EP1537551A1 - Sicherungsverbundsystem, verfahren zu dessen herstellung sowie dessen verwendung - Google Patents

Sicherungsverbundsystem, verfahren zu dessen herstellung sowie dessen verwendung

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EP1537551A1 EP03794846A EP03794846A EP1537551A1 EP 1537551 A1 EP1537551 A1 EP 1537551A1 EP 03794846 A EP03794846 A EP 03794846A EP 03794846 A EP03794846 A EP 03794846A EP 1537551 A1 EP1537551 A1 EP 1537551A1
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    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B13/00Burglar, theft or intruder alarms
    • G08B13/22Electrical actuation

Definitions

  • At least one of the conductive layers is preferably designed as a perforation-free flat layer.
  • the at least two conductive layers consist of an electrically conductive material and the non-conductive layer consists of an electrically insulating material.
  • Polymers, copolymers and composite materials, but preferably metals, are preferred as the electrically conductive material, while the intermediate layer is formed from a non-metal, a composite material and particularly preferably from an insulating polymer or copolymer.
  • Aluminum or copper are to be mentioned as particularly preferred metallic materials.
  • the composite system produced in this way can .

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Burglar Alarm Systems (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Sicherungsverbundsystem gegen unbefugten Zugriff durch Beschädigung zu si­chernder Objekte oder Gegenstände sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung. Die Erfindung basiert auf ei­nem Mehrschichtsystem, das mit dem zu sichernden Ob­jekt oder Gegenstand verbunden oder darin integriert ist. Verwendung finden die erfindungsgemäßen Sicherungsverbundsysteme in vielfältiger Weise für den Schutz von mobilen oder immobilen Gegenständen oder Objekten vor unbefugtem Zugriff.

Description

Sicherungsverbundsystem, Verfahren zu dessen Herstellung sowie dessen Verwendung
Die Erfindung betrifft ein Sicherungsverbundsystem gegen unbefugten Zugriff durch Beschädigung zu sichernder Objekte oder Gegenstände sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung. Die Erfindung basiert auf einem Mehrschichtsystem, das mit dem zu sichernden Objekt oder Gegenstand verbunden oder darin integriert ist.
Aus dem Stand der Technik sind bereits einlagige Schutzsysteme bekannt, die eine Sicherungsstruktur aus einem Metallgitter aufweisen (WO 02/12671) . Diese Metallgitter, die in die zu sichernden Objekte eingebaut sind, basieren darauf, dass an diesen ein Strom angelegt wird, wodurch diese als leitende Lage fungieren. Im Falle eines unbefugten Zugriffs auf das Objekt, z.B. durch Aufbrechen mit Hilfe eines Gegens- tandes, kommt es zur Unterbrechung des Leiters, wodurch dann entsprechende Signale und damit verbunden ein Alarm ausgelöst werden kann. Die Herstellung und Verarbeitung derartiger Gitterstrukturen ist jedoch relativ aufwendig und somit kostspielig. Ein weiterer Nachteil des Standes der Technik beruht darauf, dass die Maschenweite der Metallgitter nicht beliebig klein gewählt werden kann, so dass bestimmte Zugriff- stechniken nicht verhindert werden können. So ist beispielsweise ein Zugriff durch Aufbohren mit einem Bohrer, dessen Durchmesser kleiner als die Maschenweite ist, möglich.
Ausgehend hiervon war es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Gegenstände und Objekte beliebiger Form und Größe mit einem kostengünstigen und einfach zu installierenden Schutzsystem gegen unbefugten Zugriff bereitzustellen, der unabhängig von der Art des Zugriffes einen Mechanismus bzw. Alarm auslöst und somit einen umfassenden Schutz von Objekten oder Gegenständen ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch das Sicherungsverbundsystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie das Verfahren zu dessen Herstellung mit den Merkmalen des Anspruchs 12 gelöst. In Anspruch 22 wird die Verwendung des Sicherungsverbundsystems beschrieben. Die weiteren abhängigen Ansprüche zeigen vorteilhafte Weiterbildun- gen auf.
Erfindungsgemäß wird ein Sicherungsverbundsystem gegen unbefugten Zugriff durch Beschädigung zu sichernder Objekte oder Gegenstände bereitgestellt, das min- destens zwei leitfähige Schichten und mindestens eine zwischen den leitfähigen Schichten angeordnete nicht- leitfähige Zwischenschicht aufweist. Dieses Verbundsystem ist mit dem zu sichernden Objekt oder Gegenstand verbunden oder in diesem integriert. Hierunter ist zu verstehen, dass das Verbundsystem beliebig am Objekt angeordnet sein kann, wozu z.B. die Umhüllung des Objektes mit dem Verbundsystem, die innere Auskleidung des Objektes mit dem Verbundsystem oder auch die direkte Integration des Verbundsystems in die äußere Wand oder vergleichbare Strukturen des Objektes oder Gegenstandes zu zählen sind.
Ein wesentlicher Vorteil eines derartigen Sicherungsverbundsystems besteht darin, dass das Verbundsystem in nahezu beliebige Geometrien geformt oder umgeformt werden kann. So ist es beispielsweise möglich, einen Koffer aus zwei Schalen oder mittels Filmscharnier aus einer Schale formangepasst mit dem Verbundsystem zu versehen, wohingegen gemäß dem Stand der Technik bisher nur Lösungen bekannt sind, bei denen mehrere flache Einzelteile verwendet werden, während eckige Strukturen mit zusätzlichen Kantenelementen versehen werden müssen. Ein weiterer Vorteil gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Metallgittern besteht in dem deutlich geringeren Kostenaufwand hinsichtlich der Material-, Herstellungs- und Verabeitungskosten. Desweiteren ist das erfindungsgemäße Verbundsystem im Gegensatz zu der Verwendung von Metallgittern lückenlos, so dass die Erkennung eines unbefugten Zugriffs durch z.B. Aufbohren ermöglicht wird. Weitere Vortei- le, die mit dem erfindungsgemäßen Gegenstand verbunden sind, sind z.B. das geringere Gewicht, der einfachere Aufbau sowie die Möglichkeit der Verwendung von Verbundsystemen mit sehr geringer Schichtdicke. Darüber hinaus weist das erfindungsgemäße Verbundsystem sehr schnelle Reaktionszeiten auf, die z.B. hinsichtlich des unbefugten Zugriffs durch Beschüß wichtig sind.
Vorzugsweise ist mindestens eine der leitfähigen Schichten als durchbrechungsfreie flächige Schicht ausgestaltet . In einer Variante des erfindungsgemäßen Sicherungsverbundsystems bestehen die mindestens zwei leitfähigen Schichten aus einem elektrisch leitfähigen Mate- rial und die nicht-leitfähige Schicht aus einem e- lektrisch isolierenden Material. Als elektrisch leitfähiges Material kommen vorzugsweise Polymere, Copo- lymere und Verbundwerkstoffe, bevorzugt aber Metalle in Frage, während die Zwischenschicht aus einem Nichtmetall, einem Verbundwerkstoff und besonders bevorzugt aus einem isolierenden Polymer oder Copolymer gebildet ist. Als besonders bevorzugte metallische Materialien sind hierbei Aluminium oder Kupfer zu nennen .
Eine weitere Variante des Sicherungsverbundsystems sieht vor, dass dieses aus mindestens zwei leitfähigen Schichten aus einem optisch leitfähigen Katerial und einer nicht-leitfähigen Schicht aus einem optisch nicht-leitfähigen Material gebildet ist. Als optisch leitfähige Materiale kommen dabei vorzugsweise Glas und/oder transparente Polymere oder Copolymere in Frage. Die Zwischenschicht ist vorzugsweise aus einem optisch nicht -transparenten Glas, Polymer oder Copo- lymer gebildet.
Vorzugsweise ist das Sicherungsverbundsystem mit mindestens einer Erfassungseinheit zur Prüfung des e- lektrischen und/oder optischen Zustands des Sicherungsverbundsystems verbunden. Dieses wiederum steht in direkter Verbindung mit einer Alarmauslöseeinheit, die bei Abweichungen des mit der Erfassungseinheit kontrollierten elektrischen und/oder optischen Zustandes auslöst. Für die Variante, bei der der elektrische Zustand überprüft wird, dient als Erfassungseinheit vorzugsweise ein Voltmeter, Amperometer oder Ohmmeter. Es kann aber Ohmmeter. Es kann aber ebenso eine Erfassungseinheit zur Messung der Kapazität bzw. zur Messung der Verstimmung eines in Resonanz befindlichen Schwingkreises eingesetzt werden.
Im Falle der Variante, bei der der optische Zustand überprüft wird, wird als Erfassungseinheit vorzugsweise ein optischer Sensor eingesetzt, der dem Vergleich der mindestens zwei optisch leitfähigen Schichten dient, wobei einer der Schichten als Referenz dient. Es ist aber auch möglich, Erfassungseinheiten für beide Varianten gleichzeitig einzusetzen.
Die technische Realisierung eines optischen Siche- rungsverbundsystems sieht dabei so aus, dass in eine der beiden optisch leitfähigen Schichten optische Signale, z.B. über eine Leuchtdiode, eingekoppelt werden. Die weitere optisch leitfähige Schicht ist mit einem optischen Sensor, z.B. einer Fotodiode, verbunden, der den optischen Zustand der weiteren optisch leitfähigen Schicht kontrolliert. Kommt es nun zu einer Beschädigung des optischen Sicherungsverbundsystems, so wird die optisch nicht-leitfähige Schicht durchbrochen, wodurch Lichtsignale aus der mit der Strahlungsquelle versehenen optisch leitfähigen Schicht in die mit dem optischen Sensor versehene optisch leitfähige Schicht eindringen. Diese Lichtsignale können dann mit Hilfe des optischen Sensors detektiert werden, wodurch dann anschließend die A- larmauslöseeinheit angesteuert wird.
Hinsichtlich der Geometrie des Sieherungsverbundsystems bestehen keinerlei Einschränkungen. So können sowohl flache, gebogene oder gewinkelte Formen reali- siert werden. Erfindungsgemäß wird ebenso ein Verfahren zur Herstellung von vor unbefugtem Zugriff durch Beschädigung gesicherten Objekten oder Gegenständen bereitgestellt, das auf folgenden Verfahrensschritten ba- siert:
a) Zunächst wird ein Sicherungsverbundsystem mit mindestens zwei leitfähigen Schichten und mindestens einer zwischen den leitfähigen Schichten angeord- neten nicht-leitfähigen Zwischenschicht hergestellt.
b) Das derart hergestellte Sicherungsverbundsystem wird dann im oder auf dem Gegenstand oder Obj ekt integriert. Hierfür kommen sämtliche zuvor beschriebenen Integrationsvarianten in Frage.
Vorzugsweise wird in Schritt a) das Sicherungsverbundsystem durch Co-Extrusion hergestellt. Eine wei- tere Variante für Schritt a) sieht vor, dass das Sicherungsverbundsystem durch beidseitiges Metallisieren, vorzugsweise einer Polymerfolie als Zwischenschicht erfolgt.,
Das derart hergestellte Verbundsystem kann im.
Anschluß vorzugsweise mittels eines Thermoformprozes- ses einer entsprechenden Formgebung unterzogen werden, wobei die Geometrien beliebig sind.
In einer vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens wird in Schritt b) das Sicherungsverbundsystem zusammen mit einer Formmasse einem Spritzgussverfahren o- der Fließpressverf hren unter Ausbildung des Gegenstandes oder Objektes unterzogen. Eine weitere vorteilhafte Variante des Verfahrens sieht vor, dass die Schritte a) und b) aufeinander mittels eines Spritzgussprozesses durchgeführt werden. Alternativ ist es aber auch möglich, dass die Schritte a) und b) in einem einzigen Verfahrensschritt durch Co-Extrusion oder Mehrkomponenten- spritzguss durchgeführt werden.
Vorzugsweise wird das Sicherungsverbundsystem mit einer Erfassungseinheit zur Kontrolle des elektrischen und/oder optischen Zustandes gegenüber dem intakten Zustand des besagten Sicherungsverbundsystems verbunden. Die Erfassungseinheit wiederum steht im direkten Kontakt mit einer Alarmauslöseeinheit, die bei einer Abweichung des elektrischen und/oder optischen Zustandes auslöst. Hinsichtlich der Verbindung dieser beiden Einheiten mit dem Sicherungsverbundsystem besteht sowohl die Möglichkeit diese intern in das zu sichernde Objekt oder den Gegenstand zu integrieren bzw. die Einheiten von extern anzuschließen. Hinsichtlich der verschiedenen Varianten für die Erfas- sungseinheit sei auf die zuvor gemachten Ausführungen verwiesen.
Verwendung finden die erfindungsgemäßen Sicherungs- verbundsysteme in vielfältiger Weise für den Schutz von mobilen oder immobilen Gegenständen oder Objekten vor unbefugtem Zugriff. Zu den mobilen Gegenständen sind beispielsweise Transportmittel, wie Fahrzeuge, Flugzeuge, Schiffe oder Züge zu zählen. Ebenso sind zu den mobilen Gegenständen Transportgegenstände wie Koffer, Taschen, Kisten oder Pakete zu rechnen. Unter dem Begriff immobile Gegenstände oder Objekte sind beispielsweise Gebäude zu fassen. Neben dem Schutz vor Beschädigung können mit den erfindungsgemäßen Sicherungsverbundsystemen auch Abschirmungen gegen externe Einflüsse, wie z.B. magnetische und elektromagnetische Felder und Impulse so- wie statische Aufladungen ermöglicht werden. Ein weiteres Beispiel für die Anwendung stellt die Abschirmung gegen Spionageangriffe auf bestimmte Objekte o- der Gebäude, z.B. durch Abhörung magnetischer oder elektromagnetischer Felder oder die Abschirmung vor Durchleuchten mit z.B. Röntgenstrahlung dar.
Anhand der folgenden Figuren soll der erfindungsgemäße Gegenstand näher erläutert werden, ohne diesen auf diese Ausführungsformen zu beschränken.
Figur 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Sicherungsverbundsystem
Figur 2 zeigt ein in ein Objekt integriertes Siche- rungsverbundsystem
Figur 3 zeigt eine Explosionszeichnung eines erfindungsgemäßen Sicherungsverbundsystems
In Fig. 1 ist ein Querschnitt des Sicherungsverbundsystems 4 dargestellt. Dieser besteht aus zwei elektrisch leitenden Schichten 1 und 3 aus z.B. einem e- lektrisch leitenden Material, wie z.B. Metall (z.B. Kupfer oder Aluminium) oder einem elektrisch leitfä- higen Kunststoff sowie einer elektrisch isolierenden Zwischenschicht 2 aus z.B. einem nicht elektrisch leitfähigen Kunststoff. Die Herstellung kann z.B. durch Metallisieren der Schichten 1 und 3 einer Kunststofffolie 2, durch Co-Extrusion elektrisch leitfähiger Schichten 1 und 3 und einer nicht leitfähigen Schicht 2 oder durch Mehrkomponentenspritzgie- ßen bzw. nacheinander erfolgendem Spritzgießen der einzelnen Schichten 1, 2 und 3 oder auch durch z.B. Verkleben der einzelnen Schichten 1, 2 und 3 erfolgen. Durch eine geeignete Wahl der Dicken der Schich- ten 1, 2 und 3 und einer zwischen den Schichten 1 und 3 anliegenden elektrischen Spannung kann ein unbefugter Zugang durch z.B. Beschuss, Aufbohren, Aufsägen, Aufbrechen, usw. detektiert werden, da in diesem Fall eine zwischen den Schichten 1 und 3 angelegte Span- nung durch die Widerstandsänderung zwischen den
Schichten 1 und 3 deutlich oder gänzlich auf 0 abfallen wird.
Zusätzlich können z.B. mittels Thermoformen oder Tiefziehen beliebige dreidimensionale regellose und nicht regellose Strukturen auf das Sieherungs erbundsystem 4 übertragen werden, um z.B. die Sicherheit gegen unbefugte Manipulation zu erhöhen.
Natürlich kann der Mehrschichtaufbau 4 auch derart ausgeführt werden, dass die Schichten 1 und 3 aus einem optisch leitenden Material, wie z.B. Glas oder optisch transparentem Kunststoff, und die Schicht 2 aus einem optisch nicht leitenden Material, wie z.B. einem optisch nicht-transparentem Kunststoff, bestehen. Durch in Schicht 1 (3) eingekoppelte optische Strahlung und einem mit Schicht 3 (1) gekoppeltem optischen Sensor könne analog zu dem Mehrschichtaufbau 4, basierend auf elektrischer Leitfähigkeit, ein un- erlaubter Zugang erkannt werden.
Selbstverständlich können auch weitere vielschichtige Aufbauten durch Variation der Abfolge der Schichten 1, 2 und 3 realisiert werden.
Fig.2 zeigt einen Querschnitt durch ein Objekt 7 aus dem in Fig. 1 dargestellten Sicherungsverbundsystem 4 und zweier elektrisch nicht leitfähiger Deckschichten 5 und 6, die z.B. zum Schutz des SieherungsVerbundsystems 4 oder zur Erhöhung der Formstabilität des Objektes 7 dienen können.
Um z.B. einen Koffer mit dem Sicherungsverbundsystem
4 zu schützen kann das Sicherungsverbundsystem 4 zunächst durch z.B. Co-Extrusion hergestellt werden. Anschließend erfolgt die Formgebung des Sicherungs- verbundsystems 4 mittels Thermoformen in die gewünschte Geometrie und das Spritzgießen der Schichten
5 und 6 (bei dem Spritzgießen der ersten Deckschicht 5 bzw. 6 können über eine geeignete Gestaltung der Werkzeugoberfläche auf der der zu spritzenden Deckschicht 5 bzw. 6 gegenüberliegenden Werkzeugseite beliebige Strukturen wie z.B. eine regellose Narbung zum Schutz des Sicherungsverbundsystems 4 gegen unbefugte Manipulationen auf den Mehrschichtaufbau über- tragen werden, diese Strukturen können auch beim
Thermoformen übertragen werden) , alternativ kann auch das Objekt 7 direkt bei der Co-Extrusion hergestellt werden so dass nach dem Thermoformen kein Spritzgießen der Schichten 5 und 6 mehr erforderlich ist.
Es ist auch möglich, die einzelnen Schichten 1, 2, 3, 5 und 6 durch Mehrkomponentenspritzguss oder nacheinander folgendem Spritzgießen der einzelnen oder mehrerer Schichten direkt in die gewünschte Form zu bringen.
Bei der Verwendung von leitfähigen Stoffen, wie z.B. Metallen, für die Schichten 1 und 3 kann entweder eine aus z.B. elektrisch nicht leitfähigem Kunststoff bestehende Folie 2 beidseitig metallisiert werden, oder durch z.B. Verkleben einzelner Metallfolien 1 und 3 und einer Kunststofffolie 2 zusammengesetzt werden. Dieser Aufbau kann dann durch z.B. Thermoformen oder z.B. Spritzgießen in die gewünschte Form gebracht werden. Alternativ dazu kann das Objekt 7 auch durch z.B. Umspritzen von z.B. Metallfolien oder - platten hergestellt werden.
Um den Koffer lückenlos durch das Objekt 7 mit dem Mehrschichtaufbau 4 zu schützen, können z.B. die ein- zelnen Bauteile, die aus dem Objekt 7 bestehen, aus denen der Koffer zusammengesetzt ist, derart aufgebaut werden, dass sie einander überlappen. Funktionselemente, wie z.B. Handgriffe, Scharniere, Sensoren, Schlösser, usw. können z.B. durch Kleben, Schweißen oder andere Verfahren wie z.B. beim Spritzgießen vorgesehenen Funktionselementen zur Anbringung, angebracht werden, die nicht zu einer Penetration des Objektes 7 bzw. des Mehrschichtaufbaus 4 führen.
Fig.3 zeigt eine Explosionszeichnung eines erfindungsgemäßen Sicherungsverbundsystems, das analog zu dem in Fig.l beschriebenen System aufgebaut ist. Die dort gemachten Ausführungen sind demnach auch auf diese Figur zu übertragen.

Claims

Patentansprüche
1. Sicherungsverbundsystem gegen unbefugten Zugriff durch Beschädigung zu sichernder Objekte oder
Gegenstände mit mindestens zwei leitfähigen Schichten und mindestens einer zwischen den leitfähigen Schichten angeordneten nicht- leitfähigen Zwischenschicht, das mit dem Objekt oder Gegenstand verbunden oder darin integriert ist .
2. Sicherungsverbundsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine leitfähige Schicht als durchbrechungsfreie flächige Schicht ausgestaltet ist.
3. Sicherungsverbundsystem nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei leitfähigen Schichten aus einem elektrisch leitfähigen Material gebildet sind und die nicht- leitfähige Schicht aus einem elektrisch isolierenden Material besteht .
4. Sicherungsverbundsystem nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrisch leitfähige Material ausgewählt ist aus der Grup- pe Metall, Polymer, Copolymer und Verbundwerkstoff ist und die Zwischenschicht ausgewählt ist aus der Gruppe Nichtmetall, Polymer, Copolymer und Verbundwerkstoff.
5. Sicherungsverbundsystem nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Metall Aluminium oder Kupfer ist .
6. SieherungsVerbundsystem nach mindestens einem der Ansprüche 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei leitfähigen Schichten aus einem optisch leitfä- higen Material gebildet sind und die nicht- leitfähige Schicht aus einem optisch nicht- leitfähigen Material besteht.
7. Sicherungsverbundsystem nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das optisch leitfähige Material Glas und/oder ein transparentes Polymer oder Copolymer ist und die Zwischenschicht aus einem optisch nicht-transparentem Glas, Polymer und/oder Copolymer besteht.
8. Sicherungsverbundsystem nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungsver- bundsystem mit mindestens einer Erfassungseinheit zur Prüfung des elektrischen und/oder optischen Zustandes des Sicherungsverbundsystems sowie einer bei Abweichungen des elektrischen und/oder optischen Zustandes auslösenden Alarm- auslöseeinheit verbunden ist.
9. Sicherungsverbundsystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungseinheit zur Prüfung des elektrischen Zustande ein Voltmeter, Amperometer, Ohmmeter oder eine Erfassungseinheit zur Messung der Kapazität oder der Verstimmung eines in Resonanz befindlichen
Schwingkreises ist.
10. Ξicherungsverbundsystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungseinheit zur Prüfung des optischen Zustands ein optischer Sensor zum Vergleich der mindestens zwei optisch leitfähigen Schichten ist, wobei eine der Schichten als Referenz dient.
11. Sicherungsverbundsystem nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungsverbundsystem eine flache, gebogene oder gewinkelte Form aufweist.
12. Verfahren zur Herstellung von vor unbefugtem Zugriff durch Beschädigung gesicherten Objekten oder Gegenständen mit folgenden Schritten:
a) Herstellung eines Sicherungsverbundsystems mit mindestens zwei leitfähigen Schichten und mindestens einer zwischen den leitfähigen Schichten angeordneten nicht-leitfähigen Zwi- schenschicht ,
b) Integration des Sicherungsverbundsystems im oder auf dem Gegenstand oder Objekt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt a) das Sicherungsverbundsystem durch Co-Extrusion hergestellt wird.
14. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt a) das
Sicherungsverbundsystem durch beidseitiges Me- tallisieren eines Nichtmetalls, z.B. einer Polymerfolie als Zwischenschicht erfolgt.
15. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 12, bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass nach Schritt a) das
Sicherungsverbundsystem einem Thermoformprozess unterzogen wird.
16. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt b) das Sicherungsverbundsystem zusammen mit einer Formmasse einem Spritzguß- oder Fließpressverf hren unter Ausbildung des Gegenstandes oder Objektes unterzogen wird.
17. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Schritte a) und b) aufeinanderfolgend mittels Spritzguß oder
Fließpressen durchgeführt werden.
18. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Schritte a) und b) in einem einzigen Verfahrensschritt durch Co- Extrusion oder Mehrkomponentenspritzguß durchgeführt werden.
19. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungsverbundsystem mit einer Erfassungseinheit zur Kontrolle des elektrischen und/oder optischen Zustandes des Sicherungsverbundsystems und einer bei Abweichungen des elektrischen und/oder opti- sehen Zustandes auslösenden Alarmauslöseeinheit verbunden wird.
20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass als nicht- leitfähige Schichten elektrisch isolierende
Schichten und als leitfähige Schichten elektrisch leitfähige Schichten verwendet werden, an die eine Spannung angelegt wird, wobei die Spannung mittels eines Voltmeters oder der Wider- stand mittels eines Ohmmeters als Erfassungseinheit kontrolliert wird.
21. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass als nicht- leitfähige Schichten optisch nicht-leitfähige
Schichten und als leitfähige Schichten optisch leitfähige Schichten verwendet werden, wobei die eine der optisch leitfähigen Schichten mit einer Strahlungsquelle, z.B. einer Leuchtdiode, und die andere leitfähige Schicht mit einem optischen Sensor, z.B. einer Fotodiode verbunden wird, der den optischen Zustand der anderen optisch leitfähigen Schicht kontrolliert.
22. Verwendung des Sicherungsverbundsystem nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11 zum Schutz von mobilen oder immobilen Gegenständen oder Objekten vor unbefugtem Zugriff.
23. Verwendung nach Anspruch 22 zum Schutz von
Transportmitteln, wie Fahrzeugen, Flugzeugen, Schiffen und Zügen.
24. Verwendung nach Anspruch 22 zum Schutz von
Transportgegenständen, wie Koffern, Taschen, Kisten und Paketen.
25. Verwendung nach Anspruch 22 zum Schutz von Ge- bäuden .
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