EP4592479B1 - Schiebetüranordnung und verfahren zur montage einer schiebetüranordnung - Google Patents
Schiebetüranordnung und verfahren zur montage einer schiebetüranordnungInfo
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- EP4592479B1 EP4592479B1 EP24154231.5A EP24154231A EP4592479B1 EP 4592479 B1 EP4592479 B1 EP 4592479B1 EP 24154231 A EP24154231 A EP 24154231A EP 4592479 B1 EP4592479 B1 EP 4592479B1
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B65/00—Locks or fastenings for special use
- E05B65/08—Locks or fastenings for special use for sliding wings
- E05B65/087—Locks or fastenings for special use for sliding wings the bolts sliding parallel to the wings
- E05B65/0876—Locks or fastenings for special use for sliding wings the bolts sliding parallel to the wings cooperating with the slide guide, e.g. the rail
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- E05B15/10—Bolts of locks or night latches
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- E05B9/00—Lock casings or latch-mechanism casings ; Fastening locks or fasteners or parts thereof to the wing
- E05B9/08—Fastening locks or fasteners or parts thereof, e.g. the casings of latch-bolt locks or cylinder locks to the wing
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Schiebetüranordnung mit einem Festrahmen und einem relativ dazu verfahrbaren Schiebeflügel gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1. Zudem betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Montage einer Schiebetüranordnung gemäß dem nebengeordneten Anspruch.
- Schiebetüranordnungen und Schiebeflügel der eingangs genannten Art sind aus dem Stand der Technik bekannt, zum Beispiel aus der
US 2022/154521 A1 . Die Masse solcher Flügel kann je nach Flügelgröße mitunter 400 kg (Kilogramm) und mehr betragen. Solche Schiebeflügel sind üblicherweise zweifach am Festrahmen geführt, nämlich einerseits mittels Rollen umfassender Laufschuhe an einem unteren Rahmenquerholm oder am Boden und andererseits mittels einem entsprechenden Führungselement in einer Führungsschiene, die an einem oberen Rahmenquerholm des Festrahmens befestigt ist. - Ein derartiger Flügel muss zu seiner Montage im Festrahmen regelmäßig zuerst mit der Führung am oberen Rahmenquerholm und mit der dortigen Führungsschiene verbunden werden, um danach freischwebend und unten einkippend mit den Laufwagen auf die Laufschiene aufgesetzt werden zu können (erst oben in die Führungsschiene einführen, danach unten auf die Laufschiene aufsetzen). Insbesondere bei hohen Flügelmassen ist dies mit großem Aufwand und umständlicher Handhabung verbunden. So muss aus Platzgründen der Verriegelungsmechanismus bereits vor einem Einsetzen des Flügels montiert sein. Dies erschwert nicht nur die Montage, sondern gestaltet auch eine spätere Demontage, bspw. zur Wartung oder Reparatur, entsprechend schwierig und aufwändig. Für Monteure besteht bei der Montage wie auch bei der Demontage solcher Flügel aufgrund der komplexen Handhabung und der hohen Flügelmassen eine nicht unerhebliche Verletzungsgefahr.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Schiebetüranordnung eine einfache und sichere Montage zu ermöglichen.
- Die Schiebetüranordnung weist einen Festrahmen und einen relativ zum Festrahmen zwischen zumindest einer Offenstellung und einer Geschlossenstellung entlang einer Verschieberichtung verfahrbaren Schiebeflügel auf.
- Weiter weist die Schiebetüranordnung eine Verriegelungseinrichtung zur Verriegelung des Schiebeflügels an einem bezogen auf die Schwerkraftrichtung g oberen Rahmenquerholm des Festrahmens auf. Die Verriegelungseinrichtung wiederum weist eine am Schiebeflügel geführte Riegelstange mit einem (mit der Riegelstange koppelbaren oder gekoppelten und) dem oberen Rahmenquerholm zugewandten Riegelkopf auf. Die Verriegelungseinrichtung kann überwiegend flügelseitig oder vollständig flügelseitig ausgebildet sein.
- Die Schiebetüranordnung weist außerdem eine Führungseinrichtung zur Führung des Schiebeflügels in einer am oberen Rahmenquerholm angebrachten Führungsschiene auf. Die Führungseinrichtung kann mit einem Führungsabschnitt in die Führungsschiene (bspw. U-förmiger, nach unten offener Querschnitt) eindringen. Die Führungseinrichtung kann im am Schiebeflügel befestigten Zustand den Schiebeflügel am oberen Rahmenquerholm (Führungsschiene) führen.
- Der Riegelkopf weist ein unteres Kopfstück und ein oberes Kopfstück auf. Die Kopfstücke wiederum weisen miteinander korrespondierende Profilmerkmale (Verbindungskontur) auf, mittels denen die Kopfstücke formschlüssig derart miteinander verbindbar sind, dass (im verbundenen Zustand) das obere Kopfstück das untere Kopfstück zur Bildung des Riegelkopfs fortsetzt.
- Das untere Kopfstück ist, vorzugsweise unmittelbar, mit der Riegelstange verbunden.
- Das obere Kopfstück ist in einem Innenraum der Führungseinrichtung angeordnet und in einem vom Innenraum ausgehenden und an einer Oberseite der Führungseinrichtung ausmündenden Riegelkanal verschieblich geführt. Die Führungseinrichtung ist an einer Montageseite (im montierten Zustand dem Schiebeflügel zugewandte Seite der Führungseinrichtung) zum Innenraum der Führungseinrichtung hin offen.
- Die Führungseinrichtung ist (mittels einer Montagebewegung) mit der Montageseite stirnseitig auf den Schiebeflügel aufsetzbar und am Schiebeflügel befestigbar, bspw. durch Verschrauben. Die Montagebewegung kann so ausgestaltet sein, dass die Führungseinrichtung im Wesentlichen orthogonal (Winkel von 90° ± 5°) zur Stirnseite des Schiebeflügels (parallel zur Verschieberichtung) auf die Stirnseite des Schiebeflügels zu bewegt wird.
- Beim Aufsetzen der Führungseinrichtung (Montagebewegung) sind die Profilmerkmale der Kopfstücke einander zugewandt und aufeinander ausgerichtet, so dass die Kopfstücke beim (stirnseitigen) Aufsetzen der Führungseinrichtung auf den Schiebeflügel miteinander verbindbar sind oder miteinander verbunden werden (Paarung der Profilmerkmale).
- Bei der vorgeschlagenen Schiebetüranordnung ist der Riegelkopf in ein unteres Kopfstück und ein separates oberes Kopfstück aufgeteilt, die beim Aufsetzen der Führungseinrichtung auf den Schiebeflügel durch deren Profilmerkmale miteinander gekoppelt werden. Das untere Kopfstück ist mit der am Schiebeflügel geführten Riegelstange verbunden und das obere Kopfstück ist verschieblich in der Führungseinrichtung aufgenommen. Beim stirnseitigen Aufsetzen der Führungseinrichtung auf dem Schiebeflügel werden die Kopfstücke miteinander verbunden und bilden somit den Riegelkopf aus, der mit der Riegelstange verbunden ist.
- Durch den mehrteiligen Riegelkopf entfällt der Zwang, den Schiebeflügel zuerst mit seiner Führungseinrichtung oben in die Führungsschiene einzuführen und den Schiebeflügel dann freischwebend zu verschwenken und unten auf die Laufschiene aufzusetzen. Stattdessen kann der Flügel (unten) nun zuerst sicher in gekippter Stellung auf die Laufschiene aufgesetzt und dann (oben) zum Festrahmen hin verschwenkt werden, wobei durch stirnseitiges Aufsetzen der Führungseinrichtung auf dem Schiebeflügel die Riegelstange durch Kopplung der Kopfstücke vervollständigt wird. Da die Führungseinrichtung in die Führungsschiene am oberen Rahmenquerholm eingreift (Führungsabschnitt) und am Schiebeflügel befestigt wird, ist auch die Führung des Schiebeflügels am oberen Rahmenquerholm hergestellt. Somit ist nicht nur eine Montage des Schiebeflügels erleichtert, sondern auch eine Demontage, die, beginnend mit einem Lösen der Führungseinrichtung, in umgekehrter Reihenfolge erfolgen kann. Sowohl bei der Montage als auch bei der Demontage können Unfallgefahren für Monteure vermieden werden.
- Die Schiebetüranordnung kann derart ausgebildet sein, dass der Festrahmen zwei (entlang der Verschieberichtung voneinander beabstandete) Festfelder aufweist, zwischen denen in Geschlossenstellung des Schiebeflügels der Schiebeflügel angeordnet ist (sogen. "Schema G1"). Der Schiebeflügel kann entlang der Verschieberichtung zumindest vor eines der beiden Festfelder verschiebbar sein. Es ist ebenfalls denkbar, dass der Schiebeflügel vor beide Festfelder verschiebbar ist. Dann kann es mehrere (vollständige) Offenstellungen geben (Offenstellung Schiebeflügel vor erstem Festfeld und Offenstellung Schiebeflügel vor erstem Festfeld). Eine Verriegelung erfolgt am oberen Rahmenquerholm und/oder am untern Rahmenquerholm bzw. am Boden.
- Wie oben bereits angedeutet, kann der Schiebeflügel mittels einer Laufeinrichtung am unteren Rahmenquerholm oder am Boden verschiebbar geführt sein. Die Laufeinrichtung kann eine am unteren Rahmenquerholm oder am Boden angebrachte Laufschiene sowie eine oder mehrere Laufwägen umfassen, die, bspw. mittels Rollen, auf der Laufschiene verschieblich geführt sind. Der oder die Laufwägen sind am Schiebeflügel, insbesondere an dessen unteren Flügelquerholm, befestigt.
- Der Schiebeflügel und die Verriegelungseinrichtung können mittels einer flügelseitig angeordneten Handhabe betätigt werden. Bei einer Betätigung der Handhabe kann die Riegelstange entlang Ihrer Mittellängsachse verlagert werden.
- Die Riegelstange der Verriegelungseinrichtung kann zwischen einer Verriegelungsstellung und einer Entriegelungsstellung verlagerbar sein. In Verriegelungsstellung ist der Riegelkopf zum oberen Rahmenquerholm hin verlagert, wobei das obere Kopfstück mit einer am oberen Rahmenquerholm, vorzugsweise in der Führungsschiene, angeordneten Riegelplatte in Eingriff ist. In Entriegelungsstellung ist der Riegelkopf vom oberen Rahmenquerholm weg verlagert, wobei das obere Kopfstück mit einer am oberen Rahmenquerholm, vorzugsweise in der Führungsschiene, angeordneten Riegelplatte außer Eingriff ist.
- Bei dem Schiebeflügel kann es sich im Konkreten um einen Hebeschiebeflügel handeln. Der Hebeschiebeflügel kann, bspw. mittels einer flügelseitigen Handhabe, relativ zum Festrahmen (ortsfester Rahmen) anhebbar und in angehobener Stellung entlang der Verschieberichtung relativ zum Festrahmen verfahrbar sein, bspw. mittels einem oder mehreren Laufwägen. In diesem Fall kann die Schiebetüranordnung auch als Hebeschiebetüranordnung bezeichnet werden.
- Grundsätzlich ist denkbar, dass die Profilmerkmale der Kopfstücke stirnseitig an den Kopfstücken angeordnet sind, d.h. an den entlang der Mittellängsachse der Riegelstange orientierten stirnseitigen Enden der Kopfstücke. Bei einer solchen Ausgestaltung könnten die Profilmerkmale bspw. eine Rastverbindung ausbilden.
- Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung können sich die Kopfstücke jeweils entlang einer Riegelachse erstrecken, wobei sich die Profilmerkmale jeweils entlang einer Verbindungsachse orthogonal zur Riegelachse erstrecken. Eine solche Ausrichtung der Profilmerkmale (Erstreckung entlang der Verbindungsachse) begünstigt eine einfache Verbindung der Kopfstücke durch Aufsetzen der Führungseinrichtung. Zudem trägt eine solche Ausgestaltung zu einer vergleichsweise stabilen Kopplung bei, da sich die Kopfstücke entlang der Riegelachse überlappen. So lassen sich zusätzlich zu den eigentlichen Profilmerkmalen (formschlüssige Verbindung) miteinander korrespondierende Kontaktflächen bereitstellen, die eine zusätzliche Abstützung bewirken. Die Kontaktflächen können entlang der Riegelachse bezogen auf die Profilmerkmale einseitig oder beidseitig benachbart zum jeweiligen Profilmerkmal angeordnet sein. Die Riegelachse kann entlang oder parallel zur Mittellängsachse der Riegelstange orientiert sein.
- In vorteilhafter Weise kann eines der Kopfstücke als Profilmerkmal ein männliches Formschlusselement aufweisen und das jeweils andere Kopfstück kann als Profilmerkmal ein weibliches Formschlusselement aufweisen. Hiermit lässt sich eine konstruktiv einfache und robuste Kopplung der Kopfstücke realisieren.
- Im Konkreten kann das männliche Formschlusselement als Zapfen und das weibliche Formschlusselement als Zapfenloch zur passenden Aufnahme des Zapfens ausgebildet sein. Dies trägt zu einer besonders einfachen Kopplung der Kopfstücke bei. Der Zapfen und das Zapfenloch können grundsätzlich einen kreisrunden, einen elliptischen oder einen n-eckigen Querschnitt aufweisen. Ein kreisrunder Querschnitt erleichtert ein Einführen der Formschlusselemente.
- Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung können benachbart zum weiblichen Formschlusselement zumindest ein Vorsprung und benachbart zum männlichen Formschlusselement zumindest eine korrespondierende Ausnehmung zur Aufnahme des Vorsprungs ausgebildet sein. Dies erhöht die Stabilität der Verbindung der Kopfstücke, da nicht nur die Formschlusselemente sondern zusätzlich zumindest eine Ausnehmung und ein Vorsprung miteinander eingreifen. Die Ausnehmungen bzw. der Vorsprung können entlang der Riegelachse benachbart zum jeweiligen Formschlusselement angeordnet sein, vorzugsweise eines entlang der Riegelachse oberhalb des betreffenden Formschlusselements und eines unterhalb davon. Vorzugweise können die Ausnehmung und der Vorsprung jeweils eine abgerundete Form aufweisen. Dies erleichtert eine Paarung von Vorsprung und Ausnehmung. Der Vorsprung und die Ausnehmung können sich jeweils entlang oder parallel zur Riegelachse erstrecken.
- In vorteilhafter Weise kann das obere Kopfstück einen Verbindungsabschnitt aufweisen, in dem das Profilmerkmal, insbesondere das weibliche Formschlusselement, angeordnet ist, sowie einen an den Verbindungsabschnitt angrenzenden Riegelabschnitt. Dies trägt zu einem konstruktiv stabilen und kompakten Aufbau bei. Der Riegelabschnitt grenzt vorzugsweise unmittelbar an den Verbindungsabschnitt an. Im Verbindungsabschnitt können das weibliche Formschlusselement (bspw. Zapfenloch) und optional ein oder mehrere Vorsprünge angeordnet sein. Der Riegelabschnitt weist ggü. dem Verbindungsabschnitt vorzugsweise einen größeren Querschnitt auf. Am freien Ende des Riegelabschnitts kann sich der Querschnitt des Riegelabschnitts verjüngen, bspw. durch eine Schrägfläche.
- In zweckmäßiger Weise können das untere Kopfstück (am proximalen Ende) einen Koppelabschnitt zur Kopplung mit der Riegelstange und (am distalen Ende) einen Verbindungsabschnitt aufweisen, in dem das Profilmerkmal, insbesondere das männliche Formschlusselement, angeordnet ist. Dies trägt zu einer konstruktiv einfachen Anbindung von Riegelstange und oberem Kopfstück bei. Im Verbindungsabschnitt können das männliche Formschlusselement (bspw. Zapfen) und optional eine oder mehrere Ausnehmungen zur Aufnahme des Vorsprungs ausgebildet sein. Der Querschnitt des Verbindungsabschnitts kann ggü. dem Querschnitt des Koppelabschnitts verjüngt sein.
- Im Konkreten kann das untere Kopfstück zwischen Koppelabschnitt und Verbindungsabschnitt einen Mittelabschnitt aufweisen, wobei im Mittelabschnitt ein Langloch ausgebildet ist, welches derart eingerichtet ist, dass ein sich im Innenraum der Führungseinrichtung erstreckender Zapfen für eine Befestigungsschraube zur Befestigung der Führungseinrichtung das Langloch durchdringen kann (Kopfstücke miteinander verbunden und Führungseinrichtung am Schiebeflügel befestigt). Auf diese Weise wird die Befestigungsmöglichkeit der Führungseinrichtung am Schiebeflügel durch die Kopfstücke nicht beeinträchtigt, da der Zapfen für eine Befestigungsschraube das untere Kopfstück in dessen Mittelabschnitt durchdringen kann. Zudem kann der Mittelabschnitt am Zapfen geführt sein. Der Zapfen kann, insbesondere ausgehend von einem kreisringförmigen Querschnitt, in zwei gegenüberliegenden Zapfenabschnitten abgeflacht sein. Das Langloch erstreckt sich entlang oder parallel zur Riegelachse. Das Langloch ist in seiner Länge derart bemessen, dass der Zapfen das Langloch unabhängig von der Stellung der Riegelstange (Stellbereich zwischen Verriegelungsstellung und Entriegelungsstellung) durchdringen kann. Wie bereits angedeutet, kann der Zapfen einen Durchgang für eine Befestigungsschraube zur Befestigung der Führungseinrichtung stirnseitig am Flügel aufweisen (Schraubenführungskanal).
- Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung kann am oberen Rahmenquerholm, insbesondere in der dortigen Führungsschiene, eine Riegelplatte befestigt sein, mit der das obere Kopfstück in Geschlossenstellung des Flügels (und bei Riegelstange in Verriegelungsstellung) in Eingriff gelangen kann. Dies trägt zu einer stabilen und zuverlässigen Verriegelung bei. Die Riegelplatte kann mehrere, im Querschnitt vorzugsweise spitz zulaufende, Riegelvorsprünge aufweisen. Die Riegelvorsprünge können jeweils eine Kontaktfläche aufweisen, die mit der Schrägfläche des Riegelabschnitts des oberen Kopfstücks korrespondiert (parallele Anordnung denkbar).
- In vorteilhafter Weise können das obere Kopfstück, das untere Kopfstück und/oder die Riegelplatte aus Edelstahl ausgebildet sein, insbesondere im Feingussverfahren. Hierbei handelt es sich um eine Ausgestaltung mit hochwertigen Werkstoffen, was zur Stabilität, Sicherheit und Standfestigkeit beiträgt.
- Im Konkreten kann die Führungseinrichtung an ihrer Oberseite, insbesondere in einem (in die Führungsschiene am oberen Rahmenquerholm hineinragenden) Führungsabschnitt eine, vorzugsweise wälzgelagerte, Führungsrolle oder einen Gleitstein aufweisen. Dies trägt zu einer reibungs- und geräuscharmen Führung des Schiebeflügels am oberen Rahmenquerholm bei. Die Führungselemente sind jeweils derart ausgebildet, dass diese in einer (nach unten offenen) Führungsschiene am oberen Rahmenquerholm geführt werden können.
- In zweckmäßiger Weise kann die Riegelstange mittels eines Halteblechs am Schiebeflügel geführt sein, wobei das Halteblech einen Befestigungsabschnitt zur Befestigung des Halteblechs am Schiebeflügel, einen sich orthogonal zum Befestigungsabschnitt erstreckenden Zwischenabschnitt und einen sich parallel zum Befestigungsabschnitt erstreckenden Führungsabschnitt aufweist, in dem die Koppelstange in einem Durchgang geführt ist. Dies trägt zu einer konstruktiv einfachen und stabilen Führung der Riegelstange am Schiebeflügel bei.
- Die voranstehend beschriebene Führungseinrichtung kann an dem (ersten) vertikalen Flügelholm angeordnet sein, an dem sich die Handhabe zur Betätigung der Verriegelungseinrichtung befindet. Unabhängig davon kann die Schiebetüranordnung eine weitere Führungseinrichtung zur Führung des Schiebeflügels in der Führungsschiene am oberen Rahmenquerholm aufweisen, die an einem zweiten vertikalen Flügelholm angeordnet ist (bspw. an dem vertikalen Flügelholm, an dem sich keine Handhabe zur Betätigung der Verriegelungseinrichtung befindet). Somit kann der Schiebeflügel an beiden Enden am oberen Rahmenquerholm geführt sein.
- Die eingangs genannte Aufgabe wird auch durch ein Verfahren mit den Merkmalen des nebengeordneten Anspruchs gelöst.
- Das Verfahren dient zur Montage einer Schiebetüranordnung mit einem oder mehreren der voranstehend beschriebenen Aspekte. Das Verfahren umfasst die folgenden Schritte:
- Montage des Festrahmens an einem Gebäudeabschluss,
- Einsetzen des Schiebeflügels in den Festrahmen, wobei der Schiebeflügel in relativ zum Festrahmen gekippter Stellung mit seinem unteren Flügelquerholm, insbesondere mittels einer Laufeinrichtung, auf einen unteren Rahmenquerholm des Festrahmens aufgesetzt wird,
- Verschwenken des Schiebeflügels aus der gekippten Stellung zum Festrahmen hin, so dass ein oberer Flügelquerholm und die an dem oberen Rahmenquerholm des Festrahmens angebrachte Führungsschiene miteinander fluchten,
- stirnseitiges Aufsetzen der Führungseinrichtung mit der Montageseite auf den Schiebeflügel, wobei die Kopfstücke beim Aufsetzen der Führungseinrichtung auf den Schiebeflügel durch ihre einander zugewandten und aufeinander ausgerichteten Profilmerkmale miteinander verbunden werden, und
- Befestigen der Führungseinrichtung am Schiebeflügel.
- Hinsichtlich der hiermit erzielbaren Vorteile wird auf die diesbezüglichen Ausführungen zur Schiebetüranordnung verwiesen.
- Ausführlich formuliert kann das Verfahren wie folgt lauten:
Verfahren zur Montage einer Schiebetüranordnung, insbesondere einer Schiebetüranordnung mit einem oder mehreren der voranstehend beschrieben Aspekte, mit den Schritten: - Bereitstellen und Einbauen eines Festrahmens an einem Gebäudeabschluss,
- Bereitstellen eines Schiebeflügels mit einer am Schiebeflügel geführten Riegelstange und einem mit der Riegelstange verbundenen unteren Kopfstück eines Riegelkopfs,
- Einsetzen des Schiebeflügels in den Festrahmen, wobei der Schiebeflügel in relativ zum Festrahmen gekippter Stellung mit seinem unteren Flügelquerholm, insbesondere mittels einer Laufeinrichtung, auf einen unteren Rahmenquerholm aufgesetzt wird,
- Verschwenken des Schiebeflügels aus der gekippten Stellung zum Festrahmen hin, so dass ein oberer Flügelquerholm und eine an einem oberen Rahmenquerholm des Festrahmens angebrachte Führungsschiene miteinander fluchten, und
- Bereitstellen einer Führungseinrichtung zur Führung des Schiebeflügels am oberen Rahmenquerholm, wobei ein oberes Kopfstück des Riegelkopfs in einem Innenraum der Führungseinrichtung angeordnet und in einem vom Innenraum ausgehenden und an einer Oberseite der Führungseinrichtung ausmündenden Riegelkanal verschieblich geführt ist, und wobei die Führungseinrichtung an einer Montageseite zum Innenraum hin offen ist,
- stirnseitiges Aufsetzen der Führungseinrichtung mit der Montageseite auf den Schiebeflügel, wobei die Kopfstücke beim Aufsetzen der Führungseinrichtung auf den Schiebeflügel, insbesondere durch einander zugewandte und aufeinander ausgerichtete Profilmerkmale der Kopfstücke, miteinander verbunden werden, und
- Befestigen der Führungseinrichtung am Schiebeflügel.
- Zur weiteren Ausgestaltung können die im Zusammenhang mit der Schiebetüranordnung beschriebenen und/oder die nachfolgend noch erörterten Maßnahmen dienen.
- Die Erfindung wird anhand der Figuren näher erläutert, wobei gleiche oder funktional gleiche Merkmale mit identischen Bezugszeichen versehen sind, ggf. jedoch lediglich einmal. Es zeigen:
- Fig.1
- eine Ausführungsform der Schiebetüranordnung in einer schematischen Seitenansicht;
- Fig.2
- eine vergrößerte und teilweise geschnittene Teilansicht der Schiebtüranordnung aus
Figur 1 , wobei sich die Verriegelungseinrichtung in Freigabestellung befindet; - Fig.3
- eine vergrößerte und teilweise geschnittene Teilansicht der Schiebtüranordnung aus
Figur 1 analog zuFigur 2 , wobei sich die Verriegelungseinrichtung hier in Verriegelungsstellung befindet; - Fig.4
- eine weitere vergrößerte und teilweise geschnittene Teilansicht der Schiebtüranordnung aus
Figur 1 , die ein Aufsetzen der Führungseinrichtung stirnseitig am Schiebeflügel veranschaulicht; und - Fig.5a-e
- mehrere Komponenten der Schiebetüranordnung aus
Figur 1 . -
Figur 1 zeigt in einer schematischen Seitenansicht eine Ausführungsform der Schiebetüranordnung, die insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet ist. - Die Schiebetüranordnung 10 weist einen Festrahmen 12 auf, der an einem Gebäudeabschluss (nicht gezeigt) montiert werden kann. Der Festrahmen 12 weist einen oberen Rahmenquerholm 13, einen unteren Rahmenquerholm 14 und zwei vertikale Rahmenholme 15, 16 auf. Der Festrahmen 12 weist außerdem zwei Festfelder 17, 18 auf, die, wie hier im Beispiel, verglast sein können (verglaste Festfelder).
- Die Schiebetüranordnung 10 weist weiter einen Schiebeflügel 20 auf, der im Beispiel zwischen einer Geschlossenstellung (dargestellt) und einer Offenstellung (Schiebeflügel vor zweitem Festfeld 18; nicht dargestellt) entlang einer Verschieberichtung VR verfahrbar ist. Die Festfelder 17, 18 sind voneinander beabstandet, wobei sich der Schiebeflügel 20 in Geschlossenstellung entlang der Verschieberichtung VR zwischen den Festfeldern 17, 18 befindet (sogen. "Schema G1"; vgl.
Fig.1 ). - Der Schiebeflügel 20 weist einen oberen Flügelholm 21, einen unteren Flügelholm 22 und zwei vertikale Flügelholme 23, 24 auf. Im Beispiel befindet sich am vertikalen Flügelholm 23 eine Handhabe 25 zur Betätigung des Schiebeflügels 20.
- Am oberen Rahmenquerholm 13 ist eine entlang der Schwerkraftrichtung g nach unten hin offene Führungsschiene 26 angeordnet (in
Figur 1 nur schematisch dargestellt). Am unteren Rahmenquerholm 14 ist eine Laufschiene 27 angeordnet (nur schematisch dargestellt). Der Schiebeflügel 20 ist mittels (nur schematisch angedeuteten) Laufwägen 28, 29 auf der Laufschiene 27 verfahrbar. Zudem ist der Schiebeflügel 20 mittels (inFigur 1 ebenfalls nur schematisch angedeuteten) Führungseinrichtungen 30, 31 in der Führungsschiene 26 geführt. Die Laufschiene 27 und die Laufwägen 28, 29 bilden zusammen eine Laufeinrichtung. - Der Schiebeflügel 20 ist im Beispiel als Hebeschiebeflügel ausgebildet, der mittels der Handhabe 25 (und einen nicht gezeigten Beschlag) relativ zum Festrahmen 12 anhebbar ist und in angehobener Stellung entlang der Verschieberichtung VR relativ zum Festrahmen 12 verfahrbar ist. Die Schiebetüranordnung 10 kann somit auch als Hebeschiebetüranordnung bezeichnet werden. Nachfolgend werden der Einfachheit halber die Begriffe "Schiebeflügel" und "Schiebetüranordnung" verwendet.
-
Figur 2 zeigt eine vergrößerte und teilweise geschnittene Teilansicht der Schiebtüranordnung 10 ausFigur 1 . - Die Schiebetüranordnung 10 weist weiter eine Verriegelungseinrichtung 32 zur Verriegelung des Schiebeflügels 20 am bezogen auf die Schwerkraftrichtung g oberen Rahmenquerholm 13 auf. Die Verriegelungseinrichtung 32 wiederum weist eine am Schiebeflügel 20 geführte Riegelstange 33 mit einem (mit der Riegelstange koppelbaren oder gekoppelten und) dem oberen Rahmenquerholm 13 zugewandten Riegelkopf 34 auf.
- Wie bereits angedeutet, dient die Führungseinrichtung 30 zur Führung des Schiebeflügels 20 in der am oberen Rahmenquerholm 13 angebrachten Führungsschiene 26. So kann die Führungseinrichtung 30 im am Schiebeflügel 20 befestigten Zustand den Schiebeflügel 20 in der Führungsschiene 26 führen. Die Führungseinrichtung 30 kann einen Führungsabschnitt 30' aufweisen, der in die Führungsschiene 26 hineinragt.
- Der Riegelkopf 34 weist ein unteres Kopfstück 35 sowie ein oberes Kopfstück 36 auf. Die Kopfstücke 35, 36 wiederum weisen miteinander korrespondierende Profilmerkmale P auf, mittels denen die Kopfstücke 35, 36 formschlüssig derart miteinander verbindbar sind, dass im verbundenen Zustand das obere Kopfstück 36 das untere Kopfstück 35 zur Bildung des Riegelkopfs 34 fortsetzt (vgl.
Fig.2 ). - Das untere Kopfstück 35 ist im Beispiel unmittelbar mit der Riegelstange 33 verbunden, bspw. durch Verschrauben (Außengewinde an Riegelstange 33 und Innengewinde am unteren Kopfstück 35).
- Das obere Kopfstück 36 ist in einem Innenraum 37 der Führungseinrichtung 30 angeordnet und in einem vom Innenraum 37 ausgehenden und an einer Oberseite 38 der Führungseinrichtung ausmündenden Riegelkanal 39 verschieblich geführt. Die Führungseinrichtung 30 ist an einer Montageseite 40 (im montierten Zustand dem Schiebeflügel 20 zugewandte Seite der Führungseinrichtung 30) zum Innenraum 37 hin offen.
- Die Führungseinrichtung 30 ist mittels einer Montagebewegung (vgl. Pfeil MB in
Fig.4 ) mit der Montageseite 40 stirnseitig auf den Schiebeflügel 20 aufsetzbar und am Schiebeflügel 20 befestigbar, bspw. durch Verschrauben. Die Montagebewegung MB kann so ausgestaltet sein, dass die Führungseinrichtung 30 im Wesentlichen orthogonal (Winkel von 90° ± 5°) zur Stirnseite 23' des Schiebeflügels 20 (parallel zur Verschieberichtung VR) auf die Stirnseite 23' des Schiebeflügels 20 zu bewegt wird. - Beim Aufsetzen der Führungseinrichtung 30 (Montagebewegung MB) sind die Profilmerkmale P der Kopfstücke 35, 36 einander zugewandt und aufeinander ausgerichtet, so dass die Kopfstücke 35, 36 beim (stirnseitigen) Aufsetzen der Führungseinrichtung 30 auf den Schiebeflügel 20 miteinander verbindbar sind oder miteinander verbunden werden (Paarung der Profilmerkmale P).
- Die Führungseinrichtung 30 weist an ihrer Oberseite 38 am Verbindungsabschnitt 30' ein Führungselement auf, welches im Beispiel als wälzgelagerte Führungsrolle 42 ausgebildet ist. Dies begünstigt eine reibungs- und geräuscharmen Führung in der Führungsschiene 26.
- Am oberen Rahmenquerholm 13, im Beispiel in der Führungsschiene 26, ist im Beispiel eine Riegelplatte 44 befestigt. Die Verriegelungseinrichtung 32 kann mittels der Handhabe 25 betätigt werden. Durch Betätigung der Handhabe 25 kann die Riegelstange 33 zwischen einer Verriegelungsstellung (vgl.
Fig.3 ) und einer Entriegelungsstellung (vgl.Fig.2 ) verlagert werden. In Verriegelungsstellung (vgl.Fig.3 ) ist der Riegelkopf 34 zum oberen Rahmenquerholm 13 hin verlagert, wobei das obere Kopfstück 36 mit der Riegelplatte 44 in Eingriff ist. In Entriegelungsstellung (vgl.Fig.2 ) ist der Riegelkopf 34 vom oberen Rahmenquerholm 13 weg verlagert, wobei das obere Kopfstück 36 mit der Riegelplatte 44 außer Eingriff ist. Die Riegelplatte 44 weist im Beispiel mehrere, im Querschnitt spitz zulaufende Riegelvorsprünge 45 auf (vgl.Fig.3 und5e ). - Die Riegelstange 33 ist mittels eines Halteblechs 46 am Schiebeflügel 20 geführt, wobei das Halteblech 46 einen Befestigungsabschnitt 47 zur Befestigung des Halteblechs 46 am Schiebeflügel 20, einen sich orthogonal zum Befestigungsabschnitt erstreckenden Zwischenabschnitt 48 und einen sich parallel zum Befestigungsabschnitt 47 erstreckenden Führungsabschnitt 49 aufweist, in dem die Koppelstange 33 in einem Durchgang 50 geführt ist.
- Im Innenraum 37 der Führungseinrichtung 30 erstreckt sich ein Zapfen 52 für eine Befestigungsschraube zur Befestigung der Führungseinrichtung 30 stirnseitig am Schiebeflügel 30. Der Zapfen weist einen Durchgang 54 für eine Befestigungsschraube auf (Schraubenführungskanal; vgl.
Fig.3 und5a ). - Die Kopfstücke 35, 36 erstrecken sich jeweils entlang einer Riegelachse R, R', wobei sich die Profilmerkmale P jeweils entlang einer Verbindungsachse V, V' orthogonal zur Riegelachse R, R' erstrecken (vgl.
Fig. 4 ,5a und 5b ). - Eines der Kopfstücke 35, 36 weist im Beispiel als Profilmerkmal P ein männliches Formschlusselement M auf und das jeweils andere Kopfstück 36, 35 als Profilmerkmal P ein weibliches Formschlusselement W (vgl.
Fig.4 ). Im Konkreten ist das männliche Formschlusselement M als Zapfen 56 und das weibliche Formschlusselement W als Zapfenloch 58 zur passenden Aufnahme des Zapfens 56 ausgebildet. Im Beispiel ist das männliche Formschlusselement M am unteren Kopfstück 35 und das weibliche Formschlusselement W am oberen Kopfstück 36 ausgebildet (vgl. u.a.Fig.4 ,5b und 5c ). - Benachbart zum weiblichen Formschlusselement W sind am oberen Kopfstück 36 im Beispiel zwei, vorzugsweise abgerundete, Vorsprünge 60, 61 ausgebildet, wobei der Vorsprung 60 entlang der Riegelachse R' oberhalb des weiblichen Formschlusselements W und der Vorsprung 61 entlang der Riegelachse R' unterhalb des weiblichen Formschlusselements W angeordnet ist (vgl.
Fig.5b ). - Benachbart zum männlichen Formschlusselement M sind am unteren Kopfstück 35 im Beispiel zwei, vorzugsweise abgerundete, korrespondierende Ausnehmungen 62, 63 zur Aufnahme des jeweiligen Vorsprungs 60, 61 ausgebildet, wobei die Ausnehmung 62 entlang der Riegelachse R oberhalb des männlichen Formschlusselements M und die Ausnehmung 63 entlang der Riegelachse R unterhalb des männlichen Formschlusselements M angeordnet ist (vgl.
Fig.5c ). - Das obere Kopfstück 36 weist einen Verbindungsabschnitt 64 auf, in dem im Beispiel das weibliche Formschlusselement W und die Vorsprünge 60, 61 angeordnet sind, sowie einen an den Verbindungsabschnitt 64 angrenzenden Riegelabschnitt 65 (vgl.
Fig.5b ). Der Riegelabschnitt 65 grenzt im Beispiel unmittelbar an den Verbindungsabschnitt 64 an. Der Riegelabschnitt 65 weist ggü. dem Verbindungsabschnitt 64 einen größeren Querschnitt auf. Am freien Ende des Riegelabschnitts 65 kann sich der Querschnitt des Riegelabschnitts 64 verjüngen, bspw. durch eine Schrägfläche 66. - Das untere Kopfstück 35 weist (am proximalen Ende) einen Koppelabschnitt 67 zur Kopplung mit der Riegelstange 33 und (am distalen Ende) einen Verbindungsabschnitt 68 auf, in dem das männliche Formschlusselement M und die Ausnehmungen 62, 63 angeordnet ist. Der Querschnitt des Verbindungsabschnitts 68 ist ggü. dem Querschnitt des Koppelabschnitts 67 verjüngt.
- Das untere Kopfstück 35 weist zwischen Koppelabschnitt 67 und Verbindungsabschnitt 68 einen Mittelabschnitt 69 auf, wobei im Mittelabschnitt 69 ein Langloch 70 ausgebildet ist, welches derart eingerichtet ist, dass der sich im Innenraum 37 der Führungseinrichtung 30 erstreckende Zapfen 52 für eine Befestigungsschraube zur Befestigung der Führungseinrichtung 30 das Langloch 70 durchdringen kann (Kopfstücke 35, 36 miteinander verbunden und Führungseinrichtung 30 am Schiebeflügel 20 befestigt; vgl.
Fig.2 und5a ). - Der Mittelabschnitt 69 kann am Zapfen 52 geführt sein. Der Zapfen 52 kann, insbesondere ausgehend von einem kreisringförmigen Querschnitt, in zwei gegenüberliegenden Zapfenabschnitten abgeflacht sein (vgl.
Fig.5a ). - Das Langloch 70 erstreckt sich entlang oder parallel zur Riegelachse R. Das Langloch 70 ist in seiner Länge derart bemessen, dass der Zapfen 52 das Langloch 70 unabhängig von der Stellung der Riegelstange 33 (Stellbereich zwischen Verriegelungsstellung und Entriegelungsstellung) durchdringen kann.
- Die Führungseinrichtung 30, das obere Kopfstück 36, das untere Kopfstück 35 und/oder die Riegelplatte 44 können aus Edelstahl ausgebildet sein, insbesondere im Feingussverfahren.
- Wie oben bereits erläutert, entfällt durch den mehrteiligen Riegelkopf 34 der Zwang, den Schiebeflügel 20 zuerst mit seiner Führungseinrichtung 30 oben in die Führungsschiene 26 einzuführen und den Schiebeflügel 20 dann freischwebend zu verschwenken und unten auf die Laufschiene 27 aufzusetzen.
- Stattdessen kann der Schiebeflügel 20 (unten) nun zuerst sicher in gekippter Stellung auf die Laufschiene 27 aufgesetzt und dann (oben) zum Festrahmen 12 hin verschwenkt werden, wobei durch stirnseitiges Aufsetzen der Führungseinrichtung 30 auf dem Schiebeflügel 20 die Riegelstange 33 durch Kopplung der Kopfstücke 35, 36 vervollständigt wird. Da die Führungseinrichtung 30 in die Führungsschiene 26 am oberen Rahmenquerholm 13 eingreift (Führungsabschnitt 30') und am Schiebeflügel 20 befestigt wird, ist auch die Führung des Schiebeflügels 20 am oberen Rahmenquerholm 13 hergestellt.
- Ein Verfahren zur Montage der Schiebetüranordnung mit einem oder mehreren der voranstehend beschriebenen Merkmale kann ablaufen wie oben beschrieben.
Claims (13)
- Schiebetüranordnung (10), mit einem Festrahmen (12), einem relativ zum Festrahmen (12) zwischen einer Offenstellung und einer Geschlossenstellung entlang einer Verschieberichtung (VR) verfahrbaren Schiebeflügel (20), einer Verriegelungseinrichtung (32) zur Verriegelung des Schiebeflügels (20) an einem bezogen auf die Schwerkraftrichtung (g) oberen Rahmenquerholm (13) des Festrahmens (12), wobei die Verriegelungseinrichtung (32) eine am Schiebeflügel (20) geführte Riegelstange (33) mit einem dem oberen Rahmenquerholm (13) zugewandten Riegelkopf (34) aufweist, und mit einer Führungseinrichtung (30) zur Führung des Schiebeflügels (20) in einer am oberen Rahmenquerholm (13) angebrachten Führungsschiene (26), dadurch gekennzeichnet, dass der Riegelkopf (34) ein unteres Kopfstück (35) und ein oberes Kopfstück (36) aufweist, wobei die Kopfstücke (35, 36) miteinander korrespondierende Profilmerkmale (P) aufweisen, mittels denen die Kopfstücke (35, 36) formschlüssig derart miteinander verbindbar sind, dass das obere Kopfstück (36) das untere Kopfstück (35) fortsetzt, wobei das untere Kopfstück (35) mit der Riegelstange (33) verbunden ist, wobei das obere Kopfstück (36) in einem Innenraum (37) der Führungseinrichtung (30) angeordnet und in einem vom Innenraum (30) ausgehenden und an einer Oberseite (38) der Führungseinrichtung (30) ausmündenden Riegelkanal (39) verschieblich geführt ist, wobei die Führungseinrichtung (30) an einer Montageseite (40) zum Innenraum (30) hin offen ist, wobei die Führungseinrichtung (30) mit der Montageseite (40) stirnseitig auf den Schiebeflügel (20) aufsetzbar und am Schiebeflügel (20) befestigbar ist, wobei die Profilmerkmale (P) der Kopfstücke (35, 36) einander zugewandt und aufeinander ausgerichtet sind, so dass die Kopfstücke (35, 36) beim Aufsetzen der Führungseinrichtung (30) auf den Schiebeflügel (20) miteinander verbunden werden.
- Schiebetüranordnung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Kopfstücke (35, 36) jeweils entlang einer Riegelachse (R, R') erstrecken, wobei sich die Profilmerkmale (P) jeweils entlang einer Verbindungsachse (V, V') orthogonal zur Riegelachse (R, R') erstrecken.
- Schiebetüranordnung (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Kopfstücke (35, 36) als Profilmerkmal (P) ein männliches Formschlusselement (N) aufweist und das jeweils andere Kopfstück (36, 35) als Profilmerkmal (P) ein weibliches Formschlusselement (W) aufweist.
- Schiebetüranordnung (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das männliche Formschlusselement (M) als Zapfen (56) und das weibliche Formschlusselement (W) als Zapfenloch (58) ausgebildet ist.
- Schiebetüranordnung (10) nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass benachbart zum weiblichen Formschlusselement (W) zumindest ein Vorsprung (60, 61) und benachbart zum männlichen Formschlusselement (M) zumindest eine korrespondierende Ausnehmung (62, 63) zur Aufnahme des Vorsprungs (60, 61) ausgebildet ist. - Schiebetüranordnung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Kopfstück (36) einen Verbindungsabschnitt (64) aufweist, in dem das Profilmerkmal (P) angeordnet ist, sowie einen an den Verbindungsabschnitt (64) angrenzenden Riegelabschnitt (65).
- Schiebetüranordnung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das untere Kopfstück (35) einen Koppelabschnitt (67) zur Kopplung mit der Riegelstange (33) und einen Verbindungsabschnitt (68) aufweist, in dem das Profilmerkmal (P) angeordnet ist.
- Schiebetüranordnung (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das untere Kopfstück (35) zwischen Koppelabschnitt (67) und Verbindungsabschnitt (68) einen Mittelabschnitt (69) aufweist, wobei im Mittelabschnitt (69) ein Langloch (70) ausgebildet ist, welches derart eingerichtet ist, dass ein sich im Innenraum (37) der Führungseinrichtung (30) erstreckender Zapfen (52) für eine Befestigungsschraube das Langloch (70) durchdringen kann.
- Schiebetüranordnung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am oberen Rahmenquerholm (13) eine Riegelplatte (44) befestigt ist, mit der das obere Kopfstück (36) in Geschlossenstellung des Schiebeflügels (20) in Eingriff gelangen kann.
- Schiebetüranordnung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (30), das obere Kopfstück (36), das untere Kopfstück (35) und/oder die Riegelplatte (44) aus Edelstahl ausgebildet sind.
- Schiebetüranordnung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (30) an ihrer Oberseite als Führungselement eine Führungsrolle (42) oder einen Gleitstein aufweist.
- Schiebetüranordnung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegelstange (33) mittels eines Halteblechs (46) am Schiebeflügel (20) geführt ist, wobei das Halteblech (46) einen Befestigungsabschnitt (47) zur Befestigung des Halteblechs (46) am Schiebeflügel (20), einen sich orthogonal zum Befestigungsabschnitt (47) erstreckenden Zwischenabschnitt (48) und einen sich parallel zum Befestigungsabschnitt (47) erstreckenden Führungsabschnitt (49) aufweist, in dem die Koppelstange (33) in einem Durchgang (50) geführt ist.
- Verfahren zur Montage einer Schiebetüranordnung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, das Verfahren umfassend die folgende Schritte:- Montage des Festrahmens (12) an einem Gebäudeabschluss,- Einsetzen des Schiebeflügels (20) in den Festrahmen (12), wobei der Schiebeflügel (20) in relativ zum Festrahmen (12) gekippter Stellung mit seinem unteren Flügelquerholm (22), insbesondere mittels einer Laufeinrichtung, auf einen unteren Rahmenquerholm (14) des Festrahmens (12) aufgesetzt wird,- Verschwenken des Schiebeflügels (20) aus der gekippten Stellung zum Festrahmen (12) hin, so dass ein oberer Flügelquerholm (21) und die an dem oberen Rahmenquerholm (13) des Festrahmens (12) angebrachte Führungsschiene (26) miteinander fluchten,- stirnseitiges Aufsetzen der Führungseinrichtung (30) mit der Montageseite (40) auf den Schiebeflügel (20), wobei die Kopfstücke (35, 36) beim Aufsetzen der Führungseinrichtung (30) auf den Schiebeflügel (20) durch einander zugewandte und aufeinander ausgerichtete Profilmerkmale (P) miteinander verbunden werden, und- Befestigen der Führungseinrichtung (30) am Schiebeflügel (20).
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| EP24154231.5A EP4592479B1 (de) | 2024-01-26 | 2024-01-26 | Schiebetüranordnung und verfahren zur montage einer schiebetüranordnung |
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| EP24154231.5A EP4592479B1 (de) | 2024-01-26 | 2024-01-26 | Schiebetüranordnung und verfahren zur montage einer schiebetüranordnung |
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| EP4592479A1 EP4592479A1 (de) | 2025-07-30 |
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