Verfahren und Kabelkonfektionsvorrichtuna zur Montage eines
Kabelsteckverbinders
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Montage eines Kabelsteckverbinders, welcher ein Außenleiterteil, ein Isolierteil und ein mit einem Innenleiterteil vorkonfektioniertes elektrisches Kabel aufweist, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 . Die Erfindung betrifft außerdem eine Kabelkonfektionsvorrichtung zur Montage eines Kabelsteckverbinders nach dem Oberbegriff des Anspruchs 15.
Außerdem betrifft die Erfindung noch ein zweites Verfahren zur Montage eines Kabelsteckverbinders, welcher ein Außenleiterteil, ein Isolierteil und ein mit einem Innenleiterteil vorkonfektioniertes elektrisches Kabel aufweist, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 6. Die Erfindung betrifft in diesem Rahmen auch eine zweite Kabelkonfektionsvorrichtung zur Montage eines Kabelsteckverbinders nach dem Oberbegriff des Anspruchs 17.
Bei der Konfektionierung von elektrischen Kabeln werden deren Leiter typischerweise mit einem Steck verbinder verbunden. Bei dem Steckverbinder kann es sich um einen Stecker, einen Kuppler oder einen Adapter handeln. Die im Rahmen der Erfindung verwendete Bezeichnung Steckverbinder steht stellver tretend für alle Varianten.
Ein Steckverbinder dient dazu, eine elektrische Verbindung mit einem entsprechend komplementären, weiteren Steckverbinder (Gegensteckverbinder) herzustellen.
Insbesondere an Steckverbinder für die Automobilindustrie bzw. für Fahrzeuge werden hohe Anforde rungen an die Robustheit und Sicherheit der Steckverbindung gestellt. So muss eine Steckverbindung mitunter hohen Belastungen, beispielsweise mechanischen Belastungen oder thermischen Belastungen, standhalten sowie definiert geschlossen bleiben, so dass die elektrische Verbindung nicht unbeabsich tigt, beispielsweise während des Betriebs eines Fahrzeugs, getrennt wird. Insbesondere beim
(teil)autonomen Betrieb von Fahrzeugen und für Assistenzsysteme ist die Gewährleistung der Sicherheit vorrangig.
Weiterhin sind die Anforderungen an Steckverbinder und Kabelverbindungen, insbesondere auch inner halb eines Fahrzeugs, bezüglich der erforderlichen Datenrate mittlerweile sehr hoch. Mitunter müssen beispielsweise beim autonomen Betrieb eines Fahrzeugs bzw. bei Verwendung von Assistenzsystemen hohe Datenmengen von mehreren Kameras, diversen Sensoren und Navigationsquellen miteinander kombiniert und transportiert werden, üblicherweise in Echtzeit. Der Betrieb vieler Geräte, Bildschirme und Kameras erfordert demnach eine leistungsfähige Infrastruktur in der Fahrzeugelektronik.
Neben den genannten mechanischen und elektrischen Anforderungen ist es gleichzeitig - zur Einspa rung von Bauraum und Gewicht - wichtig, die Steckverbinder möglichst kompakt auszubilden. Bei der
Konfektionierung von Kabeln und bei der Herstellung der Einzelteile der Steckverbindung ist die Einhal tung der insgesamt erforderlichen Toleranzbereiche in Folge vergleichsweise anspruchsvoll.
Bei der Konfektionierung eines Kabels wird u. a. eine Stützhülse auf das Kabel gecrimpt. Ferner wird ein Innenleiter-Kontaktelement (Innenleiterteil) auf den Innenleiter des Kabels gecrimpt. Aufgrund von Unge nauigkeiten bzw. Toleranzen in diesen Montageschritten ist beispielsweise der Abstand zwischen dem steckerseitigen Ende des Innenleiterteils (d. h. dem vorderen, freien Ende des Innenleiterteils bzw. dem einem Gegensteckverbinder zugewandten Ende des Innenleiterteils) und einem dem Innenleiterteil zu gewandten, vorderen (steckerseitigen) Ende der Stützhülse zwischen einzelnen vorkonfektionierten Ka beln verschieden. Insbesondere aufgrund der vorstehend genannten hohen mechanischen und elektri schen Anforderungen an die Steckverbindung müssen entsprechende Abmaße von einem Idealmaß je doch in einen vorgegebenen Toleranzbereich fallen, um eine ausreichend hohe Qualität der späteren Steckverbindung sicherzustellen.
Die hohen Anforderungen an die Steckverbindungen erfordern, insbesondere im Rahmen einer Massen fertigung, in der Regel eine auf mehrere Kabelkonfektionsvorrichtungen bzw. -maschinen verteilte Steck verbindermontage. Die Einhaltung der notwendigen Montagetoleranzen kann die Anforderungen an die einzelnen Kabelkonfektionsvorrichtungen und an die Fertigungslinie insgesamt und schließlich vor Allem die Produktionskosten empfindlich in die Höhe treiben.
Der vorliegenden Erfindung liegt damit die Aufgabe zugrunde, die Montage eines Kabelsteckverbinders zu vereinfachen, insbesondere die Wirtschaftlichkeit der Montage eines Kabelsteckverbinders zu verbes sern.
Diese Aufgabe wird im Rahmen eines Verfahrens durch Anspruch 1 und hinsichtlich einer Kabelkonfekti onsvorrichtung durch die Merkmale des Anspruchs 1 5 gelöst.
Die Aufgabe wird im Rahmen des einheitlichen erfinderischen Gesamtkonzepts außerdem durch ein zweites Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 6 und hinsichtlich einer zweiten Kabelkonfektions vorrichtung durch die Merkmale des Anspruchs 17 gelöst.
Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Ausführungsformen und Varianten der Erfindung.
Es ist ein Verfahren zur Montage eines Kabelsteckverbinders vorgesehen, wobei der Kabelsteckerbinder ein Außenleiterteil, ein Isolierteil und ein mit einem Innenleiterteil vorkonfektioniertes elektrisches Kabel aufweist.
Im Rahmen der Erfindung ist unter einem vorkonfektionierten elektrischen Kabel vorzugsweise ein Kabel zu verstehen, bei dem ein Kabelmantel, zumindest im Bereich eines vorderen, freien Endes des Kabels,
freigelegt wurde, wonach eine Stützhülse auf das Kabel montiert und optional ein Außenleiter des Ka bels, vorzugsweise ein Außenleiterschirmgeflecht, auf die Stützhülse zurückgeschlagen wurde, wonach ein Dielektrikum unterhalb des Außenleiters freigelegt und wenigstens ein Innenleiter des Kabels zu gänglich gemacht wurde, auf den anschließend ein Innenleiterteil montiert, vorzugsweise aufgecrimpt, wurde.
Bei dem Innenleiterteil handelt es sich um das innere Kontaktelement des auf dem elektrischen Kabel zu montierenden Steckverbinders. Grundsätzlich kann im Rahmen der Erfindung auch vorgesehen sein, dass ein elektrisches Kabel mit mehreren, zum Beispiel parallel geführten Innenleitern, mit mehreren In nenleiterteilen bestückt wird. Vorzugsweise betrifft die Erfindung allerdings die Konfektionierung eines Koaxialkabels, das lediglich einen einzigen Innenleiter aufweist, der elektrisch isoliert innerhalb eines Außenleiters, beispielsweise innerhalb eines Außenleiterschirms bzw. Kabelschirmgeflechts, geführt wird.
Bei dem Außenleiterteil handelt es sich um das Außenleiterteil des späteren Steckverbinders. Das Au ßenleiterteil kann auch als Außenleiter-Kontaktelement oder als Steckerkörper bezeichnet werden.
Das Isolierteil ist ausgebildet, um in dem späteren Steckverbinder das Innenleiterteil und das Außenlei terteil elektrisch sicher voneinander zu separieren und insbesondere einen Kurzschluss zwischen dem Innenleiterteil und dem Außenleiterteil zu vermeiden, vorzugsweise auch bei einer mechanischen Über beanspruchung oder Beschädigung des Steckerbinders.
Erfindungsgemäß ist ein erster Verfahrensschritt vorgesehen, der an einem ersten Verfahrenszeitpunkt beginnt und an einem zweiten Verfahrenszeitpunkt endet. In diesem ersten Verfahrensschritt wird das Isolierteil durch eine relative Bewegung zwischen dem Isolierteil und dem Außenleiterteil in das Außenlei terteil eingeführt.
Unter dem Einführen des Isolierteils in das Außenleiterteil ist im Rahmen der Erfindung eine relative Posi tionierung der beiden Bauteile zueinander zu verstehen, die schließlich zu einer Positionierung des Iso lierteils in dem Außenleiterteil führt. Es kommt somit nicht darauf an, ob das Isolierteil, das Außenleiterteil oder beide Bauteile bewegt werden, um das Isolierteil in das Außenleiterteil einzuführen.
Grundsätzlich kann hinsichtlich aller im Rahmen der Erfindung nachfolgend noch beschriebenen Bewe gungsabläufe eine relative Bewegung der entsprechenden Bauteile vorgesehen sein, selbst wenn dies nicht explizit erwähnt ist. Auf diese Weise kann die Flexibilität bei der Montage verbessert sein.
Erfindungsgemäß ist ein zweiter Verfahrensschritt vorgesehen, der vor oder wenigstens teilweise wäh rend dem ersten Verfahrensschritt durchgeführt wird. In diesem zweiten Verfahrensschritt wird das elekt-
rische Kabel derart vorkonfektioniert, dass das Innenleiterteil auf einem Innenleiter des Kabels befestigt wird.
Im Rahmen der in dem zweiten Verfahrensschritt durchgeführten Vorkonfektion des elektrischen Kabels können insbesondere auch noch weitere Maßnahmen vorgesehen sein, wie vorstehend bereits angedeu tet. Insbesondere kann vorgesehen sein, eine Stützhülse auf dem Außenleiter des Kabels zu befestigen, vorzugsweise zu vercrimpen. Grundsätzlich kann jegliche Vorbehandlung bzw. Vorbearbeitung des elektrischen Kabels während dem zweiten Verfahrensschritt vorgesehen sein, die einem Einführen des Innenleiterteils des Kabels in das Außenleiterteil des Kabelsteckverbinders vorhergehen sollte.
Erfindungsgemäß ist ein dritter Verfahrensschritt vorgesehen, der während oder nach dem ersten Ver fahrensschritt durchgeführt wird. In diesem dritten Verfahrensschritt wird das mit dem Innenleiterteil vor konfektionierte Kabel durch eine relative Bewegung zwischen dem Innenleiterteil und dem mit dem Iso lierteil bestückten Außenleiterteil bis in eine definierte axiale Endposition in das Isolierteil eingeführt.
Vorzugsweise wird der dritte Verfahrensschritt nach dem ersten Verfahrensschritt durchgeführt.
Vorzugsweise finden der erste und der zweite Verfahrensschritt weitestgehend parallel bzw. gleichzeitig statt.
Bevorzugt ist der zweite Verfahrensschritt noch vor Abschluss des ersten Verfahrensschritts abgeschlos sen.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der erste Verfahrensschritt, der zweite Verfahrensschritt und der dritte Verfahrensschritt im Rahmen einer zeitlich gebundenen Fließfertigung synchronisiert getaktet ab laufen, wenn der zweite Verfahrensschritt vor dem ersten Verfahrensschritt durchgeführt wird.
Erfindungsgemäß kann somit die Prozesszeit der Vorkonfektionierung des Kabels für eine parallele Mon tage des Kabelsteckverbinders an vorzugsweise derselben Kabelkonfektionsvorrichtung ausgenutzt wer den. Auf diese Weise können die gesamte Prozesszeit und insbesondere auch die Investitionskosten der Kabelkonfektionsvorrichtung(en) reduziert sein.
Erfindungsgemäß kann also eine Aufteilung der Prozess- bzw. Verfahrensschritte bei der Kabelkonfekti on bereitgestellt werden. Hierdurch kann der zeitintensive Prozess der Montage des Innenleiterteils bei der Herstellung des Außenleiterteils auf den ohnehin zeitintensiven Prozess der Vorkonfektionierung des Kabels verlagert und zu diesem parallel durchgeführt werden.
Erfindungsgemäß kann sich hierdurch eine kürzere Projektierung bei der Montage eines Kabelsteckver binders ergeben, insbesondere wenn die Montage des Isolierteils in dem Außenleiterteil auf den Konfek tionsprozess verlagert wird.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der erste Verfahrens schritt, der zweite Verfahrensschritt und der dritte Verfahrensschritt im Rahmen der zeitlich gebundenen Fließfertigung synchronisiert getaktet ablaufen, indem die Verfahrensschritte zeitgleich beginnen und/oder zeitgleich enden.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann außerdem vorgesehen sein, dass der erste Verfahrens schritt, der zweite Verfahrensschritt und der dritte Verfahrensschritt im Rahmen der zeitlich gebundenen Fließfertigung synchronisiert getaktet ablaufen, indem die Verfahrensschritte identische Taktzeiten auf weisen.
Die Verfahrensschritte und der Transport zwischen den Produktionsstellen können somit im festen zeitli chen Rhythmus erfolgen. Dadurch kann die Bearbeitungsdauer an den einzelnen Produktionsstellen voneinander abhängig sein ("zeitlich gebundene Fließfertigung").
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Position des Innenleiterteils, des Außenleiterteils und/oder des Isolierteils zueinander fixiert wird, indem das Außenleiterteil zumindest abschnittsweise verpresst, vorzugsweise vercrimpt, wird.
Beispielsweise kann ein Einzelcrimp oder eine Vercrimpung an mehreren axialen Positionen vorgesehen sein, um das Isolierteil und/oder das Innenleiterteil in dem Außenleiterteil zu fixieren.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, das Isolierteil vor dem Einfügen des Innenlei terteils in das Isolierteil in dem Außenleiterteil zumindest axial zu fixieren. Vorzugsweise wird das Isolier teil hierzu an eine innenliegende Schulter des Außenleiterteils angelegt und anschließend beispielsweise vercrimpt.
Das Isolierteil kann somit bereits vor dem Einführen des Innenleiterteils in das Außenleiterteil bzw. in das Isolierteil an einer definierten axialen Position in dem Außenleiterteil festgelegt sein. Das Isolierteil kann auf diese Weise auch verliersicher in dem Außenleiterteil aufgenommen sein.
Im Rahmen des einheitlichen erfinderischen Gesamtkonzepts zur Lösung der Aufgabe betrifft die Erfin dung ein zweites Verfahren zur Montage eines Kabelsteckverbinders, wobei der Kabelsteckerbinder ein Außenleiterteil, ein Isolierteil und ein mit einem Innenleiterteil vorkonfektioniertes elektrisches Kabel auf weist.
Erfindungsgemäß ist für das zweite Verfahren vorgesehen, das Innenleiterteil und das Isolierteil in dem Außenleiterteil zu positionieren. Hierzu wird das Innenleiterteil durch eine relative Bewegung zwischen dem Innenleiterteil und dem Isolierteil bis in eine definierte axiale Endposition in das Isolierteil eingeführt, wobei das Isolierteil in Axialrichtung relativ zu dem Außenleiterteil erst festgelegt wird, nachdem sich das Innenleiterteil in der axialen Endposition befindet.
Hierdurch ist es möglich, die Position des Isolierteils zu dem Außenleiterteil und auch die Position des Innenleiterteils zu dem Außenleiterteil axial nahezu beliebig auszurichten. Somit weist das erfindungs gemäße zweite Verfahren eine deutlich größere Flexibilität in der axialen Ausrichtung des Isolierteils, des Innenleiterteils und des Außenleiterteils relativ zueinander auf, als der Stand der Technik.
Durch die hohe Flexibilität der axialen Ausrichtung der drei Bauteile zueinander können selbst große Bauteiltoleranzen ausgeglichen werden. Ferner kann die Impedanz am Übergang zwischen dem Kabel und dem Kabelsteckverbinder optimiert werden.
Erfindungsgemäß kann eine separate Zuführung des für die Montage eines Kabelsteckverbinders not wendigen Isolierteils während einem Kabelkonfektionsprozess vorgesehen sein.
Es kann vorgesehen sein, dass das Innenleiterteil bis in die definierte axiale Endposition in das Isolierteil eingeführt wird, indem das Innenleiterteil in das Isolierteil eingeschoben und/oder indem das Isolierteil über das Innenleiterteil geschoben wird.
Bei dem Einführen des Innenleiterteils in das Isolierteil ist im Rahmen der Erfindung insbesondere eine relative Positionierung der Bauteile zueinander zu verstehen. Es kommt somit nicht darauf an, ob das In nenleiterteil, das Isolierteil oder beide Bauteile bewegt werden, um das Innenleiterteil in das Isolierteil einzuführen.
Wie vorstehend bereits erwähnt, kann hinsichtlich aller im Rahmen der Erfindung beschriebenen Bewe gungsabläufe eine relative Bewegung der entsprechenden Bauteile vorgesehen sein, selbst wenn hierauf nicht explizit hingewiesen wird. Auf diese Weise kann die Flexibilität bei der Montage weiter verbessert sein.
Erfindungsgemäß ist für das zweite Verfahren außerdem vorgesehen, dass die Position des Innenleiter teils, des Außenleiterteils und/oder des Isolierteils zueinander fixiert wird, indem das Außenleiterteil zu mindest abschnittsweise verpresst, vorzugsweise vercrimpt, wird.
Beispielsweise kann ein Einzelcrimp oder eine Vercrimpung an mehreren axialen Positionen vorgesehen sein, um das Isolierteil und/oder das Innenleiterteil in dem Außenleiterteil zu fixieren.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Isolierteil in dem Außenleiterteil zumindest zum Ausgleich von Montagetoleranzen axial bewegbar bleibt, bis sich das Innenleiterteil in der axialen Endposition in dem Isolierteil befindet.
Es ist im Rahmen der Erfindung somit nicht unbedingt erforderlich, dass das Isolierteil in dem Außenlei terteil zunächst über die volle Länge des Außenleiterteils frei bewegbar bleibt. Insbesondere im Rahmen des ersten Verfahrens kommt es hierauf ohnehin nicht an. Beispielsweise kann einer oder können meh rere Anschläge vorgesehen sein, um die axiale Bewegung des Isolierteils in dem Außenleiterteil durch Formschluss in eine oder beide Richtungen zu begrenzen, sofern noch ausreichend Bewegungsspiel raum zum Toleranzausgleich und/oder für eine Impedanzanpassung verbleibt.
Es sei erwähnt, dass sich diese und auch die nachfolgend noch beschriebenen Weiterbildungen und Va rianten sowie Vorteile gleichermaßen auf das erste Verfahren im Rahmen des Patentanspruchs 1 und auf das zweite Verfahren im Rahmen des Patentanspruchs 6 beziehen und unter anderem aus diesem Grunde schließlich ein einheitliches, erfinderisches Gesamtkonzept ausbilden.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann außerdem vorgesehen sein, dass das Isolierteil in dem Außen leiterteil vormontiert wird, vorzugsweise verliersicher vormontiert wird, bevor das Innenleiterteil und das Isolierteil relativ zueinander positioniert werden.
Beispielsweise kann vorgesehen sein, das Isolierteil durch eine Relativbewegung zwischen dem Isolier teil und dem Außenleiterteil in das Außenleiterteil einzuführen und durch ein anschließendes Umformen des Außenleiterteils im Bereich eines oder beider Enden des Außenleiterteils ein Herausfallen des Iso lierteils formschlüssig zu blockieren. Auf diese Weise kann das Isolierteil in dem Außenleiterteil für die nachfolgende Montage noch axial bewegbar sein, jedoch verliersicher zusammen mit dem Außenleiterteil transportiert werden. Im Rahmen des ersten Verfahrens kann auch eine vollständige axiale Fixierung vorgesehen sein, um eine verliersichere Vormontage bereitzustellen.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann außerdem vorgesehen sein, dass die Position des Innenleiter teils und des Isolierteils in dem Außenleiterteil zumindest axial fixiert wird, wenn sich das Innenleiterteil in der axialen Endposition in dem Isolierteil befindet.
Die Position des Innenleiterteils und des Isolierteils in dem Außenleiterteil kann allerdings auch radial fi xiert werden. Eine radiale Fixierung kann beispielsweise auch bereits zuvor durch eine mechanische Ko dierung zwischen dem Außenleiterteil, dem Isolierteil und/oder dem Innenleiterteil aufgrund von Form schluss vorgesehen sein. Somit kann eine ungewünschte Verdrehung der Bauteile relativ zueinander während der Montage und/oder während der späteren Verwendung des Kabelsteckverbinders ausge schlossen werden.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Innenleiterteil durch eine relative Bewegung zwischen dem Innenleiterteil und dem Außenleiterteil in das Außenleiterteil eingeführt wird, bis ein vorderes, freies Ende des Innenleiterteils ein definiertes Abstandsmaß von einem vorderen, ei nem korrespondierenden Gegensteckverbinder zugewandten Ende des Außenleiterteils erreicht hat.
Es kann also vorgesehen sein, dass die definierte axiale Endposition des Innenleiterteils in dem Isolierteil unter Berücksichtigung eines Abstandsmaßes (in der Praxis mitunter als "Anschlussmaß" bezeichnet) ei nes vorderen, freien Endes des Innenleiterteils zu dem vorderen, einem späteren Gegensteckverbinder des Kabelsteckverbinders zugewandten Ende des Außenleiterteils bestimmt wird, wenn das Isolierteil mit dem Innenleiterteil in dem Außenleiterteil positioniert ist.
Aufgrund der hohen Flexibilität bei der Ausrichtung des Isolierteils, des Außenleiterteils und des Innenlei terteils relativ zueinander, kann das bei der Montage des Kabelsteckverbinders einzuhaltende An schlussmaß in der Regel trotz hoher Toleranzen der Bauteile eingehalten werden, wobei gleichzeitig die elektrischen Eigenschaften des Steckverbinders, insbesondere zur Übertragung von Datensignalen in der Hochfrequenztechnik, eingehalten werden können.
Die idealen, relativen Positionen des Innenleiterteils, des Außenleiterteils und/oder des Isolierteils zuei nander können zur Optimierung der elektrischen Eigenschaften des Steckverbinders für die Hochfre quenztechnik auf Grund von Berechnungen, Versuchsreihen und/oder Simulationen bestimmt werden.
In einer Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass die Position des Innenleiterteils und des Isolierteils in dem Außenleiterteil zumindest axial fixiert wird, wenn das vordere, freie Ende des Innenleiterteils das de finierte Abstandsmaß in dem Außenleiterteil erreicht hat.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann außerdem vorgesehen sein, dass das Innenleiterteil und das Isolierteil ausgehend von entgegengesetzten Montagerichtungen axial in das Außenleiterteil eingeführt werden.
Insbesondere kann das vorkonfektionierte Kabel bzw. das Innenleiterteil in ein hinteres, einem späteren Gegensteckverbinder des Kabelsteckverbinders abgewandtes Ende des Außenleiterteils eingeführt und das Isolierteil in ein vorderes, dem späteren Gegensteckverbinder zugewandtes Ende des Außenleiter teils eingeführt werden. Dieser Prozess kann gleichzeitig oder nacheinander erfolgen. Ferner kommt es nicht darauf an, ob das Innenleiterteil, das Isolierteil und/oder das Außenleiterteil bewegt wird bzw. wer den, um das Innenleiterteil und das Isolierteil in das Außenleiterteil einzuführen.
In einer alternativen Variante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Innenleiterteil und das Iso lierteil ausgehend von derselben Montagerichtung, vorzugsweise gleichzeitig, axial in das Außenleiterteil eingeführt werden.
Es kann vorgesehen sein, dass das Isolierteil an einer innenliegenden Schulter des Außenleiterteils ge fügt wird, wenn das Innenleiterteil und das Isolierteil ausgehend von derselben Montagerichtung in das Außenleiterteil eingeführt werden.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Innenleiterteil bis in die definierte axiale Endposition in das Isolierteil eingeführt wird, bevor das Innenleiterteil und das Isolierteil gemein sam in das Außenleiterteil eingeführt werden.
Bevorzugt kann das Isolierteil bei dieser Variante also zunächst auf das Innenleiterteil aufgesteckt und gemeinsam mit dem Innenleiterteil in das Außenleiterteil eingeführt werden.
Das Isolierteil kann lose auf das Innenleiterteil aufgesteckt sein. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass das Isolierteil mit dem Innenleiterteil verrastet und damit axial und/oder radial formschlüssig auf dem Innenleiterteil vormontiert ist. Auch eine kraftschlüssige oder sonstige Festlegung des Innenleiter teils in dem Isolierteil kann vorgesehen sein. Vorzugsweise ist das Isolierteil allerdings zumindest in axia ler Richtung beweglich auf das Innenleiterteil aufgesteckt.
Das Isolierteil kann außerdem verliersicher auf dem Innenleiterteil aufgesteckt sein.
Vorzugsweise werden das Innenleiterteil und das Isolierteil allerdings ausgehend von entgegengesetzten Montagerichtungen in das Außenleiterteil eingeführt.
Es kann vorgesehen sein, dass das Außenleiterteil gestanzt und im Rahmen der Montageverfahren mit tels eines Trägerstreifens, der mehrere Außenleiterteile trägt, zugestellt wird.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass die Positionierung des Innenleiterteils und des Isolierteils in dem Außenleiterteil auf einer gemeinsamen Kabelkonfektionsvor richtung durchgeführt wird.
Vorzugsweise werden somit alle Verfahrensschritte, insbesondere aber die Verfahrensschritte eins bis drei, auf einer gemeinsamen Kabelkonfektionsvorrichtung durchgeführt.
Gemäß dem Stand der Technik werden die Montage eines Kabelsteckverbinders sowie die Endkonfekti on eines bereits vorkonfektionierten elektrischen Kabels, insbesondere eines Koaxialkabels, in verschie denen Kabelkonfektionsvorrichtungen durchgeführt. Die aufgrund der Serialisierung bedingte lange Mon tagezeit kann im Rahmen der erfindungsgemäßen Weiterbildung reduziert werden.
Somit kann die Montage des Kabelsteckverbinders als auch die gesamte Konfektion des Kabels bei spielsweise auf einer einzigen Kabelkonfektionsvorrichtung (auch Konfektions-Automat oder Kabelkon fektionsmaschine genannt) durchgeführt werden.
Erfindungsgemäß können die Investitionskosten für eine Kabelkonfektionsvorrichtung, insbesondere die Investitionskosten für einen Stanzbiegevollautomaten, reduziert sein.
Es können die folgenden Montageschritte zur Montage eines Kabelsteckverbinders vorgesehen sein, die vorzugsweise auf einer gemeinsamen Kabelkonfektionsvorrichtung durchgeführt werden:
- Einfügen des Isolierteils in den Innenraum des Außenleiterteils des Kabelsteckverbinders; wonach
- das Isolierteil zum Außenleiterteil des Kabelsteckverbinders axial ausgerichtet wird; wonach
- das Innenleiterteil in das Isolierteil eingeführt und axial zum Isolierteil ausgerichtet wird; und wonach
- das Isolierteil und das Innenleiterteil axial in dem Außenleiterteil des Kabelsteckverbinders fixiert wer den, vorzugsweise mittels Verpressen bzw. Vercrimpen.
Im Rahmen einer Endmontage kann ein Kunststoffgehäuse auf das Außenleiterteil aufgeschoben und gegebenenfalls mit dem Außenleiterteil verrastet werden.
Es kann ein Kontrollfenster bzw. eine Ausnehmung im Außenleiterteil vorgesehen sein, um die Ausrich tung des Isolierteils und/oder des Innenleiterteils in dem Außenleiterteil bei der Positionierung der Bautei le relativ zueinander zu überwachen und ggf. zu regeln.
Eine Überwachung der Zustellung bzw. Positionierung der Bauteile relativ zueinander, beispielsweise für eine Positionsregeleinrichtung, kann grundsätzlich durch beliebige Sensorik und auch ohne ein Kontroll fenster erfolgen. Beispielsweise können berührungslose Sensoren (z. B. kapazitive, induktive und/oder optische Sensoren) und/oder Messtaster zur Erfassung der Position des Innenleiterteils in dem Isolierteil, des Innenleiterteils in dem Außenleiterteil und/oder des Isolierteils in dem Außenleiterteil vorgesehen sein.
Die Erfindung betrifft auch eine Kabelkonfektionsvorrichtung zur Montage eines Kabelsteckverbinders, welcher ein Außenleiterteil, ein Isolierteil und ein mit einem Innenleiterteil vorkonfektioniertes elektrisches Kabel aufweist.
Die Kabelkonfektionsvorrichtung weist eine Positionierungseinrichtung auf, die ausgebildet ist, um das Innenleiterteil und das Isolierteil in dem Außenleiterteil zu positionieren.
Die Positionierungseinrichtung weist eine Aktuatoreinrichtung auf die ausgebildet ist, um das Isolierteil durch eine relative Bewegung zwischen dem Isolierteil und dem Außenleiterteil in das Außenleiterteil ein zuführen.
Die Kabelkonfektionsvorrichtung weist ferner eine Konfektionierungseinrichtung auf die ausgebildet ist, um vor oder während dem Einführen des Isolierteils in das Außenleiterteil das elektrische Kabel derart vorzukonfektionieren, dass das Innenleiterteil auf einem Innenleiter des Kabels befestigt wird.
Ferner weist die Positionierungseinrichtung ein Positionierungsmittel auf das ausgebildet ist, um während oder nach dem Einführen des Isolierteils in das Außenleiterteil das mit dem Innenleiterteil vorkonfektio nierte Kabel durch eine relative Bewegung zwischen dem Innenleiterteil und dem mit dem Isolierteil be stückten Außenleiterteil bis in eine definierte axiale Endposition in das Isolierteil einzuführen.
Erfindungsgemäß kann zur Herstellung der Bauteile, insbesondere des Außenleiterteils, auf vereinfachte und somit wirtschaftlichere Fertigungsmethode (zum Beispiel Stanzwerkzeuge, Spritzwerkzeuge) umge stellt werden.
In einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Positionierungseinrichtung (insbe sondere die Aktuatoreinrichtung und das Positionierungsmittel) und die Konfektionierungseinrichtung im Rahmen einer zeitlich gebundenen Fließfertigung synchronisiert getaktet sind. Insbesondere kann vorge sehen sein, dass die mittels der Aktuatoreinrichtung, des Positionierungsmittels und der Konfektionie rungseinrichtung durchgeführten Verfahrensschritte zeitgleich beginnen und/oder zeitgleich enden und/oder identische Taktzeiten aufweisen.
Es kann ein verkettetes Fördersystemen vorgesehen sein, um mehrere Isolierteile, Außenleiterteile, In nenleiterteile und Kabel entlang einer Förderrichtung hintereinander zu transportieren und damit für die einzelnen Verfahrensschritte bzw. für die gleichzeitige Bearbeitung mehrerer Kabelsteckverbin- der(komponenten) durch die Positionierungseinrichtung und die Konfektionierungseinrichtung bereitzu stellen.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Kabelkonfektionsvorrichtung eine Zustelleinrichtung aufweist die ausgebildet ist, um das mit dem Isolierteil bestückte Außenleiterteil in den Einflussbereich des Positionierungsmittels zu verbringen derart, dass das Positionierungsmittel das In nenleiterteil bis in die definierte axiale Endposition in dem Isolierteil einzuführen vermag.
Im Rahmen des einheitlichen erfinderischen Gesamtkonzepts zur Lösung der Aufgabe betrifft die Erfin dung außerdem eine zweite Kabelkonfektionsvorrichtung zur Montage eines Kabelsteckverbinders, wel cher ein Außenleiterteil, ein Isolierteil und ein mit einem Innenleiterteil vorkonfektioniertes elektrisches Kabel aufweist. Die zweite Kabelkonfektionsvorrichtung weist ebenfalls eine Positionierungseinrichtung auf, die ausgebildet ist, um das Innenleiterteil und das Isolierteil in dem Außenleiterteil zu positionieren.
Die Positionierungseinrichtung der zweiten Kabelkonfektionsvorrichtung weist außerdem auch ein Positi onierungsmittel auf das ausgebildet ist, um das Innenleiterteil durch eine relative Bewegung zwischen dem Innenleiterteil und dem Isolierteil in eine definierte axiale Endposition in das Isolierteil einzuführen.
Die zweite Kabelkonfektionsvorrichtung weist ferner eine Fixiereinrichtung auf, die ausgebildet ist, um die Position des Innenleiterteils und des Isolierteils in dem Außenleiterteil erst zu fixieren, nachdem sich das Innenleiterteil in der axialen Endposition befindet. Auch die erste erfindungsgemäße Kabelkonfektionie rungsvorrichtung kann eine Fixiereinrichtung aufweisen.
Vorzugsweise kann die Fixiereinrichtung ausgebildet sein, um die Position des Innenleiterteils, des Au ßenleiterteils und/oder des Isolierteils zueinander zu fixieren, indem das Außenleiterteil zumindest ab schnittsweise verpresst wird.
Durch die erfindungsgemäße Einführung des Innenleiterteils in das Isolierteil bei der Montage des Ka belsteckverbinders ist es nunmehr möglich, die Position des Isolierteils mit der Position des Innenleiter teils in dem Außenleiterteil exakt abzustimmen, wodurch bisher nicht erreichbare Positionierungsgenau igkeiten realisierbar sind.
Sobald die optimalen relativen Positionen des Innenleiterteils, des Isolierteils und des Außenleiterteils durch die Positionierungseinrichtung angefahren sind, kann mittels einem abschließenden Fixieren, ins besondere Vercrimpen, die Position des Kabels und somit des Innenleiterteils sowie die Position des Iso lierteils in dem Außenleiterteils durch die Fixiereinrichtung fixiert werden.
Durch die erfindungsgemäße Kabelkonfektionsvorrichtung kann also eine positionsgenaue Abstimmung zwischen dem Isolierteil und dem Innenleiterteil in dem Außenleiterteil ermöglicht werden.
Die Aktuatoreinrichtung kann einen axial beweglichen Montagestempel aufweisen und ausgebildet sein, um das Isolierteil in dem Außenleiterteil axial zu positionieren und/oder um das Isolierteil axial über das Innenleiterteil zu schieben.
Das Positionierungsmittel kann eine linear entlang der Längsachse des Außenleiterteils verstellbare Grei feinrichtung aufweisen, um das Kabel und das auf dem Innenleiter des Kabels befestigte Innenleiterteil zu positionieren. Die Greifeinrichtung kann insbesondere eine oder mehrere Pressbacken aufweisen. Die Greifeinrichtung greift das Kabel vorzugsweise an dessen Kabelmantel.
Die Fixiereinrichtung kann beispielsweise als Presswerkzeug, vorzugsweise als Crimpwerkzeug, ausge bildet sein.
Vorzugsweise kann die Erfindung zur Montage eines koaxialen Kabelsteckverbinders vorgesehen sein, insbesondere für einen Datensteckverbinder.
Die Erfindung ist allerdings nicht auf eine spezifische Steckverbinderart bzw. auf einen spezifischen Steckverbinder beschränkt, wobei sich die Erfindung insbesondere für die Konfektionierung elektrischer Kabel mit Steckverbindern für die Hochfrequenztechnik eignet. Ein entsprechender Steckverbinder kann somit vorzugsweise als Hochfrequenz-Steckverbinder, insbesondere als PL-Steckverbinder, BNC- Steckverbinder, TNC-Steckverbinder, SMBA (FAKRA)-Steckverbinder, N-Steckverbinder, 7-16- Steckverbinder, SMA-Steckverbinder, SMB-Steckverbinder, SMS-Steckverbinder, SMC-Steckverbinder, SMP-Steckverbinder, BMS-Steckverbinder, HFM-Steckverbinder, HSD-Steckverbinder, H-MTD- Steckverbinder, BMK-Steckverbinder, Mini-Coax-Steckverbinder oder Makax-Steckverbinder ausgebildet sein.
Der erfindungsgemäße Steckverbinder kann besonders vorteilhaft innerhalb eines Fahrzeugs, insbeson dere eines Kraftfahrzeugs, verwendet werden. Mögliche Einsatzgebiete sind autonomes Fahren, Fahrer- Assistenzsysteme, Navigationssysteme, "lnfotainment"-Systeme, Fond-Entertainment-Systeme, Internet verbindungen und Wireless Gigabit (IEEE 802.1 1 ad Standard). Mögliche Anwendungen betreffen hoch aufgelöste Kameras, beispielsweise 4K- und 8K-Kameras, Sensorik, Onboard-Computer, hochauflösen de Bildschirme, hochauflösende Armaturenbretter, 3D-Navigationsgeräte und Mobilfunkgeräte.
Der erfindungsgemäße Kabelsteckverbinder eignet sich allerdings für beliebige Anwendungen innerhalb der gesamten Elektrotechnik und ist nicht auf den Einsatz in der Fahrzeugtechnik beschränkt zu verste hen.
Merkmale, die bereits im Zusammenhang mit einem der erfindungsgemäßen Verfahren beschrieben wurden, sind auch für die Kabelkonfektionsvorrichtungen vorteilhaft umsetzbar - und umgekehrt. Ferner können Vorteile, die bereits im Zusammenhang mit einem der erfindungsgemäßen Verfahren beschrie ben wurden, auch auf die erfindungsgemäßen Kabelkonfektionsvorrichtungen bezogen verstanden wer den - und umgekehrt.
Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass Begriffe, wie "umfassend", "aufweisend" oder "mit", keine ande ren Merkmale oder Schritte ausschließen. Ferner schließen Begriffe, wie "ein" oder "das", die auf eine Einzahl von Schritten oder Merkmalen hinweisen, keine Mehrzahl von Merkmalen oder Schritten aus - und umgekehrt.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher beschrieben.
Die Figuren zeigen jeweils bevorzugte Ausführungsbeispiele, in denen einzelne Merkmale der vorliegen den Erfindung in Kombination miteinander dargestellt sind. Merkmale eines Ausführungsbeispiels sind
auch losgelöst von den anderen Merkmalen des gleichen Ausführungsbeispiels umsetzbar und können dementsprechend von einem Fachmann ohne Weiteres zu weiteren sinnvollen Kombinationen und Un terkombinationen mit Merkmalen anderer Ausführungsbeispiele verbunden werden.
In den Figuren sind funktionsgleiche Elemente mit denselben Bezugszeichen versehen.
Es zeigen schematisch:
Figur 1 einen im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens auf einem elektrischen Kabel zu montierenden Kabelsteckverbinder in perspektivischer Explosionsdarstellung mit einem Au ßenleiterteil, einem Isolierteil und einem Innenleiterteil;
Figur 2 den erfindungsgemäß auf dem elektrischen Kabel montierten Kabelsteckverbinder der Figur
1 in perspektivischer Darstellung;
Figur 3 den erfindungsgemäß montierten Kabelsteckverbinder der Figur 1 in einer Seitenansicht;
Figur 4 den erfindungsgemäß montierten Kabelsteckverbinder der Figur 1 in einer Schnittdarstel lung;
Figur 5 eine erste Variante eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Montage des Kabelsteckver binders, bei der zunächst das Innenleiterteil des vorkonfektionierten Kabels in dem Außen leiterteil positioniert und erst anschließend das Isolierteil in das Außenleiterteil eingeführt wird;
Figur 6 eine zweite Variante eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Montage des Kabelsteckver binders, bei der das Innenleiterteil des vorkonfektionierten Kabels und das Isolierteil gleich zeitig in dem Außenleiterteil positioniert werden;
Figur 7 eine dritte Variante eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Montage des Kabelsteckver binders, bei der zunächst das Isolierteil in dem Außenleiterteil positioniert wird und erst an schließend das Innenleiterteil des vorkonfektionierten Kabels in das Außenleiterteil einge führt wird;
Figur 8 die Montage eines weiteren Kabelsteckverbinders durch eine Positionierungseinrichtung ei ner Kabelkonfektionsvorrichtung in perspektivischer Darstellung;
Figur 9 die Montage des Kabelsteckverbinders der Figur 8 in einer Seitenansicht;
Figur 10 einen beispielhaften Verfahrensablauf zur Montage eines Kabelsteckverbinders mit drei bzw. vier Verfahrensschritten; und
Figur 1 1 einen weiteren Verfahrensablauf zur Montage eines Kabelsteckverbinders mit ergänzenden
Verfahrensschritten.
Figur 1 zeigt ein elektrisches Kabel 1 , auf das erfindungsgemäß ein Kabelsteckverbinder 2 montiert wer den soll, in einer perspektivischen Explosionsdarstellung. Der Kabelsteckverbinder 2 weist ein Isolierteil 3, ein Außenleiterteil 4 und ein Innenleiterteil 5 auf. Figur 2 zeigt den auf dem elektrischen Kabel 1 fertig montierten Kabelsteckverbinder 2 in perspektivischer Ansicht.
Das elektrische Kabel 1 ist für die Montage bereits vorkonfektioniert. Hierfür weist das Kabel 1 einen vor deren, von einem Kabelmantel 6 befreiten Abschnitt auf. Auf dem unterhalb des Kabelmantels 6 befindli chen Außenleiter, vorliegend ein Kabelschirmgeflecht 7, ist eine Stützhülse 8 befestigt, vorzugsweise vercrimpt. Der Außenleiter bzw. das Kabelschirmgeflecht 7 kann ferner, wie dargestellt, auf die Stützhül se 8 zurückgeschlagen sein. In der nachfolgenden Figur 8 ist der zurückgeschlagene Außenleiter 7 in ei nem Abschnitt auf der Stützhülse 8 nicht dargestellt, um die Stützhülse 8 zu visualisieren. In den Ausfüh rungsbeispielen ist die Stützhülse 8 derart auf dem Kabelschirmgeflecht 7 des Kabels 1 positioniert, dass zwischen einem hinteren, kabelseitigen Ende der Stützhülse 8 und dem Kabelmantel 6 noch ein freige legter Abschnitt des Kabelschirmgeflechts 7 verbleibt. Es kann grundsätzlich aber auch vorgesehen sein, dass die Stützhülse 8 derart axial auf dem Kabel 1 positioniert ist, dass sich diese direkt an den Kabel mantel 6 anschließt. Grundsätzlich kann die Stützhülse 8 auch auf dem Kabelmantel 6 oder teilweise auf dem Kabelmantel 6 befestigt sein.
Das beispielhafte dargestellte elektrische Kabel 1 weist ferner eine optional unterhalb des Kabelschirm geflechts 7 befindliche Kabelfolie 9 auf (vgl. Figur 8). Unter dem Außenleiter bzw. Kabelschirmgeflecht 7 befindet sich ferner ein Dielektrikum 10, das einen Innenleiter 1 1 des Kabels 1 in sich führt. Auf dem In nenleiter 1 1 des Kabels 1 ist im Rahmen der Vorkonfektionierung schließlich das Innenleiterteil 5 befes tigt, insbesondere aufgecrimpt.
Im Rahmen der erfindungsgemäßen Verfahren zur Montage des Kabelsteckverbinders 2 ist vorgesehen, dass das Innenleiterteil 5 und das Isolierteil 3 in dem Außenleiterteil 4 positioniert werden.
Im Rahmen des erfindungsgemäßen zweiten Verfahrens ist hierzu vorgesehen, dass das Innenleiterteil 5 bis in eine definierte axiale Endposition R in das Isolierteil 3 eingeführt wird, wobei das Isolierteil 3 in Axialrichtung relativ zu dem Außenleiterteil 4 erst festgelegt wird, nachdem sich das Innenleiterteil 5 in der axialen Endposition R befindet. Anschließend kann die Position des Innenleiterteils 5 und des Isolier teils 3 in dem Außenleiterteil 4 fixiert werden.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Isolierteil 3 in dem Außenleiterteil 4 zumindest zum Aus gleich von Montagetoleranzen axial bewegbar bleibt, bis sich das Innenleiterteil 5 in der axialen Endposi tion Pi befindet.
Figur 3 zeigt den montierten Kabelsteckverbinder 2 in einer Seitenansicht. Der Kabelsteckverbinder 2 ist ferner in Figur 4 in einer geschnittenen Darstellung gezeigt, wobei in den Figuren 3 und 4 das Kabel 1 für eine vereinfachte Darstellung jeweils ausgeblendet ist.
Die definierte axiale Endposition PT des Innenleiterteils 5 in dem Isolierteil 3 kann unter Berücksichtigung eines Abstandsmaßes bzw. Anschlussmaßes A (vgl. Figur 4) eines vorderen, freien Endes 5.1 des In nenleiterteils 5 zu dem vorderen, einem späteren Gegensteckverbinder (nicht dargestellt) zugewandten Ende 4.1 des Außenleiterteils 4 bestimmt werden, wenn das Isolierteil 3 zusammen mit dem Innenleiter teil 5 in dem Außenleiterteil 4 positioniert ist. Wie in Figur 4 dargestellt ist, kann das Isolierteil 3 optional an eine innenliegende Schulter 12 des Außenleiterteils 4 gefügt werden. Insbesondere im Rahmen des erfindungsgemäßen zweiten Verfahrens zur Montage des Kabelsteckverbinders 2 kann das Isolierteil 3 allerdings grundsätzlich unabhängig von der innenliegenden Schulter 12 positioniert werden derart, dass sich eine vorteilhafte Impedanzanpassung beim Übergang von dem Kabel 1 auf den Kabelsteckverbinder 2 und/oder die Einhaltung des Abstandsmaßes A ergibt.
Im Rahmen der Erfindung können das Innenleiterteil 5 und das Isolierteil 3 ausgehend von entgegenge setzten Montagerichtungen axial in das Außenleiterteil 4 eingeführt werden, wie in Figur 1 und den nach folgenden Figuren 5 bis 7 angedeutet. Beispielsweise kann das Isolierteil 3 in das Außenleiterteil 4 von vorne und das Innenleiterteil 5 in das Außenleiterteil 4 von hinten eingeführt werden. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass das Innenleiterteil 5 und das Isolierteil 3 ausgehend von derselben Montagerich tung, vorzugsweise gleichzeitig, axial in das Außenleiterteil 4 eingeführt werden. Hierzu kann beispiels weise das Isolierteil 3 zuvor auf das Innenleiterteil 5 aufgestülpt und anschließend gemeinsam mit dem Innenleiterteil 5 in das Außenleiterteil 4 eingeführt werden.
Es kann vorgesehen sein, dass die Position des Innenleiterteils 5 und des Isolierteils 3 in dem Außenlei terteil 4 zumindest axial fixiert wird, wenn sich das Isolierteil 3 in der axialen Endposition Pi befindet. Es kann im Rahmen des erfindungsgemäßen ersten Verfahrens auch vorgesehen sein, dass das Isolierteil 3 vor dem Einfügen des Innenleiterteils 5 in das Isolierteil 3 in dem Außenleiterteil 4 zumindest axial fixiert wird, vorzugsweise derart, dass das Isolierteil 3 an der innenliegenden Schulter 12 des Außenleiterteils 4 anliegt. Die Position des Innenleiterteils 5, des Außenleiterteils 4 und/oder des Isolierteils 3 kann fixiert werden, indem beispielsweise das Außenleiterteil 4 zumindest abschnittsweise verpresst, vorzugsweise vercrimpt wird.
Grundsätzlich kommt es bei allen Bewegungen, die im Rahmen der Erfindung beschrieben werden, le diglich auf eine Bewegung der Bauteile 3, 4, 5 relativ zueinander an. Beispielsweise kann das Innenlei-
terteil 5 bis in die definierte axiale Endposition PT in das Isolierteil 3 eingeführt werden, indem das Innen leiterteil 5 in das Isolierteil 3 eingeschoben und/oder indem das Isolierteil 3 über das Innenleiterteil 5 ge schoben wird.
In den Figuren 5 bis 7 sind drei Varianten der erfindungsgemäßen Verfahren dargestellt. Die jeweils dar gestellte Bearbeitung erfolgt vorzugsweise auf derselben Kabelkonfektionsvorrichtung 13.
Gemäß der Variante der Figur 5 ist vorgesehen, das Innenleiterteil 5 bereits in das Außenleiterteil 4 ein zuführen, bevor das Isolierteil 3 ausgehend von der entgegengesetzten Montagerichtung ebenfalls in das Außenleiterteil 4 eingeführt wird. Die dargestellte Variante eignet sich demnach vorteilhaft zur Verwen dung mit dem zweiten erfindungsgemäßen Verfahren.
In Figur 5 ist ferner ein zustellbarer Stempel einer Aktuatoreinrichtung 16 angedeutet, der zum Einführen des Isolierteils 3 in das Außenleiterteil 4 mittels der Positionierungseinrichtung vorgesehen sein kann.
Wie in den Figuren 5 bis 7 ebenfalls dargestellt ist, kann das Außenleiterteil 4 als gestanztes Außenleiter teil 4 hergestellt und im Rahmen der Verfahren zur Montage der Kabelsteckverbinder 2 auf einem Trä gerstreifen 1 5 zugestellt werden. Für die Zustellung kann eine optionale Zustelleinrichtung 17 vorgese hen sein, wie in Figur 5 angedeutet.
In Figur 6 ist eine alternative Variante der Erfindung dargestellt, bei der das Innenleiterteil 5 und das Iso lierteil 3 gleichzeitig in das Außenleiterteil 4 eingeführt werden. Diese Variante eignet sich gleichermaßen vorteilhaft für das erste und das zweite erfindungsgemäße Verfahren. Die weiteren Vorrichtungsmerkma le der Figur 5 sind zur Vereinfachung nicht abermals dargestellt und beschrieben, können aber selbst verständlich auch für diese Variante vorteilhaft vorgesehen sein. Dies gilt auch für die nachfolgenden Fi guren.
In Figur 7 ist eine dritte Variante der Erfindung dargestellt, bei der zunächst das Isolierteil 3 in das Au ßenleiterteil 4 eingeführt wird, wonach das Innenleiterteil 5 in das Außenleiterteil eingeschoben wird. Op tional kann das Isolierteil 3 in dem Außenleiterteil 4 vor dem Einfügen des Innenleiterteils 5 im Rahmen des ersten erfindungsgemäßen Verfahrens bereits axial fixiert werden. Eine Parallelisierung der Vorkon fektionierung des elektrischen Kabels 1 und der Montage des Isolierteils 3 in das Außenleiterteil 4 auf derselben Kabelkonfektionsvorrichtung 13 ist insbesondere hinsichtlich dieser Variante der Erfindung vorteilhaft umsetzbar.
In den Figuren 8 und 9 ist die Montage, insbesondere die Positionierung des Innenleiterteils 5 in dem Außenleiterteil 4, in dem das Isolierteil 3 bereits vormontiert ist, dargestellt. Die Ausgestaltung des Au ßenleiterteils 4 weicht in dem in den Figuren 8 und 9 gezeigten Ausführungsbeispiel geringfügig von der
des in den Figuren 1 bis 7 gezeigten Außenleiterteils 4 ab. Grundsätzlich kann die Ausgestaltung des Außenleiterteils 4 im Rahmen der Erfindung beliebig sein.
Erfindungsgemäß kann eine Kabelkonfektionsvorrichtung 13 (vgl. insbesondere die Blackbox in Figur 1 1 ) zur Montage des Kabelsteckverbinders 2 vorgesehen sein, die eine Positionierungseinrichtung aufweist die ausgebildet ist, um das Innenleiterteil 5 und das Isolierteil 3 in dem Außenleiterteil 4 zu positionieren. Die Positionierungseinrichtung kann ein Positionierungsmittel aufweisen, um das Innenleiterteil 5 in die definierte axiale Endposition R in das Isolierteil 3 einzuführen. Im Ausführungsbeispiel ist das Positionie rungsmittel als axial bewegliche Klemmeinrichtung 14 ausgebildet. Grundsätzlich können noch weitere Positionierungsmittel vorgesehen sein.
Die Positionierung des Innenleiterteils 5 und des Isolierteils 3 in dem Außenleiterteil 4 kann vorzugsweise auf einer gemeinsamen Kabelkonfektionsvorrichtung 13 durchgeführt werden, die vorzugsweise auch die Vorkonfektionierung des elektrischen Kabels 1 durchführt.
In Figur 10 ist beispielhaft ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Montage des Kabelsteckverbinders 2 dargestellt.
Dabei ist ein erster Verfahrensschritt S1 vorgesehen, der an einem ersten Verfahrenszeitpunkt A beginnt und an einem zweiten Verfahrenszeitpunkt B endet. Während dem ersten Verfahrensschritt S1 ist vorge sehen, das Isolierteil 3 durch eine relative Bewegung zwischen dem Isolierteil 3 und dem Außenleiterteil 4 in das Außenleiterteil 4 einzuführen, wie beispielsweise in den Figuren 6 und 7 dargestellt.
In einem zweiten Verfahrensschritt S2 vor oder wenigstens teilweise während dem ersten Verfahrens schritt S1 wird das elektrische Kabel 1 derart vorkonfektioniert, dass das Innenleiterteil 5 auf dem Innen leiter 1 1 des Kabels 1 befestigt wird. Selbstverständlich können auch weitere Montageschritte zur Vor konfektionierung des elektrischen Kabels 1 während dem zweiten Verfahrensschritt S2 vorgesehen sein, wie beispielsweise die Befestigung der Stützhülse 8 auf dem Kabelschirmgeflecht 7. Vorzugsweise fin den die Verfahrensschritte S1 und S2 zur Einsparung von Prozesszeit bei der Gesamtmontage weitest gehend parallel statt.
In einem dritten Verfahrensschritt S3 während oder nach dem ersten Verfahrensschritt S1 wird das mit dem Innenleiterteil 5 vorkonfektionierte elektrische Kabel 1 durch eine relative Bewegung zwischen dem Innenleiterteil 5 und dem mit dem Isolierteil 3 bestückten Außenleiterteil 4 bis in die definierte axiale End position PT in das Isolierteil 3 eingeführt, wie beispielsweise in den Figuren 6 und 7 dargestellt.
Optional kann nach dem dritten Verfahrensschritt S3 in einem optionalen vierten Verfahrensschritt S4 (gestrichelt dargestellt) beispielsweise vorgesehen sein, das Innenleiterteil 5, das Isolierteil 3 und/oder
das Außenleiterteil 4 aneinander zu fixieren, beispielsweise miteinander zu vercrimpen. Grundsätzlich können auch noch weitere Verfahrensschritte vorgesehen sein.
In Figur 1 1 ist ein beispielhaftes Konfektionierungsverfahren dargestellt, in dessen Rahmen auch eines der vorstehend beschriebenen Verfahren zur Montage des Kabelsteckverbinders 2 vorgesehen sein kann. Das Konfektionierungsverfahren wird vorzugsweise auf einer gemeinsamen Kabelkonfektionsvor richtung 13 durchgeführt.
Die grundsätzlich erforderlichen Schritte bei einer Konfektionierung eines elektrischen Kabels 1 sind be kannt. Die nachfolgend beschriebene Anordnung ist lediglich beispielhaft zu verstehen und mitunter auch nur unvollständig wiedergegeben.
In einem ersten Schritt K1 kann im Rahmen der Vorkonfektionierung die Stützhülse 8 auf den Außenlei ter, beispielsweise das Kabelschirmgeflecht 7, des elektrischen Kabels 1 befestigt, vorzugsweise vercr- impt, werden.
Anschließend kann in einem zweiten Schritt K2 noch im Rahmen der Vorkonfektionierung das Innenlei terteil 5 auf dem Innenleiter 1 1 des Kabels 1 befestigt, vorzugsweise vercrimpt werden.
Die Schritte K1 und K2 können somit insbesondere Teil des vorstehend beschriebenen, zweiten Verfah rensschritts S2 sein.
In einem dritten Schritt K3 kann das Innenleiterteil 1 1 erfindungsgemäß bis in eine definierte axiale End position PT in das Isolierteil 3 eingeführt werden.
Der dritte Schritt K3 kann somit beispielsweise dem dritten Verfahrensschritt S3 entsprechen.
Schließlich können gegebenenfalls in einem vierten Schritt K4 das Isolierteil 3, das Innenleiterteil 5 und das Außenleiterteil 4 relativ zueinander feinjustiert werden.
In einem fünften Schritt K5 kann erfindungsgemäß die Position des Innenleiterteils 5 und des Isolierteils 3 in dem Außenleiterteil 4 fixiert, vorzugsweise vercrimpt werden.
In einem optionalen, sechsten Schritt K6 kann beispielsweise das vorkonfektionierte elektrische Kabel 1 in ein Gehäuse, vorzugsweise ein Kunststoffgehäuse, des Kabelsteckverbinders eingebracht und gege benenfalls in diesem verrastet werden.