Niedervoltversorgung in Betriebsgeräten für Leuchtmittel
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der sogenannten Niedervolt-Versorgung insbesondere für Betriebsgeräte für Leuchtmittel, wie beispielsweise elektronische Vorschaltgeräte für Gasentladungslampen wie auch Treiber für LED-Module (LEDs, OLEDs) .
Die Niedervoltversorgung ist eine Schaltungsanordnung, mittels der in dem Betriebsgerät eine DC-
Spannungsversorgung in einem Spannungsbereich erzeugt werden kann, wie er für die Versorgungsspannung von
(aktiven) elektronischen Bauteilen (integrierten
Schaltungen, Mikrocontrollern, ASICs etc.) typisch ist.
Typischerweise liegen diese DC-Versorgungsspannungen in einem Bereich von unter 15 Volt DC. Grundsätzlich ist es aus dem Stand der Technik im Bereich von Betriebsgeräten für Leuchtmittel bekannt, dass für eine Startphase des Betriebsgeräts unmittelbar nach dem Einschalten der Netzspannungsversorgung eine erste Anlauf- Niedervoltversorgung vorhanden ist. Typischerweise ist diese Niedervolt-Spannungsversorgung für die Startphase ein sogenannter Anlaufwiderstand, also ein Ohmscher Widerstand, der mit Netzspannung versorgt ist. Die an diesem Anlaufwiderstand anfallende Spannung kann gleichgerichtet werden und beispielsweise einen Kondensator laden, dessen Ladespannung dann in einer
Anfangsphase die notwendige Versorgungsspannung für eine Steuerschaltung des Betriebsgeräts liefert.
In einer zweiten Phase, wenn also die Steuerschaltung mittels des Anlaufwiderstands hochgefahren ist, steuert die Steuerschaltung den Betrieb des Betriebsgeräts. Für diese Phase, also bei aktiver Steuerschaltung, wird üblicherweise dann die Niedervoltversorgung ausgehend von getakteten Schaltungsgruppen des Betriebsgeräts gewonnen. Diese getakteten Schaltungsgruppen können beispielsweise sein eine Vollbrückenschaltung oder eine Halbbrückenschaltung zur Versorgung von Gasentladungslampen mit HF-Spannung, eine aktive PFC- Schaltung in Form eines Hochsetzstellers, eine getaktete Heizschaltung für Wendeln von Gasentladungslampen etc. An diesen getakteten Bauteilgruppen kann beispielsweise durch eine kapazitive Auskopplung die zum Normalbetrieb der Steuereinheit notwendige Niedervoltversorgung gewonnen werden.
Ein Nachteil bei diesem bekannten zweistufigen Aufbau der Niedervoltspannungsversorgung ist es natürlich, dass der Anlaufwiderstand auch bei operativer Steuerschaltung im Normalbetrieb weiterhin mit Netzspannung versorgt wird und somit an diesem Anlaufwiderstand eine Verlustleistung im Normalbetrieb des Betriebsgeräts abfällt.
Ein Beispiel zur Minimierung der Standby-Leistung (die eine Verlustleistung darstellt) in einem Betriebsgerät für Leuchtmittel ist aus der EP 1 374 366 Bl genannt, wobei auch in diesem Fall für die erste Phase die Niedervoltversorgung durch einen ohmschen Widerstand
(siehe Figur 2 der EP 1 374 366 Bl) gewonnen wird. Bei der EP 1 374 366 Bl dient dann eine Zenerdiode D5 und ein Kondensator C12 als Niedervoltspannungsversorgung für die integrierten Schaltungen, wobei diese Kondensator/Diodenverschaltung vom Mittenpunkt einer Halbbrückenschaltung abgezweigt ist.
Die Erfindung hat sich nunmehr zur Aufgabe gemacht, die Niedervoltversorgung für integrierte Schaltungen in Betriebsgeräten für Leuchtmittel energetisch effizienter auszugestalten.
Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche. Die abhängigen Ansprüche bilden den zentralen Gedanken der Erfindung in besonders vorteilhafter Weise weiter.
Gemäss einem ersten Aspekt der Erfindung ist vorgesehen eine Niedervolt-Versorgungsschaltung für ein Betriebsgerät für Leuchtmittel, insbesondere ein Vorschaltgerät für
Gasentladungslampen, bei dem ein oder mehrere Leuchtmittel als Last einer getakteten Baugruppe wie bspw. einer Halbbrückenschaltung oder Vollbrückenschaltung schaltbar sind, wobei: - die Versorgungsschaltung einen mit Netzspannung versorgten Anlaufwiderstand und/oder eine ausgehend von der getakteten Baugruppe versorgten Ladeschaltung aufweist, die ein Energiespeicherelement auflädt/aufladen, dessen Ladespannung die Niedervoltversorgung darstellt, - der Anlaufwiderstand und/oder die Ladeschaltung mittels eines Schalters abtrennbar ist, wenn die Ladespannung des
Energiespeicherelements auf eine Abschaltschwelle angestiegen ist, und
- bei der der Anlaufwiderstand wieder mittels des Schalters zuschaltbar ist, wenn die Ladespannung des Energiespeicherelements auf eine Einschaltschwelle abgesunken ist, wobei die Einschaltschwelle niedriger gewählt ist als die Abschaltschwelle.
Gemäss einem weiteren Aspekt der Erfindung ist vorgesehen eine Niedervolt-Versorgungsschaltung für ein Betriebsgerät für Leuchtmittel, insbesondere ein Vorschaltgerät für Gasentladungslampen oder LEDs, bei dem ein oder mehrere Leuchtmittel als Last einer getakteten Baugruppe schaltbar sind, wobei: - die Versorgungsschaltung einen Anlaufwiderstand aufweist, der mit Netzspannung versorgbar ist und ein Energiespeicherelement auflädt, dessen Ladespannung die Niedervoltversorgung darstellt,
- der Anlaufwiderstand mittels eines Schalters abtrennbar ist, wenn die Ladespannung des Energiespeicherelements auf eine Abschaltschwelle angestiegen ist.
Der Anlaufwiderstand kann wieder mittels des Schalters zuschaltbar sein, wenn die Ladespannung des Energiespeicherelements auf eine Einschaltschwelle abgesunken ist, wobei die Einschaltschwelle niedriger gewählt ist als die Abschaltschwelle.
Der Schalter kann ein Transistor sein.
Die Ladespannung des Energiespeicherelements kann einem Komparator mit Hysterese zugeführt werden, wobei der
Schalter ausgehend von dem Ausgangssignal des Komparators betätigt ist.
Mittels des Ausgangssignals des Komparators kann selektiv eine Last oder Stromquelle schaltbar sein, mittels der wiederum selektiv ein Strom von dem Steuereingang des Schalters abziehbar ist.
Die Schaltung kann als integrierte Schaltung ausgeführt sein.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung bezieht sich auf ein Betriebsgerät für Leuchtmittel, insbesondere ein Vorschaltgerät für Gasentladungslampen, bei dem eine oder mehrere Gasentladungslampen als Last einer getakteten Baugruppe schaltbar sind, aufweisend eine Schaltung wie oben ausgeführt.
Die Erfindung bezeiht sich auch auf ein Verfahren zur Bereitstellung einer Niedervolt-Versorgungsschaltung in einem Betriebsgerät für Leuchtmittel, insbesondere ein Vorschaltgerät für Gasentladungslampen, bei dem ein oder mehrere Leuchtmittel als Last einer getakteten Baugruppe schaltbar sind, wobei: - ein Anlaufwiderstand mit Netzspannung versorgt wird und ein Energiespeicherelement auflädt, dessen Ladespannung als Niedervoltversorgung des Betriebsgeräts dient, und - der Anlaufwiderstand mittels eines Schalters abgetrennt wird, wenn die Ladespannung des Energiespeicherelements auf eine Abschaltschwelle angestiegen ist.
Ein noch weitere Aspekt der Erfindung betrifft eine Niedervolt-Versorgungsschaltung für ein Betriebsgerät für Leuchtmittel, insbesondere ein Vorschaltgerät für Gasentladungslampen, bei dem ein oder mehrere Leuchtmittel als Last einer getakteten Baugruppe schaltbar sind, wobei: - die Versorgungsschaltung mit der getakteten Baugruppe ist und eine Gleichrichterschaltung aufweist, dessen Ausgang ein Energiespeicherelement auflädt, dessen Ladespannung die Niedervoltversorgung darstellt, und - die Versorgungsschaltung mittels eines Schalters abtrennbar ist, wenn die Ladespannung des Energiespeicherelements auf eine Abschaltschwelle angestiegen ist.
Vorzugsweise sind dabei die Schaltvorgänge des Schalters mit den Schaltvorgängen der getakteten Baugruppe synchronisiert .
Ein Aspekt der Erfindung, der zusammen mit der Abschaltbarkeit der Niedervolt-Versorgungsschaltung, aber insbesondere auch unabhängig davon verwendet werden kann, besteht darin, dass die Versorgungsschaltung mit der getakteten Baugruppe induktiv, vorzugsweise transformatorisch gekoppelt sein kann und eine Zweiweg- Gleichrichterbrücke (D) aufweist, deren Ausgang das Energiespeicherelement auflädt.
Schliesslich schlägt die Erfindung auch vor ein Verfahren zur Erzeugung einer Niedervolt-Versorgungsschaltung für ein Betriebsgerät für Leuchtmittel, insbesondere ein
Vorschaltgerät für Gasentladungslampen, bei dem ein oder
mehrere Leuchtmittel als Last einer getakteten Baugruppe schaltbar sind, wobei:
- die Versorgungsschaltung mit der getakteten Baugruppe gekoppelt ist und eine Gleichrichterschaltung aufweist, dessen Ausgang ein Energiespeicherelement auflädt, dessen Ladespannung die Niedervoltversorgung darstellt, und
- die Versorgungsschaltung mittels eines Schalters abgetrennt wird, wenn die Ladespannung des Energiespeicherelements auf eine Abschaltschwelle angestiegen ist.
Weiter Merkmale, Vorteil und Eigenschaften der Erfindung sollen nunmehr unter Bezugnahme auf die Figuren der begleitenden Zeichnungen erläutert werden.
Figur 1 zeigt dabei eine erfindungsgemässe Niedervolt-Versorgungsschaltung in einem Betriebsgerät für Leuchtmittel,
Figur 2 zeigt Signalverläufe in der Schaltung von Figur 1,
Figu 3 zeigt eine erfindungsgemässe induktiv (transformatorisch) gekoppelte Niedervolt- Versorgungsschaltung in einem Betriebsgerät für Leuchtmittel mit einer Vollbrückenschaltung,
Figur 4 zeigt eine erfindungsgemässe induktiv
(transformatorisch) gekoppelte Niedervolt- Versorgungsschaltung in einem Betriebsgerät für
Leuchtmittel mit einer Halbbrückenschaltung, und
Figur 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel mit einer NV-Spannungsversorgung mit induktivem Abgriff an einer getakteten Bauteilgruppe in Form eines Tiefsetzstellers .
In Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Niedervolt- Spannungsversorgung gezeigt. Ein Anlaufwiderstand Rl ist dabei über einen Anschluss N mit Netzspannung versorgt. In Serie zu diesem Anlaufwiderstand Rl ist ein Schalter wie beispielsweise ein Transistor Tl geschaltet. Wiederum in Serie zu dem Schalter Tl ist ein Kondensator Cl geschaltet, wobei die Ladeschaltung des Kondensators Cl die Niedervoltversorgung darstellt. In dem dargestellten Beispiel kann somit die Niedervoltspannung an einem Abgriff VCc der in Figur 1 gezeigten Schaltung abgegriffen werden und beispielsweise einer integrierten Schaltung (IC, ASIC, Mikrocontroller etc.) zugeführt werden.
Parallel zu dem Anlaufwiderstand Rl ist ein zweiter ohmscher Widerstand R2 geschaltet.
Die Niedervoltspannung VCc, also die Ladespannung des Kondensators Cl, wird einem ersten Komparator Kl zugeführt. Dem Komparator Kl wird als Referenzspannung einerseits eine Spannung Ul und andererseits eine Spannung U2 zugeführt, wobei die Spannung Ul größer ist als die Spannung U2. Zusammengefasst handelt es sich bei dem Komparator Kl also um einen Komparator mit Hysterese (oft auch als Schmitt-Trigger bezeichnet) . Das Ausgangssignal des Komparators Kl wird einem
Schalter Sl zugeführt, der selektiv eine Last oder Stromquelle Ll schalten kann.
Wenn die Ladespannung des Kondensators Cl, also die Niedervoltspannung Vcc die Einschaltschwelle U2 des
Komparators Kl erreicht hat, schaltet der Ausgang des
Komparators Kl den Schalter Sl und somit die Last oder
Stromquelle Ll ein. Dies führt dazu, dass über den
Ohmschen Widerstand R2 der Strom von dem Steuereingang des Schalters Tl abgezogen wird, was dazu führt, dass der Schalter Tl geöffnet wird und somit der
Anlaufwiderstand Rl abgetrennt wird.
Bei abgetrenntem Anlaufwiderstand Rl (bei geöffnetem Schalter Tl) wird die Ladespannung des Kondensators Cl, also die Niedervoltversorgung VCc wieder langsam absinken, wenn mittels dieser Niedervoltspannung VCc ein Verbraucher wie beispielsweise eine integrierte Schaltung versorgt ist. Wenn nunmehr die Niedervoltspannung VCc auf die untere Einschaltschwelle Ü2 des Komparators Kl abgesunken ist, schaltet der Ausgang des Komparators Kl über den Schalter Sl wieder die Last oder die Stromquelle Ll ab, was wiederum zu einem Einschalten des Schalters Tl führt, da bei abgeschalteter Last oder Stromquelle Ll der Strom durch den ohmschen Widerstand R2 wieder den Steuereingang des Schalters Tl betätigt. Somit kommt es zu einem erneuten Aufladen des Kondensators Cl. Insgesamt kann also mittels des Hysterese-Komparators Kl eine Zweipunktregelung der Niedervoltspannung VCc erzielt werden, so dass die Niedervoltspannung VCc zickzackförmig oder sägezahnförmig zwischen der oberen
Abschaltschwelle Ul und der unteren Einschaltschwelle U2 der beiden Referenzwerte des Komparators Kl verläuft. Bereits durch dieses zeitweise Abschalten des Anlaufwiderstands Rl wird die Niedervoltversorgung energetisch verbessert.
Der abschaltbare Anlaufwiderstand Rl stellt also insbesondere (aber nicht aussschliesslich) für die Startphase, unmittelbar nach Einschalten der Netzspannungsversorgung N in dieser Anlaufphase die Niedervoltversorgung VCc bereit. Der abschaltbare Anlaufwiderstand Rl kann aber alternativ oder zusätzlich zu der Startphase in Betriebsphasen, in denen keine (bzw. keine ausreichende) getaktete Energiezufuhr innerhalb des Betriebsgerätes wie beispielweise ein Abgriff an einer getakteten Halbbrücke gegeben ist, die Niedervoltversorgung VCc bereitstellen.
Mittels dieser Anlauf-Niedervoltversorgung kann eine integrierte Schaltung, der die Spannung VCc zugeführt ist, gestartet werden. In einem Betriebsgerät für Leuchtmittel wird diese integrierte Schaltung dann beispielsweise in bekannter Weise bspw. eine Vollbrückenschaltung oder eine Halbbrückenschaltung ansteuern, als deren Last ein Leuchtmittel wie beispielsweise eine . Niederdruck- oder Hochdruckgasentladungslampe, eine oder mehrere LEDs oder OLEDs etc. geschaltet ist. Alternativ oder zusätzlich kann die Steuereinheit eine aktive PFC- Schaltung ansteuern, die mit der gleichgerichteten Netzspannung versorgt ist und die eine hochgesetzte
Zwischenkreisspannung erzeugt, mittels der wiederum die Vollbrücken- oder Halbbrückenschaltung versorgt ist.
Weiterhin alternativ oder zusätzlich kann die Steuereinheit eine getaktete Heizschaltung zum Heizen von Wendeln der Leuchtmittel erzeugen, wie es insbesondere für Niederdruck-Gasentladungslampen typisch ist.
Der mit 'fullbridge' bezeichnete Punkt der Schaltung in Figur 1 ist also mit einer getakteten Bauteilgruppe (Vollbrückenschaltung, Halbbrückenschaltung, Buck- Konverter, Hochsetzsteller, Flyback-Konverter, aktive PFC-Schaltung, getaktete Heizschaltung für Wendeln etc.) verbunden.
Die getaktete Baugruppe weist also einen oder mehrere Schalter auf, die ausgehend von einer Steuerschaltung angesteuert werden. Vorzugsweise erfolgt diese aktive Taktung abhängig von der Steuerschaltung zurückgeführten Messignalen.
Eine Untergruppe dieser getakteten Baugruppen sind Baugruppen, an die ein die Leuchtmittel enthaltender Lastkreis angeschlossen sind. Bei anderen Baugruppen, insbesondere (aktiv) getakteten Heizschaltungen ist dies nicht der Fall.
Mittels der in der Anlaufphase über den Anlaufwiderstand Rl gewonnenen Niedervoltversorgung VCC wird also die damit versorgte integrierte Schaltung eine Taktung der genannten Bauteilgruppen vornehmen, so
dass an dem Punkt ' fullbridge' der Figur 1 eine Spannung anliegt. Mittels einer Diodenschaltung D wird diese mit einem Kondensator C2 wird diese Spannung gleichgerichtet und kann somit dann den Kondensator Cl laden.
In dieser zweiten Phase bei operativer integrierter Schaltung ist also die Versorgung über den Anlaufwiderstand Rl nicht mehr notwendig, so dass erfindungsgemäß dafür gesorgt ist, dass der Anlaufwiderstand Rl in dieser Phase bei operativer integrierter Schaltung (Steuereinheit) abgeschaltet ist. Dies erfolgt dadurch, dass die in dieser Phase erzeugte Ladespannung für den Kondensator Cl höher gewählt ist als die Einschaltschwelle U2 des Komparators Kl.
Genauer gesagt wird die Niedervoltspannung VCc einem zweiten Komparator K2 zugeführt, der ebenfalls als Hysterese-Komparator (Schmitt-Trigger) ausgeführt ist und eine Abschaltschwelle U3 und eine Einschaltschwelle U4 zugeführt bekommt. Dabei ist dafür gesorgt, dass die Referenzwerte U3, U4 des zweiten Komparators K2 höher liegen als die Referenzwerte Ul, U2 des Komparators Kl für die Anlaufphase der Niedervoltversorgung.
Mittels des Ausgangssignals des zweiten Komparators K2 kann ggf. über einen Treiber DRV ein weiterer Schalter S2 betätigt werden, über den selektiv das Laden ausgehend von dem Punkt ' fullbridge' des Kondensators Cl unterbrochen werden kann. Wiederum wird über den Komparator K2 mit zwei Referenzwerten eine
Zweipunktregelung der Ladespannung des Kondensators Cl und somit der Niedervoltversorgung VCc erzielt. Wenn die Ladespannung des Kondensators Cl auf eine Einschaltschwelle U4 abgesunken ist, wird der Schalter S2 geschlossen, so dass der Kondensator Cl ausgehend über den Punkt ' fullbridge' und die Gleichrichterschaltung C2, D geladen wird. Wenn dagegen die Ladespannung des Kondensators Cl, also die Niedervoltversorgung Vcc die obere Abschaltschwelle erreicht hat, wird der Schalter S2 geöffnet und das Laden des Kondensators Cl wird unterbunden.
Die sich einstellenden Signalverläufe sollen nunmehr Bezug nehmend auf Figur 2 erläutert werden. In einer Phase Tl wird mittels des Anlaufwiderstands Rl die Niedervoltversorgungsspannung VCc durch Laden des Kondensators Cl im Wesentlichen linear ansteigen. Wenn nunmehr die Ladespannung des Kondensators Cl die Abschaltschwelle Ul erreicht hat, wird der Schalter Tl geöffnet und somit der Ladewiderstand Rl und die Netzspannungsversorgung N abgetrennt, so dass sich in einer Phase T2 die Niedervoltversorgungsspannung VCc wiederum absinken wird. Dieser Vorgang wiederholt sich, so dass der bereits genannte zickzackförmige (sägezahnförmigen) Verlauf der Spannung VCc zwischen den beiden Referenzwerten Ul, U2 des Komparators Kl sich einstellen wird. Das Signal SW_startup zeigt die Spannung an dem Steuereingang des Schalters Tl.
Bei dem Szenario von Figur 2 wird davon ausgegangen, dass bei einem Zeitpunkt T3 über den Anlaufwiderstand Rl gewonnene Niedervoltversorgung ausreichend lange
angelegen hat um die integrierte Schaltung in einem Betrieb zu versetzen, der es ermöglicht, an dem Punkt ' fullbridge' eine Spannung zu generieren. Zu diesem Zeitpunkt T3 sinkt also die Spannung an dem Punkt ' fullbridge' wie in Figur 2 gezeigt auf einen Wert ungleich Null. Somit wird nach dem Zeitpunkt T3 die Ladespannung an dem Kondensator Cl auf den Wert, also die Abschaltschwelle für den Schalter S2 steigen. Zu dem Zeitpunkt T4 ist diese Abschaltschwelle U3 erreicht, so dass der Schalter S2 geschlossen wird und die Spannungsversorgung abgetrennt wird. Wiederum wird die Niedervoltversorgungsspannung VCc absinken, bis die Einschaltschwelle für die
Niedervoltversorgungsschaltung erreicht ist, und der Schalter S2 wieder geöffnet wird. Insgesamt ergibt sich somit ein zickzackförmiger (sägezahnförmiger) Verlauf der Spannung VCC zwischen den beiden Referenzwerten U3, U4 des zweiten Komparators K2.
Dabei ist erfindungsgemäß dafür gesorgt, dass das Abtrennen der Niedervoltversorgung über den Schalter S2 synchronisiert ist mit der Taktung der Halbbrückenschaltung, Vollbrückenschaltung, PFC- Schaltung oder der getakteten Heizschaltung, um Schaltungsverluste zu minimieren.
Es sei darauf hingewiesen, dass der Abgriff für den Punkt 'fullbridge' der Schaltung in Figur 1 entweder durch kapazitive Kopplung mit der Vollbrücken-, Halbbrückenschaltung etc. oder aber auch galvanisch getrennt beispielsweise über einen induktiven Abgriff erfolgen kann.
Die Diode Dl in Figur 1 ist vorgesehen, um die Basis der Spannung, also die Spannung an dem Steuereingang des Schalters Tl auf einen Minimalwert größer Null Volt zu halten, da andererseits das Potential an dem Steuereingang des Schalters Tl durch das Abziehen des Basisstroms über die eingeschaltete Last oder Stromquelle Ll unzulässig absinken könnte, was ggf. zu einem unzulässigen Reverse-Betrieb oder ggf. zu einer Beschädigung des Schalters führen kann, wenn dieser als Transistor ausgeführt ist.
Gegenüber dem Stand der Technik EP 1 374 366 Bl ist die dort vorhandene Zenerdiode D5 nunmehr nicht mehr vorhanden, was mehrere Vorteile hat. Einerseits ist die erfindungsgemäße Schaltung gemäß Figur 1 besser geeignet für die hohe Dynamik, d.h. die unterschiedliche Belastung zwischen dem Betrieb der Vollbrücken oder Halbbrückenschaltung mit niedriger Frequenz (beispielsweise beim Zünden einer HID-Lampe) im Vergleich zum HF-Betrieb. Diese hohe Dynamik stellt eine hohe Belastung einer Zenerdiode dar. Weiterhin weist auch eine Zenerdiode elektrische Verluste auf.
Insgesamt ergibt sich also gemäß der Erfindung eine genauer definierte Niedervolt-Spannungsversorgung, und dies bei geringeren Verlustleistungen oder Temperaturentwicklung .
Diese elektrischen Verluste werden durch das Synchronisieren der Niedervolt-Spannungsversorgung, d.h. des Schalters S2 mit der Halbbrücken/Vollbrücken-
Ansteuerung weiter verringert. Das Schalten des Schalters S2 erfolgt also immer dann, wenn beispielsweise durch kapazitive Abkopplung an dem Punkt ' fullbridge' gerade kein Energieeintrag in Richtung des Kondensators Cl erfolgt. Bei einer Mittenpunktabkopplung des Punkts 'fullbridge' wird also der Schalter S2 nur eingeschaltet, wenn gerade keine Flanke, sondern eine zeitlich konstante Ansteuerung eines hochfrequent getakteten Schalters der Halbbrücken- oder Vollbrückenschaltung vorliegt.
Gemäß der Erfindung ist dabei vorgesehen, dass das Einschalten des Schalters S2 (auch wenn dies durch das Ausgangssignal des Komparators K2 eigentlich vorgegeben wäre) ggf. zeitlich etwas nach dem Bereich einer Flanke der hochfrequenten Ansteuerung des Schalters der Halbbrücken- oder Vollbrückenschaltung verzögert wird. Gleiches gilt natürlich auch für das Ausschalten des Schalters S2, was ggf. durch eine zeitliche Verzögerung in dem Bereich einer konstanten Ansteuerung (und nicht einer Ansteuerungsflanke des hochfrequent getakteten Schalters der Vollbrücken- oder Halbbrückenschaltung gelegt ist) .
Dadurch dass die Abschalt/Einschaltschwellen für den Schalter S2 höher gewählt sind als die Abschalt/Einschaltschwelle für den Schalter Tl des Anlaufwiderstands Rl wird die Niederspannungsversorgung über den Anlaufwiderstand Rl automatisch wieder eingeschaltet, wenn die Spannungsversorgung VCc wieder in Richtung des unteren Spannungskorridors, begrenzt durch die Referenzwerte Ul, U2 absinkt.
In Figur 3 ist eine erfindungsgemäße Niedervolt- Spannungsversorgung mit einem induktiven Abgriff an einer Vollbrückenschaltung gezeigt. Die induktive Abkopplung erfolgt in diesem Fall an der Ausgangsdrossel über eine transformatorische Abkopplung. Der Kondensator Cx entspricht dem Kondensator C2 in der Fig.l. Im Gegensatz zum Beispiel in Fig.l erfolgt die Umladung des Kondensators Cx aufgrund der nachfolgenden Zweiweg-Gleichrichterbrücke D in beide Richtungen, so dass im Vergleich zur Fig.l eine höhere Ladung aus dem Kondensators Cx übertragen werden kann. Anstelle der Gleichrichterbrücke D in Fig.3 kann aber auch eine einfache Diodenstrecke D wie in der Fig.l zur Ladung des Kondensators Cl genutzt werden. Die transformatorische Abkopplung bietet den Vorteil, dass über das Übertragungsverhältnis von Primärwicklung zu Sekundärwicklung die Höhe der abgegriffenen Spannung und somit die Abkopplung der Ladung beeinflußt werden kann. Die Ansteuerung des Schalters S2 kann auch in diesem Beispiel auf die gleiche Weise wie bei der Fig.l dargestellten Variante erfolgen.
Es kann aber anstelle der induktiven Abkopplung auch eine kapazitive Abkopplung erfolgen. Der Anlaufwiderstand Rstart ist in diesem Beispiel nicht abschaltbar, es kann aber genauso wie in Fig. 1 ein über einen Schalter abschaltbarer Widerstand eingesetzt werden.
In der dargestellten Vollbrücke werden im Betrieb der Lampe beispielsweise jeweils die beiden Brückendiagonalen alternierend zueinander getaktet oder aber es wird nur jeweils eine Diagonale aktiviert indem ein Schalter der Diagonale hochfrequent getaktet wird und der andere Schalter dauerhaft eingeschaltet bleibt.
In Figur 4 ist eine erfindungsgemäße Niedervolt- Spannungsversorgung mit einem induktiven Abgriff an einer Halbbrückenschaltung gezeigt. Der Abgriff erfolgt dabei wie bei dem Beispiel der Fig. 3 über eine Sekundärwicklung auf der Ausgangsdrossel. Die Ansteuerung des Schalters S2 kann auch in diesem Beispiel auf die gleiche Weise wie bei der in Fig.l dargestellten Variante erfolgen.
Es kann aber anstelle der induktiven Abkopplung auch eine kapazitive Abkopplung erfolgen. Der Anlaufwiderstand Rstart ist in diesem Beispiel nicht abschaltbar, es kann aber genauso wie in Fig. 1 ein über einen Schalter abschaltbarer Widerstand eingesetzt werden.
In Figur 5 ist eine erfindungsgemäße Niedervolt- Spannungsversorgung mit einem induktiven Abgriff an einer getakteten Bauteilgruppe in Form eines
Tiefsetzstellers gezeigt. Die getaktete Bauteilgruppe dient in diesem Beispiel zum Treiben einer oder mehrerer (organischen und/oder anorganischen) LEDs als Last. Der Abgriff erfolgt dabei wie bei dem Beispiel der Fig. 3 über eine Sekundärwicklung auf der
Ausgangsdrossel. Die Ansteuerung des Schalters S2 kann
auch in diesem Beispiel auf die gleiche Weise wie bei der in Fig. 1 dargestellten Variante erfolgen.
Der Buck-Konverter kann auch als Buck-Konverter ausgelegt sein, bei dem der Schalter zwischen Masse und den LED bzw. der Ausgangsdrossel angeordnet ist und eine Freilaufdiode antiparallel zu den LED und der Ausgangsdrossel angeordnet ist. Während der Schalter des Buck-Konverters geöffnet ist kann so der Strom durch die LED und die Ausgangsdrossel sowie die antiparallele Freilaufdiode weiterfHessen. Dadurch kann sowohl während der Aufmagnetisierung als auch während der Entmagnetisierung der Ausgangsdrossel über eine Sekundärwicklung auf der Ausgangsdrossel eine Energieübertragung erfolgen und somit das das Energiespeicherelement aufgeladen werden. Als getaktete Bauteilgruppe kann aber auch jede andere Schaltregler- Topologie eingesetzt werden, beispielsweise ein Hochsetzsteller, ein Buck-Boost Konverter oder ein Flyback-Konverter .
Der Kondensator Cx entspricht dem Kondensator C2 in der Fig. 1. Im Gegensatz zum Beispiel in Fig. 1 erfolgt die Umladung des Kondensators Cx aufgrund der nachfolgenden Zweiweg-Gleichrichterbrücke D in beide Richtungen, so dass im Vergleich zur Fig.l eine höhere Ladung aus dem Kondensators Cx übertragen werden kann. Anstelle der Gleichrichterbrücke D in Fig. 5 kann aber auch eine einfache Diodenstrecke D wie in der Fig. 1 zur Ladung des Kondensators Cl genutzt werden.
Es kann aber anstelle der induktiven Abkopplung auch eine kapazitive Abkopplung erfolgen. Der Anlaufwiderstand Rstart ist in diesem Beispiel nicht abschaltbar, es kann aber genauso wie in Fig. 1 ein über einen Schalter abschaltbarer Widerstand eingesetzt werden. Sofern eine getakteten Bauteilgruppe mit einem Transformator als Energiespeicher und Übertrager anstelle oder zusätzlich zu der Ausgangsdrossel eingesetzt wird, kann die induktive Abkopplung auch an diesem Transformator erfolgen. Beispielsweise kann bei einem Flyback-Konverter oder einer resonanten Halbbrücke mit transformatorischer Energieübertragung der Transformator eine weitere Sekundärwicklung aufweisen, die als induktive Abkopplung dient.