Säaggregat für eine Einzelkornsämaschine
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Säaggregat für eine Einzelkornsämaschine gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 , eine Einzelkornsämaschine gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 9 und ein Verfahren zum Betreiben einer Einzelkornsämaschine nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 11 .
Moderne Einzelkornsämaschinen sind mit Säaggregaten ausgerüstet, die es erlauben nicht nur Saatgut sondern zeitgleich auch ein weiteres granuläres Material auszubringen. Dieses granuläre Material kann nur beispielsweise ein weiteres Saatgut, Dünger, Pestizide oder Fungizide sein.
Aus der Betriebsanleitung„Väderstad Tempo V“ mit Druckvermerk vom
14.05.2018 ist beispielsweise ein Säaggregat für eine Einzelkornsämaschine bekannt. Dieses Säaggregat umfasst einen ersten Vorratsbehälter zur
Bevorratung von Saatgut, Bodenbearbeitungswerkzeuge zum Öffnen und
Schließen einer Säfurche, zumindest eine zwischen Vorratsbehälter und den Bodenbearbeitungswerkzeugen angeordnete Vereinzelungseinrichtung zur vereinzelten Abgabe von Saatgut in die Säfurche und zumindest eine zweite Vorratsbehälteranordnung zur Bevorratung von granulärem Material. Die zweite Vorratsbehälteranordnung ist bei diesem Säaggregat in Fahrtrichtung der
Einzelkornsämaschine hinter dem ersten Vorratsbehälter für Saatgut angeordnet und weist eine erste Dosiereinrichtung zur dosierten Abgabe von granulärem Material an die Bodenbearbeitungswerkzeuge auf. Sowohl der erste
Vorratsbehälter als auch die zweite Vorratsbehälteranordnung können über eine Befüllöffnung mit Material befüllt werden und weisen jeweils einen Auslass auf, um das Material wieder abzugeben.
Die Dosiereinrichtung kann über einen Absperrschieber mit der zweiten
Vorratsbehälteranordnung verbunden sein, so dass der Strom von granulärem Material aus der zweiten Vorratsbehälteranordnung in ein Gehäuse der
Dosiereinrichtung unterbrochen werden kann. In dem Gehäuse ist ein drehbar
gelagertes, antreibbares Dosierrad vorgesehen, welches in Rotation versetzt dazu eingerichtet ist, granuläres Material in dosierten Mengen an die
Bodenbearbeitungswerkzeuge abzugeben. Hierzu kann das Dosierrad
unterschiedlich beschaffen sein, um beispielsweise an die auszubringende Menge oder das auszubringende Material besonders angepasst zu sein.
Die von der Dosiereinrichtung abgebbare Menge an granulärem Material pro Zeiteinheit hängt somit von der Beschaffenheit des Dosierrades und der Drehzahl, mit der es in Rotation versetzt wird, ab. Darüber hinaus eignet sich nicht jedes Dosierrad zur Abgabe von beliebigem Material, sondern sollte diesem im Idealfall angepasst ausgebildet sein, um Bruchbildung oder Verstopfung zu vermeiden.
Nachteilig bei diesem Säaggregat ist, dass sich aus dem Zusammenwirken des gewählten Dosierrades mit dem Drehzahlbereich des die Rotation bewirkenden Antriebes ein sehr eingeschränkter Einstellbereich für die Ausbringmenge aus der zweiten Vorratsbehälteranordnung ergibt. Des Weiteren haben Untersuchungen gezeigt, dass zur Ausbringung unterschiedlicher granulärer Materialien jeweils angepasste Dosierräder zu verwenden sind. Der Wechsel eines Dosierrades erfordert den Stillstand der gesamten Einzelkornsämaschine und eine Vielzahl von Montageschritten an jedem einzelnen Säaggregat. Angesichts dessen, dass eine gattungsgemäße Einzelkornsämaschine über eine Mehrzahl von Säaggregaten verfügt ergibt sich so ein erheblicher Zeit- und somit Kostenaufwand.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht somit darin, ein Säaggregat für eine Einzelkornsämaschine zu schaffen, das einen verbesserten
Einstellbereich aufweist und einen erleichterten Betrieb ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der zweiten
Vorratsbehälteranordnung zumindest eine zweite mit der zweiten
Vorratsbehälteranordnung verbundene Dosiereinrichtung zugeordnet ist.
Infolge dieser Maßnahme ist in besonders einfacher und zweckmäßiger Weise das Säaggregat dazu eingerichtet einen wesentlich größeren und besser aufgelösten Einstellbereich abzudecken ohne aufwendige Montagevorgänge
vorzunehmen. So ist es beispielsweise denkbar, dass die erste und die zweite Dosiereinrichtung für eine möglichst große Ausbringmenge eingerichtet sind. Werden diese dann gemeinsam betrieben, so ergibt sich, dass die maximale Ausbringmenge aus der Summe der einzelnen Ausbringmengen vergrößert ist.
Ebenso denkbar ist, dass die erste und die zweite Dosiereinrichtung für unterschiedliche Ausbringmengen eingerichtet sind. Werden diese dann jeweils separat betrieben ergibt sich folgender Vorteil. In diesem Fall ließe sich der Einstellbereich zusätzlich besser auflösen, wenn beispielsweise die erste
Dosiereinrichtung für kleine Ausbringmengen und die zweite Dosiereinrichtung für große Ausbringmengen eingerichtet ist.
Weiter ist denkbar, dass die erste Dosiereinrichtung und die zweite
Dosiereinrichtung für unterschiedliche granuläre Materialien eingerichtet sind. Ein Wechsel des granulären Materials ließe sich somit ohne einen Tausch der Dosierräder durchführen.
Vorgenannte Vorteile lassen sich natürlich auch miteinander kombinieren, so dass auf besonders einfach Weise ein besonders verbessertes vielseitiges Säaggregat geschaffen ist.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Dosierrad der ersten Dosiereinrichtung und das Dosierrad der zweiten
Dosiereinrichtung mittels eines einzigen Übertragungsmittels, vorzugsweise einer Antriebswelle und/oder einem Zugmittel wie beispielsweise einer Kette oder einem Riemen, antreibbar sind. Infolge dieser Maßnahme ist nur eine Steuerung für beide Dosiereinrichtungen notwendig, was eine Kostenersparnis bedingen würde. Mittels eines geeigneten Getriebes zur Herstellung eines gewünschten
Übersetzungsverhältnisses ließen sich auch bei Verwendung eines einzigen Übertragungsmittels unterschiedliche Drehzahlen für die beiden
Dosiereinrichtungen realisieren.
Alternativ ist in dieser Weiterbildung vorgesehen, dass das Dosierrad der ersten Dosiereinrichtung und das Dosierrad der zweiten Dosiereinrichtung mittels jeweils
einem Übertragungsmittel antreibbar sind. Vorteilhaft ist hierbei, dass die
Dosiereinrichtungen unabhängig voneinander, das heißt auch ohne ein
einstellbares Übersetzungsverhältnis zueinander, steuerbar wären.
Das Übertragungsmittel kann von einem separaten Motor angetrieben werden.
Das Übertragungsmittel kann von anderen angetriebenen Komponenten, wie beispielsweise der Vereinzelungseinrichtung, mit angetrieben werden. Das Übertragungsmittel kann außerdem eine schaltbare Übersetzung zur Variation der Drehzahl und des Drehmoments beinhalten.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der zweiten
Vorratsbehälteranordnung zumindest ein Antrieb, vorzugsweise ein Motor, zugeordnet, wobei der Antrieb dazu eingerichtet ist, das Dosierrad der ersten Dosiereinrichtung und/oder der zweiten Dosiereinrichtung anzutreiben. Infolge dieser Maßnahme ist das erfindungsgemäße Säaggregat in einer vorteilhaften, modularen Bauweise ausgeführt. Der zweiten Vorratsbehälteranordnung ist der separate Antrieb zugeordnet, so dass diese quasi unabhängig von anderen Komponenten des Säaggregates montiert und betrieben werden kann. Hierbei kann der zweiten Vorratsbehälteranordnung entweder ein Antrieb für die
Gesamtheit der Dosiereinrichtungen zugeordnet sein, oder die zweite
Vorratsbehälteranordnung weist einen Antrieb für jede Dosiereinrichtung oder für Gruppen von mindestens zwei Dosiereinrichtungen auf.
Der Antrieb kann ein Elektromotor sein und über Kabel mit der Energieversorgung eines landwirtschaftlichen Zugfahrzeugs verbunden sein. Der Antrieb kann ebenso ein Hydraulikmotor sein und über Leitungen mit dem Hydraulikkreislauf eines landwirtschaftlichen Zugfahrzeugs verbunden sein. Der Antrieb kann ein mit dem Boden in Kontakt stehendes Spornrad oder ein rotierendes
Bodenbearbeitungswerkzeug sein, deren Rotation jeweils vorzugsweise übersetzt wird.
Das erfindungsgemäße Säaggregat ist ferner vorteilhaft dadurch weitergebildet, dass die zweite Vorratsbehälteranordnung zumindest einen zweiten separaten Vorratsbereich umfasst. Ein separater Vorratsbereich kann dazu dienen
granuläres Material getrennt von beispielsweise anderem granulären Material zu bevorraten. Es ist denkbar, dass die zweite Vorratsbehälteranordnung eine
Mehrzahl separater zweiter Vorratsbereiche umfasst, so dass eine Anzahl granulärer Materialien, die der Quantität der zweiten Vorratsbereiche entspricht, getrennt voneinander bevorratbar sind. So kann in besonders einfacher Weise der Entmischung, wie sie auftreten würde wenn unterschiedliche granuläre Materialien gemeinsam in einem einzigen Vorratsbereich bevorratet werden, unterschiedlicher granulärer Materialien vorgebeugt werden. Weiter ist es möglich die Vermischung untereinander unverträglicher granulärer Materialien zu verhindern, indem diese in unterschiedlichen separaten Vorratsbereichen bevorratet werden.
In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung, ist vorgesehen, dass der zumindest eine zweite separate Vorratsbereich gebildet wird durch zumindest einen zweiten Vorratsbehälter. Infolge dieser Maßnahme ist in zweckmäßiger Weise sichergestellt, dass ein zweiter separater Vorratsbereich dazu eingerichtet ist, granuläres Material getrennt zu bevorraten. Zweckmäßiger Weise ist der zweite Vorratsbehälter in sich geschlossen und weist sowohl eine Befüllöffnung als auch zumindest einen Auslauf auf.
In einer zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung weist der zumindest eine zweite Vorratsbehälter in seinem Inneren ein Trennelement, vorzugsweise eine Trennwand, auf, wobei der zweite Vorratsbehälter durch das Trennelement in zumindest zwei als getrennte, vorzugsweise ungleiche Fassungsvermögen aufweisende, Kammern ausgebildete separate Vorratsbereiche unterteilt ist. In vortrefflich einfacher Weise lässt sich so die Anzahl benötigter zweiter
Vorratsbehälter zur Schaffung einer gewissen Anzahl separater Vorratsbereiche reduzieren, da ein einziger zweiter Vorratsbehälter infolge dieser Maßnahme derart weitergebildet ist, dass er mehr als einen separaten Vorratsbereich umfassen kann.
Sinnvoller Weise sind die getrennten Kammern innerhalb eines zweiten
Vorratsbehälters derart angeordnet, dass sie sich separat befüllen lassen, und weisen jeweils einen separaten Auslauf auf.
Es ist denkbar, dass die zweite Vorratsbehälteranordnung mehr als einen zweiten Vorratsbehälter umfasst. Dies ist besonders vorteilhaft, da jeder zweite
Vorratsbehälter wiederum unterteilt sein kann durch jeweils ein Trennelement, so dass in besonders einfacher Weise eine Mehrzahl separater zweiter
Vorratsbereiche geschaffen ist.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch
gekennzeichnet, dass die erste Dosiereinrichtung und die zweite Dosiereinrichtung unterschiedlichen, separaten Vorratsbereichen zugeordnet sind. Infolge dieser Maßnahme lassen sich granuläre Materialien aus zwei unterschiedlichen
Vorratsbereichen gleichzeitig fördern und somit gemeinsam ausbringen. Die erste und zweite Dosiereinrichtung sind hierbei jeweils dem Auslauf der separaten Vorratsbereiche zugeordnet und sind so zur dosierten Abgabe von granulärem Material an die Bodenbearbeitungswerkzeuge eingerichtet. Besonders vorteilhaft ist hierbei, dass ein einziges Säaggregat somit dazu eingerichtet ist,
unterschiedliche granuläre Materialien parallel auszubringen.
Es ist denkbar, dass die erste Dosiereinrichtung und die zweite Dosiereinrichtung anhand von Applikationskarten oder anhand von durch eine Sensoreinrichtung detektierten Bodeninformationen gesteuert werden. So ist beispielsweise denkbar, dass die erste Dosiereinrichtung und die zweite Dosiereinrichtung
teilflächenspezifisch betrieben werden. Hierbei kann auch bereichsweise keine oder nur eine der Dosiereinrichtungen betrieben werden, um eine möglichst optimale Ausbringung von granulärem Material zu erreichen.
Das erfindungsgemäße Säaggregat ist ferner vorteilhaft dadurch weitergebildet, dass die erste Dosiereinrichtung und/oder die zweite Dosiereinrichtung eine Mehrzahl verschiedener Dosierräder umfasst, dass die Dosierräder
gegeneinander oder gegen andere Dosierräder austauschbar sind. Die
Dosierräder können sich hierbei hinsichtlich ihrer Beschaffenheit für
unterschiedliche Ausbringmengen und/oder granuläre Materialien unterscheiden. Hierdurch ergibt sich der vorteilhafte synergetische Effekt, dass sich die
Dosiereinrichtungen in besonders einfacher Weise zweckdienlich, beispielsweise speziell an das in dem jeweiligen Vorratsbereich bevorratete granuläre Material
angepasst, einrichten lassen. Weiter besteht so die Möglichkeit mittels des geeigneten Dosierrades den Einstellbereich einer Dosiereinrichtung nach unten oder oben anzupassen.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird außerdem durch eine
Einzelkornsämaschine der eingangs genannten Art gelöst, wobei die
Einzelkornsämaschine zumindest zwei Säaggregate umfasst und die Säaggregate nach zumindest einer der vorstehenden Ausführungsformen ausgeführt sind. Hinsichtlich der Vorteile und Modifikationen der erfindungsgemäßen
Einzelkornsämaschine wird auf die Vorteile und Modifikationen des
erfindungsgemäßen Säaggregates verwiesen.
Die erfindungsgemäße Einzelkornsämaschine ist ferner vorteilhaft dadurch weitergebildet, dass die Dosiereinrichtungen der zumindest zwei Säaggregate mittels desselben Übertragungsmittels antreibbar sind. Die Säaggregate sind so in besonders einfacher Weise synchronisiert und kostengünstig beschaffen, da nur eine einzige Steuerung notwendig ist.
Die Einzelkornsämaschine kann hinter einem landwirtschaftlichen Zugfahrzeug angeordnet über ein zu bearbeitendes Feld verbracht werden. Je nach Anzahl der Säaggregate kann die Einzelkornsämaschine einen klappbaren oder
teleskopierbaren Rahmen umfassen, an dem die Säaggregate angeordnet sind, so dass für Transportfahrten die zulässige Straßenbreite eingehalten werden kann.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird ferner durch ein Verfahren zum Betrieb einer Einzelkornsämaschine mit einer Mehrzahl von Säaggregaten, wobei ein Säaggregat einen mit Saatgut gefüllten ersten Behälter, eine mit granulären Material in zwei separaten Vorratsbereichen gefüllte zweite
Vorratsbehälteranordnung, Bodenbearbeitungswerkzeuge und entsprechende Ausbringmittel zum Ausbringen von Saatgut und granulären Material umfasst, wobei die Einzelkornsämaschine eine Steuer- und/oder Regelungseinrichtung umfasst, gelöst, wobei das Verfahren das Ausbringen von Saatgut und granulären
Material aus den zwei separaten Vorratsbereichen in einem festgelegten
Ausbringverhältnis zueinander umfasst.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird ferner vorteilhaft durch die folgenden Schritte weitergebildet:
- Einstellen des Ausbringverhältnisses zwischen einem in einem ersten
Vorratsbereich bevorrateten granulären Material und dem Saatgut mittels der mit der mit dem ersten Vorratsbereich verbundenen ersten
Dosiereinrichtung zusammenwirkenden Steuer- und/oder
Regelungseinrichtung, und
- Auswählen und Einsetzen eines geeigneten Dosierrades in eine zweite aus dem zweiten Vorratsbereich granuläres Material ausbringenden
Dosiereinrichtung der zweiten Vorratsbehälteranordnung zur Erreichung des gewünschten Ausbringverhältnisses zwischen dem in dem zweiten Vorratsbereich bevorrateten granulären Material zu dem in dem ersten Vorratsbereich bevorrateten granulären Material.
Das Ausbringverhältnis zwischen dem granulären Material im ersten
Vorratsbereich und dem Saatgut kann mittels der Steuer- und/oder
Regelungseinrichtung eingestellt werden, indem die Steuer- und/oder
Regelungseinrichtung die Drehzahl der Vereinzelungseinrichtung und/oder der ersten Dosiereinrichtung steuert oder eine entsprechend wählbare Übersetzung zwischen der Vereinzelungseinrichtung und der ersten Dosiereinrichtung einstellt.
Typischerweise handelt es sich bei den granulären Materialien um Dünger, Fungizide, Insektizide oder Pflanzenschutzmittel, so dass Ausbringverhältnisse angestrebt werden, welche bewirken, dass ein von der Vereinzelungseinrichtung ausgebrachtes Saatgut möglichst optimal mit Nährstoffen versorgt oder durch entsprechende Mittel geschützt ist. Um die Umwelt zu schonen und
kostenintensives granuläres Material einzusparen, ist angestrebt nur so viel granuläres Material auszubringen, dass das vorstehend genannte Ziel erreicht wird und kein Material darüber hinaus ausgebracht wird.
Alternativ wird das erfindungsgemäße Verfahren durch die nachstehend
beschriebenen Schritte vorteilhaft weitergebildet:
- Einstellen des Ausbringverhältnisses zwischen einem in einem ersten
Vorratsbereich bevorrateten granulären Material und dem Saatgut mittels der mit der mit dem ersten Vorratsbereich verbundenen ersten
Dosiereinrichtung zusammenwirkenden Steuer- und/oder
Regelungseinrichtung, und
- Einstellen des Ausbringverhältnisses zwischen einem in einem zweiten
Vorratsbereich bevorrateten granulären Material und dem in dem ersten Vorratsbereich bevorrateten granulären Material und/oder dem Saatgut mittels der mit der mit dem zweiten Vorratsbereich verbundenen zweiten Dosiereinrichtung zusammenwirkenden Steuer- und/oder
Regelungseinrichtung. Das Ausbringverhältnis zwischen dem granulären Material im ersten
Vorratsbereich und dem Saatgut und zwischen dem granulären Material im zweiten Vorratsbereich und dem granulären Material im ersten Vorratsbereich und/oder dem Saatgut kann mittels der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung eingestellt werden, indem die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung die Drehzahl der Vereinzelungseinrichtung und/oder der ersten Dosiereinrichtung und/oder der zweiten Dosiereinrichtung steuert oder eine fest einstellbare, variable Übersetzung zwischen der Vereinzelungseinrichtung, der ersten Dosiereinrichtung und der zweiten Dosiereinrichtung einstellt. Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der Beispielsbeschreibung und den
Zeichnungen zu entnehmen. Die Zeichnungen zeigen
Fig.1 eine erfindungsgemäße Einzelkornsämaschine mit einer ersten
Ausführungsform von erfindungsgemäßen Säaggregaten in
perspektivischer Ansicht,
Fig.2 ein Säaggregat gemäß Fig.1 in perspektivischer Ansicht
Fig.3 eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Säaggregates in perspektivischer Ansicht,
Fig.4 eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Säaggregates in perspektivischer Ansicht,
Fig.5 eine vierte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Säaggregates in perspektivischer Ansicht, und Fig.6 eine zweite Vorratsbehälteranordnung gemäß Fig.5 in Draufsicht und
Schnittansicht.
Eine landwirtschaftliche Zugmaschine 1 mit einer angehangenen
Einzelkornsämaschine 2 ist in Fig.1 gezeigt. Das Gespann aus Zugmaschine 1 und Einzelkornsämaschine 2 bewegt sich im Betrieb in Fahrtrichtung F über ein nicht gezeigtes, zu bearbeitendes Feld fort und bringt dabei Saatgut und granuläres Material auf dem Feld aus.
Zur Ausbringung von Saatgut und granulären Material umfasst die
Einzelkornsämaschine 2 an ihrem in Fahrtrichtung F hinteren Ende eine Mehrzahl von quer zur Fahrtrichtung F angeordneten Säaggregaten 3. Die Säaggregate 3, hier in Fig.1 in einer ersten Ausführungsform gezeigt, sind am Rahmen 2A der Einzelkornsämaschine 2 befestigt, wobei der Rahmen 2A sich für den
Straßentransport auf die zulässige Gesamtbreite einklappen oder teleskopieren lässt. In einer nicht gezeigten Alternative der Einzelkornsämaschine 2 sind zumindest zwei, vorzugsweise nebeneinander angeordnete, Säaggregate 3 mittels desselben Übertragungsmittels antreibbar.
Eines der Säaggregate 3 in der ersten Ausführungsform ist in Fig.2 in
perspektivischer Ansicht gezeigt. Das Säaggregat 3 umfasst an seinem vorderen
Ende einen Anbauflansch 4 mittels dem es am Rahmen 2A der
Einzelkornsämaschine 2 zu befestigen ist. Im oberen Bereich weist das
Säaggregat 3 einen ersten Vorratsbehälter 5, in dem Saatgut bevorratet ist, und eine zweite Vorratsbehälteranordnung 6 für granuläres Material auf. Der
Vorratsbehälter 5 bildet einen ersten separaten Vorratsbereich aus und ist durch einen Deckel 5A an seinem oberen Ende verschlossen. Der Deckel 5A kann geöffnet werden, um den Vorratsbehälter 5 zu befüllen. Die zweite
Vorratsbehälteranordnung 6 umfasst in der in Fig.2 gezeigten Ausführungsform insgesamt zwei zweite Vorratsbehälter 6.1 , 6.2. Die zweiten Vorratsbehälter 6.1 , 6.2 bilden jeweils einen zweiten separaten Vorratsbereich aus und sind in nicht gezeigter Weise am Gestell 7 des Säaggregates befestigt. Ebenso denkbar ist, dass beide zweiten Vorratsbehälter 6.1 , 6.2 am ersten Vorratsbehälter 5 befestigt sind.
Im unteren Bereich sind an dem Gestell 7 des Säaggregates 3 verschiedene Bodenbearbeitungswerkzeuge 8 angeordnet. Bewegt sich die
Einzelkornsämaschine 2 mit ihren Säaggregaten 3 hinter der Zugmaschine 1 über ein Feld fort, öffnen die Bodenbearbeitungswerkzeuge 8 zuerst eine Säfurche. Zwischen einem Auslass des ersten Vorratsbehälters 5 und den
Bodenbearbeitungswerkzeugen 8 ist eine Vereinzelungseinrichtung 9 vorgesehen, welche im Betrieb in regelmäßigen Abständen Saatgut vereinzelt in die Säfurche abgibt. Flierzu ist die Vereinzelungseinrichtung 9 mittels nicht gezeigter Kabel und Schläuche mit Strom und Druckluft versorgt. Des Weiteren sind der zweiten Vorratsbehälteranordnung 6 eine erste Dosiereinrichtung 10.1 und eine zweite Dosiereinrichtung 10.2 zugeordnet. Die Dosiereinrichtungen 10.1 , 10.2 sind jeweils über einen Absperrschieber 11 mit den unterschiedlichen separaten Vorratsbereichen, gebildet durch die zweiten Vorratsbehälter 6.1 , 6.2, verbunden. In jeweils einem Gehäuse 12 der Dosiereinrichtungen 10.1 , 10.2 ist jeweils ein Dosierrad angeordnet, welches in Rotation versetzt dafür sorgt, dass granuläres Material aus den zweiten Vorratsbehältern 6.1 , 6.2 an die
Bodenbearbeitungswerkzeuge 8 abgegeben wird. Abschließend wird die Säfurche wieder durch die Bodenbearbeitungswerkzeuge 8 verschlossen.
Bei der in Fig.2 gezeigten ersten Ausführungsform des Säaggregates 3 ist das Dosierrad der ersten Dosiereinrichtung 10.1 und das Dosierrad der zweiten Dosiereinrichtung 10.2 mittels desselben Übertragungsmittel antreibbar. Und zwar ist zwischen den Dosiereinrichtungen 10.1 , 10.2 ein Riemen 13 vorgesehen, welcher in verdeckter Weise jeweils mit den beiden Dosierrädern in
Antriebsverbindung steht. Zum Antrieb der Dosiereinrichtungen 10.1 , 10.2 ist der zweiten Vorratsbehälteranordnung 6 ein Motor 14 zugeordnet. Der Motor 14 ist an der ersten Dosiereinrichtung 10.1 angeordnet und dazu eingerichtet das Dosierrad anzutreiben. Über den Riemen 13 wird dann das Dosierrad der zweiten
Dosiereinrichtung 10.2 ebenfalls angetrieben und so im Betrieb in Rotation versetzt. Der Motor 14 kann als Elektromotor ausgeführt sein und über nicht dargestellte Kabel mit Strom versorgt sein.
Die beiden Dosiereinrichtungen 10.1 , 10.2 weisen an ihrem unteren Ende jeweils einen Auslauf 15 auf. Der Auslauf 15 kann mit den
Bodenbearbeitungswerkzeugen 8 durch beispielsweise einen nicht gezeigten Schlauch verbunden werden, so dass von den Dosiereinrichtungen 10.1 , 10.2 gefördertes granuläres Material im Betrieb auf dem Feld ausgebracht wird. Die Menge des geförderten granulären Materials ist hierbei abhängig von der
Antriebsdrehzahl und dem jeweiligen Dosierrad der Dosiereinrichtungen 10.1 ,
10.2. In vorteilhafter Weise lassen sich daher die Dosierräder der
Dosiereinrichtungen 10.1 , 10.2 gegen verschiedene andere Dosierräder tauschen.
Zusammenfassend ist das vorstehend beschriebene Säaggregat 3 somit dazu eingerichtet, ein Saatgut und zwei granuläre Materialien aus den zweiten
Vorratsbehältern 6.1 , 6.2 im Betrieb zeitgleich auf dem Feld auszubringen. Die granulären Materialien können beispielsweise ein Dünger und ein Insektizid sein, so dass das Saatgut nicht nur möglichst ideal mit Nährstoffen versorgt sondern auch gegen Ungeziefer geschützt wird und das direkt bei der Aussaat. Ebenso denkbar ist, dass die beiden Vorratsbehälter 6.1 , 6.2 mit dem gleichen granulären Material gefüllt sind. In diesem Fall wäre die Ausbringmenge in einfacher Weise erhöht. Die Ausbringmengen von Saatgut und granulären Material stehen hierbei in einem festen, einstellbaren Ausbringverhältnis zueinander. Die Ausbringmenge der zweiten Dosiereinrichtung 10.2 ist hierbei über den Riemen 13 an die Drehzahl der ersten Dosiereinrichtung 10.1 gekoppelt. Durch die Wahl des Dosierrades der zweiten Dosiereinrichtung 10.2 lässt sich die Ausbringmenge dennoch variieren gegenüber der ersten Dosiereinrichtung 10.1.
Eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Säaggregates 3 ist in Fig.3 in perspektivischer Ansicht gezeigt. Diese zweite Ausführungsform des Säaggregates 3 weist einen analogen Aufbau zu der in Fig.2 gezeigten ersten Ausführungsform auf, mit dem wesentlichen Unterschied, dass der zweiten Vorratsbehälteranordnung 6 insgesamt zwei Motoren 14 zugeordnet sind. In dieser zweiten Ausführungsform ist an der ersten Dosiereinrichtung 10.1 und an der zweiten Dosiereinrichtung 10.2 jeweils ein Motor 14 angeordnet, um das jeweilige Dosierrad anzutreiben. Die beiden Motoren 14 sind in verdeckter Weise mittels des Riemens 13 miteinander gekoppelt. So können die erste
Dosiereinrichtung 10.1 und die zweite Dosiereinrichtung 10.2 miteinander synchronisiert werden. Darüber hinaus entspricht die Funktion der zweiten
Ausführungsform des Säaggregates 3 der, der vorbeschriebenen ersten
Ausführungsform, welche in Fig.2 gezeigt ist.
Der Vorteil der zweiten Ausführungsform des Säaggregates 3 liegt darin, dass die Motoren 14 kleiner dimensioniert werden können, da sie sich gegenseitig mittels des Riemens 13 unterstützen. Auch diese Ausführungsform ist dazu eingerichtet bis zu drei unterschiedliche Komponenten, wie Saatgut und Dünger, Insektizide, Fungizide oder Pflanzenschutzmittel, zeitgleich auszubringen, wobei die
Ausbringmengen der ersten und zweiten Dosiereinrichtung 10.1 , 10.2 über das als Riemen 13 ausgeführte Übertragungsmittel aneinander gekoppelt sind.
In einer dritten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Säaggregates 3 ist vorgesehen, dass der zweiten Vorratsbehälteranordnung 6 ein zentraler Motor 14 zugeordnet ist. Diese dritte Ausführungsform ist in Fig.4 in perspektivischer Ansicht gezeigt. Der zentrale Motor 14 ist zwischen den Dosiereinrichtungen 10.1 , 10.2 angeordnet und steht mittels des Riemens 13 mit diesen in
Antriebsverbindung. Der Motor 14 ist als Elektromotor ausgeführt und wird über ein Kabel mit Strom versorgt. So ist der Motor 14 dazu eingerichtet, das Dosierrad der ersten Dosiereinrichtung 10.1 und das Dosierrad der zweiten
Dosiereinrichtung 10.2 anzutreiben. Bezüglich des übrigen Aufbaus und der Funktion der dritten Ausführungsform des Säaggregates 3 wird auf die
vorbeschriebenen Ausführungsformen verwiesen.
In einer weiteren, vierten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Säaggregates 3 ist ebenfalls ein nahezu analoger Aufbau für die gleiche Funktion vorgesehen. Sie unterscheidet sich von den vorhergehenden Ausführungsformen dadurch, dass die zweite Vorratsbehälteranordnung 6 durch nur einen zweiten Vorratsbehälter 6.1 gebildet ist. Wie in Fig.5 gezeigt, sind in dieser
Ausführungsform am unteren Ende des zweiten Vorratsbehälter 6.1 zwei
Dosiereinrichtungen 10.1 , 10.2 nebeneinander angeordnet, wovon die erste Dosiereinrichtung 10.1 mit einem Motor 14 versehen ist. Die
Vorratsbehälteranordnung 6 ist ebenfalls in nicht näher dargestellter Weise an dem Gestell 7 des Säaggregates 3 befestigt.
Wie auch in den übrigen Ausführungsformen, umfasst die zweite
Vorratsbehälteranordnung 6 der vierten Ausführungsform zwei zweite separate Vorratsbereiche. Flierzu weist der zweite Vorratsbehälter 6.1 in seinem Inneren eine aufrechte Trennwand 16 auf, welche den Vorratsbehälter 6.1 in zwei getrennte Kammern 16.1 , 16.2 unterteilt. Die Trennwand 16 verläuft bei dieser vierten Ausführungsform mittig vom vorderen Ende des zweiten Vorratsbehälters 6.1 entgegen der Fahrtrichtung F nach hinten bevor sie nach etwa ein Drittel der Länge des Vorratsbehälters 6.1 unter circa 45 Grad zur rechten Seitenwand des Vorratsbehälters 6.1 abknickt und den zweiten Vorratsbehälter 6.1 so in die beiden ungleich großen Kammern 16.1 , 16.2 unterteilt. Zu sehen ist die Trennwand 16 in der Schnittansicht des zweiten Vorratsbehälters 6.1 der vierten Ausführungsform des Säaggregates 3 in Fig.6.
In dieser vierten Ausführungsform ist die erste Dosiereinrichtung 10.1 der kleineren der beiden Kammern 16.1 zugeordnet und die zweite Dosiereinrichtung 10.2 der großen Kammer 16.2. Der Motor 14 ist in diesem Fall beispielsweise mittels einer von der ersten Dosiereinrichtung 10.1 zur zweiten Dosiereinrichtung 10.2 durchgehenden Welle dazu eingerichtet, beide Dosierräder anzutreiben, so dass im Betrieb granuläres Material aus beiden zweiten separaten
Vorratsbereichen ausgebracht wird.
In einer nicht gezeigten, weiteren Ausführungsform wäre ebenso denkbar, dass die zweite Dosiereinrichtung 10.2 nicht von dem Motor 14 angetrieben wird, so
dass das Dosierrad der ersten Dosiereinrichtung 10.1 und das das Dosierrad der zweiten Dosiereinrichtung 10.2 mittels jeweils einem Übertragungsmittel antreibbar wären. In diesem Fall ließe sich im Betrieb auch granuläres Material aus nur einem der zweiten separaten Vorratsbereiche ausbringen und die
Drehzahl der ersten Dosiereinrichtung 10.1 ließe sich unabhängig von der
Drehzahl der zweiten Dosiereinrichtung 10.2 steuern. In dieser nicht gezeigten Ausführungsform ist es möglich die Dosiereinrichtungen 10.1 , 10.2 zeitlich versetzt nacheinander zu betreiben oder nur zeitweise zu betreiben. So ist denkbar, dass granuläre Materialien teilflächenspezifisch ausgebracht werden, beispielsweise in Bereichen wo Dünger benötigt wird, wird die erste Dosiereinrichtung 10.1 angesteuert und in Bereichen wo Pflanzenschutzmittel benötigt ist, wird die zweite Dosiereinrichtung 10.2 aktiviert. So soll eine möglichst ideale Versorgung des ausgebrachten Saatgutes schon ab der Aussaat bewerkstelligt werden, wobei die granulären Materialien bedarfsgerecht ausgebracht und somit Kosten eingespart werden. Um teilflächenspezifische Bedarfe zu bedienen, kann eine
Applikationskarte für den Betrieb vorgesehen sein oder Sensormittel eingesetzt werden, welche den aktuellen Bedarf im Betrieb ermitteln.
Eine Einzelkornsämaschine 2, welche zumindest ein Säaggregat 3 nach einer der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen und eine Steuer- und/oder
Regelungseinrichtung umfasst, wobei der Vorratsbehälter 5 mit Saatgut gefüllt ist und zwei zweite separate Vorratsbereiche der zweiten Vorratsbehälteranordnung 6 mit granulären Material gefüllt sind kann durch einen Benutzer für den folgenden Betrieb genutzt werden:
- Ausbringen von Saatgut mittels der Vereinzelungseinrichtung 9, und
- zeitgleiches Ausbringen von granulären Material aus den zwei separaten Vorratsbereichen mittels der Dosiereinrichtungen 10.1 , 10.2.
Die Ausbringmengen der Vereinzelungseinrichtung 9 und der beiden
Dosiereinrichtungen 10.1 , 10.2 stehen hierbei in einem vom Benutzer festgelegten oder einem von der Applikationskarte vorgesehenen Ausbringverhältnis
zueinander. Das Ausbringverhältnis kann durch den Benutzer mittels der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung angepasst werden. Festgelegt heißt also nicht, dass das Ausbringverhältnis unveränderbar ist, sondern nur, dass die
ausgebrachten Mengen zu jedem Zeitpunkt in einem festen Verhältnis zueinander stehen.
Typischerweise wird von dem Benutzer das Ausbringverhältnis zwischen Saatgut und von der ersten Dosiereinrichtung 10.1 geförderten granulären Material bestimmt und mittels der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung eingestellt. Die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung wirkt mit der Dosiereinrichtung 10.1 zusammen und steuert beispielsweise die Drehzahl des Antriebes bzw. des Motors 14.
In der Regel handelt es sich bei dem granulären Material um Dünger oder
Pflanzenschutzmittel, so dass das Ausbringverhältnis vom Benutzer so gewählt wird, dass das im Betrieb ausgebrachte Saatgut ausreichend mit Dünger versorgt oder durch das Pflanzenschutzmittel geschützt wird. Die Ausbringmenge der zweiten Dosiereinrichtung 10.2 wird anschließend, bei den Ausführungsformen in denen die Ausbringmengen der Dosiereinrichtungen 10.1 , 10.2 voneinander abhängig sind, eingestellt, indem ein zur Herstellung des gewünschten
Ausbringverhältnisses zwischen der zweiten Dosiereinrichtung 10.2 und der ersten Dosiereinrichtung 10.1 geeignetes Dosierrad in die zweite Dosiereinrichtung 10.2 eingesetzt wird.
In den Ausführungsformen in denen sich die Ausbringmengen der
Dosiereinrichtungen 10.1 , 10.2 unabhängig voneinander steuern lassen wird das Ausbringverhältnis mittels der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung vom
Benutzer eingestellt. Hierbei ist auch denkbar, dass zeitweise nur eine oder keine der Dosiereinrichtungen 10.1 , 10.2 betrieben werden.
Dem Benutzer ist es so insgesamt möglich zumindest drei unterschiedliche Komponenten, nämlich Saatgut und zwei verschiedene granuläre Materialien, in einem festgelegten Ausbringverhältnis zueinander auszubringen. Hierbei kann das Ausbringverhältnis sowohl absolut als auch relativ zueinander angepasst werden. So ist es beispielsweise denkbar, das Ausbringverhältnis anhand von
Applikationskarten oder detektierten Bodenverhältnissen zu steuern und so eine bedarfsgerechte Ausbringung zu bewerkstelligen.
Bezugszeichenliste
1 Zugmaschine
2 Einzelkornsämaschine
2A Rahmen
3 Säaggregat
4 Anbauflansch
5 erster Vorratsbehälter
5A Deckel
6 zweite Vorratsbehälteranordnung
6.1 , 6.2 zweiter Vorratsbehälter
7 Gestell
8 Bodenbearbeitungswerkzeuge 9 Vereinzelungseinrichtung
10.1 , 10.2 Dosiereinrichtung
1 1 Absperrschieber
12 Gehäuse
13 Riemen
14 Motor
15 Auslauf
16 Trennwand
16.1 , 16.2 Kammer