Die Erfindung betrifft eine Antennenanordnung, insbesondere
für Kraftfahrzeuge nach dem Oberbegriff des Anspruches
1.
Bei der Vielzahl der verwendeten unterschiedlichen Mobilfunk-Frequenzen
ist es bei Mobilfunk-Antennen, insbesondere
für den Kraftfahrzeugbereich bekannt, zumindest Zwei-Band-Antennen
vorzusehen.
Eine Dual-Band-Antenne für den Mobilbereich ist beispielsweise
aus der WO 99/04452 bekannt geworden. Sie umfasst
zwei stabförmige Strahlerelemente, die in Axialrichtung
versetzt zueinander angeordnet und durch eine dazwischen
sitzende Induktivität (Spule) miteinander verbunden sind.
Die aufeinander zu weisenden Enden der stabförmigen Strahlerelemente,
einschließlich der dazwischen angeordneten
Spule, sind durch eine Induktivität zum einen und durch
eine außen sitzende, alles umgebende leitende Hülle zum
anderen fixiert. Dadurch ergibt sich ein LC-Schwingkreis
zwischen dem unteren und oberen Strahlerelement. Durch
eine entsprechende Abstimmung des Schwingkreises lässt
sich gewährleisten, dass in einem niedrigen Frequenzbereich
die gesamte Strahlereinrichtung mit beiden in Axialrichtung
versetzt zueinander angeordneten Strahlerelementen
als Antenne dient, wohingegen aufgrund der Sperrwirkung
des LC-Schwingkreises in einem höheren Frequenzband
nur das untere Strahlerelement mit seiner entsprechenden
Länge wirksam ist. In einem höheren Frequenzbandbereich
wird also nur über das eine unten liegende Strahlerelement
empfangen oder gesendet.
Die Antenne weist aber gleichwohl eine vergleichsweise
große Bauhöhe auf, weshalb sie insbesondere als niedrigbauende,
an Kraftfahrzeugen außen aufsetzbare Mobilfunkantenne
weniger geeignet erscheint. Zudem ist dieses Antennenprinzip
auf eine Dualbandantenne beschränkt und ist
nicht im Sinne einer Multi-Band-Antenne erweiterbar, mittels
der beispielsweise drei oder vier unterschiedliche
Bandbereiche empfangen werden können. Allgemein muss von
daher die Bandbreite dieser Antenne als in vielen Fällen
nicht ausreichend beurteilt werden.
Eine Antennenanordnung ist beispielsweise auch aus der DE
201 11 229 U1 bekannt geworden. In dieser Vorveröffentlichung
wird eine Antennenanordnung für Kraftfahrzeuge beschrieben,
welche ein Chassis aufweist, oberhalb dessen
eine Leiterplatine angeordnet ist, und zwar zur Aufnahme
von Schaltungsbauelementen. Vertikal zu der im Wesentlichen
horizontal ausgerichteten Leitungsplatine sind ein
oder mehrere vertikal vorstehende und zumindest zum Teil
flächige Antennenelemente vorgesehen, und zwar zum Empfang
unterschiedlicher Dienste oder für den Mobilfunkbereich in
verschiedenen Frequenzbändern.
Die gesamte Antennenanordnung ist durch eine Haube abgedeckt,
die finnenähnliche Form aufweisen kann. Derartige
Antennen werden üblicherweise auf dem Kraftfahrzeug-Karosserieblech
angebracht, beispielsweise am Übergang des
Kraftfahrzeug-Daches zum Heckfenster.
Darüber hinaus sind auch Antennenanordnungen bekannt geworden,
bei welchen auf einem mehr oder weniger waagerechten
Chassis aufbauend zunächst die erwähnte Leiterplatine
mit den schaltungselektronischen Bauelementen, Filterbaukreisen
etc. vorgesehen ist, und die Antennenelemente
wiederum senkrecht dazu in Vertikalrichtung positioniert
sind. Diese können beispielsweise nicht nur aus metallisch
leitenden selbsttragenden Strahlereinrichtungen bestehen,
sondern beispielsweise ebenfalls wieder aus einem Leiterplatinenelement,
d.h. allgemein aus einem dielektrischen
Material, auf welchem metallisierte Flächen zur Bildung
der Strahler ausgebildet sind.
Soll nur in einem Frequenzbandbereich empfangen werden,
so genügt ein Strahlerelement. Sollen mehrere Dienste
realisiert werden, oder soll beispielsweise eine Kommunikation
in verschiedenen Frequenzbänden im Mobilfunkbereich
ermöglicht werden, so sind naturgemäß dann mehrere versetzt
zueinander liegende Strahler oder flächige Antennenelemente
vorgesehen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Antennenanordnung,
insbesondere für Kraftfahrzeuge zu schaffen,
die neben zumindest einer Antenneneinrichtung für den
Mobilfunkbereich zumindest eine Antenne für weitere Dienste
vorsieht, beispielsweise eine sogenannte DAB-Antenne
zum Empfang von digitalen Rundfunkprogrammen, wobei die
Antennenanordnung bei insgesamt kleinem Raumbedarf gute
Empfangseigenschaften aufweisen soll.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß entsprechend den im Anspruch
1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die erfindungsgemäße Antennenanordnung umfasst beispielsweise
eine multibandfähige Antenne für den Mobilfunkbereich
von 810 MHz bis 960 MHz sowie von 1710 MHz bis 2170
MHz.
Würde man eine derartige Mobilfunkantenne mit einer Antenneneinrichtung
zum Empfang eines weiteren Dienstes, beispielsweise
für das DAB-L-Band konzipieren (wobei das
hierfür benötigte Strahlerelement in einem Frequenzbereich
von 1452 MHz bis 1467 MHz arbeiten würde), so würde man
zur Vermeidung einer gegenseitigen Beeinflussung der einzelnen
Antenneneinrichtungen für die verschiedenen Dienste
und Frequenzbereiche versuchen, diese möglichst weit voneinander
zu positionieren. Denn die gegenseitige Beeinflussung
würde durch die Maximierung des horizontalen
Abstandes der Antennen minimiert werden.
Als höchst überraschend hat sich gezeigt, dass eine Minimierung
der gegenseitigen Beeinflussung der einzelnen
Antenneneinrichtungen und der daraus resultierenden Unrundheit
der Strahlungsdiagramme nicht nur durch eine
Abstandsmaximierung verringert werden kann, sondern auch
dann, wenn der Abstand der erwähnten unterschiedlichen
Antenneneinrichtungen, also der Abstand zumindest einer
Antenneneinrichtung für den Mobilfunkbereich und einer
weiteren Antenneneinrichtung für einen weiteren Dienst,
beispielsweise zum Empfang in dem DAB-L-Band, zumindest
Abschnitte aufweist, die kleiner sind als lambda/8(λ/8).
In einer bevorzugten Ausführungsform ist eine zumindest
vorgesehene erste Antenneneinrichtung und eine zweite
Antenneneinrichtung so angeordnet, dass beide Antenneneinrichtungen
insgesamt in einem Abstand kleiner λ/8 angeordnet
sind. Dabei bedeutet "λ", wenn es sich bei der Antenne
für den Mobilfunkbereich um eine Multibandantenne handelt,
bevorzugt die Wellenlänge im obersten Telefon-Frequenzband.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform gemäß
Unteranspruch 2 ist vorgesehen, dass die Strahlerabschluss-Impedanzen
der Mobilfunk-Antenne und des DAB-Strahlers
so optimiert sind, dass die durch beide Antenneneinrichtungen
sich gegenseitig beeinflussenden Strahlungs-Diagramme
bezüglich Rundheit und Gewinn optimale
Werte aufweisen. Dies kann bevorzugt durch eine geeignete
Filterschaltung erfolgen. Bei der DAB-Antenne kann diese
Abschluss-Impedanz auch durch einen selektiven Antennen-Verstärker
gebildet werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Dabei zeigen im Einzelnen:
- Figur 1:
- eine schematische Seitenansicht eines ersten
erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels;
- Figur 2:
- eine Draufsicht auf das Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 1;
- Figur 3:
- ein weiteres Ausführungsbeispiel in schematischer
Seitenansicht ähnlich zu jenem
nach Figur 1;
- Figur 4:
- ein weiteres abgewandeltes Ausführungsbeispiel
in schematischer Seitenansicht; und
- Figur 5:
- ein nochmals abgewandeltes Ausführungsbeispiel
in schematischer Seitenansicht.
In Figur 1 ist in schematischer Seitenansicht eine erfindungsgemäße
Antennenanordnung mit einem Chassis 1 gezeigt,
welches beispielsweise aus einem Druckgussteil, insbesondere
aus einem Alu-Druckgussteil bestehen kann. Entsprechend
der schematischen Draufsicht nach Figur 2 kann dieses
in Draufsicht bootskörper- oder surfbrettähnlich gestaltet
sein, d.h. von einem eher schmaleren oder vorlaufenden
Bereich zu einem breiteren rückwertigen Bereich
verlaufen. Dies ist jedoch für die Erfindung als solche
nicht wesentlich.
In Figur 1 wie aber auch in Figur 2 ist das Chassis 1 nur
schematisch dargestellt. Es umfasst in der Regel einen
umlaufenden Rand und einen vom Rand nach innen versetzt
liegenden tieferen Bereich, so dass mit in der Regel ähnlicher
Konturführung (aber etwas geringeren Außenmaßen)
auf den umlaufenden Rand des Chassis 1 eine Leiterplatine
aufgelegt bzw. aufgeschraubt werden kann. Auf der Oberseite
der Leiterplatine sind dann die nachfolgend noch erläuterten
Antennenelemente vorgesehen und befestigt. Auf der
Unterseite der Leiterplatine sind dann die entsprechenden
elektrischen und elektronischen Komponenten vorgesehen,
aufgelötet etc., die dann in jenem Bereich liegen, in dem
das Chassis mit dem zum umlaufenden Rand tieferliegenden
Boden versehen ist.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst die Antennenanordnung
eine erste Antenneneinrichtung 3 für den Mobilfunkbereich
mit einem Strahlerelement 3' für ein unteres
Frequenzband und einem Strahlerelement 3" für das obere
Frequenzband. Das Strahlerelement 3' für den unteren Frequenzbereich
ist dabei ferner mit einem Leitungsabschnitt
3'a versehen, der sich vorzugsweise näherungsweise rechtwinklig
oder horizontal an einen ersten oder eher vertikalen
Strahlerabschnitt 3'b anschließt bzw. bevorzugt zumindest
näherungsweise parallel zum Chassis 1 verläuft.
Beide Strahlerelemente 3' und 3" haben eine gemeinsame in
der Mitte liegende Einspeisung 9, die nachfolgend teilweise
auch als Fußpunkt 9 bezeichnet wird. Das Strahlerelement
3' für den unteren Frequenzbereich ist beispielsweise
zum Empfang von 810 MHz bis 960 MHz geeignet, wohingegen
das Strahlerelement 3" für den oberen Frequenzbandbereich
von etwa 1710 MHz bis 2170 MHz geeignet ist.
Schließlich könnten die erläuterten Antennen auch noch an
ihrem freien Leitungsabschnittsende mit einer Dachkapazität
versehen sein.
Mit Seitenversatz dazu ist im gezeigten Ausführungsbeispiel
nunmehr eine zweite Antennenanordnung 13 vorgesehen,
die zum Empfang eines anderen Dienstes geeignet ist. Im
gezeigten Ausführungsbeispiel ist sie als DAB-Antenneneinrichtung
zum Empfang von digitalen Diensten, d.h. digitaler
Radioprogramme vorgesehen. Insbesondere kann sie auch
zum Empfang des sogenannten L-Bandes geeignet sein, d.h.
zum Empfang nur regionaler Programme, wie sie im städtischen
Bereich oder in Ballungsräumen ausgestrahlt werden
bzw. ausgestrahlt werden sollen. Diese weitere oder zweite
Antennenanordnung wird deshalb nachfolgend teilweise auch
als DAB-Antenne bezeichnet.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist also diese DAB-Antenne
13 auf dem gemeinsamen Chassis 1 neben der ersten Antennenanordnung
1 vorgesehen. Die Antenne ist dabei als
Monopol-Antenne ausgebildet. Sie kann physikalisch-räumlich
als separate Antenne ausgebildet sein. Sie kann genauso
aber auch als leitende Fläche auf einer Leiterplatine
oder einem sonstigen Substrat ausgebildet sein. Diese
Leiterplatine oder das Substrat 17 kann dabei beispielsweise
nur die DAB-Antenne 13 aufnehmen. Ebenso kann für
die erste Antennenanordnung eine separate Leiterplatine
oder ein separates Substrat 17 mit entsprechenden leitenden
Flächen zur Ausbildung der dort wiedergegebenen Antenneneinrichtung
vorgesehen sein. Von daher eignet sich
grundsätzlich eine gemeinsame Leiterplatine oder ein gemeinsames
Substrat 17, auf der nicht nur die erste, sondern
auch die zweite Antennenanordnung als leitende Flächen
ausgebildet ist.
Die erwähnte und in den Figuren 1 und 2 gezeigte Leiterplatine
zur Aufnahme der Antennenanordnung (oder allgemeines
Substrat) ist bevorzugt auf der parallel zum Chassis
1 und/oder damit senkrecht oder quer zur Leiterplatine 17
verlaufenden weiteren Leiterplatine 1' mechanisch verankert
und entsprechend mit den dort vorgesehenen elektrischen
und elektronischen Komponenten kontaktiert.
Nur der Vollständigkeit halber wird erwähnt, dass im gezeigten
Ausführungsbeispiel auch noch eine dritte Antenneneinrichtung
113 vorgesehen ist, die im gezeigten Ausführungsbeispiel
aus einem Patch-Strahler 113 besteht.
Dieser Patch-Strahler 113 ist als GPS-Strahlerelement
ausgebildet, dient also zur Positionierung bzw. zur Positionsfindung
eines mit der erfindungsgemäßen Antenne ausgestatteten
Fahrzeuges.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Abstand zwischen
der DAB-Antenne 13, d.h. zwischen dem für den weiteren
Dienst vorgesehenen Strahlerelement 13 und dem benachbarten
ersten Strahlerelement 3" der ersten Antennenanordnung
für den höheren Frequenzbereich < λ/8, wobei λ die Wellenlänge
im oberen Telefon-Frequenzband ist.
Schließlich ist aus Figur 1 auch zu ersehen, dass zur
Verbesserung des Strahlungs-Diagramms, d.h. zur Erzielung
einer verbesserten Rundheit des Strahlungs-Diagramms sowie
zur Erzielung eines verbesserten Antennengewinns ferner
noch eine entsprechende Abschluss-Impedanz mit Hilfe von
Filterschaltungen vorgesehen ist. Dabei kann gemäß Figur
1 bei dem DAB-Antennenelement 13 die Abschluss-Impedanz
auch durch einen selektiven Antennen-Verstärker gebildet
sein.
In Figur 1 ist dabei eine Anschlussleitung 43 gezeigt, die
zur DAB-Antenne 13 führt. In dieser Anschlussleitung 43
ist eine Anpassschaltung AP1 vorgesehen, die an ihrer zur
Antenne 13 gegenüberliegenden Anschlussseite über die
Leitung 43 zu dem DAB-Anschluss oder einen DAB-Verstärker
(falls vorhanden), führt. Abweichend von der Zeile gemäß
Figur 1 wird üblicherweise die Anpassschaltung AP1 nicht
an einer beliebigen Stelle in der Anschlussleitung 43
angeordnet sein, sondern unmittelbar am Antennenfußpunkt
9'. Insoweit ist der in Figur 1 dargestellte Leitungsabschnitt
43 zwischen der Anpassschaltung AP1 und dem
Antennenfußpunkt 9' nur schematisch und als Blockschaltbild
zu verstehen. Denn eventuelle Leitungen am Antennenfußpunkt
dienen schon der Transformation der Anpassungen
und wären insoweit als Teil der Anpassschaltung AP1 zu
verstehen.
Ebenso führt zur Antenneneinrichtung 3 eine Anschlussleitung
53, in welcher eine weitere Anpassschaltung AP2
geschaltet ist. An der zur Antenneneinrichtung 3 gegenüberliegenden
Anschlussseite ist die Anpassschaltung AP2
mit einem Telefon bzw. einem Telefonverstärker, falls
vorhanden, verbunden. Auch in diesem Falle gilt das vorstehend
gesagte. Auch die Anpassschaltung AP2 wird abweichend
von der Zeichnung bevorzugt direkt am Fußpunkt 9 der
Antenne 3 angeordnet sein, so dass auch hier der vermeintliche
Leitungsabschnitt 53 zwischen der Anpassschaltung
AP2 und dem Fußpunkt 9 lediglich als schematisches Blockschaltbild
zu verstehen ist, um den Funktionszusammenhang
zu erläutern.
Die erwähnten Anpassschaltungen AP1 und AP2 an den Fußpunkten
9' und 9 der beiden Antenneneinrichtungen 13 und
3 sind dabei bevorzugt unterhalb der Leiterplatinenanordnung
1' vorgesehen, so dass sie direkt an den Fußpunkten
9' und 9 angeschlossen werden können. Die Leiterplatinen
sind hier mit entsprechenden durchkontaktierten Leitungsverbindungen
versehen. Wie erwähnt sind auch die anderen
elektrischen und elektronischen Komponenten bevorzugt auf
der Unterseite der Leiterplatine 1' angeordnet, weshalb
die in den Figuren 1 und 2 nur schematisch gezeigte Formgebung
des Chassis in der Praxis so ausgebildet ist, dass
neben einem umlaufenden Rand- oder Flanschbereich ein
mittlerer Bereich vorgesehen ist, der einen demgegenüber
tieferliegenden Boden aufweist, so dass hier ein Aufnahmeraum
im Chassis 1 für die erwähnten elektrischen und elektronischen
Komponenten einschließlich der Anpassschaltung
AP1 und AP2 vorgesehen ist. Auch aufgrund dieser räumlichen
Anordnung der Schaltung AP1 und AP2 ist ersichtlich,
dass die in Figur 1 nur schematisch wiedergegebenen
Verbindungs-Leitungsabschnitte 43 und 53 zu einem vermeintlichen
Fußpunkt 9' und 9 in der Praxis so nicht vorhanden
ist. Figur 1 dient insoweit lediglich der Verdeutlichung
des Ozonschemas.
Durch diese Anpassschaltung werden im wesentlichen zwei
Funktionen erfüllt. Zum einen werden die Antennen für ihr
jeweiliges Sende-Empfangsband auf 50 Ohm bzw. an den DAB-Eingangsverstärker
(falls vorhanden) angepasst.
Zum anderen werden Frequenzbereiche, die im Frequenzband
der jeweils anderen Antenne liegen, so transformiert, dass
die Impedanz am Fußpunkt der Antenne sich günstig auf die
Strahlungsdiagramme und den Gewinn der Antenne auswirkt.
Günstig sind dabei niedrige Impedanzen (ähnlich einem
Kurzschluss) bis hin zu mittleren Impedanzen (beispielsweise
um 50 Ohm). Ungünstig sind hohe Impedanzen (ähnlich
einem Leerlauf).
Das heißt, dass zum Beispiel die Impedanz des angeschlossenen
50 Ohm Kabels, das zur Telefon-Antenne führt, durch
die Anpassschaltung AP2 im Frequenzband der Telefonantenne
auf die konjugiert komplexe Fußpunktimpedanz der Telefonantenne
transformiert wird (entspricht einer Leistungsanpassung
im Sende- und Empfangsband).
Zum anderen werden die 50 Ohm des Kabels beim DAB-Empfangsband
auf eine niedrige bis mittlere Impedanz transformiert.
Analog anders herum funktioniert dies für die Anpassschaltung
AP1. Das heißt, dass zum Beispiel die Impedanz des
angeschlossenen 50 Ohm Kabels, das zur DAB-Antenne führt,
durch die Anpassschaltung AP1 im Frequenzband der DAB-Antenne
auf die konjugiert komplexe Fußpunktimpedanz der
DAB-Antenne transformiert wird (entspricht einer Leistungsanpassung
im Empfangsband). Zum anderen werden die
50 Ohm des Kabels bei dem Telefon-Empfangsband auf eine
niedrige bis mittlere Impedanz transformiert.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 ist eine Abwandlung
insoweit gezeigt, als die DAB-Antenne mit einer doppelten
Abwinklung 21 unter Erzeugung eines stufenförmigen
Versatzes ausgebildet ist. Dies dient zur Verringerung der
Gesamtbauhöhe der DAB-Antenne. In diesem Ausführungsbeispiel
ist in Abweichung zu Figur 1 und 2 die Anordnung der
DAB-Antenne nicht so, dass die DAB-Antenne insgesamt innerhalb
eines Abstandes < λ/8 zur benachbarten Strahleranordnung
3" für den höheren Telefon-Frequenzbereich angeordnet
ist. Die Anordnung ist in diesem Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 3 derart gewählt, dass zumindest Abschnitte
der DAB-Antenne in einem Abstand < λ/8 zur benachbarten
Mobilfunk-Strahlereinrichtung 3" angeordnet
sind. D.h., dass der Abstand im gezeigten Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 3 zwischen dem Einspeise- oder Fußpunkt
9 der ersten Antennen- und Strahleranordnung 3 und dem
Einspeise- oder Fußpunkt 9' der zweiten Strahleranordnung
13 > λ/8 sein kann, wobei beide Antenneneinrichtungen 3,
3" und 13 zumindest Strahlerabschnitte 3x und 13x aufweisen,
deren Abschnitt < λ/8 ist (λ wiederum bezogen auf
die Wellenlänge im oberen Telefon-Frequenzband der Strahleranordnung
3'). Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind
also die auslaufenden Antennenabschnitte gegenüberliegend
zu den jeweiligen Einspeise- und Fußpunkten 9, 21 im Abstand
< λ/8 angeordnet.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4 ist eine Abwandlung
gezeigt, bei dem die DAB-Antenne 13 zwischen der
Strahlereinrichtung 3' für das untere Frequenzband und der
Strahlereinrichtung 3" für das obere Frequenzband angeordnet
ist. Dabei kann das Strahlerelement 13 oder der entsprechende
Abschnitt 13x in etwa in der Mitte zwischen den
beiden Strahlerelementen 3', 3" und der Mobilfunkantenneneinrichtung
3 oder auch zur Mitte versetzt liegend angeordnet
sein. In diesem Fall ist die Einspeiseleitung 15
der DAB-Antenne kontaktlos an der Einspeiseleitung oder
der Verzweigungsleitung der Antenneneinrichtung 3 entsprechend
vorbeigeführt (beispielsweise auf der gegenüberliegenden
Seite einer Leiterplatine, wenn beispielsweise
die erste Antennenanordnung 1 auf der einen Seite
der Leiterplatine und die zweite Antennenanordnung 113 auf
der gegenüberliegenden Seite der Leiterplatine ausgebildet
ist).
Schließlich ist anhand von Figur 5 ein weiteres abgewandeltes
Ausführungsbeispiel gezeigt, bei der die Antennenanordnung
eine Mobilfunkantenne 3 für einen unteren sowie
einen oberen Frequenzbereich umfasst, und dabei das Antennenstrahlerelement
3' und 3" symmetrisch ausgebildet sind,
d.h. symmetrisch zu einer vertikalen Mittelebene. Beide
Antennenstrahlerelemente 3', 3" sind dabei nach Art eines
umgedrehten "U" gebildet. Der DAB-Strahler 13 ist dabei in
der Mitte positioniert und zur Erzielung einer Verkürzung
mit einer Dachkapazität ausgebildet. Dadurch lässt sich
ein besonders rundes Strahlungs-Diagramm für alle Frequenzbereiche
erzielen. Wie dabei aus der Darstellung
gemäß Figur 5 auch zu ersehen ist, ist der Antennenabschnitt
3'a als vollflächiger metallisierter Bereich ausgebildet.
Die gesamte Antennenanordnung ist deshalb bevorzugt
auf einem Substrat, vorzugsweise in Form einer Leiterplatine
ausgebildet oder vorgesehen.