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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Zweitaktmotor, insbesondere für ein handbetriebenes Motorarbeitsgerät wie ein Garten- und Grünanlagenpflegegerät oder für ein Kleinkraftrad, mit einem Bootsmotor und dergleichen, mit einem Zylinder, in dem ein Kolben hubbeweglich geführt ist und zur Bildung eines Kurbeltriebes über eine Pleuel mit einer Kurbelwelle verbunden ist, und mit einem Schalldämpfer, wobei der Schalldämpfer einen Schalldämpfereinlass aufweist, an den sich ein Strömungskanal anschließt, sodass der Strömungskanal mittels dem Schalldämpfereinlass an einen Auslass eines Brennraumes des Zweitaktmotors anbringbar ist, wobei der Strömungskanal am dem Schalldämpfereinlass gegenüberliegenden Kanalende in eine erste Kammer mündet, wobei ferner eine zweite Kammer vorgesehen ist, in die Abgas durch ein vom Strömungskanal abgezweigter Hauptauslass einströmt, wobei die erste Kammer durch die zweite Kammer beispielhaft umschlossen ist, und wobei der Strömungskanal zwischen dem Schalldämpfereinlass und der ersten Kammer derart strömungsgünstig ausgeformt ist, dass das in den Schalldämpfereinlass einströmende Abgas aufgrund seiner Massenträgheit überwiegend in die erste Kammer einströmt und nach einer Befüllung der ersten Kammer wieder zurückströmt, und sich hierdurch in Richtung zum Brennraum ein Gegendruck bildet, gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
STAND DER TECHNIK
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Aus der
DE 20 2008 005 168 U1 ist ein gattungsbildender Zweitaktmotor mit einem Schalldämpfer der hier interessierenden Bauart gezeigt. Der Zweitaktmotor ist vereinfacht dargestellt und der Schalldämpfer ist am Auslass des Zweitaktmotors angeordnet, sodass das im Brennraum des Zweitaktmotors verbrannte Kraftstoff-Luftgemisch in den Schalldämpfer eintreten kann. Dabei tritt das Abgas in einen Strömungskanal des Schalldämpfers, über den der Schalldämpfer mittels des Schalldämpfereinlass am Zylinder des Zweitaktmotors angebracht ist. An den Schalldämpfereinlass schließt sich ein Strömungskanal an, der über ein Kanalende in eine erste Kammer mündet. Zwischen dem Schalldämpfereinlass und dem Kanalende ist am Strömungskanal ein Hauptauslass angeordnet, und Abgas kann durch den Hauptauslass vom Strömungskanal in eine zweite Kammer gelangen, die größer ausgebildet ist als die erste Kammer, und die die erste Kammer umschließt.
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Der Strömungskanal ist gerade ausgeführt, sodass das über den Schalldämpfereinlass in den Strömungskanal einschießende Abgas zunächst wenigstens überwiegend in die erste Kammer einströmt und in der ersten Kammer einen Überdruck erzeugt. Durch diesen Überdruck strömt ein Großteil des Abgases zurück in Richtung zum Schalldämpfereinlass und bildet eine Gasbarriere, durch die verhindert wird, dass in den Brennraum des Zylinders nachgeladenes Kraftstoff-Luftgemisch unverbrannt in den Schalldämpfer gelangt. Die geometrische Ausgestaltung des Strömungskanals und der ersten Kammer mit den jeweiligen Volumina ist derart bestimmt, dass ein Strömungsverhalten des Abgases im Strömungskanal und der ersten Kammer entsteht, das mit der Hubbewegung des Kolbens und dem Öffnen des Auslasses des Brennraumes im Bereich des unteren Totpunktes des Kolbens korrespondiert. Damit werden bessere Emissionswerte erreicht, insbesondere kann der Wirkungsgrad des Zweitaktmotors durch eine Verringerung des Ausstoßes unverbrannten Kraftstoffes gegenüber konventionellen Schalldämpfern erhöht werden.
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Die vorliegende Bauart des Schalldämpfers bewirkt durch die vorgestellte spezifische Ausgestaltung des Strömungskanals zwischen dem Schalldämpfereinlass und der ersten Kammer insbesondere in Abhängigkeit des Drehzahlfeldes des Zweitaktmotors eine sehr starke Rückströmung des Abgases in Richtung zum Brennraum. In Abhängigkeit davon, in welchem Bereich des Drehzahlfeldes der Zweitaktmotor betrieben wird, kann es vorkommen, dass die Rückströmung des Abgases wenigstens teilweise bereits den hubbeweglich im Zylinder geführten Kolben beaufschlagt, der bei Verlassen des unteren Totpunktes den Auslass des Brennraumes und damit den Schalldämpfereinlass wieder verschließt. Korrespondiert die Strömung des Abgases im Strömungskanal nicht genau mit der Hubbewegung des Kolbens, so erfolgt ein Druckstoß des Abgases gegen den Kolben. Dabei haben Untersuchungen ergeben, dass Kolben, die Durchbrüche im Kolbenhemd aufweisen, Ablagerungen und Freiwaschungen aufweisen können. Daraus konnte geschlossen werden, dass ein Eindringen des Abgases in den Kolbenlauf und sogar in das Kurbelgehäuse erfolgt, sodass sogar eine Durchmischung von Kraftstoff-Luftgemisch und Abgas erfolgen kann.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Zweitaktmotor derart weiterzubilden, dass dieser mit einem Schalldämpfer der vorbezeichneten Bauart vorteilhaft betrieben werden kann. Insbesondere ist es die Aufgabe der Erfindung, durch die Gestaltung des Kolbens eine Durchmischung von Kraftstoff-Luftgemisch und Abgas zu verhindern.
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Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Zweitaktmotor mit einem Schalldämpfer der vorbezeichneten Bauart gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 in Verbindung mit den kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
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Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass der Kolben ein Kolbenhemd aufweist, das im Wesentlichen geschlossen ausgebildet ist.
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Bei der Verwendung eines Kolbens mit einem im Wesentlichen geschlossen ausgebildeten Kolbenhemd konnte beim Betrieb des Zweitaktmotors mit dem vorbezeichneten Schalldämpfer festgestellt werden, dass sich keine Ablagerungen und Freiwaschungen am Kolben mehr gebildet haben. Insbesondere konnte festgestellt werden, dass das Eindringen von Abgasen in den Kurbelraum des Kurbelgehäuses vermieden werden kann und insbesondere konnte vermieden werden, dass ein zusätzlicher Austritt von Kraftstoff-Luftgemisch aus dem Kurbelgehäuseraum stattfindet. Grundsätzlich werden Zweitaktmotoren der vorliegenden Bauart für den Einsatz in Motorarbeitsgeräten mit Kolben ausgebildet, die ein möglichst geringes Gewicht aufweisen. Hierzu wird regelmäßig vorgesehen, im Kolbenhemd Fenster einzubringen, um weiteres Gewicht zur Ausbildung der Kolben einzusparen. Insbesondere werden im Bereich der Kolbenbolzen, die zur gelenkigen Verbindung des Kolbens mit der Pleuel dienen, Durchbrüche vorgesehen, um die Kolbenmasse weiter zu verringern. Diese sogenannten Fensterkolben finden üblicherweise Anwendung zum Bau von Zweitaktmotoren für die vorliegende Anwendung, und erfindungsgemäß wird von der Verwendung derartiger Fensterkolben abgesehen und es wird vorgeschlagen, Kolben mit einem geschlossenen Kolbenhemd zu verwenden.
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Zur gelenkigen Verbindung des Kolbens mit der Pleuel ist meist ein Kolbenbolzen vorgesehen sein, wobei gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform das Kolbenhemd wenigstens von seiner oberen Kolbenkante bis unter den Kolbenbolzen geschlossen ausgeführt ist. Der Kolben mit geschlossenem Kolbenhemd kann eine zylinderförmige Grundform aufweisen, und die Kolbenkante bildet die Oberseite des Kolbens, die die Kolbenfläche radial begrenzt, welche wiederum den Brennraum des Zweitaktmotors beweglich begrenzt. Folglich bildet die Kolbenkante auch die Kante, die die Öffnung des Brennraumes in Richtung zum Schalldämpfer durch die Hubbewegung des Kolbens öffnet und schließt. Die Vorteile der Verwendung eines geschlossenen Kolbenhemdes können bereits dann gegeben sein, wenn das Kolbenhemd wenigstens im Bereich von der Oberkante bis unter den Kolbenbolzen geschlossen ausgeführt ist. Der Kolbenbolzen befindet sich dabei etwa auf der halben Höhe des Kolbens zwischen der Kolbenkante und der unteren Abschlusskante des Kolbens, die den Kolben nach unten begrenzt und der Kolbenkante auf der Oberseite des Kolbens gegenüberliegend angeordnet ist.
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Mit weiterem Vorteil kann der Kolben im Kolbenhemd vorgesehene Öffnungen zur Aufnahme des Kolbenbolzens aufweisen, und das Kolbenhemd ist bis auf die Öffnungen vollständig geschlossen ausgebildet. Die Öffnungen im Kolbenhemd sind notwendig, um den Kolbenbolzen zu montieren, und der Kolbenbolzen wird durch die Öffnungen eingeführt, und erstreckt sich bei montierter Pleuel zusätzlich durch ein Pleuelauge, sodass zwischen dem Pleuelauge und dem Kolbenbolzen die Gelenkverbindung entsteht. Anschließend kann der Kolbenbolzen durch Sicherungsringe in seiner axialen Position im Kolben gesichert werden, sodass durch die Anordnung des Kolbenbolzens die Öffnungen im Kolbenhemd wieder verschlossen werden, und es ist keine Verbindung zwischen der Öffnung im Kolbenhemd und dem Kurbelraum mehr gegeben, sodass die erreichten Vorteile durch ein ansonsten geschlossenes Kolbenhemd erhalten bleiben.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften Maßnahme kann der Kolben im Kolbenhemd Abflachungen aufweisen, und die Abflachungen sind insbesondere in zwei sich gegenüberliegenden Bereichen des Kolbens vorgesehen, die durch die Bereiche gebildet sind, in denen die Öffnungen im Kolbenhemd eingebracht sind. Damit kann ein sogenannter Kastenkolben gebildet werden, und im Gegensatz zu Kolben mit rundem Schaft sind Kastenkolben im Schaftbereich in Bolzenrichtung zurückgesetzt. Damit kann der Kolben auf der oberen Seite einen kreisrunden Querschnitt für den Zylinderkopf aufweisen, und geht in Richtung zur unterseitigen Abschlusskante in einen rechteckigen Querschnitt über. Dabei besitzt der rechteckige Querschnitt für den Zylinderlauf eine Längsseite, die der Erstreckungsrichtung des Kolbenbolzens entspricht. Durch diese Maßnahme kann der Kolben mit geringerer Masse ausgeführt werden, wobei festgestellt wurde, dass das Vorsehen von Abflachungen keine negativen Auswirkungen auf den erzielten positiven Effekt hat, trotz Verwendung des vorbezeichneten Schalldämpfers die Ablagerungen und Freiwaschungen in der Oberfläche des Kolbenhemdes zu vermeiden. Dieser positive Effekt wird insbesondere dann beibehalten, wenn das Kolbenhemd im Bereich der Abflachungen geschlossen ausgebildet ist, insbesondere kann das Kolbenhemd im Bereich der Abflachungen frei von Fenstern ausgeführt sein.
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Das Kolbenhemd kann eine unterseitige Abschlusskante aufweisen, die rotationssymmetrisch umlaufend ausgebildet ist und einen über den Umfang des Kolbens gleichbleibenden Abstand zur Kolbenkante besitzt. Damit kann der Kolben der Grundform eines Zylinders entsprechen, und die kreisförmige Abschlusskante ist parallel zur Kolbenkante ausgebildet, die die Oberseite des Kolbenhemdes abschließt. Alternativ kann die Abschlusskante Einbuchtungen aufweisen, wobei die Bereiche der Einbuchtungen vorzugsweise durch die Bereiche gebildet sind, in denen die Öffnungen im Kolbenhemd eingebracht sind. Damit befinden sich die Bereiche der Einbuchtungen, die gegenüberliegend am Kolben ausgebildet sind, in Erstreckungsrichtung des Kolbenbolzens.
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Sowohl die Abflachungen als auch die Einbuchtungen in der Abschlusskante auf der Unterseite des Kolbens bilden die Bereiche des Kolbens, die sich seitlich zum Auslass und insbesondere auch zum Einlass im Zylinder des Zweitaktmotors befinden. Die Bereiche des Kolbens, die den Auslass in Richtung zum Schalldämpfer, jedoch auch den Einlass zum Eintritt des Kraftstoff-Luftgemisches aus dem Kurbelgehäuse durch die Hubbewegung im Zylinder öffnen und schließen, werden durch die Bereiche des Kolbens gebildet, die weder Abflachungen noch Einbuchtungen in der Abschlusskante des Kolbens besitzen. Jedoch ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass auch die Bereiche benachbart zu den Bereichen des Kolbens, die die Öffnungen im Zylinder durch die Hubbewegung öffnen und schließen, fensterlos ausgeführt sind.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigt:
- Figur 1 einen Zweitaktmotor mit einem Schalldämpfer und einem Kolben der erfindungsgemäßen Ausführung,
- Figur 2 eine Detailansicht eines Kolbens gemäß dem Stand der Technik,
- Figur 3 eine Seitenansicht eines Kolbens mit den Merkmalen der vorliegenden Erfindung und
- Figur 4 ein Kolben gemäß der vorliegenden Erfindung in einer perspektivischen Ansicht.
BEVORZUGTE AUSFÜHRUNGSBEISPIELE DER ERFINDUNG
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Figur 1 zeigt einen Zweitaktmotor 100 in einer schematischen, quergeschnittenen Ansicht, und am Zweitaktmotor 100 ist ein Schalldämpfer 10 angebracht. Der Zweitaktmotor 100 weist einen Zylinder 18 auf, in dem ein Brennraum 13 gebildet ist. Der Brennraum 13 ist beweglich begrenzt durch den Kolben 21, der über eine Pleuel 23 mit einer Kurbelwelle 22 zur Bildung eines Kurbeltriebs verbunden ist, und die Kurbelwelle 22 ist in einem Kurbelgehäuse 24 gelagert. In der Wandung des Zylinders 18 ist ein Auslass angeordnet, an dem der Schalldämpfer 10 über einen Schalldämpfereinlass 11 in nicht näher gezeigter Weise angeflanscht ist. Befindet sich der Kolben 21 im Bereich des unteren Totpunktes, so gibt der Kolben 21 den Auslass des Brennraumes 13 frei, und das Abgas kann vom Brennraum 13 durch den Schalldämpfereinlass 11 in den Schalldämpfer 10 gelangen.
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An den Schalldämpfereinlass 11 schließt sich ein Strömungskanal 12 an, der mit einem Schalldämpfereinlass 11 gegenüberliegenden Kanalende 14 in eine erste Kammer 15 mündet. Ferner weist der Schalldämpfer 10 eine zweite Kammer 16 auf, die größer ausgebildet ist als die erste Kammer 15 und die die erste Kammer 15 beispielhaft vollständig sowie ebenfalls einen Teil des Strömungskanals 12 ebenfalls beispielhaft umschließt. Das in den Schalldämpfereinlass 11 eintretende Abgas kann zunächst wenigstens zum größeren Teil in die erste Kammer 15 gelangen, wobei am Strömungskanal 12 ein Hauptauslass 17 angeordnet ist, und das Abgas kann aus dem Strömungskanal 12 durch den Hauptauslass 17 in die zweite Kammer 16 gelangen. Ferner besitzt die erste Kammer 15 einen Nebenauslass 20, sodass Abgas auch aus der ersten Kammer 15 direkt in die zweite Kammer 16 einströmen kann. Das Abgas kann durch einen Auslass 19, der in der Wandung der zweiten Kammer 16 eingebracht ist, den Schalldämpfer 10 verlassen und ins Freie gelangen.
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Der Strömungskanal 12 erstreckt sich in gerader Ausbildung zwischen der ersten Kammer 15 und dem Schalldämpfereinlass 11, und ist damit derart strömungsgünstig ausgeformt, dass das in den Schalldämpfereinlass 11 einströmende Abgas aufgrund seiner Massenträgheit überwiegend in die erste Kammer 15 einströmt und in dieser einen Überdruck erzeugt. Nach der Befüllung der ersten Kammer 15 kann das Abgas wieder in Richtung zum Schalldämpfereinlass 11 zurückströmen, und hierdurch gegen den Brennraum 13 einen Gegendruck bilden. Damit wird vermieden, dass Kraftstoff-Luftgemisch unverbrannt in den Schalldämpfer 10 gelangt oder bereits in den Schalldämpfer 10 eingetretenes Kraftstoff-Luftgemisch wird in den Brennraum 13 zurückgedrückt. Erst nach Rückströmung des Abgases gegen den Auslass des Brennraumes 13 kann das Abgas den Strömungskanal 12 beziehungsweise die erste Kammer 15 durch einen Hauptauslass 17 verlassen und in die zweite Kammer 16 eintreten. Das Abgas verlässt den Schalldämpfer 10 endgültig durch einen Auslass 19, der in der zweiten Kammer 16 eingebracht ist, und das Abgas kann durch den Auslass 19 ins Freie gelangen.
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Der Kolben 21 des Zweitaktmotors 100 ist mit einem erfindungsgemäßen Kolbenhemd 25 dargestellt, und die einzige verbleibende Öffnung im Kolbenhemd 25 ist die Öffnung 28, die zur Aufnahme eines Kolbenbolzens 26 dient.
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Figur 2 zeigt einen Kolben 21 gemäß dem Stand der Technik, der standardmäßig für Zweitaktmotoren im Einsatz in handgehaltenen Motorarbeitsgeräten Verwendung findet. Der Kolben 21 besitzt ein Kolbenhemd 25, das sich von einer oberseitigen Kolbenkante 27 bis zu einer unterseitigen Abschlusskante 31 erstreckt. Etwa auf mittlerer Höhe befindet sich im Kolbenhemd 25 die Öffnung 28 zur Aufnahme eines Kolbenbolzens. Ferner gezeigt sind benachbart zur Öffnung 28 in das Kolbenhemd 25 eingebrachte Fenster 30, sodass solche Kolben 21 gemäß dem Stand der Technik auch als Fensterkolben bezeichnet werden. Ein derartiger Kolben 21 wird standardmäßig für schnell laufende, kleiner bauende Zweitaktmotoren 100 verwendet, und durch die eingebrachten Fenster 30 kann die bewegte Masse des Kolbens 21 reduziert werden.
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Figur 3 zeigt einen Kolben 21 in verschiedenen Halbschnitten mit Merkmalen der vorliegenden Erfindung. Das Kolbenhemd 25 ist bis auf die Öffnung 28 zur Aufnahme des Kolbenbolzens 26 geschlossen ausgeführt, und erstreckt sich von der oberseitigen Kolbenkante 27 bis zur unterseitigen Abschlusskante 31. Leicht unterhalb der oberseitigen Kolbenkante 27 besitzt der Kolben 21 eine Ringnut 33 zur Aufnahme von Kolbenringen.
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Der linksseitige Halbschnitt des dargestellten Kolbens 21 entspricht einem Ausführungsbeispiel, bei dem die Abschlusskante 31 auf der Unterseite des Kolbens 21 eine Einbuchtung 32 zur Gewichtsersparnis aufweist. Trotz des damit kürzer ausgebildeten Kolbenhemdes 25 konnten keine negativen Einflüsse festgestellt werden, insbesondere wurde nicht festgestellt, dass Abgas vom Schalldämpfer 10 zurück in das Kurbelgehäuse 24 des Zweitaktmotors 100 gelangen konnte.
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Das Ausführungsbeispiel des Kolbens 21 im rechtsseitigen Halbschnitt zeigt einen Kastenkolben mit einer Abflachung 29, und die Abflachung 29 ist auf der Seite des Kolbens 21 eingebracht, auf der sich die Öffnung 28 zur Aufnahme des Kolbenbolzens 26 befindet. Die Abschlusskante 31 ist dabei ohne Einbuchtung 32 ausgeführt, und die Maßnahme der Abflachung 29 führt zu einer weiteren Reduzierung des Gewichtes des Kolbens 21, ohne dass der Effekt negativ beeinflusst wird, das Eintreten von Abgas vom Schalldämpfer 10 in das Kurbelgehäuse 24 des Zweitaktmotors 100 zu verhindern.
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Figur 4 zeigt einen Kolben 21 mit einem vollständig geschlossenen Kolbenhemd 25, wobei lediglich die Öffnung 28 zur Aufnahme eines Kolbenbolzens im Kolbenhemd verbleibt. Das Kolbenhemd 25 erstreckt sich damit geschlossen und rotationssymmetrisch von der Kolbenkante 27 auf der Oberseite bis zur Abschlusskante 31 auf der Unterseite des Kolbens 21, und die Abschlusskante 31 ist ohne Einbuchtung 32 ausgeführt.
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Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf das vorstehend an-gegebene bevorzugte Ausführungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen Gebrauch macht. Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung oder den Zeichnungen hervorgehenden Merkmale und/oder Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten oder räumliche Anordnungen, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen erfindungswesentlich sein.
Bezugszeichenliste
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- 100
- Zweitaktmotor
- 10
- Schalldämpfer
- 11
- Schalldämpfereinlass
- 12
- Strömungskanal
- 12'
- Kanalöffnung
- 13
- Brennraum
- 14
- Kanalende
- 15
- erste Kammer
- 16
- zweite Kammer
- 17
- Hauptauslass
- 18
- Zylinder
- 19
- Auslass
- 20
- Nebenauslass
- 21
- Kolben
- 22
- Kurbelwelle
- 23
- Pleuel
- 24
- Kurbelgehäuse
- 25
- Kolbenhemd
- 26
- Kolbenbolzen
- 27
- Kolbenkante
- 28
- Öffnung
- 29
- Abflachung
- 30
- Fenster
- 31
- Abschlusskante
- 32
- Einbuchtung
- 33
- Ringnut