnitt 321 vorliegen.
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Die Materialbahn 311 kann bevorzugt durch eine als Bürsteneinheit ausgebildete Oberflächenbearbeitungseinheit 313, 314, 307 bearbeitet werden. Hierbei wird die Oberfläche der Materialbahn 311 angeraut, um eine bessere Verbindung mit dem Leim oder Klebstoff einzugehen. Benachbart zur Materialbahn 311 ist eine Bürste angeordnet, dich sich entgegen der Förderrichtung oder in Förderrichtung dreht.
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Die Materialbahn 311 kann bevorzugt durch eine laserbasierte Oberflächenbearbeitungseinheit 313, 314, 307L bearbeitet werden. Hierbei wird die Oberfläche der Materialbahn 311 durch eine Lasereinheit bearbeitet, beispielsweise mit Vertiefungen versehen, um die Rückstellkräfte des Materialbahnabschnitts 321 der umhüllten Segmentgruppe 504 zu reduzieren. Es kann beispielsweise eine in
Figur 9 dargestellte gerillte Materialbahn erzeugt werden. Die laserbasierte Oberflächenbearbeitungseinheit 313, 314, 307L ist bevorzugt ausgebildet gem. der Laserschneideinheit aus
DE 10 2019 006 932 ,
DE 20 2020 000 354 U1 ,
DE 20 2021 002 279 U1 oder
DE 10 2017 216 133 , wobei die Intensität des Lasers entsprechend anzupassen ist.
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Die Oberflächenbearbeitungseinheit 307, 313, 314 ist bevorzugt als Plasmabehandlungseinheit ausgebildet. Die Plasmabehandlungseinheit ist ausgebildet, Atmosphärendruckplasma oder Gasplasma oder Niederdruckplasma zu erzeugen. Die Plasmabehandlungseinheit ist ausgebildet, die Plasmabehandlung vollflächig oder abschnittsweise oder punktuell vorzunehmen, insbesondere ausgebildet lediglich die Plasmabehandlung an den seitlichen Randbereichen der Materialbahn, bevorzugt in einem Bereich von maximal 15 mm, 10 mm, 8 mm oder 5 mm. Bevorzugt reinigt oder beschichtet die Plasmabehandlungseinheit die Oberfläche der Materialbahn 311. Die Plasmabehandlungseinheit weist bevorzugt einen Tank oder eine Bereitstellungsvorrichtung für ein Prozessgas auf, beispielsweise Druckluft oder Luft, Wasserstoff, Argon, Wasserstoff-Argon, Methan, Acetylen, Hexaflourethan, Helium, Stickstoff oder Sauerstoff. Bevorzugt erzeugt die Plasmabehandlungseinheit Helium-Plasma, Stauerstoff-Plasma oder Luft-Plasma oder Stickstoff-Plasma. Die Plasmadüse ist ausgebildet und eingerichtet von 40l/min bis 70l/min, bevorzugt 50l/min bis 60l/min Prozessgas zu verarbeiten und/oder ist zum Betrieb mit einem Druck von 2 bar bis 10 bar, bevorzugt 4 bar bis 7 bar, beispielsweise 5 bar, ausgebildet und eingerichtet. Bevorzugt weist die Plasmabehandlungseinheit eine Absaugung 307A, 313A, 314A auf, die bevorzugt benachbart, bevorzugt, insbesondere in Bezug auf den Förderpfad FM1, gegenüber der Plasmadüse, angeordnet ist. Bevorzugt ist die Plasmadüse zum Förderpfad FM1, insbesondere zur Oberfläche der Materialbahn, beabstandet, nämlich zwischen 0,3 mm und 5 mm, bevorzugt zwischen 0,8 mm und 2,5 mm, beispielsweise genau 1,5 mm. Bevorzugt weist das Verfahren eine Plasmabehandlung auf, um den Kontaktwinkel bei der Verwendung von hydrophoben Papieren zu reduzieren, insbesondere auf einen Kontaktwinkel von kleiner als 100° oder kleiner als 90° zu reduzieren. Die Plasmadüse ist für eine Bearbeitungsbreite zwischen 4 mm und 15 mm, bevorzugt zwischen 6 mm und 10 mm, ausgebildet und eingerichtet. Bevorzugt weist die Segmentgruppe einen NWA-Segment auf (not wrapped acetat). Bevorzugt ist die Plasmabehandlungseinheit stromabwärts eines Brechers und/oder stromaufwärts einer Beleimungsvorrichtung angeordnet. Bevorzugt ist die Materialbahn mit einem Winkel zwischen 80° und 150°, bevorzugt zwischen 90° und 120°, bevorzugt im Wesentlichen 100° über den Brecher geführt. Bevorzugt ist die Andrückkraft der Materialbahn auf den Brecher zwischen 30N und 60N, bevorzugt zwischen 40N und 50N, beispielsweise 45N. Beispielsweise ist eine Plasmadüse PFW100 der Firma Plasmatreat verwendbar, insbesondere in Kombination mit dem Prozessgas Stickstoff oder Ozon oder Druckluft. Beispielsweise ist eine Plasmadüse PFW10 der Firma Plasmatreat verwendbar, insbesondere in Kombination mit dem Prozessgas Stickstoff oder Ozon oder Druckluft.
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Die Oberflächenbearbeitungseinheit 307, 313, 314 ist bevorzugt als Coronabehandlungseinheit ausgebildet. Die Coronabehandlungseinheit erfolgt bevorzugt vollflächig und weist bevorzugt eine Elektrode zum lonisieren der angrenzenden Luft auf und ist von der Materialbahn 311 beabstandet mit einem Abstand zwischen 0,8 mm bis 4 mm, bevorzugt zwischen 1 mm und 3 mm, besonders bevorzugt zwischen 1,4 mm und 2 mm, beispielsweise 1,524 mm.
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Die Materialbahnbereitstellungseinheit 310 für die Materialbahn 311, insbesondere die bearbeitete Materialbahn 311, der Tackvorrichtung 380 oder der Fördervorrichtung P 330 zu. Die beschriebene Ausführungsform der Materialbahnbereitstellungseinheit 310 ist ebenfalls eine mögliche Ausführungsform der Materialbahnbereitstellungsvorrichtung 210. Die Materialbahnbereitstellungseinheit 210 für die Materialbahn 211, insbesondere die bearbeitete Materialbahn 211, der Tackvorrichtung 280 oder der Fördervorrichtung P 230 zu. Die Bezugszeichen für die Materialbahnbereitstellungsvorrichtung 210 und 310 sind analog und sind in den Figuren nicht alle explizit angegeben.
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Das erste Umhüllungsmodul 200 weist eine Fördervorrichtung P 230 auf, die als Saugwalze 230, bevorzugt als gemuldete Saugwalze 230, ausgebildet ist und eine Schneideinrichtung 220, die bevorzugt als rotierende Messerwalze ausgebildet ist. Die Schneideinrichtung 220 und die Fördervorrichtung P 230 sind bevorzugt ausgebildet, wie gezeigt in
Figur 2 bis 4 der deutschen Patentanmeldung mit dem Anmeldeaktenzeichen
10 2024 101 973.5 und in den zugehörigen Textpassagen beschrieben. Die zugehörigen Textpassagen sind, insbesondere die Passagen von Seite 15 Zeile 21 bis Seite 20 Zeile 18. Die Materialbahn 211 verläuft über die Saugwalze 230 und wird mittels der Schneideinrichtung 220, insbesondere einer Messerwalze, in Materialbahnabschnitte 221 geschnitten. Die Fördervorrichtung P 230, insbesondere die Saugwalze, fördert die Materialbahnabschnitte 221 in den Aufnahmen, insbesondere in den Mulden, zu einer Übergabestelle oder Andrückstelle, an der die Materialbahnabschnitte 221 auf der Fördervorrichtung P 220 an eine Segmentgruppe 503 aus Artikelstabsegmenten 520, 521, 522D gerückt oder getackt oder angeklebt werden (gezeigt in
Figur 2 mit Bezugsziffern des zweiten Umhüllungsmoduls 300). An der Übergabestelle oder Andrückstelle ist das Andrückspaltmaß 245 minimal. Das Andrückspaltmaß 245 ist bevorzugt der minimale Abstand zwischen dem Aufnahmengrund der Aufnahme 232, insbesondere der Mulde, der Fördervorrichtung P 230, und dem Aufnahmegrund der Aufnahme 242, insbesondere der Mulde, der Fördervorrichtung S 240. Während die Materialbahnabschnitte 221 in den Aufnahmen 232 der Fördervorrichtung P 230 angeordnet sind, werden die Materialbahnabschnitte 221 bevorzugt durch Mittel 246 zum Ziehen und/oder zum Drücken in die Aufnahmen, insbesondere in die Mulden, der Fördervorrichtung P 230 gedrückt und/oder gezogen. Bevorzugt erfolgt das Drücken und/oder Ziehen der Materialbahnabschnitte 221 derart, dass die Materialbahnabschnitte 221 auf dem Aufnahmengrund der Aufnahme 232 angeordnet sind. Das Mittel 246 kann als Rotationsvorrichtung mit radial am Umfang angeordneten Stempeln ausgebildet sein, um die Materialbahnabschnitte 221 in die Aufnahmen der Fördervorrichtung P 230 zu drücken. Das Mittel 246 kann als Schwenkvorrichtung mit einem oder mehreren ausfahrbaren Stempeln ausgebildet sein, um die Materialbahnabschnitte 221 in die Aufnahmen der Fördervorrichtung P 230 zu drücken. Das Mittel 246 kann als Sauglufteinrichtung ausgebildet sein, um die Materialbahnabschnitte 221 in die Aufnahmen der Fördervorrichtung P 230 zu ziehen. Bevorzugt sind die Aufnahmen 232 mit Öffnungen, insbesondere Saugluftöffnungen, ausgebildet, welche über eine Leitung mit einer Unterdruckquelle verbunden sind. Derartige Mittel 246 sind in
Figur 2 dargestellt, allerdings explizit beziffert mit den Bezugszeichen aus dem zweiten Umhüllungsmodul 300. Die Ausgestaltung gezeigt in
Figur 2 ist ebenfalls eine mögliche Ausführungsform, die in den ersten Umhüllungsmodul 200 angeordnet sein kann. Die Mittel 246 bzw. 346 sind in
Figur 1 nicht explizit gezeigt, stellen aber eine bevorzugte Ausführungsform, insbesondere durch Integration der Ausführungsform gem.
Figur 2 in
Figur 1 im ersten Umhüllungsmodul 200 und/oder zweiten Umhüllungsmodul 300, dar. In
Figur 2 ist nicht explizit dargestellt, dass die Materialbahnabschnitte 221 auf den Aufnahmengrund der Aufnahme 232 gedrückt und/oder gezogen werden, ist aber ebenfalls als offenbart anzusehen. Bevorzugt erfolgt das Drücken der Materialbahnabschnitte 221 auf den Aufnahmengrund durch die Segmentgruppe 503.
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Die in Figur 2 gezeigte Ausführungsform ist eine bevorzugte Ausführungsform des ersten und/oder zweiten Umhüllungsmoduls 200, 300 mit den entsprechenden Bezugszeichen, beispielsweise 221, 230, 240, 246, 245, 241, 242, 2411, 2411, 243, 503, bzw. beispielsweise den analogen Bezugszeichen des zweiten Umhüllungsmoduls 300, nämlich 321, 330, 340, 346, 345, 341, 342, 3411, 3411, 343, 504.
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Figur 2 zeigt eine Fördervorrichtung P 330 und eine Fördervorrichtung S 340 sowie Mittel 346 zum Ziehen und/oder Drücken der Materialbahnabschnitte 321 in die Aufnahmen 332 der Fördervorrichtung P 330. Die Fördervorrichtung P 330 rotiert im Uhrzeigersinn und fördert die Materialbahnabschnitte 321 zu einer Übergabestelle oder Andrückstelle. Die Fördervorrichtung S 340 rotiert gegen den Uhrzeigersinn und fördert die Segmentgruppe 504 zu einer Übergabestelle oder Andrückstelle. Die Fördervorrichtung S 340 weist Erhebungen 341 mit Aufnahmen 342, insbesondere Mulden, auf, in denen die Artikelstabsegmente 520, 521, 522, 523D und/oder die Segmentgruppe 504 aufgenommen und/oder gehalten sind. An der Übergabestelle oder Andrückstelle wird der Materialbahnabschnitt 321, bevorzugt ein beleimter Papierstreifen, an die Segmentgruppe 504 angeheftet und eine getackte Segmentgruppe 504T gebildet. Durch die Aufnahme 332, insbesondere die Mulde, der Fördervorrichtung P 330, wird die Segmentgruppe 504 und der Materialbahnabschnitt 321 durch einen flächigen Kontaktbereich 504K miteinander verbunden. Die Segmentgruppe 504 weist einen runden, bevorzugt kreisrunden, Querschnitt auf, wobei der flächige Kontaktbereich 504K der Segmentgruppe 504 durch einen Winkelbereich der Segmentgruppe 504 in Bezug auf den Querschnitt von 5° bis 170°, bevorzugt 10° bis 130°, 20° bis 100° oder von 45° bis 75°, und/oder wobei der flächige Kontaktbereich 504K der Segmentgruppe 504 eine Erstreckung entlang des Umfangs des Querschnitts der Segmentgruppe 504 oder in Transportrichtung der Fördervorrichtung S 340 von mehr als 1,5 mm, 2 mm, 2,5 mm oder mehr als 3 mm, oder zwischen 1 mm und 4 mm, bevorzugt zwischen 1,5 mm und 3,5 mm, aufweist.
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Um eine sichere und besonders vorteilhafte Verbindung und/oder ein besonders vorteilhaftes Antacken oder Anheften umzusetzen, ist ein Andrückspaltmaß 345 vorgesehen, das kleiner als der Durchmesser der Artikelstabsegmente 520, 521, 522, 523 und/oder der Segmentgruppe 504 ist. Hierdurch erfolgt der Tackvorgang mit einem vorteilhaften Druck, sodass der Materialbahnabschnitt 321, bevorzugt der beleimte Papierstreifen, mit den Segmenten verbunden wird, auch wenn es sich um besonders dicke, raue, glatte, beschichtete und/oder hydrophobe Materialbahnabschnitte 321 handelt. Das Andrückspaltmaß 345 zum Andrücken der Materialbahnabschnitte 321 an die Segmentgruppe 504 zwischen der Fördervorrichtung P 330 und Fördervorrichtung S 340, insbesondere zwischen dem Aufnahmengrund der Aufnahme der Fördervorrichtung P 330 und dem Aufnahmengrund der Fördervorrichtung S 340, beträgt zwischen 7 mm bis 7,8 mm, bevorzugt zwischen 7,3 mm und 7,7 mm, oder insbesondere geringer als 7,6 mm, bevorzugt geringer als 7,7 mm, besonders bevorzugt geringer als 7,5 mm. Durchmesser von Artikelstabsegmenten 520, 521, 522, 523 und/oder einer Segmentgruppe 504 betragen beispielsweise 7,9 mm. Durch eine Überdrückung von wenigen zehntel Millimetern erfolgt ein vorteilhaftes Anhaften des Materialbahnabschnitts 321 an der Segmentgruppe 504, sodass die Fördervorrichtung S 340 die getackte Segmentgruppe 504T weiterfördern kann, ohne dass der Materialbahnabschnitt 321 sich verschiebt, sich löst und/oder eine anderweitige Fehlpositionierung erfolgt. Ein Überdrücken ist vorteilhaft umgesetzt durch ein Andrückspaltmaß, welches 0,1 mm oder 0,2 mm oder 0,3 mm oder 0,4 mm oder 0,5 mm oder 0,6 mm oder 0,7 mm oder 0,8 mm oder 0,9 mm oder 1,0 mm oder 1,2 mm oder 1,4 mm oder 1,5 mm oder mindestens 1,5 mm kleiner ist als der Durchmesser der Segmentgruppe 504. Benachbart zur Fördervorrichtung S 340 und der Fördervorrichtung P 330 in Förderrichtung nachgeordnet kann bevorzugt eine Kompressionsvorrichtung 348 und/oder ein Vorfaltstern 348 angeordnet sein. Die Andruckspaltmaß kann zwischen der Kompressionsvorrichtung und der Fördervorrichtung S 340 analog zu dem vorher beschriebenen Andrückspaltmaß 345 ausgebildet sein, sodass ein Überdrücken bei dem Tackvorgang erfolgt und/oder bei dem Zusammenwirken der Kompressionsvorrichtung 348 und der Aufnahme der Fördervorrichtung S 340.
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Die Fördervorrichtung S 340 weist Erhebungen 341 auf mit radial außen angeordneten Aufnahmen 342. Diese Erhebungen weisen eine vorauseilende seitliche Begrenzung 3411 und eine nacheilende seitliche Begrenzung 3412 auf. Da beim Überdrücken und/oder beim Tackvorgang ein flächiger Kontaktbereich entsteht, ist ein Teil des Materialbahnabschnitts 321 der getackten Segmentgruppe 504T abgeknickt und benötigt einen Freiraum, damit dieser Teil des Materialbahnabschnitts 321 nicht die Mantelfläche der Fördervorrichtung S 340 berührt und verschmutzt. Auf diesem Grund weisen die Erhebungen eine Höhe auf, um einen Freiraum für den Teil des Materialbahnabschnitts 321 zu bilden. Die radial nach außen ausgebildeten Erhebungen 341, auf denen eine Aufnahmen 342 für die Segmentgruppe 504 angeordnet ist, weist eine Höhe von mindestens 5 mm, 6 mm, 8 mm oder von 5 mm bis 50 mm, bevorzugt von 10 mm bis 25 mm auf. Die Höhe der Erhebungen 341 ist auf den Durchmesser der Artikelstabsegmente und der Segmentgruppe 504 angepasst. An der nacheilenden seitlichen Begrenzung der Erhebung 341 sind bevorzugt Abstandshalter 343 angeordnet, die ein anhaften der Materialbahnabschnitte 321, insbesondere der beleimten Papierstreifen, verhindern und Verunreinigungen reduzieren. Die Abstandshalter 343 sind bevorzugt als radial nach außen verlaufende Rillen oder Rippen ausgebildet, die in Richtung der Rotationsachse der Fördervorrichtung S 340 nebeneinander angeordnet sind. Bevorzugt sind in Richtung der Rotationsachse 5, 10, 12, 15, 20 oder 25 Rillen oder Rippen angeordnet. In einer anderen Ausführungsform können auch andere Abstandshalter vorhanden sein, die bevorzugt abschnittsweise eine Auflagefläche oder Auflagelinie bilden, die derart ausgebildet ist, dass unabhängig von der Länge des Materialbahnabschnitts 321 stets eine Auflagelinie oder Auflagefläche für das nachlaufende Ende des Materialbahnabschnitts 321 vorhanden ist.
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Bevorzugt weist die Tackvorrichtung 380 nur eine Fördervorrichtung S 340 für die Segmentgruppe 504 auf. Bevorzugt ist die Tackvorrichtung 380 ausgebildet den Materialbahnabschnitt 321 um maximal 180° um die Segmentgruppe 504 und/oder die getackte Segmentgruppe 504T zulegen. Insbesondere weist die Tackvorrichtung 380 keine Rollvorrichtung, insbesondere keine Rollhand und/oder kein Rollband und/oder Rollnocken, auf.
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Figur 3 bis 6 zeigen verschiedene Ausführungsformen des Anheftens der Materialbahnabschnitts 321 an die Segmentgruppe 504 zur Bildung einer getackten Segmentgruppe 504T.Gezeigt ist die Aufnahme 332, insbesondere Mulde, der Fördervorrichtung P 330, wobei der Materialbahnabschnitt 321 auf dem Muldengrund angeordnet sein kann, beispielsweise positioniert durch die Mittel 346, oder nicht auf dem Muldengrund, wie in Figur 4 gezeigt. Der in den Figuren 3 bis 6 dargestellte Kreis stellt den Querschnitt der Segmentgruppe 504 dar, an die der Materialbahnabschnitt 321 angeheftet, getackt und/oder geklebt wird, sodass die getackte Segmentgruppe 504T entsteht.
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Figur 3 und 4 zeigen einen Versatz zwischen der Aufnahme 332 der Fördervorrichtung P 330 und der Aufnahme 342, insbesondere der Mulde, der Fördervorrichtung S 340. Die Aufnahme 332, insbesondere die Mulde, weist eine vorauseilende Flanke und eine nacheilende Flanke auf. Durch den Versatz der Aufnahmen 332 und 342 entsteht ein Andrückbereich 347, an dem der Materialbahnabschnitt 321 besonders stark an die Segmentgruppe 504 gedrückt wird. Gemäß Figur 3 ist dieser Andrückbereich 347 an der nacheilenden Flanke der Aufnahme 332 und gemäß Figur 4 ist dieser Andrückbereich 347 an der vorauseilenden Flanke der Aufnahme 332. In der Ausführungsform gemäß Figur 5 ist das Andrückspaltmaß 345 geringer als der Durchmesser des Querschnitts der Segmentgruppe 504, sodass der Andrückbereich 347 an dem Aufnahmengrund entsteht. Eine weitere Ausführungsform ist in Figur 6 gezeigt, nämliche eine asymmetrisch ausgebildete Aufnahme 332, insbesondere Mulde, sodass der Andrückbereich 347 durch eine Erhebung in der Aufnahme 332 oder durch die Geometrie der Aufnahme ausgebildet ist. Der Andrückbereich 347 bei der asymmetrisch ausgebildeten Aufnahme kann mittig, an einer vorauseilenden Flanke und/oder an einer nacheilenden Flanke ausgebildet sein. In bevorzugten Ausführungsformen sind somit mehrere Andrückbereiche 347 in einer Aufnahme, insbesondere Mulde, vorhanden. Die Ausführungsformen der Figuren 3 bis 6 und die beschriebenen Abwandlungen können zusätzlich miteinander kombiniert werden, sodass beispielsweise die Fördervorrichtung P 330 eine asymmetrische Aufnahme aus Figur 6 aufweist und die Aufnahmen 332 einen Versatz zu den Aufnahmen der Fördervorrichtung S 340 aufweisen. Sämtliche weiteren Kombinationen inklusive Mehrfachkombinationen sind ebenfalls möglich und als mögliche Ausführungsformen offenbart.
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Von der Fördervorrichtung S 340 wird die getackte Segmentgruppe 504T an die Rolltrommel 350 übergeben. Auf der Rolltrommel 350 ist eine Ausschleuseinrichtung 352 angeordnet, bevorzugt direkt nach oder benachbart zu der Übergabestelle von der Fördervorrichtung S 340. Die Ausschleuseinrichtung 352 ist bevorzugt vor der Rollvorrichtung 351, insbesondere eine Rollhand 351 und/oder ein Rollnocken 351, angeordnet. Die Ausschleuseinrichtung 352 ist bevorzugt als Ausblaseinrichtung ausgebildet und weist einen Auffangbehälter 353 zum Aufnehmen der ausgeschleusten, insbesondere ausgeblasenen, getackten Segmentgruppen 504T auf. Eine derartige Ausschleuseinrichtung ist besonders vorteilhaft, da bei der Verwendung von dickeren Materialbahnabschnitten 321 das Umhüllen mit doppellagigen Materialbahnabschnitten 321, insbesondere der Spleißstellen der Materialbahnen, zu Fehlern beim Rollvorgang führen. Die getackten Segmentgruppen 504T mit doppellagigen Materialbahnabschnitten 321 sind vor der Rolleinrichtung auszuschleusen. Auf der Rolltrommel 350 erfolgt die Umhüllung der getackten Segmentgruppe 504T durch die Rolleinrichtung 351, sodass die Segmentgruppe 505 oder 503U entsteht. Bevorzugt weist die Maschine 1 und/oder Anordnung 600 und/oder Tackvorrichtung 280, 380 eine Steuereinheit 10 auf, die mit einer Materialbahnbereitstellungsvorrichtung 210 und/oder 310 verbunden ist, insbesondere mit einer Steuereinheit einer Spleißvorrichtung, um einen Spleiß in einer Materialbahn 211, 311 zu erkennen oder zu verfolgen, um die getackte Segmentgruppe 503T und/oder 504T, die zumindest einen Teil des Spleißes aufweist, mittels der Ausschleuseinrichtung 252, 352 auszuschleusen. Bevorzugt weist die Anordnung 600 eine Spleißvorrichtung auf, die ausgebildet ist, eine ablaufende Materialbahn 211, 311 mit einer neuen Materialbahn 211N, 311N an einem Überlappungsbereich der beiden Materialbahnen 211, 211N, 311, 311N zu verbinden, und die Anordnung weist eine Steuerungseinheit 10 auf, die die Ausschleuseinrichtung derart steuert, dass die getackte Segmentgruppe 503T, 504T ausgeschleust wird, die zumindest einen Teil des Überlappungsbereichs aufweist. Die Anordnung 600 weist bevorzugt eine Sensoreinheit 11, bevorzugt eine optische Sensoreinheit, auf, die fehlerhafte getackte Segmentgruppen 503T, 504T, insbesondere getackte Segmentgruppen 503T, 504T, die zumindest einen Teil des Überlappungsbereichs aufweisen, detektiert und mit der Ausschleuseinrichtung verbunden ist, um die fehlerhaften getackten Segmentgruppen 503T, 504T auszuschleusen. Die Sensoreinheit 11 kann benachbart zur Fördervorrichtung S 240, 340 oder benachbart zur Rolltrommel 250, 350 angeordnet sein. In Figur 1 ist die Sensoreinheit 11 im zweiten Umhüllungsmodul 300 nicht explizit gezeigt, ist aber bevorzugt auch im zweiten Umhüllungsmodul 300 vorhanden.
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Da die Ausführungsformen der ersten und/oder zweiten Umhüllungseinheit 200, 300 anhand der Bezugszeichen der zweiten Umhüllungseinrichtung 300 beschrieben wurden, erfolgt nun die Fortsetzung des Herstellungsverfahrens und der Herstellungsvorrichtung ab der Rolltrommel 250 der ersten Umhüllungseinheit 200.
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Nach der Rolltrommel 250 werden die umhüllten Segmentgruppen 503U auf der Abbremstrommel 255 abgebremst und die Teilung reduziert und durch weitere Trommeln 255 und 256 zu einer Schneidtrommel 260 transportiert, um die umhüllte Segmentgruppe 503 in zwei, bevorzugt symmetrische, Teilgruppen 503TG zu zerteilen.
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Benachbart zur Schneidtrommel 260 ist das Kreismesser 262 und die Schleifscheibe 263 angeordnet. Die umhüllte Segmentgruppe 503, 503U wird durch das Kreismesser in zwei Teilgruppen 503TG zerteilt. Der Schnitt auf der Schneidtrommel 260 kann als druckbelasteter Schnitt gemäß Figur 14 oder als druckentlasteter Schnitt gemäß Figur 13 und Figur 15 erfolgen. Beim druckentlasteten Schnitt ist die Segmentgruppe durch Saugluft in der Mulde der Schneidtrommel 260 derart gehalten, dass die zwei Teilgruppen 503TG durch das Kreismesser 262 beim und/oder nach dem Schnitt längsaxial versetzt werden. Durch diesen axialen Versatz kann der Schnitt sehr schonend erfolgen und die Teilgruppen 503TG werden nicht gequetscht und/oder auf das Kreismesser 262 gedrückt. Wie in Figur 13 dargestellt ergibt sich nach dem Schnitt der Segmentgruppe 503U in die zwei Teilgruppen 503TG ein Spalt SP200 zwischen den zwei Teilgruppen, sodass sich die Stirnflächen der zwei Teilgruppen 503TG nicht kontaktieren und beabstandet sind. Bevorzugt beträgt der Spalt SP200 zwischen 0,1 mm und 1 mm oder besonders bevorzugt zwischen 0,2 mm und 0,5 mm. Insbesondere entspricht der Spalt SP200 ungefähr der Dicke des Kreismessers 262, insbesondere der maximalen Dicke des Teils des Kreismessers, der beim Schneidvorgang die Stirnflächen der zwei Teilgruppen kontaktiert. In Figur 14 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt, nämlich ein druckbelasteter Schnitt. Die Segmentgruppe 503U wird queraxial auf der Schneidtrommel 260 gefördert und durch das Kreismesser 262 in zwei Teilgruppen 503TG zerteilt. Während das Kreismesser mit der Segmentgruppe 503U im Eingriff ist und/oder die Stirnflächen der zwei Teilgruppen 503TG kontaktiert wird die Segmentgruppe 503U und die zwei Teilgruppen 503TG durch zwei seitliche Führungen SF1 und SF2, bevorzugt durchgehend und/oder abschnittsweise, geführt, sodass keine axiale Verschiebung der zwei Teilgruppen 503TG erfolgen kann. Die Führung kann bevorzugt durch eine Taumeleinrichtung 261B erfolgen. Sobald die Teilgruppen außer Eingriff mit dem Schneidmesser 262 sind, liegen die Stirnflächen der Teilgruppen kontaktierend aneinander. Ein derartiger Schneidprozess kann bei bestimmten Anwendungen vorteilhaft sein, zum Beispiel um ein tabakhaltiges Segment und/oder ein Segment aus losen Fasern zu schneiden, um zu verhindern, da sich Fasern und/oder Tabakteile aus den Stirnflächen lösen. Die axiale Position der Teilgruppen 503TG in Bezug auf die axiale Position der Segmentgruppe 503U bleibt bei diesem Schneidvorgang unverändert. Insbesondere bei der Verarbeitung von Filterstäben und/oder robusten Segmenten kann ein druckbelasteter Schnitt vorteilhaft sein.
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Nach der Schneidtrommel 260 erfolgt ein Transport mittels der Trommeln 273, 274 und 276 zur Wende-Spreiztrommel 399. Die Trommel 276 ist bevorzugt als Beschleunigertrommel ausgebildet, um die zwei Teilgruppen 503TG zu beschleunigen und/oder den Teilungsabstand zu verändern, bevorzugt zu vergrößern. Das zweite Umhüllungsmodul 300 ist von der Wende-Spreiztrommel 399 bis zur Rolltrommel 350 bereits im oberen Abschnitt der Anmeldung ausführlich beschrieben, sodass eine detaillierte Beschreibung des zweiten Umhüllungsmoduls 300 an dieser Stelle entfallen kann. Das erste und/oder zweite Umhüllungsmodul 200, 300 kann mit oder ohne Zuführung für Artikelstabsegmente 522, 522D, 523, 523D ausgebildet sein. Sämtliche offenbarten Ausführungsformen für das erste und/oder zweite Umhüllungsmodul 200, 300 sind als beliebige Kombinationen des ersten Umhüllungsmoduls 200 und des zweiten Umhüllungsmoduls 300 in der Maschine 1 oder Anordnung 600 umsetzbar und gilt in dieser Anmeldung als offenbart. Insbesondere sind das erste und zweite Umhüllungsmodul 200, 300 unterschiedlich oder im Wesentlichen gleichartig ausgebildet.
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Die Rolltrommel 350 übergibt die umhüllte Segmentgruppe 505 an die Trommel 370, wobei die Segmentgruppe 505 aus den zwei Teilgruppen 503TG, einem mittig eingelegten Doppelsegment 523D und dem angetackten Materialbahnabschnitt 321 gebildet ist, wobei der Materialbahnabschnitt 321 die Segmentgruppe 505 umschließt. Die Trommel 370 ist eine Laserzuführtrommel, die die Segmentgruppen 505 queraxial zu den Lasertrommeln 371, 371' transportiert. Die Lasertrommel 371, 371' weisen bevorzugt einen Rollnocken 372 bzw. 372' auf, sodass die Segmentgruppe über den gesamten Umfang perforiert werden kann. Die Lasertrommeln 371, 371' können als andersartige Lasertrommeln ausgebildet sein, beispielsweise als Lasertrommeln gemäß der deutschen Patentanmeldung
10 2022 134 675.7 und/oder
10 2022 134 674.9 .
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Stromabwärts, insbesondere direkt stromabwärts, der Lasertrommel 371, 371' und/oder der Laserzuführtrommel 370 ist eine Trommel 364 angeordnet, die als Transporttrommel 364Tr und/oder als Taumeltrommel 364Tm zum Ausrichten der Segmentgruppe 505 für die nachfolgende Schneidtrommel 360 und/oder als Reinigungstrommel 364R ausgebildet ist. Die Ausführungsformen der Reinigungstrommel 364 sind im weiteren Teil der Anmeldung beschrieben.
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Nach der Rolltrommel 350 und/oder nach der Trommel 364 werden die umhüllten und perforierten Segmentgruppen 505, bevorzugt auf der Trommel 364, 364Tm getaumelt und/oder auf der Trommel 364, 364R gereinigt und zu einer Schneidtrommel 360 transportiert, um die umhüllte Segmentgruppe 505 in zwei, bevorzugt symmetrische, Teilgruppen und/oder Multisegmentrauchartikel 531 und/oder Multisegmentartikel 530 zu zerteilen. Die Taumelung oder Ausrichtung der Segmentgruppe 505 kann anstatt durch die Taumeltrommel 364Tm oder zusätzlich zur Taumeltrommel 364Tm durch eine Taumelvorrichtung 361 auf der Schneidtrommel 360 stromaufwärts des Schneidmessers 362 erfolgen.
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Benachbart zur Schneidtrommel 360 ist das Kreismesser 362 und die zugehörige Schleifscheibe 363 angeordnet. Die umhüllte Segmentgruppe 505 wird durch das Kreismesser 362 in zwei Teilgruppen und/oder Multisegmentartikel 530 und/oder Multisegmentrauchartikel 531 zerteilt. Der Schnitt auf der Schneidtrommel 360 kann als druckbelasteter Schnitt gemäß Figur 14 oder als druckentlasteter Schnitt gemäß Figur 13 und Figur 16 erfolgen. Beim druckentlasteten Schnitt ist die Segmentgruppe 505 durch Saugluft in der Mulde der Schneidtrommel 360 derart gehalten, dass die zwei Teilgruppen und/oder Multisegmentartikel 530 und/oder Multisegmentrauchartikel 531 durch das Kreismesser 362 beim und/oder nach dem Schnitt längsaxial versetzt werden. Durch diesen axialen Versatz kann der Schnitt sehr schonend erfolgen und die Teilgruppen und/oder Multisegmentartikel 530 und/oder Multisegmentrauchartikel 531 werden nicht gequetscht und/oder an das Kreismesser 362 gedrückt. Wie in Figur 13 und Figur 16 dargestellt ergibt sich nach dem Schnitt der Segmentgruppe 505 in die zwei Teilgruppen und/oder Multisegmentartikel 530 und/oder Multisegmentrauchartikel 531 ein Spalt SP300 zwischen den zwei Teilgruppen, sodass sich die Stirnflächen der zwei Teilgruppen und/oder Multisegmentartikel 530 und/oder Multisegmentrauchartikel 531 nicht kontaktieren und beabstandet sind. Bevorzugt beträgt der Spalt SP300 zwischen 0,1 mm und 1 mm oder besonders bevorzugt zwischen 0,2 mm und 0,5 mm. Insbesondere entspricht der Spalt SP300 ungefähr der Dicke des Kreismessers 362, insbesondere der maximalen Dicke des Teils des Kreismessers, der beim Schneidvorgang die Stirnflächen der zwei Teilgruppen kontaktiert. In Figur 14 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt, nämlich ein druckbelasteter Schnitt. Die Segmentgruppe 505 wird queraxial auf der Schneidtrommel 360 gefördert und durch das Kreismesser 362 in zwei Teilgruppen und/oder Multisegmentartikel 530 und/oder Multisegmentrauchartikel 531 zerteilt. Während das Kreismesser mit der Segmentgruppe 505 im Eingriff ist und/oder die Stirnflächen der zwei Teilgruppen und/oder Multisegmentartikel 530 und/oder Multisegmentrauchartikel 531 kontaktiert wird die Segmentgruppe 505 und die zwei Teilgruppen und/oder Multisegmentartikel 530 und/oder Multisegmentrauchartikel 531 durch zwei seitliche Führungen SF1 und SF2, bevorzugt durchgehend und/oder abschnittsweise, geführt, sodass keine axiale Verschiebung der zwei Teilgruppen 503TG erfolgen kann. In einer anderen Ausführungsform erfolgt die seitliche Führung durch eine Taumelvorrichtung 361B am Kreismesser 362. Sobald die Teilgruppen und/oder Multisegmentartikel 530 und/oder Multisegmentrauchartikel 531 außer Eingriff mit dem Schneidmesser 362 sind, liegen die Stirnflächen der Teilgruppen kontaktierend aneinander. Ein derartiger Schneidprozess kann bei bestimmten Anwendungen vorteilhaft sein, zum Beispiel um ein tabakhaltiges Segment und/oder ein Segment aus losen Fasern zu schneiden, um zu verhindern, dass sich Fasern und/oder Tabakteile aus den Stirnflächen lösen. Die axiale Position der Teilgruppen und/oder Multisegmentartikel 530 und/oder Multisegmentrauchartikel 531 in Bezug auf die axiale Position der Segmentgruppe 505 bleibt bei diesem Schneidvorgang unverändert. Insbesondere bei der Verarbeitung von Filterstäben und/oder robusten Segmenten kann ein druckbelasteter Schnitt vorteilhaft sein.
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Die geschnittenen Teilgruppen und/oder Multisegmentartikel 530 und/oder Multisegmentrauchartikel 531 werden von der Schneidtrommel 360 an die nachfolgenden Trommeln 373, 373R, 374, 374R, 375 übergeben und weitergefördert. Die Trommel 373 ist bevorzugt eine Transporttrommel oder eine Reinigungstrommel 373R. Die Trommel 374 ist bevorzugt eine Kegelspreiztrommel oder eine Reinigungstrommel 374R oder eine Kombination aus beiden Trommeln, nämlich eine Kegelspreiz-Reinigungstrommel. Die Trommel 375 ist bevorzugt eine Kegelspreiztrommel oder eine Reinigungstrommel 374R oder eine Kombination aus beiden Trommeln, nämlich eine Kegelspreiz-Reinigungstrommel. Durch die Kegelspreiztrommeln erfolgt eine axiale Beabstandung der zwei Teilgruppen und/oder Multisegmentartikel 530 und/oder Multisegmentrauchartikel 531 für die Übergabe an das Prüf-Übergabe-Modul 400.
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Das Prüf-Übergabe-Modul 400 ist ausgebildet und eingerichtet den einlagigen Artikelstrom zu prüfen und an die nachfolgende Maschine weiterzugeben, beispielsweise eine RTS-Strecke ausgebildet zum Transportieren eines mehrlagigen Massenstroms auf einem Förderband und/oder einem Packer zum Verpacken von stabförmigen Artikeln in einer Verpackung.
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Das Prüf-Übergabe-Modul 400 eine Übergabetrommel 401, die bevorzugt als Transporttrommel 401 oder als Reinigungstrommel 401R ausgebildet ist. Der Übergabetrommel 401 nachgeordnet ist beispielsweise eine Messtrommel 402 zum Vermessen von Eigenschaften des stabförmigen Artikels, beispielsweise der Teilgruppen und/oder Multisegmentartikel 530 und/oder Multisegmentrauchartikel 531. Bevorzugt erfolgt eine Stirnflächenprüfung und/oder eine Oberflächenprüfung der Umhüllung der Artikel. Das Prüf-Übergabe-Modul 400 weist eine Prüftrommel 403 auf, der zwei Sensortrommeln 406 und 407 nachgeordnet sind. Die Sensortrommeln 406 und 407 sind ausgebildet und eingerichtet mindestens eine der folgenden Messaufgaben durchzuführen: Stirnflächenprüfung, eine Oberflächenprüfung der Umhüllung der Artikel oder Multisegmentrauchartikel, Vollständigkeitsprüfung und/oder Fehlsegmentprüfung.
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Die Prüftrommel 403 ist schematisch in einer Seitenansicht in Fig. 17 gezeigt. Auf die Prüftrommel 403 werden an einer Übergabestelle 4013 stabförmige Artikel, insbesondere Multisegmentrauchartikel 531, 530, in die Aufnahmemulden 4012 übergeben. Die Prüftrommel 403 rotiert in Drehrichtung und Förderrichtung 4015. Bevorzugt weist die Prüftrommel 403 drei Prüfstationen 4016, 4018, 4017 auf. Nach der Prüfung des stabförmigen Artikels, insbesondere eines Multisegmentartikels 530 oder Multisegmentrauchartikels 531, werden die stabförmigen Artikel an der Abgabestelle 4014 an die nachfolgende Trommel 406 übergeben. Sollte ein stabförmiger Artikel nicht den Prüfvorgaben entsprechen, wird dieser stabförmige Artikel im Nachgang ausgeschleust. Die Prüftrommel 403 weist eine Teilung 4019, die bevorzugt 4π, 6π, 8π oder 10π (Millimeter) oder ein ganzzahliges Vielfaches der Kreiszahl π (pi) (Millimeter) beträgt. Die erste Prüfstation 4016, die zwischen der dritten Prüfstation 4018 und der zweiten Prüfstation 4017 liegt, dient zur Messung des Ventilationsgrades der stabförmigen Artikel. Die dritte Prüfstation 4018, die in Förderrichtung 4015 stromabwärts der ersten Prüfstation 4016 angeordnet ist, dient zur Messung des Dichtigkeitsgrads der stabförmigen Artikel. Die zweite Prüfstation 4017, die stromaufwärts der beiden Prüfstationen 4016 und 4018 liegt, dient zur Messung des Zugwiderstands der stabförmigen Artikel. Bei sehr hohen Fördergeschwindigkeiten der Prüftrommel 403 und damit wenig Zeit in den jeweiligen Prüfstationen, ist es erforderlich in einem kurzen Zeitfenster einen entsprechenden Druck, beispielsweise einen Überdruck, in dem stabförmigen Artikel aufzubauen. Die Qualität der Messung des Ventilationsgrads und auch des Dichtigkeitsgrads wird erheblich verbessert, wenn vorher schon, beispielsweise in der zweiten Prüfstation 4017 ein entsprechender Druck an die Enden oder ein Ende der Zigaretten angelegt wird. Dieser Druck kann innerhalb einer Teilung 4019 bzw. innerhalb eines Abstands einer Aufnahmemulde zur nächsten Aufnahmemulde 4012 angelegt werden, aber auch innerhalb mehrerer Teilungen 4019, bevorzugt mindestens oder genau 2 oder 3 oder 4. Bevorzugt erstreckt sich die zweite Prüfstation 4017 über mehrere Aufnahmemulden 4012, insbesondere über mindestens 2, 3 oder 4. Insbesondere bei stabförmigen Artikeln 531, 530, die Perforationen ausweisen und insbesondere Papiersegmente und/oder dickes Umhüllungspapier aufweisen, werden bei den Prüfstationen 4017, 4016, 4018 Staubpartikel aus den Perforationsöffnungen oder -löchern geblasen, sodass diese Staubpartikel die Prüftrommel 403 und/oder die nachfolgenden Vorrichtungsbestandteile, insbesondere die Sensor- und Prüfeinrichtungen verschmutzen können. Vorteilhaft ist eine Absaugvorrichtung 4020 vorgesehen, die bevorzugt als Absaughaube ausgebildet ist und den Bereich über den Prüfstationen 4017, 4016, 4018 übergreift. Die Absaugvorrichtung 4020 weist mindestens einen Absaugbereich 4021, 4022, 4023 auf, um die Staubpartikel abzusaugen. Die Trommel 403 kann in einer anderen Ausführungsform als nur Reinigungstrommel 403R ausgebildet sein und die Prüfstationen sind bei einer derartigen Ausführungsform nicht vorhanden. Eine Prüftrommel 403 mit Reinigungsfunktion wird ebenfalls als Reinigungstrommel verstanden. Eine Reinigungstrommel 403R, 364R, 373R, 374R, 375R weist eine entsprechende Vorrichtung auf, um den Staub aus dem Inneren des stabförmigen Artikels, insbesondere durch die Perforationsöffnungen, herauszublasen und den Staub abzusaugen.
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Fig. 18 zeigt einen Querschnitt einer Reinigungs- (403R, 364R, 373R, 374R, 375R) und/oder Prüftrommel 403 mit einer Absaugvorrichtung 4020. Die in den Aufnahmemulden 4012 angeordneten stabförmigen Artikel 530, 531 werden stirnseitig mit Druckluft beaufschlagt, sodass die stabförmigen Artikel gereinigt werden. Der austretende Partikelstaub wird durch die Absaugvorrichtung 4020 abgesaugt. Die Absaugvorrichtung 4020 kann durch mindestens einen Absaugbereich 4021, 4022, 4023 mit einer Unterdruckquelle verbunden sein. Bevorzugt ist die Absaugvorrichtung 4020 derart ausgebildet, dass die Absaugvorrichtung Seitenluft einziehen kann, um einen Absaugluftstrom zu generieren. Fig. 19 und 20 zeigen die in Fig. 18 gezeigte Vorrichtung von zwei anderen Perspektiven, wobei bestimmte Details aus Übersichtsgründen nicht dargestellt sind, wie beispielsweise die Absaugvorrichtung der ersten Reihe A 4051 in Figur 19. Bevorzugt ist die Absaugvorrichtung lokal benachbart zu den Perforationen des zu reinigenden und/oder zu prüfenden Artikeln angeordnet. Bevorzugt ist die Absaugvorrichtung segmentiert ausgebildet. Bevorzugt ist die Reinigungs- und/oder Prüftrommel zweibahnig ausgebildet. Bevorzugt ist die Reinigungs- und/oder Prüftrommel mit zwei Reihen von nebeneinander angeordneten Aufnahmen, insbesondere Mulden, zur Aufnahme und Prüfung und/oder Reinigung der stabförmigen Artikel ausgebildet, nämlich einer ersten Reihe A 4051 und einer zweiten Reihe B 4052. Bevorzugt weist jede Reihe eine eigene Absaugvorrichtung 4020 auf. Bevorzugt weist die erste Reihe A 4051 und/oder die zweite Reihe B 4052 eine Absaugvorrichtung 4020 auf. Bevorzugt sind die Absaugvorrichtung der ersten Reihe A 4051 und die Absaugvorrichtung der zweiten Reihe B 4052 voneinander getrennt ausgebildet.
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Eine andere Vorrichtung zum Verhindern von Verschmutzungen sind Auffangbehälter AFB, wobei der Auffangbehälter AFBS, bevorzugt benachbart zur einer Schneidtrommel und/oder wobei der Auffangbehälter AFBT, bevorzugt benachbart zur einer Trommel, insbesondere der Schneidtrommel direkt nachgeordneten Trommel, angeordnet ist. In Figur 21 ist ein Ausschnitt aus Figur 1 gezeigt, der die Zuführmodule 120, 130 mit den Auffangbehältern AFBT und ABFS zeigt. Diese Auffangbehälter sind benachbart zu den Trommeln 122 und 124 angeordnet. Derartige Auffangbehälter können ebenfalls im Zuführmodul 130 oder in den Zuführmodulen der Umhüllungseinheiten 200 und 300 angeordnet sein, sind aber in Figur 21 nicht explizit gezeigt. Figur 22 zeigt beispielhaft eine Trommel 122, 124, wobei benachbart zur Trommel 122, 124 ein Auffangbehälter AFB, AFBT, AFBS angeordnet ist. Der Auffangbehälter AFB ist als einseitig offene Schale ausgebildet mit der Öffnung OE_AFB, die zur Mantelfläche der Trommel 122, 124 zeigt. Die Trommel weist Aufnahmen, insbesondere Mulden, zur Aufnahme von stabförmigen Artikeln auf. Die Öffnung der Auffangschale ist einem Winkelbereich αAFB, der in dieser Darstellung 80° beträgt. Durch eine derartig ausgedehnte Öffnung können entsprechende Artikelstabsegmente oder Partikel aufgefangen werden. Der Abstand A_AFB zwischen Trommel 122, 124 und Auffangbehälter AFB ist der Minimalabstand zwischen Trommel und Auffangbehälter, der in dieser gezeigten Ausführungsform ca. 4 cm entspricht. Durch einen derartigen Abstand können Artikelstabsegmente und Partikel von dem Auffangbehälter aufgefangen werden, ohne durch eine lange Flugbahn die Öffnung des Auffangbehälters zu verfehlen. Der Auffangbehälter ist bevorzugt als ausziehbare Schublade ausgebildet, um die aufgefangenen Artikelstabsegmente und Partikel zu entleeren oder eine Reinigung vorzunehmen. Bevorzugt weist der Auffangbehälter eine Absaugeinheit auf, um den Auffangbehälter zu entleeren oder zu reinigen.
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Das Prüf-Übergabe-Modul 400 weist eine Auswurftrommel 408 auf, die die Multisegmentartikel 530 oder Multisegmentrauchartikel 531 queraxial fördert, wobei benachbart zur Auswurftrommel 408 eine Entnahmetrommel 409 angeordnet ist, ausgebildet und eingerichtet, einzelne Multisegmentartikel 530 oder Multisegmentrauchartikel 531 zu entnehmen und auszuschleusen. Das Übergabe-Prüf-Modul 400 weist eine Einlegetrommel 410 auf, um den zweibahnigen einlagigen Förderstrom aus Multisegmentartikeln 530 und/oder Multisegmentrauchartikeln 531 mittels Umorientierungstrommel 411, bevorzugt ausgebildet als Kegelwender oder andersartige Tip-Turning-Drum, in einen einbahnigen einlagigen Förderstrom aus Multisegmentartikeln 530 oder Multisegmentrauchartikeln 531 zu überführen. Hierbei halbiert sich die Teilung der Aufnahmen und/oder geförderten Multisegmentartikel 530 oder Multisegmentrauchartikel 531. Weist die Auswurftrommel 408 beispielsweise eine Teilung (Muldenabstand) von 8π auf, ist die Teilung der Einlegetrommel 410 beispielsweise 4π. Um einen schonenden Aufwärtstransport der Multisegmentartikel 530 oder Multisegmentrauchartikel 531 zu gewährleisten, weist das Prüf-Übergabe-Modul 400 Transporttrommel 412 bis 418 auf. Durch die Übergabe-Ablegetrommel 420 wird der einlagige Förderstrom aus Multisegmentartikeln 530 oder Multisegmentrauchartikeln 531 in einen mehrlagigen Förderstrom überführt und an die nachfolgende Maschine oder den nachfolgend angeordneten Speicher transportiert.