EP4716811A1 - Schmierstoffversorgung in einer technischen anlage - Google Patents

Schmierstoffversorgung in einer technischen anlage

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EP4716811A1
EP4716811A1 EP24727277.6A EP24727277A EP4716811A1 EP 4716811 A1 EP4716811 A1 EP 4716811A1 EP 24727277 A EP24727277 A EP 24727277A EP 4716811 A1 EP4716811 A1 EP 4716811A1
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EP
European Patent Office
Prior art keywords
lubricant
monitored
machine
control device
fill level
Prior art date
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Pending
Application number
EP24727277.6A
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English (en)
French (fr)
Inventor
Ute John-Unterburger
Stephan Maschke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Krones AG
Original Assignee
Krones AG
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16NLUBRICATING
    • F16N7/00Arrangements for supplying oil or unspecified lubricant from a stationary reservoir or the equivalent in or on the machine or member to be lubricated
    • F16N7/38Arrangements for supplying oil or unspecified lubricant from a stationary reservoir or the equivalent in or on the machine or member to be lubricated with a separate pump; Central lubrication systems
    • F16N7/385Central lubrication systems
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16NLUBRICATING
    • F16N29/00Special means in lubricating arrangements or systems providing for the indication or detection of undesired conditions; Use of devices responsive to conditions in lubricating arrangements or systems
    • F16N29/02Special means in lubricating arrangements or systems providing for the indication or detection of undesired conditions; Use of devices responsive to conditions in lubricating arrangements or systems for influencing the supply of lubricant

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Schmierstoffversorgung für eine technische Anlage (12) mit mehreren Maschinen (14 – 62). Mehrere Schmierstoffgeber (70) zum Verbinden mit den mehreren Maschinen (14 – 62) weisen jeweils ein Schmierstoffreservoir (72) und eine Erfassungsvorrichtung (74) zum Erfassen einer Schmierstoffabgabe aus dem Schmierstoffreservoir (72), zum Erfassen eines Füllstands des Schmierstoffreservoirs (72) des jeweiligen Schmierstoffgebers (70) und/oder zum Erfassen mindestens einer Produkteigenschaft eines Schmierstoffs auf. Eine zentrale Steuereinrichtung (80) ist dazu konfiguriert, für die mehreren Schmierstoffgeber (70) jeweils die erfasste Schmierstoffabgabe, den erfassten Füllstand und/oder die erfasste mindestens eine Produkteigenschaft zu empfangen und zu überwachen. Vorteilhaft kann die zentrale Überwachung der Schmierstoffgeber (70) eine Prozessstandardisierung, eine Prozessstabilisierung, eine Effizienzsteigerung und eine frühzeitige Erkennung von Fehlern für die gesamte technische Anlage (12) und sogar anlagenübergreifend ermöglichen.

Description

BESCHREIBUNG
Schmierstoffversorgung in einer technischen Anlage
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Schmierstoffversorgung für eine technische Anlage. Die Erfindung betrifft ferner ein System mit einer Anlage und einer Vorrichtung zur Schmierstoffversorgung.
Technischer Hintergrund
Herkömmlich werden Schmierstoffe, wie Öle, Fette, Bandschmierprodukte etc., für Behälterbehandlungsanlagen, deren Maschinen und Komponenten, und andere technische Anlagen sowie deren Maschinen und Komponenten in unterschiedlichen Gebinden zur Verfügung gestellt. Einerseits kann es sich dabei um Gebinde, wie bspw. Kartuschen / Dosen, und u.a. auch um zentrale Schmierstoffgeber (bspw. Füllerdrehverteiler) handeln. Bediener müssen in unterschiedlichen Zeitabständen an unterschiedlichen Stellen unterschiedliche Schmierstoffe in den Maschinen / Anlagen / Motoren etc. einflößen. Bei zentralen Schmierstoffgebern kann es sich beispielsweise um solche Schmierstoffgeber handeln, die über einen sogenannten Drehschlüssel automatisiert Schmierstoffe an die unterschiedlichen Stellen in der Maschine abgeben. Auch solche Schmierstoffgeber müssen in einem gewissen zeitlichen Abstand ausgetauscht werden.
Um die Nachfüllung der Maschinen kontrolliert von einem Bediener durchführen zu können, kann ein Schmierplan in Papierform oder auch ein digitaler Schmierplan vorliegen, welche dem Bediener eine Übersicht über die Schmierstoffgeber der Anlage usw. geben können.
Unterschiedliche Schmierstoff-Gebinde in Kombination mit einer großen Varianz an händischen Tätigkeiten (z. B. wenig Schmierstoffe des Produkts A an Stelle X, viel Schmierstoffe des Produkts B an Stelle Y etc.) erfordern umfangreiche menschliche Aktionen, was wiederum zu einer großen Fehleranfälligkeit führt.
Die DE 102018 110 161 Al offenbart ein verteilerloses Schmiersystem umfassend ein Schmierstoffreservoir, eine Schmierstoffpumpe, eine Schmierstoffzumesskontrolleinrichtung sowie eine Mehrzahl von Schmierstellenanschlusseinheiten, die eine vorbestimmte Menge an Schmierstoff an eine Schmierstelle abgeben. Die Schmierstoffpumpe ist stromab des Auslasses des Schmierstoffreservoirs im Schmierstoffleitungssystem derart angeordnet, dass durch die Schmierstoffpumpe Schmierstoff aus dem Schmierstoffreservoir an die Mehrzahl von Schmierstellenanschlusseinheiten gefördert werden kann. Die Schmierstellenanschlusseinheiten umfassen jeweils ein ansteuerbares Ventil sowie eine Durchflussmesseinrichtung, die mit der Schmierstoffzumesskontrolleinrichtung in Datenverbindung stehen. Das ansteuerbare Ventil öffnet in Abhängigkeit von der benachbart zum ansteuerbaren Ventil angeordneten Durchflussmesseinrichtung für eine Zeitspanne, über die die von der Schmierstoffzumesskontrolleinrichtung vorgegebene Menge Schmierstoff durch das ansteuerbare Ventil strömen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine verbesserte Technik zum Schmieren mehrerer Maschinen einer technischen Anlage, vorzugsweise einer Behälterbehandlungsanlage, zu schaffen.
Zusammenfassung der Erfindung
Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen und der Beschreibung angegeben.
Ein Aspekt der vorliegenden Offenbarung betrifft eine Vorrichtung zur Schmierstoffversorgung für eine technische Anlage, vorzugsweise Behälterbehandlungsanlage, mit mehreren Maschinen. Die Vorrichtung weist mehrere (z. B. automatisierte) Schmierstoffgeber zum Verbinden mit den mehreren Maschinen auf. Die mehreren Schmierstoffgeber weisen jeweils ein (z. B. auffüllbares oder wechselbares) Schmierstoffreservoir (z. B. Schmierstofftank, Schmierstoffgebinde, Schmierstoffkartusche oder Schmierstoffbehälter) auf. Die mehreren Schmierstoffgeber weisen jeweils eine Erfassungsvorrichtung auf, die zum Erfassen (z. B. Messen) einer Schmierstoffabgabe aus dem Schmierstoffreservoir (z. B. erfasst stromabwärts des Schmierstoffreservoirs) des jeweiligen Schmierstoffgebers, zum Erfassen (z. B. Messen) eines Füllstands des Schmierstoffreservoirs des jeweiligen Schmierstoffgebers und/oder zum Erfassen mindestens einer Produkteigenschaft (z. B. Viskosität und/oder Dichte) eines Schmierstoffs (z. B. aus dem Schmierstoffreservoir) ausgebildet ist. Die Vorrichtung weist ferner eine zentrale Steuereinrichtung auf, die dazu konfiguriert ist, für die mehreren Schmierstoffgeber jeweils die erfasste Schmierstoffabgabe, den erfassten Füllstand und/oder die erfasste mindestens eine Produkteigenschaft zu empfangen und zu überwachen.
Vorteilhaft kann die zentrale Überwachung der Schmierstoffgeber eine Prozessstandardisierung, eine Prozessstabilisierung, eine Effizienzsteigerung und eine frühzeitige Erkennung von Fehlern für die gesamte technische Anlage und sogar anlagenübergreifend ermöglichen. Als oberstes Ziel kann damit ein Wert- und Funktionserhalt der Maschinen und Anlagen unterstützt werden. Zusätzlich können aufgrund der automatisierten Überwachung Kosten und Fehlerpotentiale verringert werden. Die Überwachung kann dabei dynamisch anhand tatsächlicher Messwerte besonders genau erfolgen.
In einem Ausführungsbeispiel weist die Erfassungsvorrichtung mindestens eines auf von: eine Füllstandmesseinrichtung zum Erfassen des Füllstands des Schmierstoffreservoirs des jeweiligen Schmierstoffgebers, eine Durchflussmesseinrichtung zum Erfassen der Schmierstoffabgabe, einen Dichtesensor zum Erfassen einer Dichte des Schmierstoffs (als eine Produkteigenschaft des Schmierstoffs), und einen Viskositätssensor zum Erfassen einer Viskosität des Schmierstoffs (als eine Produkteigenschaft des Schmierstoffs).
Beispielsweise können die Erfassungsvorrichtung und das Schmierstoffreservoir eine gemeinsame Baugruppe / Einheit bilden, die bspw. austauschbar / wechselbar ist. Alternativ kann die Erfassungsvorrichtung zumindest teilweise separat zu dem Schmierstoffreservoir des jeweiligen Schmierstoffgebers angeordnet sein, z. B. in oder an der jeweiligen Maschine. Beispielsweise kann einer oder mehrere der hierin offenbarten Sensoren der Erfassungsvorrichtung zwar (funktional) ein Teil des Schmierstoffgebers sein, jedoch in oder an der jeweiligen Maschine angeordnet sein.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist die zentrale Steuereinrichtung eine Remote-Steuereinrichtung, vorzugsweise betrieben oder betreibbar auf einem externen Server, und/oder cloudba- siert. Vorteilhaft kann die Überwachung somit besonders zuverlässig und mit ausreichend Rechenleistung vorgenommen werden. Zudem können die Überwachungsalgorithmen auf einfache Weise aktualisiert werden, z. B. auch für mehrere technische Anlagen gleichzeitig, die alle die zentrale Steuereinrichtung nutzen.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist den mehreren Schmierstoffgebern jeweils ein (Schmierstoffgeber-) Identifikator, vorzugsweise ein Track-and-Trace-Code, zum Identifizieren des jeweiligen Schmierstoffgebers (bzw. dessen Schmierstoffs) zugeordnet. Vorzugsweise kann die zentrale Steuereinrichtung dazu konfiguriert sein, für die mehreren Schmierstoffgeber jeweils die erfasste Schmierstoffabgabe, den erfassten Füllstand zusammen mit dem Identifikator des jeweiligen Schmierstoffgebers zu empfangen und zu überwachen. Vorteilhaft kann auf diese Weise eine zuverlässige schmierstoffgeberindividuelle Überwachung und ggf. eine Nachverfolgbarkeit ermöglicht werden. Optional können den Anschlussstellen (Verbindungsstellen) der Maschinen zum Verbinden mit den Schmierstoffgebern jeweils ein Anschluss-Identifikator zum Identifizieren der jeweiligen Anschlussstelle zugeordnet sein. Vorzugsweise kann die zentrale Steuereinrichtung dazu konfiguriert sein, für die mehreren Schmierstoffgeber jeweils die erfasste Schmierstoffabgabe, den erfassten Füllstand zusammen mit dem Identifikator des jeweiligen Schmierstoffgebers und dem Anschluss-Identifikator zu empfangen und zu überwachen. Vorteilhaft kann auf diese Weise eine zuverlässige schmierstoffgeberindividuelle, anschlussstellenindividuelle Überwachung und ggf. eine Nachverfolgbarkeit ermöglicht werden, mit der bspw. auch verhindert werden kann, dass aufgrund von Verwechslungen der falsche Schmierstoffgeber an der jeweiligen Anschlussstelle angeschlossen wird.
In einer Ausführungsform können die Schmierstoffreservoire zumindest teilweise unterschiedliche Kapazitäten und/oder unterschiedliche Schmierstoffe aufweisen. Vorteilhaft können damit alle möglichen Schmierstoffgeber in der technischen Anlage zentral überwacht werden. Mit den unterschiedlichen Kapazitäten können unterschiedliche Schmierstoffbedarfe, z. B. auf Basis der Betriebsstunden, berücksichtigt werden.
Alternativ oder zusätzlich können die mehreren Schmierstoffgeber zumindest teilweise unterschiedlich geformte Anschlüsse zum Verbinden mit einer jeweiligen Maschine der mehreren Maschinen aufweisen. Vorteilhaft kann mit den unterschiedlichen Anschlüssen bspw. im Schlüssel- Schloss-Prinzip verhindert werden, dass eine Maschine mit einem Schmierstoffgeber mit falschen Schmierstoff verbunden wird.
In einer weiteren Ausführungsform ist die zentrale Steuereinrichtung ferner dazu konfiguriert, für die mehreren Schmierstoffgeber jeweils die erfasste Schmierstoffabgabe, den erfassten Füllstand und/oder die erfasste mindestens eine Produkteigenschaft von einer Anlagensteuereinrichtung, von einer Maschinensteuereinrichtung der mit dem jeweiligen Schmierstoffgeber verbundenen Maschine und/oder von dem jeweiligen Schmierstoffgeber zu empfangen.
In einer weiteren Ausführungsform ist die zentrale Steuereinrichtung ferner dazu konfiguriert, für die mehreren Schmierstoffgeber jeweils die Schmierstoffabgabe in Bezug auf eine Abgabemenge und/oder eine Abgabezeit (z. B. Abgabeintervall, Abgabezeitpunkt und/oder Abgabezeitdauer) zu überwachen. Vorteilhaft kann damit eine Funktionsfähigkeit des jeweiligen Schmierstoffgebers zuverlässig überwacht werden. In einer Ausführungsvariante ist die zentrale Steuereinrichtung ferner dazu konfiguriert, für die mehreren Schmierstoffgeber jeweils abhängig von der überwachten Schmierstoffabgabe, des überwachten Füllstands und/oder der überwachten mindestens einen Produkteigenschaft eine Handlungsempfehlung an mindestens eine (z. B. akustische und/oder visuelle) Ausgabeeinrichtung (z. B. der Vorrichtung) zu senden. Vorteilhaft können damit dynamisch und zielgerichtet passende Handlungsempfehlungen abgebeben werden, die auf konkreten Messwerten an den Schmierstoffgebern beruhen, statt lediglich statistische Methoden zu nutzen.
In einer weiteren Ausführungsvariante weist die mindestens eine Ausgabeeinrichtung ein mobiles Endgerät, vorzugsweise ein Tablet-Computer, ein Notebook, ein Smartphone oder eine Smartwatch, auf. Vorteilhaft kann damit ein Bediener der Anlage direkt erreicht werden, sodass die Handlungsempfehlung zeitnah wahrgenommen und umgesetzt werden kann, wenn gewünscht.
Alternativ oder zusätzlich weist die mindestens eine Ausgabeeinrichtung einen Personal Computer (z. B. in der Anlage) auf. Vorteilhaft kann auf dem Personal-Computer bspw. ein umfangreicher digitaler Schmierplan (z. B. basierend auf Echtzeitdaten und/oder programmierten/vorbestimmten Daten) der jeweiligen Anlagen vorhanden sein, der nunmehr dynamisch mit den Handlungsempfehlungen ergänzt werden kann.
Alternativ oder zusätzlich weist die mindestens eine Ausgabeeinrichtung eine Maschinenbenutzerschnittstelle auf, vorzugsweise derjenigen Maschine, die mit dem jeweiligen Schmierstoffgeber verbunden ist. Vorteilhaft kann die Handlungsempfehlung somit räumlich nahe zum betroffenen Schmierstoffgeber bzw. direkt an der betroffenen Maschine ausgegeben werden, wodurch eine schnelle Bedienerreaktion ermöglicht werden kann.
In einem Ausführungsbeispiel ist die zentrale Steuereinrichtung ferner dazu konfiguriert: eine Empfehlung zum Weiterbetrieb des jeweiligen Schmierstoffgebers als die Handlungsempfehlung zu senden, wenn die überwachte Schmierstoffabgabe innerhalb eines vorbestimmten (z. B. allgemeinen oder schmierstoffgeberindividuellen und/oder anschlussstellenindividuellen) Abgabe-Toleranzbereichs liegt, eine Empfehlung zur Überprüfung des jeweiligen Schmierstoffgebers als die Handlungsempfehlung zu senden, wenn die überwachte Schmierstoffabgabe außerhalb eines bzw. des vorbestimmten (z. B. allgemeinen oder schmierstoffgeberindividuellen und/oder anschlussstellenindividuellen) Abgabe-Toleranzbereichs liegt; und/oder eine Empfehlung zum Austauschen oder Auffüllen des Schmierstoffreservoirs des jeweiligen Schmierstoffgebers und/oder zum Stoppen der mit dem jeweiligen Schmierstoffgeber verbundenen Maschine als die Handlungsempfehlung zu senden, wenn die überwachte Schmierstoffabgabe keine Schmierstoffabgabe angibt.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist die zentrale Steuereinrichtung ferner dazu konfiguriert: eine Empfehlung zum Weiterbetrieb des Schmierstoffgebers als die Handlungsempfehlung zu senden, wenn der überwachte Füllstand innerhalb eines vorbestimmten (z. B. allgemeinen oder schmierstoffgeberindividuellen und/oder anschlussstellenindividuellen) Füllstand-Toleranzbereichs liegt; und/oder eine Empfehlung zum Vorbereiten eines Austauschs oder Auffüllens des Schmierstoffreservoirs des jeweiligen Schmierstoffgebers als die Handlungsempfehlung zu senden, wenn der überwachte Füllstand außerhalb eines bzw. des vorbestimmten (z. B. allgemeinen oder schmierstoffgeberindividuellen und/oder anschlussstellenindividuellen) Füllstand-Toleranzbereichs liegt; und/oder eine Empfehlung zum Austauschen oder Auffüllen des Schmierstoffreservoirs des jeweiligen Schmierstoffgebers und/oder zum Stoppen der mit dem jeweiligen Schmierstoffgeber verbundenen Maschine als die Handlungsempfehlung zu senden, wenn der überwachte Füllstand ein leeres Schmierstoffreservoir angibt.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist die zentrale Steuereinrichtung ferner dazu konfiguriert: eine Empfehlung zum Weiterbetrieb des Schmierstoffgebers als die Handlungsempfehlung zu senden, wenn die überwachte mindestens eine Produkteigenschaft (z. B. Dichte und/oder Viskosität) innerhalb eines vorbestimmten (z. B. allgemeinen oder schmierstoffgeberindividuellen und/oder anschlussstellenindividuellen) Produkteigenschaft-Toleranzbereichs (z. B. Dichte-Toleranzbereich und/oder Viskosität-Toleranzbereich) liegt; und/oder eine Empfehlung zum Austauschen oder Auffüllen des Schmierstoffreservoirs des jeweiligen Schmierstoffgebers und/oder zum Stoppen der mit dem jeweiligen Schmierstoffgeber verbundenen Maschine als die Handlungsempfehlung zu senden, wenn die überwachte mindestens eine Produkteigenschaft (z. B. Dichte und/oder Viskosität) außerhalb eines bzw. des vorbestimmten (z. B. allgemeinen oder schmierstoffgeberindividuellen und/oder anschlussstellenindividuellen) Produkteigenschaft-Toleranzbereichs (z. B. Dichte-Toleranzbereich und/oder Viskosität-Toleranzbereich) liegt. In einer Ausführungsform kann die zentrale Steuereinrichtung ferner dazu konfiguriert sein, für die mehreren Schmierstoffgeber jeweils eine Schmierstoff-Lagerbestandsinformation von einem Lagerverwaltungssystem zu empfangen und abhängig von der empfangenen Schmierstoff-Lagerbestandsinformation und der überwachten Schmierstoffabgabe, des überwachten Füllstands und/oder der überwachten mindestens einen Produkteigenschaft eine Nachbestellempfehlung als die Handlungsempfehlung zu senden. Vorteilhaft kann auf diese Weise ein Maschinen- oder Anlagenstillstand aufgrund von fehlendem Schmierstoff, oder weil nicht der richtige Schmierstoff auf Lager ist, verhindert werden.
In einer weiteren Ausführungsform ist die zentrale Steuereinrichtung ferner dazu konfiguriert, für die mehreren Schmierstoffgeber jeweils abhängig von der überwachten Schmierstoffabgabe, dem überwachten Füllstand und/oder der überwachten mindestens einen Produkteigenschaft einen Maschinenstoppbefehl an eine Maschinensteuereinrichtung der mit dem jeweiligen Schmierstoffgeber verbundenen Maschine zu senden, vorzugsweise wenn die überwachte Schmierstoffabgabe keine Schmierstoffabgabe angibt der überwachte Füllstand ein leeres Schmierstoffreservoir angibt und/oder die überwachte mindestens einen Produkteigenschaft außerhalb von einem vorbestimmten (z. B. allgemeinen oder schmierstoffgeberindividuellen und/oder anschlussstellenindividuellen) Produkteigenschaft-Toleranzbereich liegt. Vorteilhaft kann somit eine Beschädigung der Maschine wegen fehlendem, fehlerhaftem oder falschem Schmierstoff automatisch verhindert werden.
Alternativ oder zusätzlich ist die zentrale Steuereinrichtung ferner dazu konfiguriert, für die mehreren Schmierstoffgeber jeweils abhängig von der überwachten Schmierstoffabgabe und/oder dem überwachten Füllstand einen einzustellenden Maschinenbetriebsparameter an eine Maschinensteuereinrichtung der mit dem jeweiligen Schmierstoffgeber verbundenen Maschine zu senden, vorzugsweise wenn die überwachte Schmierstoffabgabe außerhalb eines vorbestimmten (z. B. allgemeinen oder schmierstoffgeberindividuellen und/oder anschlussstellenindividuellen) Abgabe- Toleranzbereichs liegt und/oder der überwachte Füllstand außerhalb eines vorbestimmten (z. B. allgemeinen oder schmierstoffgeberindividuellen und/oder anschlussstellenindividuellen) Füllstand-Toleranzbereichs liegt. Vorteilhaft kann somit indirekt ein Schmierstoffbedarf der Maschine verändert werden, sodass bspw. eine Anpassung an einen nur geringen Füllstand oder eine gestörte Schmierstoffabgabe möglich ist. Letztlich kann damit wiederum eine Beschädigung der Maschine wegen zu wenig oder falschem Schmierstoff automatisch verhindert werden, ohne dass hierfür eine Stilllegung der Maschine oder Anlage notwendig ist. In einer weiteren Ausführungsform ist die zentrale Steuereinrichtung ferner dazu konfiguriert, an mindestens einen der mehreren Schmierstoffgeber einen einzustellenden Schmierstoffgeberbetriebsparameter (z. B. Startbefehl, Stoppbefehl, Abgabemenge und/oder Abgabeintervall) zu senden (z. B. zusammen mit einem Identifikator des Schmierstoffgebers), vorzugsweise abhängig von der überwachten Schmierstoffabgabe, dem überwachten Füllstand und/oder der überwachten mindestens einen Produkteigenschaft.
Vorzugsweise können die mehreren Schmierstoffgeber dazu konfiguriert sein, einen bzw. den Schmierstoffgeberbetriebsparameter (z. B. Startbefehl, Stoppbefehl, Abgabemenge und/oder Abgabeintervall) zu empfangen und einen Betrieb abhängig von dem empfangenen Schmierstoffgeberbetriebsparameter anzupassen.
In einer weiteren Ausführungsform ist die zentrale Steuereinrichtung ferner dazu konfiguriert, eine Anomalie, vorzugsweise Rotationsanomalie, (mindestens) einer der mehreren Maschinen abhängig von Sensordaten dieser Maschine und der erfassten Schmierstoffabgabe, des erfassten Füllstands und/oder der erfassten mindestens einen Produkteigenschaft des Schmierstoffs desjenigen Schmierstoffgebers, der mit dieser Maschine verbunden ist, zu erkennen. Vorteilhaft können damit die erfassten Daten bezüglich der Schmierstoffgeber auch in anderen Analysen und Auswertungen genutzt werden.
Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Offenbarung betrifft ein System aufweisend eine Anlage, vorzugsweise Behälterbehandlungsanlage, mit mehreren Maschinen, vorzugsweise (z. B. Behälter) Transport- und/oder (Behälter-) Behandlungsmaschinen. Das System weist ferner eine Vorrichtung zur Schmierstoffversorgung wie hierin offenbart auf. Die mehreren Maschinen sind jeweils mit mindestens einem der mehreren Schmierstoffgeber zum Empfangen von Schmierstoff verbunden.
Vorzugsweise kann die Behälterbehandlungsanlage zum Herstellen, Reinigen, Beschichten, Prüfen, Abfüllen, Verschließen, Etikettieren, Bedrucken und/oder Verpacken von Behältern für flüssige Medien, vorzugsweise Getränke oder flüssige Nahrungsmittel, ausgebildet sein.
Bevorzugt können die mehreren Maschinen zumindest eines aufweisen von eine Rundläufermaschine, eine Füllmaschine, eine Verschließmaschine, eine Pasteurisationsmaschine, eine Trocknungsmaschine, eine Etikettiermaschine, eine Einpackmaschine, eine Palettiermaschine, eine Ent- palettiermaschine, eine Auspackmaschine, eine Kastenwaschmaschine, eine Behälterreinigungsmaschine, eine Behälterherstellmaschine, eine Beschichtungsmaschine, eine Rinsmaschine, eine Sterilisierungsmaschine, eine Druckmaschine, eine Klebegebindeherstellmaschine und eine Transportmaschine. Es ist auch möglich, dass die mehreren Maschinen beispielsweise eine Ausleitmaschine zum gesteuerten Ausleiten von Gegenständen, wie z. B. Behältern, aufweisen. Die Ausleitmaschine kann beispielsweise mindestens eine Ausleitgasse aufweisen.
Vorzugsweise können die mehreren Maschinen jeweils mindestens eine Schmierstelle aufweisen, die mit mindestens einem der mehreren Schmierstoffgeber zum Empfangen von Schmierstoff verbunden ist/sind.
Beispielsweise kann die mindestens eine Schmierstelle einen Servoantrieb, Befestigungselemente von Führungsgarnituren, einen Transportbandantrieb, eine Antriebswelle einer Einteilschnecke, eine Gelenkwelle einer Einteilschnecke, einen Ölbehälter eines Hubzylinders, eine Kugeldrehverbindung, Gelenkwellen und Stehlager einer Höhenverstellung, ein Lager einer Vakuumpumpe, Spindeln einer Höhenverstellung, eine automatische Schmieranlage eines Mediendrehverteilers, einen Antriebsmotor einer Höhenverstellung und/oder eine Kette einer Höhenverstellung aufweisen, z. B. bei einer als Rundläufer-Maschine (z. B. Rundläufer-Füllmaschine oder Rundläufer-Verschließmaschine oder Transferstern) ausgeführten Maschine.
Beispielsweise können die Behälter als Flaschen, Dosen, Kanister, Kartons, Flakons usw. ausgeführt sein.
Vorzugsweise kann sich der Begriff „Steuereinrichtung" auf eine Elektronik (z. B. ausgeführt als eine Treiberschaltung oder mit Mikroprozessor(en) und Datenspeicher) beziehen, die je nach Ausbildung Steuerungsaufgaben und/oder Regelungsaufgaben und/oder Verarbeitungsaufgaben übernehmen kann. Auch wenn hierin der Begriff „Steuern" verwendet wird, kann damit gleichsam zweckmäßig auch „Regeln" bzw. „Steuern mit Rückkopplung" und/oder „Verarbeiten" umfasst bzw. gemeint sein.
Die zuvor beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen und Merkmale der Erfindung sind beliebig miteinander kombinierbar.
Kurzbeschreibung der Figur
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden im Folgenden unter Bezug auf die beigefügte Zeichnung beschrieben. Es zeigt:
Figur 1 ein System gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Offenbarung. Detaillierte Beschreibung beispielhafter Ausführungsformen
Die Figur 1 zeigt ein System 10 mit einer technischen Anlage 12 und einer Vorrichtung zur Schmierstoffversorgung der Anlage 12.
Die Anlage 12 kann mehrere Maschinen 14 - 62 aufweisen. Vorzugsweise können die Maschinen 14 - 34 als Behandlungsmaschinen ausgeführt sein. Die Maschinen 36 - 62 können als Transportmaschinen ausgeführt sein.
Bevorzugt ist die Anlage 12 eine Behälterbehandlungsanlage. Entsprechend können die Maschinen 14 - 34 als Behälterbehandlungsmaschinen und die Maschinen 36 - 62 als Behältertransportmaschinen ausgeführt sein.
Die Behälterbehandlungsanlage kann beispielsweise eine Füllmaschine 14, eine Verschließmaschine 16, eine Pasteurisationsmaschine 18, eine Trocknungsmaschine 20, eine Etikettiermaschine 22, eine Einpackmaschine 24, eine Palettiermaschine 26, eine Entpalettiermaschine 28, eine Auspackmaschine 30, eine Kastenwaschmaschine 32 und/oder eine Behälterreinigungsmaschine 34 aufweisen. Die Maschinen 14 - 22 können in einem Nassteil der Anlage 12 angeordnet sein. Die Maschinen 24 - 34 können in einem Trockenteil der Anlage 12 angeordnet sein.
Es ist möglich, dass die Behälterbehandlungsanlage alternative oder zusätzliche Behandlungsmaschinen aufweist, wie beispielsweise eine Behälterherstellmaschine (z. B. Behälterblasmaschine), eine Beschichtungsmaschine, eine Rinsmaschine (z. B. mit Rinsdüsen), eine Sterilisierungsmaschine (z. B. mit Sterilisationsdüsen), eine Druckmaschine (z. B. mit Druckköpfen) und/oder eine Klebegebindeherstellmaschine (z. B. mit Klebstoffapplikationsdüsen).
Die Transportmaschinen 36 - 62 können Gegenstände durch die Anlage 12 transportieren. Beispielsweise können die Transportmaschinen 36 - 62 die Gegenstände bodenseitig abstützen und/oder an einer Mantelfläche halten, z. B. im sogenannten Neckhandling. Die Transportmaschinen 36 - 62 können die Behandlungsmaschinen 14- 34 miteinander verbinden. Die Transportmaschinen 36 - 62 können bspw. als Transportsterne oder Linearförderer, z. B. Bandförderer oder Plattenförderer, ausgeführt sein. Die Transportmaschinen 36 - 62 können zumindest teilweise unterschiedlich ausgeführt sein. Die Transportmaschinen 36 - 62 können beispielsweise als Behälter-, Behältergebinde- oder Palettentransportmaschinen ausgeführt sein. Die Maschinen 14 - 62 können zumindest teilweise eine Maschinensteuereinrichtung 66 und/oder eine Maschinenbenutzerschnittstelle 68 aufweisen. In Figur 1 ist aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit lediglich die Maschine 14 mit der Maschinensteuereinrichtung 66 und der Maschinenbenutzerschnittstelle 68 dargestellt.
Die Maschinensteuereinrichtung 66 kann einen Betrieb der jeweiligen Maschine 14 - 62 steuern. Beispielsweise kann die Maschinensteuereinrichtung 66 Aktoren der jeweiligen Maschine 14 - 62 gemäß vorgegebenen oder vorgebbaren Betriebsparametern steuern.
Neben den maschinenspezifischen Maschinensteuereinrichtungen 66 der Maschinen 14 - 62 kann die Anlage 12 bevorzugt noch eine Anlagensteuereinrichtung 64 aufweisen. Die Anlagensteuereinrichtung 64 kann bspw. mit den Maschinensteuereinrichtungen 66 kommunizieren, z. B. zum Versenden und/oder Empfangen von Betriebsinformationen und/oder Betriebsbefehlen.
Die Maschinenbenutzerschnittstelle 68 kann zum Ausgeben von Information an einen Benutzer und/oder zum Empfangen von Benutzereingaben ausgebildet sein. Mittels der Maschinenbenutzerschnittstelle 68 kann ein Benutzer beispielsweise einstellbare Betriebsparameter der jeweiligen Maschine 14 - 62 vorgeben. Die Maschinenbenutzerschnittstelle 68 kann Informationen bspw. akustisch und/oder visuell an einen Benutzer ausgeben. Beispielsweise kann die Maschinenbenutzerschnittstelle 68 eine berührungsempfindliche Anzeigeeinrichtung, einen Lautsprecher, ein Mikrofon und/oder mindestens eine Signalleuchte aufweisen.
Die Vorrichtung zur Schmierstoffversorgung weist mehrere Schmierstoffgeber 70 und eine zentrale Steuereinrichtung 80 auf.
Beispielsweise können zwei, drei, vier, fünf oder mehr Schmierstoffgeber 70 umfasst sein. Der besseren Übersicht halber sind nur einige der Schmierstoffgeber 70 in Figur 1 mit einem eigenen Bezugszeichen versehen. Es versteht sich, dass entgegen der Darstellung in Figur 1 nicht alle Maschinen 14 - 62 mit einem Schmierstoffgeber 70 ausgestattet sein müssen.
Die Schmierstoffgeber 70 können mit zu schmierenden Bauteilen der Maschinen 14- 62 verbunden sein. Bevorzugt ist je Maschine 14 - 16 mindestens ein Schmierstoffgeber 70 direkt in oder an der jeweiligen Maschine 14 - 16 angeordnet. Der Schmierstoffgeber 70 kann Schmierstoff, z. B. Öl oder Fett oder Bandschmierprodukt, an die jeweilige Maschine 14 - 62 abgegeben. Beispielsweise können die Schmierstoffgeber 70 automatisch oder selbsttätig Schmierstoff an die jeweilige Maschine 14 - 62 abgeben, und zwar bevorzugt in einer gewünschten Menge, zu einem gewünschten Zeitpunkt und/oder über eine gewünschte Zeitdauer.
Die Schmierstoffgeber 70 weisen jeweils ein Schmierstoffreservoir 72 und eine Erfassungsvorrichtung 74 auf, wie in Figur 1 beispielhaft für einen der Schmierstoffgeber 70 dargestellt ist. Bevorzugt kann das Schmierstoffreservoir 72 und die Erfassungsvorrichtung 74 eine gemeinsame Baugruppe bilden. Es ist aber auch möglich, dass einer oder mehrere Sensoren der Erfassungsvorrichtung 74 in oder an der jeweiligen Maschine angeordnet, z. B. räumlich getrennt zu dem Schmierstoffreservoir 72 an einer Anschlussstelle für das Schmierstoffreservoir 72 oder (Schmierstoff-) stromabwärts davon.
Das Schmierstoffreservoir 72 kann einen bevorzugt flüssigen oder pastösen Schmierstoff, z. B. ein Schmierfett oder ein Schmieröl, beinhalten. Das Schmierstoffreservoir 72 kann manuell auffüllbar (nachfüllbar) oder manuell wechselbar (austauschbar) sein. Beispielsweise kann das Schmierstoffreservoir 72 als ein Schmierstofftank, ein Schmierstoffgebinde oder eine Schmierstoffkartusche ausgeführt sein. Bevorzugt sind die Schmierstoffreservoire 72 der mehreren Schmierstoffgeber 70 untereinander nicht verbunden. Alternativ könnten die Schmierstoffreservoire 72 der mehreren Schmierstoffgeber 70 zumindest teilweise miteinander verbunden sein.
Die Schmierstoffreservoire 72 können untereinander zumindest teilweise unterschiedliche Kapazitäten und/oder unterschiedliche Schmierstoffe aufweisen. Bevorzugt kann eine Kapazität und/oder ein Schmierstoff des Schmierstoffreservoirs 72 an die jeweils mit Schmierstoff zu versorgende Maschine 14 - 62 angepasst sein. Besonders bevorzugt kann eine Kapazität des Schmierstoffreservoirs 70 eines jeweiligen Schmierstoffgebers 70 so an einen Soll-Verbrauch der jeweiligen Maschine 14 - 62 angepasst sein, dass genügend Schmierstoff für > 2000, > 2500, > 3000, > 4000, > 5000, > 6000 Betriebsstunden der jeweiligen Maschine 14 - 62 bevorratet werden kann. Bevorzugt können die Schmierstoffreservoire 72 so ausgelegt sein, dass genügend Schmierstoff für Schmierbetrieb von rd. einem Jahr aufgenommen werden kann.
Die Erfassungsvorrichtung 74 ist zum Erfassen einer Schmierstoffabgabe aus dem Schmierstoffreservoir 72 des jeweiligen Schmierstoffgebers 70 und/oder zum Erfassen eines Füllstands des Schmierstoffreservoirs 72 des jeweiligen Schmierstoffgebers 70 ausgebildet. Die Erfassungsvorrichtung 74 kann Signale ausgeben, die den erfassten Füllstand und/oder die erfasste Schmierstoffabgabe angeben. Die Erfassungsvorrichtung 74 kann die Schmierstoffabgabe bevorzugt (schmierstoff-)strornabwärts des Schmierstoffreservoirs 72 erfassen. Die Schmierstoffabgabe kann bevorzugt hinsichtlich einer Abgabemenge und/oder einer Abgabezeit erfasst werden. Die erfasste Abgabezeit kann sich bspw. auf ein Abgabeintervall, einen Abgabezeitpunkt und/oder eine Abgabezeitdauer beziehen.
Beispielsweise kann die Erfassungsvorrichtung 74 eine Durchflussmesseinrichtung 76 zum Erfassen der Schmierstoffabgabe aufweisen. Die Durchflussmesseinrichtung 76 kann (schmierstoff-)strom- abwärts von dem Schmierstoffreservoir 72 angeordnet sein. Bevorzugt kann die Durchflussmesseinrichtung 76 in einer Basis des Schmierstoffgebers 70 angeordnet sein, z. B. unterhalb von dem Schmierstoffreservoir 72. Es ist auch möglich, dass die Erfassung der Schmierstoffabgabe indirekt über die Erfassung des Füllstands des Schmierstoffreservoirs 72 erfolgt.
Die Erfassungsvorrichtung 74 kann den Füllstand des Schmierstoffreservoirs 72 bevorzugt direkt in oder an dem Schmierstoffreservoirs 72 erfassen. Beispielsweise kann die Erfassungsvorrichtung 74 eine Füllstandmesseinrichtung 78 zum Erfassen des Füllstands aufweisen. Die Füllstandmesseinrichtung 78 kann in dem Schmierstoffreservoir 72 integriert sein. Es ist auch möglich, dass die Erfassung des Füllstands indirekt über die Erfassung der Schmierstoffabgabe aus dem Schmierstoffreservoir 72 erfolgt.
Die Erfassungsvorrichtung 74 kann auch mindestens einen Sensor zum Erfassen einer Produkteigenschaft des Schmiermittels aufweisen. Beispielsweise kann die Erfassungsvorrichtung 74 einen Dichtesensor 77 zum Erfassen einer Dichte des Schmierstoffs und/oder einen Viskositätssensor 79 zum Erfassen einer Viskosität des Schmierstoffs aufweisen. Beispielsweise könnte während der Durchflussmessung die Dichte und/oder Viskosität erfasst werden.
Die Erfassungsvorrichtung 74 kann den erfassten Füllstand, die erfasste Schmierstoffabgabe und/oder die mindestens eine erfasste Produkteigenschaft des Schmierstoffs bspw. an die Maschinensteuereinrichtung 66 derjenigen Maschine 14 - 62, mit der der jeweilige Schmierstoffgeber 70 verbunden ist, an die Anlagensteuereinrichtung 64 und/oder an eine zentrale (externe) Steuereinrichtung 80 des Systems 10 senden.
Optional können die Schmierstoffgeber 70 auch Signale, z. B. von der zentralen Steuereinrichtung 80, der Anlagensteuereinrichtung 64 und/oder der Maschinensteuereinrichtung 66 der jeweiligen Maschine 14- 62, empfangen, z. B. zum Anpassen eines Betriebs des jeweiligen Schmierstoffgebers 70 und/oder zum Auffordern zur Ausgabe des erfassten Füllstands und/oder der erfassten Schmierstoffabgabemenge. Die zentrale Steuereinrichtung 80 empfängt und überwacht jeweils die erfasste Schmierstoffabgabe und/oder den erfassten Füllstand für die mehreren Schmierstoffgeber 70. Die Überwachung erfolgt bevorzugt schmierstoffgeberindividuell und/oder anschlussstellenindividuell.
Vorzugsweise ist die zentrale Steuereinrichtung 80 eine externe bzw. Remote-Steuereinrichtung, die beispielsweise auf einem externen Server (extern der Anlage 12) betrieben wird. Bevorzugt ist die zentrale Steuereinrichtung 80 cloudbasiert.
Die zentrale Steuereinrichtung 80 kann die erfasste Schmierstoffabgabe, den erfassten Füllstand und/oder die erfasste mindestens eine Produkteigenschaft für die mehreren Schmierstoffgeber 70 beispielsweise direkt von dem jeweiligen Schmierstoffgeber 70 empfangen. Die Schmierstoffgeber 70 können entsprechend mit einer Kommunikationsschnittstelle (nicht dargestellt in Figur 1) ausgestattet sein, über die sie den erfassten Füllstand und/oder die erfasste Schmierstoffabgabe an die zentrale Steuereinrichtung 80 senden können.
Alternativ oder zusätzlich kann die zentrale Steuereinrichtung 80 die erfasste Schmierstoffabgabe, den erfassten Füllstand und/oder die erfasste mindestens eine Produkteigenschaft für die mehreren Schmierstoffgeber 70 beispielsweise von der Maschinensteuereinrichtung 66 derjenigen Maschine 14 - 62, mit der jeweilige Schmierstoffgeber 70 verbunden ist, empfangen. Der Schmierstoffgeber 70 bzw. die Erfassungsvorrichtung 74 kann entsprechend den erfassten Füllstand und/oder die erfasste Schmierstoffabgabe an die Maschinensteuereinrichtung 66 der jeweiligen Maschine 14 - 62 senden.
Alternativ oder zusätzlich kann die zentrale Steuereinrichtung 80 die erfasste Schmierstoffabgabe, den erfassten Füllstand und/oder die erfasste mindestens eine Produkteigenschaft für die mehreren Schmierstoffgeber 70 beispielsweise von der Anlagensteuereinrichtung 64 der Anlage 12 empfangen. Der Schmierstoffgeber 70 bzw. die jeweilige Erfassungsvorrichtung 74 kann entsprechend den erfassten Füllstand und/oder die erfasste Schmierstoffabgabe direkt oder mittelbar über die Maschinensteuereinrichtung 66 an die Anlagensteuereinrichtung 64 senden.
Die Überwachung des Füllstands und/oder der Schmierstoffabgabe je Schmierstoffgeber 70 erfolgt schmierstoffgeberindividuell mittels der zentralen Steuereinrichtung 80. Zur Unterscheidung der erfassten Werte zwischen den Schmierstoffgebern 70 kann diesen beispielsweise jeweils ein Identifikator zum Identifizieren des jeweiligen Schmierstoffgebers 70 zugeordnet sein. Die zentrale Steuereinrichtung 80 kann die erfassten Füllstände und/oder die erfassten Schmierstoffabgaben jeweils zusammen mit demjenigen Identifikator, der den jeweiligen Schmierstoffgeber 70 identifiziert, auf den sich der jeweils erfasste Füllstand und/oder die jeweils erfasste Schmierstoffabgabe bezieht, empfangen.
Der Identifikator kann beispielsweise von dem Schmierstoffgeber 70, der Maschinensteuereinrichtung 66 oder der Anlagensteuereinrichtung 64 als Information, z. B. Datenfeld, zu dem erfassten Füllstand und/oder die erfasste Schmierstoffabgabe hinzugefügt werden.
Der Identifikator kann bevorzugt als ein sogenannter Track-and-Trace-Code ausgeführt sein. Der Identifikator kann beispielsweise alphanumerisch aufgebaut sein. Beispielsweise können mittels des Identifikators die mehreren Schmierstoffgeber 70 der Anlage 12 voneinander unterscheidbar sein. Es ist auch möglich, dass der Identifikator eine anlagenübergreifende, z. B. globale, Unterscheidung von Schmierstoffgebern 70 ermöglicht.
Abhängig von der überwachten Schmierstoffabgabe, des überwachten Füllstands und/oder der überwachten mindestens einen Produkteigenschaft des Schmierstoffs der Schmierstoffgeber 70 kann die zentrale Steuereinrichtung 80 eine Handlungsempfehlung erstellen und versenden. Optional kann die zentrale Steuereinrichtung 80 eine Handlungsempfehlung (z. B. zurück-) empfangen).
Beispielsweise kann die zentrale Steuereinrichtung 80 die erfassten und empfangene Schmierstoffabgabe in Bezug auf eine Abgabemenge und/oder eine Abgabezeit, z. B. Abgabeintervall, Abgabezeitpunkt und/oder Abgabezeitdauer, überwachen. Die erfasste Schmierstoffabgabe kann einen Rückschluss auf eine Funktionsfähigkeit bzw. Funktionstauglichkeit des jeweiligen Schmierstoffgebers 70 ermöglichen.
In Bezug auf die überwachte Schmierstoffabgabe kann die zentrale Steuereinrichtung 80 eine Handlungsempfehlung zum Weiterbetrieb des jeweiligen Schmierstoffgebers 70 senden und optional empfangen. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die überwachte Schmierstoffabgabe innerhalb eines vorbestimmten Abgabe-Toleranzbereichs liegt. Beispielsweise fließt Schmierstoff in regelmäßigen Abständen, die den Sollabständen entsprechen, und/oder in Mengen, die den Soll- Mengen entsprechen. Die Handlungsempfehlung kann damit besagen, dass ein Weiterproduzieren möglich ist.
Die zentrale Steuereinrichtung 80 kann auch eine Handlungsempfehlung zur Überprüfung des jeweiligen Schmierstoffgebers 70 senden und optional empfangen. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die überwachte Schmierstoffabgabe außerhalb eines bzw. des vorbestimmten Abgabe- Toleranzbereichs liegt. Die Funktionsfähigkeit des jeweiligen Schmierstoffgebers 70 kann bedingt gegeben sein. Beispielsweise kann der jeweilige Schmierstoffgeber 70 zu viel Schmierstoff, zu wenig Schmierstoff, Schmierstoff in unregelmäßigen Abständen, Schmierstoff in zu kurzen Abständen o- der Schmierstoff in zu großen Abständen abgeben.
Vorzugsweise können die Schmierstoffgeber 70 individuell ansteuerbar sein, z. B. von der zentralen Steuereinrichtung 80 und/oder der jeweiligen Maschine 14 - 62. Beispielsweise kann damit ein Betriebsparameter des jeweiligen Schmierstoffgebers 70 (z. B. Abgabemenge, Abgabeintervall usw.) angepasst werden, z. B. manuell oder automatisch in Abhängigkeit von einer Handlungsempfehlung.
Die zentrale Steuereinrichtung 80 kann auch eine Handlungsempfehlung zum Austauschen oder Auffüllen des Schmierstoffreservoirs 72 des jeweiligen Schmierstoffgebers 70 und/oder zum Stoppen der mit dem Schmierstoffgeber 70 verbundenen Maschine 14- 62 senden. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die überwachte Schmierstoffabgabe die Abgabe keines Schmierstoffs angibt.
Auf Basis des überwachten Füllstands kann die zentrale Steuereinrichtung 80 ebenfalls eine Handlungsempfehlung erstellen und senden.
Beispielsweise kann die zentrale Steuereinrichtung 80 eine Handlungsempfehlung zum Weiterbetrieb des jeweiligen Schmierstoffgebers 70 senden. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn der überwachte Füllstand innerhalb eines vorbestimmten Füllstand-Toleranzbereichs liegt. Beispielsweise kann der Füllstand noch voll sein oder sich zumindest im oberen Drittel oder der oberen Hälfte des Schmierstoffreservoirs 72 des jeweiligen Schmierstoffgebers 70 befinden.
In Ausführungsformen, in denen sowohl der Füllstand als auch die Schmierstoffabgabe überwacht wird, kann die Handlungsempfehlung zum Weiterbetrieb des jeweiligen Schmierstoffgebers 70 bevorzugt nur dann gesendet werden, wenn sowohl der überwachte Füllstand innerhalb eines vorbestimmten Füllstand-Toleranzbereichs liegt als auch die überwachte Schmierstoffabgabe innerhalb eines vorbestimmten Abgabe-Toleranzbereichs liegt. Alternativ oder zusätzlich kann analog noch die Überwachung der mindestens einen Produkteigenschaft berücksichtigt werden, sofern vorhanden. Andererseits kann die zentrale Steuereinrichtung 80 eine Handlungsempfehlung zum Vorbereiten eines Austauschs oder Auffüllens des Schmierstoffreservoirs 72 des jeweiligen Schmierstoffgebers 70 als die Handlungsempfehlung senden. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn der überwachte Füllstand außerhalb eines bzw. des vorbestimmten Füllstand-Toleranzbereichs liegt. Beispielsweise kann der Füllstand in einer unteren Hälfte oder einem unteren Drittel des Schmierstoffreservoirs des jeweiligen Schmierstoffgebers 70 liegen.
Es ist wiederum auch möglich, dass die zentrale Steuereinrichtung 80 eine Handlungsempfehlung zum Austauschen oder Auffüllen des Schmierstoffreservoirs 72 des jeweiligen Schmierstoffgebers 70 und/oder zum Stoppen der mit dem Schmierstoffgeber 70 verbundenen Maschine 14 - 62 sendet. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn der überwachte Füllstand ein leeres Schmierstoffreservoir 72 angibt oder ein beispielsweise in einer oder zwei Stufen vorgebbarer Mindestfüllstand unterschritten wird.
Beispielsweise kann die zentrale Steuereinrichtung 80 eine Handlungsempfehlung zum Weiterbetrieb des Schmierstoffgebers 70 senden, wenn die überwachte mindestens eine Produkteigenschaft innerhalb eines vorbestimmten Produkteigenschaft-Toleranzbereichs liegt. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die überwachte Dichte innerhalb eines vorbestimmten Dichte-Toleranzbereichs liegt und/oder wenn die überwachte innerhalb eines vorbestimmten Viskosität-Toleranzbereichs liegt.
Andererseits kann die zentrale Steuereinrichtung 80 eine Handlungsempfehlung zum Austauschen oder Auffüllen des Schmierstoffreservoirs des jeweiligen Schmierstoffgebers 70 und/oder zum Stoppen der mit dem jeweiligen Schmierstoffgeber verbundenen Maschine 14 - 62 zu senden, wenn die überwachte mindestens eine Produkteigenschaft, z. B. Dichte und/oder Viskosität, außerhalb eines bzw. des vorbestimmten Produkteigenschaft-Toleranzbereichs liegt.
Es ist auch möglich, dass die zentrale Steuereinrichtung 80 eine Schmierstoff-Lagerbestandsinformation bezüglich der Schmierstoffe der Schmierstoffgeber 70 von einem Lagerverwaltungssystem der Anlage 12 empfangen kann. Die Schmierstoff-Lagerbestandsinformation kann bspw. aus Lagerbestandsanalysen stammen. Abhängig von der empfangenen Schmierstoff-Lagerbestandsinformation und der überwachten Schmierstoffabgabe, des überwachten Füllstands und/oder der überwachten mindestens einen Produkteigenschaft kann die zentrale Steuereinrichtung 80 beispielsweise eine Nachbestellempfehlung (z. B. mit Link zu einem e-shop usw.) als die Handlungsempfehlung senden, wenn der entsprechende Lagerbestand kleiner als ein vorgebbarer Mindestlagerbestand ist. Die von der zentralen Steuereinrichtung 70 erstellte Handlungsempfehlung kann an mindestens ein Ausgabegerät gesendet werden. Das Ausgabegerät kann die Handlungsempfehlung bspw. akustisch und/oder visuell ausgeben.
Bevorzugt kann die visuelle Ausgabe farblich codiert sein, z. B. nach einem Ampelsystem. Beispielsweise kann das Ausgabegerät ein grünes (z. B. Ampel-) Symbol für die Handlungsempfehlung zum Weiterbetrieb ausgeben. Alternativ oder zusätzlich kann das Ausgabegerät ein gelbes oder oranges (z. B. Ampel-) Symbol für die Handlungsempfehlung zur Überprüfung des Schmierstoffgebers 70 ausgeben. Alternativ oder zusätzlich kann das Ausgabegerät ein rotes (z. B. Ampel-) Symbol für die Handlungsempfehlung zum Austauschen oder Auffüllen des Schmierstoffreservoirs 72 des jeweiligen Schmierstoffgebers 70 und/oder zum Stoppen der mit dem jeweiligen Schmierstoffgeber 70 verbundenen Maschine 14 - 62 ausgeben, usw.
Die mindestens eine Ausgabeeinrichtung kann bevorzugt ein mobiles Endgerät 82, vorzugsweise ein Tablet-Computer, ein Notebook, ein Smartphone oder eine Smartwatch, einer Bedienperson der Anlage 12 aufweisen. Beispielsweise kann die Handlungsempfehlung von einer App bzw. einem Programm des mobilen Endgeräts 82 empfangen und ausgegeben werden.
Die mindestens eine Ausgabeeinrichtung kann auch einen Personal Computer (PC) 84 der Anlage 12 und/oder die Maschinenbenutzerschnittstelle 68 derjenigen Maschine 14 - 62, die mit dem jeweiligen Schmierstoffgeber 70, auf den sich die Handlungsempfehlung bezieht, verbunden ist, aufweisen.
Alternativ oder zusätzlich zu der Ausgabe der Handlungsempfehlung(en) kann die zentrale Steuereinrichtung 80 in Abhängigkeit von der Überwachung des Füllstands und/oder der Schmierstoffabgabe der Schmierstoffgeber 70 Maschinensteuerbefehle senden bzw. ausgeben. Ein solcher Maschinensteuerbefehl kann bspw. direkt oder über den Umweg der Anlagensteuereinrichtung 64 zu der Maschinensteuereinrichtung 66 derjenigen Maschine 14 - 62 gesendet werden, die mit dem jeweiligen Schmierstoffgeber 70 verbunden ist.
Beispielsweise kann ein Maschinenstoppbefehl an die Maschinensteuereinrichtung 66 gesendet werden, wenn die überwachte Schmierstoffabgabe keine Schmierstoffabgabe angibt und/oder der überwachte Füllstand ein leeres Schmierstoffreservoir 72 angibt.
Es kann auch alternativ oder zusätzlich ein Maschinenbetriebsparameter an die Maschinensteuereinrichtung 66 gesendet werden. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die überwachte Schmierstoffabgabe außerhalb eines vorbestimmten Abgabe-Toleranzbereichs liegt und/oder der überwachte Füllstand außerhalb eines vorbestimmten Füllstand-Toleranzbereichs liegt. Beispielsweise kann auf diese Weise ein Betrieb der jeweiligen Maschine 14 - 62 angepasst werden, um einen Schmierstoffbedarf der jeweiligen Maschine zu senken. Beispielsweise kann der Maschinenbetriebsparameter eine Verringerung einer (z. B. Transport- oder Behandlungs-) Leistung der jeweiligen Maschine 14 - 62 bewirken.
Es ist auch möglich, dass die zentrale Steuereinrichtung 80 den überwachten Füllstand und/oder die überwachte Schmierstoffabgabe für weitere Analysen und Datenauswertungen nutzt. Beispielsweise können die überwachten Füllstände und/oder die überwachten Schmierstoffabgaben eines Schmierstoffgebers 70 mit Sensordaten derjenigen Maschine 14- 62, mit der der jeweilige Schmierstoffgeber 70 verbunden ist, für die Erkennung von Betriebsanomalien der jeweiligen Maschine 14 - 62 genutzt werden. Auf diese Weise können beispielsweise die bis dahin gesammelten Daten / Informationen zu den Schmierstoffen in die Anomalie-Erkennung der verschiedenen Maschinenkomponenten mit einfließen. Ein Beispiel hierfür ist die Erkennung der Rotationsanomalie eines Füllerdrehverteilers der Maschine 14.
Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen möglich, die ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen und deshalb in den Schutzbereich fallen. Insbesondere beansprucht die Erfindung auch Schutz für den Gegenstand und die Merkmale der Unteransprüche unabhängig von den in Bezug genommenen Ansprüchen. Insbesondere sind die einzelnen Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 jeweils unabhängig voneinander offenbart. Zusätzlich sind auch die Merkmale der Unteransprüche unabhängig von sämtlichen Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 und beispielsweise unabhängig von den Merkmalen bezüglich des Vorhandenseins und/oder der Konfiguration der Schmierstoffgeber und/oder der zentralen Steuereinrichtung des unabhängigen Anspruchs 1 offenbart. Alle Bereichsangaben hierin sind derart offenbart zu verstehen, dass gleichsam alle in den jeweiligen Bereich fallenden Werte einzeln offenbart sind, z. B. auch als jeweils bevorzugte engere Außengrenzen des jeweiligen Bereichs. Bezugszeichenliste
10 System
12 Anlage
14-62 Maschine
64 Anlagensteuereinrichtung
66 Maschinensteuereinrichtung
68 Maschinenbenutzerschnittstelle
70 Schmierstoffgeber
72 Schmierstoffreservoir
74 Erfassungsvorrichtung
76 Durchflussmesseinrichtung
77 Dichtesensor
78 Füllstandmesseinrichtung
79 Viskositätssensor
80 zentrale Steuereinrichtung
82 mobiles Endgerät
84 PC

Claims

ANSPRÜCHE
1. Vorrichtung zur Schmierstoffversorgung für eine technische Anlage (12), vorzugsweise Behälterbehandlungsanlage, mit mehreren Maschinen (14 - 62), wobei die Vorrichtung aufweist: mehrere Schmierstoffgeber (70) zum Verbinden mit den mehreren Maschinen (14 - 62), wobei die mehreren Schmierstoffgeber (70) jeweils ein Schmierstoffreservoir (72) und eine Erfassungsvorrichtung (74) aufweisen, wobei die Erfassungsvorrichtung (74) dazu ausgebildet ist, mindestens eines zu erfassen von: eine Schmierstoffabgabe aus dem Schmierstoffreservoir (72) des jeweiligen Schmierstoffgebers (70), einen Füllstand des Schmierstoffreservoirs (72) des jeweiligen Schmierstoffgebers (70), und mindestens eine Produkteigenschaft, vorzugsweise eine Viskosität und/oder eine Dichte, eines Schmierstoffs; eine zentrale Steuereinrichtung (80), die dazu konfiguriert ist, für die mehreren Schmierstoffgeber (70) jeweils die erfasste Schmierstoffabgabe, den erfassten Füllstand und/oder die erfasste mindestens eine Produkteigenschaft zu empfangen und zu überwachen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei: die Erfassungsvorrichtung (74) mindestens eines aufweist von: eine Füllstandmesseinrichtung (78) zum Erfassen des Füllstands des Schmierstoffreservoirs (72) des jeweiligen Schmierstoffgebers (70), eine Durchflussmesseinrichtung (76) zum Erfassen der Schmierstoffabgabe, einen Dichtesensor (77) zum Erfassen einer Dichte des Schmierstoffs; und einen Viskositätssensor (79) zum Erfassen einer Viskosität des Schmierstoffs.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei: die zentrale Steuereinrichtung (80) eine Remote-Steuereinrichtung, vorzugsweise betrieben oder betreibbar auf einem externen Server, und/oder cloudbasiert ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei: den mehreren Schmierstoffgebern (70) jeweils ein Identifikator, vorzugsweise ein
Track-and-Trace-Code, zum Identifizieren des jeweiligen Schmierstoffgebers (70) zugeordnet ist, und die zentrale Steuereinrichtung (80) dazu konfiguriert ist, für die mehreren Schmierstoffgeber (70) jeweils die erfasste Schmierstoffabgabe, den erfassten Füllstand und/oder die erfasste mindestens eines Produkteigenschaft zusammen mit dem Identifikator des jeweiligen Schmierstoffgebers (70) zu empfangen und zu überwachen.
5. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei: die Schmierstoffreservoire (72) zumindest teilweise unterschiedliche Kapazitäten und/oder unterschiedliche Schmierstoffe aufweisen; und/oder die mehreren Schmierstoffgeber (70) zumindest teilweise unterschiedlich geformte Anschlüsse zum Verbinden mit einer jeweiligen Maschine der mehreren Maschinen (14 - 62).
6. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei: die zentrale Steuereinrichtung (80) ferner dazu konfiguriert ist, für die mehreren Schmierstoffgeber (70) jeweils die erfasste Schmierstoffabgabe, den erfassten Füllstand und/oder die erfasste mindestens eine Produkteigenschaft von einer Anlagensteuereinrichtung (64), von einer Maschinensteuereinrichtung (66) der mit dem jeweiligen Schmierstoffgeber (70) verbundenen Maschine (14 - 62) oder von dem jeweiligen Schmierstoffgeber (70) zu empfangen.
7. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei: die zentrale Steuereinrichtung (80) ferner dazu konfiguriert ist, für die mehreren Schmierstoffgeber (70) jeweils die Schmierstoffabgabe in Bezug auf eine Abgabemenge und/oder eine Abgabezeit zu überwachen.
8. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei: die zentrale Steuereinrichtung (80) ferner dazu konfiguriert ist, für die mehreren Schmierstoffgeber (70) jeweils abhängig von der überwachten Schmierstoffabgabe, des überwachten Füllstands und/oder der überwachten mindestens einen Produkteigenschaft eine Handlungsempfehlung an mindestens eine Ausgabeeinrichtung zu senden.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei die mindestens eine Ausgabeeinrichtung aufweist: ein mobiles Endgerät (82), vorzugsweise ein Tablet-Computer, ein Notebook, ein
Smartphone oder eine Smartwatch; und/oder einen Personal Computer (84); und/oder eine Maschinenbenutzerschnittstelle (68), vorzugsweise derjenigen Maschine (14 - 62), die mit dem jeweiligen Schmierstoffgeber (70) verbunden ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder Anspruch 9, wobei die zentrale Steuereinrichtung (80) ferner dazu konfiguriert ist: eine Empfehlung zum Weiterbetrieb des jeweiligen Schmierstoffgebers (70) als die Handlungsempfehlung zu senden, wenn die überwachte Schmierstoffabgabe innerhalb eines vorbestimmten Abgabe-Toleranzbereichs liegt, eine Empfehlung zur Überprüfung des jeweiligen Schmierstoffgebers (70) als die Handlungsempfehlung zu senden, wenn die überwachte Schmierstoffabgabe außerhalb eines vorbestimmten Abgabe-Toleranzbereichs liegt; und/oder eine Empfehlung zum Austauschen oder Auffüllen des Schmierstoffreservoirs (72) des jeweiligen Schmierstoffgebers (70) und/oder zum Stoppen der mit dem jeweiligen Schmierstoffgeber (70) verbundenen Maschine (14 - 62) als die Handlungsempfehlung zu senden, wenn die überwachte Schmierstoffabgabe keine Schmierstoffabgabe angibt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei die zentrale Steuereinrichtung (80) ferner dazu konfiguriert ist: eine Empfehlung zum Weiterbetrieb des Schmierstoffgebers (70) als die Handlungsempfehlung zu senden, wenn der überwachte Füllstand innerhalb eines vorbestimmten Füllstand-Toleranzbereichs liegt; und/oder eine Empfehlung zum Vorbereiten eines Austauschs oder Auffüllens des Schmierstoffreservoirs (72) des jeweiligen Schmierstoffgebers (70) als die Handlungsempfehlung zu senden, wenn der überwachte Füllstand außerhalb eines vorbestimmten Füllstand-Toleranzbereichs liegt; und/oder eine Empfehlung zum Austauschen oder Auffüllen des Schmierstoffreservoirs (72) des jeweiligen Schmierstoffgebers (70) und/oder zum Stoppen der mit dem jeweiligen Schmierstoffgeber (70) verbundenen Maschine (14 - 62) als die Handlungsempfehlung zu senden, wenn der überwachte Füllstand ein leeres Schmierstoffreservoir (72) angibt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, wobei die zentrale Steuereinrichtung (80) ferner dazu konfiguriert ist: eine Empfehlung zum Weiterbetrieb des Schmierstoffgebers (70) als die Handlungsempfehlung zu senden, wenn die überwachte mindestens eine Produkteigenschaft innerhalb eines vorbestimmten Produkteigenschaft-Toleranzbereichs liegt; und/oder eine Empfehlung zum Austauschen oder Auffüllen des Schmierstoffreservoirs (72) des jeweiligen Schmierstoffgebers (70) und/oder zum Stoppen der mit dem jeweiligen Schmierstoffgeber (70) verbundenen Maschine (14 - 62) als die Handlungsempfehlung zu senden, wenn die überwachte mindestens eine Produkteigenschaft außerhalb eines vorbestimmten Produkteigenschaft-Toleranzbereichs liegt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, wobei die zentrale Steuereinrichtung (80) ferner dazu konfiguriert ist, für die mehreren Schmierstoffgeber (70) jeweils eine Schmierstoff-Lagerbestandsinformation von einem Lagerverwaltungssystem zu empfangen; und abhängig von der empfangenen Schmierstoff-Lagerbestandsinformation und der überwachten Schmierstoffabgabe, des überwachten Füllstands und/oder der überwachten mindestens einen Produkteigenschaft eine Nachbestellempfehlung als die Handlungsempfehlung zu senden.
14. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei: die zentrale Steuereinrichtung (80) ferner dazu konfiguriert ist, für die mehreren Schmierstoffgeber (70) jeweils abhängig von der überwachten Schmierstoffabgabe, dem überwachten Füllstand und/oder der überwachten mindestens einen Produkteigenschaft einen Maschinenstoppbefehl an eine Maschinensteuereinrichtung (66) der mit dem jeweiligen Schmierstoffgeber (70) verbundenen Maschine (14 - 62) zu senden, wenn die überwachte Schmierstoffabgabe keine Schmierstoffabgabe angibt, der überwachte Füllstand ein leeres Schmierstoffreservoir (72) angibt und/oder die überwachte mindestens einen Produkteigenschaft außerhalb eines vorbestimmten Produkteigenschaft-Toleranzbereichs liegt; und/oder die zentrale Steuereinrichtung (80) ferner dazu konfiguriert ist, für die mehreren Schmierstoffgeber (70) jeweils abhängig von der überwachten Schmierstoffabgabe und/oder dem überwachten Füllstand einen einzustellenden Maschinenbetriebsparameter an eine Maschinensteuereinrichtung (66) der mit dem jeweiligen Schmierstoffgeber (70) verbundenen Maschine (14 - 62) zu senden, wenn die überwachte Schmierstoffabgabe außerhalb eines vorbestimmten Abgabe-Toleranzbereichs liegt und/oder der überwachte Füllstand außerhalb eines vorbestimmten Füllstand-Toleranzbereichs liegt.
15. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei: die zentrale Steuereinrichtung (80) ferner dazu konfiguriert ist, an mindestens einen der mehreren Schmierstoffgeber (70) einen einzustellenden Schmierstoffgeberbetriebsparameter zu senden, vorzugsweise abhängig von der überwachten Schmierstoffabgabe, dem überwachten Füllstand und/oder der überwachten mindestens einen Produkteigenschaft.
16. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei: die zentrale Steuereinrichtung (80) ferner dazu konfiguriert ist, eine Anomalie, vorzugsweise Rotationsanomalie, einer der mehreren Maschinen (14 - 62) abhängig von Sensordaten dieser Maschine (14 - 62) und der erfassten Schmierstoffabgabe des erfassten Füllstands und/oder der erfassten mindestens einen Produkteigenschaft des Schmierstoffs desjenigen Schmierstoffgebers (70), der mit dieser Maschine (14 - 62) verbunden ist, zu erkennen.
17. System (10) aufweisend: eine Anlage (12), vorzugsweise Behälterbehandlungsanlage, mit mehreren Maschinen (14 - 62), vorzugsweise Behältertransport- und/oder Behälterbehandlungsmaschinen; und eine Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die mehreren Maschinen (14 - 62) jeweils mit mindestens einem der mehreren Schmierstoffgeber (70) zum Empfangen von Schmierstoff verbunden sind.
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