EP4701499A1 - Intubationssystem umfassend eine tubusarretiervorrichtung, laryngoskop und tubus - Google Patents

Intubationssystem umfassend eine tubusarretiervorrichtung, laryngoskop und tubus

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EP4701499A1
EP4701499A1 EP24727329.5A EP24727329A EP4701499A1 EP 4701499 A1 EP4701499 A1 EP 4701499A1 EP 24727329 A EP24727329 A EP 24727329A EP 4701499 A1 EP4701499 A1 EP 4701499A1
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EP
European Patent Office
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tube
intubation system
spatula
locking
locking device
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Pending
Application number
EP24727329.5A
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English (en)
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Felix Vogt
Andreas Efinger
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Karl Storz SE and Co KG
Original Assignee
Karl Storz SE and Co KG
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B1/00Instruments for performing medical examinations of the interior of cavities or tubes of the body by visual or photographical inspection, e.g. endoscopes; Illuminating arrangements therefor
    • A61B1/267Instruments for performing medical examinations of the interior of cavities or tubes of the body by visual or photographical inspection, e.g. endoscopes; Illuminating arrangements therefor for the respiratory tract, e.g. laryngoscopes, bronchoscopes
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Intubationssystem (100, 1000, 2000, 3000, 4000, 5000, 6000, 7000, 8000, 9000), umfassend einen Tubus (102, 1002, 7002), ein Stilett (104), wobei der Tubus (102, 1002, 7002) auf das Stilett (104) zumindest teilweise aufschiebbar ist, ein Laryngoskop (106, 8006), umfassend einen Spatel (108, 2008, 8008), wobei zu einem Einführen das Stilett (104) gemeinsam mit dem auf das Stilett (104) aufgeschobenen Tubus (102, 1002, 7002) relativ zu dem Spatel (108, 2008, 8008) vorschiebbar ist, und wobei das Stilett (104) nach dem Einführen aus dem Tubus (102, 1002, 7002) herausziehbar ist, und eine Tubusarretiervorrichtung (110, 1010, 2010, 3010, 4010, 5010, 6010, 7010, 8010, 9010), die dazu eingerichtet ist, ein Zurückziehen des Tubus (102, 1002, 7002) relativ zu dem Spatel (108, 2008, 8008) zu verhindern, wenn das Stilett (104) nach dem Verschieben aus dem Tubus (102, 1002, 7002) zurückgezogen wird.

Description

Intubationssystem umfassend eine Tubusarretiervorrichtung, Laryngoskop und Tubus
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Intubationssystem, ein Laryngoskop für ein Intubationssystem und einen Tubus für ein Intubationssystem.
Wenn die Atemfunktion eines Patienten durch eine medizinische Notsituation wie beispielsweise einen Unfall oder eine Krankheit gestört ist oder etwa zur Durchführung einer Operation die Eigenatmung des Patienten künstlich eingeschränkt wird, kann es notwendig sein, Maßnahmen zur Sicherung eines Atemweges zu ergreifen. Der Goldstandard zur Atemwegssicherung ist die endotracheale Intubation. Bei der endotrachealen Intubation bringt ein Benutzer einen Endotrachealtubus im Regelfall durch den Mund eines Patienten teilweise in die Luftröhre (Trachea) ein. Dazu führt er den Tubus zwischen den Stimmlippen des Kehlkopfes (Larynx) hindurch in die Luftröhre ein und positioniert ein distales Ende des Tubus in eine gewünschte Position innerhalb der Luftröhre. Danach hält der Benutzer den Tubus in der Position, um ihn fixieren zu können. An dem Tubus kurz oberhalb des distalen Endes ist eine Blockmanschette angebracht, die zur Fixierung aufgeblasen wird. Neben der Fixierung dichtet diese die Luftröhre zudem ab und reduziert das Risiko einer Aspiration. An einem proximalen Ende des Tubus wird in der Folge ein Beatmungsmittel wie etwa ein Beatmungsgerät oder ein Beatmungsbeutel vorgesehen, um eine Beatmung des Patienten zu ermöglichen.
Obwohl die endotracheale Intubation der Goldstandard zur Atemwegssicherung ist, bereitet sie vielen Ärzten große Probleme. Daher finden Hilfsmittel zur Vereinfachung der Intubation großen Anklang. Zudem können patientenspezifisch oder situationsabhängig komplizierte Intubationen vorkommen. Beispielsweise kann ein Patient bluten oder der Kehlkopf nicht ohne weiteres sichtbar sein. Um etwa in einer Notfallsituation trotzdem schnellstmöglich den Atemweg sichern zu können, werden Hilfsmittel bereitgestellt.
Ein gängiges Hilfsmittel bei einer Intubation ist ein Laryngoskop. Mittels des Laryngoskops kann der Kehlkopf zur Erleichterung der Intubation sichtbar gemacht werden. Üblicherweise umfasst das Laryngoskop einen Handgriff und einen Spatel. Mit dem Spatel kann der Benutzer weiche Gebilde des Mundbodens komprimieren, den Unterkiefer herunterdrücken und die Zunge zur Seite schieben. Dadurch erhält der Benutzer einen direkten Einblick in den Kehlkopf und kann beispielsweise die Stimmlippen sehen. Häufig sind zudem an dem Spatel eine Lichtquelle und eine Kamera vorgesehen. Der Kehlkopf kann in diesem Fall abgebildet werden und an einem Monitor dargestellt werden, wodurch die Intubation nochmals vereinfacht wird.
Mit der Zeit wurden verschieden Arten an Laryngoskopen entwickelt. Grundsätzlich kann man zwischen Laryngoskopen unterscheiden, die für einen einmaligen Gebrauch vorgesehen sind, und solchen, die mehrmals verwendet werden können. Zudem kann sich die Form des Spatels unterscheiden. Einerseits gibt es Laryngoskope mit geradem Spatel und andererseits Laryngoskope mit gebogenem Spatel. Bei Laryngoskopen mit geradem Spatel wird der Kehldeckel (Epiglottis) mit dem Spatel aufgeladen und in Richtung des Griffes gedrückt, um Sicht auf die Stimmritzen bereitzustellen. Bei Erwachsenen können jedoch beim Einführen des Spatels in den Mund leicht die oberen Schneidezähne abgebrochen werden. Nicht zuletzt daher werden Laryngoskope dieses Typs eher bei Neugeborenen und Kleinkindern eingesetzt. Bei Erwachsenen haben sich dagegen Laryngoskope mit gebogenem Spatel durchgesetzt. Diese passen sich der Zunge besser an und folgen der Rachenform. Der Spatel wird vor den Kehldeckel geführt und das Laryngoskop in Richtung des Griffes des Laryngoskops gezogen. Dadurch richtet sich der Kehldeckel auf und Sicht auf die Stimmritzen wird freigegeben. Grundsätzlich gibt es Spatel in verschiedenen Größen, die je nach Patientenanatomie eingesetzt werden. Dies hat zur Folge, dass beispielsweise in einem Rettungswagen viele verschiedene Spatel und/oder Laryngoskope verfügbar sein müssen.
Ein weiteres gängiges Hilfsmittel ist ein Führungsstab, auch Stilett genannt. Dieses wird in den Tubus eingeführt, um ihm Form und Stabilität zu geben, was das Einführen des Tubus in den Atemweg erleichtert. Sobald das Stilett in Position in dem Tubus ist, kann der Tubus mit Hilfe des Stiletts durch die Stimmbänder und in die Luftröhre eingeführt werden. Es gibt verschiedene Arten von Stiletts, einschließlich starrer Stiletts und flexibler Stiletts. Das starre Stilett ist ein gerader Draht, der oft aus Metall oder Kunststoff hergestellt wird, während das flexible Stilett aus einem flexiblen Kunststoffmaterial besteht, das sich leicht biegen lässt, um den anatomischen Verlauf der Atemwege zu folgen. Zudem gibt es flexible Stiletts, die einen distalen Abschnitt aufweisen, der sich von einem Benutzer über Bedienelemente biegen lässt. Das flexible Stilett wird oft bei Kindern und bei Patienten mit schwierigen anatomischen Bedingungen verwendet. Zudem kann an dem Stilett eine Kamera vorgesehen werden, um die Atemwege des Patienten abzubilden. Solch ein Stilett wird auch Videostilett genannt und ist insbesondere bei schwierigen Intubationen ein gängiges Hilfsmittel. Außerdem kann mittels der Videostiletts der Tubus leichter in der Luftröhre an der gewollten Position positioniert werden, da eine Seitenwand der Luftröhre betrachtet werden kann und relativ zu anatomischen Strukturen der Tubus positioniert werden kann.
Nach erfolgtem Einführen des Tubus mittels Stiletts muss das Stilett wieder aus dem Tubus herausgezogen werden, damit der Patient beatmet werden kann. Dabei ist es wichtig, dass der Tubus in der gewünschten Position verbleibt und insbesondere nicht wieder aus der Luftröhre herausgezogen wird. Um das Stilett sicher wieder aus dem Tubus herausziehen zu können, muss der Tubus folglich relativ zu dem Stilett fixiert werden. Beispielsweise kann ein zweiter Benutzer das Stilett herausziehen, während der andere Benutzer mit einer Hand das Laryngoskop und mit der anderen Hand den Tubus fixiert.
Nicht zuletzt in Notfallsituationen und/oder in engen Räumen, beispielsweise in einem Notfallwagen, kann es Schwierigkeiten bereiten, dass der zweite Benutzer zum Herausziehen des Stiletts eingesetzt wird. Zudem ist eine Koordination zwischen verschiedenen Benutzern grundsätzlich kompliziert und hat häufig eine geringere Qualität einer Handlung als Folge. Weiterhin können die Kosten einer Intubation dadurch größer werden, da mehr geschultes Personal einsatzbereit sein muss.
Generell kann sich üblicherweise der Tubus relativ zu dem Spatel bewegen. Ein einzelner Benutzer kann daher Schwierigkeiten haben, den Tubus in Position zu halten.
Ausgehend vom Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Intubationssystem mit hoher Betriebssicherheit und Effizienz bereitzustellen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Intubationssystem, ein Laryngoskop und einen Tubus, wie sie hierin beschrieben und in den Ansprüchen definiert sind.
Die vorliegende Erfindung sieht vor, ein Intubationssystem bereitzustellen, umfassend einen Tubus, ein Stilett, wobei der Tubus auf das Stilett zumindest teilweise aufschiebbar ist, ein Laryngoskop, umfassend einen Spatel, wobei zu einem Einführen das Stilett gemeinsam mit dem auf das Stilett aufgeschobenen Tubus relativ zu dem Spatel vorschiebbar ist, und wobei das Stilett nach dem Einführen aus dem Tubus herausziehbar ist, und eine Tubusarretiervorrichtung, die dazu eingerichtet ist, ein Zurückziehen des Tubus relativ zu dem Spatel zu verhindern, wenn das Stilett nach dem Vorschieben aus dem Tubus zurückgezogen wird. Zudem wird ein Laryngoskop für ein erfindungsgemäßes Intubationssystem bereitgestellt.
Außerdem wird ein Tubus für ein erfindungsgemäßes Intubationssystem bereitgestellt.
Die erfindungsgemäßen Merkmale ermöglichen es, ein Intubationssystem mit hoher Betriebssicherheit und Effizienz bereitzustellen. Vorteilhafterweise kann das Intubationssystem auch von einem einzelnen Benutzer sicher und zuverlässig bedienbar und/oder handhabbar sein. Zudem kann verhindert werden, dass sich der Tubus von einer Position innerhalb der Luftröhre bei dem Herausziehen des Stiletts bewegt. Insbesondere ist die Gefahr reduziert, dass der Tubus vollständig aus der Luftröhre herausgezogen wird. Insbesondere kann der Benutzer bei komplizierten Intubationen unterstützt werden. Darüber hinaus ist der Betrieb des Intubationssystems kostengünstiger und/oder effizienter. Es muss grundsätzlich weniger ausgebildetes Personal bereitgehalten werden, da die Intubation von einem Benutzer selbstständig durchführbar ist. Zudem ist es vorteilhaft, dass keine weitere Person benötigt wird, wenn in einer Notfallsituation der Benutzer insbesondere wider Erwarten eine schwierige Intubation durchführen muss. Außerdem kann eine Genauigkeit und/oder Qualität der Intubation verbessert werden, da der Benutzer durch das Intubationssystem unterstützt wird. In der Folge kann sich der Benutzer mehr auf den Patienten selbst konzentrieren und muss nicht so viel Konzentration wie bei üblichen Intubationssystemen auf die richtige Handhabung des Systems verwenden.
Der Tubus kann jeder gängige Tubus sein. Insbesondere kann der Tubus ein Endotrachealtubus sein. Zudem kann der Tubus ein Larynxtubus sein. Der Tubus kann verschieden Größen haben und zur Intubation von Patienten jeden Alters vorgesehen sein. Weiterhin kann der Tubus eine Blockmanschette nahe einem distalen Ende des Tubus umfassen. Der Tubus kann aus einem Kunststoff, insbesondere Polyvinylchlorid (PVC), gefertigt sein.
Das Stilett kann jedes gängige Stilett sein. Das Stilett kann ein flexibles und/oder ein starres Stilett sein. Das Stilett kann einen insbesondere durch einen Bewegungsmechanismus bewegbaren distalen Abschnitt umfassen. Weiterhin kann das Stilett einen Außendurchmesser aufweisen, der im Wesentlichem einem Innendurchmesser des Tubus entspricht. Das Stilett kann zudem mit einem Mittel behandelbar sein, der eine Gleiteigenschaft zwischen dem Stilett und dem Tubus verbessert. Insbesondere kann eine Reibung zwischen dem Stilett und dem Tubus reduzierbar sein.
Das Laryngoskop kann jedes gängige Laryngoskop sein. Insbesondere kann das Laryngoskop ein modulares Laryngoskop sein. Mit modular kann gemeint sein, dass das Laryngoskop zusammenbaubar ist und/oder Teile des Laryngoskops insbesondere patienten- und/oder anwendungsspezifisch vorsehbar sind. Generell kann das Laryngoskop ein Instrument sein, das den Benutzer bei dem Einführen des Tubus unterstützt. Das Laryngoskop kann zumindest zusätzlich zum Spatel einen Handgriff umfassen und der Spatel dazu eingerichtet sein, lösbar mit dem Handgriff verbunden zu werden. Insbesondere kann patienten- und/oder anwendungsspezifisch der Spatel verbindbar sein. Zudem können zumindest Teile des Laryngoskops zur einmaligen Verwendung vorgesehen sein. Beispielsweise kann das Laryngoskop ein Bildgebungsmodul und einen Grundkörper umfassen. Der Grundkörper kann einstückig ausgebildet sein und/oder für einen einmaligen Gebrauch vorgesehen sein. Insbesondere kann das Laryngoskop zumindest teilweise aus einem Kunststoff gefertigt sein, beispielsweise in einem Spritzguss- oder additivem Fertigungsverfahren. Der Grundkörper kann einen Aufnahmeraum umfassen, in den das Bildgebungsmodul einbringbar ist. Das Laryngoskop kann insbesondere ein Videolaryngoskop sein. Mittels des Videolaryngoskops kann eine anatomische Struktur abbildbar sein, wobei Bilddaten erzeugt werden, die an einen Monitor übertragbar sind und von diesem darstellbar sind. Der Benutzer kann die anatomische Struktur auf dem Monitor betrachten.
Der Spatel kann ein gebogener oder ein gerade Spatel sein. Der Spatel kann auch ein hyperangulierter Spatel sein. Damit kann gemeint sein, dass der Spatel eine größere Biegung haben kann als ein herkömmlicher gebogener Spatel. Generell ist das erfindungsgemäße Intubationssystem nicht auf bestimme Spatelgeometrien beschränkt. Hierin beschriebene Merkmale des Spatels und/oder des Intubationssystems können mit beliebigen Spateln kombinierbar sein. Der Spatel kann aus einem Kunststoff und/oder aus einem Metall gefertigt sein. Der Spatel kann zudem desinfizierbar, insbesondere wisch-desinfizierbar, und/oder autoklavierbar sein. Beispielsweise kann der Spatel durch ein Reinigen mittels eines Tuchs für einen Einsatz vorsehbar sein.
Unter Einführen ist in dem Zusammenhang zu verstehen, dass der Tubus in die Luftröhre des Patienten einführbar ist. Der Tubus kann gemeinsam mit dem Stilett entlang des Spatels führbar sein. Insbesondere kann der Tubus den Spatel abschnittsweise kontaktieren. Der Tubus und/oder das Stilett kann während des Einführens an einem proximalen Ende von dem Benutzer gehalten werden. Weiterhin kann mit Einführen auch die Positionierung des Tubus innerhalb der Luftröhre gemeint sein. Das Positionieren kann ein Anordnen eines distalen Endes des Tubus relativ zu einem anatomischen Merkmal, insbesondere eines Merkmals der Luftröhre, des Patienten umfassen. Weiterhin können an dem Tubus Markierungen vorgesehen sein, die den Benutzer dabei unterstützen, eine Position des distalen Endes des Tubus innerhalb der Luftröhre abzuschätzen. Dabei kann der Benutzer die Position der Markierungen relativ zu Schneidezähnen des Patienten bewerten. Ziel des Einführens ist es, den Tubus in eine bestimmte Position zu bringen, in der die Beatmung durchführbar ist. Diese Position soll zumindest im Wesentlichen haltbar sein.
Insbesondere soll die Position während des Herausziehens des Stiletts aus dem Tubus haltbar sein. Dazu ist insbesondere die Tubusarretiervorrichtung vorgesehen. Die Tubusarretiervorrichtung kann das Zurückziehen des Tubus relativ zu dem Spatel beispielsweise derart verhindern, dass die Position zumindest im Wesentlichen haltbar und/oder festlegbar ist. In dem Zusammenhang sind Abweichungen von der Position von beispielsweise bis zu 5 cm, insbesondere bis zu 2 cm und/oder vorzugsweise bis zu 1 cm unter zumindest im Wesentlichen haltbar gemeint. Insbesondere ist mit Verhindern kein vollständiges Ausbleiben einer Relativbewegung gemeint. Es kann unter Verhindern verstanden werden, dass durch das Zurückziehen des Stiletts aus dem Tubus eine größere Relativbewegung zwischen dem Stilett und dem Tubus als zwischen dem Tubus und dem Spatel bewirkbar ist. Derart kann erreichbar sein, dass der Tubus in der Luftröhre verbleibt, wenn das Stilett aus dem Tubus zurückgezogen wird. Es kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass nach dem Zurückziehen des Stiletts der Tubus in der Luftröhre in die zur Beatmung geeignete Position gebracht wird. Insbesondere kann der Benutzer nach dem Zurückziehen das Stilett ablegen und mit der nunmehr freien Hand den Tubus positionieren.
Weiterhin kann das Stilett ein Videostilett, insbesondere ein Endoskop, sein, das einen zumindest im Wesentlichen biegesteifen Schaft umfasst, wobei der Tubus auf den Schaft aufschiebbar ist. Vorteilhafterweise kann während des Einführens des Tubus dadurch die Luftröhre einsehbar sein. Zudem ist ein Videostilett insbesondere bei komplizierten Anwendungen, insbesondere bei komplizierten Patientenanatomien und/oder beispielsweise bei starkem Bluten des Patienten, vorteilhaft. Das Videostilett kann insbesondere ein Bronchoskop sein. Im Wesentlichen biegesteif kann bedeuten, dass das Videostilett derartige mechanische Eigenschaften aufweist, dass es bei einem insbesondere komplizierten Einführen in die Luftröhre bezogen auf seine Längserstreckung um höchstens 20 %, vorzugsweise um höchstens 10 % und bevorzugt um höchstens 5 % seitlich auslenkbar ist. In anderen Worten behält der Schaft beim Einführen zumindest im Wesentlichen seine Form und wird nicht verbogen und/oder geknickt.
Zudem kann die Tubusarretiervorrichtung modular und wahlweise an dem Spatel befestigbar und von dem Spatel abnehmbar ausgebildet sein. Beispielsweise kann die Tubusarretiervorrichtung ein eigenständiges Produkt sein. Es kann vorgesehen sein, dass der Benutzer abhängig von dem Patienten die Tubusarretiervorrichtung vorsieht und/oder befestigt. Insbesondere kann jedes bestehende Intubationssystem mit der Tubusarretiervorrichtung vorsehbar sein. Vorteilhafterweise muss die Tubusarretiervorrichtung nicht zwangsläufig an dem Spatel befestigt sein. Der Benutzer kann entscheiden, ob ein Einsatz der Tubusarretiervorrichtung notwendig und/oder vorteilhaft ist.
Außerdem kann der Spatel und/oder der Tubus die Tubusarretiervorrichtung zumindest teilweise ausbilden. Vorteilhafterweise können die Produktionskosten reduziert werden. Eine Konstruktion kann simpel sein. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Spatel einstückig ausgebildet ist und die Tubusarretiervorrichtung umfasst.
Ferner können der Spatel und der Tubus gemeinsam die Tubusarretiervorrichtung ausbilden. Beispielsweise können Merkmale des Tubus vorteilhafterweise mit Merkmalen des Spatels wechselwirken. Eine Bediensicherheit kann verbessert werden.
Außerdem kann der Tubus durch die Tubusarretiervorrichtung wahlweise freigebbar sein. Freigebbar kann bedeuten, dass der Tubus zumindest im Wesentlichen beliebig, insbesondere frei, relativ zu dem Spatel bewegbar machbar ist. Insbesondere kann freigebbar bedeuten, dass der Tubus entlang seiner Längsachse in beide Richtungen entlang des Spatels bewegbar machbar ist. Vorteilhafterweise kann erreicht werden, dass nach erfolgtem Zurückziehen des Stiletts das Laryngoskop aus dem Mund- und/oder Kehlkopfbereich des Patienten entfernbar ist, wobei der Tubus in der Luftröhre verbleibt. Eine Bediensicherheit des Intubationssystems wird dadurch erhöht. Ferner kann die Tubusarretiervorrichtung zumindest ein Bedienelement aufweisen, mittels dessen ein Arretierzustand und/oder ein Freigabezustand für den Tubus herstellbar ist. In dem Arretierzustand ist der Tubus derart an dem Spatel arretiert, dass er zumindest im Wesentlichen relativ zu dem Spatel unbeweglich ist. Insbesondere kann der Tubus gemeinsam mit dem Spatel in dem Arretierzustand bewegbar sein. Beispielsweise kann der Benutzer den Tubus durch ein Bewegen des Spatels ausrichten. Weiterhin kann das Stilett in dem Arretierzustand aus dem Tubus herausziehbar sein. In dem Freigabezustand kann der Tubus relativ zu dem Spatel bewegbar sein. Insbesondere kann der Spatel in dem Freigabezustand aus dem Mund- und/oder Kehlkopfbereich des Patienten entfernbar sein, während der Tubus in der Luftröhre des Patienten verbleibt. Vorteilhafterweise kann der Benutzer durch das Bedienen des Bedienelements Zustände für den Tubus bequem und/oder einfach wechseln. Die Bedienbarkeit des Intubationssystems wird verbessert und der Benutzer bedarf einer geringeren Anstrengung und Konzentration für das Bedienen. In der Folge kann eine Qualität einer Handlung des Benutzers steigen.
Außerdem kann der Tubus durch ein Bedienen des Bedienelements mit einer Klemmkraft beaufschlagbar sein. Insbesondere kann in dem Arretierzustand der Tubus durch die Klemmkraft beaufschlagt sein. Ferner kann die Klemmkraft einem Tubus und/oder einer Tubus-Spatel-Kombination anpassbar sein. Damit kann gemeint sein, dass auf Reibungseigenschaften des Tubus und/oder mechanischen Eigenschaften des Tubus reagiert werden kann. Durch das Beaufschlagen mit der Klemmkraft ist eine einfache Konstruktion erreichbar, wodurch ein bediensicheres und günstiges Intubationssystem bereitstellbar ist. Insbesondere kann jeder herkömmliche Tubus mit dem Intubationssystem verwendbar sein. Auf verschiedene Tubi kann durch ein Einstellen der Klemmkraft reagiert werden, wodurch eine Flexibilität und Vielseitigkeit des Intubationssystems verbessert werden.
Ferner kann das Bedienelement einen Klemmabschnitt aufweisen, der dem Spatel gegenüberliegt, sodass der Tubus zwischen dem Klemmabschnitt und dem Spatel klemmbar ist. Durch den Klemmabschnitt kann einer Fläche, über die die Klemmkraft wirkt, vergrößerbar sein. Der Klemmabschnitt kann sich über einen Abschnitt des Tubus erstrecken. Insbesondere kann der Klemmabschnitt derart ausgebildet sein, dass er eine Form des Spatels nachbildet. Vorteilhafterweise kann der Tubus über den gesamten Klemmabschnitt zumindest im Wesentlichen mit einer homogenen Klemmkraft beaufschlagt werden. Das kann bedeuten, dass der Druck, der durch den Klemmabschnitt auf den Tubus aufgebracht wird, zumindest im Wesentlichen homogen über den Klemmabschnitt verteilt ist. Der Klemmabschnitt kann sich beispielsweise über bis zu 10 cm, insbesondere über bis zu 5 cm, vorzugsweise über bis zu 2 cm entlang des Tubus erstrecken. Ferner kann der Klemmabschnitt zumindest im Wesentlichen an ein Außenkontur des Tubus angepasst sein. Das kann bedeuten, dass der Klemmabschnitt derart ausgebildet ist, dass er zumindest teilweise eine Krümmung mit einem Radius aufweist, der einem Radius des Tubus zumindest im Wesentlichen entspricht. Ferner kann der Klemmabschnitt und/oder der Spatel, insbesondere der Bereich des Spatels, gegen den der Tubus klemmbar ist, eine Beschichtung umfassen, der eine Reibungskraft zwischen dem jeweiligen Abschnitt und dem Tubus erhöht. Ferner kann die Beschichtung derart verformbar sein, dass sich der entsprechende Abschnitt, insbesondere die Beschichtung, bei einem Klemmen des Tubus einer Form des Tubus anpasst. Eine Gefahr eines Beschädigens des Tubus kann durch das Vorsehen des Klemmabschnitts reduziert sein. Ferner kann eine höhere Klemmkraft aufbringbar sein, ohne dass der Tubus beschädigt wird.
Außerdem kann das Bedienelement mittels einer Bedienkraft bedienbar sein, wobei die Bedienkraft in die Klemmkraft umsetzbar ist. Insbesondere ist damit gemeint, dass der Benutzer die Bedienkraft aufbringt. Ferner kann gemeint sein, dass ein beispielsweise elektromechanischer Aktuator vorgesehen ist, mittels dessen die Bedienkraft aufbringbar ist. Der Benutzer kann beispielsweise den elektromechanischen Aktuator bedienen. Erfindungsgemäß kann es zudem sein, dass der elektromechanische Aktuator automatisch aktivierbar ist. Umsetzbar kann bedeuten, dass ein Getriebe vorgesehen ist. Ferner kann eine Hebelanordnung vorgesehen sein, um die Bedienkraft umzusetzen. Der Benutzer kann die Bedienkraft situationsgerecht und/oder bedarfsweise dosieren. Ferner kann der Benutzer durch das Spüren eines Widerstandes beim Aufbringen der Bedienkraft Information über den Tubus und/oder den Arretierzustand bekommen. Merkt der Benutzer beispielsweise, dass eine Bedienkraft nicht ausreicht, um einen Arretierzustand herzustellen, kann er darauf reagieren. Es wird eine Bediensicherheit und Effizienz erhöht.
Ferner kann das Bedienelement einen Hebel umfassen, der schwenkbar an dem Spatel angeordnet ist. Der Hebel kann derart an dem Spatel angeordnet sein, dass durch ein Ziehen des Hebels eine Klemmkraft auf den Tubus aufbringbar ist. Insbesondere ist die Klemmkraft aufbringbar, indem der Tubus zwischen dem Bedienelement und dem Spatel geklemmt wird. Der Hebel kann um eine Schwenkachse schwenkbar an dem Spatel angeordnet sein, wobei die Schwenkachse zumindest im Wesentlichen senkrecht zu einer Haupterstreckungsrichtung des Spatels liegt. Die Haupterstreckungsrichtung kann der Längsrichtung des Tubus beim Einführen entsprechen. Die Benutzerfreundlichkeit wird durch das Vorsehen des Hebels erhöht. Ferner ist auf diese Weise eine günstige und einfache Konstruktion möglich.
Zudem kann das Laryngoskop den Handgriff umfassen, an dem der Spatel angeordnet ist, und das Bedienelement einen Betätigungsabschnitt umfassen, der derart in einem Nahbereich des Handgriffs angeordnet ist, dass der Benutzer den Betätigungsabschnitt betätigen kann, während er den Handgriff greift. Insbesondere kann damit gemeint sein, dass der Benutzer den Betätigungsabschnitt mit der Hand betätigen kann, mit der er den Handgriff greift. Insbesondere kann der Benutzer den Betätigungsabschnitt mit einem Finger, insbesondere dem kleinen Finger oder dem Zeigefinger, betätigen. Betätigen kann ein Ziehen des Bedienelements umfassen. Eine Benutzerfreundlichkeit kann dadurch erhöht werden.
Zudem kann der Hebel den Klemmabschnitt und den Betätigungsabschnitt ausbilden. Insbesondere kann der Hebel einstückig ausgebildet sein. Der Hebel kann aus einem Kunststoff und/oder einem Metall gefertigt sein. Insbesondere kann der Hebel in einem Spritzguss- und/oder additivem Fertigungsverfahren fertigbar sein. Die Produktionskosten können dadurch geringgehalten werden. Zudem kann der Hebel austauschbar sein, wenn ein anderer Hebel benötigt wird und/oder der Hebel defekt ist. Zudem kann der Hebel für eine Reinigung des Intubationssystems abnehmbar sein. Ein Zusammenbau kann in der Folge einfach sein, da die Tubusarretiervorrichtung aus wenigen Teilen bestehen kann.
Zudem kann die Tubusarretiervorrichtung einseitig ausgeführt sein. Das kann bedeuten, dass die Tubusarretiervorrichtung beispielsweise lediglich an einer, insbesondere an einer einzigen, Wandung des Spatels ausgebildet, montiert und/oder angeordnet ist. Dadurch kann ein Bedienen und eine Konstruktion einfach gehalten werden.
Ferner kann die Tubusarretiervorrichtung dazu eingerichtet sein, von wenigstens zwei gegenüberliegenden Seiten des Tubus auf den Tubus einzuwirken. Das kann bedeuten, dass sich der Tubus zumindest teilweise zwischen der Tubusarretiervorrichtung insbesondere bei dem Herausziehen des Stiletts erstrecken kann. Eine Funktionssicherheit kann dadurch erhöht werden. Zudem kann die Bedienbarkeit vereinfacht werden. Ferner kann der Spatel eine seitliche Tubusführungswand umfassen und die Tubusarretiervorrichtung an der Tubusführungswand angeordnet sein. Der Spatel kann beispielsweise eine Hauptwandung umfassen. Die Hauptwandung kann sich in der Haupterstreckungsrichtung des Spatels erstrecken und diesen zumindest im Wesentlichen definieren. Unter einer „Haupterstreckungsrichtung“ eines Objekts soll insbesondere eine Richtung verstanden werden, welche parallel zu einer längsten Kante eines kleinsten gedachten Quaders verläuft, welcher das Objekt gerade noch vollständig umschließt und welche vorzugsweise durch einen geometrischen Mittelpunkt und/oder durch einen Massenmittelpunkt des Bauteils verläuft. Mittels der Hauptwandung können zumindest im Wesentlichen die Funktionen des Laryngoskops bereitstellbar sein. Mittels der Hauptwandung kann etwa im Falle eines geraden Laryngoskops die Epiglottis aufladbar sein. Die Hauptwandung kann etwa eine Länge von 5 cm bis 15 cm haben. Manche Längen können davon abweichen. Die Hauptwandung kann sich zudem in eine zur Längsrichtung des Tubus beim Einführen zumindest im Wesentlichen senkrechten Richtung erstrecken. In diese Richtung kann sich die Hauptwandung über beispielsweise 1 cm bis 5 cm, insbesondere über 2 cm bis 3 cm erstrecken. Insbesondere kann die Erstreckung in diese Richtung eine größere Länge betragen als der Durchmesser des Tubus. Ferner kann der Spatel, insbesondere die Hauptwandung flach sein. Das kann bedeuten, dass sich die Hauptwandung in eine dritte Richtung über eine zumindest im Wesentlichen geringere Länge erstreckt. Von dem Spatel kann sich eine weitere Wandung erstrecken. Die weitere Wandung kann dazu eingerichtet sein, eine Bildgebungsvorrichtung teilweise aufzunehmen. Insbesondere kann die weiter Wandung dazu einen Aufnahmeraum definieren. Weiterhin kann an einem distalen Ende dieser Wandung eine Kamera und/oder ein Sichtfenster der Kamera angeordnet sein. Das Sichtfenster kann eine Linsenanordnung umfassen. Die Wandung kann weiterhin dazu eingerichtet sein, die Zunge des Patienten seitlich wegzudrücken. Die Tubusführungswand kann beispielsweise Teil dieser Wandung sein und/oder diese Wandung sein. Die Tubusführungswand kann sich entlang der gesamten Länge des Spatels erstrecken. In anderen Ausführungsformen kann sich die Tubusführungswand über beispielsweise bis zu 70 %, insbesondere 80 %, vorzugsweise bis zu 95 % der Länge des Spatels erstrecken. Vorteilhafterweise kann die Tubusführungswand eine Wandung eines herkömmlichen Spatels sein. Das kann bedeuten, dass die Tubusarretiervorrichtung an einer Wandung eines herkömmlichen Spatels anbringbar ist. Vorteilhafterweise kann die Tubusarretiervorrichtung durch geringfügige konstruktive Maßnahmen in bestehende Intubationssysteme integrierbar sein. Zudem ist eine Anordnung an der seitlichen Tubusführungswand vorteilhaft, da es in die seitliche Richtung eine relativ zu den anderen Richtungen große Bewegungsfreiheit gibt. Eine Bewegung des Tubus in die seitliche Richtung kann daher vorteilhaft sein.
Ferner kann die Tubusarretiervorrichtung zumindest ein drehbares Arretierelement umfassen. Generell kann das Arretierelement in eine Wandung des Spatels zumindest teilweise eingelassen sein. Drehbar kann insbesondere auch schwenkbar umfassen. Das Arretierelement kann rotationssymmetrisch sein. In anderen Ausführungsformen ist das Arretierelement nicht rotationssymmetrisch. Insbesondere kann das Arretierelement exzentrisch gelagert sein. Gemäß anderen Ausführungsformen kann das Arretierelement auch um beispielsweise zwei oder drei Achsen drehbar sein. Das Arretierelement kann zum Wechselwirken mit dem Tubus vorgesehen sein. Dazu kann das Arretierelement eine Beschichtung umfassen, beispielsweise um eine Reibung zu erhöhen. Drehbare Arretierelemente haben den Vorteil, dass sie einen vergleichsweise kleinen Bauraum benötigen. Ferner kann ein stetes Reiben des Tubus an dem Arretierelement, wie es etwa bei einem nicht drehbaren Arretierelement vorkommen kann, zumindest weitestgehend vermieden werden. Die Bedienungsfreundlichkeit kann erhöht werden und das Risiko einer Beschädigung des Tubus reduziert.
Zudem kann das Arretierelement eine Sperrdrehrichtung und eine der Sperrdrehrichtung entgegengesetzte Freigabedrehrichtung aufweist. In der Sperrdrehrichtung kann ein Drehen des Arretierelements zumindest nur unter einem höheren Kraftaufwand möglich sein. Insbesondere kann das Drehen in die Sperrdrehrichtung nicht möglich sein. Ferner kann in machen Ausführungsformen das Arretierelement in die Sperrdrehrichtung drehbar sein, bis eine Sperrung einsetzt, beispielsweise um einen Winkel von höchstens 90 Grad, höchstens 60 Grad, höchstens 45 Grad oder höchstens 30 Grad. Die Position, in der die Sperrung einsetzt, kann eine Arretierposition sein. In der Sperrdrehrichtung kann das Arretierelement die Bewegung des Tubus relativ zu dem Spatel zumindest im Wesentlichen verhindern. Vorteilhafterweise kann eine fehlerhafte Bedienung zumindest weitgehend vermieden werden. Das heißt, dass die Bediensicherheit des Intubationssystem erhöht werden kann.
Außerdem kann das Arretierelement um eine Drehachse drehbar sein, die in einem vorgeschobenen Zustand des Tubus zumindest im Wesentlichen senkrecht zu einer Längsachse des Tubus in einem Bereich des Arretierelements angeordnet ist. Dadurch kann eine einfache und platzsparende Konstruktion erreicht werden. Zudem kann das drehbare Arretierelement eine Klemme umfassen, die dazu eingerichtet ist, das Zurückziehen des Tubus relativ zu dem Spatel durch Einklemmen des Tubus zu verhindern. Die Klemme kann einen Klemmabschnitt umfassen, der insbesondere zum Wechselwirken mit dem Tubus vorgesehen ist. Die Klemme kann eine Beschichtung und/oder Profilierung zum Erhöhen einer Klemmkraft umfassen, wobei die Klemmkraft eine Kraft ist, die einer Bewegung des Tubus aus der Luftröhre hinaus entgegenwirkt. Beispielsweise kann die Klemme zudem einen gezackten Klemmabschnitt umfassen. Insbesondere kann die Klemme durch das Zurückziehen des Tubus insbesondere passiv aktivierbar sein. Die kann bedeuten, dass die Klemme durch Zurückziehen des Stiletts zwischen Klemme und Spatel durch den Benutzer aktivierbar ist. Unter Klemmen kann in dem Zusammenhang auch ein Blockieren verstanden werden. Das kann bedeuten, dass das Arretierelement dazu eingerichtet ist, einen Abstand zwischen der Klemme und dem Spatel durch das Zurückziehen des Tubus zu verringern. Die Funktionsweise der Klemme kann beispielsweise einer Funktionsweise einer Seilklemme zumindest im Wesentlichen entsprechen. Vorteilhafterweise kann durch relativ einfache konstruktive Maßnahmen eine Tubusarretiervorrichtung bereitgestellt werden. Diese kann sich insbesondere durch einen geringen Raumbedarf auszeichnen.
Zudem kann das drehbare Arretierelement eine Führungsrolle für den Tubus umfassen. Außerdem kann die Tubusarretiervorrichtung mehrere Führungsrollen umfassen, beispielsweise zwei, drei oder vier. Die Führungsrolle kann entlang ihrer Drehachse eine Breite aufweisen, die zumindest dem Durchmesser des Tubus entspricht. In einigen Ausführungsformen kann die Führungsrolle breiter als der Durchmesser des Tubus sein. Ferner kann die Führungsrolle eine Ausnehmung senkrecht zu der Drehachse entlang des gesamten Umfangs umfassen. Die Ausnehmung kann eine Krümmung mit einem Radius umfassen, der zumindest im Wesentlichen dem Radius des Tubus entspricht. Insbesondere kann die Führungsrolle ein U-förmiges und/oder konkaves Profil aufweisen. Ferner kann die Führungsrolle zwei laterale Führungswände umfassen, die dazu eingerichtet sind, den Tubus entlang der Längsachse des Tubus zu führen. Durch das Vorsehen von zumindest einer Führungsrolle kann ein kostengünstiges Intubationssystem bereitgestellt werden. Zudem kann die Führungsrolle raumsparend angeordnet werden. Insbesondere kann eine Führungsrolle relativ einfach in den Spatel eingelassen vorsehbar sein.
Ferner kann die Tubusarretiervorrichtung ein Spannelement umfassen, das an dem Arretierelement angeordnet ist und das Arretierelement vorspannt. Das Spannelement kann dazu eingerichtet sein, potenzielle Energie zu speichern und für ein Verhindern des Zurückziehens des Tubus entlang des Spatels freizugeben. Das Spannelement kann durch das Zurückziehen des Tubus entlang des Spatels zudem verformbar sein. Durch das Verformen kann eine Spannkraft ansteigen. Generell kann durch das Spannelement eine Klemmkraft erhöht werden. Zudem kann insbesondere eine höhere Klemmkraft bei gleichem Bauraum erreicht werden.
Zudem kann das Spannelement eine Schenkelfeder sein. Schenkelfedern können sich besonders durch einen geringen benötigten Bauraum auszeichnen, können kostengünstig sein und sind einfach in der Konstruktion vorsehbar.
Zudem kann die Tubusarretiervorrichtung zumindest einen Vorsprung umfassen, der dazu eingerichtet ist, das Zurückziehen des Tubus durch ein Hintergreifen wenigstens eines Teils des Tubus zu verhindern. Insbesondere kann der Vorsprung an dem Spatel angeordnet sein. Weiterhin kann der Vorsprung ein distales Ende der Wandung sein, die die Kamera des Videolaryngoskops umfasst. Der Tubus kann einen Abschnitt umfassen, der dazu eingerichtet ist, mit dem Vorsprung wechselzuwirken. Den Vorsprung kann man auch als einen mechanischen Anschlag verstehen. Der Tubus kann seitlich gegen den mechanischen Anschlag durch den Benutzer gedrückt werden, um das Zurückziehen zu verhindern. Das Verhindern des Zurückziehens durch den Vorsprung und/oder den mechanischen Anschlag ist eine einfache und kostengünstige Methode, um das Zurückziehen zu verhindern. Zudem können bewegliche Teile vermieden werden. Weiterhin kann ein solches Intubationssystem einfach reinigbar, desinfizierbar und/oder autoklavierbar sein.
Zudem kann die Tubusarretiervorrichtung ein Gegenhalteelement umfassen, das dazu eingerichtet ist, das Zurückziehen des Tubus durch ein Hintergreifen wenigstens eines Teils des Tubus zu verhindern. Das Gegenhalteelement kann zusätzlich zu dem Vorsprung vorgesehen sein. Das Gegenhalteelement kann beispielsweise einen weiteren Vorsprung umfassen. Zudem kann das Gegenhalteelement eine Nase, insbesondere eine Kunststoffnase, umfassen. Weiterhin kann das Gegenhalteelement einen Stift, einen Bolzen und/oder ähnliches umfassen. Das Gegenhalteelement kann an dem Spatel montierbar sein. Weiterhin kann das Gegenhalteelement von dem Spatel ausgebildet sein. Durch das Gegenhalteelement kann eine Wirkung der Arretiervorrichtung verbessert werden. Die Wahrscheinlichkeit einer Fehlfunktion kann verringert werden. Zudem kann dies durch einfache konstruktive Maßnahmen auf kleinem Bauraum erreicht werden. Außerdem kann das Gegenhalteelement von dem Vorsprung um einen Abstand beabstandet angeordnet sein und der Abstand zumindest im Wesentlichen einem Außendurchmesser des Tubus entsprechen. Mit dem Abstand zum Vorsprung ist insbesondere der kleinste Abstand zu dem Vorsprung gemeint. Der Tubus kann sich zwischen dem Vorsprung und dem Gegenhalteelement insbesondere entlang der Längsachse des Tubus erstrecken. Der Tubus kann an gegenüberliegenden Seiten den Vorsprung und das Gegenhalteelement berühren. Der Vorsprung kann beispielsweise eine Stufe umfassen. Der obere Teil der Stufe kann proximal zu dem Tubus angeordnet sein und der untere Teil der Stufe distal. Der Abstand kann beispielsweise bis zu 3 cm, insbesondere bis zu 2 cm, vorzugsweise bis zu 1 ,5 cm betragen. Beispielsweise können häufig verwendete Spatel mit häufig verwendeten Tubi gepaart werden. Das heißt, ein Spatel, der eine Standardgröße hat, kann mit dem Gegenhalteelement in einem Abstand zu dem Vorsprung vorgesehen werden, der zumindest im Wesentlichen einem Tubusaußendurchmesser eines Tubus entsprechen, der üblicherweise mit dem Spatel verwendet wird. Mehrere Tubusgrößen können für einen Spatel vorsehbar sein. Das Gegenhalteelement kann dazu eingerichtet sein, den Abstand einstellbar zu machen. Beispielsweise kann das Gegenhalteelement exzentrisch rotierbar sein, wobei durch eine Rotation des Gegenhalteelements der Abstand veränderbar ist. Vorteilhafter kann der Tubus durch eine derartige Anordnung führbar sein. Insbesondere kann der Tubus entlang der Längsachse geführt sein. Dadurch ergibt sich eine geringere Gefahr einer Fehlfunktion und eine höhere Betriebssicherheit. Der Tubus ist leichter in einer Position haltbar, in der ein Teil des Tubus den Vorsprung hintergreift.
Außerdem kann der Tubus eine umfängliche Verbreiterung umfassen und die umfängliche Verbreiterung durch zumindest einen Teil der Tubusarretiervorrichtung hintergreifbar sein. Die umfängliche Verbreiterung kann von dem Tubus ausgebildet sein und/oder an dem Tubus angebracht sein. Insbesondere kann die Verbreiterung an dem Tubus anbringbar sein. Beispielsweise kann die Verbreiterung einen Ring, einen Aufsatz, einen Vorsprung, eine Auswölbung und/oder ähnliches umfassen. Die Verbreiterung kann sich entlang des gesamten Umfangs erstrecken. In anderen Ausführungsformen erstreckt sich die Verbreiterung teilweise umfänglich. Die Verbreiterung kann in die Längsrichtung des Tubus verschiebbar und/oder eine Position in der Längsrichtung des Tubus veränderbar sein. Insbesondere kann der Tubus patienten-, spatel- und/oder anwendungsspezifisch anpassbar sein. Eine Flexibilität und Vielseitigkeit des Tubus und/oder des Intubationssystems kann verbessert werden. Ferner kann das Intubationssystem zumindest ein Rastelement, insbesondere eine Rastzunge, umfassen, das durch Kraftbeaufschlagung in eine erste Richtung in eine Freigabeposition bewegbar ist, in welcher das Rastelement das Vorschieben des Stiletts gemeinsam mit dem auf das Stilett aufgeschobenen Tubus relativ zu dem Spatel gestattet, und das durch Kraftbeaufschlagung in eine zweite Richtung in eine Sperrposition bewegbar ist, in welcher das Rastelement das Zurückziehen des Tubus relativ zu dem Spatel verhindert. Damit kann gemeint sein, dass die Tubusarretiervorrichtung kabelbinderartig ausgebildet ist. Der Tubus kann in eine Richtung entlang der Längsachse bewegbar sein und in der entgegengesetzten Richtung kann in der Sperrposition das Zurückziehen verhindert sein. Der Tubus kann in der entgegengesetzten Richtung in die Sperrposition bewegbar sein. Das kann bedeuten, dass der Tubus in der ersten Richtung über die Sperrposition hinaus bewegbar ist. Wenn der Tubus in die entgegengesetzte Richtung bewegt wird, kann die Sperrposition wieder erreicht werden und ein weiteres Zurückziehen verhindert werden. In der Sperrposition kann der Tubus gemeinsam mit dem Spatel bewegbar sein und/oder zumindest im Wesentlichen unbeweglich an dem Spatel fixiert sein. Insbesondere kann das Rastelement in eine Richtung radial zu der Längsrichtung des Tubus beweglich sein. Das Rastelement kann sich zumindest teilweise abgewinkelt von dem Tubus in einem unbelasteten Zustand hinweg erstrecken. Durch eine Belastung in radialer Richtung kann das Rastelement an den Tubus anlegbar sein. Insbesondere in einem abgewinkelten Zustand kann das Rastelement dazu eingerichtet sein, das Zurückziehen zu verhindern. Ferner kann das Rastelement dazu eingerichtet sein, das Zurückziehen bis zu einer Grenzrückzugskraft zu verhindern, wobei die Grenzrückzugskraft eine Kraft ist, die das Zurückziehen des Tubus bewirkt. Oberhalb der Grenzrückzugskraft kann das Zurückziehen möglich sein. Das kann eine höhere Sicherheit zur Folge haben, da der Benutzer notfalls eine die Grenzrückzugskraft überschreitende Kraft aufbringen kann. Weiterhin kann durch das Vorsehen der Grenzrückzugskraft das Entfernen des Laryngoskops aus dem Mund- und/oder Kehlkopfbereich vorsehbar sein. Generell kann durch das Vorsehen des Rastelements eine effektives und effizientes Intubationssystem bereitgestellt werden.
Zudem kann die Tubusarretiervorrichtung mehrere Rastvorsprünge, insbesondere Rastzähne, umfassen, die jeweils eine Sperrposition definieren und die entlang einer Längsachse des Tubus hintereinander angeordnet sind, und das Rastelement dazu eingerichtet sein, das Zurückziehen des Tubus durch ein Hintergreifen zumindest eines der Rastvorsprünge zu verhindern. Einige Merkmale können gleich einigen Merkmalen im Zusammenhang mit dem Rastelement sein. Insbesondere können die Rastvorsprünge ähnlich den Rastzungen ausgebildet sein. Außerdem können die Rastvorsprünge entlang der Längsachse des Tubus beweglich sein. Die Rastvorsprünge können insbesondere in eine Richtung beweglich sein und in eine der Richtung entgegengesetzten Richtung weniger beweglich, insbesondere zumindest weitgehend unbeweglich, sein. Außerdem kann beispielsweise ein Anschlag und/oder eine Wandung vorgesehen sein, der/die eine Beweglichkeit der Rastvorsprünge insbesondere in eine Richtung einschränkt. Eine derartige Tubusarretiervorrichtung kann kabelbinderartig ausgebildet sein. Durch das Vorsehen mehrerer Sperrpositionen kann eine Vielseitigkeit des Intubationssystems verbessert werden. Es kann auf einfache Art und Weise auf Patientenanatomien und/oder auf Situationen während einer Anwendung reagiert werden.
Außerdem kann die Tubusarretiervorrichtung einen Haltering umfassen, der an dem Spatel angebracht ist, wobei das Stilett gemeinsam mit dem auf das Stilett aufgeschobenen Tubus durch den Haltering hindurch relativ zu dem Spatel vorschiebbar ist. Unter dem Haltering kann beispielsweise auch ein Haltetunnel und/oder Haltekanal verstanden werden. Insbesondere kann darunter eine Vorrichtung verstanden werden, durch die der Tubus durchführbar ist und/oder die den Tubus zumindest weitgehend vollumfänglich umfassen kann. Der Haltering kann sich beispielsweise um bis zu 10 cm, insbesondere um bis zu 5 cm und/oder vorzugsweise um bis zu 2 cm entlang der Längsrichtung des Tubus erstrecken. Es kann dadurch eine hohe Betriebssicherheit und eine sichere Intubationsvorrichtung bereitstellbar sein.
Zudem kann die Tubusarretiervorrichtung dazu eingerichtet sein, das Zurückziehen des Tubus durch ein Beaufschlagen des Tubus mit einer Reibkraft zu verhindern. Die Reibkraft kann beispielsweise durch eine Kontaktierung des Spatels mit dem Tubus bewirkbar sein. Der Tubus kann zumindest abschnittsweise für die Kontaktierung vorgesehen sein. Beispielsweise kann der Tubus dazu einen Reibkraftbewirkungsaufsatz umfassen, wobei der Reibkraftbewirkungsaufsatz auf den Tubus aufstülpbar und/oder aufschiebbar sein kann. Ferner kann das Zurückziehen des Tubus durch eine adhäsive Wechselwirkung zwischen dem Tubus und dem Spatel bewirkbar sein. Eine solche Tubusarretiervorrichtung kann ähnlicher einer Tubusarretiervorrichtung ausgebildet sein, die dazu eingerichtet ist, das Zurückziehen durch die Reibkraft zu verhindern. Beides bietet den Vorteil einer einfachen Konstruktion. Ferner kann in beiden Fällen vermieden werden, dass insbesondere scharfe Kanten vorgesehen werden müssen. Scharfe Kanten können eine Verletzung des Patienten bewirken. Außerdem kann die Tubusarretiervorrichtung zumindest eine gummierte, profilierte und/oder raue Oberfläche umfassen. Dadurch kann die Reibkraft bewirkbar sein. Eine solche Oberfläche kann zumindest abschnittsweise an dem Tubus und/oder zumindest abschnittsweise an dem Spatel vorgesehen sein. Ferner kann eine Oberflächenpaarung an Tubus und Spatel vorgesehen sein, die dazu eingerichtet ist, die Reibkraft zu erhöhen. Die Oberfläche kann aus einem Metall, einem Kunststoff und/oder einem Verbundwerkstoff ausgebildet sein. Insbesondere kann die Oberfläche aus Gummi und/oder einem gummiähnlichen Werkstoff ausgebildet sein. Ein Band, ein Mantel und/oder ähnliches umfassend die Oberfläche kann an dem Tubus anbringbar sein. Das Band, der Mantel und/oder ähnliches kann sich beispielsweise bis zu 10 cm, insbesondere bis zu 5 cm, vorzugsweise bis zu 2 cm, entlang der Längsrichtung des Tubus erstrecken. Insbesondere kann die Tubusarretiervorrichtung ein Gummiband umfassen, das an dem Tubus anordenbar ist. Eine solche konstruktive Maßnahme kann in herkömmliche Intubationssysteme integrierbar sein. Weiterhin ist sie kostengünstig und auf sehr geringem Bauraum vorsehbar.
Außerdem kann die Tubusarretiervorrichtung zumindest eine Klammer umfassen, in welche der Tubus einhakbar ist. Die Klammer kann dazu eingerichtet sein, den Tubus einseitig, zweiseitig und/oder mehrseitig zu klammern. Insbesondere kann die Klammer dazu eingerichtet sein, den Tubus mit einer Klammerkraft zu beaufschlagen. Der Tubus kann derart mit der Klammerkraft beaufschlagbar sein, dass der Tubus zwischen dem Spatel und der Klammer haltbar ist. Insbesondere kann der Tubus gegen den Spatel klemmbar sein. Ferner kann der Tubus zwischen zwei Klammerelementen klemmbar sein. Die Klammer, insbesondere die Klammerelemente, können den Tubus zumindest teilweise umklammern. Die Klammer und der Spatel und/oder die Klammerelemente können in einem nicht eingehakten Zustand des Tubus um einen Klammerabstand beabstandet voneinander angeordnet sein. Dadurch kann eine Öffnung definiert sein. Der Klammerabstand und/oder die Öffnung kann zumindest im Wesentlichen kleiner als der Tubusaußendurchmesser sein. Zumindest abschnittsweise kann die Klammer beweglich und/oder elastisch verformbar sein. Dadurch kann der Klammerabstand und/oder die Öffnung für ein Einhaken des Tubus vergrößerbar sein. Insbesondere kann die Klammer rohrschellenartig und/oder rohrklammerartig ausgebildet sein. Die Klammer kann eine Beschichtung an einer Oberfläche, insbesondere Innenseite, umfassen, wobei die Oberfläche dem Tubus in einem eingehakten Zustand zugewandt ist. Insbesondere kann unter einhakbar verstanden werden, dass der Tubus bedarfsweise und/oder wahlweise einhakbar ist. Beispielsweise kann der Benutzer den Tubus einhaken. Insbesondere kann der Benutzer den Tubus einhaken, nachdem der Tubus beispielsweise in die Luftröhre eingebracht wurde. Durch die Klammer kann eine hohe Zuverlässigkeit der Tubusarretiervorrichtung erreicht werden.
Zudem kann der Tubus seitlich in die Klammer einhakbar und seitlich aus der Klammer aushakbar sein. Seitlich kann insbesondere zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Längsrichtung des Tubus und/oder der Haupterstreckungsrichtung des Spatels bedeuten. Die Öffnung kann sich seitlich zu der Längsrichtung des Tubus öffnen. In der seitlichen Richtung gibt es in dem Mundraum des Patienten eine höhere Bewegungsfreiheit. Dadurch kann eine Gefahr einer Verletzung des Patienten beim Einhaken und/oder Aushaken verringert werden.
Zudem kann die Tubusarretiervorrichtung eine Klemmfeder umfassen, die dazu eingerichtet ist, das Zurückziehen des Tubus durch ein Klemmen zu verhindern. Weiterhin kann die Tubusarretiervorrichtung ein Klemmelement umfassen, das durch die Klemmfeder gegen den Tubus gedrückt wird, um den Tubus zu klemmen. Ferner kann die Klemmfeder selbst zumindest abschnittsweise gegen den Tubus drücken, um den Tubus zu klemmen. Die Klemmfeder kann eine Spiralfeder, eine Ringfeder, eine Tellerfeder und/oder dergleichen umfassen. Vorteilhafterweise kann dadurch ein kostengünstiges Intubationssystem bereitgestellt werden.
Außerdem kann der Spatel eine seitliche Tubusführungswand umfassen und die Klemmfeder dazu eingerichtet sein, für das Klemmen den Tubus durch eine seitliche Kraftbeaufschlagung gegen die Tubusführungswand zu drücken. In der seitlichen Richtung gibt es in dem Mundraum des Patienten eine höhere Bewegungsfreiheit. Dadurch kann eine Gefahr einer Verletzung des Patienten beim Einhaken und/oder Aushaken verringert werden. Ferner kann ein Raumbedarf der Tubusarretiervorrichtung verringert werden.
Insbesondere kann die Klemmfeder eine Blattfeder sein. Dadurch kann in einfacher Art und Weise der Tubus über eine relativ große Kontaktfläche zwischen der Klemmfeder und dem Tubus klemmbar sein. Die Blattfeder kann an zumindest zwei Befestigungselementen an dem Spatel befestigbar sein. Die Befestigungselemente können beispielsweise eine Nase, insbesondere eine Kunststoffnase, einen Stift und/oder einen Bolzen umfassen. Außerdem können die Befestigungselemente von dem Spatel ausgebildet sein. Zudem kann das Zurückziehen des Stiletts aus dem Tubus von einem einzelnen Benutzer zweihändig durchführbar sein. Insbesondere kann dadurch ein, insbesondere finanzieller und/oder zeitlicher, Aufwand eines Einsatzes eines Intubationssystem reduziert werden, da kein weiterer Benutzer verfügbar sein muss. Ferner kann die Effizienz des Intubationssystems erhöht werden. Zudem kann die Qualität eines Einsatzes eines Intubationssystems gesteigert werden, da eine Koordination zwischen zumindest zwei Benutzern eine Komplexität erhöhen kann. Außerdem kann spontan und/oder flexibel auf komplizierte Situationen reagiert werden. Insbesondere kann dies geschehen, auch wenn kein weiterer, insbesondere geschulter, Benutzer zugegen ist.
Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand der beigefügten Figuren beispielhaft beschrieben. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und im Rahmen der Ansprüche sinnvoll in Kombination verwenden.
Falls von einem bestimmten Objekt mehr als ein Exemplar vorhanden ist, ist ggf. nur eines davon in den Figuren und in der Beschreibung mit einem Bezugszeichen versehen. Die Beschreibung dieses Exemplars kann entsprechend auf die anderen Exemplare von dem Objekt übertragen werden. Sind Objekte insbesondere mittels Zahlenwörtern, wie beispielsweise erstes, zweites, drittes Objekt etc. benannt, dienen diese der Benennung und/oder Zuordnung von Objekten. Demnach können beispielsweise ein erstes Objekt und ein drittes Objekt, jedoch kein zweites Objekt umfasst sein. Allerdings könnten anhand von Zahlenwörtern zusätzlich auch eine Anzahl und/oder eine Reihenfolge von Objekten ableitbar sein.
Es zeigen:
Fig. 1A ein Laryngoskop in einer schematischen Seitenansicht;
Fig. 1 B das Laryngoskop in einer schematischen Ansicht von vorne;
Fig. 1 C das Laryngoskop in einer schematischen Ansicht von hinten;
Fig. 1 D das Laryngoskop in einer schematischen Ansicht von unten;
Fig. 2 eine schematische Ansicht eines Tubus und eines Videostiletts; Fig. 3 eine schematische Ansicht des Tubus und eines Stiletts;
Fig. 4 eine schematische Ansicht eines Abschnitts eines Tubus;
Fig. 5A eine schematische Ansicht von unten auf ein Laryngoskop und den Tubus;
Fig. 5B eine schematische Ansicht von unten auf das Laryngoskop und den
Tubus;
Fig. 6 eine schematische Ansicht von unten auf eine weitere Ausführungsform eines Intubationssystems;
Fig. 7 eine Schnittansicht des Intubationssystems von einer proximalen Seite aus;
Fig. 8 eine schematische Ansicht von unten auf ein Intubationssystem;
Fig. 9 eine schematische Ansicht von unten auf ein Intubationssystem;
Fig. 10A eine schematische Ansicht von unten auf eine weitere Ausführungsform eines Intubationssystems;
Fig. 10B eine Schnittansicht des Intubationssystems von einer proximalen Seite aus;
Fig. 11 eine schematische Ansicht von unten auf ein Intubationssystem;
Fig. 12 eine schematische Ansicht von unten auf ein Intubationssystem;
Fig. 13 eine schematische Ansicht von unten auf eine weitere Ausführungsform eines Intubationssystems;
Fig. 14 eine Schnittansicht des Intubationssystems von einer proximalen Seite aus;
Fig. 15 eine alternative Ausführungsform der Tubusarretiervorrichtung; Fig. 16 eine Weiterbildung des Intubationssystems in einer Schnittansicht von einer distalen Seite aus;
Fig. 17A ein Tubus einer weiteren Ausführungsform eines Intubationssystems;
Fig. 17B der Tubus in einer weiteren Ansicht;
Fig. 18A eine Schnittansicht des Intubationssystems;
Fig. 18B eine schematische Ansicht von unten auf das Intubationssystem;
Fig. 19A eine perspektivische schematische Ansicht eines Intubationssystems;
Fig. 19B eine schematische Vorderansicht des Intubationssystems;
Fig. 19C eine schematische Seitenansicht des Intubationssystems;
Fig. 20A eine perspektivische schematische Ansicht eines Intubationssystems;
Fig. 20B eine schematische Vorderansicht des Intubationssystems;
Fig. 20C eine schematische Seitenansicht des Intubationssystems;
Fig. 21 A eine schematische Ansicht von unten auf eine weitere Ausführungsform eines Intubationssystems; und
Fig. 21 B eine Schnittansicht von einer distalen Seite des Intubationssystems.
Figur 1A bis 1 D zeigen verschiedene schematische Ansichten eines Laryngoskops 106, das Teil eines Intubationssystems 100 ist. In Fig. 1A ist das Laryngoskop 106 in einer Seitenansicht, in Fig. 1 B in einer Ansicht von vorne, in Fig. 1C in einer Ansicht von hinten und in Fig. 1 D in einer Ansicht von unten zu sehen. Die im Folgenden beschriebenen Merkmale sind nicht einschränkend zu verstehen. Es gibt verschiedene Typen von Laryngoskop, die mit den erfindungsgemäßen Merkmalen kombinierbar sind. In dem Zusammenhang ist das Laryngoskop 106 der Figs. 1 beispielhaft zu verstehen. Das Laryngoskop 106 umfasst einen Handgriff 1 18 und einen Spatel 108. Der Spatel 108 ist aus Metall gefertigt und hat eine gebogene Form, die es einem Benutzer ermöglicht, den Kehlkopf eines Patienten zu sehen und zu manipulieren. Der Spatel 108 erstreckt sich vom Handgriff 1 18 aus zumindest im Wesentlichen in eine Haupterstreckungsrichtung. In die Haupterstreckungsrichtung biegt sich der Spatel 108 derart in Richtung des Handgriffs 1 18, dass das Laryngoskop 106 sichelförmig ausgebildet ist. Der Spatel 108 umfasst eine Hauptwandung 125 und eine seitliche Tubusführungswand 126. Die Hauptwandung 125 ist dazu vorgesehen, den Kehldeckel des Patienten indirekt zu manipulieren. Der Spatel 108, insbesondere die Hauptwandung 125, wird vor den Kehldeckel (Epiglottis) des Patienten geführt und das Laryngoskop 106 durch den Benutzer in Richtung des Handgriffes 1 18 des Laryngoskops 106 gezogen.
Der gebogene Spatel 108, insbesondere die Hauptwandung 125 ist flach und breit und biegt sich in einer leichten Biegung. Die Länge und Breite des Spatels 108 ist anwendungs- und herstellerspezifisch. Im Allgemeinen ist der Spatel 108 lang genug, um den Kehlkopf des Patienten zu erreichen, während er schmal genug ist, um eine klare Sicht auf die Umgebung, insbesondere auf die Stimmbänder des Patienten, zu ermöglichen. Der schematisch dargestellte Spatel 108 ist beispielsweise 98 mm lang und an dem distalen Ende 14 mm breit. Die seitliche Tubusführungswand 126 erstreckt sich entlang der Hauptwandung 125 und verjüngt sich entlang der Haupterstreckungsrichtung und läuft zumindest im Wesentlichen spitz auf das distale Ende der Hauptwandung 125 zu. Ferner kann man erkennen, dass die seitliche Tubusführungswand 126 eine Stufe 135 in einem distalen Endbereich des Spatels 108 umfasst. Die Stufe 135 kann auch als Vorsprung 142 bezeichnet werden. Distal von der Stufe ist die seitliche Tubusführungswand 126 schmal, insbesondere schmaler als die übrige seitliche Tubusführungswand 126.
Die Oberfläche des Spatels 108 ist glatt, um eine einfache Reinigung und/oder Sterilisation zu ermöglichen. Der Spatel 108 ist über einen nicht näher gezeigten Befestigungsmechanismus lösbar mit dem Handgriff 118 verbindbar.
Das Laryngoskop 106 umfasst eine Bildgebungsvorrichtung 136, das Laryngoskop 106 ist folglich ein Videolaryngoskop. Die Bildgebungsvorrichtung 136 ist zumindest teilweise von dem Handgriff 1 18 aufgenommen. Weiterhin erstreckt sich die Bildgebungsvorrichtung 136 zumindest teilweise entlang der seitlichen Tubusführungswand 126. Die Bildgebungsvorrichtung 136 umfasst eine Kamera 137 die in einem distalen Endbereich des Spatels 108, insbesondere der seitlichen Tubusführungswand 126, angeordnet ist. Mittels Bildgebungsvorrichtung 136 und/oder der Kamera 137 kann eine anatomische Struktur, insbesondere der Kehlkopf, des Patienten abgebildet werden. Die Kamera 137 ist insbesondere im Bereich der Stufe 135 und/oder des Vorsprungs 142 angeordnet. Die Stufe 135 und/oder der Vorsprung 142 definiert eine Fläche, die in einem in dem Mundraum des Patienten eingeführten Zustand des Spatels 108 in Richtung des Kehlkopfes zeigt.
Das Intubationssystem 100 umfasst zudem einen Tubus 102 und ein Stilett 104, die beispielhaft schematisch in den Fig. 2 und 3 gezeigt sind. In beiden gezeigten Beispielen ist der Tubus 102 ein Endotrachealtubus. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf Endotrachealtubi beschränkt. In Fig. 2 ist der Tubus 102 schematisch dargestellt. Der Tubus 102 ist dazu eingerichtet, in die Luftröhre (Trachea) des Patienten eingeführt zu werden und einen ungehinderten Luftstrom in die Lunge, auch bei eingeschränkter Atmungsfähigkeit oder Bewusstlosigkeit, bereitzustellen ich. Der Tubus 102 ist röhrenförmig ausgebildet und ist aus Polyvinylchlorid (PVC) gefertigt. Grundsätzlich ist der Tubus in verschiedenen Größen erhältlich, um den individuellen Bedürfnissen des Patienten gerecht zu werden. An einem distalen Ende 113 des Tubus 102 umfasst der Tubus 102 eine Öffnung, durch die Luft in die Lunge gelangen einbringbar ist, und an einem proximalen Ende 115 ist der Tubus 102 dazu eingerichtet, an eine Beatmungsvorrichtung angeschlossen zu werden. Ferner umfasst der Tubus eine Blockmanschette 103 in einem Nahbereich des distalen Endes 113 und einen Ballon 105, der dazu eingerichtet ist, die Blockmanschette 103 mit Luft zu füllen, wenn der Tubus 102 in die Luftröhre des Patienten eingeführt ist. Vor dem Einführen des Tubus 102 ist die Blockmanschette 103 zumindest im Wesentlichen flach, sodass ein Außendurchmesser 146 des Tubus 102 zumindest im Wesentlichen unverändert ist.
Der Tubus 102 ist zumindest teilweise auf ein Stilett 104, insbesondere Videostilett 109, aufgeschoben. Alternativ ist in Fig. 3 gezeigt, dass der Tubus auf ein Stilett 104, das kein Videostilett ist, aufschiebbar ist. In Fig. 3 ist der gleiche Tubus 102 gezeigt, der mit einem gemäße weniger Merkmale unterschiedlichen Stilett 104 verwendet wird. Das Stilett 104 umfasst in beiden Fällen einen biegesteifen Schaft 111. Das Stilett 104 und das Videostilett 109, insbesondere der Schaft 111 , weist einen Außendurchmesser auf, der im Wesentlichem einem Innendurchmesser des Tubus 102 entspricht. Durch den Schaft 111 wird dem Tubus 102 eine Biegesteifigkeit verliehen, die das Einführen des Tubus 102 in die Luftröhre vereinfacht. Der Schaft 111 erstreckt sich entlang des gesamten Tubus 102. Das Videostilett 109 der Fig. 2 hat gegenüber dem Stilett 104 der Fig. 3 den Vorteil, dass insbesondere das Innere der Luftröhre in einem eingeführten Zustand abgebildet werden kann. Andere Arten von Stiletts sind ebenfalls vorsehbar und die beiden dargestellten Stiletts 104, 109 lediglich beispielhaft zu verstehen.
Um den Tubus 102 einzuführen, wird er durch den Mund des Patienten in die Luftröhre geschoben, während er auf das Stilett 104, 109 aufgeschoben ist. Das Laryngoskop 106 wird verwendet, um die Öffnung der Luftröhre sichtbar zu machen, damit der Tubus 102 genau positioniert werden kann. Das Stilett 104, 109 wird gemeinsam mit dem auf das Stilett 104, 109 aufgeschobenen Tubus 102 relativ zu dem Spatel 108 vorgeschoben. Nach dem Einführen in die Luftröhre wird das Stilett 104, 109 aus dem Tubus herausgezogen, um die Beatmung zu ermöglichen. Mit dem Ballon 105 wird die Blockmanschette 103 aufgeblasen, um den Tubus 102 beispielsweise in seiner Position in der Luftröhre zu halten.
Ferner umfasst das Laryngoskop 106, insbesondere der Spatel 108 und/oder die seitliche Tubusführungswand 126, und der Tubus 102 eine Tubusarretiervorrichtung 110. Die Tubusarretiervorrichtung 1 10 ist dazu eingerichtet, ein Zurückziehen des Tubus 102 relativ zu dem Spatel 108 zu verhindern, wenn das Stilett 104, 109 nach einem Vorschieben insbesondere in die Luftröhre aus dem Tubus 102 zurückgezogen wird. Das Zurückziehen des Stiletts 104 aus dem Tubus 102 ist insbesondere von einem einzelnen Benutzer zweihändig durchführbar. Der Benutzer kann mit einer Hand das Laryngoskop 106 greifen und mit der anderen Hand des Stilett 104, 109 aus dem Tubus zurückziehen. Der Benutzer muss den Tubus 102 währenddessen nicht halten. Durch die Tubusarretiervorrichtung 110 wird verhindert, dass sich der Tubus 102 relativ zu dem Spatel 108 bewegt und insbesondere der Tubus 102 in der Luftröhre verbleibt. In dem in den Fig. 1A bis 1 D, Fig. 2 und Fig. 3 dargestellten Fall bilden der Spatel 108 und der Tubus 102 gemeinsam die Tubusarretiervorrichtung 1 10 aus. In dem Zusammenhang bildet der Spatel 108 und/oder der Tubus 102 die Tubusarretiervorrichtung 1 10 zumindest teilweise aus. Die in diesen Figuren gezeigte Tubusarretiervorrichtung 1 10 kann jedoch auch von lediglich dem Tubus oder lediglich dem Spatel ausgebildet sein. Grundsätzlich können Merkmale der Tubusarretiervorrichtung 1 10 gleich sein.
Die spatelseitige Tubusarretiervorrichtung 1 10 kann eine gummierte, profilierte und/oder raue Oberfläche 160 umfassen. In den Fig. 1A bis 1 D dargestellt umfasst die Tubusarretiervorrichtung 110 eine gummierte Oberfläche 160. Die Tubusarretiervorrichtung 1 10 erstreckt sich über etwa 50 % der Länge des Spatels 108 in einem mittleren Abschnitt des Spatels 108. Zudem ist zu erkennen, dass die Tubusarretiervorrichtung 1 10 einseitig ausgeführt ist. Das heißt, dass die Tubusarretiervorrichtung 1 10 lediglich von einer Seite des Spatels 108 aus mit dem Tubus 102 wechselwirkt und/oder lediglich der Tubus 102 einseitig durch die Tubusarretiervorrichtung 1 10 beansprucht wird. Insbesondere ist zu sehen, dass die Tubusarretiervorrichtung 1 10 an der seitlichen Tubusführungswand 126 angeordnet ist und sich über 50 % der Länge der Tubusführungswand 126 insbesondere in die Haupterstreckungsrichtung des Spatels 108 erstreckt. Der Tubus 102 wird entlang der Haupterstreckungsrichtung des Spatels 108 geführt. Daher erstreckt sich die Tubusarretiervorrichtung 1 10 entlang der Führungsrichtung des Tubus 102 bei dem Einführen des Tubus 102 in die Luftröhre des Patienten. In dem dargestellten Fall ist die Tubusarretiervorrichtung 110, insbesondere die Oberfläche 160, permanent an dem Spatel 108 vorgesehen. In anderen Fällen kann die Tubusarretiervorrichtung 110, insbesondere die Oberfläche 160, modular und wahlweise an dem Spatel 108 befestigbar und von dem Spatel 108 abnehmbar ausgebildet sein. Beispielsweise kann die Tubusarretiervorrichtung 1 10 anklebbar sein und/oder anklippbar sein. Durch die Oberfläche 160 kann der Tubus 102 durch eine Reibung daran gehindert werden, sich bei dem Zurückziehen des Stiletts 104, 109 relativ zu dem Spatel 108 zurückzuziehen.
Alternativ oder zusätzlich kann die Tubusarretiervorrichtung 1 10 an dem Tubus angeordnet und/oder anordenbar sein. In dem dargestellten Fall ist die Tubusarretiervorrichtung 1 10 zusätzlich an dem Tubus 102 angeordnet. Es kann die Tubusarretiervorrichtung 1 10 jedoch auch lediglich an dem Tubus angeordnet sein. In Fig. 2 und Fig. 3 ist die Tubusarretiervorrichtung 110 als ein Band 127 dargestellt, das auf den Tubus 102 aufgeschoben ist. Das Band 127 umfasst an seiner Außenseite eine gummierte Oberfläche 160. Insbesondere ist das gesamte Band 127 aus Gummi gefertigt. Das Band 127 kann von dem Benutzer auf den Tubus 102 aufgeschoben werden, wenn der Benutzer eine Funktion der Tubusarretiervorrichtung 1 10 verbessern möchte. Beispielsweise kann es notwendig sein, das Band 127 vorzusehen, wenn der Patient blutet und/oder die Intubation schwierig ist. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der Tubus 102 gemeinsam mit dem aufgeschobenen Band 172 dem Benutzer, insbesondere in einer sterilen Verpackung, zur Verfügung gestellt wird. Das Band 127 ist in dem dargestellten Fall 30 mm lang und ist in einen Bereich proximal zu der Blockmanschette 103 angeordnet. Der Bereich erstreckt sich weiterhin von einem mittleren Bereich des Tubus 102 bis in einen distalen Bereich des Tubus 102. Die Tubusarretiervorrichtung 110 ist dazu eingerichtet, das Zurückziehen des Tubus 102 durch ein Beaufschlagen des Tubus 102 mit einer Reibkraft zu verhindern. Um das Zurückziehen des Tubus 102 relativ zu dem Spatel 108 zu verhindern, drückt der Benutzer beispielsweise den Tubus 102, insbesondere das Band 127, gegen die gummierte Oberfläche 160 des Spatels 108, während er das Stilett 104, 109 aus dem Tubus 102 zurückzieht. Der Tubus 102 ist durch die Tubusarretiervorrichtung wahlweise freigebbar, insbesondere indem der Benutzer den aufgebrachten Druck des Tubus 102 gegen den Spatel 108 und dadurch die Reibkraft variiert.
In den Fig. 4, 5A und 5B ist eine weitere Ausführungsform einer Tubusarretiervorrichtung 1010 gezeigt. Diese kann an dem Laryngoskop 106 und/oder einem Tubus 1002 alternativ oder zusätzlich zu der Tubusarretiervorrichtung 1 10 vorgesehen sein. In der Fig. 4 ist der Tubus 1002 abschnittsweise mit einem tubusseitigen Teil der Tubusarretiervorrichtung 1010 schematisch gezeigt. In den Fig. 5A und 5B ist der Tubus 1002 und das Laryngoskop 106 in einer schematischen Ansicht von unten auf das Laryngoskop 106 gezeigt.
Der Tubus 1002 ist zumindest im Wesentlichen dem Tubus 102 ähnlich, weshalb bezüglich dessen Merkmale auf die obigen Ausführungen verwiesen werden kann. Im Unterschied umfasst der Tubus 1002 eine umfängliche Verbreiterung 148, die durch zumindest einen Teil der insbesondere spatelseitigen Tubusarretiervorrichtung 1010 hintergreifbar ist. Die umfängliche Verbreiterung 148 erstreckt sich vollumfänglich entlang der Längsrichtung des Tubus 1002, ist als ein Konus ausgebildet und umfasst einen Vorsprung, durch den eine Wirkfläche 149 zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Längsachse bereitgestellt wird. Die Wirkfläche ist dazu eingerichtet, mit dem Vorsprung 142 des Laryngoskops 106 wechselzuwirken. Die Verbreitung 148 ist auf den Tubus 1002 aufschiebbar und/oder kann durch den Tubus 1002 ausgebildet sein.
Das Laryngoskop 106 der Fig. 5A und 5B ist das Laryngoskop der Fig. 1A bis 1 D, wobei das Laryngoskop keine gummierte Oberfläche umfasst. Die seitliche Führungswand 126 umfasst den Vorsprung 142 in Form der Stufe 135. Alternativ oder zusätzlich kann der Vorsprung 142 beispielsweise an der Tubusführungswand 126 ausgebildet sein, wie ist in der Fig. 1 1 und der Fig. 12 gezeigt ist. In der Fig. 1 1 und der Fig. 12 ist der Vorsprung als Keil ausgebildet, der sich seitlich von der Tubusführungswand 126 in einen Bereich hinein erstreckt, in dem der Tubus 102 beim Einführen und/oder Zurückziehen geführt wird. Der Vorsprung 142 ist dazu eingerichtet, das Zurückziehen des Tubus 1002 durch ein Hintergreifen wenigstens eines Teils des Tubus 1002, insbesondere der Verbreiterung 148, zu verhindern. In dem gezeigten Fall ist der Vorsprung 142 dazu eingerichtet, mit der Wirkfläche 149 der Verbreiterung 148 wechselzuwirken, um das Zurückziehen zu verhindern. Der Tubus 1002 ist auf das Stilett 104 aufgeschoben. Nach dem Einführen in die Luftröhre bewegt der Benutzer das Stilett 104 und den Tubus 1002 seitlich, sodass bei dem Zurückziehen des Stiletts 104 aus dem Tubus 1002 die Wirkfläche 149 der Verbreiterung 148 gegen den Vorsprung 142 drückt. Während des Zurückziehens bringt der Benutzer kontinuierlich eine seitliche Kraft auf den Tubus 1002 auf, sodass der Tubus 1002 in dem hintergriffenen Zustand verbleibt. Der Vorsprung 142 der Tubusarretiervorrichtung 1010 kann alternativ oder zusätzlich zu der Stufe 135 vorgesehen sein (siehe beispielsweise Fig. 11 und/oder Fig. 12).
Alternativ zu der konusförmigen Verbreiterung 148 kann beispielsweise eine ringförmige Verbreiterung 148 an dem Tubus 1002 vorgesehen sein. Beispielsweise in den Fig. 6 und Fig. 7 ist der Tubus 1002 mit einer umfänglichen Verbreiterung 148 dargestellt, die als ein Ring ausgebildet ist. Zumindest im Wesentlichen haben verschiedene Ausführungsformen an Verbreiterungen 148 ähnliche Merkmale und unterscheiden sich kaum in der Funktion. Der Vorsprung 142 des Laryngoskops 106 kann ebenso die ringförmige umfängliche Verbreiterung 148 hintergreifen.
Die Fig. 6 und 7 zeigen eine schematische Darstellung eines Intubationssystems 2000 in einer Ansicht von unten auf eine Tubusarretiervorrichtung 2010 und in einer schematischen Schnittansicht von einer proximalen Seite aus. Eine seitliche Tubusführungswand 2026 bildet einen Vorsprung 2042 aus, der dazu eingerichtet ist, einen Teil des Tubus 1002, insbesondere die Verbreiterung 148, zu hintergreifen. Zudem umfasst die Tubusarretiervorrichtung 2010 ein Gegenhalteelement 144, das dazu eingerichtet ist, das Zurückziehen des Tubus 1002 durch ein Hintergreifen eines Teils des Tubus 1002, insbesondere der Verbreiterung 148, zu verhindern. Das Gegenhalteelement 144 ist als ein Stift 2044 ausgebildet, der sich zumindest im Wesentlichen senkrecht von einer Hauptwandung 2025 eines Spatels 2008 zumindest im Wesentlichen parallel zu der Tubusführungswand 2026 erstreckt. Insbesondere ist der Stift 2044 in einer der Längsrichtung des Tubus 1002 senkrechten Ebene gemeinsam mit dem Vorsprung 2042 derart angeordnet, dass der Stift 2044 die Verbreiterung 148 hintergreift, wenn der Vorsprung 2042 die Verbreiterung 148 hintergreift. Das Gegenhalteelement 144, insbesondere der Stift 2044, ist um einen Abstand von dem Vorsprung 2042 beabstandet, der zumindest im Wesentlichen einem Außendurchmesser 2046 des Tubus 1002 entspricht. Der Tubus 1002 kann proximal von dem Vorsprung 2042 derart entlang der Tubusführungswand 2026 geführt werden, dass eine Seite des Tubus 1002 die Tubusführungswand 2026 berührt. Distal von dem Vorsprung 2042 ist die Tubusführungswand 2026 durch den Vorsprung 2042, der stufenartig ausgebildet ist, von dem Tubus 1002 beabstandet. In dem Bereich des Vorsprungs 2042 ist der Stift 2044 derart von dem Vorsprung 2042 beabstandet, dass der Tubus 1002 den Stift 2044 und die Tubusführungswand 2026 berührt. Der Stift 2044 und der Vorsprung 2042 definieren derart eine Öffnung. Der Benutzer kann den Tubus 1002 zum Verhindern des Zurückziehens des Tubus 1002 mit der Verbreiterung 148 in die Öffnung hineinführen und das Stilett 104, 109 aus dem Tubus 1002 zurückziehen.
In der Fig. 8 ist eine schematische Ansicht von unten auf eine weitere Ausführungsform eines Intubationssystems 3000 gezeigt umfassend eine Tubusarretiervorrichtung 3010. Das Intubationssystem 3000 ist ähnlich dem Intubationssystem 100 ausgebildet. Daher wird vorrangig auf unterscheidende Merkmale eingegangen.
Die Tubusarretiervorrichtung 3010 umfasst ein drehbares Arretierelement 3128, das eine Führungsrolle 131 umfasst. Das Arretierelement 3128 ist um eine Drehachse 3130 drehbar, die in einem vorgeschobenen Zustand des Tubus 102 zumindest im Wesentlichen senkrecht zu einer Längsachse 132 des Tubus 102 in einem Bereich des Arretierelements 3128 angeordnet ist. Zudem weist das Arretierelement 3128 eine Sperrdrehrichtung und eine der Sperrdrehrichtung entgegengesetzte Freigabedrehrichtung auf. Das Arretierelement 3128 ist einseitig an der Tubusführungswand 126 angeordnet. Es umfasst eine Lagervorrichtung, mittels der die Führungsrolle 131 gelagert ist. Die Führungsrolle 131 ist von der Seitenwand 126 beabstandet angeordnet. Alternativ kann die Führungsrolle 131 in die Seitenwand 126 oder einen anderen Teil des Spatels 108 eingelassen angeordnet sein. Das Arretierelement 3128 ist in einem distalen Endbereich des Spatels 108 angeordnet. Der Benutzer kann den Tubus 102 gegen das Arretierelement 3128 drücken, wenn er das Stilett 104 aus dem Tubus 102 zurückzieht. Bei dem Zurückziehen wird die Führungsrolle 131 durch eine Reibkraft zwischen Tubus und Führungsrolle 131 in der Sperrdrehrichtung mit einer Kraft beaufschlagt. In der Sperrdrehrichtung dreht sich die Führungsrolle 131 nicht oder nur mit höherem Kraftaufwand als in der Freigabedrehrichtung. Dadurch wird das Zurückziehen des Tubus 102 beim Zurückziehen des Stiletts 104 verhindert. In der Freigabedrehrichtung dreht sich die Führungsrolle insbesondere beim Einführen des Tubus 102 entlang des Spatels 108.
In der Fig. 16 ist eine Weiterbildung des Intubationssystems 3000 in einer Schnittansicht von einer distalen Seite des Spatels 108 aus gezeigt. Die Tubusarretiervorrichtung 3010 umfasst eine weitere Führungsrolle 131 , die auf einer bezüglich des Tubus 102 gegenüberliegenden Seite angeordnet ist. Das heißt, eine Führungsrolle 131 ist auf einer Seite 122 und eine Führungsrolle ist auf einer der Seite 122 gegenüberliegenden Seite 124 des Tubus 102 angeordnet. Die Tubusarretiervorrichtung 3010 ist dazu eingerichtet, von den zwei gegenüberliegenden Seiten 122, 124 des Tubus 102 auf den Tubus 102 einzuwirken. Durch die zweite Führungsrolle 131 kann die Reibkraft zwischen Tubus 102 und Tubusarretiervorrichtung 3010 erhöht werden und zudem der Tubus 102 während des Einführens in die Luftröhre besser geführt werden. Die Führungsrollen 131 sind um einen Abstand voneinander beabstandet, der zumindest im Wesentlichen dem Außendurchmesser des Tubus 102 entspricht. In dem gezeigten Fall sind die Führungsrollen 131 seitlich, beziehungsweise lateral angeordnet. Alternativ oder zusätzlich können Führungsrollen 131 oben und unten, das heißt an der Hauptwandung 125 und der Hauptwandung 125 gegenüber angeordnet werden. Die Tubusarretiervorrichtung 3010 kann zudem tunnelartig ausgebildet sein und der Tubus 102 durch den ausgebildeten Tunnel geführt werden. Alternativ kann die Tubusarretiervorrichtung 3010 eine Öffnung definieren, in die der Tubus 102 derart einbringbar ist, dass die Führungsrollen 131 den Tubus führen, beziehungsweise zurückhalten können.
Ferner ist als Weiterentwicklung der Tubusarretiervorrichtung der Fig. 1 1 zusätzlich zu dem Vorsprung 142 eine Führungsrolle 131 vorsehbar, wie es in der Fig. 12 gezeigt ist. Generell kann eine Tubusarretiervorrichtung verschiedene Arretierelemente und/oder dergleichen umfassen. Wie in der Fig. 12 gezeigt, kann die Führungsrolle, die ähnlich der Führungsrolle der Fig. 8 ist, in der Hauptwandung 125 angeordnet, insbesondere eingelassen, sein. In der Fig. 12 ist die Führungsrolle 131 zumindest im Wesentlichen so breit wie der Tubus 102 und erstreckt sich mit der Breite senkrecht zu der Längsachse 132 des Tubus 102. Zudem ist die Führungsrolle 131 distal von dem Vorsprung 142 angeordnet.
In der Fig. 9 ist eine schematische Ansicht von unten auf eine weitere Ausführungsform eines Intubationssystems 4000 gezeigt umfassend eine Tubusarretiervorrichtung 4010. Das Intubationssystem 4000 ist ähnlich dem Intubationssystem 100 ausgebildet. Daher wird vorrangig auf unterscheidende Merkmale eingegangen.
Die Tubusarretiervorrichtung 4010 umfasst ein drehbares Arretierelement 4128, das eine Klemme 4134 umfasst. Die Klemme 4134 umfasst eine profilierte Oberfläche, mit Zacken schematisch dargestellt, die zum Wechselwirken mit dem Tubus 102 ausgebildet ist. Das Arretierelement 4128 ist um eine Drehachse 4130 drehbar, die in einem vorgeschobenen Zustand des Tubus 102 zumindest im Wesentlichen senkrecht zu einer Längsachse 132 des Tubus 102 in einem Bereich des Arretierelements 4128 angeordnet ist. Zudem weist das Arretierelement 4128 eine Sperrdrehrichtung und eine der Sperrdrehrichtung entgegengesetzte Freigabedrehrichtung auf. Die Klemme 4134 ist von der Führungswand 126 um einen Abstand beabstandet angeordnet. Der Tubus 102 kann zwischen der Klemme 4134 und der Führungswand 126 geführt werden. Wenn der Benutzer der Tubus 102 einführt (in Richtung des Pfeils), wird die Klemme in die Freigabedrehrichtung belastet und der Tubus 102 kann zumindest im Wesentlichen widerstandslos eingeführt werden. In die entgegengesetzte Richtung, insbesondere wenn das Stilett 104 aus dem Tubus 102 zurückgezogen wird, wird die Klemme 4134 durch den Tubus 102 in die Sperrdrehrichtung belastet. Die Klemme 4134 ist dazu eingerichtet, in der Sperrdrehrichtung insbesondere mit der profilierten Oberfläche in Richtung des Tubus 102 zu drehen. Die Klemme 4134 ist dazu eingerichtet, den Tubus zwischen die Klemme 4134 und die Führungswand 126 zu Klemmen, insbesondere wenn das Stilett 104 aus dem Tubus 102 zurückgezogen wird. Die Klemme 4134 klemmt den Tubus 102 insbesondere dadurch ein, da in der Sperrdrehrichtung eine Drehung der Klemme 4134 durch den Tubus 102 verhindert wird. Der Abstand zwischen zumindest eines Teils der Klemme 4134 und der Führungswand 126 würde ohne angeordneten Tubus 102 verringert werden können. Die Klemmkraft der Klemme 4134 kann durch das Zurückziehen des Stiletts 104 stetig ansteigen. Die Funktionsweise der Klemme 4134 ist ähnlich der einer Seilklemme insbesondere einer Seilklemme eines Segelboots. Beispielsweise können auch zwei Klemmen 4134 vorgesehen werden, die sich in der Sperrdrehrichtung aufeinander zubewegen. Alternativ oder zusätzlich zu der gezackten Oberfläche, die zum Wechselwirken mit dem Tubus 102 eingerichtet ist, kann beispielsweise eine gummierte Oberfläche vorgesehen sein.
In den Fig. 10A und 10B ist eine schematische Ansicht von unten (Fig. 10A) auf eine weitere Ausführungsform eines Intubationssystems 5000 und eine Schnittansicht des Intubationssystems 5000 von einer proximalen Seite aus (Fig. 10B) gezeigt umfassend eine Tubusarretiervorrichtung 5010. Das Intubationssystem 5000 ist ähnlich dem Intubationssystem 4000 ausgebildet. Daher wird vorrangig auf unterscheidende Merkmale eingegangen. Die Tubusarretiervorrichtung 5010 umfasst zusätzlich ein Spannelement 138, das an dem Arretierelement 5128, insbesondere der Klemme 5134, angeordnet ist und das Arretierelement 5128, insbesondere die Klemme 5134, vorspannt. Das Spannelement 138 ist eine Schenkelfeder 140. Ein Schenkel der Schenkelfeder 140 ist gegen eine Nase 5131 gespannt, die von dem Laryngoskop 106 ausgebildet ist. Die Nase 5131 erstreckt sich parallel zu der Drehachse 5130 des Arretierelements 5128. Die Schenkelfeder 140 ist mit ihrem Mittelabschnitt um die Drehachse 5130 des Arretierelements 5128 gewickelt und der zweite Schenkel der Schenkelfeder 140 gegen derart an dem Arretierelement 5128 angeordnet, dass die Schenkelfeder 140 das Arretierelement 5128 in die Sperrdrehrichtung drückt. Wenn der Tubus 102 zwischen dem Arretierelement 5128 und der Tubusführungswand 126 angeordnet ist, drückt die Schenkelfeder 140 das Arretierelement 5128 gegen den Tubus und spannt es dadurch vor. Folglich kann eine Klemmkraft erhöht werden, die das Zurückziehen des Tubus 102 relativ zu dem Spatel 108 verhindert.
Arretierelemente, insbesondere drehbare Arretierelemente, wie sie hierin beschrieben sind, können zusätzlich zu beispielsweise einem Vorsprung vorgesehen werden. In anderen nicht dargestellten Ausführungsformen kann ein Arretierelement dazu eingerichtet sein, den Tubus 102 derart gegen einen Vorsprung zu drücken, dass der Vorsprung zumindest einen Teil des Tubus 102 hintergreift.
In den Fig. 13 und 14 ist eine schematische Ansicht von unten (Fig. 13) auf eine weitere Ausführungsform eines Intubationssystems 6000 und eine Schnittansicht des Intubationssystems 6000 von einer distalen Seite (Fig. 14) aus gezeigt, umfassend eine Tubusarretiervorrichtung 6010. Das Intubationssystem 6000 ist ähnlich dem Intubationssystem 100 ausgebildet. Daher wird vorrangig auf unterscheidende Merkmale eingegangen.
Die Tubusarretiervorrichtung 6010 umfasst zumindest eine Klammer 162, in welche der Tubus 102 einhakbar ist. Insbesondere ist der Tubus 102 seitlich in die Klammer 162 einhakbar und seitlich aus der Klammer 162 aushakbar. Der Benutzer kann den Tubus 102 in die Klammer 162 einhaken, insbesondere indem er den Tubus seitlich bewegt. Die Klammer 162 umfasst ein Klammerelement 165, das an der seitlichen Tubusführungswand 126 angeordnet ist. Das Klammerelement 165 ist gebogen und erstreckt sich entlang der Biegung zumindest im Wesentlichen parallel zu der Hauptwandung 125. Die Klammer 162 ist dazu eingerichtet, den Tubus 102 mit einer Klammerkraft zu beaufschlagen. Der Tubus 102 ist derart mit der Klammerkraft beaufschlagbar, dass der Tubus 102 zwischen der Hauptwandung 125 und der Klammer 162 klemmbar ist. Das Klammerelement 165 und die Hauptwandung 125 definieren gemeinsam eine Öffnung 163, die sich seitlich öffnet und durch die der Tubus 102 seitlich einführbar ist, um den Tubus 102 einzuhaken. Die Klammer 162 definiert dadurch gemeinsam mit der Hauptwandung 125 und der Tubusführungswand 126 einen Klammerraum 161 , in den der Tubus 102 einbringbar ist, um den Tubus 102 zu klemmen. Das Klammerelement 165 kann biegbar sein. Insbesondere kann das Klammerelement 165 derart biegbar sein, dass der Klammerraum 161 in der Größe veränderbar ist. Beispielsweise kann der in der Fig. 14 ersichtliche Querschnitt des Klammerraums 161 kleiner sein als der Querschnitt des Tubus 102. Wenn der Tubus 102 seitlich durch die Öffnung 163 in die Klammer eingehakt wird, vergrößert sich der Querschnitt und der Tubus 102 wird durch das Klammerelement 165 mit einer Kraft beaufschlagt. Insbesondere drückt das Klammerelement 165 den Tubus gegen die Hauptwandung 125. Die Biegung des Klammerelements 165 kann zumindest im Wesentlichen dem Radius des Tubus entsprechen. Diesbezüglich kann die Klammer 162 rohreschellenartig und/oder wie eine seitlich geöffnete Rohrschelle ausgebildet sein.
In der Fig. 15 ist eine alternative Ausführungsform der Tubusarretiervorrichtung 6010 in einer Schnittansicht von einer distalen Seite aus gezeigt. Die Klammer 162 umfasst ein zweites Klammerelement 165. Der Tubus 102 kann derart eingehakt werden, dass die Klammerelemente 165 den Tubus 102 von zwei gegenüberliegenden Seiten des Tubus 102 klemmen. Die übrigen Merkmale, wie sie im Zusammenhang mit der Fig. 13 und 14 beschrieben wurden, können zumindest im Wesentlichen gleich sein.
In beiden alternativen Ausführungsformen ist der Tubus seitlich in die Klammer 162 einhakbar und seitlich aus der Klammer 162 aushakbar. Der Benutzer kann Tubus seitlich in die Klammer einhaken, wenn er das Stilett 104 aus dem Tubus 102 zurückzieht. Dadurch kann er das Stilett 104 zweihändig alleine zurückziehen. Nach dem Zurückziehen kann der Benutzer den Tubus 102 wahlweise freigeben, indem er den Tubus 102 seitlich aushakt. In diesem Zustand kann der Benutzer das Laryngoskop 106 aus dem Mundraum des Patienten entfernen, wobei der Tubus 102 in der Luftröhre verbleibt.
Die Klammer 162 kann an einer beliebigen vorteilhaften Position entlang der Haupterstreckungsrichtung des Spatels 108 angeordnet werden und/oder anordenbar sein. In den gezeigten Ausführungsformen ist die Klammer in einem distalen Endbereich des Spatels 108 angeordnet. In den Fig. 17A bis 18B ist eine weitere Ausführungsform eines Intubationssystems 7000 gezeigt. Der Spatel 108 und ein Tubus 7002 bilden gemeinsam eine Tubusarretiervorrichtung 7010 aus. In den Fig. 17A und 17B ist schematisch der Tubus 7002 für das Intubationssystem 7000 in einer Seitenansicht (Fig. 17A) und einer Draufsicht (Fig. 17B) gezeigt. In den Fig. 18A und 18B ist der Spatel 108 gezeigt, an dem ein spatelseitiger Teil der Tubusarretiervorrichtung 7010 angeordnet ist.
Der Tubus 7002, insbesondere die Tubusarretiervorrichtung 7010, umfasst mehrere Rastvorsprünge 154, insbesondere Rastzähne 156, die jeweils eine Sperrposition definieren und die entlang einer Längsachse 7022 des Tubus 7002 hintereinander angeordnet sind. In der Seitenansicht der Fig. 17A erkennt man, dass die Rastvorsprünge 154 zumindest im Wesentlichen in den Tubus 7002 eingelassen sind. Ferner sind die Rastvorsprünge 154, insbesondere die Rastzähne 156, derart ausgebildet, dass sie in eine Richtung entlang der Längsachse 7022 eine stete Steigung definieren und sich durch die Steigung zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Längsachse 7022 verbreitern. Insbesondere schließt die Steigung mit der Längsachse 7022 einen Winkel von etwa 20° bis 30° ein. Es versteht sich, dass dies beispielhaft zu verstehen ist und andere Winkel und/oder Geometrien ebenso vorsehbar sind. In die entgegengesetzte Richtung bilden die Rastvorsprünge 154, insbesondere Rastzähne 156, jeweils eine Anlagefläche 155 aus, die zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Längsachse 7022 angeordnet ist. Dadurch verjüngen sich die Rastvorsprünge 154, insbesondere Rastzähne 156, bezüglich der Längsachse 7022 insbesondere stufenartig. Die Rastvorsprünge 154, insbesondere Rastzähne 156, bilden derart entlang der Längsachse 7022 eine sägezahnartige Profilierung aus. Der Tubus 7002 ist in einem auf das Stilett 104 aufgeschobenen Zustand gezeigt. Der Pfeil zeigt die Richtung an, in die das Stilett 104 nach dem Einführen gezogen wird, um das Stilett 104 nach dem Vorschieben aus dem Tubus 7002 zurückzuziehen.
In den Fig. 18A und 18B erkennt man, dass an dem Spatel 108 ein Haltering 158 angebracht ist. Der Haltering 158 ist Teil der Tubusarretiervorrichtung 7010. Das Stilett 104 ist gemeinsam mit dem auf das Stilett 104 aufgeschobenen Tubus 7002 durch den Haltering 158 hindurch relativ zu dem Spatel 108 vorschiebbar. Insbesondere zum Einführen ist das Stilett 104 gemeinsam mit dem Tubus vorschiebbar. Der Haltering 158 weist einen Innendurchmesser auf, der zumindest im Wesentlichen größer ist als der Außendurchmesser des Tubus 7002. Zudem umfasst das Intubationssystem 7000 zumindest ein Rastelement 150, insbesondere eine Rastzunge 152. In dem vorliegenden Fall umfasst das Intubationssystem 7000 mehrere Rastelemente 150, insbesondere Rastzungen 152. Entlang des Innenumfangs des Halterings 158 sind beispielhaft fünf Rastzungen 152 angeordnet, die in die Öffnung des Halterings 158 hineinragen. Die radial innersten Punkte der Rastzungen 152 definieren einen Kreis mit einem Durchmesser, der kleiner ist als der Außendurchmesser des Tubus 7002. Wenn der Tubus 7002 bei dem Einführen durch den Haltering 158 vorgeschoben wird, verbiegen sich die Rastzungen 152 in die Richtung, in die der Tubus 7002 geschoben wird.
Die Rastzungen 152 können biegesymmetrisch ausgebildet sein. Das kann bedeuten, dass die Rastzungen 152 in die Vorschubrichtung des Tubus 7002 und in die entgegengesetzte Richtung zumindest im Wesentlichen eine gleiche Biegesteifigkeit aufweisen. In anderen Ausführungsformen können die Rastzungen 152 biegeasymmetrisch ausgebildet sein. Das kann bedeuten, dass die Rastzungen 152 in die Vorschubrichtung des Tubus 7002 eine andere Biegesteifigkeit aufweisen als in die entgegengesetzte Richtung. Insbesondere können die Rastzungen 152 in die Vorschubrichtung des Tubus 7002 eine geringere Biegesteifigkeit aufweisen. Ferner kann in die entgegengesetzte Richtung beispielsweise ein mechanischer Anschlag vorgesehen sein, der ein Biegen der Rastzungen 152 einschränkt und/oder verhindert. Der mechanische Anschlag kann beispielsweise an dem Haltering 158 vorgesehen sein (nicht dargestellt).
Das zumindest eine Rastelement 150, insbesondere die eine Rastzunge 152, ist durch Kraftbeaufschlagung in eine erste Richtung, insbesondere die Vorschubrichtung des Tubus 7002 beim Einführen, in eine Freigabeposition bewegbar. In der Freigabeposition gestattet das Rastelement 150 das Vorschieben des Stiletts 104 gemeinsam mit dem auf das Stilett 104 aufgeschobenen Tubus 7002 relativ zu dem Spatel 108. Durch Kraftbeaufschlagung in eine zweite Richtung, insbesondere beim Zurückziehen des Stiletts 104 aus dem Tubus 7002, ist das Rastelement 150, insbesondere die Rastzunge 152, in eine Sperrposition bewegbar. In der Sperrposition verhindert das Rastelement 150 das Zurückziehen des Tubus 7002 relativ zu dem Spatel 108. Insbesondere verhindert das Rastelement 150 das Zurückziehen des Tubus 7002 durch ein Hintergreifen zumindest eines der Rastvorsprünge 154. Beim Einführen wird der Tubus 7002 gemeinsam mit dem Stilett 104 durch den Haltering 158 geführt. Zumindest eine der Rastzungen 152 wechselwirkt dabei mit den insbesondere sägezahnförmig angeordneten Rastzähnen 156 des Tubus 7002. Die wechselwirkende Rastzunge 152 ist dazu eingerichtet, sich beim Einführen entlang der Steigung der Rastzähne 156 zu verbiegen. Das bedeutet, dass der durch die Rastzungen 152 definierte Kreis im Durchmesser vergrößert wird und der Tubus durch den Haltering 158 durchführbar ist. Das bedeutet, dass die Rastzunge 152 in der Freigabeposition ist. Die Rastzunge 152 ist dazu eingerichtet, gegen den Rastzahn 156 insbesondere radial zu drücken, wenn der Tubus 7002 eingeführt wird. In dem Bereich, in dem sich die Rastzähne 156 stufenartig verjüngen, biegt sich die Rastzunge 152 wieder zumindest im Wesentlichen in die ursprüngliche Ausrichtung, beziehungsweise Biegeposition. Indem die die Rastzunge 152 mit durch die Steigung des folgenden Rastzahns 156 gebogen wird, wird die Rastzunge wieder in die Freigabeposition bewegt. Wenn der Tubus 7002 in die entgegengesetzte Richtung bewegt wird, schlägt die Rastzunge 152 in der Sperrposition gegen eine der Anlageflächen 155 der Rastzähne 156. In der Sperrposition ist die Rastzunge 152 dadurch zumindest im Wesentlichen nicht verbiegbar. Lediglich unter einem höheren Kraftaufwand kann der Tubus 7002 in die entgegengesetzte Richtung bewegt werden. Der Kraftaufwand muss so groß sein, dass sich die Rastzunge 152 derart verbiegt, dass sie nicht mehr an der Anlagefläche 155 anliegt. Die Funktionsweise kann zumindest im Wesentlichen jener eines Kabelbinders ähnlich sein.
In den Fig. 19A bis 19C ist eine weitere Ausführungsform eines Intubationssystems 8000 gezeigt. Die Fig. 19A zeigt das Intubationssystems 8000 in einer schematischen perspektivischen Ansicht, die Fig. 19B in einer Ansicht von vorne und die Fig. 19C in einer Seitenansicht. Bezugnehmend auf alle drei Figuren erkennt man, dass das Intubationssystem 8000 ein Laryngoskop 8006 umfasst, das einen Handgriff 8018 und einen Spatel 8008 umfasst, wobei der Spatel 8008 an dem Handgriff 8018 angeordnet ist. Zudem umfasst das Intubationssystem 8000 eine Tubusarretiervorrichtung 8010, die dazu eingerichtet ist, ein Zurückziehen des Tubus 102 relativ zu dem Spatel 8008 zu verhindern, wenn das Stilett 104 nach dem Vorschieben aus dem Tubus 102 zurückgezogen wird. Der Tubus 102 ist ohne dem Stilett 104 dargestellt. Es versteht sich, dass jeder beliebige Tubus und/oder jedes beliebige Stilett Teil des Intubationssystems 8000 sein kann.
Die Tubusarretiervorrichtung 8010 weist ein Bedienelement 1 12 auf, mittels dessen ein Arretierzustand und/oder ein Freigabezustand für den Tubus 102 herstellbar ist. Der Arretierzustand wird durch ein Klemmen erreicht, insbesondere indem der Tubus 102 mit einer Klemmkraft beaufschlagt wird. Dazu weist das Bedienelement 1 12 einen Klemmabschnitt 1 14 auf, der dem Spatel 8008, insbesondere einer Unterseite einer Hauptwandung 8025 des Spatels 8008, gegenüberliegt. Die Unterseite ist die Seite eines Spatels, entlang derer bei herkömmlichen Spateln ein Tubus beim Einführen entlanggeführt wird. Der Tubus 102 ist zwischen dem Klemmabschnitt 1 14 und dem Spatel 8008 klemmbar. Insbesondere wirkt die Klemmkraft derart, dass der Tubus 102 gegen den Spatel 8008, insbesondere gegen die Unterseite der Hauptwandung 8025, gedrückt wird. Mittels einer Reibkraft kann derart das Zurückziehen des Tubus 102 durch ein Beaufschlagen des Tubus 102 verhindert werden. Die Klemmkraft ist unter Bezugnahme eines Reibungskoeffizienten zwischen Tubus 102 und Klemmabschnitt 1 14 und/oder Spatel 8008 in die Reibkraft überführbar.
Außerdem kann man erkennen, dass der Tubus 102 durch ein Bedienen des Bedienelements 1 12 mit der Klemmkraft beaufschlagbar ist. Dabei ist das Bedienelement 1 12 mittels einer Bedienkraft bedienbar, wobei die Bedienkraft in die Klemmkraft umsetzbar ist. Der Benutzer bringt die Bedienkraft auf, indem er an dem Bedienelement 1 12 zieht. Dadurch kann der Benutzer die Klemmkraft direkt steuern. Wird eine höhere Klemmwirkung benötigt, kann der Benutzer stärker an dem Bedienelement 1 12 ziehen. Das Bedienelement 1 12 umfasst dazu einen Hebel 1 16, der schwenkbar an dem Spatel 8008 angeordnet ist. Der Hebel 1 16 bildet den Klemmabschnitt 114 und einen Betätigungsabschnitt 120 aus. Der Hebel 116 ist insbesondere drehbar einer Schwenkachse 81 17 angeordnet, wodurch er schwenkbar ist. Die Schwenkachse 81 17 erstreckt sich senkrecht zu der Längsrichtung des Tubus 102, wenn der Tubus 102 eingeführt wird. Das bedeutet, dass sich die Schwenkachse 81 17 zumindest im Wesentlichen senkrecht zu einer Haupterstreckungsrichtung des Spatels 8008 erstreckt. Ferner ist die Schwenkachse 81 17 proximal zu dem Tubus 102 angeordnet, insbesondere näher zu dem Handgriff 8018. Zudem ist die Schwenkachse 81 17 in einem proximalen Drittel der Längserstreckung des Spatels 8008 angeordnet. Der Hebel 1 16, insbesondere der Klemmabschnitt 114 erstreckt sich distal von der Schwenkachse 8117 entlang des Spatels 8008. Zudem erstreckt sich der Hebel 1 16 in einem Nahbereich um die Schwenkachse 8117 seitlich von dem Spatel 8008. Der Hebel 1 16 weist distal davon einen zumindest im Wesentlichen rechtwinkligen Winkel abschnitt auf, der zumindest teilweise der Klemmabschnitt 1 14 ist. Der Tubus 102 ist in den rechtwinkligen Winkel abschnitt derart einlegbar, dass sich der Tubus 102 zwischen dem Hebel 1 16 und dem Spatel 8008 erstreckt.
Der Betätigungsabschnitt 120 erstreckt sich in die proximale Richtung von der Schwenkachse 8117 insbesondere in Richtung des Handgriffs 8018 und/oder zumindest teilweise entlang des Handgriffs 8018. Dadurch ist der Betätigungsabschnitt 120 derart in einem Nahbereich des Handgriffs 8018 angeordnet, dass der Benutzer den Betätigungsabschnitt 120 betätigen kann, während er den Handgriff 8018 greift. Mit betätigen ist in dieser Ausführungsform insbesondere ziehen gemeint. Wenn der Benutzer den Betätigungsabschnitt 1 12 in Richtung des Handgriffs 8018 zieht, klemmt er den Tubus 102 und/oder stellt den Arretierzustand her. Zieht er nicht oder mit einer relativ geringen Kraft, ist der Tubus bewegbar und/oder dadurch der Freigabezustand herstellbar. Der Betätigungsabschnitt 112 erstreckt sich lediglich entlang eines distalen Abschnitts des Handgriffs 8018. Wenn der Benutzer den Handgriff greift, befinden sich im Normalfall lediglich der kleine Finger und/oder der Ringfinger in dem Bereich des Betätigungsabschnitts 1 12. Zum Betätigen zieht der Benutzer den Hebel 1 16 mit dem kleinen Finger und/oder dem Ringfinger in Richtung des Handgriffs 8018.
In den Fig. 20A bis 20C ist eine weitere Variante des Intubationssystems 8000 gezeigt, weshalb vorrangig auf Unterschiede eingegangen wird. Einige Merkmale sind gleich, was anhand der zugeordneten Bezugszeichen erkennbar ist. Die Fig. 20A zeigt das Intubationssystems 8000 in einer schematischen perspektivischen Ansicht, die Fig. 20B in einer Ansicht von vorne und die Fig. 20C in einer Seitenansicht.
In dieser Variante ist bezüglich einiger Merkmale anderes Bedienelement 81 12, insbesondere Hebel 81 16, vorgesehen. Die Funktionsweise ist zumindest im Wesentlichen gleich wie die des Bedienelements 1 12. Der Hebel 8116 umfasst abermals einen Klemmabschnitt 81 14 und einen Betätigungsabschnitt 8120. Der Klemmabschnitt 81 14 ist sehr ähnlich dem Klemmabschnitt 114 ausgebildet. Der vorrangige Unterschied des Hebels 81 16 ist darin zu sehen, wie der Betätigungsabschnitt 8120 ausgebildet ist. Im Unterschied erstreckt sich der Hebel 81 16 zumindest entlang des gesamten Handgriffs 8018 und/oder zumindest teilweise proximal über diesen hinaus. Im Bereich und/oder im Nahbereich des Handgriffs 8018 weist der Hebel 81 16 eine Biegung aus, die derart ausgebildet ist, dass die Finger des Benutzers zwischen dem Hebel 81 12 und dem Handgriff 8018 angeordnet sind, wenn der Benutzer den Handgriff 8018 greift. Der Betätigungsabschnitt 8120 ist insbesondere dazu eingerichtet, mit dem Zeigefinger des Benutzers betätigt zu werden, wenn der Benutzer den Handgriff 8018 greift. Ferner ist der Hebel 81 16 derart von dem Handgriff 8018 beabstandet, dass ausreichend Platz für die Finger des Benutzers vorgesehen ist, wenn der Arretierzustand hergestellt ist. Der Benutzer kann auch den Hebel 81 16 gemeinsam mit dem Handgriff 8018 mit seiner Hand greifen und seine Hand derart schließen, dass der Betätigungsabschnitt 8120 zu dem Handgriff 8018 geschwenkt wird. Dadurch kann der Benutzer eine größere Bedienkraft aufbringen, die durch den Hebel 81 16 in die Klemmkraft umgesetzt wird. In den Fig. 21 A und 21 B ist eine schematische Ansicht von unten (Fig. 21 A) auf eine weitere Ausführungsform eines Intubationssystems 9000 und eine Schnittansicht von einer distalen Seite (Fig. 21 B) des Intubationssystems 9000 gezeigt, umfassend eine Tubusarretiervorrichtung 9010. Das Intubationssystem 9000 ist ähnlich dem Intubationssystem 100 ausgebildet. Daher wird vorrangig auf unterscheidende Merkmale eingegangen.
Die Tubusarretiervorrichtung 9010 umfasst eine Klemmfeder 164, die dazu eingerichtet ist, das Zurückziehen des Tubus 102 durch ein Klemmen zu verhindern. Die Klemmfeder 164 ist in der gezeigten Ausführungsform eine Blattfeder 166. Die Klemmfeder 164 ist dazu eingerichtet, für das Klemmen den Tubus 102 durch eine seitliche Kraftbeaufschlagung gegen die Tubusführungswand 126 zu drücken. An dem Spatel 108 sind zwei Montagelemente 9011 , in dem gezeigten Fall Montagestifte, derart angebracht, dass sie von der Unterseite des Spatels zumindest im Wesentlichen hinweg ragen. An der Unterseite kann der Tubus 102 insbesondere beim Einführen entlanggeführt werden. Die Blattfeder 166 ist an den Montageelementen 9011 angebracht und erstreckt sich zumindest im Wesentlichen zwischen den Montageelementen 9011. Die Blattfeder 164 bildet in dem Bereich zwischen den Montageelementen 9011 eine Führungsfläche 9013 aus. Die Führungsfläche 9013 erstreckt sich zumindest im Wesentlichen parallel zu der Tubusführungswand 126 und ist um einen Abstand von der Tubusführungswand 126 beabstandet. Der Abstand entspring zumindest im Wesentlichen dem Außendurchmesser 146 des Tubus, wenn, wie in dem dargestellten Fall, der Tubus zwischen der Tubusführungswand 126 und der Führungsfläche 9013 der Blattfeder 164 hindurchgeführt wird. Die Führungsfläche 9013 erstreckt sich über, wie in diesem Beispiel, 3 cm entlang der Längsachse des Tubus 102 und/oder kontaktiert den Tubus entlang der 3 cm. Die Blattfeder 164 ist senkrecht zu der Längsachse des Tubus 102 und/oder der Führungsfläche 9013 elastisch biegbar. In einem Zustand, in dem der Tubus 102 nicht zwischen der Blattfeder 164 und der Tubusführungswand 126 angeordnet ist, ist die Führungsfläche 9013 von der Tubusführungswand 126 um einen Abstand beabstandet, der geringer ist als der Außendurchmesser 146 des Tubus 102. Durch das Durchführen des Tubus 102 zwischen der Tubusführungswand 126 und der Blattfeder 164 wird die Blattfeder 164 insbesondere elastisch verformt. Der Tubus wird durch die dadurch entstehende Rückstellkraft gegen die Tubusführungswand 126 gedrückt und der Tubus 102 eingeklemmt. Der Benutzer kann den Tubus entlang der Längsrichtung zwischen die Blattfeder 164 und die Tubusführungswand 126 schieben, um den Tubus 102 einzuklemmen. Alternativ oder zusätzlich kann der Benutzer den Tubus von unten, also zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Längsrichtung des Tubus 102, zwischen die Blattfeder 164 und die Tubusführungswand 126 drücken. Der Benutzer kann im Falle einer relativ kleinen Rückstellkraft der Klemmfeder 164, den Tubus zwischen der Klemmfeder 164 und der Tubusführungswand 126 hindurchführen, während er den Tubus 102 einführt. Im Falle einer großen Rückstellkraft kann der Benutzer den
Tubus 102 nach dem Einführen zwischen die Klemmfeder 164 und die Tubusführungswand 126 klemmen. Die Rückstellkraft kann beispielsweise von mechanischen Eigenschaften der Klemmfeder 164, dem Außendurchmesser 146 des Tubus 102 und/oder dem Abstand zwischen der Klemmfeder 164 und der Tubusführungswand 126 abhängen.
Alle hierin beschriebenen Intubationssysteme 100, 1000, 2000, 3000, 4000, 5000, 6000, 7000, 8000, 9000 sind derart ausgebildet, dass das Zurückziehen eines Stiletts aus einem Tubus von einem einzelnen Benutzer zweihändig durchführbar ist.
Bezugszeichenliste
100 Intubationssystem
102 Tubus
103 Blockmanschette
104 Stilett
105 Ballon
106 Laryngoskop
107 Bildgebungsvorrichtung
108 Spatel
109 Videostilett
110 Tubusarretiervorrichtung
111 Schaft
112 Bedienelement
113 distales Ende
114 Klemmabschnitt
115 proximales Ende
116 Hebel
118 Handgriff
120 Betätigungsabschnitt
122 Seite
124 Seite
125 Hauptwandung
126 Tubusführungswand
127 Band
131 Führungsrolle
132 Längsachse
135 Stufe
136 Bildgebungsvorrichtung
137 Kamera
138 Spannelement
140 Schenkelfeder
142 Vorsprung
144 Gegenhalteelement
146 Außendurchmesser
148 Verbreiterung
149 Wirkfläche
150 Rastelement 152 Rastzunge
154 Rastvorsprung
155 Anlagefläche
156 Rastzahn
158 Haltering
160 Oberfläche
161 Klammerraum
162 Klammer
163 Öffnung
164 Klemmfeder
165 Klammerelement
166 Blattfeder
1000 Intubationssystem
1002 Tubus
1010 Tubusarretiervorrichtung
2000 Intubationssystem
2008 Spatel
2010 Tubusarretiervorrichtung
2025 Hauptwandung
2026 Tubusführungswand
2042 Vorsprung
2044 Stift
2046 Außendurchmesser
3000 Intubationssystem
3010 Tubusarretiervorrichtung
3128 Arretierelement
3130 Drehachse
4000 Intubationssystem
4010 Tubusarretiervorrichtung
4128 Arretierelement
4130 Drehachse
4134 Klemme
5000 Intubationssystem
5010 Tubusarretiervorrichtung
5128 Arretierelement
5130 Drehachse
5131 Nase
5134 Klemme 6000 Intubationssystem
6010 Tubusarretiervorrichtung
7000 Intubationssystem
7002 Tubus
7010 Tubusarretiervorrichtung
7022 Längsachse
8000 Intubationssystem
8006 Laryngoskop
8008 Spatel
8010 Tubusarretiervorrichtung
8018 Handgriff
8025 Hauptwandung
8112 Bedienelement
8114 Klemmabschnitt
8116 Hebel
8117 Schwenkachse
8120 Betätigungsabschnitt
9000 Intubationssystem
9010 Tubusarretiervorrichtung
9011 Montageelement
9013 Führungsfläche

Claims

Ansprüche
1. Intubationssystem (100, 1000, 2000, 3000, 4000, 5000, 6000, 7000, 8000, 9000), umfassend: einen Tubus (102, 1002, 7002); ein Stilett (104), wobei der Tubus (102, 1002, 7002) auf das Stilett (104) zumindest teilweise aufschiebbar ist; ein Laryngoskop (106, 8006), umfassend einen Spatel (108, 2008, 8008), wobei zu einem Einführen das Stilett (104) gemeinsam mit dem auf das Stilett (104) aufgeschobenen Tubus (102, 1002, 7002) relativ zu dem Spatel (108, 2008, 8008) vorschiebbar ist, und wobei das Stilett (104) nach dem Einführen aus dem Tubus (102, 1002, 7002) herausziehbar ist; und eine Tubusarretiervorrichtung (1 10, 1010, 2010, 3010, 4010, 5010, 6010, 7010, 8010, 9010), die dazu eingerichtet ist, ein Zurückziehen des Tubus (102, 1002, 7002) relativ zu dem Spatel (108, 2008, 8008) zu verhindern, wenn das Stilett (104) nach dem Verschieben aus dem Tubus (102, 1002, 7002) zurückgezogen wird.
2. Intubationssystem (100, 1000, 2000, 3000, 4000, 5000, 6000, 7000, 8000, 9000) nach Anspruch 1 , wobei das Stilett (104) ein Videostilett (109), insbesondere ein Endoskop, ist, das einen zumindest im Wesentlichen biegesteifen Schaft (1 1 1 ) umfasst, wobei der Tubus (102, 1002, 7002) auf den Schaft (11 1 ) aufschiebbar ist.
3. Intubationssystem (100, 1000, 2000, 3000, 4000) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Tubusarretiervorrichtung (1 10, 1010, 2010, 3010, 4010, 5010, 6010,
7010, 8010, 9010) modular und wahlweise an dem Spatel (108, 2008, 8008) befestigbar und von dem Spatel (108, 2008, 8008) abnehmbar ausgebildet ist.
4. Intubationssystem (100, 1000, 2000, 3000, 4000, 5000, 6000, 7000, 8000, 9000) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Spatel (108, 2008, 8008) und/oder der Tubus (102, 1002, 7002) die Tubusarretiervorrichtung (110, 1010, 2010, 3010, 4010, 5010, 6010, 7010, 8010, 9010) zumindest teilweise ausbildet.
5. Intubationssystem (100, 1000, 2000, 3000, 4000, 7000) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Spatel (108, 2008) und der Tubus (102) gemeinsam die Tubusarretiervorrichtung (1 10, 1010, 2010, 3010, 4010, 7010) ausbilden.
6. Intubationssystem (100, 1000, 2000, 3000, 4000, 5000, 6000, 7000, 8000, 9000) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Tubus (102, 1002) durch die Tubusarretiervorrichtung (110, 1010, 2010, 3010, 4010, 5010, 6010, 7010, 8010, 9010) wahlweise freigebbar ist.
7. Intubationssystem (8000) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Tubusarretiervorrichtung (8010) zumindest ein Bedienelement (112, 8112) aufweist, mittels dessen ein Arretierzustand und/oder ein Freigabezustand für den Tubus (102) herstellbar ist.
8. Intubationssystem (8000) nach Anspruch 7, wobei der Tubus (102) durch ein Bedienen des Bedienelements (112, 8112) mit einer Klemmkraft beaufschlagbar ist.
9. Intubationssystem (8000) nach Anspruch 8, wobei das Bedienelement (112, 8112) einen Klemmabschnitt (114, 8114) aufweist, der dem Spatel (8008) gegenüberliegt, sodass der Tubus (102) zwischen dem Klemmabschnitt (114, 8114) und dem Spatel (8008) klemmbar ist.
10. Intubationssystem (8000) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei das Bedienelement (112, 8112) mittels einer Bedienkraft bedienbar ist, wobei die Bedienkraft in die Klemmkraft umsetzbar ist.
11. Intubationssystem (8000) nach einem der Ansprüche 7 bis 10, wobei das Bedienelement (112, 8112) einen Hebel (116, 8116) umfasst, der schwenkbar an dem Spatel (8008) angeordnet ist.
12. Intubationssystem (8000) nach einem der Ansprüche 7 bis 11 , wobei das Laryngoskop (8006) einen Handgriff (8018) umfasst, an dem der Spatel (8008) angeordnet ist, und wobei das Bedienelement (112, 8112) einen Betätigungsabschnitt (120, 8120) umfasst, der derart in einem Nahbereich des Handgriffs (8018) angeordnet ist, dass ein Benutzer den Betätigungsabschnitt (120, 8120) betätigen kann, während er den Handgriff (8018) greift.
13. Intubationssystem (8000) nach sämtlichen der Ansprüche 9 bis 12, wobei der Hebel (116, 8116) den Klemmabschnitt (114, 8114) und den
Betätigungsabschnitt (120, 8120) ausbildet.
14. Intubationssystem (100, 1000, 3000, 6000) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Tubusarretiervorrichtung (110, 3010) einseitig ausgeführt ist.
15. Intubationssystem (100, 2000, 3000, 4000, 5000, 6000, 7000, 8000, 9000) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Tubusarretiervorrichtung (110, 2010, 4010, 5010, 6010, 7010, 8010, 9010) dazu eingerichtet ist, von wenigstens zwei gegenüberliegenden Seiten (122, 124) des Tubus (102, 1002, 7002) auf den Tubus (102, 1002, 7002) einzuwirken.
16. Intubationssystem (100, 1000, 2000, 3000, 4000, 5000, 6000) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Spatel (108, 2008) eine seitliche Tubusführungswand (126, 2026) umfasst; und wobei die Tubusarretiervorrichtung (110, 1010, 2010, 3010, 4010, 5010, 6010) an der Tubusführungswand (126, 2026) angeordnet ist.
17. Intubationssystem (3000, 4000, 5000) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Tubusarretiervorrichtung (3010, 4010, 5010) zumindest ein drehbares Arretierelement (3128, 4128, 5128) umfasst.
18. Intubationssystem (3000, 4000, 5000) nach Anspruch 17, wobei das Arretierelement (3128, 4128, 5128) eine Sperrdrehrichtung und eine der Sperrdrehrichtung entgegengesetzte Freigabedrehrichtung aufweist.
19. Intubationssystem (3000, 4000, 5000) nach Anspruch 17 oder 18, wobei das Arretierelement (3128, 4128, 5128) um eine Drehachse (3130, 4130, 5130) drehbar ist, die in einem vorgeschobenen Zustand des Tubus (102) zumindest im Wesentlichen senkrecht zu einer Längsachse (132) des Tubus (102) in einem Bereich des Arretierelements (3128, 4128, 5128) angeordnet ist.
20. Intubationssystem (4000, 5000) nach einem der Ansprüche 17 bis 19, wobei das drehbare Arretierelement (4128, 5128) eine Klemme (4134, 5134) umfasst, die dazu eingerichtet ist, das Zurückziehen des Tubus (102) relativ zu dem Spatel (108) durch Einklemmen des Tubus (102) zu verhindern.
21. Intubationssystem (3000) nach einem der Ansprüche 17 bis 20, wobei das drehbare Arretierelement (3128) eine Führungsrolle (131 ) für den Tubus (102) umfasst.
22. Intubationssystem (5000) nach einem der Ansprüche 17 bis 21 , wobei die Tubusarretiervorrichtung (5010) ein Spannelement (138) umfasst, das an dem Arretierelement (5128) angeordnet ist und das Arretierelement (5128) vorspannt.
23. Intubationssystem (5000) nach Anspruch 22, wobei das Spannelement (138) eine Schenkelfeder (140) ist.
24. Intubationssystem (1000, 2000) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Tubusarretiervorrichtung (1010, 2010) zumindest einen Vorsprung
(142, 2042) umfasst, der dazu eingerichtet ist, das Zurückziehen des Tubus (1002) durch ein Hintergreifen wenigstens eines Teils des Tubus (1002) zu verhindern.
25. Intubationssystem (2000) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Tubusarretiervorrichtung (2010) ein Gegenhalteelement (144) umfasst, das dazu eingerichtet ist, das Zurückziehen des Tubus (1002) durch ein Hintergreifen wenigstens eines Teils des Tubus (1002) zu verhindern.
26. Intubationssystem (2000) zumindest nach Anspruch 24 und 25, wobei das Gegenhalteelement (144) von dem Vorsprung (2042) um einen Abstand beabstandet angeordnet ist, und wobei der Abstand zumindest im Wesentlichen einem Außendurchmesser (2046) des Tubus (1002) entspricht.
27. Intubationssystem (1000, 2000) zumindest nach Anspruch 24, wobei der Tubus (1002) eine umfängliche Verbreiterung (148) umfasst, und wobei die umfängliche Verbreiterung (148) durch zumindest einen Teil der
Tubusarretiervorrichtung (1010) hintergreifbar ist.
28. Intubationssystem (7000) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend zumindest ein Rastelement (150), insbesondere eine Rastzunge
(152), das durch Kraftbeaufschlagung in eine erste Richtung in eine Freigabeposition bewegbar ist, in welcher das Rastelement (150) das Vorschieben des Stiletts (104) gemeinsam mit dem auf das Stilett (104) aufgeschobenen Tubus (7002) relativ zu dem Spatel (108) gestattet, und das durch Kraftbeaufschlagung in eine zweite Richtung in eine Sperrposition bewegbar ist, in welcher das Rastelement (150) das Zurückziehen des Tubus (7002) relativ zu dem Spatel (108) verhindert.
29. Intubationssystem (7000) nach Anspruch 28, wobei die Tubusarretiervorrichtung (7010) mehrere Rastvorsprünge (154), insbesondere Rastzähne (156), umfasst, die jeweils eine Sperrposition definieren und die entlang einer Längsachse (7022) des Tubus (7002) hintereinander angeordnet sind, und wobei das Rastelement (150) dazu eingerichtet ist, das Zurückziehen des Tubus (7002) durch ein Hintergreifen zumindest eines der Rastvorsprünge (154) zu verhindern.
30. Intubationssystem (7000) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Tubusarretiervorrichtung (7010) einen Haltering (158) umfasst, der an dem Spatel (108) angebracht ist, wobei das Stilett (104) gemeinsam mit dem auf das Stilett (104) aufgeschobenen Tubus (7002) durch den Haltering (158) hindurch relativ zu dem Spatel (108) vorschiebbar ist.
31 . Intubationssystem (100, 1000, 2000, 3000, 4000, 5000, 6000, 8000, 9000) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Tubusarretiervorrichtung (1 10, 1010, 2010, 3010, 4010, 5010, 6010, 8010, 9010) dazu eingerichtet ist, das Zurückziehen des Tubus (102, 1002) durch ein Beaufschlagen des Tubus (102, 1002) mit einer Reibkraft zu verhindern.
32. Intubationssystem (100, 1000, 2000, 3000, 4000, 5000, 6000, 8000, 9000) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Tubusarretiervorrichtung (110, 1010, 2010, 3010, 4010, 5010, 6010, 8010, 9010) zumindest eine gummierte, profilierte und/oder raue Oberfläche (160) umfasst.
33. Intubationssystem (6000) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Tubusarretiervorrichtung (6010) zumindest eine Klammer (162) umfasst, in welche der Tubus (102) einhakbar ist.
34. Intubationssystem (6000) nach Anspruch 33, wobei der Tubus (102) seitlich in die Klammer (162) einhakbar und seitlich aus der Klammer (162) aushakbar ist.
35. Intubationssystem (9000) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Tubusarretiervorrichtung (9010) eine Klemmfeder (164) umfasst, die dazu eingerichtet ist, das Zurückziehen des Tubus (102) durch ein Klemmen zu verhindern.
36. Intubationssystem (9000) nach Anspruch 35, wobei der Spatel (108) eine seitliche Tubusführungswand (126) umfasst, und wobei die Klemmfeder (164) dazu eingerichtet ist, für das Klemmen den Tubus (102) durch eine seitliche Kraftbeaufschlagung gegen die Tubusführungswand (126) zu drücken.
37. Intubationssystem (9000) nach Anspruch 35 oder 36, wobei die Klemmfeder (164) eine Blattfeder (166) ist.
38. Intubationssystem (100, 1000, 2000, 3000, 4000, 5000, 6000, 7000, 8000, 9000) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Zurückziehen des Stiletts (104) aus dem Tubus (102, 1002, 7002) von einem einzelnen Benutzer zweihändig durchführbar ist.
39. Laryngoskop (106, 8006) für ein Intubationssystem (100, 1000, 2000, 3000, 4000, 5000, 6000, 7000, 8000, 9000) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
40. Tubus (102, 1002, 7002) für ein Intubationssystem (100, 1000, 2000, 3000, 4000, 5000, 6000, 7000, 8000, 9000) zumindest nach Anspruch 4.
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