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Die Erfindung betrifft ein Pyrolysegargerät mit einem Garraum der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art und ein Pyrolyseverfahren zur Reinigung eines Garraums.
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Derartige Pyrolysegargeräte mit einem Garraum und Pyrolyseverfahren zur Reinigung eines Garraums sind aus dem Stand der Technik bereits in einer Vielzahl von Ausführungsformen vorbekannt. Beispielsweise zeigt die Druckschrift
EP 2063184 B1 ein derartiges Gerät.
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Die bekannten Pyrolysegargeräte umfassen ein Gehäuse, einen in dem Gehäuse angeordneten und durch zwei Seitenwände, eine Rückwand, einen Garraumboden und eine Garraumdecke des Pyrolysegargeräts begrenzten Garraum, eine Garraumtür zum Verschließen einer Garraumöffnung des Garraums in einer Schließlage der Garraumtür und zum Zugriff auf den Garraum mittels der Garraumöffnung in einer Öffnungslage der Garraumtür und eine innerhalb oder unterhalb des Garraumbodens des Garraums angeordnete Unterhitzeheizvorrichtung zur Beheizung des Garraums während eines die zwei Seitenwände, die Rückwand, die Garraumdecke und den Garraumboden pyrolytisch reinigenden Pyrolysevorgangs.
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Der Erfindung stellt sich somit das Problem, ein Pyrolysegargerät mit einem Garraum und ein Pyrolyseverfahren zur Reinigung eines Garraums zu verbessern.
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Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch ein Pyrolysegargerät mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Unterhitzeheizvorrichtung derart ausgebildet und angeordnet ist, dass der Garraumboden während des Pyrolysevorgangs einerseits auf eine für eine pyrolytische Reinigung des Garraumbodens erforderliche Pyrolysetemperatur aufheizbar ist und andererseits eine Überschreitung einer im Vergleich zu der vorgenannten Pyrolysetemperatur niedrigeren Grenztemperatur einer in einem Zentrum des Garraums gemessenen Garraumtemperatur verhindert ist, wobei der Garraumboden eine dem Garraum zugewandte, glatte Emailoberfläche aufweist und die zwei Seitenwände und/oder die Rückwand und/oder die Garraumdecke eine dem Garraum zugewandte katalytische Oberfläche aufweisen/aufweist. Da die Unterhitzeheizvorrichtung innerhalb oder unterhalb des Garraumbodens angeordnet ist, befindet sich die Unterhitzeheizvorrichtung außerhalb des Garraums. Ferner wird dieses Problem durch ein Pyrolyseverfahren für ein Pyrolysegargerät mit den Merkmalen des Patentanspruchs 6 gelöst. Der Begriff "Pyrolysevorgang" ist dabei weit auszulegen und umfasst nicht lediglich den tatsächlichen pyrolytischen Reinigungsvorgang, sondern das gesamte Pyrolysereinigungsprogramm, insbesondere auch einen Aufheizabschnitt zur Erreichung der für eine pyrolytische Reinigung erforderlichen Oberflächentemperatur an der jeweiligen dem Garraum zugewandten Oberfläche der beiden Seitenwände, der Rückwand, der Garraumdecke und des Garraumbodens. Die Formulierung "aktiv" bedeutet bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Beheizung des Garraumbodens mittels eingeschalteter Unterhitzeheizvorrichtung. Entsprechend wird der Garraumboden hier bei eingeschalteter Unterhitzeheizvorrichtung einerseits lediglich abschnittsweise und gleichzeitig andererseits lediglich sukzessive aufgeheizt. Es wird also nicht der komplette Garraumboden auf einmal aufgeheizt, sondern der Garraumboden wird abschnittsweise nacheinander aufgeheizt. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
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Der mit der Erfindung erreichbare Vorteil besteht insbesondere darin, dass ein Pyrolysegargerät mit einem Garraum und ein Pyrolyseverfahren zur Reinigung eines Garraums verbessert sind. Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung des Pyrolysegargeräts mit einem Garraum und des Pyrolyseverfahrens zur Reinigung eines Garraums ist es möglich, die an der jeweiligen dem Garraum zugewandten Oberfläche herrschende Oberflächentemperatur entsprechend den unterschiedlichen Erfordernissen für eine ausreichende pyrolytische Reinigung dieser Oberflächen anzupassen. Entsprechend ist die während der Garvorgänge in dem Garraum von Verschmutzungen besonders betroffene Oberfläche des Garraumbodens auf eine im Vergleich zu einem Rest der vorgenannten Oberflächen höhere Oberflächentemperatur aufheizbar, während die Oberflächentemperatur der übrigen Oberflächen, die von der Verschmutzung während der Garvorgänge in dem Garraum wesentlich weniger betroffen sind, gleichzeitig auf einen im Vergleich zu dieser Oberflächentemperatur niedrigeren Temperaturwert begrenzt sind. Entsprechend ist der Energieaufwand zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Pyrolyseverfahrens, also die Durchführung des Pyrolysevorgangs bei dem erfindungsgemäßen Pyrolysegargerät, im Vergleich zu üblichen Pyrolysegargeräten mit Garraum wesentlich reduziert. Ferner ist dadurch die thermische und damit auch mechanische Beanspruchung des erfindungsgemäßen Pyrolysegargeräts deutlich reduzierbar, so dass einerseits eine Einhaltung von erforderlichen Front- und Nischentemperaturen bei dem erfindungsgemäßen Pyrolysegargerät im Vergleich zum Stand der Technik konstruktiv und fertigungstechnisch wesentlich einfacher ist. Andererseits sind auch die Anforderungen an die Temperaturbeständigkeit an eine Elektronik bei dem erfindungsgemäßen Pyrolysegargerät im Vergleich zu den üblichen Pyrolysegargeräten geringer. Der Begriff "glatt" dient bei dem erfindungsgemäßen Pyrolysegargerät insbesondere der Abgrenzung der als glatte Emailoberfläche ausgebildeten Oberfläche des Garraumbodens von der katalytischen Oberfläche der beiden Seitenwände und/oder der Rückwand und/oder der Garraumdecke. Entsprechend handelt es sich bei der vorgenannten glatten Emailoberfläche des Garraumbodens um keine katalytische Oberfläche. Zum einen ist Email, auch Emaille genannt, ein langlebiger Verbundwerkstoff, der für derartige Verwendungen sehr gut geeignet ist. Zum anderen hat die Ausbildung der zwei Seitenwände und/oder der Rückwand und/oder der Garraumdecke mit einer katalytischen Oberfläche den besonderen Vorteil, dass aufgrund der katalytischen Wirkung der jeweiligen Oberfläche diese Oberfläche zwecks pyrolytischer Reinigung dieser Oberfläche lediglich auf eine deutlich niedrigere Temperatur aufgeheizt werden muss. Im Vergleich zu einer nichtkatalytisch ausgebildeten Oberfläche kann die Oberflächentemperatur zur pyrolytischen Reinigung bei einer katalytischen Oberfläche etwa 150°C weniger betragen. Dies deshalb, weil durch die katalytische Oberfläche die Aktivierungsenergie für die Zersetzungsreaktionen herabgesetzt ist. Allerdings ist die Funktionalität von katalytischen Oberflächen, also katalytischen Schichten, begrenzt, so dass starke Verschmutzungen, zum Beispiel durch Fett, nicht rückstandlos beseitigbar sind.
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Ein weiterer Aspekt ist es, dass durch das bei der erfindungsgemäß durchgeführten thermischen Reinigung mit Einhalten einer geringeren Garraumtemperatur auch keine, sonst vorgeschriebene, Verriegelung der Garraumtür notwendig ist, was den Bedienkomfort erhöht und den Herstellungsaufwand senkt.
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Grundsätzlich ist das erfindungsgemäße Pyrolysegargerät nach Art, Funktionsweise, Material und Dimensionierung in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar. Beispielsweise kann das erfindungsgemäße Pyrolysegargerät als ein Haushaltsgerät oder als ein gewerbliches Gerät, also ein Pyrolysegargerät für den professionellen Einsatz, ausgebildet sein.
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Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Pyrolysegargeräts sieht vor, dass die Unterhitzeheizvorrichtung mindestens zwei voneinander unabhängig regelbare oder steuerbare Heizkreise aufweist, wobei mindestens einer der vorgenannten Heizkreise einem Abschnitt des Garraumbodens und mindestens ein anderer der vorgenannten Heizkreise einem von diesem Abschnitt verschiedenen weiteren Abschnitt des Garraumbodens zugeordnet ist, und wobei die vorgenannten Abschnitte jeweils zu einem Teil einer dem Garraum zugewandten Oberfläche des Garraumbodens korrespondieren. Auf diese Weise ist es auf konstruktiv, fertigungstechnisch und schaltungstechnisch sehr einfache Art möglich, die Garraumtemperatur in dem Garraumzentrum während des gesamten Pyrolysevorgangs sicher unterhalb der Grenztemperatur zu halten. Insbesondere ist es so möglich in lokalen Abschnitten des Garraumbodens die für die Pyrolyse notwendigen Oberflächentemperaturen zu erzeugen.
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Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Pyrolysegargeräts sieht vor, dass ein Innerer der Heizkreise einem inneren Abschnitt des Garraumbodens und ein Äußerer der Heizkreise einem den inneren Abschnitt zumindest teilweise umschließenden äußeren Abschnitt des Garraumbodens zugeordnet ist, bevorzugt, dass der innere und der äußere Heizkreis auf einer gemeinsamen Seite der Unterhitzeheizvorrichtung an eine gemeinsame Stromversorgung des Pyrolysegargeräts stromleitend angeschlossen sind. Hierdurch ist die Aufteilung der Unterhitzeheizvorrichtung in mindestens zwei voneinander unabhängig regelbare oder steuerbare Heizkreise auf konstruktiv und fertigungstechnisch besonders einfache Art und Weise möglich. Dies gilt insbesondere für die bevorzugte Ausführungsform dieser Weiterbildung.
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Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Pyrolysegargeräts sieht vor, dass das Pyrolysegargerät mindestens eine weitere Heizvorrichtung zur Beheizung des Garraums während des Pyrolysevorgangs aufweist, bevorzugt, dass die weitere Heizvorrichtung als eine an der Garraumdecke angeordnete Oberhitzeheizvorrichtung ausgebildet ist, besonders bevorzugt, dass die Oberhitzeheizvorrichtung als eine Strahlungsheizung ausgebildet ist. Auf diese Weise ist die Aufheizung des Garraums und damit der den Garraum begrenzenden Oberflächen der beiden Seitenwände, der Rückwand, der Garraumdecke und des Garraumbodens zur Erzielung der für eine pyrolytische Reinigung der Oberflächen jeweils erforderlichen Oberflächentemperatur beschleunigbar. Die bevorzugte Ausführungsform hat darüber hinaus den Vorteil, dass Oberhitzeheizvorrichtungen in Gargeräten mit Garräumen im Allgemeinen standardmäßig integriert sind. Ferner hat die besonders bevorzugte Ausführungsform den weiteren Vorteil, dass mittels der Strahlungsenergie der an der Garraumdecke angeordneten Oberhitzeheizvorrichtung eine Aufheizung insbesondere der Oberfläche des üblicherweise am stärksten verschmutzten Garraumbodens befördert ist. Selbstverständlich sind jedoch auch Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Pyrolysegargeräts denkbar, bei denen keine Oberhitzeheizvorrichtung oder gar lediglich eine Unterhitzeheizvorrichtung vorhanden ist.
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Ferner sieht eine andere besonders vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Pyrolysegargeräts vor, dass die katalytische Oberfläche der zwei Seitenwände und/oder der Rückwand und/oder der Garraumdecke als ein katalytisches Email ausgebildet ist. Email, auch Emaille genannt, ist ein langlebiger Verbundwerkstoff, der für derartige Verwendungen sehr gut geeignet ist..
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Analog zu dem erfindungsgemäßen Pyrolysegargerät ist auch das erfindungsgemäße Pyrolyseverfahren in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar.
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Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Pyrolyseverfahrens sieht vor, dass die vorgenannte Pyrolysetemperatur größer oder gleich 430°C und kleiner oder gleich 480°C beträgt, bevorzugt, dass die vorgenannte Pyrolysetemperatur 450°C beträgt. Diese Ausführungsform gibt für die lediglich abschnittsweise und gleichzeitig lediglich sukzessive Aufheizung des Garraumbodens einen entsprechend geeigneten Temperaturbereich an, während die bevorzugte Ausführungsform eine insbesonders bevorzugte Pyrolysetemperatur für die Oberfläche des Garraumbodens angibt.
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Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Pyrolyseverfahrens nach Anspruch 6 oder 7 sieht vor, dass während des Pyrolysevorgangs jeder Abschnitt des Garraumbodens lediglich einmal auf die für den Garraumboden erforderliche Pyrolysetemperatur aufgeheizt wird oder, dass während des Pyrolysevorgangs jeder Abschnitt des Garraumbodens mehrmals auf die für den Garraumboden erforderliche Pyrolysetemperatur aufgeheizt wird. Hierdurch ist gemäß der ersten Alternative dieser Weiterbildung eine schaltungstechnisch sehr einfache Ausführungsform des erfindungsgemäßen Pyrolyseverfahrens angegeben, während gemäß der zweiten Alternative eine insgesamt gleichmäßigere Aufheizung des Garraumbodens ermöglicht ist.
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Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Pyrolyseverfahrens sieht vor, dass während des Pyrolysevorgangs eine Grenztemperatur von 350°C nicht überschritten wird, bevorzugt, dass eine Grenztemperatur von 300°C nicht überschritten wird. Auf diese Weise ist die Garraumtemperatur in dem Garraumzentrum, trotz der für eine pyrolytische Reinigung erforderlichen höheren Pyrolysetemperatur des Garraumbodens, auf eine Temperatur begrenzt, bei der das erfindungsgemäße Pyrolysegargerät im Unterschied zu vergleichbaren Pyrolysegargeräten aus dem Stand der Technik wesentlich einfacher und damit kostengünstiger ausgebildet sein kann. Dies gilt insbesondere für die bevorzugte Ausführungsform dieser Weiterbildung. Siehe hierzu auch die diesbezüglichen Ausführungen am Anfang der Beschreibungseinleitung. Insbesondere wenn auf eine Verriegelung der Garraumtür verzichtet werden kann, weil mit der erfindungsgemäßen thermischen Reinigung das Einhalten einer geringeren Garraumtemperatur möglich ist.
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Eine andere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Pyrolyseverfahrens sieht vor, dass ein Gebläse des Pyrolysegargeräts zur Erzeugung einer Konvektion in dem Garraum während des Pyrolysevorgangs ausgeschaltet ist oder lediglich mit einer, im Vergleich zu allen anderen Programmen des Pyrolysegargeräts mit Gebläseunterstützung, niedrigeren Drehzahl betrieben wird. Üblicherweise weisen Gargeräte und auch Pyrolysegargeräte, zumindest zur Durchführung bestimmter Programme, ein Gebläse auf, mittels dem eine Konvektion in dem Garraum erzeugt wird. Mittels der vorliegenden Weiterbildung ist es nun möglich, trotz einer gewünschten oder unvermeidbaren Konvektion in dem Garraum, die konvektive Wärmeübertragung von dem Garraumboden in Richtung der beiden Seitenwände, der Rückwand und der Garraumdecke derart zu reduzieren, dass die beiden Seitenwände, die Rückwand und die Garraumdecke nicht in ungewünschter Weise über ein tolerierbares Maß konvektiv aufgeheizt werden.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Pyrolysegargeräts zur Durchführung des erfindungsgemäßen Pyrolyseverfahrens in einer Frontalansicht,
- Figur 2
- den Garraumboden des Ausführungsbeispiels mit der Unterhitzeheizvorrichtung in einer ersten transparenten Draufsicht,
- Figur 3
- den Garraumboden des Ausführungsbeispiels mit der Unterhitzeheizvorrichtung in einer zweiten transparenten Draufsicht und
- Figur 4
- ein Temperatur-Zeit-Diagramm während eines Pyrolysevorgangs mittels des Pyrolyseverfahrens gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel.
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In den Fig. 1 bis 3 ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Pyrolysegargeräts zur Durchführung des erfindungsgemäßen Pyrolyseverfahrens gemäß der Fig. 4 rein exemplarisch dargestellt.
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Das als Haushaltsbackofen ausgebildete Pyrolysegargerät 2 umfasst ein Gehäuse 4, einen in dem Gehäuse 4 angeordneten und durch zwei Seitenwände 6, eine Rückwand 8, einen Garraumboden 10 und eine Garraumdecke 12 des Pyrolysegargeräts 2 begrenzten Garraum 14, eine Garraumtür 16 zum Verschließen einer Garraumöffnung 18 des Garraums 14 in einer nicht dargestellten Schließlage der Garraumtür 16 und zum Zugriff auf den Garraum 14 mittels der Garraumöffnung 18 in einer in der Fig. 1 dargestellten Öffnungslage der Garraumtür 16 und eine unterhalb des Garraumbodens 10 des Garraums 14, also außerhalb des Garraums 14, angeordnete Unterhitzeheizvorrichtung 20 zur Beheizung des Garraums 14 während eines die zwei Seitenwände 6, die Rückwand 8, die Garraumdecke 12 und den Garraumboden 10 pyrolytisch reinigenden Pyrolysevorgangs. Der Pyrolysevorgang ist in dem Temperatur-Zeit-Diagramm der Fig. 4 näher dargestellt. Die Unterhitzeheizvorrichtung 20 ist in den Fig. 2 und 3 dargestellt.
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Erfindungsgemäß ist die Unterhitzeheizvorrichtung 20 derart ausgebildet und angeordnet, dass der Garraumboden 10 während des Pyrolysevorgangs einerseits auf eine für eine pyrolytische Reinigung des Garraumbodens 10 erforderliche Pyrolysetemperatur aufheizbar ist und andererseits eine Überschreitung einer im Vergleich zu der vorgenannten Pyrolysetemperatur niedrigeren Grenztemperatur einer in einem Zentrum des Garraums 14 gemessenen Garraumtemperatur verhindert ist, wobei der Garraumboden 10 eine dem Garraum 14 zugewandte, glatte Emailoberfläche aufweist und die zwei Seitenwände 6, die Rückwand 8 und die Garraumdecke 12 eine dem Garraum 14 zugewandte katalytische Oberfläche aufweisen.
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Die Unterhitzeheizvorrichtung 20 weist bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel zwei voneinander unabhängig regelbare oder steuerbare Heizkreise auf, wobei einer der Heizkreise einem Abschnitt des Garraumbodens 10 und ein anderer der Heizkreise einem von diesem Abschnitt verschiedenen weiteren Abschnitt des Garraumbodens 10 zugeordnet ist, und wobei die vorgenannten Abschnitte jeweils zu einem Teil einer dem Garraum 14 zugewandten Oberfläche des Garraumbodens 10 korrespondieren. Hierfür ist der als innerer Heizkreis 22 ausgebildete Heizkreis einem inneren Abschnitt 26 des Garraumbodens 10 und der als äußerer Heizkreis 24 ausgebildete Heizkreis einem den inneren Abschnitt 26 zumindest teilweise umschließenden äußeren Abschnitt 28 des Garraumbodens 10 zugeordnet, nämlich derart, dass der innere und der äußere Heizkreis 22, 24 auf einer gemeinsamen Seite der Unterhitzeheizvorrichtung 20 an eine gemeinsame Stromversorgung des Pyrolysegargeräts 2 stromleitend angeschlossen sind. Die Stromversorgung ist in den Fig. 2 und 3 in der jeweiligen Bildebene unten angeordnet; jedoch nicht explizit dargestellt. Die Heizkreise 22, 24 sind hier jeweils als Rohrheizkörper, nämlich als Heizschlangen, ausgebildet. Die außenliegende Anordnung der Unterhitzeheizvorrichtung 20 zur Beheizung des Garraums 14 während des Pyrolysevorgangs zur pyrolytischen Reinigung des Garraums 14, nämlich der beiden Seitenwände 6, der Rückwand 8, der Garraumdecke 12 und des Garraumbodens 10, ist aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung des Pyrolysegargeräts 2 sowie des Pyrolyseverfahrens zu dessen pyrolytischer Reinigung nicht nur möglich, sondern auch vorteilhaft. Siehe hierzu die nachfolgenden Ausführungen.
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Der Garraumboden 10 weist, wie oben bereits ausgeführt, eine dem Garraum 14 zugewandte, glatte Emailoberfläche auf, während die zwei Seitenwände 6, die Rückwand 8 und die Garraumdecke 12 jeweils eine dem Garraum 14 zugewandte katalytische Oberfläche aufweisen, wobei diese katalytischen Oberflächen jeweils als ein katalytisches Email ausgebildet sind. Hierfür sind die beiden Seitenwände 6, die Rückwand 8 und die Garraumdecke 12 auf der jeweils dem Garraum 14 zugewandten Oberfläche entsprechend mit einer nicht näher dargestellten katalytischen Emailschicht beschichtet. Die jeweilige Bildebene der Fig. 2 und 3 entspricht der dem Garraum 14 zugewandten Oberfläche des Garraumbodens 10. Die dem Garraum 14 zugewandte Oberfläche des Garraumbodens 10 ist nicht nur im Wesentlichen glatt, sondern als nicht katalytisch wirksame Oberfläche ausgebildet. Siehe hierzu auch die diesbezüglichen Ausführungen in der Beschreibungseinleitung, insbesondere hinsichtlich der funktionalen Beschränkungen von katalytisch wirksamen Oberflächen.
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Ferner weist das Pyrolysegargerät 2 mindestens eine weitere Heizvorrichtung zur Beheizung des Garraums 14 während des Pyrolysevorgangs auf, wobei die weitere Heizvorrichtung als eine an der Garraumdecke 12 angeordnete Oberhitzeheizvorrichtung ausgebildet ist, nämlich derart, dass die Oberhitzeheizvorrichtung als eine Strahlungsheizung 30 ausgebildet ist.
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Siehe die Fig. 1. Bei der Strahlungsheizung 30 handelt es sich, analog zu der Unterhitzeheizvorrichtung 20, um einen Rohrheizkörper, nämlich einen Schlangenheizkörper. Im Unterschied zu der Unterhitzeheizvorrichtung 20 ist die Strahlungsheizung 30 innerhalb des Garraums 14 angeordnet.
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Im Nachfolgenden werden die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Pyrolysegargeräts und das erfindungsgemäßen Pyrolyseverfahren gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel anhand der Fig. 1 bis 4 näher erläutert.
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Zwecks Durchführung des in der Fig. 4 dargestellten Pyrolyseverfahrens befindet sich die Garraumtür 16 in deren Schließlage, so dass die Garraumöffnung 18 und damit der Garraum 14 verschlossen ist. In dem Garraum 14 befindet sich kein Gargut. Zur pyrolytischen Reinigung des Garraums 14, nämlich der beiden Seitenwände 6, der Rückwand 8, des Garraumbodens 10 und der Garraumdecke 12, startet ein nicht dargestellter Benutzer des Pyrolysegargeräts 2 auf dem Fachmann an sich bekannte Art und Weise den Pyrolysevorgang, also das Pyrolyseprogramm. Die Garraumtür 16 kann nach dem Start des Pyrolysevorgangs zum Schutz des Benutzers auf dem Fachmann an sich bekannte Art und Weise verriegelt werden.
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Der Garraumboden 10 wird nun mittels der Unterhitzeheizvorrichtung 20 derart aufgeheizt, dass der Garraumboden 10 während des Pyrolysevorgangs einerseits auf eine für eine pyrolytische Reinigung des Garraumbodens 10 erforderliche Pyrolysetemperatur aufgeheizt wird und andererseits eine Überschreitung einer im Vergleich zu der vorgenannten Pyrolysetemperatur niedrigeren Grenztemperatur einer in einem Zentrum des Garraums 14 gemessenen Garraumtemperatur verhindert wird.
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Hierfür wird der Garraumboden 10 mittels der Unterhitzeheizvorrichtung 20 aktiv lediglich abschnittsweise und sukzessive auf die für den Garraumboden 10 erforderliche Pyrolysetemperatur aufgeheizt, wobei die vorgenannte Pyrolysetemperatur größer oder gleich 430°C und kleiner oder gleich 480°C beträgt. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel beträgt die vorgenannte Pyrolysetemperatur 450°C.
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Die vorgenannte Aufheizung des Garraumbodens 10, nämlich der dem Garraum 14 zugewandten Oberfläche des Garraumbodens 10, kann bei dem vorliegenden Pyrolysevorgang, also dem hier ausgewählten Pyrolyseprogramm, oder alternativ oder zusätzlich bei, sofern vorhanden, mindestens einem hierzu alternativen Pyrolyseprogramm, durch die Oberhitzeheizvorrichtung, nämlich der Strahlungsheizung 30, unterstützt werden.
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Wie aus dem Temperatur-Zeit-Diagramm der Fig. 4 ersichtlich ist, wird jeder Abschnitt 26, 28 des Garraumbodens 10 während des Pyrolysevorgangs lediglich einmal auf die für den Garraumboden 10 erforderliche Pyrolysetemperatur aufgeheizt. Selbstverständlich sind auch erfindungsgemäße Pyrolyseverfahren denkbar, bei denen während des Pyrolysevorgangs jeder Abschnitt des Garraumbodens mehrmals auf die für den Garraumboden erforderliche Pyrolysetemperatur aufgeheizt wird. Beispielsweise könnte das erfindungsgemäße Pyrolysegargerät über eine Mehrzahl von voneinander verschiedenen Pyrolyseverfahren zur pyrolytischen Reinigung des Garraums verfügen. Je nach den Erfordernissen des Einzelfalls, also beispielsweise je nach Verschmutzungsgrad des Garraums, könnte der Benutzer dann zwischen den einzelnen Pyrolyseverfahren auswählen. Entsprechend könnte der Benutzer bei einem geringeren Verschmutzungsgrad des Garraums das Pyrolyseverfahren gemäß der Fig. 4 auswählen, während der Benutzer bei einer stärkeren Verschmutzung des Garraums ein davon verschiedenes erfindungsgemäßes Pyrolyseverfahren auswählen könnte, bei dem dann während des Pyrolysevorgangs jeder Abschnitt des Garraumbodens mehrmals auf die für den Garraumboden erforderliche Pyrolysetemperatur aufgeheizt wird. Zum Beispiel könnte die aus der Fig. 4 ersichtliche abschnittsweise und sukzessive Aufheizung der voneinander verschiedenen Abschnitte des Garraumbodens hierfür mehrmals hintereinander weiderholt werden.
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Die vorgenannte und aus der Fig. 4 ersichtliche Aufheizung des Garraums 14 erfolgt hier derart, dass während des Pyrolysevorgangs eine Grenztemperatur von 350°C nicht überschritten wird. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Pyrolyseprogramm derart konzipiert, dass eine Grenztemperatur von 300°C nicht überschritten wird. Siehe hierzu die Fig. 4. Wie aus der Fig. 4 ersichtlich ist, ist der Pyrolysevorgang in drei Zeitabschnitte unterteilt, nämlich einem ersten Zeitabschnitt A zum erstmaligen Aufheizen des Garraums 14, einem sich zeitlich direkt an den ersten Zeitabschnitt A anschließenden zweiten Zeitabschnitt B zum Halten der in dem Zentrum des Garraums 14 gemessenen Garraumtemperatur von 300°C, und einem sich zeitlich direkt an den zweiten Zeitabschnitt B anschließenden dritten Zeitabschnitt C zum Abkühlen der in dem Zentrum des Garraums 14 gemessenen Garraumtemperatur auf eine derart niedrige Temperatur, dass eine Öffnung des Garraums 14, nämlich eine Überführung der Garraumtür 16 von deren Schließlage in deren Öffnungslage, wieder freigegeben und damit möglich ist. Siehe hierzu in der Fig. 4 die durchgezogene Linie, die in der Bildebene der Fig. 4 ganz unten dargestellt ist. Bei dieser in dem Zentrum des Garraums 14 gemessenen Garraumtemperatur von 300°C ist eine pyrolytische Reinigung der mit katalytischem Email beschichteten Oberflächen der beiden Seitenwände 6, der Rückwand 8 und der Garraumdecke 12 ermöglicht. In dem Zeitabschnitt A ist zunächst der äußere Heizkreis 24 eingeschaltet, so dass der äußere Abschnitt 28 des Garraumbodens 10, nämlich die dem Garraum 14 zugewandte Oberfläche des Garraumbodens 10, mittels des äußeren Heizkreises 24 aktiv beheizt und auf die Pyrolysetemperatur von 450°C aufgeheizt wird. Siehe auch die dazu korrespondierende Fig. 2. Danach wird diese Pyrolysetemperatur in dem äußeren Abschnitt 28 für eine vorher festgelegte Zeitspanne gehalten. Anschließend wird der äußere Heizkreis 24 derart angesteuert, dass die Temperatur des äußeren Abschnitts 28 von 450°C auf 300°C absinkt und bis zum Ende des zweiten Zeitabschnitts B bei 300°C gehalten wird. Siehe hierzu in der Fig. 4 die gestrichelte Linie, die in der Bildebene der Fig. 4 in dem ersten Zeitabschnitt A zuoberst angeordnet ist. Während der äußere Heizkreis 24 auf die oben erläuterte Weise derart angesteuert wird, dass die Temperatur des äußeren Abschnitts 28 von 450°C auf 300°C absinkt, wird zeitgleich der innere Heizkreis 22 derart angesteuert, dass die Temperatur des inneren Abschnitts 26 von 300°C auf die Pyrolysetemperatur von 450°C ansteigt. Siehe hierzu auch die dazu korrespondierende Fig. 3. Analog zu dem äußeren Heizkreis 24 wird der innere Heizkreis 22 nachfolgend derart angesteuert, dass die Temperatur des inneren Abschnitts 26 nach dem Erreichen von 450°C zunächst für eine vorher festgelegte Zeitspanne auf 450°C gehalten wird und zeitlich anschließend von 450°C auf die für das Öffnen der Garraumtür 16 erforderliche niedrigere Temperatur absinkt. Siehe hierzu in der Fig. 4 die punktgestrichelte Linie, die in dem ersten Zeitabschnitt A in der Bildebene der Fig. 4 zwischen der durchgezogenen Linie und der gestrichelten Linie verläuft. Somit gibt es hier ein erstes Zeitintervall I, in dem der äußere Abschnitt 28 mittels des äußeren Heizkreises 24 aktiv beheizt wird, und ein zweites Zeitintervall II, in dem der innere Abschnitt 26 mittels des inneren Heizkreises 22 aktiv beheizt wird. Insgesamt werden die beiden genannten Abschnitte 26, 28 des Garraumbodens 10, nämlich der dem Garraum 14 zugewandten Oberfläche des Garraumbodens 10, mittels der Unterhitzeheizvorrichtung 20 abschnittsweise und sukzessive aktiv beheizt, wobei jeder Heizkreis 22, 24 während dieses Pyrolysevorgangs lediglich ein einziges mal aktiv beheizt wird.
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Wie üblich weist das Pyrolysegargerät 2 ein hinter der den Garraum 14 begrenzenden Rückwand 8 ein nicht dargestelltes Gebläse, nämlich ein Umluftgebläse, auf. Hierfür ist in der Rückwand 8, die auch als sogenannte eingestellte Rückwand bezeichnet wird, etwa mittig ein als Lochkreis ausgebildetes Lochbild angeordnet. Siehe hierzu die Fig. 1. Dieses Gebläse des Pyrolysegargeräts 2 zur Erzeugung einer Konvektion in dem Garraum 14 ist bevorzugterweise während des Pyrolysevorgangs ausgeschaltet. Sofern dies aus bestimmten Gründen nicht möglich oder unerwünscht ist, wird dieses Gebläse hier während des Pyrolysevorgangs lediglich mit einer, im Vergleich zu allen anderen Programmen des Pyrolysegargeräts 2 mit Gebläseunterstützung, niedrigeren Drehzahl betrieben. Wie üblich ist das Umluftgebläse hier von einem ebenfalls nicht dargestellten Ringheizkörper umgeben, so dass das Pyrolysegargerät 2 hier neben der Strahlungsheizung 30 auch den vorgenannten Ringheizkörper als weitere Heizvorrichtung aufweist.
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Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung des Pyrolysegargeräts 2 mit dem Garraum 14 und des vorgenannten Pyrolyseverfahrens zur Reinigung des Garraums 14 ist es somit möglich, die an der jeweiligen dem Garraum 14 zugewandten Oberfläche der beiden Seitenwände 6, der Rückwand 8, des Garraumbodens 10 und der Garraumdecke 12 herrschende Oberflächentemperatur entsprechend den unterschiedlichen Erfordernissen für eine ausreichende pyrolytische Reinigung dieser Oberflächen anzupassen. Entsprechend ist die während der Garvorgänge in dem Garraum 14 von Verschmutzungen besonders betroffene Oberfläche des Garraumbodens 10 auf eine im Vergleich zu einem Rest der vorgenannten Oberflächen höhere Oberflächentemperatur aufheizbar, während die Oberflächentemperatur der übrigen Oberflächen, die von der Verschmutzung während der Garvorgänge in dem Garraum 14 wesentlich weniger betroffen sind, gleichzeitig auf einen im Vergleich zu dieser Oberflächentemperatur niedrigeren Temperaturwert begrenzt sind. Entsprechend ist der Energieaufwand zur Durchführung des Pyrolysevorgangs bei dem Pyrolysegargerät 2 im Vergleich zu üblichen Pyrolysegargeräten mit Garraum wesentlich reduziert. Ferner ist dadurch die thermische und damit auch mechanische Beanspruchung des Pyrolysegargeräts 2 deutlich reduzierbar, so dass einerseits eine Einhaltung von erforderlichen Front- und Nischentemperaturen bei dem Pyrolysegargerät 2 im Vergleich zum Stand der Technik konstruktiv und fertigungstechnisch wesentlich einfacher ist. Andererseits sind auch die Anforderungen an die Temperaturbeständigkeit an die Elektronik bei dem Pyrolysegargerät 2 im Vergleich zu den üblichen Pyrolysegargeräten geringer.
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Die Erfindung ist nicht auf das vorliegende Ausführungsbeispiel beschränkt. Siehe hierzu insbesondere die diesbezüglichen Ausführungen in der Beschreibungseinleitung wie auch die in dem konkreten Beschreibungsteil zur Erläuterung des konkreten Ausführungsbeispiels genannten optionalen und alternativen Merkmale der Erfindung.