Geteilte Heckklappe für ein Fahrzeug mit Verriegelungselement
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft eine geteilte, insbesondere zweigeteilte, Heckklappe nach den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Stand der Technik
Derartige zweigeteilte Heckklappen sind beispielsweise aus der EP 0 718 134 A1 und der DE 44 00 374 A1 bekannt. Solche Heckklappen bestehen aus einem oberen Teil, der schwenkbar an der Karosserie befestigt ist, und einem unteren Teil, welcher wiederum am unteren Rand des Oberteils schwenkbar gelagert ist. Fahrzeuge mit solchen zweigeteilten Heckklappen weisen eine hohe Beladungs-Variabilität auf. Bei geöffneter großer Klappe können große und sperrige Gegenstände in den Laderaum eingeräumt werden. Wenn nur wenige oder kleine Gegenstände eingeladen werden sollen, kann wahlweise nur das Unterteil der Heckklappe geöffnet werden. Dies hat auch den Vorteil, dass im Fahrzeug sitzende Personen beim Öffnungsvorgang weniger der Außentemperatur ausgesetzt sind. Zudem kann der Laderaum auch in niedrigeren Räumen unproblematisch geöffnet werden.
Aus der DE 2006 013 735 A1 ist ebenfalls eine solche Heckklappe bekannt. Mittels eines Doppelmechanismusses, der an der Karosserie befestigt ist, wird erreicht, dass zum einen eine Verbindung des oberen Teils der Heckklappe mit der Karosserie in einer ersten Öffnungsstellung und zum anderen eine Verbindung des oberen mit dem unteren Teil der Heckklappe in einer zweiten Öffnungsposition vorliegt. Im Speziellen kommt für die erste Öffnungsstellung ein erster Nocken, der an der Karosserie befestigt ist, mit einem Arretierelement, d.h. einem Bolzen am oberen Teil, in Eingriff. Der untere Teil der Heckklappe ist entriegelt und kann ohne den oberen Teil der Heckklappe verschwenkt werden. Zur Einstellung der zweiten Öffnungsstellung wird dieser Nocken aus der Arretierstellung herausgefahren. Über ein Koppelglied, hier in Form einer mitbewegten Einsenkung, in die ein Flachglied eintaucht, wird gleichzeitig ein zweiter Nocken bewegt, der den Schwenkbügel, an
dem der untere Teil der Heckklappe befestigt ist, fixiert. Auf diese Weise wird der untere Teil der Heckklappe mit dem oberen Teil verbunden, so dass eine Öffnungsbewegung der gesamten Heckklappe erfolgen kann.
In Weiterbildung hierzu schlägt die WO 2007/062635 eine Verriegelungseinheit für eine zweigeteilte Heckklappe vor, mit der gewährleistet wird, dass die Entkopplung des unteren Teils vom oberen Teil der Heckklappe erst dann aufgehoben wird, wenn bereits eine Arretierung des oberen Teils der Heckklappe an der Karosserie in einer Zwischenstellung stattgefunden hat. Auf diese Weise wird eine gleichzeitige Freigabe des oberen Teils der Heckklappe von dem unteren Teil der Klappe und der Karosserie verhindert. Erreicht wird dies mittels eines Mitnehmers bzw. Hebels, der mit dem Verriegelungselement verbunden ist. Dieser wird von einer Betätigungseinrichtung ergriffen, in einer Zwischenstellung arretiert und dann verdreht, wobei das Verriegelungselement erst mit der Drehbewegung geöffnet wird.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine geteilte, insbesondere zweigeteilte, Heckklappe mit Verriegelungseinrichtungen für eine erste und zweite Öffnungsstellung bereitzustellen, die wirksam und effektiv bei geringem Bauteilaufwand arbeiten.
Darstellung der Erfindung
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen offenbart.
Gemäß dem Grundgedanken der Erfindung umfasst mindestens eine der Verriegelungseinrichtungen ein Verriegelungselement, das zwischen einer ersten und zweiten Endstellung bewegbar ist und in mindestens einer der Endstellungen eine Verriegelung bewirkt, wobei das Verriegelungselement eine Verzahnungsfläche aufweist.
Nach einer ersten Ausführungsform ist das Verriegelungselement Teil eines formschlüssigen Getriebes, wobei es in Wirkverbindung mit einem von einer
Betätigungseinrichtung, insbesondere einem Elektro-Motor, bewegbaren Ritzel oder Zahnrad kommt.
Nach einer weiteren Variante der Erfindung wird die Bewegung des Motors über eine Kulissenscheibe übertragen, die wiederum einen Läufer bewegt. Hierbei wird über eine Verzahnungsfläche eine Arretierung des Verriegelungselementes bewirkt (vgl. Anspruch 15). Aufgrund des mechanischen Eingriffs von Verzahnungen wird eine sichere und dennoch gut verstellbare Arretierung des Verriegelungselementes erreicht.
Vorzugsweise wird das Verriegelungselement von einer ersten Endstellung, in der mittels der ersten Verriegelungseinrichtung der obere Teil der Heckklappe mit der Karosserie verbunden ist, um die erste Öffnungsstellung, d.h. die Klappung des unteren Teils der Klappe, zu ermöglichen, in eine zweite Endstellung bewegt, in der die zweite Verriegelungseinrichtung den oberen und unteren Teil der großen Heckklappe verbindet, während die erste Verriegelungseinrichtung geöffnet ist. Die beiden Verriegelungseinrichtungen sind hierbei zu einer Einheit zusammengefasst und im Sinne der DE 10 2006 013 735 A1 als Doppelmechanismuss ausgebildet. Die Erfindung schlägt hierzu vor, dass den Verriegelungseinrichtungen das Verriegelungselement als gemeinsames Element zugeordnet ist, das in seiner jeweiligen Endstellung eine Verriegelung bewirkt, während die jeweils andere Verriegelungseinrichtung geöffnet wird. Diese Variante erlaubt eine Verriegelung mit einer geringen Anzahl an Bauteilen.
Nach einer weiteren Variante ist sowohl am oberen als auch unteren Teil der Heckklappe für jede Verriegelungseinrichtung eine separate Betätigungseinrichtung vorgesehen. Dies hat den Vorteil, dass die Verriegelungseinrichtungen unabhängig voneinander arbeiten können. Es besteht die Option, jede mögliche Öffnungsstellung der Laderaumklappe bei jeder Öffnungsstellung der großen Klappe zu realisieren.
Zudem soll nach einer weiteren Ausführungsform die Erfindung einschließen, dass eine Verriegelung der Heckklappe im geschlossenen Zustand, zum Beispiel während der Fahrt, gewährleistet ist. Dies wird dadurch realisiert, dass beide Verriegelungseinrichtungen zur gleichen Zeit verriegelt sind.
Übersicht der Abbildungen der Zeichnung
Weitere bevorzugte Ausführungsformen und Details sind aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Figurenbeschreibung entnehmbar.
Hierbei zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Schwenkbügels für einen unteren Teil einer
Heckklappe (nicht gezeigt) und eines Rahmens eines oberen Teils einer Heckklappe (nicht gezeigt) nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung mit einem formschlüssigen Verriegelungselement; Fig. 2 die Schnittansicht A-A der ersten Ausführungsform;
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform der Erfindung mit einem kulissenartigen
Verriegelungselement; Fig. 4 eine dritte Ausführungsform der Erfindung mit einem ankerartigen
Verriegelungselement, Fig. 5 eine vierte Ausführungsform der Erfindung mit einem nockenartigen
Verriegelungselement; Fig. 6 eine fünfte Ausführungsform der Erfindung mit einem zweigeteilten
Verriegelungselement; Fig. 7 eine sechste Ausführungsform der Erfindung mit einer
Verzahnungsarretierung;
Fig. 8 als Detailansicht die Ansicht P auf die Fig. 7;
Fig. 9 eine siebte Ausführungsform der Erfindung mit separaten
Betätigungseinrichtungen;
Fig. 10 die Heckklappe gemäß siebter Ausführungsform in geöffneter Stellung;
Fig. 11 die Heckklappe gemäß siebter Ausführungsform in geöffneter
Laderaum-Stellung; Fig. 12 das Heck eines Fahrzeugs mit geschlossener erfindungsgemäßer
Heckklappe; Fig. 13 das Heck des Fahrzeugs mit geöffnetem unteren Teil der Heckklappe, d.h. der Kofferraumklappe, (erste Öffnungsstellung); Fig. 14 das Heck des Fahrzeugs mit geöffnetem unteren und oberen Teil der
Heckklappe, d.h. der gesamten Heckklappe, (zweite Öffnungsstellung).
Ausführungsbeispiele
Vorausgeschickt wird die Beschreibung einer aligemeinen Funktionsweise einer geteilten Heckklappe, wie sie als solche bekannt ist (Fig. 12-14).
Die gesamte Heckklappe 48 umfasst einen ersten, oberen Teil 49, der an einer Achse 50 an der Karosserie 14 über eine erste Aufhängung 51 schwenkbar angeordnet ist, und einen zweiten, unteren Teil 2, der an einer zweiten Achse 52 mittels einer zweiten Aufhängung 53 schwenkbar befestigt ist. Zwischen der Karosserie 14 und dem oberen Teil 49 ist ein Paar erster Gasstreben 54 und zwischen dem oberen 49 und unteren Teil 2 ein Paar zweiter Gasstreben 55 angeordnet. Der obere Heckklappenteil weist eine Verglasung 56 auf.
Die Heckklappe 48 kann in eine erste (Fig. 13) und in eine zweite Öffnungsstellung (Fig. 14) geschwenkt werden. Für die erste Öffnungsstellung wird das obere Teil 49 mittels einer ersten Verriegelungseinrichtung 15 an der Karosserie 14 befestigt, während der untere Teil 2 der Klappe oder die Kofferraumklappe mittels eines Schwenkbügels 1 , der die Aufhängung 53 bildet, verschwenkbar ist. Durch Drücken der Betätigung 57 an einer Tasterleiste oberhalb des Kennzeichens (vgl. Detailfig. zur Fig. 12) wird der untere Teil 2 der Heckklappe bzw. ein unteres Schloss 58 von einem Bügel 59 an einer Schwelle des Laderaums gelöst, so dass dieser Teil 2 der Klappe verschwenken kann. Soll die gesamte Heckklappe 48 verschwenken, wird über Betätigung einer zweiten Taste 60 eine zweite Verriegelungseinrichtung 8 aktiviert, während die Verriegelung zwischen dem oberen Teil 49 der Klappe und der Karosserie 14 aufgehoben wird.
Eine erste Ausführungsform der Erfindung wird anhand der Fig. 1 beschrieben.
Ein Schwenkbügel 1 mit dem daran angebrachten zweiten Teil 2 der Heckklappe (nicht gezeigt) ist schwenkbar innerhalb eines Rahmens 3 des Oberteils, nachfolgend auch als Konsole bezeichnet, angeordnet. An der Konsole ist unterhalb des Schwenkbügels verschiebbar ein Verriegelungselement 4 angeordnet. Dieses weist randseitig eine Verzahnungsfläche 5 auf. An der Konsole ist ebenfalls eine
Betätigungseinrichtung 6, hier in Form eines E-Motors, angeordnet. Der Motor bewegt ein Zahnrad 7 bzw. Ritzel (siehe Pfeil P), welches entlang der Verzahnungsfläche 5 des Verriegelungselementes 4 abläuft. Die Fig. 2 zeigt den Schnitt A-A der Fig. 1 , hier die zweite Verriegelungseinrichtung 8. Die Verzahnungsfläche 5 verläuft parallel zur Längsachse des Verriegelungselementes 4, das somit geradlinig verfahren wird. Das Verriegelungselement 4 weist eine Nut 9 auf, die mit einer Arretierung 10 am Schwenkbügel 1 , insbesondere einem Zapfen 11 , in Eingriff kommt. Ferner ist die hier dem Ritzel 7 abgewandte Seite des Verriegelungselementes 4 mit einem Ende 12 mit konisch zulaufenden Schrägen versehen. Eine Aussparung 13 in der Karosserie 14 weist eine komplementäre Form auf.
Die Bewegung des E-Motors wird über das Ritzel 7 bzw. das Zahnrad auf das Verriegelungselement 4 übertragen, welches in der Konsole 3 geführt wird. Nach Fig. 2 ist das Verriegelungselement 4 in Eingriff mit dem Zapfen 11 des Schwenkbügels 1 in seiner zweiten Endlage. Hierdurch wird eine Kopplung der Konsole 3 mit dem Schwenkbügel 1 erreicht; die zweite Verriegelungseinrichtung 8 ist aktiv. Durch Bewegung des Ritzels 7 wird das Verriegelungselement 4 in Richtung Karosserie 14 in eine erste Endlage verfahren und kommt in dieser in Formschluss mit der Karosserie 14. Auf diese Weise wird die Konsole 3 an der Karosserie 13 fixiert (erste Verriegelungseinrichtung 15). Gleichzeitig wird der Zapfen 11 des Schwenkbügels 1 aus der Nut 9 des Verriegelungselementes 4 gelöst. Der Schwenkbügel 1 kann durch die entsprechende Form der Nut 9, die in einem rechten Winkel verläuft, in eine Richtung ausschwenken.
Bei dieser ersten Ausführungsform wird das Verriegelungselement im Wesentlichen linear verfahren. Von diesem Prinzip macht auch die zweite Ausführungsform mit einer Kulisse gemäß Fig. 3 Gebrauch.
Das Verriegelungselement 104 ist ebenfalls eine Verriegelungsplatte bzw. eine Verriegelungskulisse. Diese weist eine innere Aussparung 116 bzw. einen Schlitz mit einer einseitig angebrachten Verzahnungsfläche 105 auf. Ein Zahnrad 107 einer Betätigungseinrichtung 106 bzw. ein Ritzel eines E-Motors bewirkt eine Bewegung des Verriegelungselementes 104 über diese Verzahnungsfläche 105. Unterstützt
wird die Bewegung durch zwei Fixierungs-Zahnräder 117, 118, die an der Konsole 103 angebracht sind. Die Verriegelungsplatte weist des Weiteren zwei Nuten 119, 120 oder Ausnehmungen auf, die entsprechende Zapfen 121 , 111 umgreifen können. Gezeigt ist die erste Endstellung bzw. die erste Verriegelungseinrichtung 115, d.h. das Verriegelungselement 104 ist so weit nach unten verfahren, dass es mit seiner ersten Nut 119 mit dem karosseriefesten Zapfen 121 in Eingriff kommt. Der Schwenkbügel 101 ist frei. Zum Erreichen der zweiten Endstellung wird das Zahnrad 107 bewegt und das Verriegelungselement 104 nach links oben bewegt. Es kommt mit seiner zweiten Nut 120 mit dem Zapfen 111 am Schwenkbügel in Eingriff, während sich die Verriegelung zur Karosserie 114 löst. Die zweite Verriegelungseinrichtung 108 wird damit über eine Verriegelung zwischen Schwenkbügel 101 und Konsole 103 gebildet. Die Heckklappe ist als Ganzes verschwenkbar.
Nach weiteren Ausführungsformen wird das Verriegelungselement 204, 304 (vgl. Fig. 5) zwischen einer ersten und zweiten Endstellung verschwenkt. Gemäß der Variante nach Fig. 4 weist es hierzu eine Verzahnungsfläche 205 auf, die einen konvexen Kurvenverlauf beschreibt. Das Verriegelungselement 204 hat im wesentlich die Form von zwei zusammenhängenden Ankern. Über einen mittleren Steg 222 sind zwei Füße 223, 224 schwenkbar an der Konsole 203 angeordnet. Randseitig ist ein Fuß 223 mit der Verzahnungsfläche 205 versehen. Die oberen Bereiche 225-228 der Ankerfüße sind so ausgebildet, dass sie mit Arretierungen 210, insbesondere Zapfen 221 , 211 , die an der Karosserie 214 oder am Schwenkbügel 201 angeordnet sind, in Eingriff kommen.
Am Rahmen 203 bzw. an der Konsole ist eine Betätigungseinrichtung 206, hier ein E-Motor, angebracht. Der E-Motor dreht über das Ritzel 207 das ankerförmige Verriegelungselement 204 von einer ersten in eine zweite Endstellung. Fig. 4 zeigt das Verriegelungselement 204 in der zweiten Verriegelungsstellung, d.h. die zweite Verriegelungseinrichtung 208 ist aktiv. Mit dem rechten Fuß 224 umfasst das Verriegelungselement 204 einen am Schwenkbügel angeordneten Zapfen 211. Ein weiterer Zapfen 229, der an der Konsole 203 befestigt ist, dient als Endanschlag für das Verriegelungselement 204. Für die erste Endposition wird das Verriegelungselement 204 nach rechts gedreht. Der rechte Fuß kommt nun mit dem
karosseriefesten Zapfen 221 in Eingriff, während ein zweiter Zapfen 230 an der Konsole 203 ebenfalls als Anschlagpunkt wirkt. Hierdurch wird die erste Verriegelungseinrichtung 215 gebildet, indem die Konsole 203 gegenüber der Karosserie 214 verspannt wird. Gleichzeitig wird die zweite Verriegelung zum Schwenkbügel 201 gelöst.
Nach der vierten Ausführungsform gemäß Fig. 5 ist das Verriegelungselement 304 durch einen Nocken gebildet. Dieser ist schwenkbar an der Konsole 303 gelagert und weist an seiner einem E-Motor (306) zugewandten Seite eine kurvenförmige Verzahnungsfläche 305 auf. Links und rechts sind entsprechende Arme 331 , 332 bzw. Nuten ausgebildet, die mit Zapfen 311 , 321 in Eingriff kommen. Ein Zahnrad 307 bzw. Ritzel des E-Motors lässt den Nocken verschwenken. In der gezeigten Stellung ist dieser mit dem Zapfen 311 am Schwenkbügel 301 in Eingriff (zweite Verriegelungseinrichtung 308). Zur Verriegelung der ersten Einrichtung 315 wird der Nocken nach links gedreht. Der zweite Arm 332 umgreift jetzt den karosseriefesten Zapfen 321 , während sich der erste Arm 331 löst. Es liegt nun eine Kopplung zwischen Karosserie 314 und Konsole 303 vor.
Auch die fünfte Ausführungsform der Fig. 6 verfolgt das Prinzip einer kurvenförmigen Verzahnungsfläche. Hier ist allerdings das Verriegelungselement 404 nicht an der Konsole 403 befestigt, sondern zum einen an der Karosserie 414 und zum anderen am Schwenkbügel 401. Im Einzelnen umfasst das Verriegelungselement 404 zwei Teile 433, 434, nämlich zwei in etwa dreieckige Verriegelungsplatten, die an der von ihrer Fixierung wegweisenden Seite eine konvex verlaufende Verzahnungsfläche 405a und b aufweisen. Diese Verzahnungsflächen 405 a und b laufen aneinander ab. Jeder Teil 433, 434 des Verriegelungselementes 404 weist einen Zapfen 435, 436 auf, der in eine entsprechende Kontur der Konsole 403 eingreift. Die Konsole 403 weist hierzu endseitig eine erste, nach innen und unten, verlaufende Nut 437 auf sowie eine zweite, nach oben und innen, verlaufenden Nut 438 auf.
Gezeigt ist die erste Endstellung bzw. die Stellung der ersten Verriegelungseinrichtung 415. Der erste Teil 433 bzw. das erste Segment ist so gedreht, dass es mit seinem Zapfen 435 in die entsprechende Nut 437 in der Konsole 403 in Eingriff kommt. Der Schwenkbügel 401 ist frei beweglich. Die
Betätigungseinrichtung 406 bzw. der E-Motor dreht nun das erste Teil 433 bzw. das erste Segment hier um etwa 20° nach links. Hierdurch wird das zweite Segment nach rechts verschwenkt. Der Zapfen 435 des ersten Segments löst sich aus der Konsole, während der Zapfen 436 des zweiten Segmentes (434) mit der Konsole in Eingriff kommt. Auf diese Weise wird die zweite Verriegelungseinrichtung 408 aktiviert, d.h. der Schwenkbügel 401 ist über das zweite Segment mit der Konsole 403 verspannt.
Das erfinderische Prinzip einer Arretierung mittels einer Verzahnungsfläche zeigt Fig. 7. Das Verriegelungselement 504 ist eine Verriegelungsplatte bzw. ein Läufer, der randseitig eine Verzahnungsfläche 505 aufweist. Mit dieser kommt ein an der Konsole 503 befestigter Finger 539 mit einem Verzahnungskopf 540 in Eingriff. Die Verriegelungsplatte weist eine innere Öffnung 541 auf, die entlang einer konsolenfesten Führungsschiene 542 bewegbar ist. Auf der anderen Seite weist das Verriegelungselement 504 einen Zapfen 543 auf, der mit einer karosserieseitig fest angeordneten Kulissenscheibe 544 in Eingriff steht.
Die Betätigungseinrichtung 506 bzw. insbesondere ein E-Motor (nicht gezeigt, durch den Pfeil a angedeutet) ist an der Karosserie 514 angeordnet. Bei der Betätigungseinrichtung kann es sich ebenso um einen anderen Antrieb handeln, wie einen mechanischen oder pneumatischen Antrieb. Die Kulissenscheibe 544 bzw. der Nocken wird gedreht. Diese Bewegung wird auf das Verriegelungselement 504 bzw. den Läufer übertragen.
Fig. 7 zeigt die erste Endstellung bzw. erste arretierte Verriegelungseinrichtung 515. Der Zapfen 543 des Läufers ist am Ende der Kulissenscheibe 544 bzw. einer Nut 545 des Nockens eingeschlossen, siehe hierzu auch die Detailzeichnung der Fig. 8. Hierdurch wird die Verbindung zur Karosserie 514 bewerkstelligt. Des Weiteren ist der Läufer über seine Verzahnungsfläche 505 über den Finger 539 an der Konsole 503 arretiert. Der Schwenkbügel 501 selbst ist gelöst, so dass die Kofferraumklappe allein geöffnet werden kann.
Um nunmehr die gesamte Klappe zu öffnen, muss die zweite Verriegelung (508) aktiviert werden. Hierzu wird die Kulissenscheibe 544 bzw. der Nocken mittels des E- Motors um etwa 180° gedreht. Der offene Nuteingang dreht sich nach oben und
verschiebt über seine Bewegungskontur den Zapfen 543 und somit den Läufer entlang der Führungsschiene 542 nach oben. Eine Nut 546, die im Läufer an der der Verzahnungsfläche 505 abgewandten Seite angeordnet ist, kommt durch diese Bewegung mit einer Arretierung 510, d.h. einem Zapfen 511 am Schwenkbügel 501 , in Eingriff. Zudem ist ein weiterer Zapfen 547 an der Konsole 503 zur besseren Fixierung vorgesehen. Während der Bewegung wird der Verzahnungsfuß 540 entlang der Verrastung 505 bewegt und arretiert dann den Läufer wieder in seiner Endstellung. Die zweite Verriegelungseinrichtung 508 wird damit durch eine Verrastung des Läufers (504) an der Konsole 503 und eine Zapfenarretierung zwischen Läufer und Schwenkbügel gebildet.
Bei allen gezeigten Ausführungsformen ist das Verriegelungselement sowohl Bestandteil der ersten und zweiten Verriegelungseinrichtung, was sich vorteilhaft auf die Funktionsweise und Bauteilanzahl auswirkt.
Von der Erfindung ist ebenfalls eingeschlossen, dass die beiden Verriegelungseinrichtungen 608, 615 jeweils ein separates Verriegelungselement 604a, b mit einer Verzahnungsfläche 605a, b aufweisen.
Mittels der Fig. 9-11 ist diese Ausführungsform dargestellt. Fig. 9 zeigt die Stellung der Heckklappe 48 in geschlossener Position, zum Beispiel bei einer Fahrt des Fahrzeugs, wobei sowohl der untere 602 als auch der obere Teil 49 der Heckklappe geschlossen sind. Zwischen der Karosserie 614 und dem oberen Teil 49 der Hecklappe ist die erste Verriegelungseinrichtung 615 vorgesehen; zwischen dem unteren Teil 602 der Heckklappe und dem oberen Teil 49 ist die zweite Verriegelungseinrichtung 608 vorgesehen.
Die erste Verriegelungseinrichtung 615 umfasst ein Ritzel 607a, welches durch eine erste Betätigungseinrichtung 606a an der Karosserie 614 bewegt wird. Dieses Ritzel 607a greift in ein - hier insbesondere am Türband der oberen Klappe 49 angeordnetes - Verriegelungselement 604a in Form eines Zahnrades ein. Die zweite Verriegelungseinrichtung 608 umfasst ein Ritzel 607b, welche durch eine zweite Betätigungseinrichtung 606b am oberen Teil 49 der Klappe bewegt wird, und als Verriegelungselement 604b ein Zahnrad am unteren Teil der Klappe. Über die
beiden Getriebe ist wahlweise jede Öffnungsstellung der beiden Klappen 49, 602 zueinander möglich. Fig. 10 zeigt hierbei die Öffnungsstellung der gesamten Klappe 48. Hierbei ist die Betätigungseinrichtung 606a der ersten Verriegelungseinrichtung 615 so aktiviert, dass es zu der zweiten Öffnungsstellung der Klappe kommt. Fig. 11 zeigt die erste Öffnungsstellung der Klappe, d.h. nur die Laderaumklappe ist geöffnet. Während sich die erste Verriegelungseinrichtung 615 in ihrer Ausgangsstellung befindet und somit entriegelt ist, ist die zweite Verriegelungseinrichtung 608 gelöst bzw. geöffnet.
Es ist vorteilhaft, wenn beide Verriegelungseinrichtungen während der Fahrt des Fahrzeugs verriegelt sind. Dies wird nach der Variante mit einem gemeinsamen Verriegelungselement dadurch realisiert, dass dieses in eine Zwischenstellung verfahren wird und beide Einrichtungen aktiviert. Bei zwei separaten Verriegelungseinrichtungen werden diese jeweils in die Verriegelungsstellung bewegt.
Bezugszeichenliste , 101 , 201 , 301 , 401 , 501 Schwenkbügel , 602 unterer, zweiter, Teil der Heckklappe, 103, 203, 303, 403, 503 Rahmen bzw. Konsole des oberen, ersten,
Teils der Heckklappe , 104, 204, 304, 404, 504, 604a,b Verriegelungselement , 105, 205, 305, 405a, b, 505, 605a, b Verzahnungsfläche , 106, 206, 306, 406, 506, 606a,b Betätigungseinrichtung , 107, 207, 307, 607a,b Zahnrad oder Ritzel , 108, 208, 308, 408, 508, 608 zweite Verriegelungseinrichtung Nut 0, 510 Arretierung 1 , 111 , 211 , 311 , 511 Zapfen am Schwenkbügel 2 abgeschrägtes Ende des
Verriegelungselementes 3 Aussparung , 114, 214, 314, 414, 514, 614 Karosserie 5, 115, 215, 315, 415, 515, 615 erste Verriegelungseinrichtung 16 innere Aussparung der
Kulissen-Verriegelungsplatte 17 Fixierungs-Zahnrad 18 Fixierungs-Zahnrad 19 erste Nut 0 zweite Nut 1 , 221 , 321 karosseriefester Zapfen 2 Steg des ankerförmigen
Verriegelungselementes 3 Ankerfuß 4 Ankerfuß 5-228 Bereiche des ankerförmigen
Verriegelungselementes
229 Zapfen an Konsole
230 Zapfen an Konsole
331 erster Arm des Verriegelungselementes in Form eines Nockens
332 zweiter Arm des Verriegelungselementes in
Form eines Nockens
433 erster Teil bzw. erstes Segment des
Verriegelungselementes
434 zweiter Teil bzw. zweites Segment des
Verriegelungselementes
435 Zapfen an Verriegelungselement
436 Zapfen an Verriegelungselement
437 erste Nut in Konsole
438 zweite Nut in Konsole
539 Finger
540 Verzahnungskopf
541 Öffnung
542 Führungsschiene
543 Zapfen
544 Kulissenscheibe
545 Nut
546 Nut
547 Zapfen
48 Hecklappe
49 oberer, erster, Teil der Heckklappe
50 Achse der ersten Aufhängung
51 erste Aufhängung
52 Achse der zweiten Aufhängung
53 zweite Aufhängung
54 Paar erster Gasstreben
55 Paar zweiter Gasstreben
56 Verglasung
57 Betätigung
58 Schloss
59 Bügel
60 zweite Taste