EP4720861A1 - Vereinfachte validierung eines infotainmentsystems eines fahrzeugs - Google Patents
Vereinfachte validierung eines infotainmentsystems eines fahrzeugsInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein System zum Testen einer ein Tastfeld und eine Anzeigeeinheit aufweisende Mensch-Maschine-Schnittstelle (1) für ein Fahrzeug, wobei eine Recheneinheit (3) eine zu testende Berührungsinformation vorgibt und an einen Mikrocontroller (5) übermittelt, der diese in ein USB-Signal wandelt und das Ergebnis der Mensch-Maschine-Schnittstelle (1) als Äquivalent einer am Tastfeld vorgenommenen berührenden Eingabe übergibt, und wobei ein LVDS-HDMI-Konverter (7) ein von der Mensch-Maschine-Schnittstelle (1) ausgegebenes und für die Anzeigeeinheit vorgesehenes LVDS-Signal in ein HDMI-Signal transformiert und an einen HDMI-Grabber (9) übermittelt, wobei der HDMI-Grabber (9) die von ihm abgegriffenen Daten an die Recheneinheit (3) übermittelt, die die vom HDMI-Grabber (9) erhaltenen Daten auf Richtigkeit im Bezug auf die vorausgehende zu testende Berührungsinformation überprüft.
Description
VEREINFACHTE VALIDIERUNG EINES INFOTAINMENTSYSTEMS EINES FAHRZEUGS
Die Erfindung betrifft ein System zum Testen einer ein Tastfeld und eine Anzeigeeinheit aufweisende Mensch-Maschine-Schnittstelle für ein Fahrzeug, sowie ein Verfahren zum Testen einer ein Tastfeld und eine Anzeigeeinheit aufweisende Mensch-Maschine- Schnittstelle für ein Fahrzeug.
Die folgenden Informationen ergeben sich nicht notwendigerweise aus einem konkreten Dokument aus dem Stand der Technik, sondern sind allgemein bekanntes Fachwissen und ergeben sich aus praktischen Überlegungen:
Bei modernen Infotainmentsystemen stellt LVDS (Abkürzung für "Low voltage differtial signal", auch unter "TIA/EIA-644" geführt) einen gängigen Standard für eine Schnittstelle zur Übertragung von Bildinformation von einem Steuergerät des Infotainmentsystems zu einer Anzeigeeinheit wie einem Bildschirm (auch genannt Display) dar. Für die Auslieferung eines Fahrzeugs mit einem solchen Infotainmentsystem ist zur größt möglichen Zuverlässigkeit der Funktionsweise des Infotainmentsystems ein umfassender Test jedes einzelnen Systems ratsam. Zur Durchführung automatischer Tests kann beispielsweise das Display mittels einer Kamera abgefilmt werden und mittels eines Roboterarms ein berührungsempfindlicher Bildschirm physisch bedient werden.
Alternativ dazu ist es möglich, mit Hilfe eines LVDS-Grabbers Bildinformationen direkt digital abzugreifen und auch Touch-Informationen digital einzuspeisen, ohne eine Berührung an einem Tastfeld wie einem berührungsempfindlichen Bildschirm durchführen zu müssen. In diesem Fall ersetzt der LVDS-Grabber das Display und deserialisiert die Bildinformationen, so dass diese auf einem Computer digital vorliegen und als Bild direkt weiterverarbeitet werden können. Die Touch-Informationen werden dann typischerweise über eine separate Seitenbandkommunikation per l2C oder UART eingespeist.
Die CN 203350875 U betrifft im ferneren Zusammenhang einen intelligenten Touch-Computer, der ein Android-Betriebssystem nutzt. Der Touch-Computer besteht aus einem Android-Systempanel, einer Flüssigkristallanzeige, einer Steckdosenleiste und einem Infrarot-Touchscreen; der Infrarot-Touchscreen ist an der Oberfläche der Flüssigkristallanzeige angebracht und über eine USB-Datenleitung elektrisch mit dem Android-Systempa- nel verbunden. Die Flüssigkristallanzeige ist über eine LVDS-Datenleitung elektrisch mit
dem Android-Systempanel verbunden. Der intelligente Touch-Computer, der auf dem Android-System basiert, hat die Vorteile, dass er in der Lage ist, die Positionierung auf der Oberfläche des Flüssigkristalldisplays durch Berühren durchzuführen, um Klick-, Bewe- gungs- und Schreibfunktionen zu erreichen, dass er über eine externe Maus und eine externe Tastatur bedient werden kann und für verschiedene Betriebsumgebungen geeignet ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Mensch-Maschine-Schnittstelle für ein Fahrzeug, wobei die Mensch-Maschine-Schnittstelle zumindest ein Tastfeld und eine Anzeigeeinheit aufweist, zu validieren, d. h. die Zuverlässigkeit und Funktionstüchtigkeit der am Tastfeld erhaltenen Eingaben mit einer entsprechenden Reaktion auf der Anzeigeeinheit besser und kostengünstiger prüfen zu können.
Die Erfindung ergibt sich aus den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft ein System zum Testen einer ein Tastfeld und eine Anzeigeeinheit aufweisende Mensch-Maschine-Schnittstelle für ein Fahrzeug, aufweisend eine Recheneinheit, einen Mikrocontroller, einen LVDS-HDMI-Konverter, und einen HDMI-Grabber, wobei die Recheneinheit dazu ausgeführt ist, eine zu testende Berührungsinformation vorzugeben und an den Mikrocontroller zu übermitteln, wobei der Mikrocontroller dazu ausgeführt ist, die zu testende Berührungsinformation in ein USB-Signal zu wandeln und das Ergebnis der Wandlung der Mensch-Maschine-Schnittstelle als Äquivalent einer am Tastfeld vorgenommenen berührenden Eingabe zu übergeben, und wobei der LVDS-HDMI-Konverter dazu ausgeführt ist, ein an der Mensch-Maschine-Schnittstelle ausgegebenes und für die Anzeigeeinheit vorgesehenes LVDS-Signal in ein HDMI-Signal zu transformieren und das HDMI-Signal an den HDMI-Grabber zu übermitteln, und wobei der HDMI-Grabber dazu ausgeführt ist, die von ihm abgegriffenen Daten an die Recheneinheit zu übermitteln, wobei die Recheneinheit dazu ausgeführt ist, die vom HDMI-Grabber erhaltenen Daten auf Richtigkeit im Bezug auf die vorausgehende zu testende Berührungsinformation zu überprüfen.
Hierbei ist LVDS ein Standard, und steht abgekürzt für "Low voltage differtial signal", auch unter "TIA/EIA-644" geführt; USB bezeichnet ferner den "Universal Serial Bus", wie aus dem Verbrauchermarkt aus unzähligen Geräten bekannt; HDMI bezeichnet ferner das "High-Definition Multimedia Interface", wie es auch an Bildschirmen und TV-Geräten für den Heimgebrauch regelmäßig zum Einsatz kommt. Der später erwähnte RS232
Standard wird seit den 1960ern auch heute noch für serielle Schnittstellen gebraucht. Ein HDMI-Grabber dient dazu, ein HDMI-Signal zu erfassen und in verarbeitbarer Form, insbesondere zur Weiterleitung oder Speicherung, zu erfassen/abzugreifen.
Die Mensch-Maschine-Schnittstelle ist für ein Fahrzeug vorgesehen und weist zumindest ein Tastfeld und eine Anzeigeeinheit auf. Tastfeld und Anzeigeeinheit können auch in einem gemeinsamen System integriert sein, beispielsweise als berührungsempfindlicher Bildschirm mit kapazitiver Berührungsempflindlichkeit. Das Tastfeld weist zumindest die Eigenschaften auf, Berührungen eines Menschen, insbesondere seines Fingers, erkennen zu können und gewissen Koordinaten auf dem Tastfeld zuordnen zu können. Während im einfachsten Fall das Tastfeld ein anzeigeloses Touchpad ist, und die Anzeigeeinheit ein dazu separater Bildschirm oder ein Head-Up-Display des Fahrzeugs, kann mithilfe eines berührungsempfindlichen Bildschirms eine intuitive Steuerung der der Mensch-Ma- schine-Schnittstelle zugeordneten Funktionen ermöglichen, beispielsweise die Bedienung von Menüs auf der Anzeigeeinheit durch direktes Berühren, Verschieben einer dort angezeigten digitalen Karte, etc.;
Eine solche Mensch-Maschine-Schnittstelle weist für ein Fahrzeug typischerweise den Funktionsumfang eines Infotainmentsystems für das Fahrzeug auf, d. h. es ist für Steuerungen von Fahrzeugfunktionen und zur Information des Fahrers wie auch zur Unterhaltung des Fahrers oder anderer Insassen des Fahrzeugs gedacht. Da typischerweise die Mensch-Maschine-Schnittstelle mit einem solchen Funktionsumfang im Bereich vor den Vordersitzen (Fahrersitz und Beifahrersitz) mit ihren entsprechenden Elementen angeordnet ist, insbesondere im Bereich eines Armaturenbrett des Fahrzeugs, wird sie auch als "Automotive Head Unit" bezeichnet, wenn sie den entsprechenden Funktionsumfang aufweist.
Die Recheneinheit ist bevorzugt ein Laptop oder ein Desktop- Computer, da leicht auf solchen handelsüblichen Geräten gängige Betriebssysteme installiert werden können, beispielsweise eine Linux- Distribution. Die Verwendung der Recheneinheit dient insbesondere dazu, eine zu testende Berührungsinformation bereitzustellen, beispielsweise aus einer vorab gespeicherten Datei. Eine solche zu testende Berührungsinformation definiert insbesondere eine Wschgeste, eine Berührung an einer gewissen Koordinate des Tastfelds, und Ähnliches.
Diese zu testende Berührungsinformation wird von der Recheneinheit an den speziell dafür programmierten Mikrocontroller übergeben, beispielsweise über RS232. Vom Mikro-
Controller werden entsprechend formatierte Daten in einem Datenstrom zum Emulieren tatsächlicher berührender Eingaben am Tastfeld, ausgeführt durch einen Anwender, über USB an die Mensch-Maschine-Schnittstelle übertragen. Typischerweise bieten Betriebssysteme solcher Mensch-Maschine-Schnittstellen für Fahrzeuge wie Infotainmentsysteme eine Unterstützung für den Anschluss einer Computer-Maus, wie z.B. das Betriebssystem Android, an - dies liefert eine einfache Möglichkeit, zu testende Berührungsinformation einzuspeisen, als wären sie tatsächlich von einem Anwender vorgenommen werden. Hierzu wird der Mikrocontroller so programmiert, dass er sich wie ein Human-Interface- Device (HID) verhält und von der Mensch-Maschine-Schnittstelle mit dem Anschluss per USB als solches erkannt wird.
Nachdem die zu testende Berührungsinformation in einem entsprechenden Datenformat an der Mensch-Maschine-Schnittstelle angekommen ist, als wäre am Tastfeld von einem realen Anwender eine berührende Eingabe an diesem Tastfeld vorgenommen worden, reagiert die Mensch-Maschine-Schnittstelle entsprechend auf die nachgebildete Eingabe, und liefert entsprechende reaktive Daten für ihre Anzeigeeinheit. Zur Ansteuerung der Anzeigeeinheit werden von der Mensch-Maschine-Schnittstelle Daten in Form eines L.VDS- Signals ausgegeben, welche vom LVDS-HDMI-Konverter in ein HDMI-Format transformiert werden, um anschließend vom HDMI-Grabber erfasst zu werden. Der HDMI-Grab- ber schickt entsprechend formatierte Daten via USB an die Recheneinheit.
Somit steht der Recheneinheit einerseits das vollständige Wissen über die jeweilige zu testende Berührungsinformation bereit, als wäre perfektes Wissen über eine von einem Anwender an dem Tastfeld der Mensch-Maschine-Schnittstelle vorgenommene berührende Eingabe vorhanden, und zusätzlich dazu die lediglich in ihrem Datenformat konvertierte Information, wie sie mittels des LVDS- Signals von der Mensch-Maschine-Schnitt- stelle zur Ansteuerung der Anzeigeeinheit ausgegeben wird, zur Verfügung. Mit dem Wissen der Eingangsinformation und der idealen Ausgangsinformation kann ein Vergleich zur tatsächlichen Ausgangsinformation für die Anzeigeeinheit stattfinden, und so das korrekte Funktionieren des Infotainmentsystems überprüft werden.
Mit dem erfindungsgemäßen System ist es möglich, über einen handelsüblichen HDMI zu USB Konverter Bilder des Infotainmentsystems digital abzugreifen. Touch-Befehle werden über einen speziell programmierten Mikrocontroller über die USB-Schnittstelle in das Infotainmentsystem eingespeist.
Es wird hierzu insbesondere ein handelsüblicher HDMI zu USB Konverter genutzt, um die
Bilder beispielsweise eines Infotainmentsystems auf einen Computer zur weiteren Verarbeitung zu übertragen. Dazu ist es notwendig, dass vorher das LVDS-Signal über ein Adapter-Board in ein HDMI-Signal umgewandelt wird. Dieses Adapter-Board wird typischerweise durch den Hersteller eines Infotainmentsystems bereits zur Verfügung gestellt.
Das System erlaubt die Verwendung von Standard-Komponenten und Standard-Schnittstellen; Kosten können damit erheblich reduziert werden. Zudem ist das System wesentlich einfacher zu konfigurieren und zu warten.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Recheneinheit dazu ausgeführt, die zu testende Berührungsinformation an den Mikrocontroller über eine RS232-Schnittstelle zu übergeben.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Mensch-Maschine-Schnitt- stelle ein Infotainmentsystem für ein Fahrzeug.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Recheneinheit dazu ausgeführt, eine Vielzahl verschiedener zu testende Berührungsinformationen sequentiell vorzugeben und die vom H D I-Grabber jeweils in Antwort darauf erhaltenen Daten auf Richtigkeit im Bezug auf die jeweils vorausgehende zu testende der Berührungsinformationen zu überprüfen.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Recheneinheit dazu ausgeführt, die vom H DM I-Grabber erhaltenen Daten auf Richtigkeit im Bezug auf die vorausgehende zu testende Berührungsinformation durch Vergleich einer abgespeicherten Vorgabe einer zu testenden Berührungsinformation mit einer abgespeicherten zugeordneten Vorgabe von zugehörigen vom HDMI-Grabber erhaltenen Daten auszuführen.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der HDMI-Grabber dazu ausgeführt, das HDMI-Signal als Datenstrom abzugreifen und daraus erzeugte Datenpakete über eine USB Schnittstelle an die Recheneinheit zu übertragen.
Als Alternative hierzu kann der HDMI-Grabber dazu ausgeführt sein, permanent und kontinuierlich einen Datenstrom der Daten im HDMI Format abzugreifen, und einen transformierten Datenstrom über USB an die Recheneinheit zu übermitteln.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Testen einer ein Tastfeld und eine Anzeigeeinheit aufweisende Mensch-Maschine-Schnittstelle für ein Fahrzeug, aufweisend die Schritte:
- Vorgeben einer zu testenden Berührungsinformation und Übermitteln dieser an einen Mikrocontroller jeweils durch eine Recheneinheit;
- Wandeln der zu testenden Berührungsinformation in ein USB-Signal und Übergeben des Ergebnisses der Wandlung an die Mensch-Maschine-Schnittstelle als Äquivalent einer berührenden Eingabe an dem Tastfeld jeweils durch den Mikrocontroller;
- Transformieren eines an der Mensch-Maschine-Schnittstelle ausgegebenen LVDS-Sig- nals in ein HDMI-Signal und Übermitteln des HDMI-Signals an einen HDMI-Grabber jeweils durch einen LVDS-HDMI-Konverter;
- Übermitteln der vom HDMI-Grabber abgegriffenen Daten an die Recheneinheit; und
- Überprüfen der vom HDMI-Grabber ausgegebenen und an der Recheneinheit erhaltenen Daten auf Richtigkeit im Bezug auf die vorausgehende zu testende Berührungsinformation durch die Recheneinheit.
Vorteile und bevorzugte Weiterbildungen des vorgeschlagenen Verfahrens ergeben sich durch eine analoge und sinngemäße Übertragung der im Zusammenhang mit dem vorgeschlagenen System vorstehend gemachten Ausführungen.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der - gegebenenfalls unter Bezug auf die Zeichnung - zumindest ein Ausführungsbeispiel im Einzelnen beschrieben ist. Gleiche, ähnliche und/oder funktionsgleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Es zeigen:
Fig. 1 : Ein Verfahren zum Testen einer ein Tastfeld und eine Anzeigeeinheit aufweisende Mensch-Maschine-Schnittstelle für ein Fahrzeug gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Fig. 2: Ein System, mit Hilfe dessen das Verfahren nach Fig. 1 durchgeführt wird.
Fig. 1 zeigt ein Verfahren zum Testen und damit Validieren einer ein Tastfeld und eine Anzeigeeinheit aufweisende Mensch-Maschine-Schnittstelle 1 in der Funktion eines Infotainmentsystems für ein Fahrzeug. Dieses Verfahren wird auf einem System ausgeführt, dessen Topologie in der Fig. 2 dargestellt ist. Für das weitere Verständnis der
Verfahrensschritte kann daher auch die Fig. 2 herangezogen werden. In einem ersten Schritt des Verfahrens erfolgt das Vorgeben S1 einer zu testenden Berührungsinformation. Diese Berührungsinformation umfasst einen zeitlichen Verlauf von berührten Koordinaten des Tastfelds. Somit sind Informationen definiert, um eine testende Geste eines Anwenders auf dem Tastfeld nachzubilden. Das Tastfeld wird jedoch nicht physisch berührt, sondern die Berührungsinformation an einen Mikrocontroller 5 durch die Recheneinheit 3 über eine eingangsseitige RS232 Schnittstelle am ikrocontroller 5 übermittelt. In einem zweiten Schritt S2 wandelt der Mikrocontroller 5 diese zu testende Berührungsinformation in ein USB-Signal um und übergibt das Ergebnis der Wandlung an die Mensch-Maschine- Schnittstelle 1 via USB als Äquivalent einer berührenden Eingabe an dem Tastfeld durch einen Anwender, als würde dieser das Tastfeld tatsächlich berühren in einer Weise, und in einem zeitlichen Verlauf, wie er von der Berührungsinformation vorgegeben ist. Die Mensch-Maschine-Schnittstelle 1 weist hierfür über USB eine entsprechende kompatible Schnittstelle auf, die es erlaubt, statt einer berührenden Eingabe am Tastfeld ein äquivalentes Signal über USB zu erhalten. Dies ist im Android- Betriebssystem der Mensch-Ma- schine-Schnittstelle bereits so vorgesehen und bedarf keiner Änderung der Mensch-Ma- schine-Schnittstelle 1. Die Mensch-Maschine-Schnittstelle 1 erhält somit ein Äquivalent einer berührenden Eingabe am Tastfeld und reagiert auf diese Eingabe entsprechend. Dabei ist es von der Mensch-Maschine-Schnittstelle 1 vorgesehen, ihre Reaktion an einer Anzeigeeinheit darzustellen und zu diesem Zweck ein LVDS-Signal zu erzeugen, um die Anzeigeeinheit mit entsprechenden Informationen versorgen zu können. Dieses an der Mensch-Maschine-Schnittstelle 1 ausgegebene LVDS-Signals wird jedoch von einem LVDS-HDMI-Konverter 7 abgegriffen und transformiert S3 in ein HDMI-Signal, und das HDMI-Signal an einen HDMI-Grabber 9 übermittelt. Es folgt das Übermitteln S4 der vom HDMI-Grabber 9 so abgegriffenen Daten, die vom LVDS-HDMI-Konverter 7 ausgegeben werden, an die Recheneinheit 3. Damit ist es für die Recheneinheit 3 möglich, die vom HDMI-Grabber 9 ausgegebenen und an der Recheneinheit 3 erhaltenen Daten auf Richtigkeit im Bezug auf die vorausgehende zu testende Berührungsinformation zu überprüfen S5.
Fig. 2 zeigt ein System zum Ausführen des Verfahrens nach Fig. 1. Eine Recheneinheit 3 als handelsüblicher Desktop-Computer mit einem Desktop-Betriebssystem mit DesktopGUI weist eine serielle RS232 Schnittstelle auf, um einem dazu separatem Mikrocontroller 5 mit zu testenden Berührungsinformationen zu versorgen. Der Mikrocontroller 5 wandelt diese Informationen in ein USB Signal um, und führt nach der Umwandlung diese Informationen der Mensch-Maschine-Schnittstelle 1 über eine USB-Schnittstelle zu. Die Mensch-Maschine-Schnittstelle 1 erhält somit statt einer Tasteingabe ein Signal, wie es
vom Tastfeld hätte auch erhalten werden können, wenn entsprechende Berührungen am Tastfeld vorgelegen hätten. Die Mensch-Maschine-Schnittstelle 1 reagiert auf diese nachgebildeten Berührungen, und sendet ein LVDS-Signal zur Darstellungen von Bildinformationen wie Menüsteuerungen aus. Dieses LVDS-Signal wird von einem LVDS-HDMI-Kon- verter 7 abgegriffen und transformiert, an einen HDMI-Grabber 9 übermittelt, und von diesem via USB an die Recheneinheit 3 übermittelt. Somit kann die Recheneinheit 3 mit der Kenntnis desjenigen Signals der Mensch-Maschine-Schnittstelle 1 , das erzeugt wird wenn eine reale berührende Eingabe an seinem Tastfeld erfolgt, sowie mit der Kenntnis des in Reaktion darauf erzeugten Inhalts des LVDS-Signals der Mensch-Maschine-Schnittstelle 1 durch Vergleich auf entsprechende Referenzen überprüfen und validieren. Ein solches System kann in der Serienfertigung von Fahrzeugen mit entsprechenden Mensch-Ma- schine-Schnittstellen 1 wie Infotainmentsystemen kostengünstig angewendet werden.
Obwohl die Erfindung im Detail durch bevorzugte Ausführungsbeispiele näher illustriert und erläutert wurde, ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen. Es ist daher klar, dass eine Vielzahl von Variationsmöglichkeiten existiert. Es ist ebenfalls klar, dass beispielhaft genannte Ausführungsformen wirklich nur Beispiele darstellen, die nicht in irgendeiner Weise als Begrenzung etwa des Schutzbereichs, der Anwendungsmöglichkeiten oder der Konfiguration der Erfindung aufzufassen sind. Vielmehr versetzen die vorhergehende Beschreibung und die Figurenbeschreibung den Fachmann in die Lage, die beispielhaften Ausführungsformen konkret umzusetzen, wobei der Fachmann in Kenntnis des offenbarten Erfindungsgedankens vielfältige Änderungen, beispielsweise hinsichtlich der Funktion oder der Anordnung einzelner, in einer beispielhaften Ausführungsform genannter Elemente, vornehmen kann, ohne den Schutzbereich zu verlassen, der durch die Ansprüche und deren rechtliche Entsprechungen, wie etwa weitergehende Erläuterungen in der Beschreibung, definiert wird.
Bezugszeichenliste
1 Mensch-Maschine-Schnittstelle
3 Recheneinheit
5 Mikrocontroller
7 LVDS-HDMI-Konverter 9 HDMI-Grabber
51 Vorgeben
52 Wandeln
53 Transformieren S4 Übermitteln
S5 Überprüfen
Claims
1. System zum Testen einer ein Tastfeld und eine Anzeigeeinheit aufweisende Mensch-Maschine-Schnittstelle (1) für ein Fahrzeug, aufweisend eine Recheneinheit (3), einen Mikrocontroller (5), einen LVDS-HDMI-Konverter (7), und einen HDMI- Grabber (9), wobei die Recheneinheit (3) dazu ausgeführt ist, eine zu testende Berührungsinformation vorzugeben und an den Mikrocontroller (5) zu übermitteln, wobei der Mikrocontroller (5) dazu ausgeführt ist, die zu testende Berührungsinformation in ein USB-Signal zu wandeln und das Ergebnis der Wandlung der Mensch-Ma- schine-Schnittstelle (1) als Äquivalent einer am Tastfeld vorgenommenen berührenden Eingabe zu übergeben, und wobei der LVDS-HDMI-Konverter (7) dazu ausgeführt ist, ein an der Mensch-Maschine-Schnittstelle (1) ausgegebenes und für die Anzeigeeinheit vorgesehenes LVDS-Signal in ein HDMI-Signal zu transformieren und das HDMI-Signal an den HDMI-Grabber (9) zu übermitteln, und wobei der HDMI-Grabber (9) dazu ausgeführt ist, die von ihm abgegriffenen Daten an die Recheneinheit (3) zu übermitteln, wobei die Recheneinheit (3) dazu ausgeführt ist, die vom HDMI-Grabber (9) erhaltenen Daten auf Richtigkeit im Bezug auf die vorausgehende zu testende Berührungsinformation zu überprüfen.
2. System nach Anspruch 1 , wobei die Recheneinheit (3) dazu ausgeführt ist, die zu testende Berührungsinformation an den Mikrocontroller (5) über eine RS232-Schnittstelle zu übergeben.
3. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Mensch-Maschine-Schnittstelle (1) ein Infotainmentsystem für ein Fahrzeug ist.
4. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Recheneinheit (3) dazu ausgeführt ist, eine Vielzahl verschiedener zu testende Berührungsinformationen sequentiell vorzugeben und die vom HDMI-Grabber (9) jeweils in Antwort darauf erhaltenen Daten auf Richtigkeit im Bezug auf die jeweils vorausgehende zu testende der Berührungsinformationen zu überprüfen.
5. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Recheneinheit (3) dazu ausgeführt ist, die vom HDMI-Grabber (9) erhaltenen Daten auf Richtigkeit im Bezug auf die vorausgehende zu testende
Berührungsinformation durch Vergleich einer abgespeicherten Vorgabe einer zu testenden Berührungsinformation mit einer abgespeicherten zugeordneten Vorgabe von zugehörigen vom HDMI-Grabber (9) erhaltenen Daten auszuführen.
6. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der HDMI-Grabber (9) dazu ausgeführt ist, das HD I-Signal als Datenstrom abzugreifen und daraus erzeugte Datenpakete über eine USB Schnittstelle an die Recheneinheit (3) zu übertragen.
7. Verfahren zum Testen einer ein Tastfeld und eine Anzeigeeinheit aufweisende Mensch-Maschine-Schnittstelle (1) für ein Fahrzeug, aufweisend die Schritte:
- Vorgeben (S1) einer zu testenden Berührungsinformation und Übermitteln dieser an einen Mikrocontroller (5) jeweils durch eine Recheneinheit (3);
- Wandeln (S2) der zu testenden Berührungsinformation in ein USB-Signal und Übergeben des Ergebnisses der Wandlung an die Mensch-Maschine-Schnittstelle (1) als Äquivalent einer berührenden Eingabe an dem Tastfeld jeweils durch den Mikrocontroller (5);
- Transformieren (S3) eines an der Mensch-Maschine-Schnittstelle (1) ausgegebenen LVDS-Signals in ein HDMI-Signal und Übermitteln des HDMI-Signals an einen HDMI-Grabber (9) jeweils durch einen LVDS-HDMI-Konverter (7);
- Übermitteln (S4) der vom HDMI-Grabber (9) abgegriffenen Daten an die Recheneinheit (3); und
- Überprüfen (S5) der vom HDMI-Grabber (9) ausgegebenen und an der Recheneinheit (3) erhaltenen Daten auf Richtigkeit im Bezug auf die vorausgehende zu testende Berührungsinformation durch die Recheneinheit (3).
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