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Die Erfindung betrifft eine Gargerätevorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Verfahren zu einem Betrieb einer Gargerätevorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 11.
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Aus dem Stand der Technik sind bereits Gargerätevorrichtungen und insbesondere Kochfelder bekannt, welche Sensoren aufweisen, welche insbesondere zu einer Erkennung von Schwingungen vorgesehen sind und deren Daten zu einer Bestimmung eines Zustands und/oder Fortschritt eines Garprozesses verarbeitet werden. Beispielsweise offenbart
EP 2590473 A1 eine Gargerätevorrichtung mit einer Sensoreinheit zur Erfassung von Schwingungen, welche bei Blasenbildung in einer Flüssigkeit innerhalb eines Gargeschirrs durch Aufheizen entstehen, wobei aus dem zeitlichen Verlauf der erfassten Daten ein Garzustand eines Garguts erkannt wird. Aus
EP 2765826 A1 ist eine mobile Messeinheit zur Ermittlung eines Garzustands einer in einem Gargefäß aufgenommenen Flüssigkeit bekannt, welche durch das Entstehen und Zerplatzen von Dampfblasen verursachte Geräusche mittels eines schwingungsempfindlichen Sensors erfasst. In
US 6236025 B1 und
US 6118107 A wird ein akustisches Sensorsystem für einen Kochbereich zur Erkennung von Geräuschen, welche beim Heizen und Kochen von Flüssigkeiten auftreten, offenbart. Aus
WO 21180555 A1 ist ein Haushaltsgerät, insbesondere ein Kochfeld, welches einen Beschleunigungssensor zur Erkennung einer Beschleunigung eines Abschnitts oder eines Referenzpunkts einer Platte des Haushaltsgeräts aufweist, bekannt. Diese Art einer Erkennung einer Beschleunigung ist dazu vorgesehen, eine Geste wie zum Beispiel ein Klopfen oder Tippen auf eine Oberfläche des Haushaltsgeräts zu einer Bedienung des Haushaltsgeräts zu erkennen.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere, aber nicht beschränkt darauf, darin, eine gattungsgemäße Vorrichtung mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich einer Sicherheit und eines Komforts bereitzustellen. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden können.
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Die Erfindung geht aus von einer Gargerätevorrichtung, insbesondere Kochfeldvorrichtung, mit einer Überkochvorhersageeinheit, welche zumindest eine erste Sensoreinheit zur Erkennung mechanischer Schwingungen aufweist.
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Es wird vorgeschlagen, dass die Überkochvorhersageeinheit zumindest eine zweite Sensoreinheit zur Erkennung akustischer Schwingungen aufweist.
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Durch eine derartige Ausgestaltung kann eine gattungsgemäße Gargerätevorrichtung mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich einer Sicherheit und eines Komforts bereitgestellt werden. Vorteilhaft können mechanische Schwingungen und akustische Schwingungen gleichzeitig erfasst werden. Besonders vorteilhaft können die von der ersten Sensoreinheit erfassten Daten mit den von der zweiten Sensoreinheit erfassten Daten verarbeitet werden und/oder Daten von nur einer Sensoreinheit können verarbeitet werden. Somit ergibt sich insbesondere eine vorteilhaft zuverlässige Erfassung von Schwingungen. Kostengünstige Sensoren zur Erfassung mechanischer Schwingungen eignen sich zur Erfassung von Schwingungen bis 1 kHz und kostengünstige Sensoren zur Erfassung akustischer Schwingungen, insbesondere Mikrofone, eignen sich zur Erfassung von Schwingungen im Frequenzbereich von 1 kHz bis 120 kHz. Somit kann durch eine derartige Ausgestaltung insbesondere eine Bandbreite einer Erfassung von Schwingungen vorteilhaft kostengünstig vergrößert werden. Mittels einer Kombination aus einer Sensoreinheit zur Erfassung mechanischer Schwingungen und einer Sensoreinheit zur Erfassung akustischer Schwingungen lassen sich vorteilhaft die Nachteile der jeweils anderen Sensoreinheit vermeiden. Ferner können vorteilhaft Daten von einer Sensoreinheit verarbeitet werden, falls die andere Sensoreinheit falsche oder keine Daten erfasst. Es kann insbesondere eine Redundanz bei einer Überkocherfassung bereitgestellt werden. Insbesondere ergibt sich somit eine vorteilhafte Fehlerbeständigkeit.
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Unter einer "Gargerätevorrichtung", vorteilhaft unter einer "Kochfeldvorrichtung", soll insbesondere zumindest ein Teil, insbesondere eine Unterbaugruppe eines Gargeräts, insbesondere eines Backofens, beispielsweise eines Induktionsbackofens, und vorteilhaft eines Kochfelds und besonders vorteilhaft eines Induktionskochfelds verstanden werden. Vorteilhaft handelt es sich bei einem die Gargerätevorrichtung aufweisenden Haushaltsgerät um ein Gargerät. Ein als Gargerät ausgebildetes Haushaltsgerät könnte beispielsweise ein Backofen und/oder eine Mikrowelle und/oder ein Dampfgargerät sein. Vorteilhaft ist ein als Gargerät ausgebildetes Haushaltsgerät ein Kochfeld und vorzugsweise ein Induktionskochfeld.
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Die Gargerätevorrichtung ist vorzugsweise dazu vorgesehen, vollständig im Inneren des Gargeräts angeordnet zu werden.
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Unter einer "Sensoreinheit" soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Einheit verstanden werden, die zumindest einen Sensor aufweist und die dazu vorgesehen ist, zumindest eine Kenngröße und/oder eine physikalische Eigenschaft aufzunehmen, wobei die Aufnahme aktiv, wie insbesondere durch Erzeugen und Aussenden eines elektrischen Messsignals, und/oder passiv, wie insbesondere durch eine Erfassung von Eigenschaftsänderungen eines Sensorbauteils, stattfinden kann. Die zumindest eine Sensoreinheit ist bevorzugt dazu vorgesehen, Schwingungen, insbesondere Schall, zu erfassen. Der zumindest eine Sensor ist beispielsweise als Beschleunigungssensor, Schwingungsmesser, Laservibrometer oder piezoelektrischer Sensor ausgebildet.
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Die erste Sensoreinheit und die zweite Sensoreinheit sind insbesondere unterschiedlich ausgebildet. Es sind verschiedene, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Ausgestaltungen der Sensoreinheiten denkbar. Die Sensoreinheiten können jeweils genau ein oder mehrere baugleich und/oder mehrere unterschiedlich ausgebildete Sensoren umfassen. Vorzugsweise umfassen die erste Sensoreinheit und die zweite Sensoreinheit jeweils unterschiedliche Sensoren. Bevorzugt weisen die erste Sensoreinheit und die zweite Sensoreinheit jeweils zumindest einen Sensor auf. Die Sensoreinheiten umfassen vorzugsweise zumindest eine, insbesondere kabelgebundene oder drahtlose, Datenschnittstelle zu einer Übersendung von Messdaten der Sensoreinheit an eine Steuer- oder Recheneinheit des Gargeräts. Die Sensoreinheiten umfassen zumindest eine, insbesondere kabelgebundene oder drahtlose, Leistungsschnittstelle zur Aufnahme von elektrischer Leistung von dem Gargerät. Die Datenschnittstelle und die Leistungsschnittstelle können separat voneinander oder ineinander integriert ausgebildet sein. Die Sensoreinheiten sind vorzugsweise dazu vorgesehen, Schwingungen von zumindest einem Strukturelement des Gargeräts, insbesondere von einer Aufstellplatte für ein Gargeschirr, zu erfassen.
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Unter einer "Überkochvorhersageeinheit" soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Einheit verstanden werden, die dazu vorgesehen ist, einen Garprozess zu überwachen und ein bevorstehendes Überkochen eines Garguts, insbesondere einer Flüssigkeit, zu erkennen. Die Überkochvorhersageeinheit ist vorzugsweise dazu vorgesehen, ein Überkochen und/oder ein bevorstehendes Überkochen anhand von Geräuschen, insbesondere anhand von Geräuschmustern, welche durch das Entstehen und Implodieren von Dampfblasen beim Erhitzen von Flüssigkeiten auftreten, zu erkennen. Diese Geräusche und insbesondere Geräuschmuster werden von der Überkochvorhersageeinheit vorzugsweise anhand von auftretenden Schwingungen in Festkörpern und Schallwellen in Gasen erkannt. Ferner wäre denkbar, dass die Überkochvorhersageeinheit Geräusche und Geräuschmuster anhand von in Flüssigkeiten auftretenden Schwingungen erkennt. Insbesondere kann die Überkochvorhersageeinheit anhand der erkannten Geräusche und/oder Geräuschmuster ein bevorstehendes Überkochen vorhersagen. Vorzugsweise bestimmt die Überkochvorhersageeinheit eine Wahrscheinlichkeit eines Überkochens, welche dann vorteilhaft an das Gargerät übermittelt wird. Besonders vorteilhaft wird eine Wahrscheinlichkeit eines Überkochens an einen Bediener des Gargeräts ausgegeben.
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Im vorliegenden Dokument dienen Zahlwörter, wie beispielsweise "erste/r/s/" und "zweite/r/s", welche bestimmten Begriffen vorangestellt sind, lediglich zu einer Unterscheidung von Verfahrensschritten und/oder Objekten und/oder einer Zuordnung zwischen Objekten untereinander und implizieren keine vorhandene Gesamtzahl und/oder Rangfolge der Objekte und/oder Verfahrensschritte. Insbesondere impliziert ein "zweites" Objekt und/oder Verfahrensschritt nicht zwangsläufig das Vorhandensein eines "ersten" Objekts und/oder Verfahrensschritts.
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Unter "vorgesehen" soll speziell programmiert, ausgelegt und/oder ausgestattet verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen ist, soll verstanden werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt.
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Weiter wird vorgeschlagen, dass die Überkochvorhersageeinheit dazu vorgesehen ist, zu einer Bestimmung eines Risikos eines Überkochens eines Garguts Daten der ersten Sensoreinheit und/oder der zweiten Sensoreinheit zu verarbeiten. Vorzugsweise ist die Überkochvorhersageeinheit dazu vorgesehen, zu einer Bestimmung eines Risikos eines Überkochens eines Garguts Daten der ersten Sensoreinheit und der zweiten Sensoreinheit, insbesondere zeitgleich, zu verarbeiten. Bevorzugt ist die Überkochvorhersageeinheit insbesondere dazu vorgesehen, die Daten der zweiten Sensoreinheit oder der ersten Sensoreinheit heranzuziehen, um die Daten der ersten Sensoreinheit oder der zweiten Sensoreinheit und/oder ein mittels der Daten der ersten Sensoreinheit oder der zweiten Sensoreinheit ermitteltes Risiko zu verifizieren. Es wäre jedoch auch denkbar, die Daten der ersten Sensoreinheit und der zweiten Sensoreinheit jeweils unabhängig voneinander zu einer Bestimmung eines Risikos eines Überkochens eines Garguts zu ermitteln. Dadurch können vorteilhaft durch das Entstehen und Implodieren von Dampfblasen hervorgerufene Festkörperschwingungen und/oder Schallwellen in Luft erkannt werden und ein bevorstehendes Überkochen festgestellt werden. Insbesondere kann eine vorteilhaft zuverlässige Bestimmung eines Risikos eines Überkochens durch insbesondere gleichzeitige Erfassung von Signalen von der ersten Sensoreinheit zur Erkennung mechanischer Schwingungen und der Sensoreinheit zur Erkennung akustischer Schwingungen bereitgestellt werden. Ferner können vorteilhaft Daten von nur einer Sensoreinheit verarbeitet werden, wenn die andere Sensoreinheit beispielsweise durch äußere Einflüsse keine oder fehlerhafte Daten erfasst, wie zum Beispiel, wenn die Sensoreinheit verschmutzt ist oder durch laute Umgebungsgeräusche gestört wird.
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Ferner wird vorgeschlagen, dass die Gargerätevorrichtung eine Recheneinheit aufweist, welche die Daten der ersten Sensoreinheit und/oder der zweiten Sensoreinheit zu einer Bestimmung eines Risikos eines Überkochens eines Garguts verarbeitet. Dadurch kann insbesondere eine Bestimmung eines Risikos eines Überkochens sehr schnell erfolgen, da eine Übertragung von Daten an insbesondere externe Recheneinheiten vermieden und somit eine Zeitersparnis erreicht werden kann. Insbesondere verarbeitet die Recheneinheit die Daten der ersten und der zweiten Sensoreinheit zu einer Bestimmung eines Risikos eines Überkochens mittels eines Programms, das dazu vorgesehen ist, für ein Überkochen charakteristische Geräusche zu erkennen. Bevorzugt ermittelt die Recheneinheit den Zeitpunkt eines Überkochens eines Garguts anhand eines zeitlichen Profils der erfassten Daten und bestimmt ein Risiko eines Überkochens zu jedem Zeitpunkt. Vorzugsweise bestimmt die Recheneinheit ein Risiko, indem eine Wahrscheinlichkeit, beispielsweise in Prozent, für ein Überkochen eines Garguts innerhalb einer festgelegten Zeit, insbesondere in einer nahen Zukunft, wie insbesondere in einem definierten, zukünftigen Zeitfenster, berechnet wird. Insbesondere erfolgt eine Ausgabe einer Warnung vor einem Überkochen über eine Ausgabeeinheit zu einem Zeitpunkt, wenn das Risiko eines Überkochens bevorzugt größer als 50%, besonders bevorzugt größer als 75%, besonders bevorzugt größer als 90% bevorzugt innerhalb der nächsten 30 Sekunden, besonders bevorzugt innerhalb der nächsten 20 Sekunden, besonders bevorzugt innerhalb der nächsten 10 Sekunden, ist. Unter einer "Recheneinheit" soll insbesondere eine Einheit mit einem Informationseingang, einer Informationsverarbeitung und einer Informationsausgabe verstanden werden. Vorteilhaft weist die Recheneinheit zumindest einen Prozessor, einen Speicher, Ein- und Ausgabemittel, weitere elektrische Bauteile, ein Betriebsprogramm, Regelroutinen, Steuerroutinen und/oder Berechnungsroutinen auf. Vorzugsweise sind die Bauteile der Recheneinheit auf einer gemeinsamen Platine angeordnet und/oder vorteilhaft in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet. Insbesondere ist die Recheneinheit eine dedizierte Recheneinheit der Überkochvorhersageeinheit. Alternativ wäre auch denkbar, dass die Recheneinheit von einer Hauptrecheneinheit der Gargerätevorrichtung gebildet wird, welche auch andere Rechenaufgaben übernimmt, insbesondere für einen regulären Betrieb.
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Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Gargerätevorrichtung zumindest eine Ausgabeeinheit aufweist, welche dazu vorgesehen ist, in zumindest einem Betriebszustand eine Warnung eines Risikos eines Überkochens eines Garguts auszugeben. Dadurch kann vorteilhaft eine Warnung eines Risikos eines Überkochens eines Garguts an einen Bediener ausgegeben werden und somit eine Sicherheit und ein Benutzerkomfort verbessert werden. Vorzugsweise ist die Ausgabeeinheit Teil einer Bedieneinheit des Gargeräts. Insbesondere ist die Ausgabeeinheit eine dedizierte Ausgabeeinheit der Überkochvorhersageeinheit. Vorteilhaft wird die Ausgabeeinheit von einer Ausgabeeinheit der Gargerätevorrichtung gebildet, welche auch andere Mitteilungen und/oder Betriebsparameter an einen Benutzer ausgibt. Die Ausgabeeinheit kann zu einer optischen und/oder akustischen Ausgabe an den Bediener vorgesehen sein. Vorteilhaft umfasst die Ausgabeeinheit ein Display. Das Display könnte ein Display mit beispielsweise einer Hintergrundbeleuchtung, insbesondere ein LC Display sein. Es wäre denkbar, dass die Ausgabeeinheit ein Leuchtmittel, beispielsweise eine LED, und/oder ein elektronisches Papier umfasst. Insbesondere kann eine Warnung als eine optische Warnung durch Aufblitzen eines Leuchtmittels, insbesondere einer LED, angezeigt werden. Vorzugsweise kann die Warnung eines Risikos eines Überkochens über ein mehrfarbiges Farbschema ausgegeben werden, wobei beispielsweise grün ein geringes Risiko, gelb ein mittleres Risiko und rot ein hohes Risiko bedeutet. Alternativ wäre denkbar, dass die Ausgabeeinheit einen Lautsprecher zur Ausgabe eines Warntons oder einer gesprochenen Nachricht aufweist. Bevorzugt umfasst die Ausgabeeinheit einen elektromechanischen, besonders bevorzugt einen piezoelektrischen Summer zur Ausgabe einer akustischen Warnung. Ferner ist denkbar, dass eine Warnung an ein externes Mobilgerät, beispielsweise ein Smartphone oder ein Tablet, gesendet und dort ausgegeben wird.
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Weiter wird vorgeschlagen, dass die erste Sensoreinheit der Überkochvorhersageinheit zumindest einen Beschleunigungssensor umfasst. Dadurch kann vorteilhaft eine Schwingung eines Festkörpers, bevorzugt einer Aufstellplatte, besonders bevorzugt einer Kochfeldplatte erfasst werden. Vorzugsweise umfasst die erste Sensoreinheit einen MEMS Beschleunigungssensor. Denkbar wäre auch, dass mechanische Schwingungen mit einem kapazitivem Beschleunigungssensor erfasst werden. Besonders bevorzugt erfasst ein piezoelektrischer Beschleunigungssensor die beim Aufheizen von Flüssigkeiten auftretenden mechanischen Schwingungen. Der Frequenzbereich des Beschleunigungssensors umfasst vorteilhaft Frequenzen zwischen 1 kHz und 10 kHz. Vorzugsweise befindet sich der Beschleunigungssensor an einer Unterseite einer Aufstellplatte, insbesondere an der Unterseite einer Kochfeldplatte. Bevorzugt befindet sich der Beschleunigungssensor außerhalb eines Heizbereichs einer Heizvorrichtung einer Kochfeldplatte, besonders bevorzugt befindet sich der Beschleunigungssensor in einem Randbereich einer Kochfeldplatte. In einer Ausführung als Backofen wäre denkbar, dass sich der Beschleunigungssensor vorteilhaft an einer Unterseite eines Backblechs befindet. Alternativ kann sich der Beschleunigungssensor an einer anderen, mit der Aufstellfläche verbundenen Oberfläche der Gargerätevorrichtung befinden.
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Vorzugsweise ist der Beschleunigungssensor mit einem Federelement zwischen die Aufstellplatte und einem Strukturelement eines Gargeräts derart eingeklemmt, dass die der Aufstellplatte zugewandte Oberfläche des Beschleunigungssensors und die Aufstellplatte voneinander beabstandet sind. Dadurch kann insbesondere verhindert werden, dass der Beschleunigungssensor durch heiße Temperaturen beschädigt wird.
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Bevorzugt ist der Beschleunigungssensor stoffschlüssig mit einem Festkörper der Gargeräteeinheit verbunden. Unter "stoffschlüssig" soll in diesem Zusammenhang insbesondere verstanden werden, dass der Beschleunigungssensor und der Festkörper durch atomare oder molekulare Kräfte zusammengehalten werden, wie beispielsweise beim Löten, Schweißen, Kleben und/oder Vulkanisieren. Dadurch kann der Beschleunigungssensor mechanische Schwingungen vorzugsweise einer Aufstellplatte, auf welcher sich ein Gargeschirr mit einem zu erhitzenden Gargut, vorzugsweise einer Flüssigkeit, befindet, erfassen.
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Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die zweite Sensoreinheit der Überkochvorhersageinheit zumindest ein Mikrofon umfasst. Dadurch können vorteilhaft Schallwellen erfasst werden, die durch das Entstehen und Implodieren von Dampfblasen beim Erhitzen von Flüssigkeiten auftreten, und in elektrische Signale umgewandelt werden. Vorteilhaft ist das Mikrofon in einem Abstand von mindestens 1 cm, besonders vorteilhaft von mindestens 2 cm, am vorteilhaftesten von höchstens 10 cm von einer Aufstellplatte für ein Gargerät, besonders vorteilhaft unterhalb der Aufstellplatte an einem Strukturelement des Gargeräts, angebracht. Bevorzugt erfasst das Mikrofon Schallwellen, die durch das Entstehen und Implodieren von Dampfblasen in der zu erhitzenden Flüssigkeit auftreten. Besonders bevorzugt werden ebenfalls Schallwellen erfasst, die durch Schwingungen von Festkörpern, insbesondere eines Gargeschirrs und/oder einer Aufstellplatte, auf der sich das Gargeschirr befindet, auf welche durch die entstehenden und implodierenden Dampfblasen in der Flüssigkeit Schall übertragen wird, an die Umgebung übertragen werden. Vorzugsweise ist das Mikrofon als ein dynamisches Mikrofon ausgebildet. Insbesondere kann das Mikrofon als ein Kondensatormikrofon ausgebildet sein. Alternativ sind weitere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Ausführungsformen eines Mikrofons zur Erfassung von Schallwellen denkbar. Der Frequenzbereich des Mikrofons umfasst insbesondere Frequenzen zwischen 0 und 120 kHz.
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Ferner wird vorgeschlagen, dass die Recheneinheit dazu vorgesehen ist, die Daten von der ersten Sensoreinheit und von der zweiten Sensoreinheit mittels eines Konsens-Algorithmus zur Bestimmung des Risikos des Überkochens eines Garguts zu verarbeiten. Dadurch kann vorteilhaft eine zuverlässige Bestimmung des Risikos eines Überkochens gewährleistet werden. Unter einem "Konsens-Algorithmus" soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein Algorithmus verstanden werden, welcher sicherstellt, dass keine fehlerhaften Daten zur weiteren Verarbeitung verwendet werden. Insbesondere bestimmt der Konsens-Algorithmus mittels einer Logik und/oder einer mathematischen Korrelation zwischen den eingegangenen Daten diejenigen Schwingungsdaten, welche für eine Vorhersage eines Risikos eines Überkochens verwendet werden. Dadurch wird insbesondere eine Sicherheit verbessert, da durch einen Konsens-Algorithmus eine größere Widerstandsfähigkeit und Robustheit gegen Fehler oder Ausfälle einzelner Sensoren bereitgestellt wird. Selbst bei Ausfall oder fehlerhaften Daten eines einzelnen Sensors kann ein Konsens-Algorithmus eine zuverlässige und korrekte Funktion gewährleisten.
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Darüber hinaus wird vorgeschlagen, dass die Überkochvorhersageeinheit dazu vorgesehen ist, Daten von der ersten Sensoreinheit und Daten von der weiteren Sensoreinheit zur Bestimmung eines Risikos eines Überkochens eines Garguts in ein neuronales Netzwerk einzuspeisen. Damit kann eine Sicherheit und ein Benutzerkomfort weiter verbessert werden. Insbesondere können mit einem neuronalen Netzwerk Muster in von Sensoreinheiten erfassten Daten erkannt werden, anhand derer die erfassten Daten klassifiziert werden können und sich Vorhersagen treffen lassen können. Vorteilhaft lässt sich anhand von durch ein neuronales Netzwerk erkannten Mustern des Geräuschverlaufs beim Erhitzen von Gargütern ein Zeitpunkt einer Gefahr eines Überkochens vorhersagen. Denkbar ist ferner ein maschineller Lernprozess, insbesondere in Verbindung mit einem neuronalen Netzwerk zur Erkennung und Vorhersage eines Überkochens eines Garguts. Das neuronale Netzwerk ist vorzugsweise ein Teil der Recheneinheit, wodurch insbesondere schnelle Reaktionszeiten der Recheneinheit gewährleistet werden können, da insbesondere längere Zeiten zur Übertragung von Daten zwischen der Recheneinheit zu einem externen neuronalen Netzwerk vermieden werden können. Alternativ befindet sich das neuronale Netzwerk auf einem zu der Gargerätevorrichtung externen Server, wobei die Daten zwischen der Recheneinheit und dem externen Server, auf welchem sich das neuronale Netzwerk befindet, vorzugsweise über eine Kommunikationseinheit, besonders bevorzugt drahtlos übertragen werden.
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Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Überkochvorhersageeinheit eine Kommunikationseinheit aufweist, die dazu vorgesehen ist, Daten der ersten und/oder der zweiten Sensoreinheit an eine externe Recheneinheit zu übermitteln. Dadurch kann die Gargerätevorrichtung insbesondere mit bereits bestehenden Rechensystemen integriert werden, wodurch vorzugsweise eine kostengünstige Vorrichtung bereitgestellt werden kann, da auf aufwendige und teure Recheneinheiten in der Gargerätevorrichtung verzichtet werden kann.
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Unter einer "Kommunikationseinheit" soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Einheit verstanden werden, welche zu einer Bereitstellung einer, insbesondere kabellosen, Kommunikation, insbesondere einer Kommunikationsverbindung, mit einem externen Server vorgesehen ist. Vorzugsweise weist die Kommunikationseinheit zu einer Kommunikation mit der Recheneinheit der Gargerätevorrichtung zumindest eine feste Schnittstelle auf. Vorzugsweise soll unter einer Kommunikationseinheit insbesondere eine Einheit verstanden werden, welche zu einem Austausch von Daten vorgesehen ist. Insbesondere weist die Kommunikationseinheit zumindest einen Informationseingang und zumindest einen Informationsausgang auf. Vorzugsweise weist die Kommunikationseinheit zumindest zwei Informationseingänge und zumindest zwei Informationsausgänge auf, wobei jeweils zumindest ein Informationseingang und zumindest ein Informationsausgang zu einer Verbindung mit einem physischen System, insbesondere einem Bedienerendgerät und/oder einem Router und/oder einem Server, vorgesehen sind. Besonders bevorzugt soll darunter eine Schnittstelle zwischen zumindest zwei physischen Systemen, wie insbesondere zwischen der Gargerätevorrichtung und einem Bedienerendgerät und/oder einem Router und/oder einem Server, verstanden werden. Es sind verschiedene, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Kommunikationseinheiten denkbar, insbesondere soll darunter jedoch eine drahtlose Schnittstelle, wie beispielsweise Bluetooth, WLAN, Zigbee, NFC, RFID, GSM, LTE oder UMTS, und/oder eine drahtgebundene Schnittstelle, wie beispielsweise ein USB-Anschluss, eine Canbus-Schnittstelle, eine RS485-Schnittstelle, eine Ethernet-Schnittstelle, eine optische Schnittstelle, eine KNX-Schnittstelle und/oder eine Powerline-Schnittstelle, verstanden werden.
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Weiterhin geht die Erfindung aus von einer Überkochvorhersageeinheit einer Gargerätevorrichtung. Die Überkochvorhersageeinheit ist dazu vorgesehen, einen Garprozess zu überwachen und ein bevorstehendes Überkochen eines Garguts, insbesondere einer Flüssigkeit, zu erkennen. Die Überkochvorhersageeinheit ist vorzugsweise dazu vorgesehen, ein Überkochen und/oder ein bevorstehendes Überkochen anhand von Geräuschen, insbesondere anhand von Geräuschmustern, welche durch das Entstehen und Implodieren von Dampfblasen beim Erhitzen von Flüssigkeiten auftreten, zu erkennen. Diese Geräusche und insbesondere Geräuschmuster werden von der Überkochvorhersageeinheit vorzugsweise anhand von auftretenden Schwingungen in Festkörpern und Schallwellen in Gasen erkannt. Ferner wäre denkbar, dass die Überkochvorhersageeinheit Geräusche und Geräuschmuster anhand von in Flüssigkeiten auftretenden Schwingungen erkennt. Insbesondere kann die Überkochvorhersageeinheit anhand der erkannten Geräusche und/oder Geräuschmuster ein bevorstehendes Überkochen vorhersagen. Vorzugsweise bestimmt die Überkochvorhersageeinheit eine Wahrscheinlichkeit eines Überkochens anhand eines zeitlichen Verlaufs der Entwicklung der durch Entstehen und Implodieren von Dampfblasen beim Erhitzen einer Flüssigkeit in einem Gargeschirr auftretenden Geräusche, welche mechanische Schwingungen in dem Gargeschirr verursachen, welche dann über eine Aufstellplatte auf andere Teile der Gargerätevorrichtung und an die umgebende Luft übertragen werden.
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Ferner geht die Erfindung aus von einem Verfahren zum Betrieb einer Gargerätevorrichtung, wobei die Überkochvorhersageeinheit in zumindest einem Verarbeitungsschritt Daten der ersten Sensoreinheit und/oder der zweiten Sensoreinheit zu einer Bestimmung eines Risikos eines Überkochens eines Garguts verarbeitet. Durch ein derartiges Verfahren kann eine Sicherheit und ein Komfort gesteigert werden. Vorteilhaft kann dadurch ein Überkochen eines Garguts und somit ein notwendiges Reinigen der Gargerätevorrichtung vermieden werden. Insbesondere kann auch einem durch überkochendes Gargut hervorgerufenen Fehlverhalten einer Gargerätevorrichtung, insbesondere einem Induktionskochfeld, vorgebeugt werden. Das Verfahren zum Betrieb der Gargerätevorrichtung könnte mehrere Verfahrensschritte und/oder Verfahrensteilschritte aufweisen. Bevorzugt umfasst das Verfahren zumindest einen Betriebsschritt. Der Betriebsschritt könnte wiederum aus mehreren Betriebsteilschritten bestehen. Insbesondere bei dem Verfahren zum Betrieb der Gargerätevorrichtung werden mechanische und/oder akustische Schwingungen erfasst. Insbesondere werden in einem Verfahrensschritt Daten der ersten Sensoreinheit und/oder Daten der zweiten Sensoreinheit zu einer Bestimmung eines Risikos eines Überkochens eines Garguts verarbeitet. Vorzugsweise werden die Daten der ersten Sensoreinheit mit den Daten der zweiten Sensoreinheit verglichen. Wird ein Risiko eines Überkochens bestimmt, wird in einem weiteren Verfahrensschritt eine Warnung über eine Ausgabeeinheit ausgegeben.
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Die Gargerätevorrichtung und/oder das Verfahren soll hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere kann die Gargerätevorrichtung und/oder das Verfahren zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen, Einheiten und Verfahrensschritte abweichende Anzahl aufweisen. Zudem sollen bei den in diesem Dokument angegebenen Wertebereichen auch innerhalb der genannten Grenzen liegende Werte als offenbart und als beliebig einsetzbar gelten.
Zeichnungen
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Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen Kombinationen zusammenfassen.
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Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Perspektivendarstellung eines als Kochfeld ausgebildeten erfindungsgemäßen Gargeräts mit einer erfindungsgemäßen Gargerätevorrichtung zur Erkennung von und Warnung vor einem Risiko eines Überkochens eines Garguts,
- Fig. 2
- einen schematischen Querschnitt der erfindungsgemäßen Gargerätevorrichtung mit den erfindungsgemäßen Sensoreinheiten zur Erfassung mechanischer Schwingungen und
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines neuronalen Netzwerks zum Erkennen eines Risikos eines Überkochens eines Garguts
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Figur 1 zeigt ein Gargerät 36. Das Gargerät 36 ist beispielsweise als Kochfeld, insbesondere Induktionskochfeld oder Elektrokochfeld, ausgebildet. Das Gargerät 36 umfasst eine Aufstellplatte 28 zum Aufstellen von Gargeschirr 34, wobei die Aufstellplatte 28 als Kochfeldplatte ausgebildet ist.
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Beim Erhitzen des im Gargeschirr 34 befindlichen Garguts kann das Gargut überkochen, über den Rand des Gargeschirrs 34 treten und auf die Aufstellplatte 28 laufen.
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Das Gargerät 36 umfasst eine Gargerätevorrichtung 10 mit einer
Überkochvorhersageeinheit 12. Die Überkochvorhersageeinheit 12 ist zu einer Bestimmung eines Risikos eines Überkochens eines Garguts in einem auf der Aufstellplatte 28 aufgestellten Gargeschirrs 34. Die Überkochvorhersageeinheit 12 weist zumindest eine ersten Sensoreinheit 14 zur Erkennung mechanischer Schwingungen und zumindest eine zweite Sensoreinheit 16 zur Erkennung akustischer Schwingungen auf. Die Überkochvorhersageeinheit 12 weist genau eine erste Sensoreinheit 14 zur Erkennung mechanischer Schwingungen und genau eine zweiten Sensoreinheit 16 zur Erkennung akustischer Schwingungen auf. Alternativ wäre auch denkbar, dass die Überkochvorhersageeinheit 12 zwei oder mehr Sensoreinheiten zur Erkennung mechanischer Schwingungen und zwei oder mehr Sensoreinheiten zur Erkennung akustischer Schwingungen umfasst.
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Die erste Sensoreinheit 14 der Überkochvorhersageeinheit 12 umfasst einen Beschleunigungssensor 22. Der Beschleunigungssensor 22 ist als ein MEMS Beschleunigungssensor ausgebildet. Alternativ oder zusätzlich werden die mechanischen Schwingungen, die durch die beim Aufheizen von Flüssigkeiten auftretenden Geräusche verursacht werden, mit einem kapazitiven und/oder piezoelektrischen Beschleunigungssensor erfasst. Der Beschleunigungssensor 22 erfasst mechanische Schwingungen im Frequenzbereich von 1 kHz bis 10 kHz. Der Beschleunigungssensor 22 befindet sich an einer Unterseite der Aufstellplatte 28, insbesondere an der Unterseite einer Kochfeldplatte. Bevorzugt befindet sich der Beschleunigungssensor 22 außerhalb eines Heizbereiches einer Heizvorrichtung einer Kochfeldplatte, besonders bevorzugt befindet sich der Beschleunigungssensor 22 in einem Randbereich einer Kochfeldplatte. Alternativ oder zusätzlich kann sich der Beschleunigungssensor 22 an einer anderen, mit der Aufstellfläche mechanisch verbundenen Oberfläche der Gargerätevorrichtung 10 befinden. Der Beschleunigungssensor 22 ist mit einem Federelement zwischen die Aufstellplatte 28 und einem Strukturelement 30 des Gargeräts 36 derart eingeklemmt, dass die der Aufstellplatte 28 zugewandte Oberfläche des Beschleunigungssensors 22 und die Aufstellplatte 28 voneinander beabstandet sind. Dadurch kann insbesondere verhindert werden, dass der Beschleunigungssensor 22 durch heiße Temperaturen an der Aufstellplatte 28 beschädigt wird. Alternativ oder zusätzlich befindet sich eine Hitzeschutzfolie zwischen der Aufstellplatte 28 und der der Aufstellplatte 28 zugewandten Oberfläche des Beschleunigungssensors 22. Die Hitzeschutzfolie ist beispielsweise stoffschlüssig über eine Klebverbindung mit der Aufstellplatte 28 verbunden.
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Die zweite Sensoreinheit 16 der Überkochvorhersageeinheit 12 umfasst ein Mikrofon 24. Das Mikrofon 24 erfasst Schallwellen, die durch das Entstehen und Implodieren von Dampfbasen beim Erhitzen von Flüssigkeiten in dem Gargeschirr 34 auftreten und über den Boden des Gargeschirrs 34 auf die Aufstellplatte 28 übertragen und von selbiger an die Umgebung der Aufstellplatte 28 in die Luft übertragen werden. Das Mikrofon 24 befindet sich unterhalb der Aufstellplatte 28 in einem Abstand von 2 cm. Das Mikrofon 24 ist als ein dynamisches Mikrofon ausgebildet und erfasst Schallwellen über einen Frequenzbereich von 0 kHz bis 120 kHz. Alternativ oder zusätzlich erfasst das Mikrofon 24 direkt die durch das Entstehen und Implodieren von Dampfblasen auftretenden Geräusche beim Erhitzen einer in dem Gargeschirr 16 befindlichen Flüssigkeit (siehe Figur 2).
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Beim Erhitzen des Garguts, insbesondere einer Flüssigkeit, bilden sich kleine Dampfblasen am Boden des Gargeschirrs 34, welche dann aufsteigen und implodieren oder an der Oberfläche der im Gargeschirr 34 befindlichen Flüssigkeit aus der Flüssigkeit austreten, was Geräusche und Schwingungen am Gargeschirr 34 verursacht, welche auf die Aufstellplatte 28 übertragen werden. Um einem Überkochen entgegenzuwirken, sind die erste Sensoreinheit 14 und die zweite Sensoreinheit 16 dazu vorgesehen, mechanische und/oder akustische Schwingungen zu erfassen, wobei die erfassten Daten durch die Überkochvorhersageeinheit 12 verarbeitet werden. Die
Überkochvorhersageeinheit 12 ist dazu vorgesehen, zu einer Bestimmung eines Risikos eines Überkochens eines Garguts Daten der ersten Sensoreinheit 14 und der zweiten Sensoreinheit 16, insbesondere zeitgleich, zu verarbeiten. Alternativ oder zusätzlich ist die Überkochvorhersageeinheit 12 insbesondere dazu vorgesehen, die Daten der zweiten Sensoreinheit 16 oder der ersten Sensoreinheit 14 heranzuziehen, um die Daten der ersten Sensoreinheit 14 oder der zweiten Sensoreinheit 16 und/oder ein mittels der Daten der ersten Sensoreinheit 14 oder der zweiten Sensoreinheit 16 ermitteltes Risiko zu verifizieren. Es wäre jedoch auch denkbar, die Daten der ersten Sensoreinheit 14 und der zweiten Sensoreinheit 16 jeweils unabhängig voneinander zu einer Bestimmung eines Risikos eines Überkochens eines Garguts zu ermitteln.
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Die Gargerätevorrichtung 10 umfasst eine Recheneinheit 18, welche die Daten der ersten Sensoreinheit 14 und/oder der zweiten Sensoreinheit 16 zu einer Bestimmung eines Risikos eines Überkochens eines Garguts verarbeitet. Die Recheneinheit 18 verarbeitet die Daten der ersten Sensoreinheit 14 und der zweiten Sensoreinheit 16 zu einer Bestimmung eines Risikos eines Überkochens mittels eines Programms, das dazu vorgesehen ist, für ein Überkochen charakteristische Geräusche zu erkennen. Die Recheneinheit 18 ermittelt den Zeitpunkt eines Überkochens eines Garguts anhand eines zeitlichen Profils der erfassten Daten und bestimmt ein Risiko eines Überkochens zu jedem Zeitpunkt. Vorzugsweise bestimmt die Recheneinheit 18 ein Risiko, indem eine Wahrscheinlichkeit, beispielsweise in Prozent, für ein Überkochen eines Garguts innerhalb einer festgelegten Zeit, insbesondere in einer nahen Zukunft, wie insbesondere in einem definierten, zukünftigen Zeitfenster, berechnet wird. Insbesondere erfolgt eine Ausgabe einer Warnung vor einem Überkochen über eine Ausgabeeinheit 20 zu einem Zeitpunkt, wenn das Risiko eines Überkochens bevorzugt größer als 50%, besonders bevorzugt größer als 75%, besonders bevorzugt größer als 90% bevorzugt innerhalb der nächsten 30 Sekunden, besonders bevorzugt innerhalb der nächsten 20 Sekunden, besonders bevorzugt innerhalb der nächsten 10 Sekunden, ist. Vorzugsweise ist die Recheneinheit 18 eine dedizierte Recheneinheit der Überkochvorhersageeinheit 12. Alternativ wäre auch denkbar, dass die Recheneinheit 18 von einer Hauptrecheneinheit der Gargerätevorrichtung 10 gebildet wird, welche auch andere Rechenaufgaben übernimmt, insbesondere für einen regulären Betrieb.
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Die Daten der ersten Sensoreinheit 14 und der zweiten Sensoreinheit 16 werden über eine kabelgebundenen Datenschnittstelle an die Recheneinheit 18 übermittelt. Alternativ werden die Daten der ersten Sensoreinheit 14 und der zweiten Sensoreinheit 16 über eine drahtlose Datenschnittstelle an die Recheneinheit 18 übermittelt.
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Die Recheneinheit 18 ist dazu vorgesehen, die Daten von der ersten Sensoreinheit 14 und von der zweiten Sensoreinheit 16 mittels eines Konsens-Algorithmus zur Bestimmung des Risikos des Überkochens eines Garguts zu verwenden. Der Konsens-Algorithmus bestimmt mittels einer Logik und/oder einer mathematischen Korrelation zwischen den eingegangenen Daten diejenigen Schwingungsdaten, welche für eine Vorhersage eines Risikos eines Überkochens verwendet werden. Dadurch wird sichergestellt, dass keine fehlerhaften Daten von der ersten Sensoreinheit 14 und/oder der zweiten Sensoreinheit 16 zur Berechnung des Risikos des Überkochens verwendet werden. Dadurch können insbesondere Geräusche der Umgebung, wie zum Beispiel von einem in einem Betrieb befindlichen Dunstabzug, von der Berechnung des Risikos des Überkochens ausgeschlossen werden, wodurch eine höhere Zuverlässigkeit erreicht wird. Ferner werden durch den Konsens-Algorithmus fehlerbehaftete Daten nicht zu der Bestimmung des Risikos des Überkochens herangezogen und beim Fehlen von Daten eines Sensors stattdessen Daten eines anderen Sensors zur Bestimmung des Risikos des Überkochens verwendet.
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Die Gargerätevorrichtung 10 umfasst die Ausgabeeinheit 20 zur Ausgabe einer Warnung eines Risikos eines Überkochens eines Garguts in zumindest einem Betriebszustand. In der vorliegenden Ausführung ist die Ausgabeeinheit 20 Teil eines Bedienelements 32 zum Bedienen des Gargeräts 36 und ist als LC Display mit Hintergrundbeleuchtung ausgebildet. Die Ausgabeeinheit 20 ist insbesondere in das Bedienelement 32 des Gargeräts 36 integriert. Vorzugsweise ist die Ausgabeeinheit 20 von einer Ausgabeeinheit der Gargerätevorrichtung 10 gebildet, welche auch andere Mitteilungen und/oder Betriebsparameter an einen Benutzer ausgibt. Alternativ wäre denkbar, dass die Ausgabeeinheit 20 ein Leuchtmittel, beispielsweise eine LED, und/oder ein elektronisches Papier umfasst. Insbesondere kann eine Warnung als eine optische Warnung durch Aufblitzen eines Leuchtmittels, insbesondere einer LED, angezeigt werden. Alternativ oder zusätzlich kann die Warnung eines Risikos eines Überkochens über ein mehrfarbiges Farbschema ausgegeben werden, wobei beispielsweise grün ein geringes Risiko, gelb ein mittleres Risiko und rot ein hohes Risiko bedeutet.
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In einer alternativen Ausführung wäre denkbar, dass die Ausgabeeinheit 20 mit einem Lautsprecher zur Ausgabe eines Warntons oder einer gesprochenen Nachricht ausgebildet ist. Bevorzugt umfasst die Ausgabeeinheit 20 einen elektromechanischen, besonders bevorzugt einen piezoelektrischen Summer zur Ausgabe einer akustischen Warnung. Ferner ist aus eine Ausführungsform denkbar, bei welcher eine Warnung an ein externes Mobilgerät, beispielsweise ein Smartphone oder ein Tablet, gesendet und dort ausgegeben wird.
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Insbesondere umfasst das Gargerät das Bedienelement 32 zum Bedienen des Gargeräts, wobei die Bedieneinheit in der vorliegenden Ausführung eine als Display ausgebildete Ausgabeeinheit 20 aufweist, über welche vorzugsweise Betriebsparameter oder Informationen über beispielsweise Kochvorgänge ausgegeben werden können. Alternativ oder zusätzlich kann die Ausgabeeinheit 20 als eine akustische Ausgabeeinheit, beispielsweise als piezoelektrischer Summer, ausgebildet sein.
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Die Überkochvorhersageeinheit 12 umfasst eine Kommunikationseinheit 26, um die Daten der ersten Sensoreinheit 14 und/oder der zweiten Sensoreinheit 16 an eine externe Recheneinheit zu übermitteln. Die Kommunikationseinheit 26 ist zu einer Bereitstellung einer, insbesondere kabellosen, Kommunikation, insbesondere einer Kommunikationsverbindung, mit einem externen Server vorgesehen. Vorzugsweise weist die Kommunikationseinheit 26 zu einer Kommunikation mit der Recheneinheit 18 der Gargerätevorrichtung 10 zumindest eine feste Schnittstelle auf. Vorzugsweise soll unter einer Kommunikationseinheit insbesondere eine Einheit verstanden werden, welche zu einem Austausch von Daten vorgesehen ist. Insbesondere weist die Kommunikationseinheit 26 zumindest einen Informationseingang und zumindest einen Informationsausgang auf. Vorzugsweise weist die Kommunikationseinheit 26 zumindest zwei Informationseingänge und zumindest zwei Informationsausgänge auf, wobei jeweils zumindest ein Informationseingang und zumindest ein Informationsausgang zu einer Verbindung mit einem physischen System, insbesondere einem Bedienerendgerät und/oder einem Router und/oder einem Server, vorgesehen sind. Besonders bevorzugt soll darunter eine Schnittstelle zwischen zumindest zwei physischen Systemen, wie insbesondere zwischen der Gargerätevorrichtung 10 und einem Bedienerendgerät und/oder einem Router und/oder einem Server, verstanden werden. Es sind verschiedene, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Kommunikationseinheiten 26 denkbar, insbesondere soll darunter jedoch eine drahtlose Schnittstelle, wie beispielsweise Bluetooth, WLAN, Zigbee, NFC, RFID, GSM, LTE oder UMTS, und/oder eine drahtgebundene Schnittstelle, wie beispielsweise ein USB-Anschluss, eine Canbus-Schnittstelle, eine RS485-Schnittstelle, eine Ethernet-Schnittstelle, eine optische Schnittstelle, eine KNX-Schnittstelle und/oder eine Powerline-Schnittstelle, verstanden werden.
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Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung eines neuronalen Netzwerks mit einer Eingabeschicht 38, einer verborgenen Schicht 40 und einer Ausgabeschicht 42. Die Schichten eines neuronalen Netzwerks enthalten Ebenen von Knoten, welche auch als Neuronen bezeichnet werden. Die Eingabeschicht 38 und die Ausgabeschicht 42 enthalten jeweils eine Ebene von Neuronen, während die verborgene Schicht 40 je nach Größe des neuronalen Netzwerks beliebig viele Ebenen von Neuronen enthalten kann. Die Daten der ersten Sensoreinheit 14 und der zweiten Sensoreinheit 16 werden von der Überkochvorhersageeinheit 12 zur Bestimmung des Risikos des Überkochens in das neuronale Netzwerk eingespeist. Dadurch werden Muster in den erfassten Daten erkannt, anhand derer die erfassten Daten klassifiziert werden und sich Vorhersagen treffen lassen. Die Daten der ersten Sensoreinheit 14 und der zweiten Sensoreinheit 16 werden durch Neuronen in der Eingabeschicht 38 aufgenommen und werden gewichtet an Neuronen der verborgenen Schicht 40 weitergeführt. Die verborgene Schicht 40 des neuronalen Netzwerks, welche aus beliebig vielen Ebenen von Neuronen bestehen kann, gewichtet die empfangenen Daten in jeder Ebene von Neuronen neu und führt die Information an die Neuronen der Ausgabeschicht 42 weiter.
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Von mehrfach vorhandenen Objekten ist in den Figuren jeweils lediglich eines mit einem Bezugszeichen versehen.
Bezugszeichen
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- 10
- Gargerätevorrichtung
- 12
- Überkochvorhersageeinheit
- 14
- erste Sensoreinheit
- 16
- zweite Sensoreinheit
- 18
- Recheneinheit
- 20
- Ausgabeeinheit
- 22
- Beschleunigungssensor
- 24
- Mikrofon
- 26
- Kommunikationseinheit
- 28
- Aufstellplatte
- 30
- Strukturelement
- 32
- Bedienelement
- 34
- Gargeschirr
- 36
- Gargerät
- 38
- Eingabeschicht
- 40
- verborgene Schicht
- 42
- Ausgabeschicht