KÜHLUNG EINES ELEKTRISCHEN ANTRIEBS IN EINEM ELEKTRISCH ANGETRIEBENEN FAHRZEUG
Technisches Gebiet
Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Antrieb eines elektrisch angetriebenen Fahrzeugs mit einem Rotor und einem Stator, der von einem Gehäuse umschlossen ist. Darüber hinaus bezieht sich die Erfindung auf die Verwendung des elektrischen Antriebs in einem E-Achsen-Modul eines elektrisch angetriebenen Fahrzeugs.
Stand der Technik
DE 10 2018 200365 Al offenbart eine Kühleinheit zur Kühlung einer elektrischen Maschine. Die Kühleinheit weist einen hohlzylindrischen Kühlmantel und einen an dem Kühlmantel ausgebildeten Kühlkanal auf. Der Kühlkanal ist in Bezug auf eine zentrale Achse der Kühleinheit an einer radial äußeren Fläche des Kühlmantels ausgeführt.
DE 10 2012 008 209 Al hat eine elektrische Maschine mit einem Gehäuse und einem das Gehäuse konzentrisch umschließenden Mantel zum Gegenstand. Zwischen dem Gehäuse und dem Mantel erstreckt sich ein ringförmiger, flüssigkeitsdicht abgeschlossener und von einem Kühlmittel durchströmbarer Kühlmantel. Der Kühlmantel weist mehrere in axialer Richtung nebeneinander angeordneter und sich in Umfangsrichtung des Gehäuses erstreckender Kühlmittelkanäle auf, welche sich zwischen Rippen erstrecken, die auf dem Außenumfang des Gehäuses angeordnet sind.
DE 10 2010 029 986 Al betrifft eine elektrische Maschine mit einem Gehäuse, in welchem ein Stator und ein Rotor angeordnet sind. Das Gehäuse weist einen
Außenmantel und einen davon abschnittsweise beabstandeten zum Stator weisenden Innenmantel auf. Zwischen dem Außenmantel und dem Innenmantel ist ein Kühlmantel ausgeführt. Der Kühlmantel umfasst mehrere um eine Drehachse der elektrischen Maschine verlaufende Kanäle zur Durchleitung des Kühlmediums.
Bei elektrischen Maschinen, die in Elektroantriebsachsen elektrischer Fahrzeuge eingesetzt werden, wird üblicherweise deren Stator mit Flüssigkeit gekühlt. Dazu ist der Stator in ein durch Strangpressverfahren hergestelltes Aluminiumgehäuse eingebaut. Das Gehäuse ist in der Regel doppelwandig ausgeführt und besitzt zwischen den beiden Wänden Stege, die sich in Längsrichtung des Gehäuses erstrecken. Durch die Trennstege entstehen parallel zueinander verlaufende Kühlwasserkanäle. In den beiden Lagerschildern der elektrischen Maschine befinden sich jeweils Umlenktaschen, die die aus einem Längskanal austretende Flüssigkeit um 180° umlenken und in den danebenliegenden Kanal umleiten. Dadurch wird die elektrische Maschine mäanderförmig auf dem kompletten Umfang des Gehäusemantels umströmt und somit gekühlt.
Es ist des Weiteren bekannt, dass eine Kühlwasserführung auf kostengünstigem Wege durch Verlängerung eines vorderen Lagerschilds und durch das Verlängern eines hinteren Lagerschilds gebildet wird. Dadurch können eine äußere Wand und eine innere Wand des Kühlgehäuses gebildet werden. Das Gehäuse selbst wird auf diesem Wege eingespart. Bei dieser Möglichkeit ist ein erstes Lagerschild als Druckgussteil ausgebildet, während ein zweites Lagerschild in der Regel als Fließpressteil ausgebildet wird.
Offenbarung der Erfindung
Erfindungsgemäß wird ein elektrischer Antrieb eines elektrisch angetriebenen Fahrzeugs vorgeschlagen, wobei der elektrische Antrieb eine elektrische Maschine mit einem Rotor und einem Stator umfasst und der Rotor von einem Gehäuse umschlossen ist. Das Gehäuse umfasst ein Außenteil und ein Innenteil, die jeweils eine sich in Axialrichtung des Gehäuses erstreckende Axialverrippung aufweisen.
Durch die Teilung des Gehäuses der elektrischen Maschine in ein Innen- und ein Außenteil können in fertigungstechnischer Sicht einerseits die bisher erforderlichen Umlenktaschen eingespart werden. Des Weiteren kann durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung ein Überströmen von Kühlfluid von einem Kühlkanal in einen zu diesem benachbarten Kühlkanal vermieden werden, so dass insgesamt gesehen die Kühlleistung, die zur Abfuhr von Wärme einer elektrischen Maschine zur Verfügung steht, im Wesentlichen konstant gehalten werden kann.
In Weiterbildung der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung ist der elektrische Antrieb so gestaltet, dass die Axialverrippungen im gefügten Zustand des Außenteils oder des Innenteils des Gehäuses einen Zwischenraum bilden, der von dem Kühlmedium ausschließlich in tangentiale Richtung durchströmt ist. Der bei bisherigen Lösungen vorhandene mäanderförmige Anteil der Kühlmediumströmung kann durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung signifikant verringert und idealerweise vollständig vermieden werden, so dass sich eine ausschließlich tangentiale Strömung des Kühlmediums einstellt.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung befindet sich am Außenteil ein Zulauf und ein Ablauf für das Kühlmedium, die in einem axialen Abstand bezogen aufeinander angeordnet sind. Durch die aufgrund des Axialabstands erreichbare Distanz zwischen Zulauf und Ablauf können Strömungskurzschlüsse des Kühlmediums vermieden werden, so dass diesem vielmehr eine Durchströmung der jeweiligen sich in Axialrichtung erstreckenden Kühlkanäle aufgeprägt wird, was mit einem konstanten Wärmeabtransport einhergeht.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung sind der Zulauf und der Ablauf am Außenteil des Gehäuses in vorteilhafter Weise um einen Versatz von beispielsweise 180° in Bezug aufeinander angeordnet. Dadurch lässt sich erreichen, dass Zulauf und Ablauf für das Kühlmedium einander gegenüberliegen und dem Kühlmedium, schwerkraftunterstützt, ein ausschließlich in tangentialer Richtung verlaufender Strömungsweg aufgeprägt wird. Es sind auch von 180° verschiedene Versatzwinkel möglich.
In einer vorteilhaften Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung liegt der Zulauf für das Kühlmedium in einer ersten Axialebene, während der Ablauf des Kühlmediums bevorzugt in einer von dieser, in Axialrichtung gesehen, beabstandeten zweiten Axialebene liegt; der Zulauf und der Ablauf können auch in der gleichen Axialebene angeordnet sein.
Durch eine derartige Anordnung von Zulauf und Ablauf des Kühlmediums lässt sich eine Optimierung des nur tangential verlaufenden Strömungswegs des Kühlmediums erreichen, so dass ein Maximum von Verlustwärme aus der elektrischen Maschine abgeführt werden kann.
Der erfindungsgemäß vorgeschlagene elektrische Antrieb umfasst ferner Axialverrippungen, die an Entformungsschrägen des Außenteils und des Innenteils des Gehäuses ausgeführt sind. Die Ausbildung von Entformungsschrägen am Außen- und Innenteil des Gehäuses, die im gefügten Zustand die Kühlmittelkanäle bilden und sich in Axialrichtung erstrecken, ermöglichen die Fertigung eines ein Innen- und Außenteil umfassenden Gehäuses der elektrischen Maschine durch Druckgussverfahren.
In vorteilhafter Weise können bei der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung Außenteil und Innenteil des Gehäuses jeweils in einer Konizität ausgeführt sein, was ebenfalls zu einer leichteren Entformung von Außenteil und Innenteil des Gehäuses beiträgt, sofern diese mittels Druckgussverfahren gefertigt werden.
Bei der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung ist die Axialverrippung in einer Innenumfangsfläche des Außenteils innerhalb eines bearbeiteten Bereichs ausgeführt, wobei die Axialverrippung des Außenteils an der Innenumfangsfläche des Außenteils insbesondere eine zylindrische Überdrehung umfasst. Demgegenüber ist die Axialverrippung an einer Außenumfangsfläche des Innenteils des Gehäuses innerhalb eines bearbeiteten Bereichs derart beschaffen, dass dort insbesondere eine konische Überdrehung ausgebildet ist. Durch die nachträgliche, insbesondere spanabhebend erfolgende Bearbeitung von Innenteil und Außenteil im Bereich der Axialverrippung innerhalb der Entformungsschrägen, können die sich im Wesentlichen in axiale Richtung erstreckenden Kühlkanäle hinsichtlich ihrer Geometrie besonders flach gehalten werden, was eine optimale Wärmeabfuhr von Verlustwärme aus der elektrischen
Maschine einerseits und andererseits eine besonders platzsparende Bauweise für Kühlmittelkanäle mit sich bringt.
Bei der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung ist der elektrische Antrieb derart beschaffen, dass die Konizität durch einen ersten Durchmesser und einen zweiten Durchmesser, beispielsweise des Innenteils des Gehäuses, bestimmt ist. Dazu komplementär ist die entsprechende Konizität des Außenteils des Gehäuses beschaffen.
In vorteilhafter Weise ist der elektrische Antrieb so beschaffen, dass der Stator der elektrischen Maschine insbesondere durch eine Schrumpfverbindung in den Innenteil des Gehäuses fixiert, insbesondere in diesen eingeschrumpft ist. Dies gestattet eine besonders einfache Montage des Stators der elektrischen Maschine im Innenteil des Gehäuses, ohne dass Befestigungselemente oder dergleichen erforderlich würden.
In einer vorteilhaften Ausführungsvariante des erfindungsgemäß vorgeschlagenen elektrischen Antriebs ist die Axialverrippung des Innenteils des Gehäuses mit Unterbrechungen versehen. Dadurch wird einer Strömung des Kühlmediums ein turbulenter Strömungszustand aufgeprägt, durch den eine signifikante Verbesserung der Wärmeabfuhr aus der elektrischen Maschine erreicht werden kann.
Darüber hinaus bezieht sich die Erfindung auf die Verwendung des elektrischen Antriebs in einem E-Achsen-Modul eines Antriebsstrangs eines elektrisch angetriebenen Fahrzeugs.
Vorteile der Erfindung
In vorteilhafter Weise wird durch die rippenförmige Gestaltung sowohl des Außenteils als auch des Innenteils des Gehäuses der elektrischen Maschine eine sehr große Oberfläche erreicht, was zu einer optimalen Wärmeübertragung an das Kühlmedium, zum Beispiel Kühlwasser, führt. Des Weiteren ist als sehr vorteilhaft hervorzuheben, dass durch die Umströmung der Axialverrippungen, die in Axialrichtung des Gehäuses gesehen am Außenteil und am Innenteil vorgesehen sind, die Strömung einen turbulenten Zustand annimmt, was mit
einer erheblichen Verbesserung der erzielbaren Wärmeübertragung einhergeht. Da die Kühlkanäle bei der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung nicht als Hohlraum in einem Teil, beispielsweise in einem Gusskern dargestellt sind, können diese durch die maßliche Abstimmung von Außenteil und Innenteil sehr flach ausgeführt werden. Durch flach ausgebildete Kühlkanäle steht eine möglichst große Menge des strömenden Kühlmediums mit der Oberfläche, an der die Wärmeabfuhr erfolgen soll, in Verbindung, so dass die Wärme in optimaler Weise vom Kühlmedium aufgenommen beziehungsweise an dieses übertragen werden kann. Aufgrund der sehr flach bauenden Bauweise der für die Strömung des Kühlmediums dargestellten Kanäle als Zwischenräume beziehungsweise flache Spalte zwischen den Axialverrippungen am Innen- und Außenteil des Gehäuses kann eine sehr hohe Strömungsgeschwindigkeit des Kühlmediums realisiert werden.
Bei der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung erfolgt die Auslegung der Kühlung derart, dass im Falle eines toleranzbedingt vorliegenden kleinsten Querschnitts der zulässige Strömungswiderstand einerseits nicht überschritten wird und andererseits bei größtem Querschnitt die Gewährleistung einer ausreichenden Kühlleistung erfolgt.
Bei der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung wird die Kühl Wasserführung dadurch optimiert, dass das Kühlwasser am Zulauf einströmt und an einem diesem um 180° versetzt gegenüberliegenden Austrittsstutzen wieder aus der Kühlkanalgeometrie austritt. Auf diese Weise wird das Kühlwasser je zur Hälfte um beide Seiten der elektrischen Maschine in tangentialer Weise herumgeleitet. Die ineinandergreifenden Axialverrippungen am Innenteil und Außenteil des Gehäuses sorgen für die nötige Strömungsbeeinflussung des Kühlmediums sowie für die Optimierung der erzielbaren Kühlwirkung. Da Zulauf und Ablauf des Kühlmediums in axialer Richtung möglichst weit auseinander liegen, wird eine im Wesentlichen komplette Umströmung des zweiteiligen Gehäuses, das Innen- und das Außenteil umfassend, erreicht. Im Prinzip könnten die beiden Anschlüsse, d. h. der Zulauf und der Ablauf für das Kühlmedium aber auch auf ein und derselben axialen Ebene angeordnet sein.
Das Außenteil des Gehäuses kann beispielsweise als Gussteil gefertigt sein und mit Entformungsschrägen versehen sein. Das Innenteil des Gehäuses ist herstellungsbedingt zylindrisch beschaffen. Um den Kanalquerschnitt, d. h. den
Zwischenraum, in dem das Kühlmedium strömt, nicht zu groß werden zu lassen, werden im Innen- und Außenteil jeweils die erhaben hervorstehenden Teile der Axialverrippungen ganz oder teilweise spanabhebend bearbeitet, so dass beispielsweise im Hinblick auf die Axialverrippungen eine Bearbeitung derselben dahingehend erfolgen kann, dass diese entweder konisch überdreht oder zylindrisch überdreht ausgeführt werden. In beiden Fällen kann das Vorhandensein der Entformungsschrägen am Innen- und Außenteil in vorteilhafter Weise zur Optimierung der Geometrie der Kühlkanäle, d. h. der Zwischenräume in Spaltform zwischen Innenteil und Außenteil des Gehäuses genutzt werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der Zeichnungen und der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines elektrischen Antriebs mit seitlich angeflanschtem Getriebe,
Figur 2 eine teilweise Schnittdarstellung des elektrischen Antriebs gemäß Figur 1,
Figur 3 eine Kühlmediumströmung an einem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Gehäuse mit Außenteil und Innenteil,
Figur 4 eine Draufsicht auf ein in ein Außenteil des Gehäuses eingeschobenes Innenteil mit eingeschrumpftem Stator,
Figur 5 eine perspektivische Ansicht des Außenteils des Gehäuses,
Figur 6 eine erste Ausführungsvariante eines Innenteils mit außenliegender Axialverrippung und
Figur 7 eine zweite Ausführungsvarainte des Innenteils mit Unterbrechungen der Axialverrippung.
Figur 1 zeigt in perspektivischer Ansicht einen elektrischen Antrieb 10, der ein erstes Lagerschild 12 und ein zweites Lagerschild 16 aufweist. Zwischen dem ersten Lagerschild 12 und dem zweiten Lagerschild 16 ist ein Motorgehäuse 14 mit seitlich angeflanschtem Getriebe 18 angeordnet. Im Motorgehäuse 14 ist eine nicht näher dargestellte elektrische Maschine des elektrischen Antriebs 10 aufgenommen.
Figur 2 zeigt eine teilweise Schnittdarstellung des elektrischen Antriebs 10 gemäß der perspektivischen Ansicht in Figur 1.
Figur 2 zeigt, dass eine Rotorwelle 20, an der ein Rotor 22 einer elektrischen Maschine aufgenommen ist, in einem ersten Lager 26 und einem zweiten Lager 28 drehbar gelagert ist. Die Rotorwelle 20 der E-Maschine rotiert relativ zu einem an einem Gehäuse fest montierten Stator 24 einer elektrischen Maschine. Das erste Lager 26 ist im ersten Lagerschild 12 aufgenommen. Das zweite Lager 28 ist im seitlich angeflanschten Getriebe 18 gelagert. Das Getriebe 18 umfasst eine Zwischenwelle 30, an der ein Zahnrad aufgenommen ist, welches mit einem Antriebsritzel der Rotorwelle 20 kämmt. Im Motorgehäuse 14 verlaufen Kühlkanäle 32. Die einzelnen Kühlkanäle 32 sind durch Trennstege 34 in Längsrichtung gebildet. Ein jeder der Kühlkanäle 32 mündet in einer ersten Umlenktasche 36 beziehungsweise in einer zweiten Umlenktasche 38, die entweder in das erste Lagerschild 12 eingearbeitet sind oder in das Material des zweiten Lagerschilds 16.
Ausführungsformen der Erfindung
In der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsformen der Erfindung werden gleiche oder ähnliche Elemente mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet, wobei auf eine wiederholte Beschreibung dieser Elemente in Einzelfällen verzichtet wird. Die Figuren stellen den Gegenstand der Erfindung nur schematisch dar.
Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung einer Strömung 46 des Kühlmediums durch ein Gehäuse 25. Das Kühlmedium tritt über einen Zulauf 42 in ein Kühlsystem des Gehäuses 25 ein und verlässt dieses an einem Ablauf 44. Wie aus der Darstellung gemäß Figur 3 hervorgeht, wird das Gehäuse 25 durch ein Außenteil 48 und ein Innenteil 50 gebildet. Im gefügten Zustand definieren das Außenteil 48 und das Innenteil 50 eine Kanalgeometrie, wie nachfolgend noch eingehender beschrieben werden wird. Aus Figur 3 geht hervor, dass der Zulauf 42 und der Ablauf 44 in einem Versatz 52 von beispielsweise 180° zueinander orientiert sein können. Es sind auch von 180° abweichende Versatzwinkel möglich. Des Weiteren zeigt die Darstellung gemäß Figur 3, dass zwischen dem Zulauf 42 und dem Ablauf 44 für das Kühlmedium ein Axialabstand 54 vorliegt. Während der Zulauf 42 für das Kühlmedium in einer ersten Axialebene 56 liegt, befindet sich der Ablauf 44 für das Kühlmedium in einer von dieser ersten Axialebene 56 in axialer Richtung weiter beabstandeten zweiten Axialebene 58. Aufgrund der Beabstandung von Zulauf und Ablauf 42/44 für das Kühlmedium kann diesem ein besonders langer Strömungsweg aufgeprägt werden, so dass das Kühlmedium ein Maximum von Wärme aus dem elektrischen Antrieb 10 abtransportieren kann. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, den Zulauf 42 und den Ablauf 44 in ein und derselben Axialebene anzuordnen.
Aus der Darstellung gemäß Figur 3 lässt sich überdies entnehmen, dass eine Strömung 46 des Kühlmediums im Wesentlichen in tangentiale Richtung erfolgt und sich hinter dem Zulauf 42 teilt. Da der Zulauf 42 und der Ablauf 44 für das Kühlmedium in Axialrichtung 78 gesehen weit auseinanderliegen, wird eine praktisch komplette Umströmung des Gehäuses 25 des elektrischen Antriebs 10 erreicht. Im Prinzip könnten der Zulauf 42 und der Ablauf 44 auch auf ein und derselben axialen Ebene angeordnet sein.
Figur 4 zeigt, dass das Innenteil 50 in das Außenteil 48 des Gehäuses 25 des elektrischen Antriebs 10 eingeschoben ist. Zwischen dem Außenteil 48 einerseits und dem Innenteil 50 andererseits entsteht ein ringspaltförmiger Zwischenraum 60. Die Geometrie des ringspaltförmigen Zwischenraums 60 ist im Wesentlichen flach, so dass sich eine große Berührungsoberfläche zwischen dem Kühlmedium und der zu kühlenden Fläche ergibt und ein optimaler Wärmetransport an das Kühlmedium erfolgen kann. Wie Figur 4 zeigt, werden die einzelnen Segmente des ringspaltförmigen Zwischenraums 60 einerseits durch die Axialverrippung 62
des Innenteils 50 und andererseits durch die Axialverrippung 64 des Außenteils 48 gebildet. Figur 4 zeigt des Weiteren, dass der Stator 24 der elektrischen Maschine durch eine Schrumpfverbindung 66 in das Innenteil 50 eingeschrumpft und somit fixiert ist, ohne dass weitere Befestigungselemente erforderlich wären.
Figur 4 zeigt weiterhin, dass der Stator 24 der elektrischen Maschine den Rotor 22 der elektrischen Maschine, der auf der Rotorwelle 20 aufgenommen ist, umschließt.
Figur 5 ist eine perspektivische Darstellung des Außenteils 48 des Gehäuses 25 zu entnehmen. Aus der perspektivischen Darstellung gemäß Figur 5 geht hervor, dass das Außenteil 48 des Gehäuses 25 zum Beispiel als Gussteil, beispielsweise als Aluminiumdruckgussteil gefertigt werden kann. Dazu weist das Außenteil 48 Entformungsschrägen 68 auf. Aufgrund der Entformungsschrägen 68 ist eine leichtere Entfernung des fertig gegossenen Rohlings des Außenteils 48 aus einer Gussform beziehungsweise einem Gusswerkzeug möglich. Wie Figur 5 des Weiteren zeigt, umfasst das Außenteil 48 an seiner Innenumfangsfläche eine Axialverrippung 64, die aus einzelnen in Umfangsrichtung voneinander beabstandeten Axialrippen besteht, die jeweils einen Sockel 72 umfassen.
Des Weiteren zeigt Figur 5, dass die einzelnen Rippen der Axialverrippung 64 des Außenteils 48 innerhalb eines bearbeiteten Bereichs 74 eine zylindrische Überdrehung 71 aufweisen. Durch eine derartige spanabhebende Bearbeitung der jeweiligen Oberseiten der einzelnen Rippen der Axialverrippung 64 am Innenumfang des Außenteils 48 wird der ringspaltförmige Zwischenraum 60 in Bezug auf das Außenteil 48 definiert.
Analog zur Darstellung gemäß Figur 5 weist das in der Darstellung gemäß Figur 6 dargestellte Innenteil 50 des Gehäuses 25 an seiner Außenmantelfläche die Axialverrippung 62 auf. Die einzelnen Rippen der Axialverrippung 62 am Außenumfang des Innenteils 50 verlaufen im Wesentlichen parallel zueinander. Wie aus der Darstellung gemäß Figur 6 des Weiteren hervorgeht, ist das Innenteil 50 des Gehäuses 25 in Axialrichtung 78 gesehen in einer Konizität 82 ausgebildet. Dies bedeutet, dass das Innenteil 50 gemäß der Darstellung in Figur 6 in Axialrichtung 78 gesehen mit einem variablen Durchmesser versehen ist, der sich von einem ersten Durchmesser 84 zu einem zweiten Durchmesser 86
verjüngend erstreckt. Wie Figur 6 des Weiteren zeigt, ist an einer Innenumfangsfläche des Innenteils 50 der Stator 24 befestigt, beispielsweise über die in Figur 4 dargestellte Schrumpfverbindung 66 zwischen dem Stator 24 der elektrischen Maschine und dem Innenteil 50 des Gehäuses 25.
Figur 6 zeigt weiterhin, dass auch die Axialverrippung 62 des Innenteils 50 des Gehäuses 25 einen bearbeiteten Bereich 74 aufweist. Der bearbeitete Bereich 74 der Axialverrippung 62 des Innenteils 50 ist mit einer konischen Überdrehung 70 versehen. Innerhalb der konischen Überdrehung 70 sind die oberen Kanten der einzelnen Rippen der Axialverrippung 62 spanabhebend bearbeitet, d. h. abgetragen.
Bei einem Fügen des Innenteils 50 mit dem in Figur 5 dargestellten Außenteil 48 des Gehäuses 25 entsteht der in Figur 4 dargestellte ringspaltförmige Zwischenraum 60, innerhalb dessen das Kühlmedium tangential strömt (vgl. Position 46 in der Darstellung gemäß Figur 3).
Figur 7 zeigt eine alternative Gestaltungsmöglichkeit des Innenteils 50 des Gehäuses 25. Gemäß der Darstellung in Figur 7 umfasst das Innenteil 50 eine Stirnseite 80. Am Außenumfang des Innenteils 50 verläuft die Axialverrippung 62, die sich im Wesentlichen in Axialrichtung 78 erstreckt. Die Einzelrippen der Axialverrippung 62 des Innenteils 50 weisen einzelne Unterbrechungen 76 auf. Die einzelnen Unterbrechungen 76 einer Einzelrippe der Axialverrippung 62 des Innenteils 50 gemäß der Darstellung in Figur 7 fluchten mit Unterbrechungen 76 benachbarter Einzelrippen der Axialverrippung 62. Somit entstehen eingebrachte Nuten 88, die sich in Umfangsrichtung des Innenteils 50 erstrecken und dem Kühlmedium bei der Durchströmung einer Anordnung aus Außenteil 48 und Innenteil 50 einen turbulenten Strömungszustand aufprägen. Durch den turbulenten Strömungszustand des Kühlmediums, welches gemäß der Strömung 46 nach Figur 3 den ringspaltförmigen Zwischenraum 60 durchströmt, erfolgt eine verbesserte Wärmeabfuhr aus dem Gehäuse 25 des erfindungsgemäß vorgeschlagenen elektrischen Antriebs 10.
Durch die Ausführungsvariante des Innenteils 50 gemäß Figur 7 erfolgt eine signifikante Vergrößerung der Oberfläche sowie eine Aufprägung eines turbulenten Strömungszustands in Bezug auf das Kühlmedium, welches den
ringspaltförmigen Zwischenraum 60 zwischen dem Außenteil 48 einerseits und dem Innenteil 50 des Gehäuses 25 andererseits durchströmt.
Die Erfindung ist nicht auf die hier beschriebenen Ausführungsbeispiele und die darin hervorgehobenen Aspekte beschränkt. Vielmehr ist innerhalb des durch die
Ansprüche angegebenen Bereichs eine Vielzahl von Abwandlungen möglich, die im Rahmen fachmännischen Handelns liegen.