Beschreibung
Lastschaltbares Mehrqangcietriebe
Technisches Gebiet
Die Erfindung bezieht sich auf ein lastschaltbares Mehrganggetriebe, welches im Triebstrang eines Fahrzeugs angeordnet ist, mit mindestens einem Sonnenrad und mindestens einem Stufenplanetenrad, ferner mindestens einem Hohlrad, einer Antriebswelle sowie einer Abtriebswelle.
Stand der Technik
DE 10 2014 112 602 Al bezieht sich auf einen elektrischen Antrieb für ein Fahrzeug mit einer Torque-Vectoring-Einheit. Der elektrische Antrieb umfasst eine erste Elektromaschine, die einen Rotor aufweist und ein Getriebe, wobei das Getriebe einen mittels der ersten Elektromaschine antreibbaren
Getriebeeingang und zwei Getriebeausgänge zum Antreiben von zwei einer Fahrzeugachse zugeordneten Abtriebswellen aufweist. Ferner ist eine Torque- Vectoring-Einheit vorgesehen, die eine zweite Elektromaschine und ein
Überlagerungsgetriebe aufweist. Dieses erzeugt ein Differenzmoment zwischen den beiden Abtriebswellen mittels der Torque-Vectoring-Einheit. Eine
Rotationsachse des Rotors der ersten Elektromaschine verläuft achsparallel zu einer Mittenachse des Überlagerungsgetriebes.
Darstellung der Erfindung
Erfindungsgemäß wird ein lastschaltbares Mehrganggetriebe vorgeschlagen, welches im Triebstrang eines Fahrzeugs angeordnet ist, mit mindestens einem Sonnenrad, mindestens einem Stufenplanetenrad, mindestens einem Hohlrad, einer Antriebswelle sowie einer Abtriebswelle. Das erfindungsgemäße
lastschaltbare Mehrganggetriebe ist über das mindestens eine Stufenplanetenrad in einen Schaltzustand erster Gang oder in einen Schaltzustand zweiter Gang und umgekehrt schaltbar, wobei einem ersten Hohlrad eine erste Bremse und einem zweiten Hohlrad eine zweite Bremse zugeordnet sind. Abhängig von deren Betätigung in den einzelnen Schaltzuständen liegt ein Momentenfluss in einem Schaltzustand erster Gang oder in einem Schaltzustand zweiter Gang vor. Das Moment kann in Schub- und Zugrichtung übertragen werden und alle Schaltungen zwischen den Zuständen sind als Lastschaltungen ausführbar.
Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass durch den Einsatz zweier Bremsen, die entweder gekoppelt miteinander betätigbar sind oder einzeln betätigt werden können, eine
Lastschaltung im Zug- und Schubbetrieb des erfindungsgemäß vorgeschlagenen lastschaltbaren Mehrganggetriebes erreicht werden kann. Dadurch lassen sich insbesondere Schub- bzw. Rekuperationsunterbrechungen vermeiden. Ferner ist keine Synchronisierung erforderlich; es kann eine einfache Aktuierung mittels nur eines Aktuators bei Schaltung der beiden Bremsen als Doppelbremse
herbeigeführt werden.
In Weiterbildung des erfindungsgemäß vorgeschlagenen lastschaltbaren
Mehrganggetriebes umfasst dieses einen Planetenträger, an denen die mindestens zwei Stufenplanetenräder aufgenommen sind, wobei der
Planetenträger unmittelbar mit der Abtriebswelle verbunden ist.
Alternativ zu der oben dargestellten Ausführungsvariante des erfindungsgemäß vorgeschlagenen lastschaltbaren Mehrganggetriebes kann dieses ein zweites Sonnenrad umfassen, welches mit der Abtriebswelle verbunden ist, und um welche die Stufenplanetenräder umlaufen.
Das erfindungsgemäß vorgeschlagene lastschaltbare Mehrganggetriebe umfasst eine erste Bremse sowie eine zweite Bremse. Diese können entweder unabhängig voneinander über separate Aktoren betätigt werden, was eine größere Freiheit bei der Steuerung des lastschaltbaren Mehrganggetriebes ermöglicht. Alternativ besteht die Möglichkeit, die erste Bremse und die zweite Bremse miteinander gekoppelt als Doppelbremse einzusetzen. Beispielsweise
können die erste Bremse und die zweite Bremse über eine Schaltmuffe miteinander gekoppelt sein. Diese wird über einen Aktuator mit einem
Schneckentrieb innerhalb eines bidirektionalen Verfahrweges verfahren und betätigt entweder die erste Bremse, wobei die zweite Bremse gelöst steht oder die zweite Bremse, wobei die erste Bremse gelöst steht.
In der Ausführungsvariante der beiden Bremsen als Doppelbremse ist lediglich ein Aktuator erforderlich.
Der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung weiter folgend, liegt im
Schaltzustand erster Gang und einer Schließstellung der zweiten Bremse bei Lasteinleitung durch die Antriebswelle ein Momentenfluss im Zugbetrieb durch das lastschaltbare Mehrganggetriebe vor. Im Schaltzustand erster Gang und einer Schließstellung der zweiten Bremse bei Lasteinleitung durch die
Abtriebswelle, liegt ein Momentenfluss im Schubbetrieb vor, beispielsweise bei Bergabfahrt, bei der eine Batterie eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs durch Umwandlung kinetischer Energie in elektrische Energie aufgeladen werden kann.
In Weiterbildung des erfindungsgemäß vorgeschlagenen schaltbaren
Mehrganggetriebes ist in einem Schaltzustand zweiter Gang und einer
Schließstellung der ersten Bremse bei Lasteinleitung durch die Antriebswelle ein Momentenfluss im Zugbetrieb gegeben. Im Schaltzustand zweiter Gang und einer Schließstellung der ersten Bremse liegt bei Lasteinleitung durch die
Abtriebswelle der Momentenfluss im Schubbetrieb vor, beispielsweise über Bergabfahrt im Rekuperationsmodus eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs.
Darüber hinaus lässt sich bei dem lastschaltbaren Mehrganggetriebe ein
Schaltzustand Parksperre dadurch erreichen, dass sowohl die erste Bremse als auch die zweite Bremse in ihren Schließzustand überführt werden und dort verharren. Damit ist das gesamte lastschaltbare Mehrganggetriebe blockiert.
Das erfindungsgemäß vorgeschlagene lastschaltbare Mehrganggetriebe kann beispielsweise in einer Antriebsachse eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs in achsparallele Anordnung in Bezug auf ein Differentialgetriebe angeordnet sein.
Des Weiteren besteht auch die Möglichkeit, das erfindungsgemäß
vorgeschlagene lastschaltbare Mehrganggetriebe nach Position senkrecht zu einer Antriebsachse eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs einzusetzen. Hierbei wäre ein Kegelradpaar erforderlich, welches die 90°-Umlenkung darstellt.
In Weiterbildung der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung kann das lastschaltbare Mehrganggetriebe auch in koaxialer Anordnung in eine
Antriebsachse eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs integriert sein. In diese Ausführungsvariante wäre die E-Maschine des elektrisch betriebenen Fahrzeugs insbesondere als Hohlwellenmaschine auszuführen, was Bauraumvorteile für eine E-Achsenkomponente für elektrisch betriebene Fahrzeuge mit sich bringt.
Vorteile der Erfindung
Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung ermöglicht in vorteilhafter Weise durch den Einsatz von zwei Bremsen eine Lastschaltung des lastschaltbaren Mehrganggetriebes im Zugbetrieb sowie im Schubbetrieb. Insbesondere treten keine Schub-/Rekuperationsunterbrechungen während der Schaltvorgänge auf. Die beiden Bremsen können entweder jede für sich unabhängig voneinander betätigt werden; daneben besteht in einer vorteilhaften Ausführungsvariante auch die Möglichkeit, die beiden Bremsen beispielsweise über einer Schaltmuffe miteinander zu koppeln, so dass ein Aktuator bei dieser Ausführungsvariante eingespart werden kann. Darüber hinaus kann bei der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung in besonders einfacher Weise eine Parksperrenfunktion durch Blockierung des Getriebes bei Schließen beider Bremsen gleichzeitig herbeigeführt werden.
Das bidirektionale lastschaltbare erfindungsgemäß vorgeschlagene
Mehrganggetriebe kann beispielsweise für Baueinheiten wie elektrische
Antriebsachsen, die im Triebstrang eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs zum Einsatz kommen, als Achsantrieb integriert werden. Einerseits besteht die Möglichkeit, das erfindungsgemäß vorgeschlagene lastschaltbare
Mehrganggetriebe in achsparallele Anordnung oder achsensenkrecht in Bezug auf die Antriebsachse eines elektrisch angetriebenen Fahrzeugs anzuordnen. Bei der achsparallelen Anordnung kann eine Anbindung über eine Stirnradstufe
erfolgen, bei der achssenkrechten Anordnung des erfindungsgemäß
vorgeschlagenen lastschaltbaren Mehrganggetriebes erfolgt eine Anbindung über eine eine 90°-Umlenkung ausgleichende Kegelradanordnung. Das erfindungsgemäß vorgeschlagene bidirektional lastschaltbare Mehrganggetriebe kann auch in ein Differentialgetriebe integriert werden, daneben besteht die Möglichkeit, das erfindungsgemäß vorgeschlagene lastschaltbare
Mehrganggetriebe mit einer Torque-Vectoring-Einheit zu kombinieren.
Ein weiterer vorteilhafter Aspekt des erfindungsgemäß vorgeschlagenen lastschaltbaren Mehrganggetriebes ist darin zu erblicken, dass durch die Ausführung als Mehrganggetriebe kleinere Antriebseinheiten eingesetzt werden können, um die gestellten Antriebsanforderungen erfüllen zu können.
Planetengetriebe haben unter allen Getriebearten die höchste Leistungsdichte, daher ist das Getriebe leicht und sehr kompakt. Zwei Gänge ermöglichen einen effizienteren Betrieb der eingesetzten elektrischen Maschine.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachstehend eingehender beschrieben.
Es zeigt:
Figur 1 eine Ausführungsvariante des erfindungsgemäß vorgeschlagenen lastschaltbaren Mehrganggetriebes mit einer ersten und einer zweiten Bremse,
Figur 2 die Kopplung der ersten und zweiten Bremse am lastschaltbaren
Mehrganggetriebe mit deren Betätigung durch einen Aktuator,
Figur 3 eine Ausführungsvariante des erfindungsgemäß vorgeschlagenen lastschaltbaren Mehrganggetriebes mit einem zweiten Sonnenrad,
Figur 4 eine achsparallele Anordnung der Ausführungsvariante des lastschaltbaren Mehrganggetriebes gemäß Figur 1 zur Antriebsachse eines Fahrzeugs und
Figur 5 die Anordnung der zweiten Ausführungsvariante des lastschaltbaren
Mehrganggetriebes achsparallel zu einer Antriebsachse eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs, und
Ausführungsvarianten
Das nachfolgend beschriebene lastschaltbare Mehrganggetriebe 10 kann sowohl in Antriebssträngen von elektrisch betriebenen Fahrzeugen als auch in teilelektrifizierten Fahrzeugen eingesetzt werden, die eine konventionelle
Verbrennungskraftmaschine aufweisen und mit einem Schaltgetriebe ausgerüstet sind.
Der Darstellung gemäß Figur 1 ist eine erste Ausführungsvariante des erfindungsgemäß vorgeschlagenen lastschaltbaren Mehrganggetriebes 10 zu entnehmen.
Das lastschaltbare Mehrganggetriebe 10 gemäß Figur 1 umfasst eine
Antriebswelle 12, auf der ein erstes Sonnenrad 14 aufgenommen ist. Um das erste Sonnenrad 14 laufen ein erstes Stufenplanetenrad 16 sowie mindestens ein weiteres zweites Stufenplanetenrad 22 um. Das erste Stufenplanetenrad 16 umfasst eine erste Stufe 18 sowie eine zweite Stufe 20. Analog verhält es sich mit dem in Figur 1 dargestellten zweiten Stufenplanetenrad 22, welches eine erste Stufe 24 und eine weitere zweite Stufe 26 aufweist, wobei die zweite Stufe 26 eine geringere Zähnezahl aufweisen kann als die erste Stufe 24 des zweiten Planetenstufenrades.
Wie aus der Darstellung gemäß Figur 1 weiter hervorgeht, laufen die ersten Stufen 18 bzw. 24 der beiden Stufenplanetenräder 16, 22 einerseits um das erste Sonnenrad 14 und andererseits innerhalb eines ersten Hohlrades 34. Analog verhält es sich mit einem zweiten Hohlrad 36, innerhalb dessen die jeweils zweiten Stufen 20 bzw. 26 der beiden Stufenplanetenräder 16 bzw. 22 umlaufen.
Dem ersten Hohlrad 34 ist eine erste Bremse 30 zugeordnet, während dem zweiten Hohlrad 36 eine weitere zweite Bremse 32 zugeordnet ist. Wie aus Figur 1 des Weiteren hervorgeht, sind die mindestens zwei Stufenplanetenräder 16 bzw. 22 auf einem Planetenträger 38 aufgenommen, der mit einer Abtriebswelle 40 des lastschaltbaren Mehrganggetriebes 10 verbunden ist.
Figur 2 zeigt die in Figur 1 dargestellte erste Ausführungsvariante des
lastschaltbaren Mehrganggetriebes 10 mit zwei Bremsen 30 bzw. 32. In der in Figur 1 dargestellten Ausführungsvariante sind die beiden Bremsen 30 bzw. 32 unabhängig voneinander betätigbar, d.h. benötigen jeweils einen Aktuator zur Betätigung. Demgegenüber ist in Figur 2 eine Variante dargestellt, dass die erste Bremse 30 und die zweite Bremse 32 beispielsweise über eine Schaltmuffe 44 miteinander gekoppelt sind und eine Aktuierung als Doppelbremse 42 erfolgt.
Dies bedeutet, dass lediglich ein Aktuator 48, beispielsweise mit einem
Schneckentrieb, erforderlich ist, um die Schaltmuffe 44 gemäß eines
bidirektionalen Verfahrweges 46 - wie in Figur 2 angedeutet - zu verfahren. Über die Doppelbremse 42 gemäß Figur 2 wird entweder die erste Bremse 30 geschlossen, wobei die zweite Bremse 32 offensteht oder die zweite Bremse 32 geschlossen, wobei die erste Bremse 30 offensteht. Vorteil hier ist das
Erfordernis lediglich eines Aktuators 48.
Im ersten Gang des lastschaltbaren Mehrganggetriebes 10 gemäß den ersten Ausführungen desselben, verläuft der Kraftfluss ausgehend von der
Antriebswelle 12 an das erste Sonnenrad 14. Über dieses werden die beiden Stufenplanetenräder 16, 22 durch die Verzahnungen der ersten Stufe 18 und der zweiten Stufe 26 angetrieben. Über den Planetenträger 38 erfolgt der Abtrieb auf die Abtriebswelle 40. Im ersten Gang sind die zweite Bremse 32 geschlossen und das zweite Hohlrad 36 blockiert. Dadurch wälzen die Verzahnungen der zweiten Stufe 20 des ersten Stufenplanetenrades 16 und die der zweiten Stufe 26 des zweiten Stufenplanetenrades 22 an der Verzahnung des stillstehenden zweiten Hohlrades 36 ab.
Der Kraftfluss im zweiten Gang des lastschaltbaren Mehrganggetriebes gemäß der Ausführungsvariante, die in den Figuren 1 und 2 dargestellt ist, verläuft ausgehend von der Antriebswelle 12 über das erste Sonnenrad 14 an das erste
Stufenplanetenrad 16 und das zweite Stufenplanetenrad 22, bzw. deren zweite Stufen 20 bzw. 26, Von dort verläuft der Abtrieb über den Planetenträger 38 an die Abtriebswelle 40. Dabei ist das erste Hohlrad 34 durch die Bremse 30 festgesetzt.
Ein Rückwärtsgang erfolgt bei umgekehrtem Antrieb der E-Maschine ausgehend von der Abtriebswelle 40 über den Planetenträger 38 an die ersten Stufen 18, 24 der Stufenplanetenräder 16, 22 an das erste Sonnenrad 14. Von dort erfolgt der Abtrieb über das erste Sonnenrad 14 an die Antriebswelle 12. Im Rückwärtsgang liegt der gleiche Kraftfluss vor, wie im ersten Gang nur mit umgekehrter
Drehrichtung der E-Maschine. In diesem Falle ist die erste Bremse 30 geöffnet, während die zweite Bremse 32 ihre Schließstellung 52 annimmt.
Figur 3 zeigt eine zweite Ausführungsvariante des erfindungsgemäß
vorgeschlagenen lastschaltbaren Mehrganggetriebes 10.
Bei der in Figur 3 dargestellten weiteren, zweiten Ausführungsvariante des lastschaltbaren Mehrganggetriebes 10 findet ein zweites Sonnenrad 80
Verwendung. Das zweite Sonnenrad 80, um welches die zweiten Stufen 20 bzw. 26 der beiden Stufenplanetenräder 16 bzw. 22 umlaufen, ist direkt mit der Abtriebswelle 40 des lastschaltbaren Mehrganggetriebes 10 verbunden. Analog zur ersten Ausführungsvariante des lastschaltbaren Mehrganggetriebes 10 weist die zweite Ausführungsvariante die Antriebswelle 12 sowie das erste Sonnenrad 14 auf. Ferner sind analog zur Darstellung gemäß Figur 1 den beiden Hohlrädern 34, 36 jeweils die erste Bremse 30 in Bezug auf das erste Hohlrad 34 bzw. die zweite Bremse 32 in Bezug auf das zweite Hohlrad 36 zugeordnet. Die beiden Stufenplanetenräder 16 bzw. 22 sind auf dem Planetenträger 38 aufgenommen. Der Planetenträger 38 gemäß der weiteren zweiten Ausführungsvariante des lastschaltbaren Mehrganggetriebes 10 ist leicht modifiziert in Bezug auf den Planetenträger 38 gemäß der ersten Ausführungsvariante des lastschaltbaren Mehrganggetriebes 10, wie in Figur 2 dargestellt.
In der Darstellung gemäß Figur 3 ist darüber hinaus angedeutet, dass die erste Bremse 30 und die zweite Bremse 32 über die Schaltmuffe 44 miteinander verbunden sind. Die Schaltmuffe 44 wiederum wird mittels des Aktuators 48, der
beispielsweise mit einem Schneckentrieb versehen sein kann, innerhalb des bidirektionalen Verfahrweges 46 verfahren. Durch die Aktuierung der beiden Bremsen 30 bzw. 32 als Doppelbremse 42, wird im Vergleich zu einer getrennten Ansteuerung der ersten Bremse und der zweiten Bremse 32 ein Aktuator eingespart. Bei der Aktuierung der beiden Bremsen 30, 32 als Doppelbremse 42, wird entweder die erste Bremse geschlossen, wobei die zweite Bremse 32 offensteht, oder die erste Bremse 30 steht offen, während die zweite Bremse 32 geschlossen ist.
Der Darstellung gemäß Figur 4 ist das erfindungsgemäß vorgeschlagene lastschaltbare Mehrganggetriebe 10 zu entnehmen, welches mit einer
Stirnradstufe 70 Differentialgetriebe 72 einer Antriebsachse 68 antreibt.
Das in Figur 4 dargestellte lastschaltbare Mehrganggetriebe 10 ist in einer achsparallelen Anordnung 66 in Bezug auf die Antriebsachse 68 des Fahrzeugs angeordnet. Der Antrieb des lastschaltbaren Mehrganggetriebes 10 gemäß der Darstellung in Figur 4 erfolgt über die Antriebswelle 12, auf der das erste
Sonnenrad 14 aufgenommen ist. Dieses kämmt mit mindestens zwei
Stufenplanetenrädern 16 bzw. 22, die jeweils eine erste Stufe 18, 24 sowie eine zweite Stufe 20, 26 aufweisen. Die mindestens zwei Stufenplanetenräder 16 bzw. 22 wiederum kämmen mit dem ersten Hohlrad 34, dem wiederum die erste Bremse 30 zugeordnet ist, die sich an dem Gehäuse 28 des lastschaltbaren Mehrganggetriebes 10 abstützt. Die beiden zweiten Stufen 20 bzw. 26 des ersten Stufenplanetenrades 18 sowie des zweiten Stufenplanetenrades 22 laufen innerhalb des zweiten Hohlrades 36 um. Die mindestens zwei
Stufenplanetenräder 16 bzw. 22 sind an einem Planetenträger 38 aufgenommen, der wiederum mit der Abtriebswelle 40 verbunden ist. Den beiden zweiten Stufen 20 bzw. 26 des ersten Stufenplanetenrades 16 sowie des zweiten
Stufenplanetenrades 22 laufen innerhalb des zweiten Hohlrades 36 um, dem die zweite Bremse 32 zugeordnet ist, die sich ihrerseits ebenfalls am Gehäuse 28 des lastschaltbaren Mehrganggetriebes 10 abstützt. Die Abtriebswelle 40 des lastschaltbaren Mehrganggetriebes 10 steht mit einem Eingangszahnrad der Stirnradstufe 70 in Verbindung.
Das Differentialgetriebe 72 umfasst einen Käfig 74 von dem sich aus ein Achsabtrieb 76 zu der Antriebsachse 68 zu den hier nicht dargestellten angetriebenen Rädern des Fahrzeugs erstreckt.
Figur 5 zeigt das lastschaltbare Mehrganggetriebe 10 gemäß seiner zweiten Ausführungsvariante, in achsparallele Anordnung 66 zu einer Antriebsachse 68 eines Fahrzeugs.
Das in Figur 5 dargestellte lastschaltbare Mehrganggetriebe 10 ist in
achsparallele Anordnung 66 bezogen auf die Antriebsachse 68 eines Fahrzeugs angeordnet und treibt über die Stirnradstufe 70 das Differentialgetriebe 72 an. Das Differentialgetriebe 72 umfasst den Käfig 74, von dem aus sich der
Achsabtrieb 76 erstreckt. Diese treiben in Figur 5 nicht dargestellte angetriebene Räder eines Fahrzeugs an.
Bei dem in Figur 5 dargestellten lastschaltbaren Mehrganggetriebe 10 handelt es sich um die zweite Ausführungsvariante des erfindungsgemäß vorgeschlagenen lastschaltbaren Mehrganggetriebes 10, wie sie in Figur 3 dargestellt ist. Die zweite Ausführungsvariante des lastschaltbaren Mehrganggetriebes 10 unterscheidet sich von dessen erster Ausführungsvariante dadurch, dass das zweite Sonnenrad 80 vorgesehen ist, welches direkt auf die Abtriebswelle 40 wirkt, die ihrerseits in diesem Falle als Antriebswelle für die Stirnradstufe 70 wirkt.
Die Erfindung ist nicht auf die hier beschriebenen Ausführungsbeispiele und die darin hervorgehobenen Aspekte beschränkt. Vielmehr ist innerhalb des durch die Ansprüche angegebenen Bereichs eine Vielzahl von Abwandlungen möglich, die im Rahmen fachmännischen Handelns liegen.