Parksperre und Verfahren zu ihrer Montage
Die Erfindung betrifft eine Parksperre nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ..
Die aus DE 101 44 063 A1 bekannte Parksperre eines Automatikgetriebes eines Kraftfahrzeugs weist einen auf einer Getriebewelle angeordneten Rastring mit Rastausnehmungen auf. Mittels eines schwenkbaren Wählhebels und eines daran angelenkten Gestänges wird eine Klinke im Sperrzustand der Einrichtung mit den Rastausnehmungen in Eingriff gebracht. Das Gestänge weist an seinem Ende Rollen auf, von denen eine zweite Rolle das Gestänge in einem L-förmigen Führungsblech führt. Das Führungsblech ist im Gehäuse des Automatikgetriebes befestigt. Die zweite Rolle rollt bei einer Längsbewegung des Gestänges auf dem Führungsblech ab. Dabei umfasst das Führungsblech eine Seitenwand und eine horizontal verlaufende Wand. Die horizontal verlaufende Wand des Führungsblechs weist Langlöcher auf. Die Seitenwand des Führungsblechs ist ein separates Bauteil und weist an einem Rand zinnenartige Vorsprünge auf. Diese Vorsprünge sind hinsichtlich ihrer Abmessung den Langlöchern der horizontal verlaufenden Wand angepasst und können mittels einer Presspassung in die Öffnungen der horizontalen Wand eingreifen.
Parksperren nach DE 10 2018 221 913 A1 oder DE 101 44 058 A1 werden mit einer Sperrklinke und einer Betätigungseinheit getriebegehäusefest montiert. Das auf dem Antriebsstrang angeordnete Parksperrenrad kann sich über die Sperrklinke an einem Getriebegehäuse abstützen. Aus den unterschiedlichen Befestigungsbezugspunkten ergeben sich Toleranzen, die ausgeglichen werden müssen. Insbesondere treten fertigungsbedingt zwischen den Zentrierbohrungen im Gehäuse und der Anlagefläche der die Sperrklinke bewegenden Betätigungseinheit Maßschwankungen auf. Beim Einbau der Parksperre sind daher stets Einstellarbeiten vorzunehmen, um die Klinke in Bezug auf das Parksperrenrad exakt zu positionieren. Eine Verlagerung der Einstellarbeiten von der Schnittstelle Parksperrenrad-Sperrklinke auf die Schnittstelle Sperrklinke- Betätigungsmechanismus der Sperrklinke, beispielsweise ein Elektromotor, ist zwar
denkbar, führt aber zu dem Nachteil, dass die Parksperre mit ihrer Aktuatorik nicht als vorgefertigtes Modul bereitgestellt werden kann, was wiederum den Montageaufwand erhöht.
In DE 10 2018 131 263 B4 wird eine bewegliche Platte vorgeschlagen, die verkippen und damit Fertigungstoleranzen kompensieren kann. Durch die Lasteinleitung im Klinkenkontakt und -ausleitung an dem Getriebegehäuse-ZPIattenkontakt an zwei nicht gegenüberliegenden Kontaktstellen des Sperrelements kann dieses so lange kippen, bis die beiden Kontaktkraftvektoren sich wieder auf der Mittelachse des Sperrelements treffen. Es hat sich herausgestellt, dass diese Art des Toleranzausgleichs nicht in jedem Fall ausreichend ist. Aufgrund der üblichen Führung des Sperrelements auf einer Führungsstange und dem dazwischen nicht ausreichend vorhandenen Freiheitsgrad kann der Winkelausgleich nicht vollumfänglich umgesetzt werden. Folglich wird das Sperrelement auf der Führungsstange abgestützt, es wird Last eingeleitet, und die Führungsstange verbiegt sich. Dies führt zu erheblichen Einschränkungen der Funktion der Parksperre.
Um die Last auf die Führungs- oder Betätigungsstange zu reduzieren, schlagen DE 10 2018221 913 A1 oder DE 102021 116 952 A1 vor, die Führungsstange gelenkig anzubinden. Das Verspannen der Führungsstange wird dadurch reduziert, allerdings nicht vollständig beseitigt. Immer noch können im System, hervorgerufen durch Ratschen der Parksperre oder durch hohe Beschleunigungen, die beim Entriegeln unter hohen Lasten auftreten können, große Kräfte auf den Schlitten und auf mit ihm verbundene Teile wirken. Diese Kräfte rufen Verformungen in den kraftübertragenden Teilen hervor und können die Schlittenbaugruppe beschädigen, weil durch die Deformation, auch wenn diese zunächst nur elastisch ist, ein Verzwängen bzw. Verkeilen auftreten kann.
DE 102017 127 211 zeigt schließlich eine Parksperre mit einem Schlitten. Der Schlitten kann aufgrund der hohen Vorspannung nach dem Verriegeln der Sperrklinke noch eine hohe Bewegungsenergie aufweisen. Beim Kontakt mit dem Gehäuse kann dieser am Gehäuse anprallen, was mit hohen Schallemissionen
verbunden ist. Um diese zu dämpfen, ist vorgeschlagen, die Bewegungsenergie durch ein gedoppeltes Blech teilweise in Verformungsenergie zu wandeln bzw. den Impuls zeitlich zu strecken.
Die vorgestellten Parksperren lösen allerdings nicht das Problem, das bei einer Abweisbewegung auftritt. Parksperren sollen unterhalb einer Grenzgeschwindigkeit von wenigen km/h sicher verriegeln, aber darüber eine Abweisbewegung ausführen, um das System nicht zu überlasten und dabei zu zerstören. Das Abweisen wird dadurch erreicht, dass die Zeit, die der Sperrklinke für das Eintauchen in die Sperrverzahnung des Parksperrenrads zur Verfügung steht, oberhalb der Grenzgeschwindigkeit nicht mehr ausreichend ist. Die Breite der Zahnlücken des Parksperrenrads berücksichtigen diesen Effekt. Damit die Sperrklinke in die Sperrstellung gelangt, verschiebt eine vorgespannte Druckfeder den Schlitten gegen eine in die Sperrklinke integrierte Rampe. Ist die Drehzahl des Sperrrades jedoch zu hoch, so dass der Klinkenzahn nicht weit genug in das Sperrrad eintaucht, wird der gesamte Schlitten schlagartig in Richtung Nicht-Parken abgewiesen. Die Druckfeder schafft es dabei nicht, den Schlitten hinreichend abzubremsen, so dass dieser im Endanschlag mit relativ hoher Geschwindigkeit auftrifft.
Aufgabe der Erfindung
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Parksperre zu verbessern und die vorstehend genannten Nachteile zu vermeiden.
Die Aufgabe wird durch eine Parksperre mit den Merkmalen nach Anspruch 1 gelöst.
Die Parksperre nach Anspruch 1 weist einen Abweisanschlag mit einer Anschlagfläche und einer Gegenanschlagfläche auf, von denen mindestens eine ballig ausgebildet ist. Durch die ballige Ausgestaltung wird sichergestellt, dass ein Schlitten, der infolge des Abweisens der Sperrklinke leicht rotiert und damit Undefiniert auf die Gegenanschlagfläche auftrifft, sich senkrecht an dieser abstützen kann, so dass die dabei keine Drehmomente entstehen oder diese zumindest kleiner
ausfallen. In der Folge müssen die weiteren Komponenten der Parksperre weniger Momente aufnehmen und weiterleiten.
Unter einer balligen Ausgestaltung wird verstanden, dass die Anschlagsfläche oder die Gegenanschlagsfläche konvex ausgebildet ist. Sie können insbesondere verrundet sein und beispielsweise ein Teilsegment eines Zylinders oder einer Kugel beschreiben.
Unter einem Abweisanschlag wird verstanden, dass dieser ein Anschlag für den Fall vorgesehen ist, dass der Schlitten vom Parksperrenrad abgewiesen wird und sich infolgedessen rückwärtig bewegt. Rückwärtig ist entgegen der initialen Betätigungsrichtung des Schlittens, welche in der Regel durch Lösen der Vorspannung einer Feder vorgegeben ist. In der Regel erfolgt ein Anschlägen am Abweisanschlag ausschließlich nach einem Abweisvorgang der Sperrklinke.
In einer Ausgestaltung der Erfindung sind sowohl die Anschlagsfläche als auch die Gegenanschlagsfläche ballig ausgestaltet. Beide können unterschiedliche Krümmungen aufweisen. Vorzugsweise besitzen sie beide die gleiche, konstante Krümmung.
In einer alternativen Ausgestaltung ist die Anschlagsfläche ballig und die Gegenanschlagsfläche eben ausgebildet oder umgekehrt. Die ebene Fläche lässt sich leichter herstellen und zeigt ebenfalls eine befriedigende Drehmomentaufnahme.
Die eingeleiteten Momente können weiter minimiert werden, wenn der Massenschwerpunkt des Schlittens, nachfolgend als Schwerpunkt bezeichnet, mit dem Abweisanschlag entlang einer Geraden verschieblich ist und der Anschlag einen Radius aufweist, dessen Mittelpunkt auf der genannten Geraden angeordnet ist. In diesem Fall erfolgt auch bei verdrehtem Schlitten ein Abstützen entlang der Schlittenachse, so dass kaum zusätzlichen Deformationskräfte beim
In einer Ausgestaltung der Weiterbildung fallen der der Schwerpunkt des Schlittens und der Mittelpunkt des den Anschlag beschreibenden Radius zusammen. Das stellt das Optimum für die Schlittenbelastung dar.
In einer weiteren Ausgestaltung ist die Gegenanschlagsfläche auf einem Armierungsblech angeordnet. Das Armierungsblech kann einen Teil des Parksperrengehäuses ausbildet. In einer Variante kann die Gegenanschlagsfläche auch durch mehrere, beispielsweise zwei Armierungsbleche ausgebildet sein. Damit ist kein separates Bauteil als Gegenanschlagsfläche erforderlich.
In einer Weiterbildung weist das Armierungsblech eine Durchführung für einen die Sperrklinke lagernden Bolzen auf. Das Armierungsblech übernimmt damit mehrere Funktionen und kann im Anschlagsfall sich über den Bolzen an einem Getriebegehäuse abstützen.
Dieses Prinzip kann auf einen weiteren Anschlag übertragen werden, der in der Gegenrichtung beim Verriegeln wirkt für den Fall, dass es zu Überschwingern kommen sollte. Dazu kann der Schlitten eine weitere Anschlagfläche aufweisen, welche der Anschlagfläche gegenüberliegend angeordnet ist und mit einer weiteren Gegenanschlagfläche einen weiteren Anschlag bildet. In dieser Weiterbildung sind analog die weitere Anschlagfläche oder die weitere Gegenanschlagfläche ballig ausgebildet.
Der Schlitten der Parksperre kann über genau drei Stützstellen in der Parksperre abgestützt sein. Dadurch weist der Schlitten eine Schlittenführung auf, die statisch bestimmt ist. Weder erfolgt eine Überbestimmung noch muss die Schlittenführung vollends entfallen, was die Auslegung der Parksperre erschwert.
Die Parksperrengehäuse braucht die Parksperre nicht von mehreren Seiten einzufassen. Dieses kann ein Abstützelement für Rollen haltern. Zusätzlich oder alternativ kann es die Betätigungsstange führen, die Sperrklinke lagern und/oder eine Rückstellfeder für die Sperrklinke aufnehmen.
Die Sperrklinke ist eine um einen Drehpunkt bewegliche Klinke mit einem Sperrzahn an ihrem vom Drehpunkt abgewandten Ende, mittels dem die Sperrklinke in ein auf dem Parksperrenrad angeordnetes Zahnprofil formschlüssig verriegelbar ist. Auf der radial vom Parksperrenrad dem Sperrzahn abgewandten Seite weist die Sperrklinke einen Klinkenrücken mit einem Klinkenprofil auf, das beim Einlegen der Parksperre von einer Betätigungseinheit beaufschlagt wird. Das Klinkenprofil kann ein Profil im engeren Sinne bilden, dass es als ein Profilgebirge ausgebildet ist. In einer Variante ist das Klinkenprofil eine ebene Fläche mit einer Überhöhung, so dass auch am Klinkenrücken ein Formschluss in Sperrstellung vorliegt.
Mittels der Betätigungsstange wird die extern eingeleitete Kraft zur Betätigung und/oder Entriegelung der Parksperre auf die Sperrklinke übertragen. Dabei bewegt sich die Betätigungsstange vorzugsweise linear; in der Regel ist diese Bewegungsrichtung in etwa parallel zur Sperrklinke in ihrem eingelegten Zustand. Dadurch ergibt sich eine besonders kompakt bauende Parksperre.
Die Parksperre weist einen Schlitten auf, der federvorgespannt ist, so dass bei einer Fehlfunktion des Aktuators die Parksperre automatisch auslösen kann. Der Schlitten kann eine Rolle oder mehrere Rollen haltern, welche beim Ein- oder Auslegen der Parksperre reibungsarm auf dem Klinkenprofil abrollen. Im Falle mehrerer Rollen können diese so angeordnet sein, dass diese bei einer Bewegung aneinander abrollen. Dazu können sie radial übereinander angeordnet sein.
Die Rollen stützen sich einerseits am Klinkenprofil und andererseits an einem Getriebegehäuse ab, wobei zwischen dem Getriebegehäuse und der Rolle ein Laufbahnblech als Teil des Getriebegehäuses oder als Teil des Parksperrengehäuses angeordnet sein kann. Vorzugsweise stützt sie sich zu jedem Zeitpunkt, im eingelegten Zustand (P) und im ausgelegten Zustand (nP) daran ab. In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass sich die Betätigungseinheit im eingelegten Zustand (P) und im ausgelegten Zustand (nP) an unterschiedlichen Positionen auf dem Abstützelement abstützt. Dazu kann sie bei ihrer Betätigung auf dem Abstützelement je nach Lagerung abwälzen bzw. gleiten. Durch die
spielbehaftete Anordnung des Abstützelements ist sichergestellt, dass die Betätigungseinheit in jedem Zustand das Abstützelement kontaktiert. In einer weiteren Ausgestaltung ist das Abstützelement angefedert, so dass es zwar weiterhin spielbehaftet mit dem Parksperrengehäuse bzw. dem Getriebegehäuse verbunden ist, aber stets eine definierte Position einnimmt.
Das Fahrzeug kann ein Kraftfahrzeug sein. Das Fahrzeug kann ein Hybridfahrzeug oder ein Elektrofahrzeug sein. Das Fahrzeug kann einen Antriebsstrang mit einem Getriebe aufweisen. Das Getriebe kann in einer E-Achse eingebaut sein.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Figurenbeschreibung und den Abbildungen.
Beschreibung der Zeichnungen
Die Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. Es zeigen im Einzelnen:
Figur 1 einen Querschnitt einer ersten erfindungsgemäßen Parksperre mit einer balligen Anschlagsfläche im Schlitten,
Figur 2 einen Querschnitt einer zweiten erfindungsgemäßen Parksperre mit einer balligen Gegenanschlagsfläche im Parksperrengehäuse,
Figur 3 einen Querschnitt einer dritten Parksperre nach dem Stand der Technik, mit einem verdrehten Schlitten und
Figur 4 einen Querschnitt der dritten Parksperre nach Figur 3, bei der der Schlitten in einer anderen Richtung verdreht ist.
Die Figuren 1 bis 4 zeigen eine Parksperreneinheit 21 , die aus einer Parksperre 1 und einem Parksperrenrad 3 gebildet ist. Die Parksperre 1 weist eine Sperrklinke 2 auf, die um eine durch einen Bolzen 15 gebildete Drehachse 30 verdrehbar ist. Der
Bolzen 15 ist in einem Armierungsblech 26 aufgenommen, das einen Teil eines Parksperrengehäuses 25 ausbildet.
Beim Verdrehen der Sperrklinke 2 bewegt sich ein mit ihr einteilig ausgebildeter Klinkenzahn 23 als Sperrzahn im Wesentlichen in Bezug auf die (nicht dargestellte) Getriebehauptwelle in radialer Richtung. Die Parksperre 1 ist für den Einbau in ein Fahrzeuggetriebe eines Kraftfahrzeugs vorgesehen und bewirkt ein Festsetzen eines Parksperrenrads 3, das mit der Getriebehauptwelle drehfest verbunden ist. Das Parksperrenrad 3 weist dazu eine an seinem Außenumfang angeordnete Sperrverzahnung 29 auf, in die der Klinkenzahn 23 in der Sperrstellung der Parksperre 1 formschlüssig verriegelt. In der Entsperrstellung sind der Klinkenzahn 23 und die Sperrverzahnung 29 außer Eingriff.
Die Sperrklinke 2 ist durch eine Rückstellfeder 28 gehalten, die verhindert, dass die Sperrklinke im unbelasteten Zustand schwerkraftbedingt unbeabsichtigt gegen das Parksperrenrad 3 verriegelt.
Die Parksperre 1 weist weiterhin eine zwei Gehäusewände 31 auf, von denen nur eine dargestellt ist. Beide Gehäusewände 31 sind als Blechteile ausgebildet und parallel zueinander angeordnet. Sie werden durch mehrere, vorliegend zwei, Distanzhülsen 33 voneinander beabstandet und bilden zusammen mit einem Laufbahnelement 13 ein Parksperrengehäuse 25. Die Distanzhülsen 33 erlauben als Hohlzylinder zugleich eine Befestigung der Parksperre 1 am nicht dargestellten Getriebe, indem sie Hülsen für nicht dargestellte Schrauben bilden. Die Parksperre 1 baut damit kompakt und ist sicher abgestützt.
Die Parksperre weist einen durch eine Feder 4 vorgespannten Schlitten 5 auf, so dass die Parksperre 1 auch bei einer Fehlfunktion eines nicht dargestellten Aktuators verriegelbar ist, indem sie den Schlitten 5 so verschiebt, dass dieser die Sperrklinke 2 in die Sperrstellung bringt oder im Falle einer Zahn-auf-Zahn-Stellung des Klinkenzahns 23 mit der Sperrverzahnung 29 zumindest so vorbelastet, dass bei kleiner Bewegung des Parksperrenrads 3 ein Verrsten erfolgt.
Eine Betätigungsstange 6 dient als Zugstange und ist linear entlang ihrer Haupterstreckungsrichtung, die im Wesentlichen tangential zum Parksperrenrad 3 verläuft, beweglich. Dazu weist sie endseitig einen Flansch 20 auf, über den sie am Schlitten 5 angebunden ist. Die Feder 4 umgibt die Betätigungsstange 6 radial, die jene damit auch führen kann.
Der Schlitten 5 ist kastenartig ausgebildet mit zwei parallel angeordneten Seitenelementen 9. Die Seitenelemente 9, 10 sind über Stirnwände zu einem kastenartigen Schlittengehäuse fest verbunden. Sie weisen jeweils eine Tasche 14 in Form eines Langlochs auf. In den Taschen 14 sind zwei Rollen 11 , 12 angeordnet, die aneinander abrollen, wobei die erste Rolle 11 auch an der Sperrklinke 2 und die zweite Rolle 12 auf dem Laufbahnelement 13 abrollt und sich damit am Parksperrengehäuse 25 abstützt.
In der Parken-Stellung greift der Klinkenzahn 23 der Sperrklinke 2 in eine Lücke des Parksperrenrads 3 ein. Sollte sich das Fahrzeug bewegen wollen, müsste das Parksperrenrad 3 rotieren, was es aber aufgrund des verriegelten Zustands nicht kann. Das auftretende Moment des Parksperrenrads 3 stützt sich am Klinkenzahn 23 ab. Die in die Sperrklinke 2 eingeleitete Kraft wiederum stützt sich über die Rollen 11 , 12 im Schlitten 5 an dem Laufbahnelement 13 ab, welche sich letztendlich im Getriebegehäuse abstützt (nicht dargestellt). Ein von dem Parksperrenrad 3 eingeleitetes Moment wird daher ohne Achsversatz im Getriebegehäuse abgestützt.
Damit die Sperrklinke 2 in die P-Stellung gelangt, verschiebt die als Schraubendruckfeder ausgebildete und vorgespannte Feder 4 den Schlitten 5 mit den zwei darin gelagerten Rollen 11 , 12 gegen eine in der Sperrklinke 2 integrierten Rampe 27. Ist die Drehzahl des Parksperrenrads 3 jedoch zu hoch, so dass der Klinkenzahn 23 nicht weit genug in das Parksperrenrad 3 eintaucht und die Rollen 11 , 12 im Schlitten noch nicht auf dem Plateau 32 der Rampe 27 angekommen sind, so wird der gesamte Schlitten 5 schlagartig in Richtung Nicht-Parken abgewiesen. Die Feder 4 schafft es dabei nicht, den Schlitten 5 abzubremsen, so dass dieser im durch die Anschlagfläche 7 und die Gegenanschlagfläche 8 gebildeten Abweisanschlag 10 mit relativ hoher Geschwindigkeit auftrifft.
Wie aus den Figuren 3 und 4 deutlich wird, kann der Schlitten 5 bedingt durch die Führungslänge geringfügig rotieren. Das führt dazu, dass er Undefiniert im Anschlag auftrifft. Im Falle der Figur 3 trifft der Schlitten 5 auf der der Sperrklinke 2 abgewandten Seite in auf die Gegenanschlagfläche 8. Im Falle der Figur 4 ist der Schlitten 5 in die entgegengesetzte Richtung verkippt, so dass er auf der der Sperrklinke 2 zugewandten Seite auf die Gegenanschlagsfläche 8 trifft. Durch das Rotieren werden Drehmomente in den Schlitten 5 eingeleitet, die andere Komponenten aufnehmen müssten, aber dies aus Festigkeitsgründen nicht ertragen.
Wie aus den Figuren 1 und 2 hervorgeht, lässt sich das Moment im Abweisanschlag 10 deutlich reduzieren oder sogar vermeiden. Dazu ist zumindest die Anschlagfläche 7 oder die Gegenanschlagsfläche 8 ballig ausgebildet. Weiterhin sind die Anschlagfläche 7 und die Gegenanschlagfläche 8 vorliegend exakt in Höhe des Schlitten-Schwerpunkts 16, das heißt auf der Geraden, die die vorliegend lineare Bewegungsrichtung als Betätigungsrichtung 22 des Schlittens 5 durch den Schwerpunkt 16 bildet, angeordnet. Ebenfalls weist der Schlitten 5 auf der der Anschlagfläche 7 gegenüberliegenden Seite eine weitere Anschlagsfläche 17 auf. Diese kann bei Überschwingern in die Gegenrichtung nach dem gleichen Prinzip das Einleiten von Momenten in das Parksperrengehäuse 25 vermindern.
Bezugszeichenliste
1 Parksperre
2 Sperrklinke
3 Parksperrenrad
4 Feder
5 Schlitten
6 Betätigungsstange
7 Anschlagfläche
8 Gegenanschlagfläche
9 Seitenelement
10 Abweisanschlag
11 erste Rolle
12 zweite Rolle
13 Laufbahnelement
14 Tasche
15 Bolzen
16 Schwerpunkt
17 weitere Anschlagfläche
18
19
20 Flansch
21 Parksperreneinheit
22 Betätigungsrichtung
23 Klinkenzahn
24 Mittelpunkt
25 Parksperrengehäuse
26 Armierungsblech
27 Rampe
28 Rückstellfeder
29 Sperrverzahnung
30 Drehachse
31 Gehäusewand
32 Plateau
33 Distanzhülse