Beschreibung
Massenstromsensor und Kraftfahrzeug mit dem Massenstromsensor
Die Erfindung betrifft einen Massenstromsensor und insbesondere einen Massenstromsensor für einen Luftmassensensor für ein Kraftfahrzeug.
Massenstromsensoren sind geeignet zum Erfassen eines Massen- Stroms eines Fluids in einem Strömungskanal. Ein derartiger Strömungskanal kann beispielsweise ein Ansaugtrakt einer Brennkraftmaschine sein. Abhängig von dem durch den Massenstromsensor erfassten Massenstrom können Diagnosen beispielsweise des Betriebs der Brennkraftmaschine durchgeführt werden als auch eine Steuerung der Brennkraftmaschine erfolgen. Zu diesen Zwecken ist ein auch unter unterschiedlichen Betriebsbedingungen zuverlässiges und möglichst präzises Erfassen des tatsächlichen Massenstroms wichtig.
DE 197 24 659 Al offenbart eine Massenstromsensorvorrichtung, die ein Sensorelement umfasst. Das Sensorelement ist auf einem eigenen Chip angeordnet und integriert. Ferner ist eine Auswerteelektronik offenbart, die separat ausgebildet ist, aber mit der Sensoreinheit elektrisch gekoppelt ist.
DE 42 19 454 C2 offenbart eine Massenstromsensorvorrichtung mit einem Messchip, der mittels Bonddrähten mit anderen Schaltkreisen elektrisch gekoppelt ist. Ferner ist eine Wandung der Massenstromsensorvorrichtung derart mit dem Messchip in Kontakt, dass ein Anschlussbereich auf dem Messchip von dem Strömungskanal, in dem ein Sensorelement des Messchips angeordnet ist, räumlich getrennt ist.
Die Aufgabe der Erfindung ist, einen Massenstromsensor und ein Kraftfahrzeug mit dem Massenstromsensor anzugeben, der bzw. das besonders zuverlässig betreibbar ist.
Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung zeichnet sich gemäß einem ersten Aspekt aus durch einen Massenstromsensor, der zumindest ein Sensorelement aufweist, mittels dessen ein Massenstrom eines Fluid- stroms erfassbar ist. Ferner weist der Massenstromsensor einen Sensorchip auf, der eine erste Chipseite und eine zweite gegenüberliegende Chipseite aufweist. Auf der ersten Chipseite ist das zumindest eine Sensorelement und auf der zweiten Chipseite ist zumindest ein elektrischer Kontakt angeordnet. Der zumindest eine elektrische Kontakt ist mittels zumindest einer elektrischen Verbindung mit dem zumindest einen Sensor- element elektrisch gekoppelt. Der Massenstromsensor weist ferner ein Sensorträgerelement auf, das zumindest eine elektrische Leitung und zumindest einen elektrischen Kontaktbereich aufweist. Der elektrische Kontaktbereich ist mit der zumindest einen elektrischen Leitung elektrisch gekoppelt. Der Sensorchip ist derart auf dem Sensorträgerelement angeordnet, dass der zumindest eine elektrische Kontakt auf der zweiten Chipseite des Sensorchips mit dem zumindest einen e- lektrischen Kontaktbereich des Sensorträgerelementes elektrisch gekoppelt ist. Dies hat den Vorteil, dass der Massen- stromsensor dadurch besonders robust und zuverlässig ausgebildet ist, um den Massenstrom des Fluidstromes zu ermitteln. Das Fluid kann als ein Gas oder eine Flüssigkeit ausgebildet sein. Das Fluid ist insbesondere Luft, so dass der Massenstromsensor insbesondere in einem Luftmassensensor nutzbar ist. Die elektrische Leitung kann beispielsweise als eine auf dem Sensorträgerelement aufgebrachte Leiterbahn, so z. B. als eine aufgeklebte Leiterbahn, ausgebildet sein. Der Sensorchip ist typischerweise in einem Strömungskanal angeordnet und in diesem dem Fluidstrom aussetzbar. Dabei ist vorzugsweise eine Wandung als Medientrennung vorgesehen, die derart angeordnet ist, dass ein Teil des Massenstromsensors, so z. B. der Sensorchip, dem Strömungskanal zugeordnet ist, während ein ande-
rer Teil des Massenstromsensors von dem Strömungskanal räumlich getrennt ist. Die Wandung kann aufgrund der elektrischen Kopplung des Sensorelementes mit der elektrischen Leitung des Sensorträgerelementes besonders zuverlässig ausgebildet wer- den. Insbesondere kann der Massenstromsensor besonders zuverlässig betrieben werden, da keine freiverlaufenden elektrischen Drähte, so z. B. Bonddrähte, vorhanden sind, die durch die Wandung beschädigt werden könnten. Aufgrund der Anordnung des zumindest einen elektrischen Kontaktes auf der zweiten Chipseite des Sensorchips, ist auch der elektrische Kontakt und der elektrische Kontaktbereich vor Feuchtigkeit und Partikeln, die im Fluidstrom transportiert werden, geschützt.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung des ersten Aspekts um- fasst die elektrische Verbindung eine elektrische Durchkon- taktierung durch den Sensorchip von der ersten Chipseite zu der zweiten Chipseite. Dies ermöglicht eine besonders zuverlässige elektrische Verbindung zwischen dem zumindest einen Sensorelement und dem zumindest einen elektrischen Kontakt. Vorzugsweise ist die zumindest eine elektrische Durchkontak- tierung direkt mit dem zumindest einen elektrischen Kontakt elektrisch gekoppelt. Die elektrische Durchkontaktierung ist vorzugsweise als vertikale elektrische Durchkontaktierung ausgebildet. Der zumindest eine elektrische Kontakt ist bei- spielsweise als Lotpunkt oder als elektrisch leitender Klebepunkt ausgebildet.
Die Erfindung zeichnet sich gemäß einem zweiten Aspekt aus durch einen Massenstromsensor, der zumindest ein Sensorele- ment aufweist, mittels dessen ein Massenstrom eines Fluid- stromes ermittelbar ist. Der Massenstromsensor weist ferner ein Sensorträgerelement auf, das zumindest eine elektrische Leitung aufweist. Darüber hinaus weist der Massenstromsensor einen Sensorchip auf, der eine erste Chipseite und eine zwei- te gegenüberliegende Chipseite aufweist. Der Sensorchip ist mit seiner zweiten Chipseite mit dem Sensorträgerelement gekoppelt. Auf der ersten Chipseite ist das zumindest eine Sen-
sorelement angeordnet. Das zumindest eine Sensorelement ist mittels zumindest einer elektrischen Verbindung mit der zumindest einen elektrischen Leitung des Sensorträgerelementes elektrisch gekoppelt. Vorzugsweise erfolgt die elektrische Kontaktierung der zumindest einen elektrischen Verbindung mit der zumindest einen elektrischen Leitung des Sensorträgerelementes direkt neben einer Verbindungsstelle der zweiten Chipseite des Sensorchips mit dem Sensorträgerelement. Dies hat den Vorteil, dass der Massenstromsensor besonders zuverlässig betreibbar ist.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung des ersten und zweiten Aspekts umfasst die zumindest eine elektrische Verbindung zumindest eine Oberflächenleiterbahn, die entlang einer Ober- fläche des Sensorchips angeordnet ist. Dies hat den Vorteil, dass die elektrische Verbindung besonders einfach ausführbar ist. So kann die zumindest eine Oberflächenleiterbahn beispielsweise als zumindest eine auf die Oberfläche des Sensorchips aufgeklebte Leiterbahn ausgebildet sein. Grundsätzlich ist es auch möglich, dass zumindest eine der zumindest einen elektrischen Verbindung die zumindest eine Oberflächenleiterbahn umfasst und zumindest eine weitere der zumindest einen elektrischen Verbindung die zumindest eine elektrische Durch- kontaktierung umfasst.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des ersten und zweiten Aspekts weist der Massenstromsensor eine Auswerteeinheit auf, die mittels der zumindest einen elektrischen Leitung des Sensorträgerelementes mit dem zumindest einen Sen- sorelement elektrisch gekoppelt ist. Die Auswerteeinheit ist ausgebildet, mittels des zumindest einen Sensorelementes den Massenstrom des Fluidstromes zu ermitteln. Dies hat den Vorteil, dass die Wandung als Medientrennung aufgrund der elektrischen Kopplung des Sensorelementes mit der elektrischen Leitung des Sensorträgerelementes besonders einfach und zuverlässig ausgebildet werden kann. Insbesondere kann die Auswerteeinheit besonders zuverlässig von dem Strömungskanal
räumlich getrennt werden und somit vor Feuchtigkeit und Partikeln in dem Fluidstrom geschützt werden.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des ersten und zweiten Aspekts ist das Sensorträgerelement als Leadframe ausgebildet. Beispielsweise ist das als Leadframe ausgebildete Sensorträgerelement als Blechstanzbauelement ausgebildet und weist bereits eine elektrische Leitfähigkeit auf. Dies hat den Vorteil, dass bereits das Sensorträgerelement als zu- mindest eine elektrische Leitung ausgebildet ist und zur e- lektrischen Kopplung des zumindest einen Sensorelementes mit vorzugsweise der Auswerteeinheit nutzbar ist.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des ersten und zweiten Aspekts ist der erste Sensorchip zumindest als Teil einer Medientrennung ausgebildet. Die Medientrennung ist ausgebildet, die Auswerteeinheit von dem Fluidstrom räumlich zu trennen. Dies ermöglicht eine besonders einfache und kostengünstige Ausführung der Medientrennung.
Die Erfindung zeichnet sich gemäß einem dritten Aspekt aus durch ein Kraftfahrzeug, das zumindest einen Massenstromsen- sor gemäß dem ersten oder zweiten Aspekt aufweist. Vorzugsweise weist das Kraftfahrzeug eine Brennkraftmaschine auf. Dabei ist der zumindest eine Massenstromsensor vorzugsweise in einem Ansaugtrakt der Brennkraftmaschine angeordnet und in diesem insbesondere während eines Betriebs der Brennkraftmaschine einem Luftstrom als Fluidstrom ausgesetzt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im Folgenden anhand der schematischen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine erste Ausführungsform eines Massenstromsensors im Querschnitt,
Figur 2 eine zweite Ausführungsform eines Massenstromsensors im Querschnitt,
Figur 3 ein Massenstromsensor als Teil einer Medientrennung im Querschnitt.
Elemente gleicher Konstruktion oder Funktion sind figurenübergreifend mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
In Figur 1 ist eine erste Ausführungsform eines Massenstrom- sensors LMM im Querschnitt dargestellt. Der Massenstromsensor LMM kann beispielsweise in einem Luftmassensensor in einem
Kraftfahrzeug angeordnet sein. Der Massenstromsensor LMM ist zumindest teilweise in einem Strömungskanal FC angeordnet und in diesem einem Fluidstrom FF, so z. B. einem Luftstrom, aussetzbar. Der Strömungskanal FC ist beispielsweise als Bypass- kanal eines Gehäusekörpers ausgebildet, der mit dem Massenstromsensor LMM beispielsweise Bestandteil einer Massenstrom- sensorvorrichtung ist, z. B. des Luftmassensensors, die vorzugsweise stromabwärts zu einem Luftfilter in einem Ansaugtrakt einer Brennkraftmaschine des Kraftfahrzeugs angeordnet ist.
Eine Strömungsrichtung des Fluidstromes FF in dem Strömungskanal FC ist in Figur 1 senkrecht in die Figurenebene hinein verlaufend.
Der Massenstromsensor LMM weist einen ersten Sensorchip CHPl, so z. B. einen Silizium-Chip, auf, der eine erste und eine zweite Chipseite CHP1_1, CHP1_2 umfasst. Auf der ersten Chipseite CHPl 1 ist ein Sensorelement SU angeordnet, insbesonde- re integriert. Das Sensorelement SU umfasst eine Membran M auf der beispielsweise ein oder mehrere Temperatursensoren TS angeordnet sind. Der erste Sensorchip CHPl ist ausgebildet und vorgesehen, in dem Strömungskanal FC angeordnet zu werden und mit seiner ersten Chipseite CHP1_1 dem Fluidstrom FF aus- gesetzt zu sein. Die zweite Chipseite CHPl 2 ist jedoch dem Fluidstrom abgewandt angeordnet und diesem nicht ausgesetzt. Mittels des Sensorelementes SU ist ein Massenstrom des Fluid-
Stromes FF erfassbar. Der erste Sensorchip CHPl weist ferner eine elektrische Durchkontaktierung V auf, die in der Figur 1 vertikal durch den ersten Sensorchip CHPl von der ersten zu der zweiten Chipseite CHP1_1, CHP1_2 verläuft. Die elektri- sehe Durchkontaktierung V ist beispielsweise als eine Kupfersäule (Copper Pillar Bump) in dem ersten Sensorchip CHPl ausgebildet. Alternativ kann die elektrische Durchkontaktierung V aber auch als Lotkugel (Solder Ball Bump) oder als eine andere einem Fachmann bekannte Ausführung ausgebildet sein. Die elektrische Durchkontaktierung V ist auf der ersten Chipseite CHPl 1 des ersten Sensorchips CHPl mit einem ersten Ende einer ersten elektrischen Leitung CPl elektrisch gekoppelt. Ein zweites Ende der ersten elektrischen Leitung CPl ist mit dem Temperatursensor TS des Sensorelementes SU elektrisch gekop- pelt. Grundsätzlich können auch andere oder zusätzliche Bauelemente auf der Membran M des Sensorelementes SU angeordnet sein und mit weiteren ersten elektrischen Leitungen CPl elektrisch gekoppelt sein. Die zumindest eine erste elektrische Leitung CPl ist beispielsweise als eine integrierte Leiter- bahn auf dem ersten Sensorchip CHPl ausgebildet. Im Bereich der zweiten Chipseite CHPl 2 des ersten Sensorchips CHPl ist die elektrische Durchkontaktierung V mit einem elektrischen Kontakt SP elektrisch gekoppelt. Der elektrische Kontakt SP ist beispielsweise als ein Lotpunkt oder ein elektrisch lei- tender Klebepunkt ausgebildet. Auch andere dem Fachmann bekannte elektrische Kontakte SP sind verwendbar.
Der erste Sensorchip CHPl kann auch mehr als eine elektrische Durchkontaktierung V und mehr als eine erste elektrische Lei- tung CPl aufweisen.
Alternativ oder zusätzlich zu der elektrischen Durchkontaktierung V kann die jeweilige erste elektrische Leitung CPl auch mit ihrem jeweils ersten Ende mit einer Oberflächenlei- terbahn SCP elektrisch gekoppelt sein, die entlang einer
Oberfläche des ersten Sensorchips CHPl angeordnet ist (gepunktet dargestellt in Figur 1) . Grundsätzlich ist es auch
möglich, dass bei mehreren ersten elektrischen Leitungen CPl, zumindest eine der zumindest einen ersten elektrischen Leitung CPl mit zumindest einer Oberflächenleiterbahn SCP elektrisch gekoppelt ist, während zumindest eine andere der zu- mindest einen ersten elektrischen Leitung CPl mit der zumindest einen elektrischen Durchkontaktierung V elektrisch gekoppelt ist.
Die erste elektrische Leitung CPl und die elektrische Durch- kontaktierung V und/oder die Oberflächenleiterbahn SCP können als eine elektrische Verbindung zwischen der ersten Chipseite CHP1_1 und der zweiten Chipseite CHP1_2 des ersten Sensorchips CHPl bezeichnet werden, die das Sensorelement SU mit dem zumindest einen elektrischen Kontakt SP auf der zweiten Chipseite CHPl 2 des ersten Sensorchips CHPl elektrisch koppelt .
Der Massenstromsensor LMM weist ferner ein Sensorträgerelement LF auf, das vorzugsweise als Leadframe ausgebildet ist. Das als Leadframe ausgebildete Sensorträgerelement LF ist beispielsweise als Blechstanzbauelement ausgebildet und weist von sich aus bereits eine elektrische Leitfähigkeit auf. Alternativ kann das Sensorträgerelement LF aber auch als Leiterplatte ausgebildet sein. Das Sensorträgerelement LF weist zumindest eine zweite elektrische Leitung CP2 auf, die im Falle des Leadframes als das Leadframe selbst ausgebildet ist. Ist das Sensorträgerelement LF als Leiterplatte ausgebildet, ist die zumindest eine zweite elektrische Leitung CP2 beispielsweise als eine aufgeklebte Leiterbahn ausgebildet. Das Sensorträgerelement LF weist zumindest einen elektrischen Kontaktbereich CA auf, der mit einem Ende der zumindest einen zweiten elektrischen Leitung CP2 elektrisch gekoppelt ist.
Der erste Sensorchip CHPl ist vorzugsweise mittels eines KIe- bers AD mit seiner zweiten Chipseite CHPl 2 mit dem Sensorträgerelement LF gekoppelt. Der Kleber AD ist vorzugsweise elektrisch nichtleitend ausgebildet. Der erste Sensorchip
CHPl ist derart auf dem Sensorträgerelement LF angeordnet, dass der zumindest eine elektrische Kontakt SP auf der zweiten Chipseite CHPl 2 des ersten Sensorchips CHPl mit dem zumindest einen elektrischen Kontaktbereich CA des Sensorträ- gerelementes LF elektrisch gekoppelt ist, wobei der Kleber AD in diesem Bereich vorzugsweise nicht aufgetragen ist. Die e- lektrische Kopplung kann beispielsweise mittels des Lotpunktes oder mittels des elektrisch leitenden Klebepunktes erfolgen .
Vorzugsweise weist der Massenstromsensor LMM einen zweiten Sensorchip CHP2 auf, der beispielsweise auch als Silizium- Chip ausgebildet ist. Der zweite Sensorchip CHP2 weist eine Auswerteeinheit auf, so z. B. eine integrierte Auswerteein- heit. Die Auswerteeinheit auf dem zweiten Sensorchip CHP2 ist mit einem weiteren Ende der zumindest einen zweiten elektrischen Leitung CP2 des Sensorträgerelementes LF elektrisch gekoppelt und somit mit der Sensoreinheit SU auf dem ersten Sensorchip CHPl . Die Auswerteeinheit des zweiten Sensorchips CHP2 ist ausgebildet, mittels des Sensorelementes SU ein Sensorsignal, das repräsentativ ist für den ermittelten Massenstrom des Fluidstromes FF, zu ermitteln und ausgangsseitig zur Verfügung zu stellen.
Der Massenstromsensor LMM weist den ersten und zweiten Sensorchip CHPl, CHP2 auf und ist somit als Zweichipsensor ausgebildet. Der erste Sensorchip CHPl ist während eines Betriebs der Brennkraftmaschine des Kraftfahrzeugs dem Fluid- strom FF ausgesetzt. Der zweite Sensorchip CHP2 ist vorzugs- weise auch während des Betriebs der Brennkraftmaschine nicht dem Fluidstrom FF ausgesetzt, da mit dem Fluidstrom FF mitgeführte Partikel sowie Feuchtigkeit zu einer Schädigung der Auswerteeinheit auf dem zweiten Sensorchip CHP2 führen könnten .
Der Gehäusekörper der Massenstromsensorvorrichtung weist eine Wandung W auf, die derart zwischen dem ersten und zweiten
Sensorchip CHPl, CHP2 des Massenstromsensors LMM angeordnet ist, dass der zweite Sensorchip CHP2 von dem Strömungskanal FC räumlich getrennt ist. Die Wandung W ist vorzugsweise als Dichtlippe ausgebildet und an einer Kontaktstelle der Dicht- lippe mit dem Sensorträgerelement LF mit diesem verklebt. Die Kontaktstelle ist im Bereich des Sensorträgerelementes LF, in dem die zumindest eine zweite elektrische Leitung CP2 verläuft. Aufgrund der in dem Sensorträgerelement LF integrierten oder auf dem Sensorträgerelement LF aufgebrachten zumin- dest einen zweiten elektrischen Leitung CP2 kann die Wandung W besonders geeignet mit dem Sensorträgerelement LF in Kontakt treten. Die Wandung W stellt eine Medientrennung dar, die ausgebildet ist, den Strömungskanal FC, in dem der erste Sensorchip CHPl angeordnet ist, von dem zweiten Sensorchip CHP2 mit der Auswerteeinheit räumlich zu trennen. Insbesondere durch die Ausbildung der zumindest einen zweiten elektrischen Leitung CP2 des Sensorträgerelementes LF ist die Wandung W besonders einfach ausführbar, da keine freiverlaufende Bonddrähte oder sonstige freiverlaufende elektrische Leiter zwischen dem ersten und zweiten Sensorchip CHPl, CHP2 vorhanden sind. Dies hat ferner den Vorteil, dass die Massenstrom- sensorvorrichtung mit dem Massenstromsensor LMM besonders zuverlässig hergestellt und betrieben werden kann.
In Figur 2 ist eine zweite Ausführungsform des Massenstromsensors LMM im Querschnitt mit dem Sensorträgerelement LF und dem ersten und zweiten Sensorchip CHPl, CHP2 dargestellt. Der erste Sensorchip CHPl ist mit seiner zweiten Chipseite CHP1_2 mit dem Sensorträgerelement LF gekoppelt, so z. B. mittels des Klebers AD. Das Sensorelement SU auf der ersten Chipseite CHPl 1 des ersten Sensorchips CHPl ist mit dem zweiten Ende der zumindest einen ersten elektrischen Leitung CPl elektrisch gekoppelt. Das Sensorelement SU, insbesondere zumindest eine Komponente des Sensorelementes SU, ist mit dem ers- ten Ende der zumindest einen ersten elektrischen Leitung CPl mit der zumindest einen Oberflächenleiterbahn SCP elektrisch gekoppelt. Der zumindest eine elektrische Kontakt SP ist di-
rekt neben einer Verbindungsstelle des ersten Sensorchips CHPl mit dem Sensorträgerelement LF angeordnet. Das Sensorträgerelement LF weist den elektrischen Kontaktbereich CA auf, der im Vergleich zu der Figur 1 nicht unter der zweiten Chipseite CHPl 2 des ersten Sensorchips CHPl angeordnet ist. Auch dadurch kann die Wandung W derart zwischen dem ersten und zweiten Sensorchip CHPl, CHP2 mit dem Sensorträgerelement LF in Kontakt treten, dass eine zuverlässige Medientrennung zwischen dem Fluidstrom FF und der Auswerteeinheit auf dem zweiten Sensorchip CHP2 gewährleistet ist.
In Figur 3 ist der Massenstromsensor LMM mit der Wandung W im Querschnitt dargestellt. Die Wandung W ist nicht in Kontakt mit der zumindest einen zweiten elektrischen Leitung CP2 des Sensorträgerelementes LF oder mit dem Sensorträgerelement LF. Die Wandung W ist vorzugsweise mit einer Seite der Wandung W in Kontakt mit einer Stirnseite FS des ersten Sensorchips CHPl. Die Stirnseite FS ist dem zweiten Sensorchip CHP2 zugewandt. Dadurch bildet der erste Sensorchip CHPl, insbesondere die Stirnseite FS des ersten Sensorchips CHPl, mit der Wandung W die Medientrennung zwischen dem ersten und zweiten Sensorchip CHPl, CHP2. Dies ermöglicht eine besonders kostengünstige und zugleich zuverlässige Ausführung des Massen- stromsensors LMM, da die zumindest eine zweite elektrische Leitung CP2 des Sensorträgerelementes LF nicht in Kontakt ist mit der Wandung W und somit keine Gefahr einer Beschädigung der zumindest einen zweiten elektrischen Leitung CP2 des Sensorträgerelementes LF besteht.