Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, eine
Vorrichtung und ein aus einer solchen Vorrichtung und
einer Gießform bestehendes System, mit denen Schmelzen
oder andere fluide Stoffe ohne unerwünschte
Eigenschaftsänderungen aus einem Vorratsbehälter
entnommen, abgemessen, und auch über größere Wegstrecken
einer Gießmaschine oder Gießform zugeführt werden können.
Aus der Praxis des Metallgießens sind eine Vielzahl
unterschiedlicher Beschickungseinrichtungen bekannt
(vergl. E. Brunhuber und S. Hasse, Gießereilexikon,
Verl. Schiele und Schön, Berlin 2001, S. 137 - 139).
Hierzu zählen einerseits Schöpflöffel und Tauchtiegel mit
Bodenverschluss. Bei diesen Vorrichtungen ist die
traditionelle Handarbeit des Gießers mechanisiert, bei
der an offener Atmosphäre das für einen Guss
erforderliche Schmelzequantum dem Ofen entnommen und mit
frei fallendem Gießstrahl in die Form oder Gießmaschine
entleert wird. Dabei sind Prozessstörungen durch die
verstärkte Bildung von Oxiden und Wasserstoffaufnahme
infolge der erforderlichen überhöhten Schmelzetemperatur
sowie Anhaftungen und Verschmutzung der Fließwege für die
Schmelze unvermeidbar. Die Verunreinigungen werden häufig
in das Gussgefüge eingeschleppt und beeinträchtigen die
Produktqualität.
Zusätzlicher Aufwand muss zur Verbesserung der
Dosiergenauigkeit mit dem Einsatz von Schwimmern oder
Niveaufühlern zur Kontrolle des sich verändernden
Badspiegels im Warmhalteofen getrieben werden.
Die Zeitschrift Giesserei, 49. Jahrgang (1962), Heft 14,
S. 394 - 395 beschreibt ein Verfahren zur automatischen
Metallbeschickung mit einem an einer Laufkatze hängenden
Dosier- und Transporttiegel mit Boden-Stopfenverschluss,
der zum Dosieren in das Schmelzebad eines Ofens
eingetaucht wird. Zum Füllen und Entleeren des Tiegels
erfolgt die Betätigung des Stopfenventils. Auch hier muss
die Dosiergenauigkeit mit Hilfe eines Schwimmers
verbessert werden. Nachteilig bei diesem System ist die
mangelnde Prozesssicherheit des Stopfenventils sowie
Schwankungen bei der Temperatur und der Dosiergenauigkeit
infolge von Metallanhaftungen und Leckagen und nicht
zuletzt ein hoher Aufwand und Verschleiss an mechanischen
Komponenten.
Bei den Dosieröfen andererseits wird für den
Schmelzetransport über Steigrohr und angeschlossene
offene Rinne im großen Ofenvolumen der Gasdruck im
Dosiertakt variiert. Dies führt zunächst zu einem
erheblichen Gasverbrauch und Aufwand bei der
Gasdrucksteuerung. Das fließende Schmelzequantum wird
hier über die Zeit gesteuert, was erfahrungsgemäß
erhebliche Schwankungen verursacht.
Bei den Dosiergefäßen im Schmelzebad des Ofens ist die
Qualitätsbeeinträchtigung der Schmelze durch hohe
Temperaturen und Fließen an offener Atmosphäre ebenfalls
unvermeidlich.
Das Verfahren nach DE 19821946 A1 versucht, diese
Nachteile zu beheben, muss jedoch auf aufwändige Zusatz-Komponenten
wie Schieberventil, kippbare
Quantifizierbehälter oder Steigrohre zurückgreifen und
kann einen frei fallenden Gießstrahl der Schmelze an Luft
vor Eintritt in die Form oder Gießmaschine nicht
vollständig vermeiden.
Im Hinblick auf die Formfüll- und Erstarrungsvorgänge in
der Gießform wird bei den bekannten Dosiermethoden auf
die herkömmlichen Abläufe des Druck- oder
Schwerkraftgießens zurückgegriffen.
Bei allen derzeit im Einsatz befindlichen Verfahren und
Vorrichtungen zum automatischen Dosieren und
Transportieren von Schmelzen im rauhen Gießereibetrieb an
offener Atmosphäre ist die Qualität des
Produktionswerkstoffs unbefriedigend, der Aufwand bei den
Anlagen erheblich, was insgesamt zu eingeschränkter
Prozesssicherheit, Anlagenverfügbarkeit und
Wirtschaftlichkeit führt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein einfaches,
prozesssicheres und dabei flexibles Verfahren zu
schaffen, welches die geschilderten Mängel herkömmlicher
Methoden mit dem Einsatz zusätzlicher mechanischer
Komponenten und Abdichtungen für die Schmelze überwindet
und darüber hinaus neue Möglichkeiten eröffnet, den
Formfüll- und Erstarrungsvorgang in der Gießform zu
optimieren.
Verfahrensmäßig wird diese Aufgabe durch ein Verfahren
zum Vergießen einer Metallschmelze in eine Gießform
gelöst, dass folgende Schritte umfasst:
- Zuleiten der Metallschmelze zu einem Druckraum, in dem
die in diesem Betriebszustand geschlossene
Einströmöffnung eines zu der jeweiligen Gießform
führenden Gießrohrs positioniert ist,
- Erhöhen des Drucks in dem Druckraum derart, dass die
Einströmöffnung des Gießrohrs frei von Metallschmelze
gehalten wird,
- Öffnen der Einströmöffnung,
- Absenken des Drucks in dem Druckraum derart, dass
Metallschmelze in das Gießrohr einströmt und die
Gießform füllt,
- Verschließen der Einströmöffnung nach einer für die
Befüllung der Gießform mit Metallschmelze ausreichenden
Dauer.
Gemäß einer alternativen Variante des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird die oben genannte Aufgabe auch durch ein
Verfahren zum Vergießen einer Metallschmelze in eine
Gießform gelöst, das folgende Schritte umfasst:
- Zuleiten der Metallschmelze zu einem Druckraum, in dem
die Einströmöffnung eines zu der jeweiligen Gießform
führenden Gießrohrs positioniert ist,
- Ändern des in das Gießrohr einströmenden
Metallschmelzenstroms durch Variieren des in der
Druckkammer herrschenden Drucks.
Selbstverständlich lassen sich die beiden Varianten des
erfindungsgemäßen Verfahrens auch miteinander
kombinieren.
Ebenso wird die voranstehend genannte Aufgabe durch eine
Vorrichtung zum Vergießen von Metallschmelze in eine
Gießform gelöst, die mit einem Druckraum, der an eine
Druckversorgung angeschlossen ist und eine Zuströmöffnung
für die Metallschmelze aufweist, und mit einem Gießrohr
ausgestattet ist, dessen Einströmöffnung in dem Druckraum
angeordnet ist.
Des Weiteren besteht eine Lösung der voranstehend
genannten Aufgabe in einem System zum Vergießen von
Metallschmelze umfassend eine erfindungsgemäß
ausgebildete Vorrichtung zum Vergießen der Metallschmelze
und eine Gießform, die mit einer Gasversorgung verbunden
ist.
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, den in einem
gegenüber der Umgebung im Gießbetrieb gasdicht
abgeschotteten Druckraum herrschenden Druck so zu regeln,
dass das in die Gießform gelangende Schmelzenvolumen
exakt quantifiziert ist. So lässt sich durch Variation
des Drucks in der Druckkammer während des Gießvorgangs
der Füllstand in der Gießkammer genau regeln. Durch die
mit einer Druckerhöhung einhergehende Absenkung und die
durch bei Druckverminderung in der Druckkammer
eintretende Erhöhung des Schmelzenspielgels kann der in
das Gießrohr eintretende Volumenstrom beeinflusst werden.
Im Ergebnis lässt sich so eine optimale Füllung der
Gießform und eine ebenso optimale Portionierung der
jeweils ausgebrachten Schmelzenmenge gewährleisten.
Gleichzeitig ermöglicht es die Erfindung, die Befüllung
der Gießform so durchzuführen, dass es beim Vergießen von
Metallschmelze, bei dem die Gießformen an eine
Schmelzenzuführung angeschlossen werden
("Kontaktgießen"), nach Beendigung des Füllvorgangs im
Zuge des Schließens der Schmelzenzuführung zu dem unter
Gießern gefürchteten, so genannten "Füllschock" kommt.
Bei herkömmlichen Kontakt-Gießvorrichtungen löst das
Verschließen der Schmelzenzuführung einen kurzen
Druckstoß aus, der die Qualität des Gießergebnisses
entscheidend negativ beeinflussen kann.
Gemäß einer besonders praxisgerechten Ausgestaltung der
Erfindung ist die Einströmöffnung des Gießrohres in einer
bestimmten Höhe über dem unteren Rand des Druckraums
angeordnet ist, wobei die Metallschmelze in Folge der
Druckerhöhung vor dem Öffnen der Einströmöffnung des
Gießrohrs unterhalb des Niveaus der Einströmöffnung
gedrückt wird.
Dabei ermöglicht es die Erfindung, während der
Schmelzenzuführung die Fließgeschwindigkeit unabhängig
von der Fallbeschleunigung zu regeln. Zu diesem Zweck ist
es erfindungsgemäß vorgesehen, den Druck in der
Druckkammer während des Einströmens der Metallschmelze in
das Gießrohr zu regeln. Die Druckregelung erfolgt dabei
bevorzugt in Abhängigkeit von der jeweils erfassten Ist-Fließgeschwindigkeit
der durch das Gießrohr strömenden
Metallschmelze.
Alternativ oder ergänzend zu einer Regelung der
Füllgeschwindigkeit über den im Druckraum herrschenden
Druck kann die Flißegeschwindigkeit durch das Gießrohr
auch dadurch geregelt werden, dass der im Formhohlraum
der Gießform herrschende Druck entsprechend den
jeweiligen Anforderungen variiert wird.
Eine weitere hinsichtlich der Vermeidung des Füllschocks
besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist
dadurch gekennzeichnet, dass bei Erreichen eines
Mindestfüllstandes in der Gießform ein Gaspolster
aufgebaut wird, das in Wirkverbindung mit dem in die
Gießform eingefüllten Schmelzenvolumen steht. Dieses
Gaspolster federt auf die in die Gießform eingefüllte
Schmelze wirkende Druckschwankungen ab, so dass
einerseits eine gleichmäßige Formfüllung gewährleistet
ist und andererseits die mit der Befüllung der Form
einsetzenden Erstarrungsprozesse nicht durch plötzliche
Druckstöße gestört werden.
Die Gefahr des Auftretens eines Füllschocks kann dadurch
weiter minimiert werden, dass bei Erreichen eines
Sollfüllstandes der Gießform das Druckpolster entlastet
wird. Besonders günstig erweist sich diese Ausgestaltung
in Verbindung mit der erfindungsgemäß ebenso vorgesehenen
Möglichkeit, den Druck im Druckraum vor dem Verschließen
der Einströmöffnung des Gießrohrs derart zu erhöhen, dass
das Niveau der in dem Druckraum vorhandenen Schmelze
unter dem Niveau der Einströmöffnung liegt. Durch diese
Möglichkeit lässt sich sicherstellen, dass die
Eintrittsöffnung des Gießrohres frei von Metallschmelze
ist, bevor die Eintrittsöffnung verschlossen wird. Schon
auf diese Weise ist die Gefahr der Entstehung eines
Druckstoßes beim Schließen der Öffnung deutlich
vermindert. Indem einhergehend mit der Druckerhöhung auch
noch ein in der Gießform vorhandenes Druckpolster
druckentlastet wird, ist sichergestellt, dass sich im
Eingangsbereich des Gießrohrs selbst ein Gaspolster
bildet, welches jeden von dem Schließmechanismus
ausgehenden Druckstoß abfedert, bevor er die Schmelze
erreicht.
Unerwünschte Reaktionen der Schmelze mit der im Druckraum
vorhandenen Atmosphäre lassen sich in an sich bekannter
Weise dadurch lösen, dass als in den Druckraum
einzuleitendes Gas ein hinsichtlich der Metallschmelze
sich intert verhaltendes Gas verwendet wird. Geeignet
sind dazu beispielsweise Stickstoff, Argon alleine oder
als Gemisch.
In praxisgerechter Ausführung der Erfindung wird die
Metallschmelze in ein Zwischengefäß geleitet, mit dem der
Druckraum verbunden ist. Die der Gießform zugeordnete
Abströmöffnung des Gießrohrs in der Gießform wird dabei
bevorzugt so positioniert, dass die Abströmöffnung durch
einen Rückstau der zuerst in die Gießform austretenden
Schmelze gasdicht verschlossen wird. Die Gasdichtheit des
Druckraums ist so auf besonders einfache Weise
gewährleistet.
Eine schichtende Befüllung ohne Störung bereits gefüllter
Bereiche der Gießform lässt sich dadurch bewerkstelligen,
dass die Position der Abströmöffnung des Gießrohrs in der
Gießform während des Einströmens von Metallschmelze
verändert wird. Dazu kann die Höhe der Abströmöffnung
über dem Boden der Gießform verändert werden.
Um einen Kontakt der Schmelze mit in der Gießform oder
dem Druckraum vorhandener Umgebungsatmosphäre zu
verhindern, kann des Weiteren der Druckraum und die
Gießform vor dem Abgießen der Metallschmelze mit einem
inerten Gas geflutet werden, das die jeweils zuvor
vorhandene Atmosphäre aus der Gießform und dem Druckraum
spült.
Besonders geeignet ist das erfindungsgemäße Verfahren für
das Vergießen von Leichtmetallschmelze, insbesondere von
auf Aluminium- oder Magnesium-basierenden Schmelzen.
Bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ist der Druckraum
bevorzugt in einem Gehäuse gebildet, das im Bereich
seines Bodens oder der an den Boden angrenzenden
Wandbereiche die Zuströmöffnung aufweist und das über das
die Einströmöffnung aufweisende Ende des Gießrohres
gestülpt ist. Diese Ausgestaltung ermöglicht es auf
einfache Weise, die Schmelze dem Druckraum unter
Aufrechterhaltung seiner gasdichten Abschottung gegenüber
der Umgebung zuzuführen. Die Zuströmöffnung kann dabei
dadurch gebildet sein, dass der Boden des Gehäuses
vollständig geöffnet ist, so dass Schmelze über eine
große Bodenöffnung in den Druckraum strömen kann.
Zweckmäßiger Weise sollte die Mündung der Zuleitung der
Gasversorgung in einem höher als die Zuströmöffnung
liegenden Bereich des Gehäuses angeordnet sein, um eine
unerwünschte Mischung von Gas und Schmelze sowie die
Entstehung von ebenso unerwünschten Strömungen im
Druckraum zu vermeiden.
Um ein Einfrieren der Schmelze und ähnliche störende
Einflüsse während des Gießens zu vermeiden, kann bei
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Beheizen ihrer
mit der Metallschmelze in Berührung kommenden Bauelemente
eine Heizung vorgesehen sein.
Die Erfindung lässt sich auch dann nutzen, wenn der
Druckraum einem Niederdruckgießofen zugeordnet ist. In
diesem Fall kann die Erfindung zum exakten,
störungsfreien Dosieren von Metallschmelze und deren
Transport genutzt werden.
In der Praxis lässt sich die Ausbildung eines
Gießpolsters in der Gießform auf einfache Weise dadurch
bewerkstelligen, dass die Gießform einen Speiserabschnitt
besitzt und dass die Gasversorgung an den
Speiserabschnitt angeschlossen ist. Über den
Speiserabschnitt erfolgt die Befüllung der Gießform in
der Regel in einer Weise, dass der Speiserbereich selbst
nur über einen Abfluss mit dem Hohlraum verbunden ist, in
dem das eigentliche Gussstück abgebildet wird. Mit dem
Speiser steht somit ein definierter Raum zur Verfügung,
in dem bei geeigneter Abdichtung das Gaspolster
problemlos gebildet werden kann. Das Gaspolster kann
dabei dazu genutzt werden, die im Speiser enthaltene
Schmelze in die Gießform zu drücken. Im Ergebnis wird so
zusätzlich die Ausnutzung des in die Gießform gegebenen
Schmelzenvolumens verbessert.
Um auch die Befüllung und Entleerung der Gießform mit
bzw. von Druckgas automatisiert durchführen zu können,
ist es gemäß einer weiteren Variante der Erfindung
vorgesehen, dass die Gießform eine
Füllstandserfassungsvorrichtung aufweist. Diese
Füllstandserfassungsvorrichtung ist dabei bevorzugt mit
einer Steuereinrichtung verkoppelt, die bei Erreichen
eines Mindestfüllstands druckbeaufschlagtes Gas in die
Gießform einströmen lässt, um dort ein gegen die Schmelze
wirkendes Gasdruckpolster zu erzeugen, und die das in der
Gießform gebildete Gasdruckpolster druckentlastet, wenn
der Sollfüllstand in der Gießform erreicht ist.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung werden zur
Lösung der oben genannten Aufgabe ein in einem
abgedichteten unter Schutzgas stehenden und zwischen Ofen
und Gießform oder Gießmaschine mobil oder stationär
angeordneten System mit zwei auf unterschiedlicher Höhe
liegenden Durchflussöffnungen zum quantifizierenden
Füllen mit einer Schmelze und anschließenden Entleeren
ohne Atmosphärenzutritt in mehreren Druckräumen
Gasdruckdifferenzen eingestellt.
Zum Verfahrensablauf wird im Fall der mobilen Variante
die Einrichtung mit zwei ineinander stehenden Rohren über
das Schmelzebad eines Ofens gebracht und mit der unteren
Mündung ihres nach unten herausragenden inneren Rohres
eingetaucht. Durch Gasdruckerniedrigung im Gefäß steigt
die Schmelze im inneren Rohr hoch, fließt über seine
obere Mündung nach unten durch den Hohlraum zwischen den
Rohren und füllt durch den Ringspalt des äußeren Rohrs am
Gefäßboden steigend das Dosiergefäß auf, bis ein
Pegelstand über der oberen Mündung des inneren Rohrs
erreicht ist. Durch Druckausgleich auf Atmosphärendruck
im Gefäß fließt Schmelze dann über das innere Rohr in den
Ofen zurück, bis das Schmelzequantum durch die obere
Mündung des inneren Rohrs begrenzt ist. Nun kann das
Dosiergefäß mit der Schmelze zur Gießmaschine oder
Gießform gebracht und durch Gasdruckerhöhung im Gefäß
entleert werden. Dabei verschließt die zuerst
ausgetretene Schmelze die untere Mündung des Innenrohrs
gegen Lufteintritt, so dass die Ausfließgeschwindigkeit
allein über den Druck geregelt werden kann.
Im Beispiel der stationären Einrichtung wird die Schmelze
mit Gasdruck über das Steigrohr eines abgedichteten Ofens
zur Füllung durch die obere Durchflussöffnung in ein
angeschlossenes horizontales oder schrägliegendes Rohr
gedrückt. Nach Druckreduzierung sinkt der Schmelzepegel
im Steigrohr unter die obere Durchflussöffnung, das
Schmelzevolumen im Rohr ist quantifiziert. Danach wird
der Gasdruck über der oberen Durchflussöffnung erhöht und
die Schmelze aus dem Rohr durch die untere
Durchflussöffnung mit angeschlossener doppelter Umlenkung
in die Gießmaschine oder Gießform befördert.
Für beide Varianten kommt ein geschlossenes
Schutzgassystem zum Einsatz, bei dem das Gasvolumen über
zahlreiche Dosierzyklen erhalten bleibt und lediglich
geringfügige Leckverluste ergänzt werden müssen. Die für
das Schmelzedosieren erforderlichen Gasdruckdifferenzen
werden mit Hilfe eines elektrischen, pneumatischen oder
hydraulischen Antriebs erzeugt und durch geeignete
Ventile geregelt.
Die Vorteile der vorliegenden Erfindung erstrecken sich
zunächst auf den Erhalt der metallurgischen Qualität der
Schmelze beim Dosieren und Transportieren. Durch die
Schmelzeführung im geschlossenen Schutzgassystem werden
alle schädlichen Einflüsse beim freien Fall des
Schmelzestrahls an Atmosphäre oder beim Fließen in einer
offenen Rinne, an erster Stelle Oxidbildung und
Wasserstoffaufnahme, ausgeschaltet. Weiterhin kann der
nachteilige Temperaturverlust beim Schmelzetransport
unterbunden und die beim Stand der Technik erforderlichen
Überhitzungen vermieden werden.
Das geschlossene Schutzgassystem ermöglicht durch die
Gasrückgewinnung auch den Einsatz teurerer Gase wie z. B.
Argon. Dieses kann bei besonders reaktiven Schmelzen,
beispielsweise Magnesiumlegierungen, auf nunmehr
wirtschaftliche Weise verwendet werden.
Hervorzuheben ist weiterhin die Verbesserung der
Dosiergenauigkeit. Der Verzicht auf die Zeitsteuerung bei
der Schmelzequantifizierung eliminiert die Streuungen
beim Stand der Technik, erhöht die Prozesssicherheit und
ermöglicht deutliche Materialeinsparungen.
Ein besonderer Vorteil ist auch bei der Beförderung der
Schmelze aus dem Dosiergefäß in den Gießtümpel einer
Gießform, Gießmaschine oder die Schusskammer einer
Druckgießmaschine zu sehen. Die aus dem Ausflussrohr
zuerst austretende Schmelze verschließt die untere
Rohrmündung gegen die Atmosphäre, so dass jetzt die
Fließgeschwindigkeit unabhängig von der
Fallbeschleunigung allein über den Gasdruck geregelt
werden kann. In Verbindung damit eröffnet das neue
Verfahren wichtige Möglichkeiten, durch Nachführen der
Ausflussrohrmündung mit dem steigenden Schmelzepegel eine
neue schichtende Füllung von Form und Gießmaschine zu
erreichen und den Gießprozess insgesamt zu verbessern. So
wird beim Formfüllvorgang die Schmelze auf kürzestem Weg
befördert und der anschließende Erstarrungsablauf im
Sinne einer gelenkten Erstarrung optimiert. Damit kann
die Bauteilqualität erhöht, die Prozesssicherheit
gesteigert und die Gesamtwirtschaftlichkeit verbessert
werden.
Schließlich ist die universelle Anwendbarkeit der
Erfindung bei allen bekannten Gießverfahren wie
Sand - Kokillen - und Druckguss - einschließlich
Vacural - Verfahren- sowie Feinguss, Strangguss und Lost
Foam - Guss oder auch Gradientenguss mit mehreren Schmelzen
hervorzuheben. So können die bei herkömmlicher Praxis
häufig nacheinander verlaufenden Verfahrensschritte
weitgehend kombiniert und dadurch verkürzt werden, was
ihre Wirksamkeit deutlich verbessert.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von
Ausführungsbeispielen in Verbindung mit einer Zeichnung
beschrieben. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- einen Vertikalschnitt eines mobilen
Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
- Fig. 2
- einen Vertikalschnitt eines stationären
Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung in Verbindung mit der Schusskammer
einer Druckgießmaschine,
- Fig. 3
- ein Beispiel für ein Druckregelungsprinzip der
erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 4
- skizziert ein Anwendungsbeispiel der
erfindungsgemäßen Vorrichtung in Verbindung mit
einer Gießform,
- Fig. 5
- eine Vorrichtung zum Vergießen von Leichtmetall
in einem Querschnitt;
- Figuren 6a - 6p
- ein System zum Vergießen von Aluminiumbasierter
Schmelze zu Motorblöcken in
verschiedenen Betriebszuständen.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 zeigt ein Gefäß 1 mit
einem dicht verbundenen Deckel 2, aus dem ein äußeres
Rohr 3 nach unten zum Gefäßboden auf Abstand mit
Ringspalt 8 führt. In dieses äußere Rohr 3 ragt von unten
das mit dem Gefäßboden auch höhenverstellbar (nicht
dargestellt) verbundene innere Rohr 4, dessen obere
Mündung 7 den Dosierpegelstand definiert und dessen
untere Mündung 9 zur Füllung des Gefäßes 1 in einen
Schmelzevorrat 10 eintaucht. Die Höhenverstellbarkeit des
inneren Rohres 4 schafft die Möglichkeit, das
Dosierquantum zu verändern. Im oberen Teil des Gefäßes 1
sind die Räume 11 und 12 während des Betriebs mit Gas
gefüllt, dessen Druckregelung über die Anschlüsse 5 und 6
die für die Dosierung erforderlichen Schmelzepegelstände
einstellt.
Sowohl in das äußere 3 als auch innere Rohr 4 kann zum
Halten der Schmelzetemperatur eine Heizung eingebaut
sein, das Gefäß 1 kann aber auch auf herkömmliche Art von
außen beheizt werden. Ferner können zur weiteren
Absicherung (Redundanz) der Gasdruckregelung Niveausonden
13, 14 angebracht werden.
Zum Funktionsablauf wird der Druck in den Räumen 11 und
12 unter Atmosphärendruck erniedrigt, so dass die
Schmelze im inneren Rohr 4 hochsteigt, aus der Mündung 7
nach unten fließt und durch den Ringspalt 8 steigend das
Gefäß 1 füllt. Nach Erreichen eines Pegelstandes von
einigen Millimetern über der Rohrmündung 7 erfolgt der
Druckausgleich mit dem Atmosphärendruck. Dies bewirkt ein
Absinken des Schmelzepegels auf die Höhe der Rohrmündung
7, womit das gewünschte Dosierquantum erreicht ist. Durch
Gaszufuhr über Leitung 5 in den Raum 12 fällt der Pegel
in Rohr 4 auf das Niveau des Schmelzevorrats 10. Jetzt
kann die Rohrmündung 19 aus dem Schmelzevorrat 10 gezogen
und das Gefäß 1 mit dem dosierten Schmelzequantum zur
bereitstehenden Gießform oder Gießmaschine gebracht
werden. Hier senkt sich die Rohrmündung 9 auf wenige
Millimeter über dem Boden des Auffanggefäßes von Gießform
oder Gießmaschine. Jetzt wird der Gasdruck in Raum 11 des
Gefäßes erhöht, wodurch die Schmelze über den Ringspalt 8
und die obere Mündung 7 des Rohres 4 ausfließt. Da die
zuerst ausgetretene Schmelze im Auffanggefäß von Gießform
oder -Maschine die Rohrmündung 9 gegen Luftzutritt
verschließt, kann die Entleerungsgeschwindigkeit des
Gefäßes 1 unabhängig von der Fallbeschleunigung über den
Druck in Raum 11 geregelt werden. Die am Ende der
Schmelzedosierung aus Gefäß 1 durch den Ringspalt 8 in
den Raum 12 austretenden Gasblasen erzeugen eine
Unstetigkeit im Druckverlauf und können vom Regler als
Signal für die Beendigung des Dosiervorgangs genutzt
werden.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 zeigt schematisch
eine stationäre Dosiervorrichtung, die in Verbindung mit
einem Niederdruckofen arbeitet. Durch den Deckel des
Niederdruckofens 1 führt höhenverstellbar das Steigrohr
2, dessen oberes Ende mit einem Gasdruckanschluss 3
verschlossen ist. An das Steigrohr 2 ist ein
schrägliegendes Dosierrohr 4 angeschlossen, an dessen
Enden sich die Durchflussöffnungen 5 und 6 befinden. Die
untere Durchflussöffnung 6 mündet in das Gefäß 7 mit dem
Gasdruckanschluss 8. Im Gefäß 7 befindet sich das
Ausflussrohr 9, dessen untere Mündung 10 im dargestellten
Fall in die Schusskammer 11 einer Kaltkammer-Druckgießmaschine
ragt. Zur Vermeidung von
Temperaturverlusten der Schmelze können in das Steigrohr
2, das Dosierrohr 4 sowie das Gefäß 7 Heizungen eingebaut
sein.
Zum Funktionsablauf wird der Gasdruck im Niederdruckofen
1 erhöht. Damit steigt die Schmelze im Steigrohr 2 auf
ein Niveau, das im Bereich der halben Höhe der
Durchflussöffnung 5 liegt. Nun füllt die Schmelze das
Dosierrohr 4 und gelangt durch die Durchflussöffnung 6 im
Gefäß 7 auf einen Pegelstand, der mit dem in der
Durchflussöffnung 5 kommuniziert. Während dieses
Füllvorgangs kann das Gas aus dem Dosierrohr 4 über den
geöffneten Gasdruckanschluss 3 in das nicht dargestellte
Druckregelsystem entweichen. Jetzt wird der Gasdruck im
Niederdruckofen 1 leicht reduziert, die Schmelze im
Steigrohr 2 fällt unter die Unterkante der
Durchflussöffnung 5, das gewünschte Dosierquantum ist
erreicht. Danach wird die dosierte Schmelze durch eine
Gasdruckerhöhung über Anschluss 3 durch das Gefäß 7 und
das Ausflussrohr 9 in die Schusskammer 11 der
Druckgießmaschine befördert. Auch hier verschließt die
zuerst ausgetretene Schmelze die untere Mündung des
Ausflussrohres 9, so dass die Füllgeschwindigkeit in der
Schusskammer 11 unabhängig von der Fallbeschleunigung
über die Gasdruckanschlüsse 3 und 8 geregelt werden kann.
Über den Gasdruckanschluss 8 kann das Gefäß 7 und das
Ausflussrohr 9 sowie die Schusskammer 11 mit Schutzgas
geflutet werden, wobei auch eine Abdichtung 13 zwischen
dem Ausflussrohr 9 und der Schusskammer 11 beispielsweise
mit einem Faltenbalg möglich ist. Letzteres erscheint
insbesondere bei einer Zwangsentlüftung der Gießform, z.
B. Vacural-Verfahren, von Vorteil. Die am Ende des
Dosiervorgangs durch die untere Durchflussöffnung in das
Gefäß 7 austretenden Gasblasen erzeugen eine Unstetigkeit
im Druckverlauf und können wiederum als Signal,
beispielsweise für das Herausfahren des Rohres 9 aus der
Schusskammer 11 und Auslösen des Schusses, genutzt
werden.
Die Befüllung des Niederdruckofens 1 erfolgt auf
herkömmliche Weise nach Entfernung seines Deckels. Bei
der erfindungsgemäßen Einrichtung besteht auch die
Möglichkeit, den Ofen nach dem Eintauchen der Rohrmündung
10 in einen externen Schmelzevorrat mit Hilfe der
Gasdruckregelung nachzufüllen.
Fig. 3 zeigt als Beispiel das Prinzip einer
Gasdruckregelung für das erfindungsgemäße Verfahren mit
Schutzgasrückgewinnung.
Aus der Hochdruckflasche 1 wird das System mit den
Niederdruckbehältern 2 und 3 über ein Reduzierventil mit
Gas gefüllt und eventuell auftretende Leckagen im
Dauerbetrieb ergänzt. Die Pumpe 4 hält zwischen den
Behältern 2 und 3 ein Druckgefälle aufrecht, das über die
Reglergruppen 5 und 6 die angeschlossenen
Dosiereinrichtungen nach Fig. 1 und 2 versorgt.
Anstelle dieses Beispiels können auch andere geeignete
Einrichtungen für den Erhalt einer Schutzgasfüllung wie
Pneumatik-Zylinder mit Kolben oder mit Gummibalg oder
Metall-Faltenbalg ausgerüstete Behälter zum Einsatz
kommen.
In Fig. 4 schließlich wird das neue Dosierverfahren in
Verbindung mit einer Gießform für den rationellen
Mehrfachguss beispielhaft dargestellt. Das Dosiergefäß 1
entsprechend Fig. 1 ist mit einem definierten
Schmelzequantum für den gleichzeitigen Guss von
beispielsweise 16 Trägerplatten in der Gießform 2 mit den
Formhohlräumen 5 gefüllt. Nach Absenken der Rohrmündung 8
in den Bodenbereich der Gießform 2 fließt die Schmelze
aus Gefäß 1 in den zentralen Speisereinguss 3 und von
dort über die vertikalen Schlitzanschnitte 4 gleichzeitig
in die 16 Hohlräume 5 der Gießform 2. Das Dosiergefäß 1
folgt mit seiner Rohrmündung 9 dem steigenden
Schmelzepegel in der Gießform 2 nach oben, wobei jedoch
die Rohrmündung 9 in geringem Abstand stets unter der
Schmelzeoberfläche gehalten wird. Auf diese Weise kann
eine schichtende Formfüllung erzielt werden, die neben
dem turbulenzfreien Zufluss ein weiteres Durchfließen
tieferliegender bereits gefüllter Formbereiche vermeidet
und so ideale Voraussetzungen für den anschließenden
gelenkten Erstarrungsablauf schafft. Nach beendeter
Formfüllung und Entfernung des Dosiergefäßes 1 ist es
möglich, den zentralen Speiesereinguss 3 abzudeckeln und
im abgedichteten Raum darüber den Gasdruck mit dem Ziel
einer Verbesserung der Speiserwirksamkeit zu erhöhen.
Darüber hinaus lassen sich in dem kompakten Formenpaket
in einfacher Weise vom Umfang in Richtung Speisereinguss
3 als thermisches Zentrum in bekannter Weise (vergl.
DE PS 2646060 C3) Kühlelemente einbauen, die eine
weitgehend gelenkte Erstarrung mit Taktzeitverkürzung
bewirken. Beim Lost Foam Guss wird beispielsweise die
Ausflussöffnung 9 in Fig. 1 in den Bodenbereich des
zentralen Speisereingusses 3 der Fig. 4 gebracht und dem
steigenden Schmelzepegel nachgeführt, wobei hier das
verlorene Modell eine dem Rohr 4 entsprechende Aussparung
aufweist. Die schichtende Formfüllung vermeidet auch hier
alle Turbulenzen und erzielt eine gleichmäßige
Modellvergasung von unten nach oben.
Der Speisereinguss 3 kann grundsätzlich auch mit anderen
bekannten Methoden, beispielsweise nach dem Niederdruck-Gießverfahren,
von unten befüllt werden.
Weiterhin ist es möglich, den Speisereinguss 3 der
abgedichteten Gießform 2 in der Weise zu füllen, dass der
Schmelzezufluss aus der unteren Rohrmündung 9 eines
Dosiergefäßes über den Gasdruck in der Gießform geregelt
wird. Hierbei kann die Nachführung der Rohrmündung 9 mit
dem steigenden Schmelzepegel beispielsweise durch den
Einsatz einer gasdichten Gleitführung im Deckel der
Gießform 2 erfolgen.
In Fig. 5 ist der Grundaufbau einer weiteren Variante
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 100 dargestellt. Bei
diesem Ausführungsbeispiel ist ein rinnenförmiges
Zwischengefäß 101 vorgesehen, das über ein nicht
dargestelltes Steigrohr mit einem ebenso nicht
dargestellten konventionellen Niederdruck-Schmelzofen
verbunden ist. Zusätzlich ist durch eine Öffnung im Boden
des Zwischengefäßes 101 der Endabschnitt eines Gießrohrs
102 geführt, das mit seinem anderen Ende einer hier
ebenfalls nicht gezeigten Gießform zugeordnet ist. Die
Eintrittsöffnung 103 des Gießrohrs 102 ist dabei in einem
Abstand A oberhalb des Bodens des Zwischengefäßes 101
positioniert.
Über das im Zwischengefäß 101 angeordnete Ende des
Gießrohrs 102 ist ein quaderförmiges Gehäuse 104
gestülpt, das einen offenen Boden aufweist. Die
Seitenwände des Gehäuses 104 sind dabei mit Abstand zum
Gießrohr 102 positioniert. Ebenso ist der untere Rand der
Seitenwände mit Abstand zum Boden des Zwischengefäßes 101
angeordnet. Auf diese Weise ist zwischen dem Boden des
Zwischengefäßes 101 und dem unteren Rand des Gehäuses 104
eine umlaufende, schlitzförmige Einströmöffnung 104a
gebildet, über die in das Zwischengefäß 101 einströmende
Metallschmelze M in das Gehäuse 104 strömt. Der Abstand
A, mit dem die Eintrittsöffnung 103 des Gießrohrs 102
über dem Boden des Zwischengefäßes 101 angeordnet ist,
ist größer als die Höhe a der Einströmöffnung 104a.
Durch die Decke 105 des Gehäuses 104 ist das Ende einer
Gasdruckleitung 106 geführt, deren Mündung kurz unterhalb
der Decke 105 angeordnet ist. Die Gasdruckleitung 106 ist
an eine nicht dargestellte Gasversorgung angeschlossen.
Gesteuert mittels einer Regeleinrichtung 107 kann
druckbeaufschlagtes Gas in den von dem Gehäuse 104
umschlossenen Druckraum 108 geleitet oder aus diesem
abgesogen werden. Als Gas wird dabei Argon eingesetzt,
welches sich inert gegenüber der Metallschmelze verhält.
Die aus dem nicht gezeigten Schmelzenofen in das
Zwischengefäß 101 geleitete Metallschmelze, bei der es
sich im beschriebenen Ausführungsbeispiel um eine
Aluminium-basierte Leichtmetallschmelze handelt, gelangt
über die Einströmöffnung 104a in den vom Gehäuse 104
seitlich und von oben umschlossenen Druckraum 108. Sobald
die Füllhöhe des Zwischengefäßes 101 höher ist als die
Höhe der Einströmöffnung 104a, ist der vom Gehäuse 104
umschlossene Raum gasdicht gegenüber der Umgebung
abgeschottet. Die Befüllung des Zwischengefäßes 101 wird
jedoch erst abgeschlossen, wenn ein Schmelzensollstand
erreicht ist, der über dem Niveau der Eintrittsöffnung
103 des Gießrohrs 102 liegt.
Durch Erhöhen oder Absenken des in der Druckkammer 108
herrschenden Gasdrucks kann die Höhe ΔH des
Schmelzenspiegels über der Eintrittsöffnung 103 variiert
werden. Dementsprechend kann durch Änderung des Drucks in
der Druckkammer 108 ein optimales Einströmen der Schmelze
in das Gießrohr 102 gewährleistet und die in die nicht
dargestellte Gießform eintretende Schmelzenmenge ebenso
exakt dosiert werden.
Das in den Figuren 6a bis 6p in verschiedenen
Betriebszuständen dargestellte System 200 zum Vergießen
von Aluminium-basierter Schmelze zu Motorblöcken umfasst
ein Zwischengefäß 201, ein mit dem Zwischengefäß 201
verbundenes Gießrohr 202, eine Druckkammer 203, eine mit
der Druckkammer verbundene Gasversorgung 204, eine
Gießform 205, eine mit der Gießform 205 verbundene zweite
Gasversorgung 206, einen ersten Füllstandsmesser 207 und
einen zweiten Füllstandsmesser 208.
Das Zwischengefäß 201 ist über ein nicht dargestelltes
Steigrohr an einen ebenso nicht dargestellten
Niederdruck-Schmelzenofen angeschlossen. Es ist
wannenförmig ausgebildet und durch einen Deckel 201a
gegenüber der Umgebung im Wesentlichen gasdicht
abgeschlossen. In dem Zwischengefäß 201 wird während des
Gießbetriebs über der in das Zwischengefäß geleiteten
Metallschmelze M eine hinsichtlich der vergossenen
Aluminium-Legierung inerte N2-Atmosphäre aufrechterhalten.
Der dem Zwischengefäß 201 zugeordnete Endabschnitt des
Gießrohrs 202 ist in den vom Zwischengefäß 201
umschlossenen Raum geführt, so dass die am Ende dieses
Endabschnitts ausgebildete Eintrittsöffnung des Gießrohrs
202 entsprechend dem in Fig. 5 dargestellten
Ausführungsbeispiel mit Abstand zum Boden des
Zwischengefäßes 201 angeordnet ist.
Die Druckkammer 203 ist in einem Gehäuse gebildet, dessen
Boden, wie beim in Fig. 5 dargestellten
Ausführungsbeispiel, offen und über den in das
Zwischengefäß 201 ragenden Endabschnitt des Gießrohrs 202
gestülpt ist. Ebenfalls entsprechend dem in Fig. 5
dargestellten Ausführungsbeispiel ist der untere Rand der
Druckkammer 203 mit Abstand zum Boden des Zwischengefäßes
201 angeordnet, so dass zwischen dem unteren Rand des
Gehäuses und dem Boden eine schlitzförmig umlaufende
Einströmöffnung für in das Zwischengefäß geleitete
Metallschmelze M ausgebildet ist.
Wiederum entsprechend dem in Fig. 5 dargestellten
Beispiel kann über die mit der Druckkammer 203 verbundene
Gasversorgung 204 in die Druckkammer 203 ein Druckgas
geleitet bzw. aus ihr abgesaugt werden, um den in der
Druckkammer herrschenden Druck zu variieren. Als Druckgas
wird hier Argon eingesetzt.
Mittels durch den Deckel der Druckkammer 203 und den
Deckel 201a des Zwischengefäßes 201 geführten
Stopfenstange 209 kann die Eintrittsöffnung des Gießrohrs
202 freigegeben bzw. verschlossen werden. Dazu wird die
Stopfenstange 209 mittels einer nicht dargestellten
Betätigungseinrichtung in an sich bekannter Weise
angehoben bzw. mit ihrem Ende auf die Eintrittsöffnung
des Gießrohrs 202 gesetzt.
Die Gießform 205 ist im hier beschriebenen
Ausführungsbeispiel als Kernpaket ausgebildet, in dem in
einem Rotationsgießverfahren der zu gießende Motorblock
erzeugt wird. Sie wird mittels einer nicht dargestellten
Transporteinrichtung in an sich bekannter Weise an das
Zwischengefäß 201 angedockt. Dabei taucht das Gießrohr
202 in einen Speiserabschnitt 205a der Gießform ein. Der
Speiserabschnitt 205a ist als Kammer ausgebildet, die
eine im Bereich des Deckels der Gießform 205 ausgebildete
Einführöffnung zum Einführen des Gießrohrs 202 und eine
nahe dem Boden der Gießform 205 ausgebildete
Abströmöffnung 205b aufweist, über die der
Speiserabschnitt 205a mit dem den zu gießenden Motorblock
abbildenden Formhohlraum 205c der Gießform 205 verbunden
ist. Der Formhohlraum 205c ist dabei in einen dem Boden
der Gießform 205 zugeordneten Schmelzensumpf 206d und
einen darüber liegenden Bereich aufgeteilt, in dem der zu
gießende Motorblock geformt wird. Nach Beendigung des
Einführens des Gießrohrs 202 in den Speiserabschnitt 205a
ist die Einführöffnung im Wesentlichen gasdicht gegenüber
der Umgebung abgedichtet.
Zusätzlich mündet nahe dem Deckel der Gießform 205 die
Versorgungsleitung, über die die zweite Gasversorgung 206
mit der Gießform verbunden ist. Über die zweite
Gasversorgung 206 kann ebenfalls Argon als Druckgas in
den vom Speiserabschnitt 205a umgebenen Speiserraum
geleitet werden. Ebenso kann über die Gasversorgung 206
der vom Speiserabschnitt 205a umgebene Raum
druckentlastet werden.
Der erste Füllstandsmesser 207 weist zwei Sensoren 207a
und 207b auf, die im Bereich der halben Höhe des
Speiserabschnitts 205a positioniert sind und den
Füllstand der Schmelze in dem Speiserabschnitt erfassen.
Reicht der Füllstand etwa bis zur Hälfte der Höhe des vom
Speiserabschnitt 205a umschlossenen Raums, so gibt der
Füllstandsmesser 207 ein entsprechendes Signal ab.
Der zweite Füllstandsmesser 208 richtet einen Laserstrahl
auf eine in den Deckel der Gießform 205 eingeformte
Öffnung. Zusätzlich weist der Füllstandsmesser 208 einen
Sensor auf, der den von der in den Formhohlraum 205c
einlaufenden Metallschmelze M reflektierten Strahl
detektiert. Auf diese Weise liefert der Füllstandsmesser
208 laufend eine Information über den aktuellen Füllstand
der Gießform 205 im Bereich des Formholraums 205c. Wird
der maximale Füllstand erreicht, bei dem der Formhohlraum
205c vollständig mit Schmelze M gefüllt ist, so gibt der
zweite Füllstandsmesser ein entsprechendes Signal.
Bei dem in den Figuren 6a - 6p dargestellten System
gliedert sich die Befüllung der Gießform 205 mit
Metallschmelze M in folgende Schritte:
- Phase 1:
- Die Gießform 205 wird an das Zwischengefäß 201
angedockt. Dabei taucht das Gießrohr 202 in den
Speiserabschnitt 205a der Gießform 205 ein.
Während dessen ist das Zwischengefäß 201 mit
Metallschmelze gefüllt. In der Druckkammer 203
herrscht im Wesentlichen der gleiche Druck wie
im Zwischengefäß 205. Dementsprechend ist der
Füllstand im Zwischengefäß 201 und in der
Druckkammer 203 gleich. Die in der Druckkammer
203 positionierte Eintrittsöffnung des Gießrohrs
202 ist durch die Stopfenstangen 209
verschlossen. (Fig. 6a)
- Phase 2:
- Noch während des Andockvorgangs wird durch
Zugabe von Druckgas über die Gasversorgung 204
der Druck in der Druckkammer 203 erhöht.
Infolgedessen sinkt der Schmelzen-Füllstand in
der Druckkammer 203 unter das Niveau der
Eintrittsöffnung des Gießrohrs 202. Der Bereich
der Eintrittsöffnung liegt frei von Schmelze,
bleibt jedoch von der Stopfenstange 209
verschlossen. (Fig. 6b)
- Phase 3:
- Bis zum Abschluss des Andockvorgangs wird der in
Phase 2 erreichte Zustand in der Druckkammer 203
aufrechterhalten. (Fig. 6c)
- Phase 4:
- Nach Abschluss des Andockvorgangs wird die
Stopfenstange 209 angehoben und die
Eintrittsöffnung des Gießrohrs 202 freigegeben.
(Fig. 6d)
- Phase 5:
- Durch den mit dem Öffnen des Gießrohres 202
einhergehenden Druckabfall steigt der Füllstand
in der Druckkammer 203 so stark an, dass der
Schmelzenspiegel im Wesentlichen exakt auf dem
Niveau der Eintrittsöffnung des Gießrohrs 202
liegt. (Fig. 6d)
- Phase 6:
- Durch Absenkung des Drucks wird der
Schmelzenspiegel in der Druckkammer 203 weiter
erhöht, so dass Schmelze M in das Gießrohr 202
einläuft. (Fig. 6e)
- Phase 7:
- Die Schmelze M gelangt zunächst in den
Speiserabschnitt 205a und von dort in den
Formhohlraum 205c der Gießform 205. Stellt sich
beim Befüllen der Gießform 205 heraus, dass die
Strömungsgeschwindigkeit im Gießrohr 202 zu hoch
oder zu niedrig ist, so dass die in die Gießform
205 geleitete Schmelze M nicht ausreichend
gleichmäßig vom Speiserabschnitt 205a in den
Formhohlraum 205c strömt, so wird durch Anheben
oder Absenken des Drucks in der Druckkammer 203
die Fließgeschwindigkeit variiert, mit der die
Schmelze M durch das Gießrohr 202 strömt.
(Figuren 6g-61).
- Phase 8:
- Meldet der erste Füllstandsmesser 207, dass der
Füllstand im Speiserabschnitt 205a die durch die
Sensoren 207a,207b erfasste Mindesthöhe erreicht
hat, so wird der freie Bereich des
Speiserabschnitts 205a über die zweite
Druckversorgung 206 mit Druckgas beaufschlagt.
Auf diese Weise bildet sich im vom
Speiserabschnitt 205a umschlossenen Raum ein auf
der Schmelze M im Bereich des Speiserabschnitts
205a lastendes Gaspolster. Dieses Gaspolster
wird aufrecht erhalten, bis die Befüllung des
Formhohlraums 205c angeschlossen, d. h. die
maximale, durch den Füllstandsmesser 208
detektierte Füllhöhe erreicht ist.
(Figuren 6i-61)
- Phase 9:
- Meldet der Füllstandsmesser 208 das Erreichen
der maximalen Füllhöhe, so wird das im
Speiserabschnitt 205a bis dahin vorhandene
Gasdruckpolster durch Entlüften des
Speiserabschnitts 205a entspannt. Gleichzeitig
wird im Druckraum 203 ein erhöhter Druck auf die
Schmelze M ausgeübt. Dies führt dazu, dass nach
der Entlüftung des Speiserabschnitts 205a die im
Gießrohr 202 und in der Druckkammer 203 oberhalb
der Eintrittsöffnung des Gießrohrs 202 bis dahin
noch vorhandene Schmelze M in den
Speiserabschnitt 205a gedrückt wird. Der
Füllstand in der Druckkammer 205 sinkt dabei auf
das Niveau der Eintrittsöffnung des Gießrohrs
202 ab, so dass die Eintrittsöffnung frei von
Schmelze M ist. (Fig. 6m)
- Phase 10:
- Anschließend wird die Stopfenstange 209
abgesenkt, so dass sie mit ihrem Ende die
freiliegende Eintrittsöffnung des Gießrohrs 202
verschließt. Zu einem Druckstoß in dem in die
Gießform 205 eingefüllten Schmelzenvolumen kommt
es dabei nicht, da durch das Aufsetzen der
Stopfenstange 209 keine Schmelze mehr in das
Gießrohr 202 gepresst wird. (Fig. 6n)
- Phase 11:
- Der bis dahin aufrechterhaltene Überdruck in der
Druckkammer 203 wird abgebaut, so dass sich der
Füllstand im Zwischengefäß 201 und in der
Druckammer 203 wieder angleicht. (Fig. 6o)
- Phase 12:
- Die fertig gefüllte Gießform 205 wird vom
Zwischengefäß 201 abgedockt. (Fig. 6p)
Nach dem Abdocken wird die Gießform 205 in an sich
bekannter Weise rotiert, so dass die Erstarrung der
Schmelze bei oben liegendem Schmelzensumpf 205d erfolgt.
Die insgesamt günstigen Gießbedingungen gemäß der
Erfindung ergeben eine optimale Grundlage für gute
Gussqualität mit minimalem Ausschussanteil bei
gleichzeitig hoher Produktivität. Da Vor- und Rückseite
der Formsegmente den formgebenden Hohlraum bilden, wird
auch die Formherstellung insgesamt deutlich
rationalisiert.
Die Erfindung stellt somit ein Verfahren zum Befüllen von
Gießformen und Gießmaschinen mit flüssigem Material zur
Verfügung, bei dem ein gasdichtes System mit einer in
seinem Inneren befindlichen oberen und unteren
Durchflussöffnung mit Hilfe einer Gasdruckregelung
außerhalb eines Schmelzenofens mit Schmelze gefüllt,
durch Absenken des Schmelzenpegels unter die obere
Durchflussöffnung das Schmelzenvolumen quantifiziert und
anschließend die Schmelzenmenge durch die untere und
obere Durchflussöffnung in eine Gießform oder
Gießmaschine über ein im Wesentlichen vertikales
Ausflussrohr entleert wird.
Die unten liegende Öffnung des Ausflussrohres kann dabei
durch einen Rückstau der zuerst in die Gießform oder
Gießmaschine gelangenden Schmelze gasdicht verschlossen
werden.
Ebenso ist es erfindungsgemäß möglich, bei der
Schmelzenentleerung die Fließgeschwindigkeit über den
Gasdruck unabhängig von der Fallbeschleunigung zu regeln.
Dabei bleiben in dem Gasdruck-Regelsystem die
ursprüngliche Schutzgasfüllung über zahlreiche Dosierund
Gießzyklen erhalten. Es werden lediglich Leckverluste
ergänzt.
Durch das Nachführen der Ausflussrohrmündung mit dem
steigenden Schmelzepegel in Form oder Gießmaschine lässt
sich eine schichtende Füllung ohne Störung bereits
gefüllter Bereiche erzielen.
Es können mehrere Gussteile gleichzeitig gegossen werden.
In den Gießformen können Kühlelemente für eine gelenkte
Erstarrung eingesetzt werden.
Über dem Speisereinguss kann nach seiner Füllung mit
Schmelze zur Steigerung der Speiserwirkung der Gasdruck
erhöht werden.
Beim Befüllen einer Gießform oder der Schusskammer einer
Druckgießmaschine erfolgt eine Abdichtung zwischen dem
Ausflussrohr 4 (Fig. 1) bzw. 9 (Fig. 2) und dem
Gießformdeckel der Gießform 2 (Fig. 4) bzw. der
Schusskammer 11 (Fig. 2).
Der Schmelzezufluss wird über den Gasdruck in der
Gießform oder der Schusskammer geregelt.
Die am Ende eines Dosiervorgangs durch die untere
Durchflussöffnung 8 (Fig. 1) und 6 (Fig. 2) austretenden
Gasblasen lassen sich als Signal für weitere
Funktionsschritte nutzen.
Die Dosiervorrichtungen gemäß Fig. 1 und Fig. 2 und die
mit ihnen verbundenen Gießformen (Fig. 4) bzw.
Druckgießmaschinen-Schusskammern 11 (Fig. 2) lassen sich
mit Schutzgas fluten, um Luftsauerstoff auszutreiben.
Der Niederdruck-Gießofen der Fig. 2 kann durch das
Dosiersystem 2, 4, 7 und 9 mit Schmelze nachgefüllt
werden.
Das Gasdruck-Versorgungssystem nach Fig. 3 erhält seine
ursprüngliche Gasfüllung über zahlreiche Dosier- und
Gießzyklen. Lediglich die im Dosierbetrieb auftretenden
Leckagen müssen ergänzt werden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Ausführung des
Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, dass in dem
zweiteiligen abgedichteten Schmelzegefäß nach Fig. 1 das
äußere Rohr 3 mit dem Deckel 2 verbunden ist und einen
Raum 12 bildet, der an einen Gasdruckregler angeschlossen
ist, dass der zweite Gasdruckraum 11 ebenfalls einen
Gasdruckregleranschluss aufweist und dass im Bodenbereich
des Schmelzegefäßes 1 das innere Rohr 4 befestigt ist.
Zudem kann bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
entsprechend Fig. 1 das äußere Rohr 3 im Bereich seines
oberen Endes einen Niveausensor 14 und das innere Rohr 4
im Bereich seines unteren Endes einen Niveausensor 13
aufweisen und im Bodenbereich des Schmelzegefäßes 1
höhenverstellbar fixiert sein.
Gemäß Fig. 1 ist die Wand des Schmelzegefäßes 1 oder sein
Innenraum mit Mitteln für eine Schmelzebeheizung
ausgerüstet.
Die Dosiervorrichtung nach Fig. 2 ist mit Hilfe eines
Hubmechanismus (nicht dargestellt) im Deckel des
Niederdruckgießofens 1 höhenverstellbar und durch einen
Faltenbalg 12 abgedichtet.
Die Dosiervorrichtung nach Fig. 2 ist mit
Flanschverbindungen des Dosierrohrs 4 versehen, in denen
Lochscheiben eingespannt werden, die die obere und untere
Durchflussöffnung 5 und 6 bilden.
Die Dosiervorrichtung nach Fig. 2 ist mit ihren Teilen
Steigrohr 2, Dosierrohr 4 und Gefäß 7 beheizbar.
Die Dosiervorrichtungen nach Fig. 1 und 2 weisen im
unteren Bereich ihres Rohres 4 bzw. 9 eine Abdichtung 13
zur Schusskammer 11 oder zur Gießform 2 der Fig. 4 auf.
Wahlweise finden zur Vorrichtung gemäß Fig. 3 auch andere
geeignete Vorrichtungen wie angetriebene Zylinder mit
Kolben oder mit Bälgen ausgerüstete Behälter Verwendung.
Eine erfindungsgemäß eingesetzte Gießform zur
Durchführung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet,
dass in einem ringförmigen Formkasten 2 gemäß Fig. 4
zahlreiche Formsegmente mit ihren Vorder- und Rückseiten
die Formhohlräume 5 bilden, die über die
Schlitzanschnitte 4 aus dem zentralen Speisereinguss 3
gleichzeitig schichtend gefüllt werden, wobei die
Schmelze turbulenzfrei aus dem Dosiergefäß 1 zufließt.
Bei einer solchen Gießform lassen sich in die
Formsegmente Kühleinsätze einbauen. Die Form kann dabei
mit einer Abdichtung für eine Gasdruckbeaufschlagung
versehen werden.