Gaskochmulde
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Gaskochmulde. Eine Gaskochmulde kann eine Deckplatte oder ein sogenanntes Top Sheet und eine beabstandet von der Deckplatte angeordnete Kochmuldenwanne aufweisen. Die Deckplatte kann mit der Kochmuldenwanne verbunden sein. Hierzu kann ein Verbindungssystem vorgesehen sein, das eine an der Deckplatte befestigte Befestigungslasche und einen an der Kochmuldenwanne befestigten Verbindungspin aufweist. Die Verbindungslasche und der Verbindungspin können zum Verbinden der Deckplatte mit der Kochmuldenwanne miteinander verschnappt sein.
Vor diesem Hintergrund besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine verbesserte Gaskochmulde zur Verfügung zu stellen.
Demgemäß wird eine Gaskochmulde mit einer Kochmuldenwanne, einer beabstandet von der Kochmuldenwanne angeordneten Deckplatte, einem an der Deckplatte befestigten Gasbrenner und einer Positionier- und Befestigungseinrichtung zum Positionieren des Gasbrenners relativ zu einem in der Deckplatte vorgesehenen Durchbruch und zum Befestigen des Gasbrenners an der Kochmuldenwanne vorgeschlagen, wobei die Deckplatte mit Hilfe des Brennerunterteils und der Positionier- und Befestigungseinrichtung an der
Kochmuldenwanne befestigt ist.
Mit Hilfe der Positionier- und Befestigungseinrichtung können zwei Funktionen gleichzeitig verwirklicht werden. Zum einen kann der Gasbrenner relativ zu dem Durchbruch positioniert werden, zum anderen kann mit Hilfe des Brennerunterteils und der Positionier- und Befestigungseinrichtung die Deckplatte mit der Kochmuldenwanne verbunden werden. Hierdurch ergibt sich vorzugsweise eine feste oder starre Verbindung der Deckplatte mit der
Kochmuldenwanne. Dadurch kann auf zusätzliche Befestigungselemente zum Befestigen der Deckplatte an der Kochmuldenwanne verzichtet werden. Hierdurch reduzieren sich die Kosten und der Montageaufwand bei der Herstellung der Gaskochmulde.
Gemäß einer Ausführungsform umfasst der Gasbrenner ein Brennerunterteil, das an der Deckplatte befestigt, insbesondere mit dieser verschraubt, ist.
Der Gasbrenner umfasst weiterhin ein auf dem Brennerunterteil aufgelegtes Brenneroberteil, das über die Deckplatte herausragt.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Positionier- und Befestigungseinrichtung da- zu eingerichtet, mit der Kochmuldenwanne zu verschnappen.
Hierdurch ist eine schnelle und einfache werkzeugfreie Montage der Positionier- und Befestigungseinrichtung an der Kochmuldenwanne möglich. Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Positionier- und Befestigungseinrichtung zumindest einen federelastisch verformbaren Greifarm auf, der dazu eingerichtet ist, in einen an der Kochmuldenwanne vorgesehenen Durchbruch einzugreifen.
Vorzugsweise weist die Positionier- und Befestigungseinrichtung zwei federelastisch ver- formbare Greifarme auf. Die Greifarme sind durch die in der Kochmuldenwanne vorgesehenen Durchbrüche einführbar. Zum Befestigen der Positionier- und Befestigungseinrichtung an der Kochmuldenwanne kann diese nach dem Einführen der Greifarme in die Durchbrüche entlang der Kochmuldenwanne verschoben werden. Hierbei umgreifen die Greifarme die Kochmuldenwanne, wodurch die Positionier- und Befestigungseinrichtung an dieser befestigt ist.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Positionier- und Befestigungseinrichtung einen Verbindungsabschnitt auf, der dazu eingerichtet ist, den Gasbrenner lösbar mit der Positionier- und Befestigungseinrichtung zu verbinden.
Der Verbindungsabschnitt ist insbesondere dazu geeignet, den Gasbrenner werkzeugfrei mit der Positionier- und Befestigungseinrichtung zu verbinden. Hierdurch ist eine einfache Montage der Gaskochmulde möglich. Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist der Verbindungsabschnitt zumindest einen federelastisch verformbaren Greifarm auf, der dazu eingerichtet ist, einen Befestigungsabschnitt des Gasbrenners zu umgreifen.
Der Verbindungsabschnitt weist vorzugsweise zwei federelastisch verformbare Greifarme auf. Der Gasbrenner umfasst vorzugsweise zwei Befestigungsabschnitte.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind der zumindest eine Greifarm und der Befestigungsabschnitt miteinander verschnappbar.
Hierdurch ist eine schnelle und werkzeugfreie Montage möglich.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist der Verbindungsabschnitt zwei Durchbrüche und eine Unterseite des Gasbrenners zwei pilzförmige Befestigungselemente auf, die dazu eingerichtet sind, in die Durchbrüche einzugreifen. Die Durchbrüche umfassen vorzugsweise jeweils einen Einführabschnitt und einen Verriegelungsabschnitt. Die pilzförmigen Befestigungselemente sind durch die Einführabschnitte in die Durchbrüche einführbar.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform bilden die Durchbrüche und die Befestigungsele- mente einen Bajonettverschluss, wobei der Gasbrenner zum Befestigen desselben an der Positionier- und Befestigungseinrichtung relativ zu dieser verdrehbar ist.
Hierdurch ergibt sich eine dauerhafte, zuverlässige und auf Zug belastbare Verbindung. Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Deckplatte eine Glas-, Keramik- oder Glaskeramikplatte.
Die Kochmulde ist vorzugsweise Teil eines Haushaltsgeräts. Weitere mögliche Implementierungen der Gaskochmulde umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmale oder Ausführungsformen. Dabei wird der Fachmann auch Einzelaspekte als Verbesserungen oder Ergänzungen zu der jeweiligen Grundform der Gaskochmulde hinzufügen.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Aspekte der Gaskochmulde sind Gegenstand der Unteransprüche sowie der im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele der Gaskochmulde. Im Weiteren wird die Gaskochmulde anhand von bevorzugten Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigelegten Figuren näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Gaskochmulde;
Fig. 2 zeigt eine weitere schematische perspektivische Ansicht der Gaskochmulde gemäß der Fig. 1 ;
Fig. 3 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Positionier- und Befestigungseinrichtung der Gaskochmulde gemäß der Fig. 1 ;
Fig. 4 zeigt eine schematische Seitenansicht der Positionier- und Befestigungseinrichtung gemäß der Fig. 3;
Fig. 5 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer Gaskochmulde;
Fig. 6 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Positionier- und Befestigungseinrichtung der Gaskochmulde gemäß der Fig. 5; und
Fig. 7 zeigt eine schematische Aufsicht der Positionier- und Befestigungseinrichtung gemäß der Fig. 6.
In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit denselben Bezugszeichen versehen worden, sofern nichts anderes angegeben ist.
Die Fig. 1 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Gaskochmulde 1. Die Fig. 2 zeigt eine weitere schematische Ansicht der Gaskochmulde 1. Im Folgenden wird auf die Fig. 1 und 2 gleichzeitig Bezug genommen.
Die Gaskochmulde 1 kann Teil eines Haushaltsgeräts sein. Die Gaskochmulde 1 umfasst eine Kochmuldenwanne 2 und eine beabstandet von der Kochmuldenwanne 2 angeordnete Deckplatte 3. Die Deckplatte 3 kann auch als Top Sheet bezeichnet werden. Die Deckplatte 3 ist insbesondere eine Glas-, Keramik- oder Glaskeramikplatte.
Die Gaskochmulde 1 umfasst weiterhin einen an der Deckplatte 3 befestigten Gasbrenner 4. Insbesondere kann die Gaskochmulde 1 mehrere Gasbrenner 4 aufweisen. Der Gasbrenner 4 weist ein Brennerunterteil 5 auf, das an der Deckplatte 3 befestigt, insbesondere mit dieser verschraubt, ist. Der Gasbrenner 4 umfasst weiterhin ein Brenneroberteil 6. Das Brenneroberteil 6 ragt über die Deckplatte 3 hinaus. Das Brennerunterteil 5 weist vorzugsweise mehrere Auflagefinger 7 bis 9 auf, die dazu eingerichtet sind, an der Deckplatte 3 anzuliegen.
Das Brennerunterteil 5 umfasst weiterhin eine Gasdüse 10, die in einem Gasdüsenaufnah- meabschnitt 1 1 des Brennerunterteils 5 aufgenommen ist. Vorzugsweise ist die Gasdüse 10
in den Gasdüsenaufnahmeabschnitt 1 1 eingeschraubt. Der Gasdüsenaufnahmeabschnitt 11 weist weiterhin einen Anschlussflansch 12 zum Anschließen einer Gasleitung an denselben auf. Der Gasbrenner 4 bzw. das Brennerunterteil 5 weist weiterhin zumindest einen Befestigungsabschnitt 13 zum Befestigen des Brennerunterteils 5 an der Kochmuldenwanne 2 auf. Vorzugsweise weist das Brennerunterteil 5 zwei einander gegenüberliegend angeordnete Befestigungsabschnitte 13 auf.
In der Deckplatte 3 ist ein Durchbruch 14 vorgesehen. Der Durchbruch 14 ist vorzugsweise kreisrund. An dem Durchbruch 14 ist das Brennerunterteil 5 befestigt.
Die Gaskochmulde 1 weist weiterhin eine in den Fig. 3 und 4 gezeigte Positionier- und Befestigungseinrichtung 15 zum Positionieren des Gasbrenners 4 relativ zu dem in der Deckplatte 3 vorgesehenen Durchbruch 14 und zum Befestigen des Gasbrenners 4 an der Kochmuldenwanne 2 auf. Die Positionier- und Befestigungseinrichtung 15 ist dazu eingerich- tet, mit der Kochmuldenwanne 2 zu verschnappen. Hierzu weist die Positionier- und Befestigungseinrichtung 15 zumindest einen federelastisch verformbaren Greifarm 16, 17 auf, der dazu eingerichtet ist, in einen an der Kochmuldenwanne 2 vorgesehenen Durchbruch 18, 19 (Fig. 2) einzugreifen. Vorzugsweise sind zwei Greifarme 16, 17 und zwei Durchbrüche 18, 19 vorgesehen. Die Greifarme 16, 17 der Positionier- und Befestigungseinrichtung 15 können durch die Durchbrüche 18, 19 der Kochmuldenwanne 2 hindurchgeführt werden. Durch ein Verschieben der Positionier- und Befestigungseinrichtung 15 relativ zu der
Kochmuldenwanne 2 hintergreifen die Greifarme 16, 17 die Kochmuldenwanne 2, wodurch die Positionier- und Befestigungseinrichtung 15 an der Kochmuldenwanne 2 befestigt ist. Die Greifarme 16, 17 sind federelastisch verformbar.
Die Positionier- und Befestigungseinrichtung 15 weist weiterhin einen Verbindungsabschnitt 20 auf, der dazu eingerichtet ist, den Gasbrenner 4 lösbar mit der Positionier- und Befestigungseinrichtung 15 zu verbinden. Der Verbindungsabschnitt 20 weist vorzugsweise zumindest einen federelastisch verformbaren Greifarm 21 , 22 auf. Vorzugsweise weist der Verbin- dungsabschnitt 20 zwei Greifarme 21 , 22 auf. Die Greifarme 21 , 22 sind dazu eingerichtet, die Befestigungsabschnitte 13 des Brennerunterteils 5 zu umgreifen. Insbesondere sind die Greifarme 21 , 22 mit den Befestigungsabschnitten 13 des Brennerunterteils 5
verschnappbar. Hierdurch kann das Brennerunterteil 5 an der Kochmuldenwanne 2 befestigt werden.
Mit Hilfe der Positionier- und Befestigungseinrichtung 15 und des Brennerunterteils 5 ist die Deckplatte 3 an der Kochmuldenwanne 2 befestigt. Insbesondere bilden die Deckplatte 3, das Brennerunterteil 5, die Positionier- und Befestigungseinrichtung 15 und die
Kochmuldenwanne 2 eine feste oder starre Einheit. Auf zusätzliche Befestigungselemente zum Befestigen der Deckplatte 3 an der Kochmuldenwanne 2 kann verzichtet werden.
Die Fig. 5 zeigt in einer schematischen perspektivischen Ansicht eine weitere Ausführungsform einer Gaskochmulde 1. Die Ausführungsform der Gaskochmulde 1 gemäß der Fig. 5 unterscheidet sich von der Ausführungsform der Gaskochmulde 1 gemäß den Fig. 1 und 2 dadurch, dass die Positionier- und Befestigungseinrichtung 15, wie in den Fig. 7 und 8 gezeigt, in einer alternativen Ausgestaltung ausgeführt ist. Der Verbindungsabschnitt 20 der Positionier- und Befestigungseinrichtung 15 weist zwei nierenförmige Durchbrüche 23, 24 auf. An einer Unterseite 25 des Gasbrenners 4 sind zwei pilzförmige Befestigungselemente 26, 27 vorgesehen, die dazu eingerichtet sind, in die Durchbrüche 23, 24 einzugreifen.
Insbesondere bilden die Durchbrüche 23, 24 und die Befestigungselemente 26, 27 einen Bajonettverschluss, wobei der Gasbrenner 4 zum Befestigen desselben an der Positionier- und Befestigungseinrichtung 15 relativ zu dieser verdrehbar ist. Hierzu weisen die Durchbrüchen 23, 24 jeweils einen Einführabschnitt 28 und einen Verriegelungsabschnitt 29 auf. Die pilzförmigen Befestigungselemente 26, 27 sind durch den Einführabschnitt 28 in die Durchbrüche 23, 24 einführbar. Durch ein Verdrehen des Brennerunterteils 5 gegenüber der Positionier- und Befestigungseinrichtung 15 verlagern sich die Befestigungselemente 26, 27 von dem Einführabschnitt 28 in den Verriegelungsabschnitt 29, wodurch das Brennerunterteil 5 fest mit der Positionier- und Befestigungseinrichtung 15 verbunden ist. Der Verbindungsab- schnitt 20 umfasst ferner eine zwischen den Durchbrüchen 23, 24 angeordnete Bohrung 30, in die ein aus der Unterseite 25 des Brennerunterteils 5 herausragender Stift 31 (Fig. 5) einführbar ist.
Verwendete Bezugszeichen:
1 Gaskochmulde
2 Kochmuldenwanne
3 Deckplatte
4 Gasbrenner
5 Brennerunterteil
6 Brenneroberteil
7 Auflagefinger
8 Auflagefinger
9 Auflagefinger
10 Gasdüse
11 Gasdüsenaufnahmeabschnitt
12 Anschlussflansch
13 Befestigungsabschnitt
14 Durchbruch
15 Positionier- und Befestigungseinrichtung
16 Greifarm
17 Greifarm
18 Durchbruch
19 Durchbruch
20 Verbindungsabschnitt
21 Greifarm
22 Greifarm
23 Durchbruch
24 Durchbruch
25 Unterseite
26 Befestigungselement
27 Befestigungselement
28 Einführabschnitt
29 Verriegelungsabschnitt
30 Bohrung
31 Stift