EP4719130A1 - Möbelelement - Google Patents
MöbelelementInfo
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- EP4719130A1 EP4719130A1 EP24729769.0A EP24729769A EP4719130A1 EP 4719130 A1 EP4719130 A1 EP 4719130A1 EP 24729769 A EP24729769 A EP 24729769A EP 4719130 A1 EP4719130 A1 EP 4719130A1
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Abstract
Ein Möbelelement (1), insbesondere Sitzmöbel, Raumtrenner, Ablage oder Regal mit mindestens einer Lagerebene, weist eine Trägerplatte (4) und einen auf der Trägerplatte (4) relativ zu dieser horizontal bewegbar gelagerten Korpus (2) auf, wobei der Korpus (2) und die Trägerplatte (4) einander zugewandte ebene Lagerbereiche (31, 41) aufweisen, wobei der Korpus (2) relativ zur Trägerplatte (4) über in Laufrillen (32, 33, 42, 43) geführte Führungselemente (34, 35, 44, 45) in einer von zwei möglichen entgengesetzten Drehrichtungen (R1, R2) drehbar und in einer vorbestimmten Translationsrichtung (x) verschiebbar ist, wobei die Lagerbereiche (31, 41) des Korpus (2) und der Trägerplatte (4) sowohl Laufrillen (32, 33, 42, 43) als auch in die Laufrillen (32, 33, 42, 43) des anderen der Lagerbereiche (31, 41) vorstehende Führungselemente (34, 35, 44, 45) aufweisen, die Laufrillen (32, 33, 42, 43) derart geformt sind, dass bei Krafteinwirkung auf den Korpus (2) in Translationsrichtung (x) den Korpus (2) in einer zumindest teilweise zwangsgeführten, gleichzeitigen rotatorischen und translatorischen Bewegung von einer Ausgangsposition über eine Zwischenposition, bei der der Korpus (2) relativ zur Trägerplatte (4) in einer Drehrichtung (R1, R2) gedreht und in Translationsrichtung (x) verschoben ist, weiter in der einen Drehrichtung (R1, R2) verdrehbar und weiter in der Translationsrichtung (x) verschiebbar ist und bei einer Verdrehung um einen Winkel von 90° oder ein Vielfaches desselben, vorzugsweise um 180°, eine um eine Distanz (d) in der Translationsrichtung (x) versetzte Position einnimmt.
Description
Möbelelement Die vorliegende Erfindung betrifft ein Möbelelement, insbesondere ein Sitzmöbel, Raumtrenner, eine Ablage oder ein Regal, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Möbelelemente wie Ablagen oder Regale, bei denen auf einer Trägerplatte eine auf dieser geführte gleichzeitig rotatorisch und translatorisch bewegbare Ab- lage angeordnet ist, sind beispielsweise aus der JP 10318669 oder der DE 10 2017106 170 A1 bekannt. Insbesondere die in der letztgenannten Veröffentlichung beschriebene Trag- platte hat sich in der Praxis an sich bewährt. Bei solchen Ablagen oder Regalen besteht häufig das Problem, die auf diesen gelagerten Gegenstände einerseits vor Schmutz zu schützen und andererseits eine gute Zugänglichkeit der Gegenstände zu ermöglichen. Darüber hinaus müssen diese Ablagen oder Regale stets beabstandet von Sei- tenwänden aufgestellt werden, um eine Drehung derselben zu ermöglichen, ohne an der Seitenwand anzustoßen. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Möbelelement bereitzustellen, das gleichermaßen einen Schutz der Gegenstände, die auf oder in dem Mö- belelement aufbewahrt sind, und eine gute Zugänglichkeit derselben gewähr- leistet. Das Möbelelement soll außerdem dahingehend weiterentwickelt werden, eine nochmals weitergehende Nutzung dahingehend zu ermöglichen, dass das Mö- belelement beispielsweise als Raumtrenner, Sitzmöbel oder dergleichen dazu nutzbar ist, einen Durchlass zwischen zwei Raumbereichen zu ermöglichen oder zu verhindern sowie das Möbelelement auch bei Anlage an einer Störkon- tur wie beispielsweise einer Wand oder in einer Ecke drehen zu können. Diese Aufgabe wird durch ein Möbelelement mit den Merkmalen des An- spruchs 1 gelöst.
Das erfindungsgemäße Möbelelement, insbesondere Sitzmöbel, Raumtrenner, Ablage oder Regal mit mindestens einer Lagerebene, weist eine Trägerplatte und einen auf der Trägerplatte relativ zu dieser horizontal bewegbar gelagerten Korpus auf. Der Korpus und die Trägerplatte weisen einander zugewandte ebene Lagerbereiche auf. Der Korpus ist relativ zur Trägerplatte über in Laufrillen geführte Führungsele- mente in einer von zwei möglichen entgegengesetzten Drehrichtungen drehbar und in einer Ebene parallel zur Ebene der Lagerbereiche verschiebbar. Die Lagerbereiche des Korpus und der Trägerplatte weisen sowohl Laufrillen als auch in die Laufrillen des anderen der Lagerbereiche vorstehende Füh- rungselemente auf. Die Laufrillen sind derart geformt, dass der Korpus in einer zumindest teilweise zwangsgeführten, gleichzeitigen rotatorischen und translatorischen Bewegung von einer Ausgangsposition über eine Zwischenposition, bei der der Korpus re- lativ zur Trägerplatte in einer Drehrichtung gedreht und in der Ebene parallel zur Ebene der Lagerbereiche verschoben ist, weiter in der einen Drehrichtung verdrehbar und weiter in der Ebene parallel zur Ebene der Lagerbereiche verschiebbar ist und bei einer Verdrehung um einen Winkel von 90° oder ein Vielfaches desselben, vorzugsweise um 180°, eine um eine Distanz in einer Translationsrichtung versetzte Position einnimmt. Mit einem solchermaßen ausgebildeten Möbelelement ist es ermöglicht, durch Überlagerung der Dreh- mit der Translationsbewegung eine versetzte Positio- nierung des Korpus zu ermöglichen, ohne das Möbelelement insgesamt ver- schieben zu müssen, sprich bei ortsfest auf einem Boden festlegbarer Träger- platte. Vorteilhafte Ausführungsvarianten sind Gegenstand der Unteransprüche. Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsvariante der Erfindung sind die Laufril- len in den Lagerbereichen des Korpus und der Trägerplatte eingelassen. Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante ist an einer der Trägerplatte zuge- wandten Unterseite des Korpus eine Lagerplatte befestigt, an der die Laufrillen und die Führungselemente angeordnet sind. Der Lagerbereich des Korpus wird
in diesem Fall durch die der Trägerplatte zugewandte Unterseite der Lager- platte gebildet. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante sind die Führungselemente als Kugelrollen mit in diesen geführten Kugeln ausgebildet. Alternativ ist es auch denkbar, die Führungselemente als Führungsstifte auszu- bilden. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante sind in jedem der La- gerbereiche jeweils zwei voneinander beabstandet positionierte Führungsele- mente angeordnet sowie jeweils zwei Laufrillen. Bevorzugt ist wenigstens ein Ende mindestens einer der Laufrillen als die Bewegung des Korpus begrenzender Endanschlag ausgebildet. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante sind an einer der Trä- gerplatte zugewandten Unterseite des Korpus lastabtragende Gleit- oder Rol- lelemente befestigt. Dies ermöglicht in einfacher Weise eine Entlastung des zwischen Trägerplatte und Korpus angeordneten, durch die Laufrillen und die in diesen geführten Führungselementen gebildeten Translations-Rotations-La- gers. Die lastabtragenden Gleit- oder Rollelemente sind dabei bevorzugt außerhalb einer Überdeckungsfläche mit den Lagerbereichen befestigt. Gemäß einer bevorzugten als Sitzmöbel ausgeführten Variante mit wenigstens einer Sitzfläche und wenigstens einer die Sitzfläche umrahmende Trennwand umschließt die wenigstens eine Trennwand die Sitzfläche in einem Winkel von wenigstens 90°. Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante umschließt die wenigs- tens eine Trennwand die Sitzfläche in einem Winkel von 180°. Nach einer weiteren Ausführungsvariante eines als Sitzmöbel ausgeführten Möbelelements weist die wenigstens eine Trennwand eine Höhe von wenigs- tens 160 cm auf und ist damit auch als Raumtrenner nutzbar. Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsvarianten der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen: Fig.1 und 2 schematische isometrische Ansichten eines zwischen zwei fest- stehenden Möbelelementen angeordneten translatorisch und ro- tatorisch bewegbaren Möbelelements in zwei unterschiedlichen Positionen, Fig.3 eine den Figuren 1 und 2 entsprechende Darstellung mit be- weglichem Möbelelement in einer Zwischenstellung während der Translations-Rotationsbewegung, Fig.4 eine isometrische Explosionsdarstellung des Möbelelements zur Darstellung der Laufrillen und Führungselemente an den Lager- bereichen, Fig.5 eine Schnittansicht durch den Bodenbereich des Möbelele- ments mit Darstellung der in den Laufrillen geführten Führungs- elemente, Fig. 6a – 6d eine schematische Draufsicht auf die Lagerbereiche des Mö- belelements zur Darstellung einer Positionsänderung von der in Fig.1 gezeigten Position des bewegbaren Möbelelements in die in Fig.2 gezeigte Position des Möbelelements, Fig.7 eine schematische isometrische Darstellung zweier Sitzmöbel mit darauf angeordneter Sitzfläche und diese von drei Seiten einrah- mende Trennwände in einer ersten einander zugewandten Posi- tion, Fig.8 eine isometrische Darstellung der in Fig.7 gezeigten Sitzmöbel mit voneinander abgewandten Sitzmöbeln, Fig.9 eine isometrische Darstellung der in Fig.7 gezeigten Anordnung in einer weiteren Positionierung voneinander abgewandter Sitzmöbel,
Fig.10 eine Draufsicht auf die beiden Sitzmöbel in der in Fig.7 gezeigten Positionierung, Fig.11 eine schematische isometrische Darstellung eines alternativ ausgebildetes Sitzmöbels mit darauf angeordneter Sitzfläche und diese von zwei Seiten einrahmenden Trennwänden in einer ersten offenen Position in einer Raumecke, Fig.12 eine isometrische Darstellung des in Fig.11 gezeigten Sitzmöbels in einer geschlossenen und aus der Raumecke bewegten Position, Fig.13 eine Draufsicht auf das Sitzmöbel in der in Fig.12 gezeigten Positionierung, Fig.14 eine isometrische Explosionsdarstellung des auf einer der Trenn- wände liegenden Sitzmöbels gemäß Figur 11 zur Darstellung der Laufrillen und Führungselemente an den Lagerbereichen der Trägerplatte und der Lagerplatte, Fig.15 eine Detailansicht der Unterseite des Sitzmöbels gemäß Figur 14 zur Darstellung der Laufrillen und Führungselemente an den La- gerbereichen der Trägerplatte und der Lagerplatte, und Fig.16 eine Detailansicht einer weiteren Ausführungsvariante einer Trägerplatte. In der nachfolgenden Figurenbeschreibung beziehen sich Begriffe wie oben, unten, links, rechts, vorne, hinten usw. ausschließlich auf die in den jeweiligen Figuren gewählte beispielhafte Darstellung und Position des Möbelelements, der Trägerplatte, Korpus, Lagerplatte, Lagerbereiche, Laufrillen, Führungsele- mente und dergleichen. Diese Begriffe sind nicht einschränkend zu verstehen, d.h., durch verschiedene Arbeitsstellungen oder die spiegelsymmetrische Aus- legung oder dergleichen können sich diese Bezüge ändern.
In den Figuren 1 bis 3 ist mit dem Bezugszeichen 1 insgesamt eine Ausfüh- rungsvariante eines erfindungsgemäßen Möbelelements bezeichnet. Das Mö- belelement 1 ist hier auf einem Boden 12 aufgestellt und rückseitig nahe einer Wand 13 aufgestellt. Rechts und links des Möbelelements 1 sind außerdem beispielhaft zwei vonei- nander beabstandete weitere Möbel 11 aufgestellt. Der Abstand zwischen den beiden feststehenden Möbeln 11 ist zur Verdeutli- chung der Bewegungsmöglichkeit des erfindungsgemäßen Möbelelements 1 so gewählt, dass das Möbelelement 1 bei Anlage an einer Seitenwand eines der feststehenden Möbel 11 mit Abstand zur Seitenwand des anderen feststehen- den Möbels 11, unter Ausbildung einer Lücke 14, positioniert ist. Das Möbelelement 1 ist in der in den Figuren 1 – 3 und 4 gezeigten Ausfüh- rungsvariante als Regal dargestellt, mit mehreren Ablageflächen 21. Denkbar ist auch, das Möbelelement 1 beispielsweise als Möbelelement auszu- bilden, das optische eine Trennung zweier Bereiche eines Raumes ermöglicht, beispielsweise in Gestalt eines Raumtrenners oder eines als Sitzmöbel ausge- bildeten Möbelelements 6, wie es in den Figuren 7 oder 11 gezeigt ist, wobei die Lücke 14 zwischen dem Möbelelement 1 und einem der feststehenden Mö- bel 11 als Durchgang nutzbar ist. Der prinzipielle Aufbau des erfindungsgemäßen Möbelelements 1 ist in den Fi- guren 4 und 5 dargestellt. Das Möbelelement 1 weist eine Trägerplatte 4 und einen auf der Trägerplatte 4 relativ zu dieser horizontal bewegbar gelagerten Korpus 2 auf. Der Korpus 2 und die Trägerplatte 4 weisen einander zugewandte ebene Lagerbereiche 31, 41 auf. Im hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Lagerbereich 31 des Korpus 2 in Gestalt einer separaten Lagerplatte 3 ausgebildet, die mit ihrer dem Lagerbereich 31 abgewandten Rückseite an einer Unterseite 22 des Korpus 2 befestigt ist, beispielsweise durch Verschrauben oder Verkleben oder derglei- chen.
In diesem Beispiel besitzt der Korpus 2 im Bereich der Unterseite 22 einen um- laufenden nach unten vorstehenden Rand 23, so dass der Lagerbereich 31 nicht sichtbar für einen Anwender ist, und für die Translations-Rotationsbewe- gung störende Elemente, wie z.B. Glasmurmeln oder Kinderspielzeug, nicht in den Bereich zwischen Trägerplatte 4 und Lagerplatte 3 gelangen können. Wie weiter in den Figuren 4 und 5 dargestellt ist, sind in den Lagerbereichen 31, 41 Laufrillen 32, 33, 42, 43 und Führungselemente 34, 35, 44, 45 angeordnet. Die Laufrillen 32, 33, 42, 43 sind dabei bevorzugt in den Lagerbereichen 31, 41 des Korpus 2 bzw. der Lagerplatte 3 und der Trägerplatte 4 eingelassen. Denkbar ist prinzipiell auch, die Laufrillen 32, 33, 42, 43 als separate Formteile bereitzustellen und diese an den Lagerbereichen 31, 41 des Korpus 2 bzw. der Lagerplatte 3 und der Trägerplatte 4 zu befestigen. Mithilfe der Laufrillen 32, 33, 42, 43 und Führungselemente 34, 35, 44, 45 ist der Korpus 2 relativ zur Trägerplatte 4 über die in den Laufrillen 32, 33, 42, 43 geführten Führungselemente 34, 35, 44, 45 in einer von zwei möglichen entgengesetzten Drehrichtungen R1, R2 drehbar und in einer Ebene parallel zur Ebene der Lagerbereiche 31, 41 verschiebbar. Wie weiter in den Figuren 4 und 5 erkennbar ist, weisen sowohl der Lagerbereich 31 des Korpus 2 als auch der Lagerbereich 41 der Trägerplatte 4 sowohl Laufrillen 32, 33, 42, 43 als auch in die Laufrillen 32, 33, 42, 43 des anderen der Lagerbereichen 31, 41 vorstehende Führungselemente 34, 35, 44, 45 auf. Die Laufrillen 32, 33, 42, 43 sind dabei derart geformt, dass bei Krafteinwirkung auf den Korpus 2, bevorzugt in derTranslationsrichtung x, der Korpus 2 in einer zumindest teilweise zwangsgeführten, gleichzeitigen rotatorischen und translatorischen Bewegung von einer Ausgangsposition über eine Zwischenposition, bei der der Korpus 2 relativ zur Trägerplatte 4 in einer Drehrichtung R1, R2 gedreht und in einer Ebene parallel zur Ebene der Lagerbereiche 31, 41 verschoben ist, weiter in der einen Drehrichtung R1, R2 verdrehbar und weiter parallel zur Ebene der Lagerbereiche 31, 41 verschiebbar ist und bei einer Verdrehung um einen Winkel von 90° oder ein Vielfaches desselben, vorzugsweise um 180°, eine um eine Distanz d in einer
Translationsrichtung x versetzte Position einnimmt, wie ein Vergleich der Figuren 1 und 2 zeigt. Die Figuren 6a bis 6d zeigen zur Verdeutlichung der durch die Laufrillen 32, 33, 42, 43 und Führungselemente 34, 35, 44, 45 ermöglichte Translations-Rotati- onsbewegung des Möbelelements 1 in vier Schritten von der in Figur 1 gezeigten Positionierung des Möbelelements 1 in die in Figur 2 gezeigte Positionierung des Möbelelements 1. Figur 6a stellt dabei die in Figur 1 dargestellte Position des Möbelelements 1 dar. Figur 6b zeigt eine erste Zwischenposition des Möbelelements 1 bei um etwa 30° gedrehtem Korpus 2 des Möbelelements 1. Figur 6c zeigt die Position des Korpus 2 nach einer Drehung um etwa 60°, während Figur 6d eine um 180° gedrehte Position zeigt, wie sie auch in Figur 2 dargestellt ist. Wie auch ein Vergleich der Figuren 6a und 6d zeigt, bleibt die Trägerplatte 4 bei dieser Translations-Rotationsbewegung ortsfest auf dem Bo- den 12 in unveränderter Position, während der Korpus 2 eine in Figur 6d angezogene Distanz d in Translations-Richtung x nach Durchführung der Be- wegung vollzogen hat. Wie weiter in den Figuren 4 und 5 dargestellt ist, sind die Führungselemente 34, 35, 44, 45 bevorzugt als Kugelrollen mit in diesen geführten Kugeln ausgebildet. Figur 5 zeigt die in den Laufrillen 32, 42 und 43 vorstehenden Zylindergehäuse der Kugelrollen, in denen die Kugeln aufgenommen sind. Denkbar sind auch andere Ausgestaltungen solcher Führungselemente, bei- spielsweise in Gestalt von Führungsstiften oder dergleichen. Bei den in den Figuren 4-6 gezeigten Ausführungsvarianten sind in jedem der Lagerbereiche 31, 41 jeweils genau zwei voneinander beabstandet positionierte Führungselemente 34, 35, 44, 45 angeordnet, die in jeweils einer Laufrille 32, 33, 42, 43 geführt sind.
Es kann alternativ auch eine andere Anzahl von Führungselementen und Laufrillen vorhanden sein. Auch können die Laufrillen so gestaltet sein, dass mehr als ein Führungselement zumindest teilweise gleichzeitig in einer Laufrille geführt wird. Denkbar sind auch unterschiedliche Tiefen der Laufrillen. Die Laufrille kann alternativ zur Ausführung als vertiefte Nut auch als vorstehende Führungsleiste gestaltet sein, wobei dann beidseitig der Führungsleiste Führungselemente wie z.B. Kugelrollen angeordnet sind. Wie weiter in Figur 4 erkennbar ist, ist zumindest eine der Laufrillen 32, 33, 42, 43 als offene Laufrille ausgebildet, hier die Laufrille 42. Denkbar ist aber auch, alle Laufrillen 32, 33, 42, 43 als offene oder geschlossene Laufrillen auszubilden. Im Falle der Ausbildung geschlossener Laufrillen ist darüber hinaus mindestens eines der Enden als Endanschlag zur Bewegungsbegrenzung des Korpus 2 nutzbar. Zur Entlastung der Führungselemente 34, 35, 44, 45 und der Laufrillen 32, 33, 42, 43 bei einer größeren Gewichtsbelastung durch den Korpus 2 oder auf den Korpus 2 abgelegten Gegenständen sind bei der hier gezeigten Ausführungs- variante an einer der Trägerplatte 4 zugewandten Unterseite 22 des Korpus 2 lastabtragende Gleit- oder Rollelemente 5 befestigt. Wie in Figur 4 zu erkennen ist, sind diese lastabtragenden Gleit- oder Rollelemente 5 bevorzugt außerhalb einer Überdeckungsfläche mit den Lagerbereichen 31, 41 befestigt. Die Gewichtskraft des Korpus 2 wird bei diesem Ausführungsbeispiel direkt gegenüber dem Boden 12 abgetragen. Alternativ können die lastabtragenden Gleit- oder Rollelemente 5 auch an der Lagerplatte 3 angeordnet sein und die Last gegenüber der Trägerplatte 4 abtragen, oder umgekehrt. Die der Trägerplatte 4 zugewandte Unterseite 22 des Korpus 2, an der auch die Lagerplatte 3 angeordnet ist, ist dabei vorzugsweise so bemessen, dass sie in jeder Position die Trägerplatte 4 überdeckt, d.h. über die Außenabmessungen die Trägerplatte 4 übersteht, so dass der Anwender sowohl den Endstellungen des Korpus 2 als auch während der kombinierten Translations-Rotations- bewegung des Korpus 2 relativ zur Trägerplatte 4 die Trägerplatte 4 mit den Laufrillen 42, 43 nicht sieht.
In den Figuren 7 bis 15 sind zwei Ausführungsvarianten von als Sitzmöbel ausgebildeten Möbelelementen 6 dargestellt. Jedes der als Sitzmöbel ausgebildeten Möbelelemente 6 weist wenigstens eine Sitzfläche 62 und wenigstens eine die Sitzfläche 62 umrahmende Trennwand 65, 66, 67 auf. Die wenigstens eine Trennwand weist dabei bevorzugt eine Höhe von wenigs- tens 160 cm auf, um so einen zum übrigen Raum zumindest optisch abge- schotteten Raum zu schaffen. Die wenigstens eine Trennwand ist damit auch als Raumtrenner nutzbar. Die Lagerplatte 3 und die auf einem Fußboden festlegbare Trägerplatte 4 sind an einer Unterseite eines Bodens 61 des Möbelelements 6 angeordnet, wie es beispielhaft in den Figuren 14 und 15 dargestellt ist. Bei den in den Figuren 7 bis 10 gezeigten, als Sitzmöbel ausgebildeten Möbelelementen 6 ist eine bankartige Sitzfläche 62 vorgesehen. Vor einem Abschnitt der Sitzfläche 62 ist eine Ablage 64 platziert, die an einer seitlich der Sitzfläche 62 angeordneten Trennwand 65 befestigt ist oder aus dieser vorsteht. Bei dieser Ausführungsvariante sind insgesamt drei Trenwandab- schnitte 65, 66, 67 vorgesehen, die das Sitzmöbel von drei Seiten her abschirmen. Eine erste Trennwand 65 ist dabei parallel zu einer dritten Trennwand 67 angeordnet, wobei die dritte Trennand 67 kürzer ist als die erste Trennwand 65 und dadurch einen Zugang zur Sitzfläche 62 auch bei einer Positionierung zweier solcher Sitzmöbel in der in Figur 7 und 10 gezeigten Weise ermöglicht, bei der die zwei Sitzmöbel einen nach außen teilweise abgeschirmten Raum bilden. Dabei ist erkennbar, dass die Möbelelemente 6 beabstandet zu einer Wand 13 angeordnet sind, um einen guten Zugang zu realisieren. Bei dem in den Figuren 11 bis 13 gezeigten, ebenfalls als Sitzmöbel ausgebildeten Möbelelement 6 ist eine eckbankartige Sitzfläche 62 vorgesehen. Vor einem Abschnitt der Sitzfläche 62 ist eine Ablage 64 mit hier quadratischer Arbeitsfläche platziert, die von einer am Boden 61 fixierten oder an aus diesem vorstehenden Tragsäule gestützt ist. Bei dieser Ausführungsvariante sind insgesamt zwei Trenwandabschnitte 65, 66
vorgesehen, die das Sitzmöbel von zwei Seiten her abschirmen. Die Trennwandabschnitte 65, 66 erstrecken sich hier rechtwinklig zueinander. Durch die unterschiedliche Anordnung und Ausrichtung des als Sitzmöbel ausgebildeten Möbelelementes 6 relativ zu einer durch zwei Wände 13 gebildeten Raumecke oder zu einer Wand 13 können unterschiedliche Arbeits-, Lern- oder Freizeitaktivitäten auf einfache Weise realisiert werden. Wie anhand des in den Figuren 11 bis 15 gezeigten Ausführungsbeispiels dargestellt, können die Sitzmöbel auch von einer offenen Ausrichtung in einer Raumecke, beispielhaft gezeigt in Figur 11, zu einer geschlossenen Ausrichtung beabstandet zu einer Raumecke bewegt werden, gezeigt in den Figuren 12 und 13, wobei durch die Trennwände 65, 66 ein abgeschotteter Einzelarbeitsplatz oder Leseplatz entsteht. Durch den Abstand zur Raumecke bzw. zur Wand 13 wird ein leichter Einstieg ermöglicht. Betreffend die Lagerplatte 3 und die auf einem Fußboden festlegbare Trägerplatte 4 weist bei der in den Figuren 14 bis 16 gezeigten Ausführungsvariante der Lagerbereich 41 der Trägerplatte 4 mehrere Gehäuseaufnahmen 47 auf, in denen als Kugelrollen 46 mit in diesen geführten Kugeln ausgebildete Wälzkörper aufgenommen sind. Die Kugelrollen 46 sind dabei in Rollengehäusen 461 in dem Lagerbereich 41 der Trägerplatte 4 ortsfest aufgenommen und ermöglichen eine nochmals verbesserte Belastungsverteilung. Die Führungsplatte 36 ist hier auf der Lagerfläche 31 der Trägerplatte 3 befestigt. Die Führungsplatte 36 weist zur teilweisen Führung der Kugelrollen 46 äußere Steuerkanten auf, die durch den Außenrand der Führungsplatte 36 gebildet werden. Diese Steuerkanten stehen aus der Lagerfläche 31 der Trägerplatte 3 in Richtung des Lagerbereiches 41 der Trägerplatte 4 vor. Zur Erleichterung eines Aufschiebens des Korpus 2 auf die Trägerplatte 4 ist, wie in Figur 16 beispielhaft gezeigt ist, an der Trägerplatte 4 ein in die Füh- rungsbahnen 42 mündender Einlaufbereich 48 angeordnet.
Bezugszeichenliste 1 Möbelelement 2 Korpus 21 Ablagefläche 22 Unterseite 23 Rand 3 Lagerplatte 31 Lagerbereich 32 Laufrille 33 Laufrille 34 Führungselement 35 Führungselement 36 Führungsplatte 4 Trägerplatte 41 Lagerbereich 42 Laufrille 43 Laufrille 44 Führungselement 45 Führungselement 46 Kugelrolle 461 Rollengehäuse 47 Gehäuseaufnahme 48 Einlaufbereich 5 Gleit- oder Rollelement 6 Möbelelement 61 Boden 62 Sitzfläche 63 Rückenlehne 64 Ablage 65 Trennwand 66 Trennwand 67 Trennwand
11 Möbel 12 Boden 13 Wand 14 Lücke x Translationsrichtung d Distanz R1 Drehrichtung R2 Drehrichtung
Claims
Ansprüche 1. Möbelelement (1, 6), insbesondere Sitzmöbel, Raumtrenner, Ablage oder Regal mit mindestens einer Lagerebene, aufweisend ^ eine Trägerplatte (4) und einen auf der Trägerplatte (4) relativ zu dieser horizontal bewegbar gelagerten Korpus (2), ^ wobei der Korpus (2) und die Trägerplatte (4) einander zugewandte ebene Lagerbereiche (31, 41) aufweisen, ^ wobei der Korpus (2) relativ zur Trägerplatte (4) über in Laufrillen (32, 33, 42, 43) geführte Führungselemente (34, 35, 44, 45) in einer von zwei möglichen entgengesetzten Drehrichtungen (R1, R2) drehbar und in einer Ebene parallel zur Ebene der Lagerbereiche (31, 41) verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass ^ die Lagerbereiche (31, 41) des Korpus (2) und der Trägerplatte (4) sowohl wenigstens eine Laufrille (32, 33, 42, 43) als auch wenigstens ein in die Laufrille (32, 33, 42, 43) des anderen der Lagerbereiche (31, 41) vorstehendes Führungselement (34, 35, 44, 45) aufweisen, ^ die Laufrillen (32, 33, 42, 43) derart geformt sind, dass der Korpus (2) in einer zumindest teilweise zwangsgeführten, gleichzeitigen rotatorischen und translatorischen Bewegung von einer Ausgangsposition über eine Zwischenposition, bei der der Korpus (2) relativ zur Trägerplatte (4) in einer Drehrichtung (R1, R2) gedreht und in der Ebene parallel zur Ebene der Lagerbereiche (31, 41) verschoben ist, weiter in der einen Drehrichtung (R1, R2) verdrehbar und weiter in der Ebene parallel zur Ebene der Lagerbereiche (31, 41) verschiebbar ist und bei einer Verdrehung um einen Winkel von 90° oder ein Vielfaches desselben, vorzugsweise um 180°, eine um eine Distanz (d) in einer Translationsrichtung (x) versetzte Position einnimmt. 2. Möbelelement (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufrillen (32, 33, 42, 43) in den Lagerbereichen (31, 41) des Korpus (2) und der Trägerplatte (4) eingelassen oder als aus den Lagerbereichen (31, 41) vorstehende Führungsleisten ausgebildet sind. 3. Möbelelement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an ei- ner der Trägerplatte (4) zugewandten Unterseite des Korpus (2) eine Lagerplatte (3) befestigt ist, an der die Laufrillen (32, 33) und die Führungselemente (34, 35) angeordnet sind.
4. Möbelelement (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Führungselemente (34, 35, 44, 45) als Kugelrollen mit in diesen geführten Kugeln ausgebildet sind. 5. Möbelelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Führungselemente (34, 35, 44, 45) als Führungsstifte ausgebildet sind 6. Möbelelement (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass in jedem der Lagerbereiche (31, 41) jeweils zwei von- einander beabstandet positionierte Führungselemente (34, 35, 44, 45) angeordnet sind. 7. Möbelelement (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass in jedem der Lagerbereiche (31, 41) jeweils zwei von- einander beabstandete Laufrillen (32, 33, 42, 43) angeordnet sind. 8. Möbelelement (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass wenigstens ein Ende mindestens einer der Laufrillen (32, 33, 42, 43) als die Bewegung des Korpus (2) begrenzender Endanschlag ausgebildet ist. 9. Möbelelement (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass an einer der Trägerplatte (4) zugewandten Unterseite (22) des Korpus (2) lastabtragende Gleit- oder Rollelemente (5) befestigt sind. 10. Möbelelement (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die lastabtragenden Gleit- oder Rollelemente (5) außerhalb einer Überdeckungsfläche mit den Lagerbereichen (31, 41) direkt an der Unterseite (22) des Korpus (2) befestigt sind. 11. Möbelelement (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die lastabtragenden Gleit- oder Rollelemente (5) an der Lagerplatte (3) befestigt sind. 12. Möbelelement (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass die der Trägerplatte (4) zugewandte Unterseite (22) des Korpus (2), an der die Lagerplatte (3) angeordnet ist, derart bemessen
ist, dass sie in jeder bei der Translations-Rotationsbewegung durchlaufenen Position die Trägerplatte (4) vollständig überdeckt. 13. Sitzmöbel (6) nach einem der vorstehenden Ansprüche, mit wenigstens ei- ner Sitzfläche (62) und wenigstens einer die Sitzfläche (62) umrahmende Trennwand (65, 66), dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Trennwand (65, 66) die Sitzfläche (62) in einem Winkel von wenigstens 90° umschließt. 14. Sitzmöbel (6) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die we- nigstens eine Trennwand (65, 66) die Sitzfläche (62) in einem Winkel von 180° umschließt. 15. Sitzmöbel (6) nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Trennwand (65, 66) eine Höhe von wenigstens 160 cm aufweist.
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