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Die Erfindung betrifft ein Schließersystem für eine zweiflügelige Tür, wobei das Schließersystem einen ersten Türschließer für einen Standflügel der Tür und einen zweiten Türschließer für einen Gangflügel der Tür aufweist, wobei der erste Türschließer eine am Standflügel anordenbare Schließereinheit, einen Schließerhebel und einen Gleitstein aufweist, wobei der Gleitstein über den Schließerhebel mit der Schließereinheit verbunden und in einer Gleitschiene des ersten Türschließers geführt ist, wobei das Schließersystem ferner eine Schließfolgeregelung mit einer Auslöseeinheit, einer Übertragungseinheit und einer Sperreinheit zum Sperren einer Schließbewegung des zweiten Türschließers aufweist, wobei die Sperreinheit über die Übertragungseinheit durch die Auslöseeinheit in Abhängigkeit eines Öffnungswinkels des Standflügels während einer Öffnungsbewegung des Standflügels zum Sperren der Schließbewegung des zweiten Türschließers ansteuerbar ist, und wobei die Auslöseeinheit mit dem ersten Türschließer mechanisch zusammenwirkt. Ferner betrifft die Erfindung eine zweiflügelige Tür mit einem Gangflügel und einem Standflügel, aufweisend ein Schließersystem mit einem ersten Türschließer für den Standflügel und einen zweiten Türschließer für den Gangflügel.
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Zweiflüglige Türen sind im Stand der Technik grundsätzlich bekannt. Oftmals ist hierbei vorgesehen, dass die zweiflügelige Tür einen Gangflügel sowie einen Standflügel aufweist, wobei der Standflügel im normalen Betrieb der Tür geschlossen bleibt. Derartige zweiflügelige Türen können insbesondere mit einem Schlie-ßersystem ausgestattet sein, wobei jedem der Türflügel ein Türschließer des Schließersystems zugeordnet ist. Da für ein vollständiges Schließen der Tür erforderlich ist, dass der Standflügel bereits vollständig geschlossen ist bevor der Gangflügel seinen Schließvorgang beendet, sind Schließersysteme für zweiflügelige Türen zumeist mit einer Schließfolgeregelung ausgestattet. Elementar wichtig ist dies beispielsweise bei Brandschutztüren um eine sichere Funktion, insbesondere im Brandfall eine vollständige Schließung beider Türflügel, sicherzustellen.
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Bekannte Schließfolgeregelungen weisen zumeist eine Auslöseeinheit auf, durch die eine Öffnung des Standflügels erkannt werden und dadurch das Sperren einer Schließbewegung des Gangflügels ausgelöst werden kann. Derartige Auslöseeinheiten sind beispielsweise an einer Mitnehmerklappe oder an einem Schließerhebel des Türschließers des Standflügels angeordnet. Dadurch sind diese Auslöseeinheiten zumeist zugänglich und können damit extern manipuliert werden. Eine zuverlässige Auslösung der Sperrung des Schließvorgangs des Gangflügels kann daher nicht zu jederzeit sichergestellt werden. Auch wirken sich derart sichtbare Auslöseeinheiten oftmals nachteilig auf einen äußeren Gesamteindruck der gesamten zweiflügeligen Tür aus.
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Bei einem Türschließer mit Gleitschiene kann ferner vorkommen, dass der Gleitstein bei kleinen Türwinkeln beim Öffnen und Schließen der entsprechenden Tür eine Bewegung mit einem Wendepunkt ausführt, d.h. dass ein bestimmter Bereich der Gleitschiene vom Gleitstein doppelt überfahren wird. Dies kann insbesondere bei bandgegenseitig auf dem Türflügel montierten Türschließern auftreten, wobei ein solches Verhalten, abhängig von der jeweiligen Tür- und Türschließergeometrie, jedoch auch bei anderen Montagearten auftreten kann. Ein Auslösen der Schließfolgeregelung nur über den Hub des Gleitsteins ist somit im doppelt überfahrenen Bereich der Gleitschiene nicht ohne weiteres möglich.
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Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, voranstehend beschriebene Nachteile von bekannten Schließersystemen sowie von bekannten zweiflügeligen Türen des Stands der Technik zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Schließersystem sowie eine zweiflügelige Tür zu schaffen, bei der ein Schutz einer Auslöseeinheit gegen ungewollte äußere Manipulation verbessert ist, und bei der bevorzugt ein Auslösen einer Sperrung einer Schließbewegung auch bei einem Gleitstein im doppelt überfahrenen Bereich der Gleitschiene möglich ist.
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Voranstehende Aufgabe wird durch die Patentansprüche gelöst. Insbesondere wird die Aufgabe durch ein Schließersystem mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 sowie durch eine zweiflügelige Tür mit den Merkmalen des Anspruchs 15 gelöst. Weitere Merkmale und Vorteile des erfindungsgemäßen Schlie-ßersystems sowie der erfindungsgemäßen zweiflügeligen Tür ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen.
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Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe gelöst durch ein Schließersystem für eine zweiflügelige Tür, wobei das Schließersystem einen ersten Türschließer für einen Standflügel der Tür und einen zweiten Türschließer für einen Gangflügel der Tür aufweist, wobei der erste Türschließer eine am Standflügel anordenbare Schließereinheit, einen Schließerhebel und einen Gleitstein aufweist, wobei der Gleitstein über den Schließerhebel mit der Schließereinheit verbunden und in einer Gleitschiene des ersten Türschließers geführt ist, wobei das Schließersystem ferner eine Schließfolgeregelung mit einer Auslöseeinheit, einer Übertragungseinheit und einer Sperreinheit zum Sperren einer Schließbewegung des zweiten Türschließers aufweist, wobei die Sperreinheit über die Übertragungseinheit durch die Auslöseeinheit in Abhängigkeit eines Öffnungswinkels des Standflügels während einer Öffnungsbewegung des Standflügels zum Sperren der Schließbewegung des zweiten Türschließers ansteuerbar ist, und wobei die Auslöseeinheit mit dem ersten Türschließer mechanisch zusammenwirkt. Das erfindungsgemäße Schließersystem ist dadurch gekennzeichnet, dass die Auslöseeinheit ein im Inneren der Gleitschiene angeordnetes Auslöseelement zum lösbaren Koppeln der Auslöseeinheit und der Übertragungseinheit aufweist, wobei ein Gleitsteinende des Schließerhebels drehbar mit dem Gleitstein und drehfest mit dem Auslöseelement verbunden ist und der Gleitstein zwischen dem Gleitsteinende und dem Auslöseelement angeordnet ist.
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Das erfindungsgemäße Schließersystem ist für eine zweiflügelige Tür vorgesehen. Dafür weist das Schließersystem den ersten und zweiten Türschließer auf, wobei der erste Türschließer für ein Schließen des Standflügel und der zweite Türschlie-ßer für ein Schließen des Gangflügels vorgesehen ist. Zumindest der erste Türschließer, bevorzugt beide Türschließer, sind mit einer Gleitschiene ausgestattet, in der ein Gleitstein verschiebbar gelagert ist. Der Gleitstein ist über einen Schlie-ßerhebel mit einer Schließereinheit des Türschließers verbunden, wobei die Schließereinheit eine mechanische, elektromechanische und/oder hydraulische Antriebseinheit für das Antreiben eines Schließvorgangs des entsprechenden Türflügels aufweist. Die Schließereinheit ist direkt am Türflügel, die Gleitschiene am Türsturz anordenbar, bevorzugt in einer bandgegenseitigen Montage, alternativ auch in einer bandseitigen Montage.
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Weiter ist das erfindungsgemäße Schließersystem mit einer Schließfolgeregelung ausgestattet, um ein sicheres und insbesondere vollständiges Schließen der zweiflügeligen Tür auch bei geöffneten Standflügel sicherzustellen. Eine Auslöseeinheit der Schließfolgeregelung ist zum Erkennen einer Öffnung des Standflügels, insbesondere einer Öffnung die einen vorgesehenen beziehungsweise entsprechend eingestellten und im Folgenden mit Auslösewinkel bezeichneten Öffnungswinkel, überschreitet, als Teil der Schließfolgeregelung vorgesehen und für diese Funktionalität zum Zusammenwirken mit dem ersten Türschließer ausgebildet. Die durch die Auslöseeinheit erzeugte Auslösung wird über eine Übertragungseinheit an eine Sperreinheit weitergeleitet, beispielsweise mechanisch über eine Schubstange und/oder einen Bowdenzug, oder aber auch hydraulisch, pneumatisch und/oder durch elektrische und/oder elektronische Weiterleitung der Auslöseinformation. Sowohl Übertragungseinheit als auch Sperreinheit sind hierbei weitere Elemente der Schließfolgeregelung.
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Die Sperreinheit bewirkt bei Vorliegen der Auslösung ein Sperren einer Schließbewegung des Gangflügels, beispielsweise durch Zusammenwirken mit dem zweiten Türschließer oder durch direktes Einwirken auf den Gangflügel. Bevorzugt wird durch die Sperreinheit der Schließvorgang nur ab einem vorgesehenen beziehungsweise entsprechend eingestellten Grenzschließwinkel des Gangflügels gesperrt, mit anderen Worten der Schließvorgang für Öffnungswinkel größer des Grenzschließwinkels ist weiterhin möglich. Ebenfalls bevorzugt ist jeglicher Öffnungsvorgang des Gangflügels möglich, unabhängig von einer eventuell vorhandenen Auslösung durch die Auslöseeinheit.
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Erfindungswesentlich ist bei dem erfindungsgemäßen Schließersystem vorgesehen, dass eines der wesentlichen Elemente der Auslöseeinheit, nämlich ein Auslöseelement, im Inneren der Gleitschiene angeordnet ist. Im Inneren der Gleitschiene bedeutet dabei im Sinne der Erfindung beispielsweise, dass bei einer im Wesentlichen U-artig ausgeformten Gleitschiene das Auslöseelement zwischen den beiden Schenkeln im Bereich der Verbindung der beiden Schenkeln angeordnet ist. Dadurch ist das Auslöseelement im Wesentlichen durch die Gleitschiene verdeckt und dadurch vor ungewollter Manipulation geschützt. Weiter kann dadurch ein besonders gefälliges Design der gesamten Schließereinheit ermöglicht werden, bei der insbesondere das Vorhandensein der Schließfolgeregelung nicht oder zumindest nur unwesentlich sichtbar ist.
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Das Auslöseelement ist insbesondere für eine lösbare Kopplung der Auslöseeinheit mit der Übertragungseinheit vorgesehen. Mit anderen Worten wird durch das Auslöseelement eine Auslösung, die insbesondere bei einem spezifischen Öffnungswinkel, nämlich dem Auslösewinkel, des Standflügels erfolgt, an die Übertragungseinheit weitergegeben, die wiederum eine Weiterleitung der Auslösung an die Sperreinheit bereitstellt. Mit anderen Worten, der Auslösewinkel ist derjenige Öffnungswinkel des Standflügels, bei dem die Auslösung der Schließfolgeregelung vollumfänglich abgeschlossen ist
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Wie voranstehend bereits beschrieben, reicht insbesondere bei einer bandgegenseitigen Montage des erfindungsgemäßen Schließersystems allein die Position des Gleitsteins in der Gleitschiene als Auslösekriterium zum Sicherstellen einer Sperrung des Schließvorgangs des Gangflügels abhängig von einem Öffnungswinkel des Standflügels nicht aus, da die Bewegung des Gleitsteins einen Wendepunkt aufweist und somit ein Teil der Gleitschiene während des Öffnungsvorgangs des Standflügels doppelt durchfahren wird.
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Aus diesem Grund ist erfindungsgemäß eine Kopplung des Auslöseelements mit dem Schließerhebel des ersten Türschließers vorgesehen, dessen Drehwinkel, beispielsweise gemessen relativ zum Gleitstein, direkt und eindeutig mit einem Öffnungswinkel des Standflügels korreliert ist. Der Schließerhebel erstreckt sich von seinem Schließerende, an dem er mit der Schließereinheit mechanisch wirkverbunden ist, bis zu einem entgegengesetzten Gleitsteinende, an dem er mit dem Gleitstein zusammenwirkt. Hierfür ist der Schließerhebel am Gleitsteinende drehbar mit dem Gleitstein, jedoch gleichzeitig auch drehfest mit dem Auslöseelement verbunden.
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Die drehbare Verbindung mit dem Gleitstein ermöglicht insbesondere, dass sich der Gleitstein linear entlang der Gleitschiene bewegen kann, wenn sich während des Öffnungsvorgangs des Standflügels der Winkel zwischen Schließerhebel und Gleitstein kontinuierlich ändert. Gleichzeitig stellt die drehfeste Verbindung des Schließerhebels mit dem Auslöseelement sicher, dass sich der Winkel des Schließerhebels, der mit dem Öffnungswinkel des Standflügels eindeutig korreliert ist, unmittelbar auch auf die Position beziehungsweise Orientierung und Drehung des Auslöseelements überträgt. Mit anderen Worten, die Position, Orientierung und Drehung des Auslöseelements ist ebenfalls eindeutig mit dem Öffnungswinkel des Standflügels korreliert.
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Darüber hinaus ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass sich der Gleitstein zwischen dem Auslöseelement und dem Schließerhebel, insbesondere zwischen dem Auslöseelement und dem Gleitsteinende des Schließerhebels, befindet. Der Schließerhebel ist außerhalb der Gleitschiene angeordnet, insbesondere beispielsweise um die mit einer Bewegung des Standflügels einhergehenden Schwenk- und Drehbewegungen ungehindert ausführen zu können. Gleichzeitig ist der Gleitstein wenigstens im Wesentlichen in der Gleitschiene angeordnet, zumindest so weit, dass seine Führung in der Gleitschiene zuverlässig sichergestellt werden kann. Da nun erfindungsgemäß das Auslöseelement und das Gleitsteinende des Schließerhebels auf verschiedenen, sich gegenüberliegenden Seiten des Gleitsteins angeordnet sind, kann besonders einfach sichergestellt werden, dass das Auslöseelement und damit zumindest im Wesentlichen die Auslöseeinheit im Inneren der Gleitschiene angeordnet ist. Alle voranstehend beschriebenen und damit einhergehenden Vorteile können dadurch besonders einfach ermöglicht werden.
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Weiter kann das erfindungsgemäße Schließersystem derart ausgebildet sein, dass am Gleitsteinende eine Welle drehfest befestigt ist, wobei die Welle eine durchgehende Lageröffnung des Gleitsteins durchgreift und anschließend das Auslöseelement an der Welle drehfest angeordnet ist. Die drehfest am Gleitsteinende des Schließerhebels angeordnete Welle ermöglicht auf besonders einfache Art und Weise, mit einem einzigen Bauteil beide voranstehend beschriebene Eigenschaften des erfindungsgemäßen Schließersystems bereitzustellen. Zum Einen wird die drehbare Lagerung des Gleitsteins am Gleitsteinende des Schließerhebels durch das Durchgreifen einer Lageröffnung im Gleitstein durch die Welle ermöglicht. Zum Anderen ist durch die Welle auf der vom Schließerhebel abgewandten Seite des Gleitsteins dennoch ein drehfest mit dem Schließerhebel verbundenes Bauelement vorhanden, so dass auch sowohl die drehfeste Verbindung des Auslöseelements mit dem Schließerhebel, als auch die Positionierung des Gleitsteins zwischen dem Schließerhebel und dem Auslöseelement verwirklicht werden kann.
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Ferner kann das erfindungsgemäße Schließersystem dadurch gekennzeichnet sein, dass die Übertragungseinheit eine ortsfest in der Gleitschiene angeordnete Koppelmechanik zum lösbaren Koppeln mit dem Auslöseelement aufweist, wobei die Koppelmechanik in Abhängigkeit von einer Drehposition des Auslöseelements mit dem Auslöseelement lösbar koppelbar ist, und bei Kopplung mit dem Auslöseelement eine Bewegung des Auslöseelements in die Übertragungseinheit zum Ansteuern der Sperreinheit einleitet. Eine ortsfeste Anordnung der Koppelmechanik im Sinne der Erfindung bedeutet insbesondere, dass die Koppelmechanik als Ganzes in der Gleitschiene ortsfest angeordnet beziehungsweise positioniert ist, wobei beispielsweise zumindest eine Lagerachse eines Elements der Koppelmechanik stationär und damit ortsfest in der Gleitschiene lokalisiert ist, sich jedoch weitere Elemente der Koppelmechanik relativ zu dieser stationären Lagerachse bewegen können. Hierfür ist die Koppelmechanik speziell ausgebildet, so dass sie für diese beschriebene Montage in der Gleitschiene anordenbar beziehungsweise positionierbar ist. Insgesamt stellt die Koppelmechanik die mechanische Wirkverbindung zwischen dem Auslöseelement der Auslöseeinheit und der Übertragungseinheit her, die erfindungsgemäß lösbar ausgebildet ist. Durch die Abhängigkeit der Kopplung von einer Drehposition des Auslöseelements ist hierbei automatisch auch die Drehposition des Schließerhebels und damit der Öffnungswinkel des Standflügels auf besonders einfache Art und Weise mit berücksichtigt. Ein Weiterleiten einer Auslösung durch die Auslöseeinheit über die Übertragungseinheit an die Sperreinheit kann somit ebenfalls in Abhängigkeit des Öffnungswinkels des Standflügels erfolgen. Dies kann insbesondere bei einer bandgegenseitigen Montage des Schließersystems von Vorteil sein, da hierbei der Gleitstein, wie oben bereits ausgeführt, eine Bewegung mit einem Wendepunkt durchführt und damit eine Abhängigkeit der Kopplung allein von einer Position des Gleitsteins in der Gleitschiene nicht ausreicht, jedoch im montierten Zustand des Schließersystems ein Öffnungswinkels des Standflügels eine Position des Gleitsteins in der Gleitschiene zusammen mit einer Drehposition des Auslöseelements eindeutig festlegt.
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Ferner kann das erfindungsgemäße Schließersystem dadurch weiterentwickelt sein, dass ein Öffnungswinkel des Standflügels, bei dem im montierten Zustand des Schließersystems eine Kopplung der Koppelmechanik mit dem Auslöseelement und damit eine Ansteuerung der Sperreinheit erfolgt, durch eine Anordnungsposition der Koppelmechanik in der Gleitschiene und/oder durch eine relative Ausrichtung des Auslöseelements zum Schließerhebel einstellbar ist. Die Anordnungsposition legt hierbei insbesondere die Position des Gleitsteins fest, bei der ein Zusammenwirken des mit dem Gleitstein mitbewegten Auslöseelements und der Koppelmechanik erfolgen kann. Eine relative Ausrichtung des Auslöseelements zum Schließerhebel wiederum hat Einfluss auf die tatsächlich eingenommene Orientierung des Auslöseelements zum Gleitstein, zur Gleitschiene und auch zur Koppelmechanik. Dadurch kann insbesondere der Auslösewinkel, also der Öffnungswinkel des Standflügels, bei dem durch die Auslöseeinheit eine Auslösung der Schließfolgeregelung erfolgt, eingestellt werden. Verschiedene Konfigurationen von zweiflügeligen Türen, insbesondere unterschiedliche Breiten sowohl des Standflügels als auch des Gangflügels und auch asymmetrische Türteilungen, bedingen jeweils angepasste Auslösewinkel und können somit berücksichtigt werden.
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In einer erneuten Weiterentwicklung kann das erfindungsgemäße Schließersystem ferner umfassen, dass die Anordnungsposition derart ist, dass im montierten Zustand der Öffnungswinkel des Standflügels, der dadurch für eine Ansteuerung der Sperreinheit eingestellt ist, 5° oder kleiner ist. Auf diese Weise kann bereits bei besonders kleinem Öffnungswinkel des Standflügels eine Auslösung der Schließfolgeregelung und damit eine Sperrung einer Schließbewegung des Gangflügels ermöglicht werden. Mit anderen Worten, es können besonders kleine Öffnungswinkel des Standflügels als Auslösewinkel festgelegt und gewählt werden. Eine Sicherstellung eines Abschlusses des Schließvorgangs des Standflügels vor dem Schließen des Gangflügels kann dadurch weiter verbessert werden.
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Auch kann bei dem erfindungsgemäßen Schließersystem vorgesehen sein, dass das Auslöseelement als ein einarmiger Auslösehebel mit einen Auslösepin ausgebildet ist, wobei der Auslösehebel an einem Ende drehfest mit dem Schließerhebel verbunden ist und am anderen Ende den Auslösepin trägt, und wobei die Koppelmechanik einen als ein einarmiger Hebel ausgebildeten Mitnehmerhebel aufweist, wobei der Mitnehmerhebel ein Schienenende und ein gegenüberliegendes Mitnehmerende aufweist sowie an seinem Schienenende ortsfest aber drehbar gelagert ist und eine zum Mitnehmerende hin offene u-förmige Mitnehmeraufnahme aufweist, und wobei zum lösbaren Koppeln des Auslöseelements mit der Übertragungseinheit der Auslösepin in die Mitnehmeraufnahme eingreift. Hebel, insbesondere einarmige Hebel, sind mechanisch besonders einfache, dadurch aber auch besonders zuverlässige Elemente, ebenso Pins und Aufnahmen, in die diese Pins eingreifen.
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Alternativ zur Ausgestaltung mit einem Auslösepin an einem einarmigen Auslösehebel und mit einen einarmigen Mitnehmerhebel mit einer Mitnehmeraufnahme sind auch andere kinematisch gleichwertige Übertragungsglieder denkbar, die eine lösbare Kopplung zwischen dem Auslöseelement und der Koppelmechanik ermöglichen.
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Weiter ermöglicht das Zusammenwirken des Auslösepins am Auslösehebel mit der u-förmig ausgestalteten Mitnehmeraufnahme am Mitnehmerhebel, dass die erfindungsgemäß vorhandene Lösbarkeit der Kopplung ermöglicht ist. Der Auslösehebel, der bevorzugt drehfest auf einer am Gleitsteinende des Schließerhebels angeordneten Welle sitzt, dreht bei einer Öffnungsbewegung des Standflügels mit dem Schließerhebel mit, wodurch auch der Auslösepin bewegt wird, insbesondere in einer überlagerten Bewegung zusammengesetzt aus der Drehbewegung des Auslösehebels und der Gleitbewegung des Gleitsteins. Am Anordnungsort der Koppelmechanik sind die dann durch den Auslösepin und die Mitnehmeraufnahme eingenommenen Positionen bevorzugt derart aufeinander abgestimmt, dass der Auslösepin in die Mitnehmeraufnahme eingreift und so die Auslöseeinheit und die Übertragungseinheit miteinander gekoppelt sind. Ein Weiterleiten der Auslösung an die Sperreinheit kann somit erfolgen. Die Position der Mitnehmeraufnahme wird hierbei insbesondere zum einen durch die Lagerachse am Schienenende des Mitnehmerhebels festgelegt, wobei diese Lagerachse ortsfest in der Gleitschiene angeordnet ist und dadurch die Anordnungsposition der gesamten Koppelmechanik in der Gleitschiene bestimmt. Weiter ist auch eine Richtung, in der sich der Mitnehmerhebel ausgehend vom Schließerende bis hin zum Mitnehmerende erstreckt, wichtig für die Funktion der Schließfolgeregelung und bevorzugt entsprechend einstellbar.
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Gemäß einer weiterentwickelten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Schlie-ßersystems kann ferner vorgesehen sein, dass die Mitnehmeraufnahme zwei unterschiedlich lange Schenkel aufweist. Wie voranstehend bereits mehrfach ausgeführt, kann das erfindungsgemäße Schließersystem in bandgegenseitiger Montage eingesetzt werden. Daher ist es denkbar, dass der Auslösepin, entsprechend der Bewegung des Gleitsteins nahe dessen Umkehrpunkt, zweimal an der Koppelmechanik und insbesondere an der Mitnehmeraufnahme vorbeigleitet, einmal beim gewünschten Auslösewinkel und einmal bei einem Öffnungswinkel des Standflügels, der eben nicht dem Auslösewinkel entspricht. Um ein Anschlagen oder sogar Eingreifen des Auslösepins an der beziehungsweise in die Mitnehmeraufnahme eben diesem nicht dem Auslösewinkel entsprechenden Öffnungswinkel zu verhindern, ist es vorteilhaft, die beiden Schenkel der Mitnehmeraufnahme unterschiedlich lang auszuformen. Insbesondere beispielsweise nach einer bereits erfolgten Auslösung kann der Mitnehmerhebel verschwenkt sein, so dass der Auslösepin bei seiner Bewegung entlang der Gleitschiene nur an einem der beiden Schenkel anschlagen würde. Durch eine entsprechende Verkürzung dieses Schenkels kann dies vermieden werden, ein Anschlagen des Auslösepins und insbesondere eine fehlerhafte Rücknahme der Auslösung durch ein erneutes Eingreifen des Auslösepins in die Mitnehmeraufnahme kann dadurch sicher verhindert werden.
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Auch kann das erfindungsgemäße Schließersystem dadurch gekennzeichnet sein, dass die Koppelmechanik einen Zwischenhebel und die Übertragungseinheit eine linear entlang der Gleitschiene verschiebbar gelagerte Schubstange aufweist, wobei der Zwischenhebel am Mitnehmerende drehbar gelagert und mit der Schubstange gekoppelt ist, bevorzugt drehbar gekoppelt ist, und wobei insbesondere die Mitnehmeraufnahme muldenartig ausgebildet ist. Im montierten Zustand ist die Auslöseeinheit zumeist im Bereich des Standflügels, die Sperreinheit jedoch im Bereich des Gangflügels angeordnet. Um eine Distanz zwischen diesen beiden Einheiten zu überbrücken, haben sich Schubstangen als besonders geeignet erwiesen, da sie wenig Bauraum benötigen und dennoch sicher und zuverlässig Kräfte und daher eine vorliegende Auslösung übertragen können. Durch einen Zwischenhebel, der sowohl am Mitnehmerende als auch an einem entsprechenden Ende der Schubstange drehbar angeordnet ist, kann eine Anbindung einer derartigen Schubstange an die oben beschriebene Koppelmechanik mit Mitnehmerhebel besonders einfach und sicher ermöglicht werden. Insbesondere kann durch den Zwischenhebel die Drehbewegung des Mitnehmerhebels in die lineare Bewegung der Schubstange umgewandelt werden.
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Um einen möglichst großen Hub bei gleichzeitiger Minimierung des nötigen Bauraumbedarfs zu ermöglichen, ist der Zwischenhebel am Mitnehmerende des Mitnehmerhebels angelenkt. Dies kann durch eine muldenartige Ausgestaltung der Mitnehmeraufnahme ermöglicht werden. Muldenartig im Sinne der Erfindung bedeutet hierbei, dass die u-förmige Mitnehmeraufnahme parallel zur Ebene, in der das "U" der u-förmigen Mitnehmeraufnahme angeordnet ist, auf einer Seite durch Material des Mitnehmerhebels geschlossen ist, zur gegenüberliegenden Seite hin jedoch unbedeckt bleibt. Von dieser unbedeckten Seite aus kann dann der Auslösepin ungehindert in die Mitnehmeraufnahme eingreifen, wohingegen am nun vorhandenen Material am Mitnehmerende des Mitnehmerhebels eine Lagerung für den Zwischenhebel angeordnet werden kann.
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In einer weiteren Ausgestaltung kann das erfindungsgemäße Schließersystem dadurch gekennzeichnet sein, dass die Auslöseeinheit und die Koppelmechanik, bevorzugt die Auslöseeinheit und die Übertragungseinheit, vollständig innerhalb der Gleitschiene angeordnet sind. Gemäß der Erfindung bedeutet vollständig innerhalb der Gleitschiene angeordnet, dass keine Elemente der Auslöseeinheit und der Koppelmechanik, bevorzugt der Auslöseeinheit und der gesamten Übertragungseinheit, außerhalb des durch die Gleitschiene umgriffenen Volumens angeordnet sind. So sind beispielsweise bei einer im Wesentlichen u-förmig ausgestalteten Gleitschiene alle entsprechenden Elemente in der durch die Gleitschiene gebildeten und ebenfalls zumindest im Wesentlichen u-förmigen Aufnahme angeordnet. Ein für die Anordnung der Auslöseeinheit und der Koppelmechanik, insbesondere der gesamte Übertragungseinheit, zusätzlich nötiger Bauraumbedarf kann dadurch vermieden werden. Auch kann durch die Anordnung vollständig innerhalb der Gleitschiene ein Schutz gegen eine ungewollte und/oder sogar unerlaubte Betätigung erhöht werden, da die entsprechenden Elemente nur schwer oder sogar gar nicht zugänglich sind. Schließlich ist eine derartige versteckte Anordnung optisch auch ansprechender, als wenn außerhalb der Gleitschiene noch hervorstehende Bauteile sichtbar wären.
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Darüber hinaus kann das erfindungsgemäße Schließersystem auch umfassen, dass das Schließersystem eine elektrisch ansteuerbare Feststelleinrichtung zum Feststellen des Gangflügels aufweist, wobei die Feststelleinrichtung im Bereich der Auslöseeinheit in und/oder an der Gleitschiene angeordnet ist und mit der Übertragungseinheit zum Sperren des Gangflügels koppelbar ist. Eine derartige elektrisch ansteuerbare Feststelleinrichtung wird auch als E-Feststelleinrichtung bezeichnet. Im Folgenden werden die Ausdrücke Feststelleinrichtung und E-Feststelleinrichtung synonym zueinander verwendet. Durch eine Feststelleinrichtung wird die Funktionalität bereitgestellt, dass ein Türflügel, vorliegend der Gangflügel, festgestellt und somit gezielt offengehalten wird, wahlweise zeitlich begrenzt oder, zumindest theoretisch, auch zeitlich unbegrenzt. Dies kann beispielsweise für Türen, insbesondere zum Beispiel Brandschutztüren, von Vorteil sein, die im normalen Betrieb barrierefrei durchgängig sein sollen und nur im Gefahrfall geschlossen werden sollen beziehungsweise müssen, wofür die Schließereinheiten des erfindungsgemäßen Schließersystems eingesetzt werden können.
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Wie oben bereits ausführlich beschrieben, kann durch die Schließfolgeregelung des erfindungsgemäßen Schließersystems der Gangflügel gezielt gesperrt werden und damit ein Schließvorgang des Gangflügels verhindert werden. Dies stellt jedoch im Wesentlichen auch die Funktionalität einer Feststelleinrichtung dar. Durch die Kopplung der Feststelleinrichtung mit der Übertragungseinheit kann somit die Übertragungseinheit und damit auch die mit dieser gekoppelten Sperreinheit durch die Feststelleinrichtung mit verwendet und angesteuert werden. Mit anderen Worten, auf eine separat nur für die Feststelleinrichtung vorgesehene Sperreinheit und deren Ansteuerung kann verzichtet werden.
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Als Feststelleinrichtung im Sinne der Erfindung wird somit nur diejenige Bauelementgruppe verstanden, die verschieden zu den Bauelementen der Schließfolgeregelung ist, also insbesondere ein Impulsgeber zum Auslösen der Feststellung des Gangflügels. Ein derartiger Impulsgeber kann beispielsweise ein Elektromagnet, insbesondere ein Hubmagnet, sein. Unnötige Bauelemente und der damit einhergehende Bauraumbedarf und Kostenaufwand können vermieden werden.
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Die Feststelleinrichtung ist im Bereich der Auslöseeinheit in und/oder an der Gleitschiene angeordnet und dort auch mit der Übertragungseinheit koppelbar. Somit können in dieser Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Schließersystems im Wesentlichen die für eine Übertragung einer Ansteuerung eingesetzten Bauelemente der Übertragungseinheit und die Sperreinheit sowohl durch die Schließfolgeregelung als auch durch die Feststelleinrichtung verwendet werden.
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Ferner kann das erfindungsgemäße Schließersystem dadurch weiterentwickelt sein, dass die Feststelleinrichtung vollständig in der Gleitschiene angeordnet ist. In dieser Ausgestaltungsform ist die Feststelleinrichtung von außerhalb der Gleitschiene nicht sichtbar und insbesondere auch nicht oder nur sehr schwer zugänglich, und dadurch auch gegen unerwünschte oder gar unerlaubte Manipulation geschützt. Neben einem besonders gefälligen Erscheinungsbild kann dadurch auch eine ungewollte, unerwünschte oder sogar unerlaubte Aktivierung der Feststellung des Gangflügels verhindert oder zumindest deutlich erschwert werden. Ein verbesserter Schutz gegen Vandalismus kann dadurch erreicht werden.
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Gemäß einer Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen Schließersystems kann ferner vorgesehen sein, dass bei Aktivierung der Feststelleinrichtung eine Weiterleitung einer durch die Auslöseeinheit erzeugte Auslösung durch die Übertragungseinheit aufgehoben ist. Auch bei bereits durch die Feststelleinrichtung festgestellten Gangflügel ist eine Öffnung des Standflügels weiterhin möglich, wodurch automatisch durch die Auslöseeinheit der Schließfolgeregelung eine Ansteuerung der Sperreinheit ausgelöst wird. Da der Gangflügel jedoch bereits festgestellt ist und damit ein Schließvorgang des Gangflügels unterbunden ist, könnte diese zusätzliche Ansteuerung, da sie wie die Feststelleinrichtung die Übertragungseinheit und die Sperreinheit zum Sperren des Gangflügels einsetzt, zu einer gegenseitigen und insbesondere negativen Beeinflussung der Feststelleinrichtung und der Schließfolgeregelung führen. Durch eine Aufhebung der Weiterleitung einer Auslösung der Auslöseeinheit durch die Übertragungseinheit bei einer aktivierten Feststelleinrichtung kann diese Fehlerquelle vermieden werden.
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Auch kann das erfindungsgemäße Schließersystem dadurch weiterentwickelt sein, dass die Kopplung des Zwischenhebels an der Schubstange durch ein Anschlagen eines Vorsprungs des Zwischenhebels an einem Anschlagende eines Langlochs der Schubstange erzeugt ist, wobei bei Aktivierung der Feststelleinrichtung die Schubstange verschoben ist und damit das Anschlagen des Vorsprungs am Anschlagende aufgehoben ist. In dieser speziellen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Schließersystems ist sowohl eine Schubstange als Teil der Übertragungseinheit, als auch eine Feststelleinrichtung vorhanden. Sowohl die Feststelleinrichtung als auch die Koppelmechanik der Übertragungseinheit verschieben die Schubstange um die Sperreinheit anzusteuern und dadurch einen Schließvorgang des Gangflügels zu verhindern. Dieses Verschieben der Schubstange erfolgt in beiden Fällen in die gleiche Richtung, zumeist in Richtung des Gangflügels. Durch die Ausgestaltung der Kopplung zwischen dem Zwischenhebel und der Schubstange über ein Langloch in der Schubstange und einem Vorsprung, der bevorzugt pinartig ausgebildet sein kann, am Zwischenhebel kann besonders einfach, sicher und insbesondere reversibel ermöglicht werden, dass bei Aktivierung der Feststelleinrichtung, wodurch die Schubstange ebenfalls verschoben wird, der Vorsprung nicht mehr am Anschlagende des Langlochs anschlägt und dadurch eine Weiterleitung einer durch die Auslöseeinheit erzeugte Auslösung durch die Übertragungseinheit aufgehoben ist. Bei Deaktivierung der Feststelleinrichtung wird bevorzugt die Schubstange wieder in ihre Ausgangsstellung zurück verschoben, wodurch das Anschlagen des Vorsprungs am Anschlagende des Langlochs wiederhergestellt ist. Die Aufhebung der Weiterleitung ist dadurch beendet.
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Gemäß einer erneuten Weiterentwicklung kann bei dem erfindungsgemäßen Schließersystem ferner vorgesehen sein, dass der Vorsprung des Zwischenhebels in Richtung des Anschlagendes federbelastet ist. Auf diese Weise kann besonders einfach sichergestellt werden, dass bei Beendigung der Aktivierung der Feststelleinrichtung der Vorsprung am Zwischenhebel wieder am Anschlagende des Langlochs in der Schubstange anschlägt. Eine Funktionssicherheit des erfindungsgemäßen Schließersystems, insbesondere der Schließfolgeregelung, kann dadurch gesteigert werden.
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Ferner wird die Aufgabe gelöst durch eine zweiflügelige Tür mit einem Gangflügel und einem Standflügel, aufweisend ein Schließersystem mit einem ersten Türschließer für den Standflügel und einen zweiten Türschließer für den Gangflügel. Die erfindungsgemäße zweiflügelige Tür ist dadurch gekennzeichnet, dass das Schließersystem gemäß der Erfindung ausgebildet ist. Sämtliche Vorteile, die voranstehend in Bezug auf ein Schließersystem gemäß der Erfindung beschrieben worden sind, können somit auch durch eine zweiflügelige Tür gemäß der Erfindung bereitgestellt werden, die das Schließersystem gemäß der Erfindung aufweist.
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Die Erfindung wird im Folgenden mit Bezug auf Figuren beschrieben. Elemente mit gleicher Funktion und Wirkungsweise werden in den Figuren jeweils mit denselben Bezugszeichen versehen.
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Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- Eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen zweiflügeligen Tür,
- Fig. 2
- Eine Ausführungsform von Elementen des erfindungsgemäßen Schließersystems während einer Öffnung des Standflügels bei einem ersten Öffnungswinkel des Standflügels,
- Fig. 3
- Das Schließersystem von Fig. 2 bei einem zweiten Öffnungswinkel des Standflügels,
- Fig. 4
- Das Schließersystem von Fig. 2 bei einem dritten Öffnungswinkel des Standflügels,
- Fig. 5
- Das Schließersystem von Fig. 2 bei einem vierten Öffnungswinkel des Standflügels,
- Fig. 6
- Das Schließersystem von Fig. 2 bei einem fünften Öffnungswinkel des Standflügels,
- Fig. 7
- Eine Ausführungsform von Elementen des erfindungsgemäßen Schließersystems umfassend eine Feststelleinrichtung,
- Fig. 8
- Das Schließersystem von Fig. 7 bei Auslösung durch Öffnung des Standflügels, und
- Fig. 9
- Das Schließersystem von Fig. 7 bei Aktivierung der Feststelleinrichtung.
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Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße zweiflügelige Tür 200 mit einem Standflügel 210 und einem Gangflügel 220. Die Tür 200 ist ferner mit einem erfindungsgemä-ßen Schließersystem 100 ausgestattet. Eine Mitnehmerklappe 104 stellt sicher, dass bei einer Öffnung des Standflügels 210 auch der Gangflügel 220 mit aufgedrückt wird.
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Das Schließersystem 100 weist insbesondere für den Standflügel 210 einen ersten Türschließer 110 und für den Gangflügel 220 eine zweiten Türschließer 120 auf. Wie dargestellt, kann das gesamte Schließersystem 100 in bandgegenseitiger Montage an der Tür 200 angeordnet sein.
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Insbesondere der erste Türschließer 110, bevorzugt und wie dargestellt beide Türschließer 110, 120, ist beziehungsweise sind mit einer Gleitschiene 132 ausgestattet, in der ein Gleitstein 134 verschiebbar gelagert ist. Wie abgebildet, kann bevorzugt eine einzige, durchgängige Gleitschiene 132 für beide Türschließer 110, 120 vorgesehen sein. Alternativ können auch zwei getrennte Gleitschienen 132 für die beiden Türschließer 11, 120 eingesetzt werden, beispielsweise wenn der dadurch frei werdende Bauraum für zusätzlich Bauelemente, zum Beispiel für einen Rauchmelder, benötigt wird. Der Gleitstein 134 ist über einen Schließerhebel 140, dessen Gleitsteinende 142 mit dem Gleitstein 134 drehbar verbunden ist, mit einer Schließereinheit 130 des ersten Türschließers 110 verbunden, die am Türblatt des Standflügels 210 angeordnet ist.
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Weiter ist das erfindungsgemäße Schließersystem 100 mit einer Schließfolgeregelung 10 ausgestattet. Durch diese Schließfolgeregelung 10 kann sichergestellt werden, dass bei geöffnetem Standflügel 210 ein Schließvorgang des Gangflügels 220 gesperrt und damit gestoppt wird, so dass ein entsprechend ausgeführter Schließvorgang des Standflügels 210 nicht behindert wird und vollständig beendet werden kann. Für diese Funktionalität weist die Schließfolgeregelung 10 eine mit dem ersten Türschließer 110 gekoppelte Auslöseeinheit 20, eine Übertragungseinheit 30 und eine Sperreinheit 60 auf. Die Sperreinheit 60 ist für das eigentliche Sperren des zweiten Türschließers 120 vorgesehen, wobei die Übertragungseinheit 30 eine Auslösung der Schließfolgeregelung 10 durch die Auslöseeinheit 20, insbesondere ausgelöst durch eine Öffnung des Standflügels 210 über einen Auslösewinkel hinaus, an die Sperreinheit 60 überträgt.
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In den Fig. 2 bis 6 ist insbesondere die Auslöseeinheit 20 und ein Teil der Übertragungseinheit 30 der Schließfolgeregelung 10 des erfindungsgemäßen Schließersystems 100 gezeigt. Dargestellt ist ein montierter Zustand des Schließersystems 100 an einer zweiflügeligen Tür 200, insbesondere im Bereich des Standflügels 210 (nicht mit abgebildet, siehe Fig. 1). Die Fig. 2 bis 6 zeigen jeweils einen Zustand der Schließfolgeregelung 10 während eines Öffnungsvorgangs des Standflügels 210, wobei sich der Öffnungswinkel des Standflügels 210 immer weiter vergrößert. Insbesondere wird dadurch eine Auslösung der Schließfolgeregelung 10 bewirkt, deren Ablauf mit Bezug auf die Fig. 2 bis 6 beschrieben wird.
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Die Fig. 2 bis 6 werden daher im Folgenden gemeinsam beschrieben, wobei entsprechend auf die einzelnen Darstellungen gesondert eingegangen wird. In allen Fig. 2 bis 6 sind zwei Abbildungen A, B gezeigt, die den identischen Zustand des Schließersystems 100 zeigen. Beide Abbildungen A, B zeigen eine Draufsicht im Inneren der Gleitschiene 132, wobei Abbildung A eine Aufsicht auf sichtbare Bauelemente, Abbildung B hingegen eine Schnittansicht auf Höhe einer Mitnehmeraufnahme 56 zeigt.
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Fig. 2 zeigt einen Zustand des erfindungsgemäßen Schließersystems 100, insbesondere der Auslöseeinheit 20 und wesentlicher Teile der Übertragungseinheit 30 der Schließfolgeregelung 10, am Beginn eines Öffnungsvorgangs des Standflügels 210. Der Standflügel 210 ist zu diesem Zeitpunkt noch völlig geschlossen oder zumindest der Öffnungswinkel des Standflügels 210 noch nahe 0° und damit sehr klein. Wie dargestellt, sind die Auslöseeinheit 20 und die dargestellten Teile der Übertragungseinheit 30, insbesondere die gesamte Übertragungseinheit 30, vollständig in der Gleitschiene 132 angeordnet.
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Am Schließerhebel 140 des ersten Türschließers 110 ist an dessen Gleitsteinende 142 eine Welle 144 drehfest angeordnet. Diese Welle 144 durchgreift eine durchgehende Lageröffnung 136 im Gleitstein 134. Dadurch ist der Gleitstein 132 mit dem Schließerhebel 140 drehbar gekoppelt. Gleichzeitig ist drehfest an der Welle 144 ein als Auslösehebel 24 ausgestaltetes Auslöseelement 22 der Auslöseeinheit 20 angeordnet. Insbesondere erfolgt diese Anordnung derart, dass sich der Gleitstein 132 zwischen dem Schließerhebel 140 und dem Auslösehebel 24 befindet. Eine Anordnung der Auslöseeinheit 20 im Inneren der Gleitschiene 132 ist dadurch ermöglicht, wodurch ungewollte oder sogar unerlaubte Manipulation an der Schließfolgeregelung 10 verhindert oder zumindest erschwert werden kann.
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Durch die drehfeste Anordnung wird der Drehwinkel des Schließerhebels 140, und damit indirekt der Öffnungswinkel des Standflügels 210 auf den Auslösehebel 24 übertragen. Eine Auslösung der Schließfolgeregelung 10 in Abhängigkeit des Öffnungswinkels des Standflügels 210 kann auf diese Weise ermöglicht werden.
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In der dargestellten Ausführungsform weist für die oben bereits erwähnte Auslösung der Auslösehebel 24 einen Auslösepin 26 auf, der an einem Ende des Auslösehebels 24 angeordnet ist, welches der Welle 144 gegenüberliegt. Dieser Auslösepin 24 vollführt bei einer Öffnung des Standflügels 210 somit eine kombinierte Bewegung, einmal eine Drehbewegung um die Welle 144, und zum zweiten eine Verschiebebewegung entlang der Gleitschiene 132.
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Für eine insbesondere lösbare Kopplung der Auslöseeinheit 20 und der Übertragungseinheit 30 weist nun die Übertragungseinheit 30 eine Koppelmechanik 40 auf, die als Ganzes ortsfest in der Gleitschiene angeordnet ist. Eine Anordnungsposition 42 der Koppelmechanik 30 in der Gleitschiene 132 kann insbesondere dazu verwendet werden, einen Auslösewinkel, also einen Öffnungswinkel des Standflügels 210, bei dem die Auslösung der Schließfolgeregelung 10 vollumfänglich abgeschlossen ist, festzulegen. In der dargestellten Ausführungsform ist dieser Auslösewinkel kleiner als 5°.
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Die Koppelmechanik 40 weist insbesondere einen Mitnehmerhebel 50 auf, dessen Schienenende 52 als ortsfester Lagerpunkt in der Gleitschiene 132 die Anordnungsposition 42 der Koppelmechanik 40 festlegt. Weiter ist am gegenüberliegenden Mitnehmerende 54 ein Zwischenhebel 44 der Koppelmechanik 40 schwenkbar angelenkt, der wiederum mit einer Schubstange 32 der Übertragungseinheit 30 drehbar verbunden ist.
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Bei einer Auslösung der Schließfolgeregelung 10 verschwenkt, der Auslösehebel 24 den Mitnehmerhebel 50, der wiederum über den Zwischenhebel 44 die Schubstange 32 verschiebt und im Endeffekt die Sperreinheit 60 (vgl. Fig. 1) zum Sperren der Schließbewegung des Gangflügels 220 (vgl. Fig. 1) aktiviert. Um dies zu bewerkstelligen weist der Mitnehmerhebel 50 eine in Richtung seines Mitnehmerendes 54 offene u-förmige Mitnehmeraufnahme 56 auf. Wie im Vergleich der Abbildungen A, B erkennbar, ist diese Mitnehmeraufnahme 56 muldenartig ausgebildet, so dass eine drehbare Lagerung des Zwischenhebels 44 am Mitnehmerende 54 bereitgestellt werden kann. In der abgebildeten Ausführungsform greift der Auslösepin 26 der Auslöseeinheit 20 in diese Mitnehmeraufnahme 56 ein.
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Die Auslösung selbst erfolgt bei einer Öffnung des Standflügels 210. Dies ist in Fig. 3 dargestellt. Im Vergleich zu Fig. 2 wurde der Gleitstein 134 in der Gleitschiene 132 verschoben und der Schließerhebel 140, und damit automatisch der Auslösehebel 24, ein wenig verschwenkt. Insbesondere durch die Verschiebebewegung hat der Auslösepin 26 auch den Mitnehmerhebel 50 um dessen ortsfeste Lagerung am Schienenende 52 verschwenkt. Über den Zwischenhebel 44 wurde diese Verschwenkung an die Schubstange 32 weitergeleitet, wobei insbesondere die Verschwenkung des Mitnehmerhebels 50 in eine lineare Verschiebung der Schubstange 32 umgewandelt wurde. In Fig. 3 ist der Moment gezeigt, in dem der Auslösepin 26 die Mitnehmeraufnahme 56 gerade verlassen, die Auslösung der Schließfolgeregelung 10 ist dadurch abgeschlossen. Dies erfolgt insbesondere bereits bei kleinen Öffnungswinkeln des Standflügels, bevorzugt bei Öffnungswinkeln kleiner oder gleich 5°.
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Durch die u-förmige Ausgestaltung der Mitnehmeraufnahme 56 kann der Auslösepin 26, wie in Fig. 3 gezeigt, die Mitnehmeraufnahme 56 verlassen. Bei noch größerem Öffnungswinkel des Standflügels 210 besteht keine Kopplung mehr zwischen dem Auslösepin 26 und der Mitnehmeraufnahme 56. Mit anderen Worten, die Kopplung zwischen Auslöseeinheit 20 und Übertragungseinheit 30 ist eine lösbare Kopplung. Bei einer weiteren Verschiebung des Gleitsteins 134 in der Gleitschiene 132 verbleibt der Mitnehmerhebel 50 in seiner verschwenkten Stellung, wie beispielhaft in Fig. 4 dargestellt.
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Wie bereits zu Fig. 1 ausgeführt, kann das erfindungsgemäße Schließersystem 100 in einer bandgegenseitigen Montage an der zweiflügeligen Tür 200 angeordnet werden. Dadurch weist die Bewegung des Gleitsteins 134 in der Gleitschiene 132 einen Wendepunkt auf, der näherungsweise in Fig. 4 gezeigt ist.
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In Fig. 5 ist nun eine erneute Weiterführung der Öffnungsbewegung der Standflügels 210 gezeigt, wodurch sich der Gleitstein 134 in der Gleitschiene 132 wieder zurückbewegt. Insbesondere ist in Fig. 5 derjenige Öffnungswinkel des Standflügels 210 gezeigt, bei dem der Gleitstein 134 in der Gleitschiene 132 dieselbe Position einnimmt wie bei Aufhebung der Kopplung zwischen Auslöseeinheit 20 und Übertragungseinheit 30, vgl. Fig. 3. Durch den größeren Öffnungswinkel des Standflügels 210 ist nun jedoch die Position des Auslösepins 26 verändert, so dass ein unerwünschtes erneutes Eingreifen des Auslösepins 26 in die Mitnehmeraufnahme 56 verhindert ist. Zusätzlich sind die beiden Schenkel 58 der u-förmigen Mitnehmeraufnahme 56 verschieden lang ausgebildet. Der kürzere Schenkel 58 ist, wie abgebildet, bevorzugt näher am Verschiebeweg des Auslösepins 26 ausgebildet, wodurch das voranstehend erwähnte unerwünschte erneute Eingreifen mit noch größerer Sicherheit vermieden werden kann. Gleichzeitig stellt der längere Schenkel 56 einen ausreichend langen Kontakt zwischen Auslösepin 26 und Mitnehmeraufnahme 56 bei der Auslösung der Schließfolgeregelung 10 sicher. Durch die unterschiedliche Länge der Schenkel 56 wird darüber hinaus erreicht, dass bei einem Schließvorgang ein Eingreifen des Auslösepins 26 in die Mitnehmeraufnahme 56, und damit ein Vorbereiten einer Auslösung der Schließfolgeregelung 10 beim nächsten Öffnungsvorgang des Standflügels 210, erfolgt.
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Der Gleitstein 134 kann in der Gleitschiene 132 ungehindert verschoben werden, bis hin zu seiner Endposition bei vollständig geöffneten Standflügel 210, wie in Fig. 6 gezeigt. Diese Endposition kann hierbei durch den Öffnungswunsch eines Benutzers, grundsätzlich aber durch system- und/oder umgebungsabhängige Rahmenbedingungen der erfindungsgemäßen zweiflügeligen Tür 200 bedingt sein. Eine Wechselwirkung zwischen der mit dem Standflügel 210 gekoppelten Auslöseeinheit 20 und der für eine Weitergabe der Auslösung eingesetzten Koppelmechanik 40 findet nicht mehr statt.
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In den Fig. 7 bis 9 ist eine weiterentwickelte Ausgestaltungsform des erfindungsgemäßen Schließersystems 100 beziehungsweise der erfindungsgemäßen zweiflügeligen Tür 200 gezeigt, in der das mit Bezug auf Fig. 2 bis 6 beschriebene Schließersystem 100 zusätzlich mit einer elektrisch ansteuerbaren Feststelleinrichtung 102 ausgestattet ist. Die Ausstattung mit einer Feststelleinrichtung 102 ist jedoch allgemein möglich und nicht auf diese Ausgestaltungsform des erfindungsgemäßen Schließersystems 100 beschränkt.
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Hierbei zeigt Fig. 7 das Schließersystem 100 bei geschlossenem Standflügel 210, Fig. 8 bei Auslösung der Schließfolgeregelung 10, und Fig. 9 bei Aktivierung der Feststelleinrichtung 102. Erneut sind in allen Fig. 7 bis 9 zwei Abbildungen A, B gezeigt, die den identischen Zustand des Schließersystems 100 zeigen. Beide Abbildungen A, B zeigen eine Draufsicht im Inneren der Gleitschiene 132, wobei Abbildung A eine tatsächliche Ansicht aller Bauelemente zeigt, Abbildung B hingegen eine Schnittansicht auf Höhe einer Mitnehmeraufnahme 56. Die Fig. 7 bis 9 werden daher im Folgenden gemeinsam beschrieben, wobei entsprechend auf die einzelnen Darstellungen gesondert eingegangen wird.
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In Bezug auf Fig. 7 werden im Folgenden die Unterschiede der gezeigten Ausführungsform des Schließersystems 100 zu derjenigen der Fig. 2 bis 6 beschrieben. Bezüglich der unveränderten und teilweise nicht beschriebenen Elemente des Schließersystems 100 wird auf die voranstehende Beschreibung der Fig. 2 bis 6 verwiesen.
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Wie dargestellt weist das Schließersystem 100 zusätzlich eine Feststelleinrichtung 102 auf, die bevorzugt vollständig in der Gleitschiene 132 angeordnet ist. Die Feststelleinrichtung 102 kann beispielsweise einen schaltbaren Elektromagneten, insbesondere einen Hubmagneten 106, aufweisen. Alternativ sind auch andere geeignete elektrische Aktuatoren denkbar. In der dargestellten Ausgestaltung des Schließersystems 100 ist die Schubstange 32 der Übertragungseinrichtung 30 in Richtung der Feststelleinrichtung 102 verlängert und weist eine Anschlagplatte 38 zum Wechselwirken mit dem Hubmagneten 106 der Feststelleinrichtung 102 auf.
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Als weiterer Unterschied ist der Zwischenhebel 44 nicht mehr fest an der Schubstange 32 angelenkt, sondern schlägt mit einem Vorsprung 46 an einem Anschlagende 36 eines Langlochs 34 in der Schubstange 32 an. Mit anderen Worten, der Zwischenhebel 44 ist nicht mehr fest, sondern lösbar mit der Schubstange 32 gekoppelt. Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass der Vorsprung 46 des Zwischenhebels 44 in Richtung des Anschlagendes 36 federbelastet vorgespannt ist. Dadurch kann sichergestellt werden, dass bei deaktiviertem Hubmagnet 106 der Vorsprung 46 am Anschlagende 36 anschlägt und somit die Funktionalität der Schließfolgeregelung 10 sichergestellt ist.
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Diese Ausgestaltung führt dazu, dass die Schließfolgeregelung 10 der Feststelleinrichtung 102 übergeordnet ist. Bei einer Auslösung der Schließfolgeregelung 10, wie in Fig. 8 dargestellt, kann die Funktionalität der Schließfolgeregelung 10 unbehindert durch die Feststelleinrichtung 102 bereitgestellt werden. Der Vorsprung 46 schlägt am Anschlagende 36 an und die Schubstange 32 wird zur Weiterleitung der Auslösung der Schließfolgeregelung 10 verschoben, und insbesondere erst mit Schließen des Standflügels 210 wieder zurückverschoben. Die oben erwähnte Anschlagplatte 38 ist von der Feststelleinrichtung 102 abgehoben. Für die weiteren Vorgänge und Eigenschaften des Schließersystems 100 und insbesondere der Schließfolgeregelung 10 wird auf die obige Beschreibung bezüglich der Fig. 2 bis 6 verwiesen.
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In Fig. 9 ist die Feststelleinrichtung 102 aktiviert. Der Hubmagnet 106 ist ausgefahren, wodurch die Anschlagplatte 38 verschoben ist. Dadurch wird die gesamte Schubstange 32 verschoben, wodurch die Sperreinheit 60 der Schließfolgeregelung 10 angesteuert und der Gangflügel 220 (vgl. Fig. 1) festgesetzt wird. Mit anderen Worten, ein Schließvorgang des Gangflügels 220 ist gesperrt und dadurch verhindert. Gleichzeitig ist, bei geschlossenem Standflügel 210, der Vorsprung 46 vom Anschlagende 36 abgehoben. Bei einer Öffnungsbewegung des Standflügels 210 entspannt sich die Feder, der Vorsprung 46 verschiebt sich in Richtung des Anschlagendes 36 und schlägt schließlich an diesem an und verbleibt anschließend in dieser Position. Dadurch ist auch bei aktiver Feststelleinrichtung 102 eine Weiterleitung einer durch die Auslöseeinheit 20 erzeugte Auslösung durch die Übertragungseinheit 30 ermöglicht. Eine unvorteilhafte Beeinflussung der Schließfolgeregelung 10 durch die Feststelleinrichtung 102 ist dadurch verhindert. Mit anderen Worten kann durch die dargestellte Federbelastung des Vorsprungs 46 in Richtung des Anschlagendes 36 somit sichergestellt werden, dass bei Beendigung der Aktivierung der Feststelleinrichtung 102, bei der die Schubstange 32 wieder in ihre in Fig. 7 gezeigte Position zurückkehrt, eine eventuelle Auslösung der Schließfolgeregelung 10 erhalten bleibt.
Bezugszeichen
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- 10
- Schließfolgeregelung
- 20
- Auslöseeinheit
- 22
- Auslöseelement
- 24
- Auslösehebel
- 26
- Auslösepin
- 30
- Übertragungseinheit
- 32
- Schubstange
- 34
- Langloch
- 36
- Anschlagende
- 38
- Anschlagplatte
- 40
- Koppelmechanik
- 42
- Anordnungsposition
- 44
- Zwischenhebel
- 46
- Vorsprung
- 50
- Mitnehmerhebel
- 52
- Schienenende
- 54
- Mitnehmerende
- 56
- Mitnehmeraufnahme
- 58
- Schenkel
- 60
- Sperreinheit
- 100
- Schließersystem
- 102
- Feststelleinrichtung
- 104
- Mitnehmerklappe
- 106
- Hubmagnet
- 110
- Erster Türschließer
- 120
- Zweiter Türschließer
- 130
- Schließereinheit
- 132
- Gleitschiene
- 134
- Gleitstein
- 136
- Lageröffnung
- 140
- Schließerhebel
- 142
- Gleitsteinende
- 144
- Welle
- 200
- Tür
- 210
- Standflügel
- 220
- Gangflügel