Die Erfindung betrifft eine elektrische Schmelzsicherung mit einem
metallischen Schmelzelement und einem Halter fuer das Schmelzelement.
Derartige Schmelzsicherungen werden bevorzugt fuer die elektrische
Absicherung in Kraftfahrzeugen eingesetzt.
Aus der GB 573 746 A ist bereits ein elektrisches Sicherungselement fuer den
Niederstrombereich bekannt geworden. Diese Sicherung verfuegt ueber einen
Halter und ein Schmelzelement aus Draht, welches mit seinen Enden um den
Halter gebogen ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schmelzsicherung
bereitzustellen, welche sich auch fuer den Hochstrombereich (beispielsweise 40
bis 300 Ampere) eignet, und darueber hinaus einfach sowie kostenguenstig
herstellbar ist.
Erfindungsgemaess wird diese Aufgabe dadurch geloest, dass der Halter
mindestens zwei vorstehende Mittel fuer die Befestigung von mindestens zwei
Halteschlaufen des Schmelzelementes aufweist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der Halter im wesentlichen
stangenfoermig, und die Mittel fuer die Befestigung sind rechtwinklig zu einer
Haupterstreckungsrichtung des Halter angeordnet. Diese Anordnung
ermoeglicht eine einzige Drahtfuehrungsebene fuer das Schmelzelement.
Weiterhin vorteilhaft ist es, wenn die Mittel fuer die Befestigung zylindrisch
sind. Dies vereinfacht nicht nur die Herstellung der Befestigungsmittel selbst,
sondern auch einen Indexiervorgang, wenn das Schmelzelement auf die
indexierenden Befestigungsmittel aufgefaedelt werden soll. In weiterer
Ausgestaltung der Erfindung ist es in diesem Zusammenhang vorteilhaft, wenn
die Enden der Mittel fuer die Befestigung eine konische, oder zumindest
endseitig duennere Gestaltung aufweisen.
Wenn als Mittel fuer die Befestigung Schrauben vorgesehen sind, kann der
Halter zusammen mit dem Schmelzelement an ein gesondertes
Sicherungsgehaeuse oder Sicherungstraeger mittels Anschrauben befestigt
werden.
Eine weiter vereinfachte Montage der Schmelzsicherung ergibt sich, wenn als
Mittel fuer die Befestigung Rastelemente vorgesehen sind, mit denen der Halter
zusammen mit dem Schmelzelement an einem Sicherungsgehaeuse oder
Sicherungstraeger befestigbar ist.
Besonders kostenguenstig und herstellpozessvereinfachend ist es, wenn das
Schmelzelement aus Draht besteht und es fuer die Ausbildung eines im
wesentlichen flachen Koerpers Biegeumformungen in ausschliesslich einer
raeumlichen Ebene aufweist.
Die elektrischen Eigenschaften des Schmelzelementes koennen dadurch
beeinflusst werden, dass in einem oder mehreren vorgegebenen Abschnitten der
elektrisch leitende Querschnitt reduziert oder vergroessert wird. Dies geschieht
vorzugsweise durch ein- oder mehrlagige Anordnung des Drahtes.
Um die elektrischen Eigenschaften des Schmelzelementes insbesondere in
einem Strombereich zu beeinflussen, welcher zwar zur Erwaermung aber nicht
zum Schmelzen desselben fuehrt, kann zumindest im Bereich einer
Schmelzzone ein Werkstoffreservoir, beispielsweise aus Zinn, aufgebracht
werden, welches einen niedrigeren Schmelzpunkt aufweist, als der
Drahtwerkstoff, welcher beispielsweise aus Kupfer besteht.
Es empfiehlt sich ferner, die Sicherung mit einem Verfahren herzustellen, bei
dem der Halter mit den Mitteln fuer die Befestigung als Biegewerkzeug fuer das
Schmelzelement herangezogen wird.
Die Erfindung wird nachstehend anhand einer einzigen Zeichnung sowie der
Figurenbeschreibung naeher erklaert.
Die Zeichnung zeigt eine Schmelzsicherung 1 in perspektivischer Ansicht,
welche einen im wesentlichen laengs einer Achse a stangenfoermigen Halter 2
fuer ein Schmelzelement 3 (vorzugsweise aus Kupfer oder aus einem anderen
metallisch leitenden Werkstoff) aufweist. Der Halter verfuegt ueber mindestens
zwei vorstehende Mittel 4 fuer die Befestigung des Schmelzmittels 3 mittels
zwei Halteschlaufen. Wie zu ersehen ist, weist der Halter 2 jeweils endseitig im
Bereich der vorstehenden Mittel 4 kreisfoermige Verstaerkungen 5,6 auf, so
dass ueber die Mittel 4 in den Halter 2 eingeleitete Kraefte zuverlaessig
uebertragen werden koennen. Es versteht sich, dass die Kontur des Halters 2
grundsaetzlich so einfach wie moeglich gehalten wird, um niedrige
Herstellkosten zu ermoeglichen.
Gemaess der Zeichnung sind die Mittel fuer die Befestigung 4 zylindrische
Schrauben, mit denen der Halter 2 zusammen mit dem daran angeordneten
Schmelzelement 3 an einem nicht dargestellten Sicherungsgehaeuse oder
Sicherungstraeger befestigbar ist. Jede Schraube verfuegt ueber einen nicht
sichtbaren Kopf im Bereich einer Unterseite des Halters 2 sowie ueber
Eingriffsmittel, die fuer das Verdrehen (Befestigen oder Loesen) herangezogen
werden koennen.
Gemaess einer anderen, nicht gezeichneten, Ausfuehrungsform der Erfindung
koennen anstatt von Schrauben auch Rastelemente Verwendung finden, um den
Halter mit Schmelzelement an einem Sicherungstraeger oder
Sicherungsgehaeuse zu befestigen. Insbesondere wenn der Halter 2 aus
Kunststoffwerkstoff ausgebildet ist, weist diese Ausfuehrung Herstellungs- und
Montagevorteile auf, weil auf gesonderte Befestigungsmittel verzichtet werden
kann, indem die Rastmittel einstueckig an den Halter 2 angespritzt werden.
Wie die Figur zeigt, ist das Schmelzelement 3 einstueckig, weist eine im
wesentlichen flache Form auf, und erfordert lediglich Biegeumformungen in
einer einzigen raeumlichen Ebene, welche tangential zu der Laengsachse a des
Halters 2 angeordnet ist. Im uebrigen weist das Schmelzelement 3 die Form
eines gestreckten O mit zwei Endboegen 7,8 sowie zwei geraden
Mittelabschnitten 9,10 auf, von denen der Mittelabschnitt 10 etwa gegenueber
einer Schmelzzone 11 unterbrochen ist.
Fuer die Anpassung des elektrischen Widerstandes des Schmelzelementes 3,
und um die Stromdichte im Bereich der Schmelzzone 11 zu veraendern,
koennen in vorgegebenen Abschnitten eine oder mehrere reduzierte
Werkstoffquerschnitte vorgesehen werden. Die Querschnittaenderung erfolgt
besonders kostenguenstig mittels einfacher oder mehrfacher (mehrlagiger)
Anordnung des Drahtquerschnittes. Ferner kann in dem Bereich der
Schmelzzone 11, vorzugsweise auf dem Schmelzelement 3, ein lediglich
gestrichelt angedeutetes Werkstoffreservoir 12 aufgebracht werden, welches
einen niedrigeren Schmelzpunkt aufweist, als der Drahtwerkstoff. Es empfiehtl
sich, das Reservoir aufzuloeten. Sinn und Zweck dieser Anordnung ist wie folgt.
Nur geringfuegig oberhalb des Nennstromes liegende Stroeme koennen ganz
grundsaetzlich eine Ewaermung des Schmelzelementes 3 hervorrufen, deren
alleinige Wirkung bei dem gegebenen Querschnitt des Schmelzelementes 3 im
Bereich der Schmelzzone 11 gegebenenfalls noch nicht zur Unterbrechung des
Stromkreises fuehren wuerde. Der Schmelzvorgang des Werkstoffreservoirs
(mit geringem Schmelzpunkt) aendert dies. Mit anderen Worten wird hier der
Diffusionsprozess des Reservoirwerkstoffes 12 (beispielsweise Zinn) und
dessen schmelzpunkterniedrigende Wirkung durch lokale Legierungsbildung
ausgenutzt.
In besonders vorteilhafter Weise kann die Schmelzsicherung 1 hergestellt
werden, wenn das Schmelzelement 3 unmittelbar ueber den Halter 2 (und ueber
die Befestigungsmittel 4) gebogen wird, und sodann unmittelbar an dem Halter
verbleibt. Der Halter 2 hat somit gleichzeitig die Funktion eines Werkzeug
(oder einer Lehre) fuer die Formgebung des Schmelzelement 3, so dass im
Vergleich zu bekannten Schmelzsicherungen, auf gesonderte Werkzeuge, und
auch auf gesonderte Handhabungs- und Montageprozesse nach der Formgebung
und fuer die Befestigung an dem Halter 2 verzichtet werden kann. Der
Biegevorgang wird erleichtert, wenn der Draht des Schmelzelementes 3
waehrend des Biegevorgangs einerseits eine gewisse elastische Vorspannung
erfaehrt, und wenn die Mittel fuer die Befestigung 4 zumindest im Bereich von
umfangsseitigen Drahtanlageflaechen Einbuchtungen aufweisen, so dass das
Schmelzelement 3 gewissermassen verliersicher an dem Halter 2 befestigt ist.